# AI Disruption, M&A, and ETF Market Shifts

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-02-24

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über Enttäuschung bei Novo Nordist, Gileads Milliarden Move und Übernahmefantasie bei PayPal.
Im Thema des Tages präsentieren wir ein dystopisches KI-Szenario und die Folgen für euer Depot.
Und in der AAAD kartografieren wir die Welt der ETFs neu.
Das ist alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Anja Ettl.
Und Holger Czepitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Dienstag, der 24.
Februar, und wir wünschen euch ein stabilen Start in den Tag.
Tja, die Börsen sind, wie bereits gestern vermuted, im Minus, also völlig instabil in the woche gestartet.
Und in Übersee rutscht der SP 500 gut 1% ab und der Nähe ist ergrad 101,2%.
Und mal wieder waren es KI Sorgen, die einen Ausverkauf befeuerten.
Ein Blogpost des Analysehauses Citrini Research sorgte für regelrechte Panik bei einzelnen Sektoren, Softwareaktien, erlebten einen schwarzen Montag, der Goldman Sachs Software Basket, der verlor fast 6 Prozent.
Aktien wie MongoDB, Z-Scaler unter Data Doc sogar zweistellig.
Auch Dordish, American Express, Mastercard oder Visa brachen wegen der dystopischen Citrini-Prognose ein.
Mehr dazu gibt es gleich im Thema des Tages.
Und das Zollchaos von Trump, das half in diesem ohnehin wackeligen Umfeld ebenfalls nicht weiter.
Nachdem der oberste Gerichtshof der USA am Freitag ja die globalen Zölle von US-Präsident Donald Trump für unrechtmäßig erklärt hatte, verhängte Trump direkt im Anschluss neue Zölle.
Er beruft sich nun auf Abschnitt 122 des Handelsgesetzes von 1974 und erhebt ab heute, 6.08 Uhr, einen globalen Basiszoll von 15 Prozent.
Darüber haben wir gestern ja schon gesprochen.
Bereits verhandelte Abkommen, die sollen aber in Kraft bleiben.
Man weiß nicht so richtig, was es jetzt alles heißt.
Und ja, das EU-Parlament hat auch irgendwie Zweifel angemeldet, ob man das jetzt irgendwie weiter ratifizieren sollte oder auf Eis legt.
Naja, auf jeden Fall Autowerte wurden wegen dieser neuen Zollunsicherheit gemieden.
BMW gaben 2,9% nach VW 2,5 Prozent und Mercedes-Benz 1,6 Prozent.
Ja, und wenig überraschend in dieser Lage, die Krisenwährung Goldti verteuerte sich um mehr als 2 Prozent und kletterte über die Marke von 5200 Dollar.
Silber stieg sogar um fast 5 Prozent auf 88,57 Dollar.
Und der Bitcoin, der konnte einmal mehr vom globalen Chaos nicht profitieren und krachte fast 5% in die Tiefe auf unter 65.000.
Tja, das ist irgendwie ein Narrativproblem, was der gute Bitcoin da hat.
Und ein Narrativproblem hat auch SAP.
Die haben gestern 3,4 Prozent verloren.
Und natürlich war es wieder die Sorge vor möglicher KI-Disruption, die eben die Aktien in die Tiefe rissen.
Und gegen den Trend, da schlossen Infinion 1,5% fest.
Der Chiphersteller will für bis zu 200 Millionen Euro eigene Aktien über die Börse zurückkaufen.
Er hat ein Kursrutsch von 16,5% erlitt die Novo Nordis-Aktie.
Auslöser war die Nachricht, dass der experimentelle Gewichtsenker Gargri Sema in einer direkten klinischen Studie nicht den Erfolg des Eli Lilly-Päferats-Sebau und übertreffen konnte.
Und tja, kann man sagen, für die Ideen läuft es einfach nicht schon seit Monaten nicht.
Und besonders bitter.
Mit dem Kursrutsch sind die Ideen jetzt auf den Stand von Juni 2021 zurückgefallen.
Damals kam die Schlankheitsspritze WeGovi auf den Markt.
