# AI Strategy: Pentagon Conflict, Industrial ROI, and Agent Risks

**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-03-02

## Transcript

Das KI-Update, ein Heise-Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Dakota.
Ich bin Isabel Grünewald und dies sind heute unter anderem unsere Themen.
Pentagon stuft Anthropic als Sicherheitsrisiko ein.
KI neigt zur Eskalation.
Hannover Messe zeigt intelligente Roboter und wenn KI jemanden braucht, der das Gas anfasst.
Im Streit zwischen Anthropic und dem Pentagon hat der Chef der KI-Firma, Dario Amodei das gestellte Ultimatum zurückgewiesen.
Die roten Linien wird er nicht aufgeben.
Anthropic lehnt den Einsatz von Claude für massenhafte Inlandsüberwachung sowie für vollständig autonome Waffen ab.
Bei der Überwachung argumentiert Amodei, dass KI verstreute einzeln harmlose Daten automatisiert zu umfassenden Persönlichkeitsprofilen zusammenführen könnte, in einem Ausmaß, mit dem die bestehende Gesetzgebung nicht Schritt halte.
Dieses Szenario wird von einer Studie der ETH Zürich untermauert.
Gemeinsam mit Anthropic haben die Forschenden gezeigt, dass Sprachmodelle pseudonyme Online-Profile für 1-4 Dollar pro Person identifizieren können.
In einem Experiment ordnete ein KI-Agent rund zwei Drittel von 338 Hacker-News-Profilen korrekt einer realen Person zu.
Der Agent erhielt nur anonymisierte Beiträge und durchsuchte dann selbstständig das Internet.
Die KI nutzte dabei dieselben Hinweise wie ein menschlicher Ermittler, Berufsdetails, Interessen und beiläufige Ortserwähnungen.
Der entscheidende Unterschied war allerdings die Geschwindigkeit.
Was einen Menschen Stunden kostet, erledigt das Modell in Minuten.
Amodeys Sorge ist, dass bereits ein solch momentan legaler Einsatz von KI im großen Stil einer kompletten Überwachung der Gesellschaft gleichkäme.
Wie das US-Verteidigungsministerium nun auf die Haltung Anthropics reagiert, berichtet mein Kollege Martin Holland aus dem Heiser Online-Newsroom.
Das Pentagon hat sich dann entschieden und es sieht so aus, dass es wurde gesagt, dass man einfach den Vertrag jetzt mit OpenAI abgeschlossen hat.
OpenAI selbst sagt aber, dass sie diese gleichen Prinzipien durchgesetzt hätten, also für ihre KI, dass das jetzt halt bei ihr auch gilt, also die gleichen roten Linien.
Es ist jetzt unklar, was genau beschlossen wurde.
Was aber klar ist, ist, dass das Pentagon Anthropic als Risiko für die Lieferketten eingestuft hat.
Das war ja die ursprüngliche Drohung und dass es beispiellos in der US-Geschichte.
Also das heißt, dass kein Unternehmen mit Anthropic Verträge abschließen kann oder Geschäfte machen darf, die das auch mit dem Pentagon, mit dem US-Militär Verträge abschließen will.
Und das ist natürlich so groß und so einflussreich, dass das nicht wirklich eine Wahl ist.
Also im Zweifel wird man sich immer fürs US-Militär entscheiden, dass er viel, viel mehr Geld zur Verfügung und hat überall seine Geschäfte.
Und das ist bislang auch nur passiert, dass sowas für ausländische Unternehmen beschlossen wurde oder verfügt wurde, also noch nicht für einen US-Unternehmen wie Anthropic.
Anthropic hat mir jetzt auch angekündigt, dass sie dagegen gerichtlich vorgehen wollen.
Sie haben das auch scharf kritisiert.
Deswegen muss man jetzt mal sehen, wie es für Anthropic weitergeht, weil wenn jetzt tatsächlich, was ja das erklärte Ziel der US-Regierung ist, lauter Firmen ihre Verträge mit Anthropic kündigen, dann dürfte das heftige Auswirkungen haben.
Aber muss man jetzt erst mal sehen, ob das passiert.
Was man aber schon sagen kann, und das ist die letzte Wendung in dieser wendungsreichen Geschichte der vergangenen Tage, ist, dass als die USA am Wochenende angefangen haben, den Iran zu bombardieren, haben sie weiterhin die KI-Technik von Anthropic eingesetzt, obwohl ja vorher beschlossen wurde, einen Tag vorher verkündet wurde, dass man das eben nicht mehr machen darf.
