# AI Infrastructure Dominance Amid Geopolitical and SaaS Disruption

**Podcast:** Beckers Bets
**Published:** 2026-03-05

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dieses Podcasts dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hierbei nicht um Anlagevermittlung, Anlageberatung oder ähnliches.
Ihr entscheidet selbst, was ihr macht.
Backers Bets, der Investment Podcast mit Jan Beckers.
Im Januar haben wir hier ja den Jahresausblick gemacht und haben da schon gesehen und du hast beziehungsweise gesagt, dass geopolitische Schocks wohl das Hauptrisiko für das Jahr 2026 sein könnten.
Jetzt haben wir den Krieg im Iran, der ist ja so ein geopolitischer Schock, auch wenn man ja so ein bisschen Zeit hatte, sich fast schon darauf vorzubereiten, weil sich das so ein bisschen immer wieder angekündigt hat, dass es hier zu einer militärischen Auseinandersetzung kommen könnte.
Wie bewertest du jetzt da diesen Krieg im Iran?
Ja, ich glaube, kurzfristig ist sowas natürlich immer erstmal Unsicherheit für die Märkte und kurzfristig heißt es natürlich auch Energiepreise steigen, Ölpreise sind natürlich geklettert, Gaspreise sind geklärt hat.
Das führt dann wiederum natürlich zu Folgewirkungen in anderen Märkten, beispielsweise an einigen koreanischen oder asiatischen Börsen im Zusammenhang mit Free Leverage, der da am Spiel im Spiel war, hat so ein ganz besonders starken Sell-off gegeben.
Und ich glaube, diese Unsicherheit bleibt im Markt jetzt erst einmal bestehen.
Ich glaube aber, dass das Potenzial, was eigentlich da ist, eher auch ein positives sein könnte.
Weil wir haben eine Situation, wo wirklich 90 Millionen Menschen teilweise sehr hochqualifizierte, smarte Leute irgendwo weitestgehend von der Weltwirtschaft abgeschnitten waren, definitiv vom westlichen Teil der Weltwirtschaft.
Und wenn alles jetzt vernünftig aufgeht, und die ersten Tage sehen jetzt militärisch auch erstmal positiv aus aus Sicht der USA und Israel, könnte es eben dazu führen, dass eben einfach sehr, sehr viele Menschen im Iran in Zukunft in Freiheit leben können, sich wirtschaftlich frei entfalten können.
Wir darüber auch wieder viele positive Wechselwirkungen erwarten können und vielleicht auch der ganze Middle East so ein bisschen sein Ruf als Krisenherd vielleicht auch irgendwann ablegen könnte.
Und das wäre dann sicherlich eine insgesamt sehr, sehr positive Auswirkung.
Wann es soweit ist und ob es soweit ist, weiß man natürlich nicht.
Aber erstmal würde ich schon sagen, die Menschen im Iran und man sieht es ja überall, ist das, ich sag mal, es ist ein sehr, sehr freudiges Ereignis in Summe für die Märkte, ist es natürlich erst einmal weitere Unsicherheit an der Stelle gewesen, wobei auch interessanterweise in Israel sind die Börsen gestiegen direkt, als es losging.
Nämlich in Erwartung, dass vielleicht dieses Eingreifen der USA auf eine mittel- bis langfristige Lösung dieses Konfliktes hindeuten könnte.
Ja, dann sprechen wir nochmal etwas genauer über das Thema Ölpreis.
Das ist ja wahrscheinlich so die größte Sorge auch der Finanzmärkte.
Denn wenn der Ölpreis steigt, dann wird natürlich kurzfristig das Öl teurer.
Und das sorgt aber natürlich auch dafür, dass dann quasi so in der Zeitrundeneffekt auch die Inflation steigen wird und dadurch die Zinsen natürlich höher bleiben oder sogar steigen könnten.
Das mögen die Aktienmärkte dann ja natürlich gar nicht.
Denkst du, dass Zinssenkungen, die ja Donald Trump auch vehement gefordert hat in der Vergangenheit, jetzt erstmal vom Tisch sind damit?