Ja, die Börsengewinn, die sind jetzt futsch.
Und Illa Lilly hat gestern dagegen zugelegt um knapp 5 Prozent.
Aber das ist nichts gegen den Sprung, die das US Biotech Astelex gestern gemacht hat.
Plus 77 Prozent hat ihm bekannt wurde, dass das US-Schwergewicht Gilliatt, 30 Milliarden Umsatz, das ist ja groß, Arcelex übernehmen will.
Bei der Firma kooperieren schon länger, zu dem, was Gilliard vorher schon mit 11,5 Prozent beteiligt.
Nun soll Arcelix ganz unter das Dach des Konzerns schlüpfen.
Das Biotech aus Redwood in Kalifornien zählt zu den großen Hoffnungsträgern der Branche, arbeitet an einer neuartigen Zelltherapie gegen Knochenkrebs.
Und diese ist allerdings noch nicht zugelassen.
Eine FDE-Zulassung wird aber bis Ende des Jahres erwartet.
Ja, und Gilliard war bisher vor allem als Hersteller von Medikamenten, unter anderem gegen AIDS bekannt und will ihm jetzt mit Hilfe von Zukäufen das sehr lukrative Segment innovativer Krebstherapien ausbauen.
Und dafür lässt der Konzern rund 7,8 Milliarden Dollar springen.
115 Dollar je Aktie sollen direkt fließen und weitere 5 Dollar je Aktie, wenn dann bestimmte Meilensteine in der Forschung erreicht sind.
Und die Gilead-Aktie, die verlor gestern rund 1 Prozent.
Tja, und IBM, die verloren 13 Prozent.
Und das war der größte Tagesverlust seit dem Jahr 2000, also seit 26 Jahren.
Und Grund, naja, es war mal wieder Anthropic.
Die haben nämlich erklärt, dass das Tool Claude Code bei der Modernisierung von Cobol helfen kann.
Das ist eine veraltete Programmiersprache, die hauptsächlich auf IBM-Computern läuft.
Ja, und PayPal waren unter den Tech-Titel mit einem Plus von 6% die rühmliche Ausnahme.
Der einstige Pionier der digitalen Zahlung ist nämlich zum Übernahmeziel geworden, nachdem die Aktie in den letzten zwölf Monaten fast die Hälfte ihres Werts verloren hat.
Bloomberg berichtet, dass PayPal jetzt unaufgeforderte Ümerdame-Anfragen erhält.
Mindestens ein großer Konkurrent interessiert sich offenbar für das gesamte Unternehmen.
Andere potenzielle Käufer, die wollen nur bestimmte Assets, zum Beispiel Venno.
Und warum ist PayPal überhaupt in der Krise?
Naja, das Unternehmen hat es versäumt, seine Zahlungstechnologie zu modernisieren, während Konkurrenten wie Apple Pay nahtlos in Smartphones integriert sind.
Wirkt PayPal zunehmend altbacken, Kundenzahlen heute lieber eben mit Apple Pay oder Google Pay oder Buy Now Pay Later mit Klana oder AFirm oder eben auch manchmal mit Kryptowährung.
Und Alex Chris, das ist der ehemalige CEO, wurde im Februar gefeuert, nachdem sein Turnaround-Plan gescheitert war.
Und der neue CEO soll Enrique Lores werden.
Das ist der bisherige Bordchair.
Und der soll das Amt am 1.
März übernehmen.
Ja, noch was erfreulicheres.
Zum Schluss nach einer schwierigen Börsenphase im vergangenen Jahr, nämlich hat die Aktie minus 12 Prozent gemacht oder verloren, besser gesagt.
Und damit deutlich hinter dem Markt zurückgeblieben.
Aber jetzt haben sich Dominos Pizzerien nach den Zahlen gestern stark präsentiert.
Um 4%, sogar mehr als 4% ging es für die Aktie rauf.
Und der Umsatz im vierten Quartal lag mit 1,5 Milliarden Dollar leicht über den Erwartungen.