So schnell geht das natürlich nicht, die aus dem System zu bekommen.
Das war vorher auch immer eine Warnung, dass Claude, also die KI von Anthropic so tief in den Systemen drin ist, dass das ziemlich schwer würden würde, die rauszuholen.
Und dass sie auch so gut sei, das wurde auch immer gesagt, dass sie so viel besser sei als die der Konkurrenz, dass man auch deswegen diesen Druck macht.
Und ja, deswegen muss man jetzt mal gucken, ob überhaupt das Pentagon sein eigenen Anweisungen Folge leistet, geschweige denn dann die Wirtschaft.
Dankeschön, Martin.
Die Vorbehalte von Anthropic gegenüber der eigenen KI sind nicht ganz unbegründet.
Denn ein Cyberkrimineller hat den Chatbot Claude genutzt, um in die Netzwerke mexikanischer Regierungsbehörden einzudrängen.
Dabei wurden nach Angaben von Cybersicherheitsexperten gewaltige Mengen sensibler Steuer- und Wählerinformationen gestohlen.
Demnach hat der unbekannte Claude-User spanischsprachige Befehle für den Chatboard geschrieben, damit dieser Schwachstellen in Regierungsnetzwerken aufspürte, Computerskripte schrieb, um sie auszunutzen und Wege fand, den Datendiebstahl zu automatisieren.
Wenn Claude bei der Attacke auf Probleme stieß oder zusätzliche Informationen benötigte, wandte sich der Cyberkriminelle an Chat-GPT von OpenAI, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen.
Anthropek hat die Darstellung bestätigt und die laufenden Angriffsversuche unterbunden.
Und auch eine Studie des King's College London zeigt, dass LLMs in Kriegsszenarien dazu neigen, schnell zu eskalieren.
In 59 Prozent der Planspiele, die die Forschenden die KI durchführen ließen, kam Atomwaffen zum Einsatz.
Malte Kirchner aus dem Heise Online-Newsroom mit den Einzelheiten.
Die Zahlen hinter der Studie sind wirklich beunruhigend.
21 Konflikt-Simulationen, 329 Züge und kein einziges Modell hat jemals die Option der vollständigen Kapitulation gewählt.
Nie.
Stattdessen griffen die KI-Systeme immer wieder zu taktischen Atomwaffen.
Und das, obwohl man vielleicht erwarten würde, dass eine Maschine in Stresssituationen nüchterner reagiert als ein Mensch.
Das Gegenteil war der Fall.
Unter Zeitdruck eskalierte die KI sogar noch schneller.
Warum ist das so?
Die Forscher vermuten, dass das Training der Modelle strukturell dagegenarbeitet, nachzugeben.
Das nukleare Tabu, also die tiefer Wurzelte menschliche Scheu vor dem Einsatz von Atomwaffen, scheint für KI-Systeme schlicht nicht zu existieren.
Sie behandeln Nuklearwaffen genauso wie konventionelle Waffen, als eine Option unter vielen.
Jetzt könnte man sagen, na gut, das sind ja nur Simulationen, aber genau das ist der Punkt.
KI wird im Militärbereich bereits eingesetzt.
Noch nicht bei den ganz großen strategischen Entscheidungen, aber schon bei der Steuerung einzelner Waffensysteme und das zunehmend.
Und bei extremen Zeitdruck, wenn Sekundenentscheidend, wächst der Druck, KI stärker einzubeziehen.
International laufen deshalb bereits Diskussionen über politische Regulierung.
Die Studie aus London liefert dafür ein weiteres dringendes Argument.
Bei dem Versuch mit Claude Sonnet 4, Gemini 3 Flash und GPT-5.2 sah übrigens kein Modell wirklich besser aus als das andere.
Zwar zeigte sich, dass die KIs unterschiedlich offensiv ins Rennen gehen, früher oder später haben sie aber alle eine kurze Zündschnur.
Vielen Dank, Malte.
ChatGPT Health von OpenAI soll als erste digitale Anlaufstelle für Gesundheitsfragen dienen.
Entscheidend für einen solchen Einsatz ist natürlich, dass KI die schwere und Dringlichkeit eines Problems korrekt bewertet.