Das glaube ich nicht.
Ich würde schon davon ausgehen, das wahrscheinlichste Szenario, auch wenn man sich quasi an der Stelle mal wieder die Prediction Markets zu Hilfe nimmt, ist ja weiterhin, dass es eine Lösung innerhalb von ein bis zwei Monaten gibt.
Das ist zumindest das, was gerade auf Polymarket und den anderen Märkten gepreist wird.
Und die sind relativ gut bei diesen Predictions.
Insofern würde ich auch davon ausgehen, dass das das Szenario ist und dass es natürlich eine Zeit ist erhöhter Unsicherheit und auch in dieser Zeit sicherlich erhöhter Ölpreise.
Es könnte aber natürlich auch dazu führen, wenn der Iran dann irgendwann wieder ein freies Land ist, dass einfach auch gewaltige weitere Vorräte auf den freien Markt dann an der Stelle kommen.
Und natürlich, wenn es insbesondere insgesamt gelingt, die Unsicherheit hier in der Region damit zu verringern, wäre es insgesamt sicherlich ein auch für die Märkte ein sehr, sehr positives Ereignis.
Zinssenkungen in den USA würde ich weiterhin mitrechnen, auch weil wir an anderer Stelle sehen, dass AI einfach immer stärker disinflationäre Effekte in der Wirtschaft haben sollte.
Und damit AI letzten Endes auch dafür sorgen kann, dass Inflation runterkommt und eben den Raum für Zinssenkungen eröffnet.
Insbesondere dann und wenn folgendes passiert, und das ist sicherlich gerade ein, ich sag mal, heiß diskutiertes und teilweise beginnendes Thema, wenn eben der zunehmende Einsatz von AI dazu führt, dass Teile von White Collar Work automatisiert werden können.
Da gab es ja kürzlich das Announcement beispielsweise von Block, der Company von Jack Dorsey, ehemals Twitter oder Ex-Gründer, jetzt ein sehr bedeutendes FinTech in den USA, die angekündigt haben, dass sie von ihren 10.000 Mitarbeitern und die haben es ja mit AI überschrieben, am Ende hat sich von 4000 Kollegen trennen werden, weil sie sagen, AI-Produktivität führt dazu, dass sie dort eben diese Menschen freisetzen werden.
Und das ist natürlich eine Nachricht, auf die der Markt erstmal sehr positiv reagiert hat, mit ich glaube etwa plus 20 Prozent für Block.
Und da stellt sich natürlich die Frage: Wie geht es an der Stelle weiter, wenn mehr und mehr Firmen, insbesondere auch Tech-Firmen auf diesen Zug aufspringen?
Insofern ist natürlich dann die Frage, sehen wir dann steigende Arbeitslosigkeit.
Und die wahrscheinliche Antwort darauf ist, ja, das sollte wahrscheinlich nicht alles in kurzer Zeit mit neuen Jobs oder neuen Beschäftigungs- oder auch neuen Gründigungsmöglichkeiten, die sich auftun können, als Folge oder als Chance von AI, sollte sich das wahrscheinlich nicht kurzfristig ausgleichen.
Ja, dann man sagt ja immer, es entstehen ja auch neue Jobs, wenn welche wegfallen, aber die Leute sind ja nicht gleich qualifiziert, um diese neuen Jobs dann natürlich dann auch wahrzunehmen.
Deswegen wird es eine Weile dauern, bis man hier natürlich auch wieder die Leute vielleicht in Arbeit einfach bringt.
Aber ganz spannend zu dem Thema, wenn du jetzt Block ansprichst, das letzte Mal in der Folge, da haben wir nämlich ja gesagt, oder du besser gesagt, dass KI wahrscheinlich manche Branchen schneller disruptieren wird, als man jetzt bisher denkt.
Und kurz danach ging das los, dass dieser Sell-off im Software-Bereich ja eben kam.
Wir haben ja die ganzen SARS-Anbieter vor allem gesehen, weil es eben jetzt diese Theorie gibt, dass man ja mit Claude zum Beispiel sehr viel Software sich selbst bauen könnte.
