# Nvidia Earnings, AI Disruption, and Market Shifts

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-02-26

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Donnerstag, der 26.
Februar.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
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Und aktuell gibt es auch noch 25 Euro an geschenkten ETF-Anteilen, wenn ihr ein neues Konto eröffnet und es sechs Monate nutzt.
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Und bei uns gibt es jetzt mehr Infos, was die neuen, heiß erwarteten Zahlen von Nvidia sagen.
Außerdem schauen wir auf die Kryptowelt.
Da gab es auch neue Zahlen, die nicht so heiß erwartet wurden, aber ordentlich Rendite geliefert haben.
Aus irgendeinem Grund haben Salesforce, Nvidia und zig andere Tech-Firmen entschieden, ihre Quartalszahn alle an einem random Mittwoch im Februar zu bringen.
Und gestern war eben genau dieser random Mittwoch.
Und es war erstmal ein guter Mittwoch.
Der DAX hat den Tag bei über 25.000 Punkten beendet und ist damit fast 1% gestiegen.
Außerdem hat sich die Stimmung bei den meisten Softwareaktien beruhigt.
Salesforce, IBM, Constellation Software haben alle über 2% zugelegt.
Das könnte auch daran liegen, dass der KI-Bericht von Citrini Research gerade immer mehr Gegenwind kriegt.
Anfang der Woche hat der die Universität bei Softwareaktien ja noch weitergetrieben.
Citrini schreibt dort zum Beispiel, dass es einen Teufelskreis geben könnte, wodurch KI Jobs ersetzt werden, die entlassenen Leute dann weniger konsumieren.
Dadurch haben Firmen noch weniger Geld, entlassen noch mehr Leute und so weiter.
Viele Ökonomen haben jetzt aber schon kritisiert, dass das ein spannendes Gedankenspiel ist.
Wirtschaft aber ganz anders funktioniert, sonst hätten Microsoft Excel und Co.
auch schon massenweise Jobs ersetzt und Computer sowieso.
Fairerweise muss man sagen, dass es einzelne Firmen schon gibt, wo KI wirklich Jobs kostet.
Zumindest hat der australische Logistik-Software-Gigant WiseTech gestern die Entlassung von 30% der Mitarbeiter in den kommenden zwei Jahren angekündigt.
Außerdem meinte der CEO, dass in vielen anderen Bereichen nochmal Produktivitätssteigerungen von 30 oder 70% kommen könnten.
Und das könnte zu noch mehr Entlassungen führen.
Die richtig großen Bewegungen gab es aber sowieso vor allem in den traditionelleren Branchen.
In die falsche Richtung ging es mal wieder beim Alkoholgiganten Diaggio.
Der hat seine Dividende halbiert und das gemacht, was vor ein paar Tagen auch Pepsi angekündigt hat.
Diagio will die Preise bei manchen Produkten senken.
Genau wie Pepsi merken auch die Alkoholkonzerne, dass Kunden einfach nicht mehr bereit sind, die hohen Preise zu zahlen.
Das ist eine riesige Umstellung für eine Firma, die jahrelang durch Preiserhöhungen gewachsen ist und an den Premiumisierungstrend geglaubt hat.
Also daran, dass zwar weniger getrunken wird, aber dafür teurer.
Aber diese Strategie geht eben nicht mehr auf.
Diagio rechnet dieses Jahr mit 2 bis 3% Umsatzrückgang.
In Nordamerika ist der Umsatz letztes Halbjahr sogar schon 7% gesunken.
Die Aktie hat gestern auch über 10% verloren und die einzig gute Nachricht ist eigentlich, dass der neue CEO für Turnarounds bekannt ist.
Dave Lewis hat schon beim Supermarkt Tesco einen teilweisen Turnaround geschafft, indem er übrigens auch dort Preise gesenkt hat.
Und weil er so aggressiv Kosten senkt, hat er den Spitznamen Drastic Dave.
Drastisch ging es gestern auch bei Auto 1 zu, die um fast 20% verloren, obwohl die Zahlen eigentlich solide waren, aber das Wachstum verlangsamt sich.
Die Anzahl der verkauften Autos ist letztes Quartal 20% gewachsen und soll auch dieses Jahr zweistellig wachsen.