Forschende der ICANN School of Medicine at Mount Sinai in New York haben nun untersucht, wie verlässlich das in der Praxis funktioniert.
Die Auswertung zeigte ein gemischtes Bild.
Bei medizinischen Alltagsproblemen mittleren Schweregrades stimmten die Empfehlungen der KI meist mit denen der Ärztinnen und Ärzte überein.
An den Rändern der Schweregrade, also bei völliger Harmlosigkeit oder bei akuter Lebensgefahr, sank die Leistung jedoch deutlich ab.
In mehr als der Hälfte der echten medizinischen Notfälle bewertete die KI die Lage als zu harmlos.
Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung war der Umgang der KI mit psychischen Notlagen.
Um Nutzerinnen und Nutzer zu schützen, soll ChatGPT Health bei Suizidgedanken einen Warnbanner mit Hilfsangeboten einblenden.
Das funktioniert jedoch nicht immer zuverlässig.
Die KI erkannte den akuten psychischen Notfall meist nicht, sobald gleichzeitig auch andere Gesundheitsaspekte angesprochen wurden.
Das Forschungsteam schlussfolgert, dass Systeme, die als erste Kontaktpunkt für medizinische Einschätzungen genutzt werden, genauso strenge Sicherheits- und Zulassungsprüfungen durchlaufen sollten wie klassische Medizinprodukte.
Ähnlich wie man einen KI-Chatbot in einen Chat holen kann, soll man künftig auch einen KI-Assistenten in Telefonate holen können.
Das ermöglichen die Telekom und Eleven Labs.
Der Assistent kann dann in den Gesprächen Fragen beantworten, übersetzen und Inhalte zusammenfassen.
Alles direkt aus dem Netz, wie es die Telekom sagt.
Auch agentische Fähigkeiten wie das Reservieren eines Tisches im Restaurant soll möglich sein.
Das Angebot nennt sich Magenta AI Call Assistant.
Die Telekom stellt es in dieser Woche auf dem Mobile World Congress in Barcelona vor.
Außerdem soll dort eine eigene KI-Brille präsentiert werden.
Der funktionierende Prototyp soll im Rahmen einer Live-Demo vorgestellt werden.
Eine Sprecherin der Telekom betont, dass es sich um eine Designstudie und keine Produktankündigung handele.
Ziel sei es, zu demonstrieren, was mit verfügbarer Hardware und KI-Infrastruktur möglich sei.
Mit der Galaxy S26-Serie zeigt sich Samsung konservativ und ändert an der Hardware nur wenig.
Stattdessen rücken neue Software-Features in den Vordergrund, die allesamt mehr oder weniger mit KI zusammenhängen, berichtet mein Kollege Steffen Hergett von der Präsentation der neuen Flaggschiffe.
Dabei geht Samsung ein Weg, den man auch bei anderen Herstellern, auch hier auf dem MWC in Barcelona gerade verfolgen kann.
Und zwar versucht man mehr Flexibilität in die KI reinzubringen, indem man zum Beispiel als zusätzlichen Assistenten Perplexity gleich mit vorinstalliert und auch den eigentlich schon tot gesagten Bixby, also was früher so ein bisschen Samsungs Pendant zum Google Assistant war, wieder stärker einzubinden.
Bixby soll dann zum Beispiel in natürlicher Sprache möglich machen, in den Systemeinstellungen zu suchen.
Wenn ich etwas sage, oh, das Display ist mir immer zu hell oder das Britt mir in den Augen oder mein Telefon klingelt zu laut, dass ich dann gleich direkt an die richtige Stelle in den Systemesteuerungen, die ja ziemlich umfangreich sind, verwiesen werde.
Damit das dann alles nicht zu kompliziert wird mit Gemini and Perplexity und Bixby und wer weiß was noch, sollen diese einzelnen Assistenten, die untereinander nicht direkt miteinander reden können, weil sie in Sandboxen laufen, verstärkt in den Hintergrund treten und ihre Arbeit so ein bisschen automatisch machen.
Auch neu ist da eine kleine Funktion namens Now Nutch, die zum Beispiel den Nachrichtenverlauf scannen können soll.
And when mir dann jemand schreibt, hey, wie sieht's aus, wollen wir Samstag und vielleicht essen gehen, dann direkt, ohne that ich was tun muss, in meinem Calender nachsieht, ob ich da überhaupt Zeit habe und sich dann mit so ein kleiner Pop-up meldet und sagt, hey, nee, da hast du vielleicht gar keine Zeit.
