# China Re-Rating, AI Partnerships, and Market Volatility

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-02-25

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über Anthropics Charmoffensive, AMDs zweischneidigen Medadal und den ersten Paypal-Beater.
Im Thema des Tages geht es um die Neuentdeckung Chinas und der Triple EED verraten wir euch den perfekten Zeitpunkt für den Kauf von Aktien.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Holger Czepitz und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Mittwoch, der 25.
Februar, und wir wünschen euch einen entschlossenen Start in den Tag und alles andere als entschlossen wirkt die Zollstrategie des amerikanischen Präsidenten.
Der sorgte nämlich gestern mal wieder für Verwirrung, zumindest bei uns, aber ich glaube auch an der Wall Street.
Denn nach dem inzwischen historischen Gericht zu Teil des Supreme Courts hat das Weiße Haus ja gestern neue Blanket Tariffs unter der Section 122 verhängt.
Allerdings ist irgendwie nicht ganz klar, ob diese nun bei 10 oder 15 liegen.
Also sie liegen formal bei 10%.
Also das wurde eingereicht, diese Variante.
Obwohl Trump ja via Social Media 15 Prozent angekündigt hatte.
Doch dafür hat er offenbar irgendwie noch kein entsprechendes Dekret unterzeichnet.
Naja, nichts genaues weiß man nicht.
Klar, was wir aber wissen, die Wall Street hat sich am Dienstag leicht erholt.
Präsentiert.
SOP 500 legte 0,8% zu NASDAQ sogar 1,1%.
Und der Tags, na, der war kaum verändert bei 24.986 Punkten.
Und bemerkenswert war, dass KI endlich mal wieder für steigende Kurse bei Softwareaktien sorgte.
Entropic hat auf einem Event für Unternehmenskunden eine neue Botschaft verkündet.
Wir sind hier, um zu helfen, nicht um zu verdrängen.
Und Anthropic signalisiert damit mit diesen Partnerschaften so ein bisschen, ja, dass sie Partner sein wollen, statt eben Disruption für die ganzen Softwareanbieter.
Ja, und Anthropic betonte die Kooperation mit etablierten Softwarefirmen, konkret wie Thomson Reuters, Factset, Salesforce oder auch DocuSign, was die Aktien entsprechend deutlich steigen ließ, zumindest während des Handels, zu den anderen Entwicklungen kommen wir gleich noch.
Die schlimmen Februarverluste wurden damit allerdings natürlich längst nicht aufgeholt.
Und Goldman Sachs hat angemerkt, dass die Erholung vom Dienstag nicht besonders gesund wirkt.
Vielmehr hätten Eindeckungen von Leerverkäufen den Markt angetrieben, während so eine echte Überzeugung noch nicht dahinter steckt.
Tja, das war schon irgendwie auffällig, diese ganze Pressemeldung mit diesen Kooperationen und das sah schon sehr orchestriert aus.
Und mit Intuit ist Anthropic sogar eine langjährige Partnerschaft eingegangen.
Ziel ist es, maßgeschneiderte KI-Agenten für mittelständische Unternehmen auf der Intuit-Plattform bereitzustellen und so versuchen, dass ja alle diese normalen Firmen, die sagen, hey, wir machen noch KI dazu und dann ist es noch viel cooler.
Und wie der auf Steuersoftware-Spezialisierte Konzern, Intuit mitteilte, wird die Partnerschaft das Unternehmen ermöglichen, sichere und rechtskonforme Arbeitsabläufe zu schaffen, nämlich mit solchen konzipierten KI-Agenten.
Die kann man dann da entwickeln und auch einsetzen.
Und die Zusammenarbeit, die zielt darauf ab, KI-Funktionen für mittelständische Kunden von Intuit in die Plattform des Unternehmens zu integrieren.
Ja, die Intuit-Aktie, die hat es so richtig gebeutelt seit Jahresbeginn, 50 Prozent verloren.
Und gestern gewann das Papier dann auch zuerst fast 10% dazu.
Aber am Ende war von diesem Plus quasi nichts mehr übrig.
So richtig trauen die Märkte.