Ist das wirklich so eine große Gefahr?
Muss man das, kann man da vor allem alle SARS-Firmen über einen Kamm scheren oder muss man da ein bisschen genauer drauf schauen?
Genau, also einmal zu dem, was in den Märkten passiert ist.
Da gab es ja einen sehr großen Sell-off bei vielen oder eigentlich bei allen SaaS-Unternehmen.
Der hatte letztes Jahr leicht und schleichend angefangen und hat sich dann dieses Jahr eben sehr, sehr beschleunigt an der Stelle.
Beispielsweise hat ein Adobe wahrscheinlich etwas mehr als 50 Prozent verloren.
Viele andere Firmen teils sogar noch mehr.
Auch ein Microsoft hat etwa 20 Prozent oder 25 Prozent infolgedessen zwischenzeitlich verloren.
Und die Sorge ist an der Stelle nicht nur, dass alle mögliche Software jetzt von jedermann sich eben mal so selbst gecodet wird.
Das ist sicherlich für einige kleinere, weniger umfangreiche Softwareprodukte ein durchaus ein Risiko.
Die andere Sorge ist natürlich, wenn Software in Zukunft viel, viel leichter, schneller, günstiger erstellt werden kann.
Dann führt es natürlich auch dazu, dass viel mehr Softwareanbieter sich mit ihren Produkten untereinander in die Quere kommen, dass eben nicht mehr vielleicht jedermann so in seiner geschützten kleinen Nische mit zwei, drei Wettbewerbern ist, sondern dass viel mehr Softwareanbieter eben Produkte anbieten, die eben mit ihren Wettbewerbern überlappen und wo es deshalb zum Wettbewerb kam.
Da gab es beispielsweise jetzt auch kürzlich noch das Statement vom CEO von ServiceNow, der denkt, dass seine Produkte jetzt auch einen großen Teil von Salesforce ablösen können oder von Workday.
Und ich glaube, diese Überschneidungen in den Produktportfolien werden zunehmen, damit eben die Preissetzungsmacht.
Und an anderer Stelle gibt es eben auch ganz viele Software-Discounter, die dann auf den Markt kommen werden.
Beispielsweise gibt es Softwareanbieter, die ich sagen, bei Kunden identifizieren, die ein bestimmtes Produkt an der Stelle verwenden.
Sagen wir mal, irgendwie vielleicht ein HR-Produkt von Workday, dafür irgendwo vielleicht einen siebenstelligen Betrag pro Jahr zahlen und die dann auf diese Unternehmen zugehen und sagen, pass auf, wir bieten euch dasselbe Produkt an, vielleicht irgendwo 80, 90 Prozent der Features, aber zu 10 Prozent der Kosten.
Und das alles sorgt natürlich für potenziellen Druck auf eben erzielbare Preise, kann aber auch dazu führen, dazu gibt es auch einige Indikatoren, dass einfach die Kunden von Unternehmenssoftware sich definitiv nicht mehr auf allzu lange Verträge committen wollen, weil vielleicht ist Software eben nächstes Jahr ja schon viel günstiger.
Und dann wird man zumindest keine langen Verträge mehr abschließen.
Insofern gibt es durchaus relativ viele reale Gründe für den Sell-Off.
Es kann natürlich an der anderen Stelle auch viele Gründe geben, warum in einer Welt, wo Software immer mehr gebraucht wird und immer mehr Software eingesetzt wird, natürlich andere Anbieter, beispielsweise die von Infrastruktursoftware oder auch Cyber Security durchaus profitieren könnten.
Aber letzten Endes kampfen natürlich auch die wiederum mit besagten potenziellen Negative-Effekten.
Und was dann am Ende überwiegt, ist eben noch nicht ganz klar.
Und was dann natürlich auch in Zukunft ist, typischerweise in so einem Sell-off wird erstmal wieder alles mitverkauft, selbst wenn es am Ende gar nicht gerechtfertigt ist.
