# Meta-AMD Deal, Bank Branches, and AI Integration

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-02-25

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Mittwoch, der 25.
Februar.
Ich bin Christoph Damm und ihr hört ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital, wo ihr gerade übrigens 25 Euro an ETF-Anteilen geschenkt kriegt, wenn ihr bis zum 25.03.
ein Depot eröffnet und es sechs Monate normal nutzt.
Mehr Infos dazu gibt es in der Beschreibung.
Und hier kommen jetzt mehr Infos zum neuen Deal zwischen Meta und AMD, wieso erfolgreiche US-Banken hunderte Filialen eröffnen und welchen Machtstreit es bei einem deutschen Robotik-Profiteur gibt.
Letzte Woche haben wir noch erzählt, dass sich Meta jetzt noch mehr auf Nvidia als Chip-Lieferanten fokussiert.
Da haben die beiden nämlich ihre Partnerschaft für die nächsten Jahre vertieft.
Aber Zuckerberg will keine Abhängigkeit und hat scheinbar viel Geld auszugeben.
Gestern kam raus, dass AMD in den kommenden fünf Jahren Chips für bis zu 60 Milliarden Dollar an Meta liefern wird.
Um die Chips zu betreiben, braucht man eine Leistung von 6 Gigawatt.
Mit diesen 6 Gigawatt könnte man auch 5 Millionen US-Haushalte mit Strom versorgen.
Dazu kann die Facebook-Mutter bis zu 10% am AMD-Konzern kaufen.
Das passiert über ein spezielles Optionskonstrukt, das davon abhängt, wie sich der Kurs von AMD entwickelt und wie viele Chips Meta wirklich abgenommen hat.
Wie groß der Deal ist, sieht man mit einem Blick auf den Konzernumsatz von AMD.
Im letzten Jahr waren das 35 Milliarden Dollar.
Der Deal mit Meta ist fast doppelt so groß.
Die Meta-Aktie hat kaum auf die Nachricht reagiert.
AMD ist um 10% gestiegen.
Und im Tech-Bereich gab es mal wieder News um KI-Firma Anthropic.
Dieses Mal aber haben Aktien davon profitiert.
Anthropic hat nämlich 10 neue Plugins vorgestellt, mit denen Unternehmenskunden die Claude-KI tiefer in Geschäftsprozesse integrieren können.
Die Anwendungen gehen von Investmentbanking bis zu HR-Aufgaben.
Dafür arbeitet der Konzern mit Firmen wie FactZ, Salesforce oder DocuSign zusammen.
Auch Thomson Reuters setzt auf einen KI-Agenten von Anthropic.
An der Börse kam die News gut an.
Salesforce, FactZ und DocuSign sind jeweils um die 5% gestiegen, Thomson Reuters sogar um 10%.
Es gab auch Zahlen unter anderem von Home Depot.
Im letzten Quartal ist der Konzern bei den Umsätzen in bestehenden Läden zwar weniger als 1% gewachsen, hat damit aber besser abgeschnitten als gedacht.
Außerdem der Online-Umsatz ist schon das dritte Quartal in Folge zweistellig gewachsen.
Die Aktie hat leicht gewonnen.
Noch besser lief es bei Keyside.
Das ist ein Hersteller von Elektronikdesign und Simulationslösungen und der profitiert weiter von der Nachfrage nach Rechenzentrumsinfrastruktur.
Im letzten Quartal ist die Firma um 25% gewachsen.
Grund für den Kursanstieg um 20% war aber vor allem der Ausblick, der deutlich über den Erwartungen gelegen hat.
Schlechter läuft es zurzeit für Novo Nordisk.
Jetzt wird der Konzern seine US-Preise senken.
Ab 2027 wird Wagify nur noch die Hälfte vom aktuellen Preiskosten.
Der Preis von OSEMPIC soll um 35% sinken.
Das ist das erste Mal überhaupt, dass die Dänen ihre Listenpreise der Produkte senken.
Zuletzt hat Novo auch weitere Marktanteile im US-Markt an Eli Lilly verloren.
Außerdem fordert Donald Trump niedrigere Medikamentenpreise.
Zwar wächst der Markt der GLP1-Medikamente weiter schnell, aber die niedrigen Preise drücken künftig auf die Marge.
Gestern ist die Aktie nochmal um die 5% gefallen.
Schauen wir nach Deutschland.
Da gab es Zahlen und zwar von MTU.
Die Firma war mit einem Minus von 7% einer der größten DAX-Verlierer.
Der Konzern ist im letzten Jahr um 15% gewachsen.
Das operative Ergebnis sogar um 30%.
Darum soll sich die Dividende auch mehr als verdoppeln.
Unter anderem ist beim Wartungsgeschäft die Nachfrage kräftig gestiegen.
