# Market Volatility, M&A Deals, and Emerging Market Shifts

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-02-24

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Dienstag, der 24.
Februar.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital, die ein geiles neues Tool gebaut haben.
Und zwar wird ja ab 2027 die staatlich geförderten Altersvorsorgepots geben.
Und mit dem Tool von Scalable könnt ihr euch jetzt ausrechnen, wie viel Geld ihr aus dem Depot rauskriegt, wenn ihr eine bestimmte Summe bei eurem Gehalt anspart.
Dazu seht ihr auch noch, wie hoch die staatliche Förderung ist.
Das kann sich, wie gesagt, jeder kostenlos durchrechnen.
Link dazu ist in der Beschreibung.
Wir beantworten heute im Podcast die Fragen, ob Südafrika vor einem großen Comeback steht, wieso Rohrverbindungen ein geiles Business sind und natürlich was gestern an der Börse los war.
Das Zollchaos, über das Noah letzte Woche gesprochen hat, hat die Börsen gestern bewegt.
Die US-Indizes SP 500 und der Russell 1000 waren jeweils ca.
1% im Minus, und auch in Deutschland hat der DAX rund 1% verloren.
Positiv war die Verunsicherung für die Edelmetalle.
Gold und Silber waren jeweils um die 3% im Plus.
Und auch in China wurden die vorerst niedrigeren Zäule positiv aufgenommen.
Der Hang Zeng-Index, der große Firmen auf dem Festland-Track, ist fast 3% gestiegen.
Neben Trump hat in den USA ein Wintersturm gewütet.
Im Nordosten der USA hat das zu Flugverzögerungen geführt.
Aktien von US-Fluggesellschaften wie Delta, United, JetBlue, American und Alaska Air waren deshalb um die 5% im Minus.
Weiter ging außerdem der Absturz der Software-Aktien.
Salesforce, Shopify, ServiceNow, Adobe, CrowdStrike, haben alle über 5% verloren.
Besser saß für PayPal aus.
Die Aktie ist fast 10% gestiegen, nachdem Bloomberg berichtet hat, dass es Interessenten für eine Übernahme gibt und PayPal deswegen schon in Gesprächen mit Banken war.
Der Börsenwert liegt mittlerweile nur noch bei 40 Milliarden Dollar.
Im Hoch 2021 war er noch bei 360 Milliarden.
Und jetzt hat wohl mindestens ein großer Konkurrent das gesamte Unternehmen im Blick.
Andere sind nur an Teilen interessiert.
Die Gespräche stehen wohl aber noch ganz am Anfang.
Dann gab es noch eine Übernahmemeldung.
Gilead Sciences wird das US-Biotech Arcelix für knapp 8 Milliarden Dollar inklusive Schulden übernehmen.
Das ist mehr als das Doppelte, als der Börsenwert am Freitag.
Gilead gehören jetzt schon über 10% an Arcelix und arbeitet mit dem Unternehmen zusammen an einer Blutkrebsbehandlung.
Gilead will sich nämlich weniger abhängig von seinem Antivirus-Geschäft machen und sucht dafür auch noch weitere Deals.
Der Börsenwert von Gilead ist nach der Meldung leicht gefallen.
Der von Arcelix ist knapp 80% gestiegen.
Und es gab noch eine weitere Deal-Meldung.
Eigentlich wollte der britische Chemiekonzern Johnson Matthew eins seiner Katalysatoren Sparten für zweieinhalb Milliarden Dollar an den US-Industriekonzern Honeywell verkaufen.
Gestern hat Matthew bekannt gegeben, den Deal für weniger als 2 Milliarden Dollar zu machen.
Das Geld durch den Verkauf der Sparte sollte eigentlich direkt an die Aktionäre fließen und das wird jetzt wohl weniger werden.
Die Aktie war um die 15% im Minus.
Auf 15% runter ging es bei Novo Nordisk.