Und nur irgendwann später erholen sich dann eben die Unternehmen, die eigentlich davon profitieren oder zumindest die in ausgewogener Art und Weise positiv und negativ betroffen sind.
Und das kann natürlich dann auch durchaus Chancen eröffnen.
Genau, wie gesagt, einzelne Softwareunternehmen haben teilweise 80 Prozent ihres Marktwertes verloren und das, obwohl das inzwischen profitable und weiterhin wachsende Unternehmen sind.
Gut, da ist natürlich dann das Problem, dass die Börse auch die Zukunft natürlich bewertet.
Ich kenne genau wie eine Phrase, aber so ist es natürlich dann.
Also, weil jetzt vieles drin, ich würde noch mal ein paar Punkte rausgreifen.
Zum Beispiel, wenn du sagst, Cybersecurity könnte wieder ein Thema werden, liegt es auch daran, dass jetzt immer mehr Leute wirklich versuchen, hier ihre eigene Software zu bauen und dann natürlich da auch sehr viele Einfallstore sich vielleicht selber herstellen.
Das kann auf jeden Fall auch dazu dazu beitragen.
Ich denke, die meisten, die sich diese eigene Software stellen, das sind ja jetzt häufig auch eher kleinere Unternehmen, Freelancer, die damit jetzt sich selber ihre eigenen Tools basteln.
Das sind in der Regel aber auch nicht die großen Kunden von Cyber Security unternehmen, zumindest relativ gesehen sind, dass eher die kleineren Ausgaben.
Trotzdem wird Cyber Security wahrscheinlich ein Thema sein, was aus vielen Gründen immer mehr Nachfrage ersehen wird.
Natürlich auch angesichts der angesprochenen geopolitischen Themen, aber auch, weil eben diese vielfach ja auch schnell auf den Markt geworfen, neue Software eben neue Lücken haben könnte.
Man kann aber auch das Gegenteil verargumentieren und kann sagen, eigentlich, ich sag mal, so ähnlich wie beim autonomen Fahren.
Nach einer gewissen Zeit, wo sich das System eingeübt hat, fährt das Ganze deutlich fehlerfreier, als der Mensch es an der Stelle tut.
Und auch das könnte hinter ein Effekt sein, dass einfach natürlich sowohl in der Abwehr jegliche mögliche Cybersecurity von AI unterstützt wird, aber auch, dass im Schreiben vielleicht irgendwann AI auch eigentlich die sicherere Software erstellen könnte.
Und das sind alles, ich sag mal, Faktoren, die quasi die, die sehr viele Wechselwirkungen haben.
Und das macht es dann immer komplex, insbesondere auch, wenn man, wenn man sagt, man möchte ja noch das Timing darauf dann auch richtig machen.
Das klingt aber ja schon so, dass wir gerade in einer Phase von sehr großer Unsicherheit leben, was das Thema Software und die weitere Prognose der mancher Firmen hier auch angeht.
Geht jetzt aber wirklich auch, wenn du sagst, vorhin ja, große Softwarefirmen haben viel verloren.
Microsoft hast du auch angesprochen, zum Beispiel, Microsoft ist doch so groß und macht ja auch viel mehr als Software.
Ist es da dann trotzdem so eine Gefahr nach diesem Abverkauf?
Ist das jetzt vielleicht schon ein langsam ein Niveau erreicht, wo man wieder einsammeln kann?
Oder sagst du, dass es immer noch so eine unsichere Lage eben, dass man gar nicht weiß, wer profitieren kann?
Ich glaube, das ist das kann man an der Stelle wirklich, was Microsoft angeht, nicht eindeutig bewerten an der Stelle.
Da mag man seine eigene These drauf haben, aber wir sehen gerade so eine Entwicklungsgeschwindigkeit auch, was gerade wiederum die Verbesserung eben der AI angeht.
Dass vielleicht auch Thesen, die jetzt noch richtig sind, dann spätestens mit der nächsten Version sich auch wieder ändern.