Mach das doch einfach zum Beispiel am Sonntag, da steht nichts in deinem Kalender.
Wie gut das dann alles klappt, da sind wir doch gespannt.
Vor allem, weil man eben gucken muss, ob man diese Komplexität mit verschiedenen verschiedenen KI-Assistenten auf einem Gerät dann eben auch gut managen kann.
Ganz spannend ist auch noch eine KI gestützte Funktion, die heißt Spam Detection.
Die kann man in der Telefon-App aktivieren.
Dann übernimmt das Galaxy S26 bei Anrufen von unbekannten Nummern direkt die Regie und versucht herauszufinden, ob sich da vielleicht irgendein Robo-Call oder ein ungewünschter Spam-Anruf dahinter verbirgt und die dann einfach gar nicht zu Menschen durchzulassen.
Das, wenn es klappt, ist natürlich ziemlich praktisch.
Danke, Steffen.
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Gemini wird in Android 17 mächtiger.
Kogels nächste Iteration, das mobilen Betriebssystems soll mehr agentische Fähigkeiten erhalten.
Als Beispiel nennt Android Chef Samir Samat die Möglichkeit, eine lange Liste von Zutaten aus einem Rezept zu nehmen und diese in den Warenkorb in der bevorzugten Lebensmittel lieferabzulegen.
Gemini 3 nutzt seine Denkfähigkeiten, um einen Plan zu erstellen und seine multimodalen Fähigkeiten, um mit Android zu arbeiten und die App zu bedienen, um die Aufgabe zu erledigen, erklärt er weiter.
Ein UI-Automatisierungsframework für KI-Agenten und Assistenten soll erweitert werden, um noch mehr Nutzer, Entwicklerinnen und Gerätehersteller zu erreichen.
Android 17 ist derzeit noch in der Beta-Phase.
Die finale Version wird im Juni erwartet.
Vorher dürfte Google die hauseigene Entwicklerkonferenz Google IO im Mai nutzen, um weitere Details der agentischen Fähigkeiten zu demonstrieren.
Auf der Hannover-Messe-Preview vergangene Woche kreisten die Diskussionen auf der Bühne um die Einführung künstlich intelligenter Anwendungen und KI-gesteuerter Roboter in der Industrie.
Mein Kollege Arne Grävemeyer vom CT-Magazin hat sich angeschaut, was wir auf der Industriemesse erwarten können.
Privat und im Job setzen viele Menschen bereits künstliche Intelligenz wie ChatGPT und Co.
ein.
Auch in der Industrie soll KI die Produktivität steigern.
Sie soll die Maschinenauslastung verbessern, mit sensiblen Robotergreifern behutsam montieren und Ausschuss vermeiden.
Das dürfte in diesem Jahr auf der Hannover-Messe ein Trendthema werden.
Hinzu kommen neue Roboterformen und sogar humanoide Roboter für die Industrie.
Wenn künftig Humanoide auf Zuruf mit anpacken, beschleunigen sich die Produktionszyklen.
Messechef Jochen Köckler kündigte auf der Hannover Messe Preview an, dass KI-gesteuerte Roboter vom 20.
bis 24.
April einen Schwerpunkt in den Messehallen bilden.
Aber deren Einführung ist kein Spaziergang.
Bei 95% aller industriellen KI-Projekte springt noch kein wirtschaftlicher Nutzen heraus, betont Norbert Jung, CEO von Bosch Connected Industry.
Die Zahl 95% stammt von der sogenannten Nanda Studie aus dem MIT in Massachusetts.
Oft kommen Projekte nicht über den Pilotstatus hinaus oder Ihr Nutzen kann die Mitarbeiter in der Fertigungshalle nicht überzeugen.
Das Bosch Softwarehaus versucht, mit vorkonfigurierten Anwendungen schnell KI-Erfahrung einzuführen.
Agile Robots will auf der Hannover-Messe seinen humanoiden Agile One vorstellen.
Einen zweibeinigen Allesskönner einzuführen, ist aber nicht automatisch die beste Lösung, warnt Sven Perusel von Agile Robots.
Gerade hat das Unternehmen für Daimler eine zweiarmige Roboterstation für die Getriebemontage eingeführt, die mit sensiblen Greifern nicht nur mehr Output schafft als die vorherige Produktionslinie.