Wir haben es gesagt, der Schamoffensive von Anthropic offenbar nicht.
Übrigens, spannend, Intuit wird am Donnerstag seine Quartalsergebnisse veröffentlichen.
Und Quartalsergebnisse hat Work, die gestern bereits nach Börsenschluss veröffentlicht und hat so ein bisschen diese Erholung bei diesen Softwareaktienprompt wieder etwas getrübt.
Die Zahlen waren zwar gut, aber die Prognosen enttäuschte, im vierten Quartal meldete Work den Umsatz von 2,5 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 14,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Die Prognose für die Abonnementumsätze, die blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück.
Und so verlor die Aktie nachbörslich fast 9%.
Und seit Jahresanfang ist es minus 40 Prozent.
Oh ja, das sind echt Zahlen, die man fast gar nicht mehr kannte aus den letzten Jahren.
Kommen wir jetzt aber endlich mal zu einem Gewinner, nämlich AMD hat einen massiven Chipdeal mit MEDA im Wert von rund 60 bis 100 Milliarden Dollar über fünf Jahre abgeschlossen.
MEDA wird bis zu 6 Gigawatt Rechenleistung über AMDs Instinct-GPUs beziehen.
Kritisch beäugt wird allerdings die Finanzierung, wir kennen das ja.
AMD gibt erneut etwa 10% seiner Anteile, also circa 34 Milliarden Dollar an einen Großkunden ab, um den Verkauf zu sichern.
Das ist halt ein Muster, wie wir es ja bereits auch bei einem Deal mit OpenAI beobachtet haben.
6 Giga war das entspricht ungefähr 6 AKW.
Wahnsinn.
Und obwohl jetzt dieser Deal mit MADA eben AMD als ernsthaften Konkurrenten zu Nvidia im Bereich der KI-Infrastruktur festigt, ist der Preis halt hoch.
Du hast es ja gesagt, AMD verkauft den Umsatz teilweise durch eine Verwässerung der bestehenden Aktionäre.
Und das wirft halt Fragen zur langfristigen Profitabilität und zur Preissetzungsmacht auch auf.
Nichtsdestotrotz, die Aktie von EMD, die gewann gestern fast 9%.
Ja, nachbürzlich wurde dann wieder mal deutlich, wie wenig Status Quo an der Börse zählt, nämlich bei HP.
Die haben eine robuste PC-Nachfrage erlebt im vergangenen Quartal und die haben richtig starkes Quartalsergebnis dann auch entsprechend präsentiert.
Aber der Ausblick, wir kennen das, zählt halt viel mehr.
Und wegen steigender Speicherschiff-Preise äußerte sich der Computerhersteller sehr zurückhaltend zu den Aussichten für das verbleibende Geschäftsjahr.
Klar, dass die werden einfach, die Leiden richtig unter diesen Preis anstiegen.
Und so kam es, wie es kommen ist, musste die Aktie verlor bis Mitternacht unserer Zeit nachbörslich fast 7 Prozent.
Und ja, ähnlich war es hierzulande bei Fresenius Medical Care.
Auch da waren die Zahlen ganz gut, aber der Ausblick nicht so doll.
7,5 Prozent ging es darunter.
Der Dialyserdienstleister sieht sich auch in diesem Jahr eben noch keine richtige Trendwende auf dem für ihn so wichtigen US-Markt.
Und da half es auch nicht, dass wie gesagt der Vierteljahresquartarsumsatz 0,7 Prozent über den Erwartungen lag.
Das bereitigte Ewig, also das operative Ergebnis sogar 11,4% Überwartung und das Ergebnis, die Aktie sogar 35 Prozent.
Aber tja, wenn der Ausblick schlecht ist, dann klappt es eben nicht.
Und die Frisenius-Aktie, die ist ja noch teilweise an Frisius Medical Care beteiligt, die verbilligte sich um 2,6 Prozent.
Ja, und noch ein Minus im DAX, nämlich 6,6 Prozent Minus MTU Aero Engines.
Und die reagierten eben empfindlich auf die Geschäftszahlen, die, da haben wir es wieder für 2025 richtig gut waren.
