# Strategic Questioning for Executive Leadership

**Podcast:** LEITWOLF Podcast - Leadership, Führung & Management
**Published:** 2026-02-26

## Transcript

Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten.
Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer.
Du bist als Führungskraft nicht dafür da, selber alle Antworten zu haben.
Du bist aber verantwortlich dafür, dass gute Fragen gestellt werden, die in die richtige Richtung leiten.
Hallo und ganz herzlich willkommen zur heutigen Folge des Lightwolf Podcasts.
Der Podcast für Führung mit Wirkung.
Heute geht es um ein Thema, das mir ganz, ganz besonders am Herzen liegt.
Du hast in der Überschrift dieses Podcasts im Titel schon gesehen: es geht um das Thema Fragen.
Um die falsche Frage und wie du die richtige stellst.
Und ich habe mich schon lange darauf gefreut, heute hier mit dir zusammen zu sein, um das Thema mal ein bisschen genauer zu beleuchten.
Es hat nämlich riesen Auswirkungen für deine Wirkung als Mensch und für deine Wirkung als Führungskraft.
Denn nicht der führt, der die Antworten sagt, sondern es führt der, der fragt, der gut fragt.
Und auch Führung zeigt sich nicht zuerst in unseren Entscheidungen.
Entscheidungen sind wichtig.
Sie zeigt sich ganz besonders in den Fragen, die wir stellen.
Und dieses Thema würde ich gerne heute mal mit dir ein bisschen genauer beleuchten.
Ich möchte gern beginnen mit einem Zitat von einem Menschen, der vor tausenden von Jahren gelebt hat, der aber viele weise Dinge sagte, von denen auch folgendes Zitat bis heute, glaube ich, seine Gültigkeit hat, nämlich Zitat von Konfuzius.
Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten.
Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer.
Zitat Ende.
Viel Wahres dran.
Und ich möchte einsteigen durch das Teilen eines sehr persönlichen Moments aus meiner Familie.
Wir sind jetzt Mitte Januar 2026.
Wir haben das Glück, dass wir ein sehr schönes, ruhiges Weihnachtsfest mit meinen Schwiegereltern erleben durften.
Nur kleiner Kreis, meine Schwiegereltern, meine Söhne, meine Frau und ich.
Ruhig, angenehm und im Laufe des Abends wurde eine Frage gestellt.
Und ich glaube, diese Frage hat nachgewirkt.
Und zwar fragte einer von uns in diesem sehr persönlichen Moment am Heiligen Abend: Sagt mal, ihr zwei, Oma und Opa.
Welche Frage bedauert ihr heute eigentlich euren eigenen Eltern nie gestellt zu haben?
Zitat Ende.
Und meine Schwiegereltern sind 85 und 80, deren eigene Eltern leben leider nicht mehr.
Und diese Frage hat uns alle zum Nachdenken gebracht.
Und sie ist auch eine Frage, die mich beschäftigt.
Auch meine Eltern leben leider nicht mehr.
Aber ich weiß ganz genau, wenn wir alle noch einmal leben würden, dann würde ich meinem Vater und meiner Mutter jeweils eine Frage stellen, die sehr persönlich, sehr individuell, sehr tief ist und mir helfen würde, meine eigenen Eltern noch besser zu verstehen.
Also, welche Frage bedauerst du deinen eigenen Eltern nie gestellt zu haben?
Das war der persönliche Moment.
Und jetzt gehen wir mal rein in die Aktualität dieses Themas, in die Vielseitigkeit anders in die Bedeutung für das Business.
Denn in vielen Teams gibt es richtig kluge Leute, engagiert und erfahren.
And trotzdem liefern diese Teams unter ihren Möglichkeiten, oft weit unter ihren Möglichkeiten.
Und oft liegt das eben nicht an fehlendem Können, sondern an fehlenden oder an falschen Fragen, an schwachen Fragen.
Denn gute Fragen stellen ist gar nicht so einfach.
Als wir begonnen haben, Führungskräfte zu schulen.
Mittlerweile haben wir mit 11.000 Führungskräften gearbeitet.
Erinnere ich mich noch in den ersten 15, 20 Schulungen und dachte ich immer, naja, das Stellen von Fragen ist ja relativ leicht.
Weit gefehlt.
We have begun Werkzeuge zu bauen, die gezielt unterstützen, was kluge, öffnende, tiefe, bewegende Fragen sind und haben Beispiele gebaut anders and teilen die mittlerweile auch when we Führungstransformationen mit Firmen durchführen.
When you Fragen dazu hast du, einfach mal melden.
Ich hatte auch in Berufsleben einen tiefen Schlüssel-Moment, der mir die Kraft von Fragen im Business Kontext sehr bewusst gemacht hat.