Hier ist MTU stärker gewachsen als im Gesamtkonzern.
Auch der Ausblick war im Rahmen der Erwartung.
Warum dann das kräftige Minus?
Zum einen waren Analysten nicht mit dem Cashflow zufrieden, zum anderen war die Aktie auf Rekordniveau und die Erwartung an die Zahlen darum sehr hoch.
Besser saß da in der zweiten Börsenreihe aus, nämlich bei Elmo Semikonductor.
2025 war für die Firma zwar ein schwieriges Jahr, in dem es kaum Wachstum gab.
Das lag vor allem an der schwachen Autoindustrie.
Dieses Jahr will die Firma aber wieder um 10% wachsen und dabei die operative Marge verbessern.
Dazu gibt es mehr Dividende und ein Aktienrückkaufprogramm.
Das kam alles gut an und die Aktie ist um 10% gestiegen.
Allein seit Jahresbeginn liegt sie jetzt über 40% im Plus.
Jetzt schauen wir in die USA.
Warum eröffnen erfolgreiche Banken dort hunderte neue Filialen?
Timon weiß es überall auf der Welt gibt es im Banking einen großen Trend.
Es gibt neue Player wie die Nubank, Scalable Capital oder Revolute, die deutlich günstiger sind.
Das liegt unter anderem daran, dass sie keine physischen Filialen haben.
Zwischen 2013 und 2023 ist die Zahl der Bankfilialen in Deutschland um fast 50% gesunken.
In den USA war der Rückgang zwar weniger krass, trotzdem ging es in der gleichen Zeit 15% runter.
Das heißt, dass die klassischen Banken wie Vels Fargo, die Citibank und die Bank of America, ihre Filialzahlen klar zurückgefahren haben.
Eine der wenigen Banken, bei denen die Standortzahl mit um die 5000 relativ stabil geblieben ist, ist JP Morgan.
Also die mit Abstand wertvollste Bank der Welt.
Und die will ihre physische Präsenz jetzt sogar ausbauen.
Bis Ende des Jahres sollen auch 160 neue Filialen eröffnet werden.
Laut einem Manager bei der Firma sind neue Filialen ein kritischer Part, um mehr Einlagen von Privatkunden zu bekommen.
JP Morgan hat nämlich das Ziel, 15% des gesamten Bankguthabens aller Privatkunden in den USA zu halten.
Die liegen bei ca.
10.000 Milliarden Dollar.
Die Bank hält gerade knapp 12% davon.
Wenn man das Ziel erreicht, sollten das bei einem von der Bank erwarteten Zinssatz von 2,5% knapp 40 Milliarden Dollar an Zinserträgen sein.
Das wären 25% Wachstum in der Sparte.
Auf den Umsatz der gesamten Firma geschaut, wäre das aber nur ein Anstieg von knapp 4%.
Dafür hat das Segment aber auch besonders hohe Margen.
Und der Plan scheint aufzugehen.
Erwartet wurde eigentlich, dass die neuen Standorte innerhalb von vier Jahren profitabel werden, sie sind es aber häufig schon Monate früher.
Laut einem Berater von Accenture liegt das daran, dass Kunden in einer Filiale einen Ort sehen, wo ihr Geld gelagert ist und ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität wollen.
Laut den Beratungsunternehmen wollen mehr als zwei Drittel aller US-Amerikaner in der Nähe einer Filiale wohnen und das zählt nicht nur für die älteren Generationen, sondern auch für jüngere.
Gleichzeitig ist es für Banken attraktiver, vor Ort um Einlagen zu werben, anstatt online.
Der herrscht wegen Vergleichsseiten, nämlich ein viel stärkerer Wettbewerb um Zinsen, der die Marge frisst.
Es könnte auch der Grund sein, warum es diesen neuen Trend zu mehr Filialen speziell in den USA gibt.
Die hat nämlich mehr als 4000 verschiedene Banken und dadurch besonders hohen Wettbewerb.
Der CEO von der US-Bank PNC geht davon aus, dass sich der Privatkundenmarkt in den USA auch auf bis zu sechs Player konzentrieren wird und dass die jetzt schon großen Banken den kleinen einfach nur durch ihre stärkere Präsenz Anteile wegnehmen werden.
Laut dem CEO geht es nicht mal darum, die besten Produkte zu haben.
Solange man alle wichtigen Produkte anbietet, reicht es, über 7% Filialmarktanteil in einer Region zu haben, um den Markt outzuperformen.
Da will PNC auch hinkommen und will bis 2030 noch 300 weitere Standorte öffnen.
Aktuell sind sie nach Standortzahl der viertgrößte Player in den USA, aber mit knapp 2.300 Filialen trotzdem nur knapp halb so groß wie der größte Player, JP Morgan.
