# AI-Driven Layoffs and the Halo Trade Rotation

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-02-27

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über einen Absturz bei Nvidia, ein Rebound bei Softwareaktien und eine Wende im Warner Brothers Discovery Drama.
Im Thema des Tages analysieren wir den Blockeffekt und verraten, warum Jobkürzungen durch KI plötzlich zum Kurstreiber werden.
Und der Triple ED dreht sich alles um den Halo Trade.
Das ist alles auf Aktien, der tägliche Börsenschot.
Es begrüßen euch Anja Ettl.
Und Holger Czeppels aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Freitag, der 28.
Februar, und wir wünschen euch einen ambiguitätstoleranten Start in den Tag.
Und Holger hat mir dieses furchtbare Wort hier reingeschmuggelt.
Man könnte auch mehrdeutigkeitsfähig sagen.
Auf jeden Fall wünschen wir euch einen wundervollen Start ins Wochenende.
Und angesichts der widersprüchlichen Entwicklung an den Börsen müsst ihr es momentan einfach schaffen, einen klaren Kopf zu behalten.
Aber das macht ja kluge AAA-Hörer auch aus.
Sie halten mehr Deutigkeit aus.
Gestern war definitiv so ein Tag, trotz grandioser Geschäftswahlen von Nvidia gingen Tech-Aktien im Minus aus dem Handel.
Der NASDAC in 100 verlor 1,2 Prozent, der SP 500 0,5 Prozent und der DAX, der gewann 0,5 Prozent und schloss bei 25.289 Punkten.
Mehrdeutigkeitsfreier Tag eben.
Also, das klingt auch nicht gut.
Da klingt am Bio Ambigoitism tolerant aus.
Ja, wenn man es dann aussprechen kann.
Wenn man es dann aussprechen kann.
Aber jedenfalls, was man schon sagen muss, es ist echt krass, was gerade beim Nasdaq 100 los ist, der bewegt sich eigentlich seit September nicht mehr auf richtig von der Stelle, sondern ist so zwischen 24.000, 26.000 Zählern gefangen, auch wenn unter der Oberfläche wirklich die Einzelwerte richtig heftig schwanken.
Und das konnte man gestern auch wieder gut beobachten.
Nvidia war am Ende das Schlusslicht mit minus 5,5 Prozent und Atlassian mit 8,5 Prozent der größte Gewinner.
Also er war zwischen Gewinner und Verlierer mal eben 14%punkte.
Und Anleger schichteten wie wild von Hardware-Aktien in Softwaretitel um und davon profitierten nicht nur Atlassian, sondern auch Z-Scaler plus 7,5%, Datadoc plus 5,5%, Apple Arvin plus 5,5%, CrowdStrike plus 5, Workday plus 4,5% und Salesforce plus 4%.
Ja, und da spielt es auch keine Rolle, dass die Geschäftszahlen eigentlich etwas anderes nahegelegt hätten.
Analysten erhöhten nämlich nach den guten Nvidia-Zahlen ihr durchschnittliches Kursziel auf 268 Dollar und das liegt 45% über dem aktuellen Kurs.
Und bei Salesforce wurde dagegen das Kursziel deutlich unter 300 Dollar gekürzt.
Und mit 282 Dollar sehen Analysten aber auch für Salesforce noch 40 Prozent Luft nach oben.
Und in all dem Trubel gewannen auch Meme-Aktien kräftig an Wert.
Der Goldman Sachs Meme-Stocks Index stieg um 2,3 Prozent und Gewinner waren mal wieder klar.
Open Door.
Da gibt es ja ganz viele unterschiedliche Aktien, mittlerweile Gattung.
Und die, die am stärksten zulegte, das war 16 Prozent.
Intuitive Machines gingen um 11% höher aus dem Handel und Carwana plus 6 Prozent.
Ja, und auch Quantencomputeraktien waren gefragt.
Für Ioniq ging es 22 Prozent drauf.
Für Regetti um 5,7 Prozent.
Ioniq hat Zahlen vorgelegt und die waren besser als erwartet.
Und CEO Nicolo De Masi bezeichnete das vergangene Jahr als strategischen und finanziellen Wendepunkt, da das Unternehmen einen Umsatz von 100 Millionen US-Dollar überschritten hatte.