Und der Gewinn hier-Aktie, der ist dafür etwas schwächer ausgefallen, aber das hat die Investoren gestern offensichtlich nicht weiter gestört.
Vor allem die steigenden Franchise-Profite in den USA stimmen die Investoren zuversichtlich.
Außerhalb des Heimarktmarktes ging sie Store-Umsätze aber leicht zurück.
Ja, und noch was erfreulich ist, der SP 500 hat einen neuen Dividendenkönig.
Es ist der Nahrungsmittelproduzent Conegra Brands.
Die haben eine Rendite von 7,6 Prozent.
Und Conegra löst Lionel Basel ab, die ihre Ausschüttung nämlich halbiert haben.
Tja, und dann mache ich jetzt mit voller Kraft und nicht halbiert hier mal die Termine.
Heute, wie gesagt, treten die neuen US-Zölle in Kraft.
Es gibt aus Amerika Zahlen zum amerikanischen Verbrauchervertrauen vom Conference Board.
Dann gibt es von Firmenzahlen Home Depot, Alibaba, Constellation Energy, Maccado Libre, Keurig, Dr.
Pepper Workday, First Solar, HP, GoDaddy, Tampers AI, Fresenius, Medical Care, Elmus, Telefonica, MTU Aero Engines und Apple hat Hauptversammlung.
Und spannend ist natürlich auch Entropic.
Die präsentieren am Vormittag in einer Live-Demonstration neue Funktionen des Chatbots Clawed.
Und tja, das war ja immer so ein besonderes Event.
Diesmal soll es gezielt Führungskräfte angesprochen werden.
Ja, vor dem Hintergrund massiver Markteinbrüche herrscht halt irgendwie unter Investoren sehr große Angst oder Verunsicherungen, was denn jetzt wieder aus dem Hut gezaubert werden könnte und welche Geschäftsmodelle dann wieder disruptiert werden.
Dann gibt es noch die State of the Union Address von Donald Trump und Bundeskanzler Merz reist nach China zu einem zweitägigen Staatsbesuch.
Das Thema des Tages.
Die Diskussion um die negativen Folgen der KI nimmt immer düsterere Wendung.
Erst ging es darum, dass einzelne Geschäftsmodelle durch KI disruptiert werden.
Man denke mal an Softwarefirmen, die plötzlich überflüssig werden.
Und jetzt, jetzt?
Jetzt reden wir von ganzen Gesellschaften, die drohen auseinanderzubrechen.
Wir reden von Massenarbeitslosigkeit, sinkendem Konsum und allem sozialen Zusammenhalt, der bröckelt.
Und als Börsenpodcast wollen wir uns im Thema des Tages jetzt mal anschauen, was das für die Märkte und einzelne Aktien bedeuten könnte.
Und wir haben es ja schon in den Märkten angedeutet.
Gestern hat ein Bericht von Citrini Research für Furore gesorgt.
Und der hieß The 2028 Global Intelligence Crisis.
Und der Titel klingt so ein bisschen wie Science Fiction, aber eben leider sehr dystopische Science Fiction.
Und plötzlich geht es nicht mehr nur darum, dass vielleicht Softwarefirmen wie SAP oder Salesforce disruptiert werden, sondern um Hypotheken und Konsum und das gesamte Fundament des Kapitalismus.
Aber es ist eine Thought exercise, wie ich es nennen.
Also jetzt kein Porno für Bern, dass sie sagen, oh, so schlimm wird's, sondern eben eher so ein Gedankenspiel.
Aber eben ein Szenario, das uns auf Risiken vorbereiten soll.
Yeah, so ähnlich wie das in Wargames gemacht wird.
Und die Autoren, James van Gehen und Alex Schaar, die haben das Gedankenexperiment zu Wochenbeginn veröffentlicht.
Und ja, es hat die Börse sofort in Panik versetzt.
Delivery, Payment und Softwareaktien sind da Montag kräftig eingebrochen.
Dordish minus 7%, American Express ebenfalls, KKA minus 9%, Blackstone minus 7, Uber, Mastercard, Visa, Capital One und Apollo mehr als 3% runter.