Problem ist aber, dass der Gewinn letztes Jahr noch viel stärker gestiegen ist als der Umsatz.
Dieses Jahr soll er nur ein bisschen stärker steigen.
Und das ist bei einer Firma, bei der Investoren vor allem bezweifeln, ob sie mal so richtig profitabel werden kann, kein gutes Zeichen.
Eine 20%-Reaktion war dafür trotzdem ziemlich extrem.
Während Auto 1 jedenfalls ganz unten im MDAX war, war Nordex ganz oben.
Der Windanlagenbauer hatte Rekordbestellungen, hat die mittelfristigen Ziele angehoben und die Aktie ist danach 20% hoch auf den höchsten Stand seit 2002.
In den letzten zwölf Monaten hat man mit Nordex über 200% Rendite gemacht.
Spannend fand ich außerdem, dass die hohe Nachfrage nach den Windanlagen vor allem aus Deutschland kommt, aber der CEO ist auch für den amerikanischen Markt optimistisch.
In den USA weiter optimistisch ist außerdem der Bodycam und Taser-Hersteller Exxon.
Die Aktie hat sich in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt, auch weil Exxon immer mehr KI-Tools an die Polizei und andere Behörden verkauft, mit denen die dann arbeiten.
Zum Beispiel erstellt die Exxon-KI automatische Polizeiberichte.
Getrieben davon ist der Umsatz jetzt schon das vierte Jahr in Folge, über 30% gewachsen.
Entsprechend kommt die Aktie auch auf ein Kursgewinnverhältnis von 70 und eine Bewertung von 40 Milliarden.
Gestern hat sie trotzdem nochmal 20% zugelegt, weil die Wachstumszahlen deutlich besser waren als gedacht.
Exxon ist außerdem eine der Aktien, wo Investoren relativ entspannt sind, was KI-Risiken angeht.
Erstens etablieren sie selbst sehr schnell neue KI-Tools.
Zweitens verkaufen sie die Taser und Bodycams und Software nur als Add-on.
Dieses trojanische Pferd haben junge KI-Konkurrenten nicht.
Drittens sind sie an einem hart regulierten Markt, der für KI-Startups schwer zugänglich ist.
Und apropos reguliert, Anfang Februar hat euch Pascal hier noch vom Potenzial bei der HSBC erzählt.
Gestern gab es starke Quartalszahlen, die Aktie ist fast 10% hoch und hat damit den höchsten Stand ever erreicht.
Und damit kommen wir jetzt endlich zu den Tech-Quartalszahlen.
Salesforce hat die mit einem massiven Aktienrückkaufprogramm gestartet.
50 Milliarden Dollar will die Firma in eigene Aktien investieren.
Bei 180 Milliarden Dollar Börsenwert ist es schon ziemlich massiv.
Dazu ist Salesforce letztes Quartal mit 12% ein bisschen stärker gewachsen als erwartet, hat die Langfristprognose bis 2030 auf 63 Milliarden Dollar Umsatz angehoben und meinte, dass die Umsätze mit dem KI-Produkt Agent Force ein jährliches Niveau von 800 Millionen Dollar erreicht haben und dass die Anzahl an Agentforce-Seals alleine im Vergleich zum letzten Quartal 50% gestiegen sind.
Der Börse hat es trotzdem nicht gereicht und die Aktie hat über 3% verloren nach Börsenschluss.
Könnte daran liegen, dass die Wachstumsprognose fürs Gesamtjahr mit 11% nur so hoch war wie erwartet und nicht besser.
Noch schlechter liefen die Quartalszahlen bei der Werbeplattform TradeDesk, dies nach Börsenschluss um die 20% abgeschmiert und hat damit in den letzten zwölf Monaten fast 70% verloren.
Der Grund ist relativ einfach.
Investoren haben schon lange Sorge, dass Google und Amazon mit ihren breit aufgeschüllten Werbeplattformen Marktanteile gewinnen und bei TradeDesk nimmt das Wachstum immer weiter ab.
26% gab es 2024, 2025 waren es schon nur noch 18% Umsatzwachstum, letztes Quartal nur noch 14 und dieses Quartal hat die Firma jetzt 10% prognostiziert.
Und damit kommen wir jetzt endlich zu den Quartalszahlen, auf die alle gewartet haben, natürlich denen von Nvidia.