Absolutes Rekord, ja, plus 16 Prozent beim Umsatz operativer Gewinn sogar um fast 30 Prozent gesteigert.
Aber belastend auch hier der Ausblick, speziell die Erwartung an den freien Cashflow.
Der Triebwerksbauer strebt etwa 500 Millionen an und das lag doch deutlich unter den erwarteten 545 Millionen.
Hier muss man allerdings sagen, die Aktie ist vor kurzem erstmals über 400 Euro gestiegen, ist echt gar nicht so schlecht gelaufen.
Liegt jetzt allerdings mit 371 Euro wieder deutlich darunter.
Und bei PayPal, da hatten wir ja gestern schon von Übernahmefantasien gesprochen.
Und die werden jetzt wohl konkreter.
Auch gestern ging es wieder 7% mit der Aktie nach oben.
Und es wird nämlich ein Name genannt, wer möglicherweise PayPal übernehmen könnte.
Und zwar meldet Bloomberg, dass der Zahlungsapliker Stripe die vollständige oder teilweise Übernahme von Paypal erwägt.
Und die Beratungen darüber, die befinden sich allerdings noch in einem frühen Stadium.
Und du machst der Mine, oder?
Ja, alles überragende Termin heute natürlich der GFK-Konsumklima-Index.
Natürlich.
Er weiß es nicht.
Nein, natürlich.
Nvidia haben wir natürlich dann heute und die Debatte dreht sich quasi nur darum, wie groß der Beat wird.
Das ist ja immer so bei Nvidia.
Also das Übertreffen der Erwartungen, wie groß diese Erwartungen sozusagen ausfallen müssen oder das übertreffen, damit die Aktie endlich mal wieder aus ihrer Seitenwärtsbewegung ausbricht, weil da passiert ja tatsächlich schon lange gar nichts mehr.
Aber sie ist auch nicht nach unten ausgebrochen.
Siehst du, also weil die andere sind nach unten.
Besser bleibt nicht.
Ist auch schon viel wert in diesen Tagen.
In der Tat.
Also da können wir sehr, sehr gespannt sein.
Und wie gesagt, auch hier der Ausblick, der Ausblick, der Ausblick wird auch wieder spannend.
So, was haben wir ansonsten noch ziemlich viel?
Salesforce haben wir schon genannt, Lovis haben wir, HSBC, Synopsis, New Holdings, Snowflake, Diageo, Trip.com aus China.
Dann haben wir Circle, wir haben Trade Desk, Paramount Skydance, Joby Aviation, Fresenius, meine Güte, Eon, Nordex, Heidelberg Materials, Auto 1, Aston Martin, Iberdroler, Thyssenkrupp, Nucera Pirelli und Leonardo, der italienische Rüstungskonzern.
Das Thema des Tages.
Bundeskanzler Friedrich Merz ist nach China gereist und das ist nicht nur einfach ein Antrittsbesuch.
Merz wird von einer riesigen Wirtschaftsdelegation bekleidet, darunter die CEOs von VW oder BMW.
Und man spürt so ein kleinen Weibschift weg von der rein moralischen Belehrung hin zu einem, wie können wir das nennen, Prinzipienfesten Realismus.
Ach, schön.
Ich würde sagen, es geht halt um pragmatische Zusammenarbeit, gerade weil das Handelsdefizit mit 90 Milliarden Euro auf einem Rekord hoch liegt.
Und dieser Pragmatismus scheint auch die Wall Street zu erfassen.
Lange Zeit hieß es bei China-Aktien nur Finger weg, aber das Narrativ wandelt sich gerade ziemlich fundamental.
Und deswegen wollen wir eben auch mal den chinesischen Aktienmarkt im Thema des Tages hier behandeln.
Und JP Morgan hat gerade eine Studie mit dem Titel Vom Rotations- zum Allokationsmindset veröffentlicht.
Klingt ein bisschen krude, aber soll heißen.
Die Analysten sagen klipp und klar, der vierjährige Abwärtszyklus in China, der sei vorbei.
Während vielen noch skeptisch sein, sieht JP Morgan nach einer extremen Underperformance jetzt einen historisch günstigen Einstiegszeitpunkt gekommen für jedermann.