Und der auch eine entscheidende Rolle dafür spielt, dass du anders heute hier in diesem Lightwolf Podcast zusammen sind.
Sonst hätte ich vielleicht einen anderen beruflichen Weg genommen und wäre nie an diese Stelle hier gekommen.
Ich war vier Jahre in Beruf, hatte ein bisschen Glück gehabt, hatte sechs junge, tolle Leute, die an mich berichteten.
Ich hatte ein Geschäft von 280 Millionen Euro Umsatz zu verantworten.
Ich hatte zwei starke Marken und ein Dokument geschrieben mit einer Strategie.
Darauf standen drei strategische Optionen.
And ich habe mich für die Option A entschieden.
Gave this einseitige Strategie-Dokument meinem Chef.
Seeming, toller Mann, my name Michael Bernhäuster.
Michael, when you that hörst, here gehen die Grüße raus an dich.
Er stellt mir a still später, kommt er mit dem Strategiedokument zurück anders.
I said, Herr Stefan, who has dich for Option A entschieden.
Sag mal, is there eighteen bewusst, wie sich diese Strategie A auf den Umsatz deine eigenen Marke by deinem größten Kunden auswirken würde?
And liebe Hörerinnen, lieber Hörer, ich wurde erst leise und dann blass.
Weil nicht nur keine Ahnung, wie sich diese Strategie auf meinen größten Kunden andessen Umsatz auswirken würde.
Es war noch peinlicher.
Ich wusste noch nicht mal, wer mein größter Kunde ist.
Oh, peinlich, kann ich dir sagen.
And up, was habe ich gesagt?
Michael, vielen Dank für die gute Frage.
I have no problem, but I wanted the antwort finden.
And then schweigend zum anderen Gebäude gelaufen ins Team, wo unser Edeka-Vertriebsteam saß and eine Druckbetankung bekommen, wie man Konsumgüter an den deutschen Lebensmitteln-Einzelhandel anbietet und verkauft and was für eine Auswirkung gehabt hätte, was ich da vorgeschlagen habe.
And ich bin schweigend anderes on meinen Arbeitsplatz, hab meine Strategie zerrissen, hab nochmal von vorne angefangen.
Ich habe Option B vorgeschlagen und bin dann wieder zu meinem Chef, zu Michael, und gesagt, pass auf, ich habe was gelernt, ich habe verstanden, wir müssen was ganz anderes tun.
Hier ist mein neuer Vorschlag.
Und übrigens, sollten wir in diesem Team da drüben jemals ein multifunktionales Team aufbauen.
And sollte da jemals eine Stelle geschaffen werden für jemanden, der meinen Weg gegangen ist.
Ich war vier, fünf Jahre im Marketing gewesen.
Das hier ist das hier eine Bewerbung.
Ich möchte da rüber in den Vertrieb.
And so kam es dann auch.
Ich hatte zwei tollen Jahre im Vertrieb, hab da unfassbar viel gelernt anders mit tollen Menschen sehr viel Freude gehabt.
Alles ausgelöst durch nur eine einzige Frage.
Stefan, ist dir bewusst, wie dein Vorschlag auswirkt auf deinen Umsatz bei deinem größten Kunden.
Rums.
Danke, Michael Bernhörster.
Im Vorbereiten und Recherchieren für diesen Podcast sind mir einige größere Hotspots aufgefallen.
I have mit meinen Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern hier im Team.
Wir sind zehn Berater, alle mit 20 oder mehr Jahren Führungspraxis.
Ich habe mich mal ausgetauscht zu dem Thema und mal auch deren Meinung eingesammelt.
Was sind so die häufigsten Kernprobleme zum Thema Fragen?
Überhaupt zu Fragen, Qualität von Fragen, Timing von Fragen, Umgang mit Fragen im Geschäftskontext.
Und es haben sich ein paar Themenbereiche herauskristallisiert.
Einer davon ist sicher, Fragen zielen auf Rechtfertigung statt auf Erkenntnis.
Warum hat das nicht funktioniert?
Das erzeugt natürlich eine Verteidigungshaltung, eine Abwehrhaltung.
Kein Lernen und auch keine Klarheit.
Es macht einfach nur Druck.
Oder in manchen anderen Kulturen, wir arbeiten für zwei japanische Unternehmen, da ist es einfach Teil der Kultur, dass man nicht so direkt ist wie in den Niederlanden oder in Deutschland.
Da bleiben Fragen oft vage für unser Verständnis.
Sie sind es vielleicht für einen Japaner gar nicht.
Oder manche Kulturen, die sich einfach in der Führungskultur angewöhnt haben, möglichst bequem zu sein and immer höflich zu sein und immer nett zu sein.
Da sind Fragen bequem, da sind Fragen vage.