Das ist schon mal eine gute Marke.
Schon mal eine Marke.
Genau, für einen Business, wo man ja denkt, das ist noch ein bisschen hin, aber es scheint doch näher zu sein, das Quantencomputing, als man denkt.
Und im Drama um Warner Produce Discovery hat sich nochmal eine Wende abgespielt.
Es gab da schon einige Wenden.
Netflix ist nämlich aus dem Übernahmerennen ausgestiegen, was irgendwie auch ein bisschen peinlich ist.
Ich erinnere mich noch, den Netflix-Kunden wurde ja eine Mail geschickt, dann stand er dran, ja, wir haben bald die große Warner-Bibliothek und es wird noch nicht gleich passieren, aber es wird ganz schnell werden.
Und ja, jetzt ist man aus dem Rennen raus.
Was ist passiert?
Naja, Paramount Skydance, das hat, die haben ja eine konkurrierende Offerte gehabt.
Die haben ihre Offerte auf 31 Dollar Jevorner-Aktie aufgestockt und das liegt deutlich über den 27 Dollar von Netflix, wobei Netflix ja nicht für die gesamte Veranstaltung bietet, sondern die TV-Stationen wie CNN nicht kauft, aber tja, ist trotzdem halt jetzt das bessere Angebot.
Ja, und Netflix hatte nun eigentlich vier Tage Zeit, um eben seinerseits ein höheres Angebot zu machen, entschied sich aber dagegen und hat dann eben erklärt, dass es nicht weiterbieten wolle, da das Geschäft zu dem Preis, der erforderlich gewesen wäre, um Permanent Skynds zu schlagen, finanziell nicht mehr attraktiv gewesen sei.
Und tja, einigen Netflix-Aktionären scheint auch ein Stein vom Herzen gefallen zu sein, weil die Aktie nachbörslich 13 Prozent gewann.
Dann kommen wir nach Deutschland.
Da gab es ja ganz viele Geschäftszahlen von DAX-Konzern, aber so richtig starke Impulse, zumindest an den Kursen, gingen davon nicht aus.
Allianz Telekom Müncherück haben auch ihre Ideen angehoben, aber auch das half nicht wirklich.
Vielleicht im Einzelnen, die Allianz-Aktie legte nach Vorlage ordentlicher Zahlen und der Ankündigung eines Aktien, Rückkaufprogramms und eben Anhebung der Dividende um schmale 0,8 Prozent zu.
Ja, und Munic Gree hat das eigene Gewinnziel im vergangenen Jahr trotz eines leicht schwächeren Schlussquartals übertroffen und den Ausblick bestätigt.
Und für die Vertragserneuerungsrunde im Januar meldete der Rückversicherer weiter sinkende Preise und die Aktie verlor 0,7 Prozent.
Die Zahlen für das vierte Quartal der deutschen Telekom, die fielen etwas besser aus als erwartet.
Und Umsatz und bereinigtes Ergebnis, die lagen über den Marktschätzungen.
Dagegen konnte der Ausblick für den freien Cashflow nicht ganz überzeugen und die Aktie fiel um 2,2 Prozent.
Um 0,4 Prozent ging es runter für Scout 24.
Die Quartalszahlen wie auch der Ausblick, ja, die entsprechen ungefähr, entsprachen ungefähr den Erwartungen, aber es war halt nicht genug und deswegen 0,4 Prozent runter.
Aber schlusslich dem DAX war die Aktie von Heidelberg Materials für den Werk ging es um 5 Prozent nach unten.
Während deutsche Börse profitierten von guten Zahlen des Wettbewerbs aus London.
Und deswegen ging es für die um 3,6 Prozent hoch.
Und natürlich haben die auch so ein bisschen von diesem Software-Rebound profitiert, weil deutsche Börse ja auch ein bisschen Software hat.
Ja, etwas mehr los war bei den Werten aus der zweiten Reihe beim Lagertechnik-Experten Kion enttäuschte der Ausblick.
Die Aktie fiel um fast 11 Prozent.
Hensold gaben nach dem Zahlenausweis um 4,3 Prozent nach.
Das EBIT für das Gesamtjahr hatte gleich um 32 Prozent unter dem Konsens gelegen.
Also eine deutlich negative Überraschung.
