# Geopolitical Energy Shocks and Market Resilience

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-03-03

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über einen überraschenden Kurssprung bei Reedereien.
Ein Coup von Nvidia und eine Erholung beim Bitcoin.
Im Thema des Tages tritt sich alles um die Preisexplosion bei Öl und Gas und was das für euch als Verbraucher bedeutet.
Und in der Triple Day verraten wir euch, wie ihr euer Depot auf den Fall der Fälle vorbereiten könnt.
Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenschatz.
Es begrüßen euch Lea Ötchen.
Und Daniel Eckert aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Dienstag, der 3.
März und wir wünschen euch einen sowas von guten Start in den Tag.
Der DAX erwischte keinen so guten Start in die neue Handelswoche.
Nach dem amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran und den anschließenden Vergeltungsschlägen rutschte der deutsche Leitindex ab und schloss am Ende bei 24.638 Punkten, 2,6% niedriger.
NASDAQ 100 und SP 500 eröffneten ebenfalls im Minus, konnten sich im Handelsverlauf aber ins Plus retten.
Insgesamt sprachen Marktbeobachter von einer eher besonnenen Reaktion.
Also keine Panik, kein großer Ausverkauf, sondern eine klassische Risikoreduktion in unsicheren Zeiten.
Auch der Blick auf den Volatilitätsindex zeigt, die Nervosität ist gestiegen, aber ein Sell-Off war das noch nicht.
Der WIX, quasi das Angstbarometer der Wall Street, sprang um 18% auf 23 Punkte.
Mal zur Orientierung.
Unter 20 gilt als ruhig ab 30 wird es dann richtig kritisch.
Mit 23 Punkten bewegen wir uns also im Bereich erhöhter Anspannung.
Nicht im Panikmodus.
Gold konnte da seine anfänglichen Gewinne nicht mehr halten.
Gestern ging es zuerst um die besagten 5% nach oben.
Am Ende machte der Goldpreis dann aber ein Plus von 1,3% und stand dann bei 532 Dollar.
In Euro war der Wertzuwachs allerdings stärker, denn gleichzeitig hat sich auch der Dollar zum Euro verteuert um mehr als 1%.
Und das muss man gleichsam draufrechnen, weil der Goldpreis ja immer in Dollar angegeben wird.
So ist es.
Unter Druck standen dabei gestern vor allem angesichts des noch gesperrten Luftraums etliche Reise und Touristikwerte.
Tui rutschte im MDAX um 9,9% ab und bildete da das Schlusslicht.
Lufthansa verlor 5,2% und in den USA ging es bei United Airlines 2,8% runter, bei Delta Airlines 2,3 und bei American Airlines 3,7 Prozent.
Auf der anderen Seite standen wie erwartet Rüstungstitel.
Hinsold Aktien legten um 4,9 Prozent zu.
Bei Rank ging es um 3,6 Prozent nach oben.
TKMS dagegen, ja, die treten leicht ins Minus, gehörten aber mit einem Abschlag von 0,7 Prozent im MDAX immer noch zu den stabileren Werten.
Der DAX-Wert Rheinmetall, der verlor zwar 2,2%, hielt sich aber insgesamt besser als der Gesamtmarkt.
Lockheed Martin, Hersteller des zentralen Raketenabwehrsystems für die US-Armee verteuerte sich fast um 4%, ebenso wie die RTX Corporation, die für Systeme wie die Tomahawk Marshflug Körper und das Raketenabwehrsystem Patriot stehen.
Northrop Grumman schaffte sogar ein Plus von 6%.
Der Rüstungsrise steht für den Stealth Bomber B2 Spirit, stellt aber auch Drohnen, Raketenantriebe sowie Systeme zur Raketenabwehr her.
Ja, und dann gab es noch eine zweite Kategorie von Profiteuren, für manche vielleicht überraschende Profiteure, die Logistika.
In Deutschland machten die Aktien der Reederei Habak Lloyd einen Kurssprung um 6,4 Prozent.
Und Habak Lloyd, die notierte dann bei 139 Euro auf dem höchsten Stand seit Sommer 2025.
Und wenn Handelsrouten unsicherer werden, dann verkompliziert sich insgesamt der Schiffsverkehr und dann steigen auch die Frachtraten.
Oder zumindest geht eine Spekulation los, dass die Frachtraten künftig auch höher sein werden.
Denn mehr Risiko auf See heißt ja höhere Preise für die Transportkapazitäten.
Auch die Titel des Konkurrenten MERSK legten zu.