Wenn wir einfach mal dem Gründer von Antrophic, der aktuell eigentlich die beste AI haben, folgen, geht er von gewaltigen Steigerungen der Möglichkeiten der AI, nicht nur in der Softwareentwicklung dieses Jahr aus.
Und er geht eigentlich davon aus, dass wir dort gerade auf einem sehr, sehr exponentiellen Pfad unterwegs sind.
Und das führt dazu, dass es echt komplex ist, das zu beurteilen.
Microsoft besteht aus sehr, sehr vielen Geschäftsteilen, natürlich insbesondere auch dem Cloud Computing-Geschäft.
Microsoft könnte natürlich auch als breiter Anbieter mit einem extrem breiten Spektrum an Softwareprodukten natürlich auch von Konsolidierung profitieren.
Und aufgrund der OpenAI-Partnerschaft, weil auch Microsoft für uns ganz zu Beginn im AI-Zeitalter, also Anfang 2023, einen unserer sehr größten Positionen.
Da muss man aber sagen, sie haben im letzten Jahr zumindest deutlich weniger gute Produkte abgeliefert als der Wettbewerb.
Und insofern, das kann sich aber auch wieder ändern.
Insofern bleibt es einfach dort ein sehr, sehr dynamisches Spielfeld.
Und da würde ich mich jetzt nicht darauf festlegen, dass die gerade zwingend unterbewertet sein müssten.
Das heißt also, Software ist weiterhin nicht so ein Favorit von euch, muss man so auszudrücken.
Vielleicht kommt es wieder.
Ihr setzt weiterhin stark auf KI-Infrastruktur, habe ich in eurem Newsletter kürzlich gelesen.
Das heißt, das ist auch weiterhin so das große Thema für dich.
Das ist absolut so.
Wir haben ja schon länger verhältnismäßig wenig in Software investiert, weil wir einfach Software immer relativ teuer fanden.
Letztes Jahr haben wir dann die Exposure nochmal heruntergefahren, weil wir eben einfach diese Gefahr der schwindenden Mode gesehen haben.
Wir sind aber auch nicht davon ausgegangen, dass es dann gleich in so einem rasanten, explosiven Verfall endet.
Wir haben Anfang des Jahres unser Portfolio nochmal weiter umgestellt und denken, dass wir aktuell mit einem sehr AI-infrastrukturlastigen Thema besonders gut aufgestellt sind, weil wir denken, dass unser AI-infrastrukturlastiges Thema einerseits ein sehr, sehr hohes Wachstum vor sich haben wird dieses Jahr und andererseits eben gerade diese AI-Disruptionsthemen sich an der Stelle nicht oder ganz viel weniger stellen.
Weil klar ist, wenn mehr AI eingesetzt wird, und das ist absolut klar, bei der Qualität der Modelle und dem, was sie uns inzwischen an Arbeit abnehmen können, ist ganz klar, Chips bei meinem Engpass, Memory, auf das wir ja stark gesetzt haben, bleibt auch viel, viel länger, als die Menschen gedacht haben.
Ein Engfass.
Energie in den USA insbesondere bleibt ein Engpass.
Und das sind alles Themen, die nicht durch AI in irgendeinem näheren Zeitraum disrupted werden an der Stelle.
Und insofern teilweise auch zu durchaus attraktiven Bewertungen dort notiert werden.
Und insofern glauben wir, der Markt unterschätzt immer noch, in welchem Maße infolge eben der massiven Qualitätssteigerung der Modelle im 2026 Rechennachfrage in Demand sein wird.
Und insofern fühlen wir uns mit einem inzwischen sehr AI-infrastrukturlastigen Portfolio, gerade für diese Entwicklung ziemlich gut aufgestellt.
Um da auch nochmal ein paar Zahlen zu nennen, rund 4% aller weltweiten Code-Änderungen stammen aktuell schon von der KI Claude und die interne Prognose von Anthropic ist, dass bis Jahresende es über 20 Prozent sein könnten.
Ist das sogar ein bisschen konservativ geschätzt?
Ich denke, das könnte darüber hinaus laufen.