Nvidia wurde gestern vor den Quartalszahlen nur noch mit dem 28-fachen vom erwarteten Gewinn bewertet.
Es gab in den letzten zwei Jahren kein einziges Mal, dass Nvidia vor Quartalszahlen so günstig war.
Andererseits ist Nvidia eben immer noch 4.800 Milliarden Dollar wert und damit mit Abstand die wertvollste Firma der Welt.
Die Zahlen müssen also weiter extrem gut sein, um das Niveau zu halten.
Dass es bei Nvidia nicht reicht, einfach nur die Erwartungen der Investoren zu treffen, hat die Aktie selbst gezeigt.
Seit mindestens fünf Jahren haben sie keine der Analystenerwartungen mehr nicht übertroffen.
Trotzdem ist die Aktie nach fünf von den letzten 10 Quartalsberichten gefallen.
Und neben Wachstum haben die Investoren gestern auch sehr genau auf die Marge geschaut.
Das liegt vor allem am Speicherthema.
Die Speicherchips von SK Heinix und Co.
sind der größte Kostenfaktor für Nvidia und der Engpass dort könnte den Preis nach oben treiben.
Aber wie so oft, Nvidia hat geliefert, der Umsatz sollte 68% steigen, er ist sogar 73% gestiegen, damit schneller als in den Quartalen davor.
Die Bruttomarge war mit 75% zwar nicht höher als erwartet, aber auch deutlich höher als in den Quartalen davor.
Vor allem krass war aber die Prognose, 78 Milliarden Dollar Umsatz erwartet Nvidia dieses Quartal, das sind nochmal 10 Milliarden mehr als im letzten, alles bei stabilen Margen.
Die Aktie hat gestern nach Börsenschluss trotzdem nur leicht zugelegt, aber viel beschweren kann man sich eigentlich nicht.
Krass ist übrigens auch noch, wie groß das Netzwerk Business von Nvidia ist.
Da verkaufen sie nicht nur die Chips, sondern auch die Komponenten, damit Chips schnell Daten hin und her schicken können.
Und das macht mittlerweile 11 Milliarden Dollar Umsatz und ist im Vergleich zum Vorjahr fast 300% gewachsen.
Und wäre alleine das ein eigenes Business, dann wäre Nvidia auch in dem Business der größte Player der Welt.
Übrigens hat sich Jansen Rang außerdem zu Rechenzentren im Weltall geäußert.
Er meinte, gerade lohnt sich das nicht wirklich, aber das kann sich in Zukunft gut ändern.
Endlich mal wieder gute Krypto-Nachrichten, EFA und Bitcoin sind gestern leicht gestiegen und vor allem ist eine Kryptoaktie massiv gestiegen.
Es ist die einzige große Kryptoaktie, die nicht so direkt an Kryptokursen hängt, weil sie ihr Geld nicht mit Trading verdient und nicht mit Investments in Krypto.
Und zwar geht es um den Stablecoin-Anbieter Circle.
Der hat gestern nach neuen Zahlen über 20% zugelegt.
Und während bei den großen Krypto-Börsen die Umsätze sinken, wenn Kryptokurse sinken, hat der Umsatz von Circle letztes Jahr über 60 Prozent zugelegt und Ende letzten Jahres waren ca.
75 Milliarden Dollar an USDC-Coins im Umlauf.
Das ist der Stablecoin von Circle.
Das ist für Circle deshalb so wichtig, weil sie ähnlich wie eine Bank Zinsen auf das Geld kriegen, das in einem Stablecoin steckt.
Anders als eine Bank geben sie von den Zinsen aber nichts an die Kunden ab, haben also erstmal 100%ige Zinsmarge.
Mehr Volumen ist also gut und dass in schwierigen Zeiten viel Volumen in den Stablecoin fließt, ist noch besser.
Das zeigt erstens, dass viele Investoren, die aus Bitcoin und IFA rausgehen, erstmal in den USDC-Coin-Umschichten und das Geld dort liegen lassen.
Schwierige Marktphasen sind also sogar positiv und es zeigt auch, dass Kunden USDC teilweise für Transaktionen nutzen, unabhängig von anderen Kryptoinvestments.
