# Market Volatility, AI Pivots, and Premium Metal Card Growth

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-03-04

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Mittwoch, der 4.
März.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast unterstützt von Scalable Capital, dem Broker mit einem der besten YouTube-Accounts in Deutschland.
Neben Interviews mit Top-CEOs gibt es dort auch ein neues Format jeden Donnerstag, wo einmal die wichtigsten Events der Woche eingeordnet werden.
Link dazu ist in der Beschreibung.
Bei uns gibt es heute den Weltmarktführer für Metallkarten und PET-Spritzguss-Systeme und wir beantworten die Frage, ob Bidu immer noch das Google-Kinas ist, aber erstmal die aktuellen News.
Der Krieg in Nahost hat gestern wieder für Verluste gesorgt, nachdem die Reaktion am Montag ja noch vergleichsweise entspannt war.
Der DAX hat gestern 3,5% verloren.
Es geht da weiter vor allem um die Energiepreise.
Die Preise für Öl sind gestern wieder um die 5% gestiegen.
Das sorgt jetzt für Inflationsängste.
Die Folge, die US-Notenbank könnte länger mit einer Zinssenkung warten und die Börse mag ja niedrigere Zinsen eigentlich.
Es gab aber bei Paarunternehmen auch aus anderen Gründen deutliche Bewegungen.
Das waren auf Zahlen und vor allem enttäuschende Prognosen.
Zum Beispiel bei MongoDB, im letzten Quartal ist der Datenbankkonzern um fast 30% gewachsen.
Besonders gut lief es bei der Cloud-Datenbank-Lösung Atlas, die schneller wächst als der Gesamtkonzern.
Aber beim Ausblick lag die Wachstumsprognose unter den Erwartungen.
Das ist vor allem ein Problem, weil Mongo der Börse verkauft hat, dass Atlas großer KI-Profiteur ist und die Datenbankstruktur hinter vielen KI-Firmen wie dem Coding-Tool Cursor oder dem Sprachtool 11 Labs ist.
Wenn man sieht, wie sich die KI-Anwendungen entwickeln, haben Investoren aber sicher eher damit gerechnet, dass man das langsam auch in schnellerem und nicht langsameren Wachstum merkt.
Dazu verlassen gleich zwei Manager die Firma, was nicht so gut ankommt.
Die Aktie war deshalb 20% im Minus.
Ähnliches Bild bei C Limited, auch die Aktie hat 20% verloren.
In der Spitze waren es sogar fast 30% und damit das größte Minus seit Sommer 2023.
Auch hier sehen die Zahlen an sich erstmal nicht schlecht aus.
Der Nettogewinn ist um 75% gestiegen im letzten Quartal.
Die Erwartungen waren aber noch höher.
Der Umsatz war dafür mit einem Plus von 40% besser als erwartet.
Das Problem ist der starke Wettbewerb.
C muss sich mit seiner E-Commerce-Plattform Shopee gegen TikTok, Alibabas Lazada oder auch Temu und Schein behaupten.
Das funktioniert in erster Linie durch sinkende Preise, was auf die Marge drückt.
C versucht, gegenzusteuern und arbeitet dafür enger mit Alphabet zusammen, um KI stärker in Prozesse und Shopping-Funktionen zu integrieren.
Reicht bisher nicht, auf Sicht von einem Jahr liegt die Aktie jetzt 40% im Minus.
Gegen den schwachen Trend gestellt hat sich gestern Pinterest.
Die Aktie war um die 5% im Plus.
Grund dafür, der aktivistische Investor Elliott hat der Firma über eine Wandelanleihe eine Milliarde Dollar an Cash überwiesen.
Das ist insofern ein bisschen ungewöhnlich, weil Pinterest das Geld für Aktienrückkäufe nutzt und Elliott schon seit 2022 bei Pinterest investiert ist.
Sie pushen also mit eigenem Geld ihr Investment.
Nicht so gut lief es in der Schweiz.
Die Aktie von On ist nach Zahlen um die 10% gefallen.
Dabei ist es im letzten Quartal eigentlich ganz gut gelaufen.
Der Umsatz ist um fast 25% gestiegen und damit stärker als gedacht.