Der CEO von PNC sagt, um bei den wirklich großen mitzuspielen, müssten sie vermutlich noch 1000 weitere Filialen öffnen.
Aber auch schon in den letzten fünf Jahren lief's gut.
Das Nettozinseinkommen durch Privatkunden ist im Schnitt mit knapp 16% pro Jahr gewachsen.
Grund waren natürlich die hohen Zinsen, aber auch die Übernahme von BBVA USA für 12 Milliarden Dollar in 2021.
Dadurch hat PNC knapp 600 neue Filialen bekommen.
Aktuell handelt die Bank mit einem Börsenwert von 94 Milliarden Dollar und einem erwarteten KGV von 12 leicht unter dem Schnitt der letzten zehn Jahre.
Once you get over 7% Branch Density in a particular market, you tend to outperform.
Beim Gabelstaplerkonzern Jungheinrich gibt es zwei Familienstränge, die jeweils genau 50% der Stammaktien halten.
Das Problem, sind die Meinungen mal unterschiedlich, gibt es einen Stillstand.
Oder, um es mit einem Beispiel zu sagen, allein seit Mitte 2024 gab es vier Wechsel im Vorstand.
Dabei muss der Konzern gerade in der aktuellen Zeit schnelle und wichtige Entscheidung treffen.
Ein großes Problem ist China.
Denn Jungheinrich ist mit seiner berühmten gelben Ameise, so werden manche der Stapler auch heute noch genannt, zum globalen Champion aufgestiegen.
Aber die chinesische Konkurrenz wird immer stärker.
Ihr Anteil in Europa ist in den letzten Jahren von 10 auf 30% gestiegen.
Jungheinrich greift deshalb auch zu einem eher ungewöhnlichen Move.
Unter dem Namen Endon bei Jungheinrich.
Verkauft die Firma jetzt günstigere Gabelstapler aus einer chinesischen Kooperation über das eigene Vertriebsnetz.
Aber nicht nur Asien, auch Russland hat Jungheinrich beschäftigt.
Eigentlich wollten die Hamburger das Russland-Geschäft schon 2025 verkaufen, das verzögert sich aber wegen Formalien bis in dieses Jahr.
Jungheinrich muss das Geschäft mit Verlust verkaufen, was dieses Jahr auf den Gewinn drücken wird.
Aber es ist nicht alles schlecht.
Der Konzern steckt in einer spannenden Transformation.
Ziel, der Umsatz soll sich bis 2030 auf 10 Milliarden Euro fast verdoppeln.
Das soll nicht nur Gabelstaplerverkäufe richten, sondern der Wandel zum Tech-Konzern.
Es geht um Intralogistik, also die Abläufe hinter den Kulissen von E-Commerce-Lagern.
Jungheinrich verkauft komplett automatisierte Hochregalager, fahrerlose Transportsysteme und mobile Roboter, die autonom durch Hallen fahren.
Dazu kommt das Geschäft mit der passenden Steuerungssoftware, das besonders margenstark ist.
So soll die EBIT-Marge mittelfristig auf 10% steigen.
Aktuell ist sie bei um die 8%.
Jungheinrich ist aber natürlich nicht der einzige Anbieter der Technologie.
Weltweit ist Jungheinrich die Nummer 3 hinter Toyota und dem deutschen Konkurrenten Kion.
Bleiben wir mal bei den beiden deutschen Firmen.
Jungheinrich macht rund 5,5 Milliarden Euro Jahresumsatz.
Kion ist mit 11 Milliarden doppelt so groß.
Bei der Profitabilität sind sie identisch, wie Jungheinrich kommt auch Kion aktuell auf etwa 8% E-BIT-Marge.
Unterschiedlich war dafür die Börsenentwicklung.
Kion hat auf Sicht von einem Jahr 65% zugelegt.
Jungheinrich nur um 30%.
Ein Grund dafür, Kion hat den Wandel schon gemacht, in dem Jungheinrich gerade steckt.
Außerdem macht Jungheinrich knapp 80% vom Umsatz in Europa.
Hier ist die Wirtschaft aber schwächer.
Bei Kion sind es nur 65%.
Dafür ist Kion mit seinem Automatisierungsgeschäft Dematic in den USA doppelt so stark wie Jungheinricht an der Börse mit einem erwarteten KGV von 16 auch etwas teurer als Jungheinrich.
Die Hamburger kommen mit einem Börsenwert von 4 Milliarden Euro auf 14 und eine Dividendenrendite von 2%.
No, no, no, no, no, no.
I said should you.
You should not drive it.
You should not drive the forklift.
Das war ohne Aktien wird schwer.
Produziert von Potstars bei OMR.
Schönen Tag euch.
Tschüss.