Zudem sammelt sie Prozessdaten, um weiterlernen und weiter optimiert werden zu können.
Zu Hannover Messe Preview wurden die diesjährigen Robotic Awards verliehen.
Gewinner ist die Roboterküche von Goodbytes aus Hamburg.
Ein Container mit Roboterarmen, Töpfen, Kochstellen und Zutatenstationen.
Die automatisierte Küche bereitet nicht nur zu jeder Tages- und Nachtzeit frische Mahlzeiten, eine KI koordiniert die Arbeitsgänger und, wenn mehrere Bestellungen zugleich eingehen, verkürzt sie die Wartezeiten und sorgt dafür, dass bei keinem Gericht das Aroma verkocht.
US-Soldaten sollen als erste Testanwender in den Genuss dieser KI-gesteuerten Fertigungszelle kommen.
Vielen Dank, Arne.
Die KI-Suchmaschine Perplexity hat zwei neue Text-Embedding-Modelle als Open Source veröffentlicht.
Embedding-Modelle übersetzen Suchanfragen und Dokumente in Vektoren und machen so mathematisch berechenbar, welche Inhalte inhaltlich zusammenpassen.
KI-Suchmaschinen stehen nämlich vor einem grundlegenden technischen Problem.
Bevor ein Sprachmodell eine Antwort formulieren kann, muss aus Milliarden von Webseiten erst eine Handvoll relevanter Dokumente herausgefiltert werden.
Diese erste Filterstufe übernehmen sogenannte Embedding-Modelle.
Die neuen Modelle lesen Text in beide Richtungen und erfassen Bedeutungen so besser als herkömmliche Ansätze, die Text nur von links nach rechts verarbeiten.
Ein weiterer Unterschied ist, dass die Modelle keine vorformulierten Aufgabenbeschreibungen benötigen, die anderen Systemen vorangestellt werden müssen und dort die Suchqualität verschlechtern können.
Alle vier Modelle sind auf der Plattform Hugging Face unter der MIT-Lizenz frei verfügbar.
OpenAI steckt in einem laufenden Rechtsstreit mit dem Tech-Milliardär Elon Musk.
Musk wirft OpenAI vor, seine ursprünglich gemeinnützige Mission aufgegeben zu haben, um kommerzielle Interessen zu verfolgen.
In diesem Verfahren will OpenAI nun die Aussage des KI-Professors Stuart Russell vor Gericht ausschließen lassen.
Russell sollte als Experte auftreten und Musks Argumentation stützen, dass OpenAI Sicherheitsrisiken zugunsten von Profit vernachlässigt.
OpenAI bezeichnet Russell als prominenten KI-Untergangspropheten und seine Warnungen als dystopisch, spekulativ und alarmistisch.
Allerdings weist die zivilgesellschaftliche Organisation The Midas Project auf einen offensichtlichen Widerspruch hin.
Denn OpenAI-Chef Sam Altman unterzeichnete 2023 gemeinsam mit Russell eine Erklärung, die das Risiko der Auslöschung der Menschheit durch KI zur globalen Priorität erklärte.
OpenAIs eigene Unternehmenssatzung formuliert zudem genau jene Sicherheitsbedenken, die das Unternehmen vor Gericht als irrelevant bezeichnet.
Der Vorwurf der Doppelmoral kommt nicht ohne Kontext.
Berichten zufolge verkürzte OpenAI Sicherheitstests für eigene Modelle unter Zeitdruck erheblich, baute Stellen im Sicherheitsbereich ab und verlor mehrere namhafte Sicherheitsforscher.
Im Normalfall beauftragen Menschen KI-Systeme damit, Aufgaben für sie zu erledigen.
Eine Online-Plattform dreht das Prinzip nun um.
Mein Kollege Robin Ahrens aus der CT-Redaktion hat sich die Website genauer angeschaut.
Autonome KI-Agenten können mittlerweile vieles, etwa aufwendiges Softwareprogrammieren, umfangreiche Studien auswerten oder große Datensätze analysieren.
Und das oft alles parallel.
Sie bleiben aber noch immer ortsgebunden, schließlich stehen ihre Server oder lokalen Systeme ja irgendwo.
Mit der Online-Plattform Rantahuman.ai sind die Mobilitätsbeschränkungen von KI-Agenten jetzt nochmal ein Stück kleiner geworden.