Wie läuft's?
Klingt freundlich, liefert aber keine Führung, liefert keine Erkenntnis und liefert auch keine Klarheit.
Oder es werden Fragen gestellt, um Verantwortung zu vermeiden.
Sie sammeln Meinungen und noch mehr Meinungen und noch mehr Meinungen, statt irgendeine Entscheidung vorzubereiten.
Deswegen beobachte dich über dieses ganze Feld immer wieder.
Die Qualität deiner Führung folgt der Qualität deiner Fragen.
Und ich würde dir gerne heute mal drei Tipps mit auf die Reise geben.
Drei Tipps, die dir vielleicht helfen, Fragen noch gezielter und noch wirksamer einzusetzen in deinem Berufsalltag.
Tipp Nummer 1, ersetze warum Fragen durch lernorientierte Fragen.
Insbesondere wenn warum in die Vergangenheit geht und fragt, warum ein Fehler passiert ist.
Frage lieber nach vorne, was man lernen kann.
Warum zielt in die Vergangenheit und sucht Fehler.
Lernorientierte Fragen zielen in die Zukunft und suchen Chancen.
Konkrete Vorschläge.
Nutze Fragen, die Beobachtung vor Bewertung stellen.
Frage nach Mustern, nicht nach Schuld.
Und trenne zwischen Analyse und Entscheidung.
Bessere Fragen als warum ist das schief gegangen, sind zum Beispiel, was haben wir über unser Vorgehen gelernt?
Wo lagen unsere Annahmen richtig?
Wo lagen unsere Annahmen falsch?
Was werden wir beim nächsten Mal anders machen?
Also nicht fragen, warum hast du das Ziel verfehlt, sondern was hat dich und uns alle konkret daran gehindert, das Ziel zu erreichen.
Das öffnet den anderen, das Team und liefert wertvolle echte Erkenntnisse, die euch weiterbringen.
Deswegen ist mein Tipp Nummer eins: Ersetze warum Fragen durch lernorientierte Fragen.
Zweitens, stelle Fragen, die Fokus erzwingen.
Tolles Zitat, ich habe über Weihnachten ein tolles Buch gelesen.
The 5X CEO 70 CEOs, die geschafft haben im Private Equity-Umfeld während ihrer Zeit den Firmenwert mehr als zu verfünffachen.
Und eines der Zitate war: Jede Firma arbeitet an zu vielen Prioritäten rums.
Das ist mir echt geblieben.
Es ist also wichtig, Optionen zu reduzieren.
Stelle also Fragen, die Fokus erzwingen.
Begrenze Optionen bewusst.
Frage nicht, was ist wichtig oder was ist alles relevant.
Dann kommen 39 Faktoren.
Sondern frage lieber nach dem wichtigsten, nach dem Essentiellen, nicht nach allem.
Nutze Fragen, die Prioritäten sichtbar machen, die Prioritäten auch erzwingen.
Zum Beispiel, was ist in dieser Woche der eine Hebel mit der größten Wirkung?
Was lassen wir bewusst weg?
Und woran werden wir am Freitag erkennen, dass wir erfolgreich waren.
Das zwingt zu Klarheit.
Du könntest zum Beispiel in einem Meeting mit zehn Themen auf der Liste die Frage stellen, welches eine dieser Themen verdient heute unsere volle Aufmerksamkeit.
Und warum?
Die Diskussion wird kürzer, das Meeting wird produktiv und die Entscheidungen wären klarer und schneller.
Das wäre mein zweiter Tipp für dich: also stelle Fragen, die Fokus erzwingen.
Und drittens, nutze Fragen, um Verantwortung zu aktivieren.
Wir arbeiten für einen tolles indisches Unternehmen.
Großes, indisches, global arbeitendes Unternehmen, mehr als 50.000 Mitarbeitende.
Und wir haben die Freude, damit fast der Hälfte des weltweiten Geschäfts arbeiten zu dürfen.
Und dort habe ich in einem der Projekte einen Moment erlebt, wo genau das hier nicht passiert ist.
Da haben zwei Teams sechs Monate Zeit, um strategische Projekte zu bearbeiten und die ersten drei Monate sind vergangen.
Team 1 ist schon recht weit.
Team 2 steht noch am Anfang, hat ein ganzes Quartal verschwendet.
Warum?
Weil man einfach nur diskutiert hat, Meinungen geäußert hat.
Aber keiner stellte eine Frage in Richtung, wer ist jetzt für was verantwortlich?
Und deswegen Führungsvakuum, weil Fragen keine Verantwortung geklärt haben.
Zeitverschwendung, schade eigentlich.
Deswegen mach du das anders.
Ich bemühe mich auch darum.
Nutze Fragen, um Verantwortung zu aktivieren.