Und die Geschäftszahlen von Puma für das vierte Quartal, die fielen Lionalisten besser als erwartet aus.
Der Sportartikelhersteller kommt laut Bernstein mit der Lagerbereinigung besser als erwartet voran und Puma-Aktien, die gewann 9,8 Prozent.
Und die haben auch ein cooles neues Trikot, was ich mir bestellt habe.
So ein blau fluorisierendes von meinem Lieblingsverein.
Ja, das musste ja noch nicht mehr so gut.
Das muss es gewesen sein.
Das war wahrscheinlich das Plus, weil das bei mir angekommen ist.
Und die haben das wirklich verpackt wie so ein Luxus-Artikel.
Also kann man kann selbst Fußball-Trikots wie ein Luxusartikel verpacken.
Wahnsinn.
Doch, du machst Termine, before ich jetzt hier noch weiter.
Freude über mein neues wunderbares Trikot.
Ja.
Genau, Termine, was haben wir heute?
Arbeitsmarktdaten, Februar für Deutschland.
Und außerdem noch die deutschen Inflationszahlen.
Und es gibt noch ein paar Unternehmenstermine.
And auction for BSF, Swiss Read, Delivery Hero, Als Cham, Chart Industries and Pearson, and TKMS veranstaltet an Hauptversammlung.
We are heute über ein Baby sprechen, das durch die Tech-Welt geht.
Jack Dorsey, the man hinter dem US FinTech Block, der hat gestern nämlich mal eben die Abrissbörne rausgeholt.
Block streiched over 4000 Jobs, fast die Hälfte der gesamten Belegschaft.
Und die Börse, die dreht durch nachbörse ging es für die Aktie bis zu 27 Prozent drauf.
Yeah, that's really krass.
Not wegen der schieren Zahl, sondern auch wegen der Begründung.
Denn Block steht eigentlich ganz solide da.
Der Bruttogewinn lag so letzte 10 Milliarden Dollar.
Das war ein Plus von 17 Prozent.
But Dorsey will alles auf eine Karte setzen.
Und diese Karte heißt künstliche Intelligenz.
Und er sagt ganz offen, wir brauchen die Leute einfach nicht mehr.
Die Modelle seien seit letzter December so intelligent geworden, dass sie fast alles übernehmen können, was die Mitarbeiter tun.
Und genau das passiert jetzt.
Und für Dorsey is the Schlüssel dazu ein KI-Tool namens Goose, das bei Block for den internen Gebrauch entwickelt wurde und dass nun die Produktivität durch die Decke jagen soll.
And Dorsey is davon überzeugt, dass er sagt, we are not to früh drank with this radikalen Schritt.
Alle anderen Firmen sind einfach nur zu spät.
And Dorcy glaubt, dass innerhalb des nächsten Jahres die meisten Unternehmen zu diesem Schluss kommen werden.
Er will deshalb lieber jetzt agieren, statt später nur noch reagieren zu können.
Tja, und die Börse, die feiert das, wie eben diese 27% plus bei der Aktie zeigen.
Die Anleger lieben es natürlich, wenn die Kostenbasis halbiert wird und gleichzeitig die KI-Fantasie befeuert wird.
Und spannend wird jetzt, ob das operative Geschäft bei Cash App und Square wirklich ohne diese 4000 Köpfe weiter wächst.
Wenn ja, hat Dorsi womöglich die Blaupause für das FinTech der Zukunft geliefert.
Wenn nicht, tja, dann war es ein teurer Irrtum.
Ja, in der Börse wird der Schritt jedenfalls momentan als das perfekte Beispiel für einen offensiven Jobcut gefeiert.
Denn Dorsey nutzt die KI nicht, um ein sinkendes Schiff zu retten, sondern um eben die Gewinnmargen in neue Sphären zu hiefen.
Und so ähnlich will das zum Beispiel auch die australische Wisec machen.
Das Unternehmen hat gerade 30% der Leute gefeuert, weil die KI-Projekte jetzt sechsmal schneller fertigstellt.
Und auch dort hat die Aktie einen Sprung nach oben gemacht, und zwar um 11 Prozent.
Analysten, die bezweifeln allerdings teilweise, ob die zuletzt angekündigten Entlassungen wirklich alle durch KI-Effizienz ermöglicht werden.