Nichts mit dem Iran hatten die gestrigen Entwicklungen von Novo Nordis zu tun.
Der Pharmakonzern investigated kräftig in Europa und steckt 432 Millionen Euro in den Ausbau seines Werks im irgendwelche Athlone, um dort die Vagovi Upnehmpille für Märkte außerhalb der USA to produce.
The zusätzliche Capacity Medicamente gegen Adipositas and Diabetes.
Für Novo is this strategisch wichtig.
Nach yeah, Börsenbooms is the Actions massively under Druck geraten.
Allein in diesem Jahr verlor der Titel show 28%.
Investiert hat mal wieder auch Nvidia.
The TechGigan zünde die nächste Ausbaustufe für KI-Rechencentren and nimmt dafür 4 Milliarden Dollar in die Hand.
The Chip Hersteller investiert jeweils 2 milliard in the Photonic-Specialisten Coherent and Lumentum, um Zugang zu hochmodern Optik and Lasertechnologie zu sichern.
Strategic is this.
Nvidia bought the networking geschäft massives aus and set darauf, dass Silicon Photonics Technologien große KI-Cluster schneller ander machen.
Dort liegt actually a Flaschenhals für weiteres Wachstum in der künstlichen Intelligenz.
Nvidia gewann daraufhin 3%.
Coherent sprang um 16,5% nach oben.
And for Lumentum ging es um 10% nach oben.
Yeah, and BYD lieferte gestern derweil ein ganz schönes Beispiel dafür, we stark Börse and Of Reality eigentlich so auseinanderlaufen können.
The Aktie des chinesischen E-Auto-Konzerns stieg um 4,4%, nachdem BYD for this week an event mit Zitat disruptiver technologie angekündigt hatte.
Was auch immer that heißen mag.
Details gibt es nämlich kaum nur ein WeChat-Post mit dem Hinweis auf diese Presentation in der Centrale in China.
Es könnte sein, also so heißt es zumindest, dass es da um die großflächige Einführung einer Megawatt schnellladeinfrastruktur gehen könnte.
Klingt beeindruckend.
Yeah, und beeindruckend klingt auch das, was die Deutsche Telekom vorhat.
Die will nämlich das klassische Telefonat neu erfinden und schaltet dafür künftig eine KI mit in die Leitung.
Der Magenta AI Call Assistant soll noch in diesem Jahr im Mobilfunknetz starten und sich per Hey Magenta dazu schalten lassen.
Die KI übersetzt Gespräche live, perspektivisch in bis zu 50 Sprachen.
Liefert auf Wunsch Infos zu Flügen, wenn der Gesprächspartner bei O2 oder bei Vodafone ist.
Eine App oder ein neues Smartphone braucht es dafür laut dem Technikvorstand nicht.
Ob der Dienst etwas kostet, ist auch noch offen.
Mit dem Vorstoß will der Konzern aber die zuletzt schwächelnde Sprachtelefonie wieder ein bisschen attraktiver machen und KI ohne technische Hürde in den Alltag einbringen.
Die Aktie notierte zuerst im Plus, ging am Ende aber 2,6 Prozent leichter aus dem Handel.
Verloren hat auch Bayersdorf und zwar an Tempo.
Reducks-Konzern steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr organisch nur noch um 2,4 Prozent nach 6,5 Prozent im Vorjahr.
In absoluten Zahlen betrug der Umsatz 9,9 Milliarden Euro im Jahr 2025.
Die Dividende bei Beistorff bleibt stabil und es gibt auch einen Aktienrückkauf von bis zu 750 Millionen Euro.
Dennoch kriegt die Aktie unter Druck und verlor nachbörslich bis zu 9 Prozent.
Seit dem Rekordhoch im Mai 2024 summiert sich das Minus nun auf rund 30 Prozent.
Ja, vom Rekord hoch ist auch der Bitcoin gerade ganz, ganz weit weg.
Aber da gab es gestern ein bisschen Aufwind.
Trotz der Eskalation im Nahostkonflikt griffen Anleger bei der größten Kryptowährung zu.
Nachdem der Kurs seit dem Allzeithoch im October 2025 ja mehr als 40 Prozent verloren hatte, zieht er nun wieder ein bisschen an.
Zeitweilen ging es gestern für den Bitcoin um 6,6 Prozent nach oben.
Er knackte sogar mal wieder die Marke von 70.000 Dollar.
In der Nacht zu Dienstag pendelte er sich dann so oberhalb von 69.000 Dollar ein.