Richte Fragen an einen Eigentümer oder eine Eigentümerin und nicht an die gesamte Gruppe.
Damit klar ist, wer ist die eine Person, die die Verantwortung für das Ergebnis übernimmt.
Natürlich wird diese Person sehr häufig Unterstützung von vielen anderen brauchen.
Aber Verantwortung muss ein eindeutig sein.
Es sollte immer eine Person für das Ergebnis verantwortlich sein.
Sobald es zwei sind, ist keiner mehr verantwortlich.
So ist mein Erleben.
Also nutze Fragen, um Verantwortung klar zu aktivieren.
Richte die Frage an ein Eigentümer und nicht an die Gruppe.
Verknüpfe Fragen mit konkreten nächsten Schritten.
Und lass nicht einfach vage Antworten oder vage Andeutungen im Raum stehen.
Verdichte, kläre und überführe sie in Handlungen, gerne auch durch eine konkrete Frage.
Beispielfragen, die du für Verantwortung stellen kannst, sind zum Beispiel: Was schlägst du vor?
Was entscheidest du jetzt?
Welches Ergebnis lieferst du bis wann?
Wobei brauchst du Unterstützung und wobei nicht.
Statt zu fragen, was sollten wir tun, das ist so Pluralis Majestatis, der gerne Rückdelegation einlädt, empfehle ich dir zu fragen, welche Entscheidung triffst du und was ist dein nächster Schritt.
Verantwortung wird dadurch klar übergeben und klar übernommen.
Zum Abschluss.
Falsche Fragen halten Organisationen beschäftigt in viele Richtungen und verschwenden viel Zeit.
Richtige Fragen bringen sie in Bewegung und zwar in eine Richtung.
Ich möchte dir noch ein selbsterlebtes Beispiel geben von einem Mann, den ich enorm schätze.
Eine tolle, hocherfolgreiche Führungskraft.
Der Mann heißt Chris Chris de la Puente.
Ich hoffe sehr, er hat mir schon seine Zusage gegeben, dass ich ihn in diesem Jahr hier im Lightwolf Podcast mal als Gast begrüßen darf.
Das ist ein Mann, der schon in seinen ersten 28 Jahren in seiner ersten großen globalen Firma sehr erfolgreich war.
Da ging es um Konsumgüter, da ging es um Windeln, da ging es um Waschmittel, da ging es um Shampoo.
Und der dann wechselte zu LWM Ash, zu Louis Vuitton Moet Hennessy, ein großer weltweiter Luxusmarkenkonzern und dort 14 weitere hoch erfolgreiche Jahre im Top-Management geführt hat.
Chris war mal mein Chef.
Und ich erinnere mich noch ganz genau, als er unsere englische Niederlassung führte, wenn wir dort nach London geflogen sind und hatten einen Tag Ländermeeting in England.
Dann gab es da keine PowerPoint-Schlacht.
Da lagen nicht 100 Seiten auf dem Tisch.
Da lag eine Seite auf dem Tisch.
Und zwar ein sogenanntes Issue-Sheet.
Das war eine Seite, die nur bestand aus scharf und präzise formulierten exzellenten Fragen.
Genau in die Bereiche hinein, in der größte Wert, das größte Wachstum zurzeit blockiert.
Chris ist ein Meister im Stellen dieser Fragen und hat damit enorm motiviert, enorm verantwortlich geklärt.
Und ist eigentlich auf der unter anderem auf der Kraft dieser Fragen so erfolgreich geworden.
Und seine Teams waren immer erfolgreich.
Toller Mann, ich hoffe, ich kann dir halt mal bald mal vorstellen.
Also, du bist als Führungskraft nicht dafür da, alle Antworten zu haben.
Das war im letzten Jahr tausendmal so.
Du bist als Führungskraft nicht dafür da, selber alle Antworten zu haben.
Du bist aber verantwortlich dafür, dass gute Fragen gestellt werden, die in die richtige Richtung leiten.
Das ist dein Job.
Frag weniger, frag klarer, frag mutiger.
Denn wer die richtigen Fragen stellt, bekommt bessere Ergebnisse.
Ich hoffe, der Podcast hat dir gefallen und es war was drin.
Wenn ja, schreib uns mal, wie das auf dich wirkt, was das mit dir macht.
Gib uns gerne eine Sternebewertung.
Nimm gerne mal jetzt dein Smartphone raus in deiner Podcast-App und drück kurz auf die Sternereferenz.
Das hilft uns.
Lass uns auch gerne eine Referenz da, damit wir lernen können von dir, was wirkt und was wir weiter verbessern können.
Und dann sage ich danke für heute.
Schön, dass du dabei warst und hoffentlich bald wieder hier im Lightwolf Podcast.