Es besteht der Verdacht, dass manche Unternehmen die KI-Euphorie nur als narrativen Schutzschild nutzen.
Unpopuläre Kostensenkungen wie Stellenabbau werden dann einfach mit dem Label KI versehen und sowas zu einer bequemen Ausrede.
Auf jeden Fall ist es bemerkenswert, mit welch hoher Taktzahl der Stellenabbau mittlerweile bekannt gegeben wird.
Mehr als 100 amerikanische Unternehmen von Amazon über Nike bis Verizon haben mittlerweile offizielle Wahlmeldungen wegen Jobcuts in diesem Jahr publiziert, das berichtet Business Insider USA.
Amazon etwa streicht momentan 16.000 Stellen wegen Bürokratieabbaus.
Nike strafft seine Logistik und Papa Jones reduziert das Personal um 7 Prozent.
Plattformen wie Pinterest um 15, Autodesk um sieben.
eBay streicht 800 Jobs bzw.
6% der Vollzeitstellen und die Belegschaft an strategische Prioritäten anzupassen.
Und OPS, die kappen 30.000 Stellen und schließen gleichzeitig Gebäude und so weiter und so weiter.
Ja, und genau diese Stellenabbauprogramme sorgen für Nervität.
Die Citrini-Analyse, die diese Woche ja viral ging, hat gezeigt, wie gefährlich es werden kann, wenn die KI die Menschen nach und nach in der Arbeits- und Finanzwelt ersetzt.
Daraufhin wurden ja an der Börse Milliarden an Marktwert vernichtet.
Wir haben hier darüber gesprochen.
Anleger haben eben plötzlich Angst gehabt, dass ganze Branchen wie Logistik oder Real Estate durch KI einfach wegradiert werden.
Und dann irgendwann auch eine ganze Volkswirtschaft in Mitleidenschaft kommt, wenn niemand mehr was kaufen kann, weil es ja keine Jobs mehr gibt.
Und auch die Notenbanken beschäftigen sich mit dem Thema, bisher beobachten die Währungsüter Produktivitätsgewinne, aber eben noch keine sichtbaren Verwerfungen am Arbeitsmarkt in der Zusehen.
Dennoch, sagt Christine Lagarre von der EZB, verfolge die Notenbank die aktuellen Stellenabbauprogramme extrem aufmerksam.
Und die FED wiederum, die warnt, man könne steigende Arbeitslosigkeit durch KI womöglich, geldpolitisch gar nicht abfedern.
Auf Unternehmensebene sehen wir also Effizienzgewinne, Stellenstreichungen, Umverteilung.
Auf volkswirtschaftlicher Ebene, da wirken die Arbeitsmärkte bisher stabil.
Die Frage ist natürlich, wie lange noch?
Das ändert ein bisschen an frühere Technologie-Schübe.
Erst steigen die Produktivitätszahlen und später verschiebt sich der Arbeitsmarkt.
Und das ist vielleicht auch das Entscheidende.
Es ist kein reines Tech-Phänomen mehr.
Es sind nicht mehr nur Amazon oder Meta, die Milliarden in KI investieren, sondern E-Commerce, Logistik, Software, klassische Dienstleistungsmodelle.
KI diffundiert durch die Breite der Wirtschaft.
Und je weiter das voranschreitet, desto mehr Jobs geraten in Gefahr.
Für Anleger heißt das zweierlei.
Erstens Margenpotenzial.
Wenn Produktivität massiv steigt, verbessern sich mittelfristig Kostenstrukturen.
Zweitens politisches Risiko.
Sollten die Jobverluste sichtbarer werden, kommt Regulierung.
Und dann verschiebt sich die Bewertung wieder.
Und wir stehen wahrscheinlich erst am Anfang.
Bisher reden viele Unternehmen noch von Reinvestition und Transformation.
Wenn aber die Tools wirklich halten, was die CEOs wie eben bei Wise Tech oder Block versprechen, dann reden wir über dauerhafte strukturelle Effizienzsprünge und vermutlich weiteren Stellenabbau.
Und dann wäre KI nicht mehr nur ein Umsatznarrativ, sondern ein Kostennarrativ.