Immerhin noch ein kräftiges Plus von gut 5%, von dem auch Unternehmen wie Strategy und Coinbase profitieren konnten.
Nachbörslich legte dann noch MongoDB gestern Abend Zahlen vor und der Datenbankspezialist lieferte sogar and the Aktie stürzte trotzdem up.
Im vierten Quartal hat MongoDB die Erwartung zwar klar betroffen.
1,65 Dollar gewinnen die Aktie statt, erwartet 1,48 Dollar Aktie und 695 Millionen Dollar Umsatz statt erwartet 670 Millionen Dollar.
Das ist immerhin ein Wachstum von 27%.
Klingt alles nach Momentum.
Doch der Markt, der schaut nach vorne.
Und die Prognose für das laufende Quartal blieb unter den Erwartungen.
Beim Gewinn wie bei den Erlösen.
Und das genau, das reichte dann für einen kräftigen Dämpfer.
Nachbörslich brachte die Aktie um mehr als 23 Prozent ein.
Und dann gab es in der Nacht auch noch News aus den USA.
Die US-Regierung von Donald Trump ist vor einem Bundesberufungsgericht damit gescheitert, die Rückzahlung milliardenschwerer Zoll Einnahmen vorläufig aufzuschieben.
Nachdem the Supreme Court ja bestimmte Zölle für rechtswidrig erklärt hat.
Damit wird das Verfahren jetzt vor den US Court of International Trade fortgesetzt, um dann zu klären, wie and in welchem Rahmen betroffenen Importeur denn ihr Geld eigentlich zurückgehalten werden.
Ja, da stehen noch einige Gerichtstermine an.
Und Termine stehen jetzt auch bei uns an.
Heute kommen zum Beispiel die Verbraucherpreise aus der Eurozone, also der Verbraucherpreisindex wird veröffentlicht.
Dann profitieren ihre Jahreszahlen Scheffler, Thalès, Kühne und Nagel.
Hättig, die DZ-Bank, VAT und die SIG Group aus der Schweiz.
Und Quartalszahlen kommen auch von Target und Best Buy.
Warner Music hat heute seine Hauptversammlung.
Das Thema des Tages.
Gestern haben wir ja schon darüber gesprochen, was der Iran-Krieg für die verschiedenen Anlageklassen bedeutet.
Aber vor allem die Blockade der Straße von Hormos hat auch Folgen für euch als Verbraucher.
Welche genau?
Das haben sich unsere Kollegen Michael Fabricius und Michael Höfling gemeinsam mit AAA-Host Holger mal genauer angeschaut.
Der Schlüssel ist wieder einmal Hormuz.
Durch die Meerenge zwischen Iran und Oman laufen rund 20% der weltweiten Ölproduktion und ein ähnlicher Anteil der globalen Flüssiggasexporte.
Nach Angriffen auf drei Schiffe gilt die Passage faktisch als blockiert.
Gestern am Montag hat sich die Lage da eher nochmal zugespitzt.
Die ganzen Tanker liegen vor Anker.
Versicherer verweigert Deckung.
Der Engpass ist real.
Bei Öl können die Exporteure immerhin teilweise ausweichen.
Saudi-Arabien und die Emirate haben Pipelines zum Roten Meer oder an den Golf von Oman.
Das ersetzt aber nur einen Bruchteil, dämpft aber immerhin so ein bisschen den Preisschock.
Auch deshalb verteuerte sich Öl bislang nur in Anführungsstrichen um 8 bis 12 Prozent.
Tja, nur.
Ja, und bei Flüssiggas oder LNG gibt es diese Ausweichoptionen nicht.
LNG-Tanker sind hoch spezialisiert und Qatar ist nach den USA der zweitgrößte Exporteur von LNG.
Wenn die Straße von Hormus blockiert ist, fehlt es für einen erheblichen Teil der Exporte schlicht an Transportwegen.
Ergebnis: Europäische Gaspreise sprang gestern zeitweise um rund 30 Prozent nach oben.
Dazu kommt die Ausgangslage, die ja ohnehin schon etwas schwierig ist.
Öl war zwar zuletzt eher gut versorgt, aber bei Gas war es ja schon etwas länger angespannt.
In Deutschland sind die Gaspeicher nur zu rund 20 Prozent gefüllt.
Und auch wenn wir viel aus Norwegen und Belgien bekommen, und unser L den Gäre vor allem aus den USA, gilt der Gasmarkt, ist wirklich sehr verflochten.