Also der Markt hat so reagiert, als wäre das Szenario schon Realität.
Okay, vielleicht sollten wir uns das Szenario mal genauer angucken oder vielleicht mal aufbrechen.
Es spielt im Juni 2028 und die Welt ist im Chaos.
Arbeitslosenquote bei über 10%, SP 500 minus 38 Prozent von den Hoch 2026.
Und jetzt fragt euch wie jeder, wie ist es dazu gekommen?
Naja, anfangs war alles super, KI boostet Produktivität.
Und dann aber irgendwann kippt es so ein bisschen, diese Produktivitätsgewinne drohten darauf, dass Menschen entlassen wurden, die Margen explodierten, dann gingen die Gewinne nach oben und dann wurde noch mehr in KI investiert und das war alles noch gut.
Aber irgendwann kam dann der Haken, KI wird so gut, dass sie immer mehr White-Colour-Jobs massiv ersetzt und nicht nur einfach Call Centers, sondern eben auch sehr gute Jobs, nämlich Juristen, Analysten und auch Controller.
Das Problem ist der Intelligence Premium, also die Prämie für menschliche Denkleistungen und wenn die verschwindet, dann verschiebt sich das gesamte Einkommensmodell.
Citrini nennt das die Intelligence Displacement Spiral.
Und dann passiert etwas sehr Gefährliches.
Die Produktivität steigt, die Gewinne steigen, aber die Einkommen brechen weg.
Und die entlassenen White Collar Worker, also Büromenschen, verdienen weniger und geben entsprechend auch weniger aus.
Und ihr müsst wissen, die Top 10 der Einkommensbezieher in den USA steht für über 50 Prozent der amerikanischen Konsumausgaben.
Und der Konsum wiederum steht für 70 Prozent des amerikanischen BIP.
Und das würde dann, naja, nicht unbedingt gleich einbrechen, weil es kann ja auch Kapitaleinkommen können ja auch nach oben gehen.
Aber Maschinen kaufen nichts, sondern es wird dann so eine Art Ghost GDP, so nennen das die Autoren.
Also Output, der zwar in den Statistiken auftaucht, aber eben nicht im realen Leben zirkuliert.
Und die Lohnquote, die heute schon bei Rekordniedrigen 56 Prozent ist, die würde weiterfallen.
Und das heißt, die Kapitalgewinne, die steigen weiter.
Und das würde natürlich am Anfang sogar durchaus positiv.
Der SP500, der könnte zumindest so erwarten, dass die Analysten in diesem Szenario bis auf 8000 Punkte im laufenden Jahr steigen.
Das wäre ein neues Rekordhoch, aber dann eben später wegen des Makro-Schocks einfach crashen.
Denn es könnte beispielsweise eine neue Immobilienkrise geben, wenn viele Verbraucher einfach ihre Kredite nicht mehr bedienen können.
Ja, das Gedankenexperiment sieht eine Doom-Spirale, aus der auch keine Notenbank retten kann.
Schließlich kann die keine Jobs kaufen oder durch billige Zinsen schaffen.
Und der negative Feedback Loop, der geht folgendermaßen.
Die KI ersetzt White Collar Jobs, die Entlassenen verdienen weniger.
Der Konsum bricht daraufhin ein, Unternehmen sehen den Margendruck und investieren noch mehr in KI und die KI ersetzt daraufhin noch mehr Jobs.
Also ein Kreislauf ohne natürlichen Bremsmechanismus.
Und dabei werden dann die Margen ganzer Branchen oder die Profitpools ganzer Branchen sukzessive zerstört.
Nehmen wir jetzt einfach mal eine Delivery-App wie DoorDash oder Uber Eats.
Da gibt es ja so etwas wie KI-Coding-Agenten, machen es super leicht, eine Konkurrenz-App zu bauen.
Das heißt auch Vibe-Coding, wusste ich gar nicht, dass es das gibt.
Aber auf jeden Fall kann man damit ganz einfach Apps machen und könnte dann einfach mal so schauen, wo einfach die niedrigsten Gebühren von diesen Plattformen gibt.