Für jedermann.
Ja, JP Morgan ist nicht die einzige Adresse, die sich gedreht hat.
Auch US-Banken wie Morgan Stanley oder Goldman Sachs, die jahrelang zur Untergewichtung rieten, heben ihre Prognosen an.
Und wir fragen natürlich und versuchen zu beantworten, was treibt diesen plötzlichen Optimismus?
Naja, da kommen mehrere Dinge zusammen.
Zum einen ist dann natürlich, klar, der Deepseek-Moment.
China hat bewiesen, dass es im KI-Rennen nicht nur mithalten kann, sondern technologisch sogar Weltklasse ist.
Und JP Morgan hebt hervor, dass die KI-Adaption und Innovation in den Bereichen Robotik, Fintech und Biotech echte fundamentale Gewinne liefern.
Und die Regierung in Peking scheint auch verstanden zu haben, dass sie den Kapitalmarkt stützen muss.
Bei der jüngsten UBS-China-Konferenz war das ein Riesenthema.
Peking stärkt die Privatwirtschaft wieder massiv.
Es gibt Stützungsmaßnahmen für den Konsum und auch für den angeschlagenen Immobilienmarkt.
Und die Regierung in Peking, die scheint verstanden zu haben, dass sie sich beim Wirtschaftswachstum nicht mehr länger allein auf den Export verlässt.
Umgerechnet 1,2 Billionen Dollar betrug das Handelsbilanz Plus im vergangenen Jahr.
Aber die Handelspartner werden solche Summen nicht länger dulden.
Auch der Internationalen Währungsfonds, der IWF hat in einer jüngsten Studie die Wirtschaftslenker in Peking aufgefordert, stärker die Binnenkonjunktur zu stützen.
Und anscheinend wurde der Ruf zumindest etwas gehört.
Aber der Vibe-Shift an den Märkten hat auch mit jemandem anders zu tun, nämlich mit Donald Trump, amerikanische und anderen Investoren, die fangen an zu diversifizieren, weil sie den US-Markt für überhitzt halten und in China, naja, sagen wir mal eine glaubwürdige Option sehen.
Nicht zuletzt sind chinesische Aktien ein Drittel günstiger bewertet als die an der Wall Street.
Ja, das Basisszenario von JP Morgan für Ende 2026 sieht für den wichtigen Index CSI 300, liegt bei 5200 Punkten, also 10 Prozent höher als heute und im optimistischen Fall, also wenn alles perfekt läuft, liegt das Cursé sogar bei 6200 Punkten.
Das wäre dann schon ein Drittel mehr als heute.
Und als privater Liga könnt ihr mit dem X-Tracker CSI 300 Swap ETF bei diesem Index mitmischen.
Der CSE 300-Index, der enthält in Shanghai und Shenzhen gehandelte A-Aktien und mit 0,5% laufenden Kosten und vergleichsweise niedrigen Volatilität von 19,6%, bietet er ein ganz ausgewogenes Risikorenditeverhältnis im Vergleich auch zu anderen China-ETFs.
Und seine Top-Holdings sind beispielsweise Quaisho, Maotai 4,5 Prozent.
Und die unterscheiden sie auch wahnsinnig von anderen, mehr auf Technologieunternehmen fokussierten Konkurrenten.
Und deshalb gehört eben dieser X-Tracker CSI 300 Swap ETF auch zu den bestgelaufenen China ETFs, die hierzulande zu haben sind.
Ja, er ist besser gelaufen als der Deka MSCI China oder der ICS China Large Caps.
Ganz zu schweigen von den China Tech-ETFs wie dem HSBC Hang Zeng Tech ETF, dem Investco MSCI China Technology All Chess und dem UBS Selective China Technologies.
Ja, möglicherweise gibt es hier allerdings auch Aufholpotenzial oder weiter an der Performance wie in den vergangenen Jahren.
Ja, die Tech-Werte.
Es ist halt schwierig.
Aber auch für China insgesamt gilt nicht nur für Tech.
China ist kein Selbstläufer.
In den UBS-Panels wurde auch über die Risiken diskutiert.
Vor allem die Geopolitik.