Fällt der wichtigste Flüssigexporteur Kata aus oder es verzögern sich die Exporte, steigt der Wettbewerb um Mengen weltweit.
Ja, wie teuer kannst du nun jetzt werden beim Tanken und beim Heizen?
Ja, Punktprognosen sind da extrem schwierig.
Möglich sind aber Szenarien.
Sagen wir mal so, im optimistischeren Fall, wie bei einer kurzen militärischen Eskalation im Juni 2025, schmilzt die aktuelle Ölpreisprämie, das ist praktisch die Risikoprämie, die liegt jetzt bei 10 bis 15 Dollar je Barrel wieder ab.
Hält der Konflikt länger an.
Diese Risikoprämie bleibt dann strukturell erhöht.
Öl könnte dann längere Zeit bei 70 bis 90 Dollar fast liegen.
Und im Extremszenario, massive Störung der Energieströme, wären 100 Dollar je Barrel kurzfristig und mittelfristig auf jeden Fall denkbar.
Ganz konkret hat Katar Energy gestern nach Angriffen auf den Komplex Raslafa die LNG-Produktion eingestellt.
Die Gaspreise können erfahrungsgemäß überschießen.
Nach dem russischen Überfall zum Beispiel auf die Ukraine gingen die Preise auf bis zu 345 Euro je Megawattstunde nach oben.
Für euch als Verbraucher heißt das erstmal durchatmen.
Denn die Großhandelspreise, die kommen nicht eins zu eins bei euch an.
Private Haushalte haben meist langfristige Verträge abgeschlossen.
Außerdem besteht der Gasendpreis aus drei Blöcken.
Circa 50% entfallen auf Beschaffung und Vertrieb.
Weitere 30% auf Steuern, Umlagen und Abgaben.
Und das ist wirklich schon ein großer Block, den wir da gerade erwähnt haben.
Und dann kommen nochmal 20% Netzentgelte dazu.
Heißt selbst starke Großhandelsbewegungen treffen unmittelbar nur etwa die Hälfte des Endpreises.
Entscheidend ist, wie lange das hohen Niveau denn bleibt.
Bei Heizöl geht es schneller.
Da spürte die Verteuerung sofort.
Laut einer Vergleichsplattform lag der Schnittpreis am Montag bei mehr als 109 Euro je 100 Liter, also rund 13 Euro mehr als am Freitag.
Am Strommarkt.
Da gab es schon mal einen kurzen Schock gestern.
Der EPEX-Spot-Preis, der sprang am Morgen für Sekunden auf über 280 Euro je Megawattstunde, fiel dann aber wieder zurück auf etwa 80 Euro.
Und das liegt am sogenannten Merit Order Princip.
The previous teuerste Kraftwerk bestimmt that zur Deckung der Nachfrage gebraucht wird.
And often in Spitzenzeiten Gaskraftwerke.
But Haushaltsstrompreise, die folgen dem Spotmarkt nur begrenzt, weil Versorger absichern and häufig lange im Voraus einkaufen.
Laut dem Brancheverband BDEW liegen Haushaltsstromkosten bei 37,2 Cent je Kilowattstunde, 2 Cent over the niveau of 2025.
Neukon says teils tariff under 30 cents.
But there will be verbraucher of preisgarantien and law.
And then the Zapsole.
Super E10 cost 1,83, etwa 5 Cent more as a Freitag.
Experten fürchten aber that 10 bis 15 Cent suspension beim Tanken obendrauf kommen könnten.
Dabei muss man sich immer klar machen, der größte Brocken des Spritpreises entfällt auf den Start.
Mehr als 65 Cent Grün allein aus der Energie steuer.
Weitere knapp 16 Cent kommen aus der CO2-Abgabe.
Oben drauf kommen dann nochmal 19% Mehrwertsteuer.
Insgesamt also rund 1 Euro und 10 Cent je liter.
And somit kommen mehr als 60% praktisch über staatliche Abgaben und Steuern.
Der Rest resultiert dann aus Ausgaben für das Rohöl, für die Raffinerie, für die Logistik and Marge, für die Produzenten.
Die muss es im Capitalismus natürlich auch geben.
Besonders wichtig ist gerade der Crackspread.
Das ist die Raffinerie Marge.
Dieser Crackspread beläuft sich auf rund 20 Cent je Liter and hat sich seit Jahresbeginn verdoppelt.
Weil Raffinerien oft nahe an den Kapazitätsgrenzen laufen.
Lager gefüllt werden und Kapazitäten teils sehr knapp sind.