Fairerweise muss man sagen, dass es gar nicht so überraschend ist.
Jeder kann öffentlich einsehen, wie viel Geld im Stablecoin von Circle steckt, aber mit den Zahlen hat Circle gestern eine Prognose abgegeben und sie rechnen weiterhin mit 40% Wachstum im Jahr.
Das ist im aktuellen Umfeld ziemlich optimistisch und könnte die Börsenreaktion erklären.
Außerdem hat Circle neuere Projekte, die überraschend schnell beim Umsatz wachsen.
Zum Beispiel haben sie das Circle Payments Network, über das sich traditionelle Finanzplayer an Circle anschließen und dann den Stablecoin nutzen können.
Zu den guten operativen Zahlen kommt, dass USDC stabiler ist als der große Konkurrent Tedder.
Dieses Jahr ist das Volumen vom Tedder Coin um 3 Milliarden gesunken, das von USDC war stabil.
Und gestern gab es auch noch Rückenwind von zwei Bloomberg-Analysten, die meinten, dass sich der Stablecoin-Umsatz von Coinbase in den kommenden Jahren versiebenfachen könnte.
Und das ist wichtig, weil Coinbase der entscheidende Partner von Circle ist und der Stablecoin-Unsatz von Coinbase ein Anteil vom Circle-Umsatz ist.
Das war also indirekt auch eine Wachstumsprognose für Circle.
Viel Wachstum brauchen sie aber auch.
Aktuell werden sie an der Börse mit 16 Milliarden Dollar bewertet.
Wenn man allein den Teil vom Umsatz abzieht, den Circle an Partner wie Coinbase abgibt, haben sie letztes Jahr aber gerade mal eine Milliarde am Bruttogewinn gemacht.
Damit erstmal genug Stablecoins, ansonsten war in der Kryptowelt in den letzten Tagen das World Liberty Forum das große Thema, dass eine Konferenz von World Liberty, also der Kryptofirma der Trump-Familie.
Dort hat einerseits der langjährige Kryptoskeptiker David Solomon, also der CEO von Goldman Sachs erzählt, dass er Bitcoins besitzt, zwar nur eine sehr, sehr begrenzte Menge, aber immerhin.
Vielleicht hat er einfach gemerkt, dass er mit Goldman attraktive Deals in der Kryptowelt machen kann.
Einen dieser Deals hat World Liberty selbst auf dem Forum vorgestellt, und zwar wollen sie einen Kryptotoken auf den Markt bringen, der einem Teil eines Imokredits entspricht.
Und mit dem Immobilienkredit wird dann der Bau von einem neuen Trump Resort auf den Malediven finanziert.
Das mal wieder ein Beispiel dafür, wie eng verflochten die Kryptoprojekte mit anderen Trump-Aktivitäten sind.
Und ein eher bedenkliches Beispiel dafür kam diese Woche noch raus, und zwar hat Trump doch letztes Jahr den Gründer der Krypto-Börse Binance begnadigt.
Das hatte damals ein bisschen Beigeschmack, weil Binance ein paar Monate vor der Begnadigung ein 2 Milliarden Dollar-Investment von einem großen Investor bekommen hat und Binance hat den großen Investor gebeten, den Kaufpreis mit dem Stablecoin von World Liberty zu bezahlen.
Und damit hat World Liberty dann 2 Milliarden Dollar gekriegt, mit denen sie jetzt Zinsen verdienen.
Jedenfalls hat jetzt Anfang der Woche unter anderem die New York Times berichtet, dass ein internes Team von Binance letztes Jahr festgestellt hat, dass 1,7 Milliarden Dollar von Binance-Konten auf iranische Konten mit Verbindung zu Terrorgruppen geflossen sind.
Das könnte möglicherweise gegen Sanktionen verstoßen.
Laut New York Times wurden vier der Mitarbeiter, die genau das dem Management berichtet haben, wenige Wochen danach entlassen.
Binance bestreitet natürlich, dass es irgendwas mit ihren Entdeckungen zu tun hatte.
Und apropos Entdeckungen, die Financial Times hat für eine Recherche mit einigen Anwälten gesprochen, die meinten, dass verstecktes Krypto Vermogen in immer mehr Scheidungsprocessen a thema is.
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Alles gute, adios.