Und dann könnten 90 bis 95 Prozent der Gebühren einfach an die Fahrer weitergeben werden und die Plattformen würden wiederum nichts mehr verdienen.
Und mit Markentreu hat das zwar nichts zu tun, aber das wären dem Agenten ja auch egal.
Und DoorDash's Mode war ja eigentlich nur irgendwie die Faulheit, DoorDash, plus eben dieser Homescreen.
Und aber in diesem Szenario mit den KI-Agenten würde der Markt fragmentiert und Margen eben langfristig genull gehen.
Und die entlassenen White Color-Leute, das finde ich jetzt schon ein bisschen kühn, die Vermutung, die würden dann selbst Geek-Fahrer werden, die Löhne drücken und dann würden irgendwann aber auch autonome Fahrzeuge das wieder übernehmen.
Tja, und Payments, Mastercard und Visa, die leben von Transaktionsgebühren, es liegen so bei zwei bis drei Prozent.
Aber die KI-Agenten optimieren.
Die wechseln zu Stablecoins auf Solana oder Ethereum, wo eben die Kosten bei Bruchteilen eines Pennies liegen.
Das heißt, sofortige Settlement, keine Gebühren.
Und außerdem fallen die Aktien, weil der Konsum sinkt.
Und richtig düster wird es bei Software, das haben wir jetzt ja schon gesehen, und Private Credit.
Softwarefirmen wie Service Now verkaufen, Workflow-Automatisierung, werden aber von besserer KI disruptiert und müssen dann selbst reagieren.
Und sie feuern 15 Prozent der Leute, sparen, investieren in KI und das ist auch das ist wieder ein negativer Lob.
Wenn man sich einfach mal den Software at Risk-Basket von Goldman Sachs anschaut, da sind ja die Aktien drin, die von KI besonders stark disruptiert werden.
Die sind ein Drittel, haben die an Wert verloren seit Jahresanfang.
Wirklich innerhalb von sechs Wochen.
Das ist wirklich Wahnsinn.
Aber selbst die Softwareaktien, die die US-Investmentbank für eigentlich KI-Safe hält, liegen im Schnitt 19 Prozent seit Jahresanfang im Minus.
Und zuletzt wurden Cyber Security-Aktien wie Cloudflare, CrowdStrike oder Z-Scaler verprügelt.
Und Private Equity, KKA, Blackstone, Apollo, die haben Milliarden in Software-LBOs gesteckt, unter der Annahme ewig wiederkehrender Einnahmen, aber die KI killt das.
Ja, und das Brutale ist ja, als Softwareunternehmen hat man ja nur die einzigen Werte, die ja dahinter stecken, sind einfach diese Software-Abos.
Man hat ja keine großen Maschinen oder Fuhrpark oder andere Sachen, die man dann irgendwie noch liquidieren könnte, um die Kredite zurückzuzahlen.
Und deswegen ist eben diese wiederkehrenden Erlöse so wahnsinnig wichtig.
Und dann könnten natürlich die Defaults nach oben gehen, wenn diese Erlöse nicht mehr da sind.
Und man sieht schon so ein bisschen, wie wacklich es ist bei Zendesk.
Da ist ein 5 Milliarden Kredit gedeckt nur durch Software-Abos.
Aber die privat gehaltenen Anleihen, die wird jetzt nicht öffentlich an den Börsen gehandelt, sondern die ist halt in irgendwelchen Depots drin, die wird nur noch mit 58 Cent für einen Dollar bewertet.
Und wenn man guckt, das Exposure, das Software-Exposure bei den großen der Branche ist ungefähr 7 bis 13 Prozent.
Und die dachten, wie gesagt, ja, das ist eigentlich ein gutes Geschäftsmodell.
Wir brauchen einfach nur diese Software-Abos.
Und dann klappt das.
Aber jetzt funktioniert das nicht mehr.
Und man darf gespannt sein, ob irgendwann die Regulatoren kommen und sagen, ey, ihr müsst das jetzt mal bitte abschreiben und dann wird da halt einfach auch ein forciertes Selling stattfinden.