Also, wenn ich mich mit sehr erfahrenen Software-Ingenieuren unterhaltern sagen, die, die haben eigentlich in den letzten zwei, drei Monaten aufgehört, wirklich selber Code zu schreiben und managen eher dort ihr Portfolio von AI-Agenten, die für sie Codes schreiben und die quasi mit von ihnen geführt werden.
Und ich glaube, das sind sicherlich Vorreiter, aber ich glaube, der Trend an der Stelle lässt sich gar nicht mehr aufhalten.
Gut, wenn wir noch ganz kurz auf Krypto schauen wollen, das ist ja auch vielleicht ein Thema, was mir nochmal ganz gut zum Anfang passt.
Denn eigentlich wurde ja mal der Kryptobereich auch genannt als Krisenwährung, als neues Gold quasi.
Aber wir sehen in den letzten Monaten ja schon, dass Krypto durchaus auch Schwierigkeiten hat und jetzt auch in den letzten Monaten gar nicht profitieren konnte von steigenden geopolitischen Risiken.
Ist das jetzt mittlerweile wirklich eins zu eins am Tech-Exposure angelegt?
Nö, das glaube ich nicht.
Krypto hat natürlich immer seine eigenen zusätzlichen Faktoren, die es bewegen.
Und in den letzten wahrscheinlich sechs Monaten war einer der wesentlichen Marktfaktoren natürlich, dass viele Menschen Angst natürlich vor dem Cycle an der Stelle haben und dem natürlich auch gerne etwas zuvorkommen wollten.
Es hat sich einfach geäußert, infolge von am Ende spiegeln Angebot und Nachfrage letzten Endes natürlich dem Preis, da infolge von insgesamt stark sinkenden Kryptopreisen.
Auf der anderen Seite muss man ja auch sagen, Gold ist ja in den letzten ein, zwei Jahren wirklich mit einer massiven Rallye ein sehr, sehr guter und der bessere Ersatz eigentlich für die Debasement-These, also die These, dass Fiat-Ewährungen für weniger wert sein werden geworden.
Und insofern gab es eigentlich viele Gründe an der Stelle, dass dafür, dass, ja, die man insbesondere natürlich anführen kann, warum Krypto in den letzten sechs Monaten nicht gut performt hat.
Es spricht aber auch viel dafür, dass sich dieses irgendwann im Laufe dieses Jahres wieder drehen wird.
Insbesondere weil natürlich auch der Faktor 30 oder 35 im Wert, den ich sag mal, Bitcoin versus Gold wert ist, vielleicht mal ein oder sagen wir faktorlich bei etwa 30 vielleicht jetzt heute, ein ziemlich hoher Faktor ist an der Stelle.
Und irgendwann ist der Verkaufsdruck an der Stelle dann auch mal raus.
Ich würde sagen, Krypto wird sich wahrscheinlich im Laufe des Jahres entkoppeln davon, dass es einfach tradet wie Software, vielleicht schon in den nächsten Monaten, vielleicht irgendwann in drei, sechs, neun Monaten.
Wir wissen es nicht ganz genau.
Ist Timing von solchen Entwicklungen immer sehr schwer.
Mittel- und langfristig spricht natürlich insbesondere in einer von AI-dominierten Welt weiterhin viel für den Wert von Krypto.
Und ich glaube, dass auch AI und Krypto sich insgesamt sehr viel befruchten können, weil eben ganz viele dieser AI-Agenten, die ja für uns künftig Transaktionen ausführen sollen, wahrscheinlich eine Vorliebe haben werden, die es irgendwie in wirklich digital nativen Währungen auch zu tun.
Aber aktuell, wenn wir jetzt hier sehen, Kryptowährungen unter Druck, Tech-Aktien bzw.
Software-Aktien unter Druck, jetzt noch dieser geopolitische Schock, den wir am Anfang thematisiert haben.
Herrscht insgesamt so ein bisschen eine vermehrte Risk-Off-Stimmung an den Märkten gerade.
Also werden vielleicht sogar defensive Werte gerade wieder spannend?
In den ersten zwei Monaten des Jahres war es definitiv so.