Durch einen Hype im Running Markt ist die Bekleidungssparte sogar um 75% gewachsen, hat damit aber die Erwartung leicht verfehlt.
Wichtiger für das kräftige Minus war der Ausblick, On will den Umsatz in diesem Jahr um 23% steigern.
Analysten hatten mehr erhofft und bei einem erwarteten KGV von 30 muss man eben die hohen Erwartungen erfüllen, um den Kurs zu rechtfertigen.
Aber das ist sicher Jammern auf hohem Niveau.
In Deutschland wurde gestern wegen schwachem Nivea gejammert.
Bayersdorf ist deswegen um 20% gefallen.
Der Hersteller von Nivea oder Tesa ist im letzten Jahr um 2% gewachsen.
Im Jahr davor waren es noch 7%.
Auch 2026 erwartet die Firma nur ein leichtes Plus beim Umsatz und eine sinkende Marge.
Bei der ohnehin schlechten Stimmung an der Börse hat das den Kurs auf den tiefsten Stand seit knapp vier Jahren abstürzen lassen.
2025 gab es beim Hautpflegemarkt laut Bayersdorf die stärkste Abschwächung der jüngeren Vergangenheit.
Ein Grund dafür ist die Inflation, die auch dieses Jahr für Zurückhaltung bei den Konsumenten sorgen könnte.
Deshalb will Bayersdorf die Nivea-Sparte umbauen und unter anderem auf günstige Gesichtspflege setzen.
Nivea macht die Hälfte vom Umsatz aus.
Und auch Autozulieferer Scheffler war 20 Prozent im Minus.
Vor den Zahlen hatte sich die Aktie auf Sicht von einem Jahr ca.
verdoppelt, weil der Konzern mehr zum Roboterzulieferer werden will.
Die Fantasie hat sich jetzt aber ein bisschen eingetrübt.
Die Zahlen für 2025 waren schon nicht sonderlich gut.
Der Umsatz ist um 1% gefallen und damit schwächer ausgefallen als gedacht.
Problem war außerdem der Ausblick, der doch einiges an Unsicherheit zeigt.
Der Umsatz könnte dieses Jahr um 5% sinken oder um 5% steigen, heißt es.
In den Zahlen ist von der Roboterfantasie noch nicht viel zu sehen.
Übrigens, es gab gestern nur einen Gewinner im DAX und das war die Aktie der deutschen Börse, die auch schon am Montag zugelegt hat.
Grund ist zum einen die stark gestiegene Volatilität an den Aktienmärkten, aber zum anderen auch der höhere Gaspreis, der die Handelsaktivität an der Energiebörse II und der Derivatebörse Eurex antreibt.
Die Analysten von Jeffries sehen in der Aktie eine Absicherung gegen die steigende Schwankungsbreite am Aktienmarkt.
Und eine gute, fast unglaubliche Nachricht habe ich noch für alle Skiurlauber unter euch.
Whale Resorts, der größte Skikonzern an der Börse, senkt seine Preise.
Zwar nur für die 13 bis 30-Jährigen, aber bei denen gleich mal um 20 Prozent.
Grund ist, dass Whale ja im letzten Jahr schon Rückgänge bei den Saisonpasskäufern hatte.
Dadurch, dass sie es auf bestimmte Altersgruppen beschränken, hoffen sie wieder mehr Gäste zu kriegen und sich gleichzeitig nicht die hohen Preise zu zerstören.
Zwar gilt das aktuell mal nur für die Pässe in den USA, aber Whale hat auch welche in der Schweiz.
Und wenn sie Erfolg damit haben, könnten andere nachziehen.
Hat die Aktie gestern aber erstmal nicht so stark bewegt.
Eine Makro-These, die man beim Ganzen Thema KI haben kann, ist, dass es gut für Luxusmarken sein wird, vor allem für High-End-Marken.
Erstens, weil bestimmte KI-Entwickler ja schon jetzt absurde Gehälter kriegen.
Da entsteht also eine Berufsgruppe, die sich sehr nah an KI bewegt und daran gut verdienen wird.
Zweitens kann man argumentieren, dass viel der KI-Effizienz am Ende bei den einzelnen Firmen landet und damit Unternehmensbesitzer und Aktionäre noch reicher macht.