Das wäre für die Gewinnentwicklung vielleicht noch relevanter als neue Produkte.
Die Märkte preisen ja bisher vor allem Wachstum ein.
Vielleicht unterschätzen sie gerade den zweiten Hebel von KI, die stille Rationalisierung.
Die große Frage lautet dann: Kommt erst die Produktivität oder erst der Arbeitsplatzabbau.
Im Moment geht es vor allem um Produktivität, aber die Liste der Unternehmen, die Personal abbauen, wird immer länger.
Wer denn künftig die super effizient hergestellten Produkte kaufen soll, wenn massenhaft Menschen ihre Jobs verlieren, weil die KI sie ersetzt?
Das allerdings, das hat bisher noch niemand so richtig beantwortet.
Die AAA-Idee des Tages.
Momentan geistert ein Begriff durch die Trading-Etagen in New York und Frankfurt, der erstmal seltsam nach Videospiel oder Heiligenschein klingt der Halo Trade.
Aber an der Börse ist das Buzzword momentan der Inbegriff für Sicherheit vor der KI-Apokalypse.
Und Goldman Sachs hat das Akronym geprägt.
Es steht für Heavy Asset Slow Obsolence.
Also Unternehmen mit tonnenweise physischem Zeug, Maschinen, Fabriken, Stromleitungen, Bergbauminen, die eine extrem geringe Gefahr haben, morgen durch ein KI-Update obsolet, also nutzlos zu werden.
Ja, also wir haben gerade die größte Branchenrotation seit über vier Jahren gesehen.
Anleger verkaufen ihre Capital-Light-Aktien, also alles, was nur auf Bildschirmen stattfindet und kaufen Capital Intensive.
Und das Ergebnis?
Der Goldman Sachs Halo Index, ein Korb aus kapitalintensiven Aktien, der hat den Softwaresektor seit Jahresanfang um satte 35 Prozent outperformed.
Und was sind das jetzt für Firmen?
Naja, ein paar richtige Schwergewichte wie Termin, Konzern, Rio Tinto, Energieriesen wie Shell, Logistiker wie Möller, Mers, Telekom-Konzerne wie Deutsche Telekom, Industrie-Ikonen wie Dier oder Caterpeller oder auch Rüstungswerte wie Kongsberg oder aber auch die deutsche Lufthansa.
Und die Logik, die ist simpel.
KI kann zwar helfen, die Einspritzung eines Traktors zu optimieren, aber KI selbst ist kein Traktor.
Und man braucht den Stahl, die Fabrik und auch die Ingenieurskunst.
Und es ist paradox, die Tech-Giganten investieren selbst gerade wie verrückt in diese Heavy Assets.
Die großen Hyperscaler, also Microsoft, Amazon und Co., verwandeln sich selbst gerade von Capital Light-Gewinnern in die größten CapEx-Investoren der Geschichte.
Mit Investitionen von 1,5 Billionen Dollar in Hardware.
Ja, und wer profitiert?
Firmen wie Wörte für die Kühlung oder Micron für den Speicher.
Klingt nach einem Selbstläufer, aber ist es eben nicht.
Möglicherweise ist das Pendel schon zu weit geschwungen von Capital Light zu Capital Heavy.
Wie ihr gestern gesehen habt, wurden ja die klassischen schweren Rechenzentrumsaktien abverkauft und auch wieder eher in die Leiten, in die Softwareaktien umgeschichtet.
Die Bewertung der Halo-Aktien jedenfalls sind mächtig in die Höhe geschossen.
Schnäffchen sind das definitiv nicht mehr.
Im SP 500 sind Industriewerte mit einem KGV von 26 mittlerweile teurer als der gesamte IT-Sektor mit 23,5.
Strategen wie Uwe Streich von der LBBW haben im Handelsblatt davor gewarnt, dass die fundamentale Substanz oft gar nicht mit den Kursen mitgekommen ist.
Und er nennt den Halo-Effekt eine Denkfalle, bei der die KI-Angst den Blick auf die nackten Zahlen vernebelt.
Also möglicherweise ist der Halo Trade eine psychologische Fluchtreaktion und ja, nicht wirklich ein sichere Hafen.
Aber wer auf Halo setzt, der wettet darauf, dass Physical das neue digital ist.