Da haben die Werte deutlich outperformed.
Es gibt immer einfach mal wieder so Phasen, wo am Ende eher Extens-Aktien laufen, dann wo eher Value-Werte laufen.
Und ich glaube, ich würde ja daraus jetzt nicht einen zwingend längerfristigen Trend an der Stelle ableiten.
Ich glaube, wir leben tatsächlich in einer Welt tatsächlich erhöhten Unsicherheit.
Und das wird für zunehmend Volatilität sorgen.
Diese Volatilität kann sich aber sowohl in sehr, sehr gut laufenden Aktienmärkten als auch schlecht laufenden Aktienmärkten äußern an der Stelle.
Und genau, es gibt, glaube ich, sehr, sehr viele Gründe dafür, dieses Jahr optimistisch zu sein.
Aber es gibt auch sehr, sehr viele Szenarien, die dem wiederum einen Strich durch die Rechnung machen können.
Dann würde ich abschließend, um die ganze Klammer nochmal zu schließen, vielleicht nochmal fragen, wie du dich jetzt oder ihr euch verhaltet, wenn so ein geopolitischer Schock eben kommt.
Wir haben ja gehört, was alles passiert ist.
Wie macht man das am besten?
Also zum Thema Risikomanagement, wenn jetzt zum Beispiel man merkt, okay, es baut sich so eine Spannung auf, von einem Wochenende reduziere ich vielleicht lieber mal meine Anteile, weil Wochenende kann ich ja nicht handeln, falls irgendwas passiert wird, das Wochenende.
Oder muss man wirklich auch, wenn solche geopolitischen Schocks vorkommen, langfristig denken und sagen, auf lange Sicht sind die Sachen immer gestiegen.
Und wenn wir in 25, 30 Jahren drauf schauen, sieht man vielleicht nur einen kleinen Zacken nach unten und das geht trotzdem weiter bergauf.
Also wir hatten im Februar aus verschiedenen Gründen, beispielsweise im Global Technology Leaders Fund etwa, ich sag mal, eine etwa 15% Cash-Position aufgebaut, weil wir einfach eine Ansammlung vermehrter Risiken an der Stelle gesehen haben.
Wir hätten zusätzlich noch ein paar Hedges gekauft, die aber erst greifen, wenn es wirklich deutlich runtergeht.
Und dann haben wir, als jetzt letzten Endes der Krieg dann ausgebrochen ist, nicht mehr weiter verstärkt darauf reagiert, weil wie gesagt, es gibt viele sehr, sehr positive Szenarien, wenn wir eine gute Lösung schlussendlich hinbekommen.
Und aktuell muss man sagen, ist die Kampagne ja durchaus vielversprechend angelaufen an der Stelle.
Halte ich das für einen insgesamt für die Welt sehr, sehr positives Ereignis.
Die wirklich sehr negativen Szenarien, glaube ich, haben eine viel, viel geringere Eintrittswahrscheinlichkeit.
Und deswegen haben wir dann jetzt, als es dann soweit war, nicht mehr zusätzlich darauf reagiert, sondern haben eher dann jetzt einfach unseren Blick auf, wo glauben wir, weil das wird am Ende für unsere Portfolien viel wichtiger sein.
Wo glauben wir, stellen wir uns am besten auf für den weiterhin sich beschleunigenden AI-Boom.
Und das wird sicherlich das Wichtigste oder wird in den meisten Szenarien, die wir vorhersehen, das Wichtigste sein für 2026.
Wunderbar, Jan.
Dann Dankeschön für die aktuellen Einschätzungen und guten Tag dir und bis zum nächsten Mal.
Ich danke dir auch, Christoph.
Ciao.
Ja, liebe Zuhörer, danke euch für eure Zeit.
Wenn ihr Fragen habt, Anmerkungen oder Feedback, dann schreibt uns gerne.
Die E-Mail-Adresse findet ihr in den Shownotes.
Danke fürs Zuhören.
Bis zum nächsten Mal.
Dieser Podcast wird euch präsentiert von BitCapital und Finance Forward.
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