Über die Website können agentische KIs echte Menschen damit beauftragen, Aufgaben in der physischen Welt für sie zu erledigen, natürlich gegen Bezahlung.
Das reicht von einfachen Dingen wie Pakete abholen bis hin zu komplexeren Aufgaben, etwa Verifizierungsfotos von Gebäuden aufzunehmen oder Dokumente zu unterzeichnen.
Hat man als Mensch eine Aufgabe erledigt, muss man Beweise liefern, Fotos beispielsweise und erhält dann seine Bezahlung.
Laut Rant a Human sind mittlerweile über 500.000 Menschen auf der Plattform registriert.
KI-Agenten können deren Profile via MCP oder API-Zugriff durchforsten und eine passende Person kontaktieren.
Neben den Profilen von Menschen gibt es aber auch Aufgabengesuche, die auf dem Marktplatz der Plattform veröffentlicht werden.
Darauf können sich dann echte Personen bewerben.
Diese Gesuche umfassen ein ganz schön breites Spektrum.
Das reicht von durchaus legitim wirkenden Aufgaben bis hin zu völligen Nonsens.
Die Angebote werden dabei nicht nur von KI-Agenten, sondern auch von Menschen verfasst.
Das kann man an den entsprechenden Tags der NutzerInnen sehen.
Dass auf der Plattform ausschließlich KI-Agenten Aufgaben an Menschen delegieren, stimmt also nicht ganz.
Das alles hört sich trotzdem ziemlich absurd und dystopisch an.
Ob die Plattform künftig wirklich die Mobilitätsbeschränkung von KI-Agenten ernstzunehmend abbauen wird, bleibt fraglich.
Fakt ist aber, dass die Plattform den Hype um agentische KI-Systeme weiter befeuert.
Und das nicht nur wegen ihrer grundlegenden Funktion.
Ähnlich wie der KI-Assistent OpenClaw oder der für KIs bestimmte Reddit Clone Moldbook wurde Rant a Human Vibe gecodet, also selbst von künstlicher Intelligenz programmiert.
Laut dem Entwickler der Plattform Alexander Liteplo soll die Programmierung angeblich in einer Nacht von mehreren KI-Agenten übernommen worden sein.
Dankeschön, Robin.
Burger King testet derzeit in rund 500 US-Filialen eine KI-Assistentin namens Patty für Angestellte mit Headset.
Das System unterstützt bei verschiedenen Aufgaben, ist aber auch darauf trainiert, Formulierungen wie Willkommen bei Burger King, Bitte und Danke zu erkennen.
Diese Daten fließen in eine Metrik ein, die Filialleiterin in Aufschluss darüber geben soll, wie ihr Standort in puncto Freundlichkeit abschneidet.
Wie Freundlichkeit genau berechnet wird, bleibt allerdings offen.
Neben dieser Freundlichkeitsanalyse erfüllt Patty eine Reihe weiterer Funktionen.
Mitarbeitende können per Headset Arbeitsanweisungen zu Rezepturen und Reinigungsprozessen abrufen, ohne Handbücher konsultieren zu müssen.
Das System informiert Manager zudem automatisch über ausgefallene Geräte oder fehlende Zutaten und aktualisiert digitale Menüs, Kioske und Apps entsprechend.
Erkennt die KI wiederkehrende Muster, kann sie proaktiv Hinweise an Verantwortliche senden.
Das war das KI-Update von Heiser Online vom 2.
März 2026.
Eine neue Folge gibt es immer montags, Mittwochs und Freitags um 15 Uhr.
Werbung.
Außerdem bei Heise.
Vorsicht Kunde, der Verbraucherschutz-Podcast des CT-Magazins.
Ein Produkt geht nach kurzer Zeit kaputt, aber der Händler will es nicht zurücknehmen.
In einer Schublade habt ihr noch ein Gutschein, aber der Verkäufer meint, dieser sei nicht mehr gültig.
Euer Paket enthält etwas anderes, als ihr eigentlich online bestellt habt, doch der Versender stellt sich tot.
Im Podcast Vorsicht Kunde besprechen wir solche und viele andere Probleme.
Wir, das bin ich, Ulrike Kuhlmann.
Und mein Kollege Us Mansmann aus der CT-Redaktion.
Zur Seite steht uns Rechtsanwalt Niklas Mühleis.
Hört einfach mal rein.
Wir freuen uns auf euch.