Davon würden dann die großen Luxusmarken profitieren und es könnten auch die Kreditkarten der Reichen profitieren.
Heute soll es aber nicht um MEX gehen, sondern um die Firma, die die Premium-Metallkarten von MEX und den meisten anderen großen Banken produziert.
Mir war das selbst auch nicht bewusst, aber es gibt tatsächlich in den USA eine Firma, die 75% Marktanteil bei Metallkarten hat, die JP Morgan Palladium Card, die Bloomberg mal als Karte für das 1% des 1% bezeichnet hat.
Die MEX-Karten, die Karten vieler junger Banken wie Robin Hood, alle kommen von Compo Secure.
Und der Markt für solche Karten wächst tatsächlich relativ stark.
Die paar Euro, die man zusätzlich für die Karte zahlt, lohnen sich nämlich, weil man dadurch vor allem wohlhabendere Kunden besser ansprechen kann.
Deshalb gibt es zusätzlich zum Trend, dass immer mehr von Cash zur Karte geht.
Eben auch den Trend, dass immer mehr von Plastik zur Metallkarte geht.
Compo Secure geht davon aus, dass dieser Markt in den nächsten Jahren über 10% pro Jahr wachsen wird und dazu kommt noch, dass 75% der Umsätze wiederkehrend sind, weil Karten verloren werden, ablaufen oder neu ausgestellt werden, wenn sich die Kreditprogramme ändern.
Insgesamt kam Compo Secure damit letztes Jahr auf um die 500 Millionen Dollar Umsatz, wovon vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen dann um die 30% als Gewinn hängen bleiben.
Es gibt an dieser Story leider einen Nachteil.
Das Potenzial von Compos Secure hat nämlich 2024 der ehemalige Honeywell-CEO Dave Cody erkannt und gemeinsam mit dem langjährigen Goldman Sachs Manager Tom Nott eine Mehrheit an der Firma gekauft.
Das sind erstmal gute Nachrichten.
Cody hat in seiner Zeit als CEO bei Honeywell den Börsenwert von 20 Milliarden in 2003 auf 112 Milliarden in 2018 getrieben und 17 Milliarden Dollar an Dividende gab es auch noch.
Geschafft hat er das unter anderem, indem er 100 Firmen zugekauft und 70 verkauft hat und das Problem ist jetzt, dass er was ähnliches mit Composicure vorhat.
Er will daraus also in einem komplexen Konstrukt ein neues Konglomerat wie Honeywell bauen und hat deshalb mit Compos Secure für 5 Milliarden Dollar Husky gekauft.
Die verkaufen Kunststoff Spritzgosysteme, mit denen man Plastikflaschen, Getränkeverschlüsse und so weiter machen kann.
Bei PET-Spritzgossystemen hat die Firma sogar 40% Marktanteil und auch das ist ein Markt, der wächst.
Er wächst aber langsamer als die Kreditkarten.
Das ist jetzt kein schlechtes Business, es zeigt aber, wo die Reise hingeht.
Compos Secure bzw.
GPGI, wie die Firma heute heißt, ist keine reine Kartenwette mehr, sondern eher eine Wette auf die Fähigkeit von Dave Cody, gute Firmen zu zu kaufen.
Dazu muss man wissen, dass er immerhin 18% der Aktien hält.
Er hat also Skin in the Game, man muss aber auch wissen, dass es noch eine Management-Firma gibt, die Resolute Holdings und die kassiert Managementgebühren von GPGI.
Also ziemlich komplexes Konstrukt mit spannenden Firmen und sehr erfahrenem Manager, das aber gerade auch durch die Struktur nicht ohne Risiken kommt.
Alphabet ist ja im letzten Jahr aus Sicht von vielen Investoren von einer Firma, die vor allem Google und YouTube und ein bisschen Cloud-Business macht, zur führenden KI-Firma geworden, mit Gemini, KI-Chips und Weymo-Autos.
Alphabet ist mit 3700 Milliarden Dollar Börsenwert auch die wertvollste Internetfirma der Welt.
Eine Frage haben wir uns aber viel zu lange nicht mehr gestellt.
Wie ist das eigentlich beim chinesischen Google?
Und die Antwort hat Christoph.