Und das wäre natürlich für diese Private Equity-Gesellschaften nicht so doll.
Tja, und der soziale Aspekt, auch das malt das Szenario aus.
Wie gesagt, die White-Collar-Arbeitslosigkeit führt zur Lohnkompression aller Orten.
Und das bedeutet dann eben in der Folge auch, dass die Sparraten steigen, die Ausgaben fallen und Hypotheken.
Tja, die Prime-Haushalte, die halten vielleicht noch die Zahlungen, aber nur, indem sie alles andere streichen.
Und gesellschaftlich könnte es dann solche Bewegungen wie Occupy Silicon Valley geben.
So Demos for OpenAI und Enthropic und die AI-Labs, die werden gehasst, wie die Banker 2008.
Und ja, die Politik streitern über Compute-Steuern oder bedingungsloses Grundeinkommen, denn ihr habt ja vorhin erfahren, Notenbanken mit Geldpolitik können wenig anfangen.
Fiskalpolitik ist das Einzige, was dann noch irgendwie läuft.
Nur man hat ja auch keine Einnahmen mehr, weil ja einfach das Geld nicht mehr über Löhne rauskommt, sondern eben Kapital steckt und das ist ja auch sehr flüchtig.
Und deswegen ist es auch ein Problem.
Und der soziale Zusammenhang, der könnte dann brechen, weil die Produktivitätsgewinne nur bei den Compute-Besitzern landen und eben nicht mehr in der breiten Masse.
Ja, natürlich ist das ein Extremszenario und keine Prognose.
Das räumen die Autoren auch ein.
Und ihr solltet jetzt auch nicht kopflos eure Aktien verkaufen.
Die Märkte übertreiben, sicher bei vielen der Aktien, die so stark gefallen sind.
Bloomberg zitiert Strategen wie Michael O'Rourke, der sich echauffiert: eine fiktive Story schickt den Markt in den Tales, bin.
Das ist völlig übertrieben.
Andere wie Thomas George sagen, es weckt echte Bedenken.
Tja, und es sollte bei euch zumindest mal eine gewisse Awareness schaffen.
Und für euch heißt das, überprüft einfach eure Portfolios und versteht solche Gedankenspiele einfach so als Warnung, nicht als Panikmache.
Man sollte diversifiziert sein, sollte gucken, dass man auch KI-resiliente Sektoren wie Infrastruktur hat.
Das heißt sowas wie GE Wernova, das sind die Turbinen ausflughaftes 2040.
Und diese Infrastruktur für KI, die wird ja noch länger gebraucht.
Okay, dann wollen wir mal sehen.
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Die AAA-Idee des Tages.
Über ETFs sprechen wir hier aus guten Gründen sehr oft.
Gestern kam die ETF-Bilanz des VZ-Vermögenszentrums raus.
Die haben wir uns mal angeschaut und im Grunde markiert die eine Zäsur.
Der ETF, der galt ja lange als das einfachste Produkt der Finanzwelt.
Einfach breitstreuen, kosten niedrig halten, Marktrendite kassieren.
Und wer einfach in den klassischen Welt ETF gekauft hat, etwa den iShare Score, MSCI World, der wusste ziemlich genau, was er bekommt.
Dieses Versprechen, das gilt im Kern auch noch, aber eben nicht mehr automatisch.
Und das liegt auch am immensen Erfolg.
Der ETF-Markt in Deutschland ist inzwischen auf 2784 Produkte angewachsen.
Allein 369 neue ETFs kam im vergangenen Jahr dazu.
In 15 Jahren hat sich das Angebot damit mehr als verdreifacht.
Was früher eine überschaubare Anzahl an DAX-, Euro-Stocks oder Weltprodukten war, ist heute ein riesiger Produktkosmos.
Ja, und dieser Kosmos hat sich strukturell so verändert, dass er im Grunde neu kartografiert werden muss.
Ursprünglich ging es um die möglichst exakte Abbildung eines Index, also um Passivität.
Und heute wächst ausgerechnet das Sigmit am stärksten, das mit diesem Grundgedanken eher wenig zu tun hat.