Das heißt aber auch, selbst wenn der Rohölpreis sinkt, kann Sprit teuer bleiben.
Zumindest solange Raffineriekapazitäten so knapp sind.
An der Stelle mal der Hinweis mit dem iShares MSCI World Energy Sector.
Könnt ihr in Unternehmen investieren, die from steigender Crackspread and auch von steigenden Energiepreisen insgesamt profitieren.
62% des Portfolios and fallen auf US-Aktien aus der Branche.
15% auf kanadische Branchentitel.
Seit Jahresanfang liegt dieser ETF rund ein Viertel im Plus.
Eine Alternative ist der Spider MCI World Energy ETF, der im Gegensatz zum iShares Produkt tesaurierend ist.
Die Triple AAA Idee des Tages.
Egal über welches Thema wir hier bei Alles auf Aktien auch sprechen.
Wir verfolgen dabei immer ein wesentliches Ziel, euch für die Kapitalmärkte zu begeistern.
Zum Glück investieren ja auch schon viele Deutsche selbstbestimmt, etwa über Aktien und ETFs.
Selbstbestimmt, du sagst es.
Genau, diese Selbstbestimmung hat allerdings einen blinden Fleck.
Ein schwerer Unfall oder eine plötzliche Krankheit kann sie abrupt enden lassen, die Selbstbestimmung.
Und dann wird es unangenehm konkret.
Wer darf auf das Depot zugreifen?
Wer darf verkaufen und Liquidität schaffen und wer kündigt Verträge?
Ja, die Antwort auf diese Frage ist komplizierter als viele glauben.
Daher dreht sich darum auch heute unsere AAA Idee.
Genau.
Sie regelt meist medizinische Entscheidungen, doch die rund 35 Millionen Wertpapierdepots in Deutschland sind davon häufig nicht sauber erfasst.
Viele Banken und Broker akzeptieren Vollmachten nur unter engen formalen Voraussetzungen.
Fehlt eine klare Regelung, können Vermögenswerte im Ernstfall blockiert sein.
Und zwar genau dann, wenn schnelle Entscheidungen nötig werden.
Viele Anleger wissen nämlich gar nicht, dass sie überhaupt so eine Vorsorgevollmacht brauchen.
Ja, 41% der Deutschen haben eine Vollmacht, aber du hast es eben schon erwähnt, diese deckt in den meisten Fällen nur medizinische Notfälle ab.
Punkte wie Vermögen, Konten, Verträge und Depots werden darin häufig vergessen.
Dabei ist juristisch die Sache klar.
Ohne wirksame Vollmacht gibt es kein Zugriffsrecht für Ehepartner oder Kinder.
Fehlt die Vollmacht, bestellt das Gericht einen Betreuer.
Das kann jemand aus der Familie sein, muss es aber nicht.
Und bis dahin können Wochen vergehen.
Gerade beim Depot wird es dann heikel.
Ja, Kurse schwanken, Märkte bewegen sich.
Und damit ihr im Ernstfall gut vorbereitet seid, gehen wir jetzt mal mit euch die wichtigsten Informationen rund um die Vorsorgevollmacht einmal nach und nach durch.
Dafür ist es wichtig zu verstehen, dass das Depot ein besonderer Fall in der Rechtsprechung ist.
Schließlich ist ein Depot kaum vergleichbar mit zum Beispiel einem Sparbuch oder mit einem Girokonto.
Ein Wertpapierdepot spielt in einer anderen Liga.
Da liegen handelbare Vermögenswerte, Aktien, Fonds, ETFs.
Und die Kurse bewegen sich täglich.
Wer Zugriff bekommt, kann nicht nur Geld verschieben, sondern auch Investments tätigen.
Verkaufen, liquidieren und neu kaufen.
Und genau deshalb schauen Banken hier besonders gut hin.
Die Institute prüfen da wirklich sehr genau, wer verfügungsberechtigt ist, weil es da um Haftung geht und natürlich um das Bankengeheimnis.
Lässt eine Bank jemanden handeln und stellt sich später heraus, die Vollmacht war unwirksam oder gefälscht, kann es teuer werden.
Deshalb akzeptieren viele Institute privatschriftliche Vollmachten nur eingeschränkt oder gar nicht.
Der Unterschied liegt da im Detail.
Bei einer notariellen Vollmacht prüft der Notar die Identität.
Geschäftsfähigkeit und den Willen.
Das schafft Beweiskraft.
Entsprechend verlangen viele Banken entweder eine notarielle Urkunde oder ihre eigenen Formulare plus zusätzliche Legitimationsprüfungen.