And man bekommt Schutz vor Disruption, zahlt aber wie gesagt auch einen ordentlichen Aufpreis.
Und wer die Idee attraktiv findet, der kann sich mal den X-Trackers MSCI World Industrials ETF oder den Amundi SP World Industrial Screened ETF anschauen.
Und die enthalten 260 bzw.
190 Halo-Aktien aus der ganzen Welt.
Halo ETFs gibt es aber auch auf regionale Ausrichtung.
Der iShares MSCI Europe Industrial Sector A2F investiert in europäische Halo-Werte.
Und der iShares SP 500 Industrial Sector ETF, der ist mit amerikanischen Halo-Aktien unterwegs.
All diese Halo-ETFs haben zweistellig im laufenden Jahr zugelegt.
Und das zeigt, dass die Rotation möglicherweise schon sehr weit gegangen ist.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, schicken uns alle mit einem AAA, also AWD oder hinterlassen uns eine Bewertung.
Und Michael hat geschrieben, er fragt sich, warum Aktienrückkäufe wie der von der Allianz positiv für Aktionäre sein sollen.
Und ob bekannt ist, was die Allianz denn mit den eingezogenen Aktien überhaupt plant.
Ja, die zweite Frage ist schnell beantwortet.
Die Allianz hat schon angekündigt, dass hier Aktien nach Einzug vernichtet werden sollen.
Das wird in den meisten Fällen so gemacht bei Aktienrückkäufen.
Bei Frage 1 müssen wir ein bisschen ausholen.
Für Aktionäre ist so ein Rückkauf unter gewissen Voraussetzungen positiv, denn dadurch sinkt die Zahl der ausstehenden Aktien insgesamt und jeder besitzt mit seinen Aktien einen größten Anteil am Unternehmen.
Es gibt in der Tat auch die Variante, dass ein Unternehmen die eingezogenen Titel erstmal in den Tresor legt und später einsetzt, zum Beispiel für Mitarbeiterprogramme oder Übernahmen.
In Deutschland sind solche Treasury Shares aber auf 10% des Grundkapitals begrenzt.
Und mit einem Aktienrückkauf kann das Management auch ein starkes Signal setzen im Sinne von unsere Aktie ist unterbewertet.
Deshalb greifen wir jetzt zu.
Das ist aber nur dann sinnvoll, wenn die Aktie tatsächlich günstig bewertet ist.
Warum Beifert hat es mal so formuliert, Rückkäufe seien dann sinnvoll, wenn sie unter dem inneren Wert stattfinden.
Klar, ein Value Investor wird das natürlich immer sagen.
Und das Unternehmen danach finanziell solide bleibt, also nicht irgendwie auf Bump kauft.
Auf Rückkäufe, die nur der Kurskosmetik dienen oder zu teuer gekauft werden, trifft das natürlich nicht zu, die vernichten eher Kapital.
Und grundsätzlich sind Investitionen und künftiges Wachstum meistens das, was der Markt am liebsten sehen will.
Aber wenn es eben gerade keine sinnvollen Investmentmöglichkeiten gibt und der Kurs zu niedrig ist, dann kann der Rückkauf wirklich ein gutes Instrument im Sinne der Aktionäre sein.
Ja, das ist aus unserer Antwort für mich halt doch noch ein richtiger Erklärbär geworden.
Bleibt noch die Frage, worüber ihr morgen sprecht, denn Nando und du und vor allem mit wem.
Ja, wir haben Ronald Slapke eingeladen, den Chef von Hypoport.
Und die gehören als Kreditvermittler ja auch zu diesen verprügelten Mittelsmännern.
KI soll ja solche Unternehmen, die einfach nur irgendwo in der Mitte von zwei Prozessen sind, disruptieren.
Und wir wollen natürlich wissen, ob das wirklich so ist.
Und das wird uns der Ronald hoffentlich erklären.
Und er wird auch sprechfähig sein zum Immobilienmarkt und zu allen Dingen, ob nur Heizungsgesetz oder oder oder oder oder.
Und der Ronald hat auch ein gesunden Menschenverstand, was andere Themen anbetrifft.
Insofern könnt ihr euch auf ein spannendes Gespräch freuen.
Klare Sache, da wollt ihr dabei sein.
Deshalb abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