Im vergangenen Jahr wurden nämlich 183 neue aktive ETFs aufgelegt.
Netto hatte keine andere Kategorie einen so starken Zuwachs.
Einer der bekanntesten Vertreter ist der Arc Innovation ETF, den wir viele von euch im Depot haben.
Und auch interessant, in den USA wurden zuletzt sogar mehr aktive als passive ETFs neu emittiert.
Allerdings, auf den MSCI World bezogen, hat 2025 kein einziger aktive ETF eine Mehrrendite gegenüber vergleichbaren passiven Produkten erzielt.
Das bekannte Problem, aktive Investmentfonds wiederholt sich also im ETF-Mantel.
Sobald man versucht, den Markt durch gezieltes Stockpicking zu schlagen, wird es halt schwierig.
Die Studie nennt keine Namen, aber im Dietervergleich schnitten alle verfügbaren aktiven ETFs auf den MSCI World schlechter als vergleichbare passive Produkte ab.
Zum Teil war der Unterschied echt heftig.
Knapp 7% Durchschnittsrendite bei passiven ETFs, nur rund 1% bei den schlechtesten aktiven ETFs.
Dagegen war 2025 für Themen-ETFs ein gutes Jahr.
Vor allem wenig überraschend für Produkte mit Schwerpunkten auf Gold und Silber.
Der LNG Gold Mining ETF als bester Performer legte um fast 148 Prozent zu.
Historisch betrachtet ist das allerdings eher die Ausnahme, dass Themen-ETFs mal einen richtigen Lauf haben in den Jahren davor.
Da haben viele Themenprodukte eine Minderrendite erzielt.
Und die Kosten, die sind natürlich deutlich höher.
Im Schnitt haben Themenprodukte auf künstliche Intelligenz, Verteidigung und zum Beispiel Wasserstoff, eine Gesamtkostenquote von 0,5 Prozent pro Jahr.
Und größter Flop war unter den ETFs, der LG DAX Daily zweimal Short.
Also hat man zweimal auf den fallenden DAX gesetzt.
Das Problem ist, ja, der DAX ist gestiegen und der ETF hat entsprechend rund 36 Prozent verloren.
Und daran zeigt sich auch, dass der Begriff ETF kaum noch was über Risiko oder Strategie aussagt.
Ja, und schauen wir mal auf die Kosten.
Im Durchschnitt liegen die laufenden Gebühren in Deutschland bei etwa 0,3 Prozent.
Zwei Drittel der Produkte kosten sogar weniger als das.
Aber innerhalb derselben Kategorie sind die Unterschiede enorm.
Der IShares MSCI Worlds ruft 0,5 Prozent auf, der iShares Core MSCI liegt bei 0,2 Prozent.
Und es gibt Produkte wie den UBS Core MSI World mit 0,06 Prozent.
Sprich, achtfacher Preis für denselben Index.
Langfristig wirkt sich das gewaltig aus.
Und bei den US-Indizes sieht man den Wettbewerb besonders deutlich.
Der Spyder SP 500 oder der Amundi Core MSCI USA liegen bei 0,03 Prozent Gesamtkostenquote, also drei Basispunkten.
Das ist extrem günstig.
Deutlich teurer sind dagegen Rohstoff-ETFs, deren Struktur komplexer und die Konkurrenz geringer ist.
Und auch nach Regionen unterscheiden sie die Kosten erheblich, während US-Aktien ETFs im Durchschnitt bei rund 0,12 Prozent liegen.
Zahlenanleger bei Schwellen der Produkten, insbesondere aus der Region Asien-Pazifik, teilweise deutlich mehr.
ETFs auf deutsche Börsen-ECs wie DAX oder MDAX liegen mit 0,14 Prozent im Mittelfeld.
Ja, auch interessant, trotz der riesigen Produktzahl ist der Markt stark konzentriert.
Fast die Hälfte aller ETFs stammt von nur drei Anbietern.
ISHERShares, Amundi und X-Trackers.