Selbstgebastelte Dokumente fallen oft durch.
Ja, und wie ist es jetzt eigentlich damit in der Praxis genau?
Also ganz grundsätzlich gilt, jeder Anbieter regelt das irgendwie unterschiedlich.
Treasure Public zum Beispiel akzeptiert nur notarielle Vorsorgevollmachten.
Ein direkten Depotzugriff gibt es damit nicht, Aufträge werden da manuell umgesetzt.
Scalable Capital erkennt Vorsorge und Generalvollmachten an, verlangt im Ernstfall aber das Original oder eine notarielle Anfertigung.
Kommt direkt und Flattex fordern ebenfalls die Originalurkunde plus Legitimationsprüfung und Bankeigene Formulare.
Smart Broker erlaubt derzeit keine Hinterlegung notarieller Vorsorgevollmachten.
Möglich ist da nur eine Bank eigene Vollmacht dann mit eingeschränkten Handelsmöglichkeiten.
Aus Kundensicht kann das zerbürokratisch werden.
Für Banken ist das aber Risikomanagement.
Bedeutet für euch, es reicht nicht eine Vollmacht in der Schublade zu haben.
Ihr müsst auch klären, ob und zu welchen Bedingungen eure Broker sie überhaupt aczeptieren.
Und ihr solltet euch bewusst sein, dass ihr damit eine echte Macht übertragt.
Ja, und wie weit diese Macht reicht, entscheidet nicht der Vordruck, sondern der Inhalt.
Bei Vollmachten gibt es nämlich keine Universallösung, sagt Rainer Regler, ein Notar, dem nach seinen drei Fragen bei der Erstellung so einer Vollmacht total entscheidend.
Ab wann gilt sie?
Für wen gilt sie und vor allem für welche Bereiche.
Falls ihr noch keine Vorsorgevollmacht habt, solltet ihr das dringend nachholen.
Der erste Schritt ist dabei banal.
Bestandsaufnahme.
Welche Konten gibt es?
Welche Depots?
Welche Verträge?
Und wer soll im Ernstfall worauf zugreifen dürfen.
Außerdem sollte man prüfen, ob bereits andere Vollmachten existieren und wie sie widerrufen werden können.
Wie gesagt, für die konkrete Formulierung gibt es da kein festes Muster, das für alle passt.
Es empfiehlt sich daher eine professionelle Beratung, etwa durch einen Notar oder die Verbraucherzentralen.
Dort gibt es auch online übrigens kostenfreie Formulierungshilfen.
Das Problem ist aber, wir haben es eben schon angedeutet, ob diese Dokumente dann später von den Banken und Brokern auch akzeptiert werden, ist halt nicht garantiert.
Manche Institute lehnen gängige Muster ab und deshalb gilt eine notarielle Vollmacht oft als der sicherste Weg.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an triple88welt.de, also aAA at welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Vor allem auf Spotify hat euch gestern unsere Aussprache beschäftigt.
Egal ob Xiaomi oder Barcelona, das wird man ja wohl als Saarländer noch sagen dürfen.
Wir konnten es euch irgendwie nicht so richtig recht machen.
Ja, vielleicht sollten wir so eine Art Nebenpodcast starten.
Alles auf Aussprache.
Ich würde sagen, das Duolingo dafür läuft schon mal warm.
Aber nee, kommt mal im Ernst.
Als würdet ihr im Alltag immer jedes Wort phonetisch lupenrein aussprechen.
Bitte seid doch etwas gnädiger mit uns.
So, und jetzt zurück zu den wichtigen Dingen.
Nico hat uns über Instagram nach einer Folge über Gold-ETFs gefragt.
Er ist nämlich unsicher, in welchen ETF er investieren soll.
Also, lieber Nico, Folgen über Gold gibt es hier wirklich einige.
But um das Thema vorweg zu nehmen hier, ETF-Klassiker werden, der Ewax Gold 2 und der Xetra Gold, der allerdings nicht überall handelbar ist.
Die WKNs packen wir dir mal in die Folgenbeschreibung.
Yeah, und ein Klassiker am Dienstag ist auch Daphne und Schäbitz.
Und diese beiden, die wollen die Woche über versuchen, die Iran-Krise und ihre Folgen zu erklären.
Da wird es sehr wahrscheinlich ganz unterschiedliche Einschätzungen geben.
Wenn ihr das nicht verpassen wollt, diese beiden goldenen Klassiker, dann kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