Klar, da haben wir Taiwan oder auch der Streit, den China gerade mit Japan hat.
Und die Trip.com-Kartell-Untersuchung.
Also auch die Technologieunternehmen wären teilweise noch mit solchen Sachen überzogen und das ist ja nicht positiv.
Trotzdem, über die Hälfte des Publikums bei dieser UBS-Konferenz hat erwartet, dass chinesische Aktien 2026 die amerikanischen Aktien wieder outperformen werden.
Ja, März, also in Peking, die Investmentbanken wieder im Kaufrausch.
Es sieht also so aus, als ob China vom uninvestierbaren Markt wieder zur Option für Pragmatiker wird.
Peak Pragmatismus statt Peak Pessimismus.
Was passiert hinter den Kulissen der AfD?
Welche Debatten, Konflikte und Strategien prägen die Partei?
In unserem neuen Podcast Inside AfD berichten wir aus dem Innenleben der Alternative.
Wir stellen exklusive Recherchen vor, analysieren Kämpfe um Inhalte und Macht.
Wir zeigen, wie sich die AfD verändert und was das für Deutschland bedeutet.
Ich bin Pauline von Petseuth von Politico Deutschland.
Und ich bin Frederik Schündler von Welt.
Inside AfD.
Jeden Mittwoch überall, wo es Podcasts gibt.
Die Triple AAA-Idee des Tages.
Ja, plötzlich ist er wieder da der größte aller Zweifel.
Nämlich jetzt könne genau der falsche Zeitpunkt sein, um einzusteigen.
Die Euphorie rund um die künstliche Intelligenz, die die Märkte 2025 ja noch beflügelte, ist dem Narrativ von der Killer-KI gewichen, die einem Geschäftsmodell nach dem anderen den Gar ausmachte.
Wir berichten hier beinahe täglich darüber und sich die wirtschaftliche Zukunft womöglich verdüstet und sogar einen neuen Bärenmarkt auslösen könnte.
Hm, da gibt es nicht wenige, die das denken.
Doch Schluss jetzt mit all diesen düsteren Gedanken, denn wir wollen euch heute mal dringend daran erinnern, dass Zurückhaltung und ewiges Zögern an den Kapitalmärkten der schlechteste Ratgeber sind.
Ihr lauft schlichtweg Gefahr, die schönsten Aktiengewinne aus Sorge vor dem Ungewissen zu verpassen.
Und der Blick in die Vergangenheit, der zeigt, selbst wir ein schlechtes Timing erwischte, in einer Hochphase Einstieg und im folgenden Abschwung mit seinem Einmal-Investment ins Minusrutschlift wurde er auf kurz oder lang mit Gewinn dann doch belohnt.
Um diese These aber mal zu untermauern, hat unser AAA-Chefhistoriker Daniel mal alle Daten des deutschen Aktienindex DAX seit dem Start im Jahr 87 unter die Lupe genommen.
Und er hat analysiert, wie hoch das Risiko eines Verlustes bei einem Einmal-Investment war, wenn man die Papiere sieben Jahre hielt.
Und das hat er getan für jeden erdenklichen Einstiegszeitpunkt auf Monatsbasis.
Und das Ergebnis ist überaus beruhigend.
In der gesamten Historie des SACs seit 1987 gab es 375 Rollierende sieben Jahres-Zeiträume.
Und davon endeten lediglich 23 Zeitspannen im Minus.
Das bedeutet, die Gefahr mit einem Einmal-Investment im DAX auf Sicht von sieben Jahren in Verlust zu erleiden, lag historisch gerade mal bei 6%.
Ja, und in entsprechend fast 94 Prozent aller Fälle war man nach sieben Jahren im Plus, egal ob man mitten in eine Euphoriephase oder kurz vor einem Crash eingestiegen war.
Wer sein Kapital für sieben oder mehr Jahre entbehren konnte, reduziert das Risiko eines Kapitalsverlusts, also beinahe auf ein statistisches Randphänomen.
Langfristig sind Aktien damit nicht nur die lukrativste, sondern bei entsprechenden Heizzeithorizont auch eine der sichersten Formen der Geldanlage.