Und bei den großen Standard-EDCs da herrscht harter Preiskampf und deswegen sind gerade die Core-Produkte so billig.
Im Spezialsegment, da gibt es deutlich weniger Wettbewerb und damit auch mehr Spielraum bei den Preisen.
Und es gibt noch eine stille Entwicklung.
Marktaustritte.
429 neue ETFs wurden 2025 aufgelegt, aber 60 verschwanden wieder vom Markt.
Gerade kleinere Trendprodukte werden schnell eingestellt, wenn das Anlegerinteresse nachlässt.
Wer investiert ist, muss dann verkaufen mit möglichen Transaktionskosten oder eben auch steuerlichen Effekten.
Und deshalb raten viele Experten dazu, auf ein Mindestvolumen von etwa 100 Millionen Euro zu achten.
Ja, und wenn man das alles zusammennimmt, ergibt sich ein klares Bild.
ETFs sind weiterhin eines der effizientesten und beliebtesten Anlageinstrumente, aber sie sind eben kein Selbstläufer mehr.
Soll heißen, der ETF ist nun mal kein Sparbuch in moderner Verpackung.
Wer ihnen wie ein Sparbuch behandelt, also einfach kauft und nicht hinschaut, was er da kauft, der kann eben sich gewaltig täuschen.
Das war alles im Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, schickt uns eine Mail in Triple A, also ah, it wilt die oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und gestern haben uns viele Meldungen von euch erreicht.
Erst schockierte, dann erleichterte.
Und das hatte ausgerechnet was mit einem der absoluten Basisprodukte zu tun, nämlich dem Spider MSCI All Country World Imi.
Ja, Jens hat das in seinen beiden Mails an uns ganz gut auf den Punkt gebracht.
Erst Schock und dann Schwitz.
Beim MSCI All Country World gab es nämlich einen Aktiensplit im Verhältnis 25 zu 1.
Und das sah eben im Depot kurzzeitig wie ein dramatischer Kurssturz aus.
Konstanze hat dazu auch zwei Fragen.
Die hat sie übrigens um 5.25 Uhr sendet.
Erstens, bekomme ich irgendwann 25 Mal so viele Aktien und wenn, hoffentlich, ja, wie lange kann das dauern?
Und zweitens, angenommen, ich hätte eine SL-Order gesetzt, wäre dann bei diesem Kurssturz mein gesamter Bestand dieser Aktie verkauft worden oder nur der 25.
Teil.
Tja, dann müsste eigentlich die Stop-Loss-Order automatisch angepasst werden.
Aber warum das halt im Depot nicht angezeigt worden ist, das liegt einfach daran, dass zwischen dem Anzeigen des Kurses und dem Einbuchen manchmal eine Zeit vergeht und je nachdem wird das dann halt mit 95 Prozent Minus angezeigt und das dann auch frustrieren.
Und das ist, wenn diese nicht eingebucht sind, kann man natürlich die auch nicht handeln.
Und das ist halt auch nochmal ein misslicher Zustand.
Und so sieht das dann halt so da, als ob bei einigen dann so aus.
Oh, Basisinvestment minus 95 Prozent.
Aber das sollte nur technisch sein und später verrufen werden.
Und die Stop-Loss-Orders, die sollten eigentlich nicht ausgelöst werden, nur weil es ein Split gibt.
Ja, haben wir das schon mal geklärt.
Und jetzt müssen wir noch klären, Dienstag ist ja Dutztag.
Worüber wollt ihr denn heute streiten, der Daphne und du?
Wir wollen einfach um ganz einfaches Thema streiten über das Social Media Verbot für junge Menschen, die unter 14 sind.
Und ja, ihr könnt euch vorstellen, wer auf ihr Seite steht.
Könnt ihr euch auf eine spannende Diskussion schon mal freuen.
Ja, bestimmt.
Klingt auf jeden Fall angemessen Konfrontativ.
Und das wollt ihr natürlich nicht verpassen.
Entspannter geht es dann sicherlich wieder hierzu und der Mix aus Konfrontativ und entspannt, der macht's doch aus.
Also abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