Also vom Status der wertvollsten Internetfirma in China ist Baidu im Gegensatz zu Alphabet weit entfernt.
Obwohl die Aktie in den letzten zwölf Monaten 40% zugelegt hat, ist sie nur 40 Milliarden Dollar wert und damit nicht mal ein Zehntel von Tencent.
Der andere große Unterschied zu Google ist das Kerngeschäft.
YouTube und Google-Werbung sind ja immer noch ein wachsendes Business.
Bei Baudou gab es letztes Quartal das dritte in Folge mit einem Umsatzrückgang.
Durch die schwache Wirtschaft in China und die Immobilienkrise sinken nämlich die Werbebudgets.
Aber beim KI-Thema, da gibt es überraschend große Ähnlichkeiten zu Alphabet.
CEO Robin Lee sagt selbst, 2025 war der Wendepunkt, an dem KI zum neuen Zentrum von Baidu geworden ist.
Letztes Jahr machte KI schon 39% vom Business aus.
2024 waren es nur 26 Prozent.
Rund die Hälfte davon ist das Cloud-Geschäft.
Genau wie Alphabet vermietet Baidu also Rechenleistung an Kunden.
Der Rest kommt zugleichen Teilen aus AI-Apps.
Das sind zum Beispiel Abo-Zahlungen für den KI-Bot Ernie, der vor Kürzem die Marke von 200 Millionen aktiven Nutzern erreicht hat.
Der Umsatz ist aber tatsächlich nur um die 5% gewachsen.
Das Cloud-Geschäft auch nur um ca.
30%.
Wachstumstreiber sind Marketing-Services.
Das Business hat sich vervierfacht.
Hier verkauft Baidu zum Beispiel Tools, mit denen Marken einen KI-Charakter bauen können, der denen 207 einen Shopping-Livestream macht.
Der letzte große Bereich heißt Robotaxis, also auch sehr viel Ähnlichkeit zu Alphabet.
Die bringt zwar nicht wahnsinnig viel Umsatz, aber unter der Marke Apollo Go hat Baidu im letzten Quartal 3,5 Millionen Fahrten durchgeführt.
Das ist eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr.
Klingt alles positiv und langfristig könnte das auch sein, der Übergang kommt an der Börse aber nicht so gut an.
Einerseits sinkt der Gesamtumsatz, andererseits stehen hohe Investitionen an in KI-Infrastruktur und autonome Autos.
Und die Umsätze von der Cloud oder den Chatbots wachsen eben nicht mehr extrem stark.
Baidu lenkt aber gegen, das Management hat ein neues Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar angekündigt und will vermutlich Ende des Jahres zum ersten Mal ever eine Dividende zahlen.
Dazu will Baidu seine KI-Chip-Einheit abspalten und separat in Hongkong an die Börse bringen.
Auch da gibt es eine Parallele zu Alphabet, wobei die Chipsparte dort viel mächtiger ist als die von Baidu.
Insgesamt also eine Firma, die spannende Projekte hat, aber auch massiv im Umbruch ist.
Mit einem KGV von 15 ist die Aktie natürlich viel günstiger als alles, was bei uns mit KI zu tun hat.
Aber man hat eben auch das China-Risiko.
Das war ohne Aktienwirt schwer produziert von Podstas bei OMR.
Und bevor wir uns verabschieden, noch kurzer Hinweis in eigener Sache.
Am 5.
und 6.
Mai ist ja wieder das OMR-Festival in Hamburg.
Neben einem Auftritt von uns kommen auch Speaker wie Christian Sewing, Tom Brady und der Gründer von Woop.
Dazu gibt es viel Möglichkeiten natürlich zum Netzwerken und Weiterbilden.
Und es gibt eine Möglichkeit, wie man kostenlos zum Festival kommen kann und gleichzeitig behind the scenes Einblicke kriegt.
Und zwar, indem ihr Teil der OMER Crew werdet.
Da könnt ihr im Hintergrund mitarbeiten, kriegt natürlich Geld dafür und ihr könnt in den Zeiten, wo ihr keine Schicht habt, ganz normal auf dem Festival rumlaufen, euch Sachen ansehen und so weiter.
Klickt dazu einfach den Link in der Beschreibung und nutzt den Code Börse.