Und das lässt sich auch sehr gut an der längsten Durststrecke der vergangenen Dekaden verdeutlichen.
Wer im März 2000 auf dem Hoch des DAX eingestiegen ist, musste bis 2007 warten, um die alten Kurse wiederzusehen.
Ihr seht also, sogar hier gab es nach sieben Jahren kein Minus mehr.
Und trotz herben Rückschlägen wie diesem haben DAX-Papiere anlegern seit Einrichtung des Index Ende 1987 eine jährliche Rendite von fast 9% gebracht.
Aber bedenkt bitte, die Strategie Verluste auszusetzen, funktioniert nur bei breit gestreuten Indizes.
Wer also auf chancenreichere, aber auch riskante Einzeltitel setzte, lief natürlich Gefahr, dass es kein Happy End gab.
Denn wer auf ein einzelnes Unternehmen setzt, muss halt damit rechnen, dass es sich nie wieder erholt oder sogar pleite geht.
In einem marktbreiten Basisinvestment-Index fallen solche Unternehmen ja dann automatisch raus oder verlieren zumindest an Bedeutung.
Und für alle, die nun genau diesen Schritt wagen wollen, bietet der Markt kostengünstige ETFs, die breite Märkte abdecken und besagtes Risiko von Einzelpleiten eliminieren.
Am dynamischsten entwickelt hat sich in jüngerer Zeit der SP 500, der Index der 500 wichtigsten Titel am US-Markt.
Der Investgo SP 500 ETF kam auf eine beeindruckende Fünf-Jahres-Performance von mehr als 94%.
Blickend.
Doch Vorsicht, auch wenn Amerika als die innovativste Ökonomie der Welt gilt, ist es alles andere als ausgemacht, dass diese Überrendite auch anhält, zumal die Bewertungen an der Wall Street höher sind als anderswo.
Ja, der UBS-Core MSCI World liefert dagegen eine gute Basis für jedes globale Depot.
Hier sind mehr als 1300 Aktien aus allen wichtigen Industrieländern enthalten.
Der US-Anteil ist mit fast 70 Prozent, allerdings immer noch ziemlich dominant.
Der X-Tracker SDAX bietet sich für Anleger an, die ihre Hoffnung auf die Stärke der 40 deutschen Top-Konzerne setzen, die den Großteil ihres Geschäfts, wir wissen es rund 80 Prozent international abwickeln und so ja auch tief in der Weltwirtschaft verwoben sind.
Und der Amundi Korps Stocks Europe 600, der umfasst, ja, wie der Name schon andeutet, die 600 wichtigsten Unternehmen Europas.
Nicht nur der Eurozone, sondern auch Großbritanniens und der Schweiz.
Sie sind nicht ganz so hochbewertet wie die SP 500-Firmen und bieten auch noch eine höhere Dividende.
Und dann gäbe es ja auch noch den Spider-MSCI, All Country World.
Der beinhaltet neben Industrieländern auch Schwellenländer und sorgt so für noch mehr Streuung.
Ja, und die Moral von der Geschichte, der Titel dieses Podcasts täuscht euch nicht.
Alles auf Aktien.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns über Feedback, schickt uns eine Menge in AAA, also ah, at wild die oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und natürlich hat euch die Citrini-KI-Dystopie bewegt.
Und Rado, der hat einfach mal das geschilderte Szenario von einer KI bewerten lassen.
Ja, und die gute Nachricht, so hat Radu es recherchiert.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die beschriebene Krise bis 2028 in vollem Umfang eintritt, liegt bei weniger als 10 Prozent.
Die schlechte Nachricht, die Wahrscheinlichkeit, dass wir bis 2028 eine erkennbare, aber abgeschwächte Version dieses Szenarios erleben, liegt bei etwa 25 Prozent.
Ihr seht zuerst mal, was für tolle Hörer wir haben, die quasi unsere Geschichten hören und dann weiter recherchieren und weitererzählen.
Das ist doch perfekt.
Ihr seht allerdings auch, ihr müsst wachsam bleiben und das gelingt natürlich am besten mit alles auf Aktien.
Deshalb abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