Das neue Abnehmmedikament Kug Visema hat in einer neuen Studie zu weniger Gewichtsverlust geführt, als die Mittel von Konkurrent Eli Lilly, Manager von Novo, haben gesagt, dass die Studie vom Design beeinflusst war, weil die Teilnehmenden wussten, welches Mittel sie zu sich nehmen.
Kagisema war Novos große Wette gegen Lilly.
Das Mittel besteht aus dem gleichen Stoff, der auch in Osampic und Vegovi ist und einem weiteren namens Kagrillentide.
Novo hat schon neue Studien geplant und will unter anderem das Mittel mit nochmal höherer Dosis testen.
Die Aktie von Eli Lilly war gestern um die 5% im Plus.
Weiter in Europa ist Italiens größter Stromerzeuger Enel über 5% auf fast 100 Milliarden Euro Börsenwert gestiegen.
Das ist das größte Plus in fast vier Jahren.
Die Firma geht davon aus, ihren Gewinn pro Aktie in den nächsten drei Jahren um knapp 20% zu steigern.
Das ist deutlich über den Erwartungen.
Um zu wachsen, hat die Firma außerdem angekündigt, bis 2028 über 50 Milliarden Euro investieren zu wollen.
Ca.
die Hälfte soll dabei in die Stromerzeugung gehen, der Rest in den Netzausbau.
Investiert wird dabei in Europa und die USA.
In den letzten Jahrzehnten lag der Fokus sonst immer auf Südamerika.
Und dann noch drei kleinere Meldungen, es wird bald das erste deutsche Quantencomputerunternehmen an der Börse geben, genauer gesagt das finnisch-deutsche IQM.
Die wollen im Sommer mit der Börsenhülle Real Asset Acquisition Corp fusionieren und so einen Börsengang machen.
Die Bewertung soll bei 1,8 Milliarden Dollar liegen, IQM macht aber immerhin schon 35 Millionen Dollar Umsatz.
Dann hat der CEO von Lamborghini in einem Interview erzählt, dass sie keinen Elektroauto mehr entwickeln wollen.
Er meinte, dass es dafür so gut wie null Nachfrage gibt und die Entwicklung davon ein teures Hobby wäre.
Und apropos Hobby, ein ehemaliger Teilzeit-DJ aus Venezuela hat seit 2019 Komponenten an Airlines verkauft.
Insgesamt 60.000 Stück an Airlines wie Delta oder Ryanair.
Problem ist nur, dass die Teile und dazugehörigen Dokumente gefälscht waren.
Jetzt muss er fast fünf Jahre in den Knast.
Jetzt gibt's stabiles Wachstum und Heilbisse von meinem Kollegen Timon.
An der Börse geht's in den letzten Wochen auf und ab, Software stürzt, weil KI übernimmt.
Ich stelle heute mal einen Unternehmen vor, das von dem Ganzen unberührt bleibt und in einem eigentlich langweiligen Business trotzdem über die letzten 10 Jahre mit 20% pro Jahr wachsen konnte.
Reliance Worldwide wurde 1949 in Australien gegründet, macht aber mittlerweile den Großteil von dem 1,5 Milliarden Dollar Umsatz in den USA.
Am wichtigsten sind die Push-to-Connect-Produkte, mit denen können Klempner Rohre ohne Löten oder Spezialwerkzeug direkt verbinden.
Und die werden hauptsächlich unter der Marke SharkBite verkauft.
Wenn man Sharkbite bei YouTube eingibt, findet man unglaublich viele Videos mit Millionen von Aufrufen, die erklären, wie man die Verbindungsteile richtig einbaut.
Laut Reliance werden jede Woche anderthalb Millionen Stück verbaut.
Die Firma hat laut Analysten von Morningstar mit dem Produkt in den USA 85% Marktanteil und SharkBite ist bei Hobbyhandwerkern und Profis zum Standard geworden.
Soweit, dass die Marke, wie bei Tesa, zum neuen Namen für alle Push-to-Connect-Produkte geworden ist.
Ein Shark Byte kostet im Schnitt 10 Dollar, mal abgesehen von chinesischen Billig-Produzenten, wo der Unterschied noch größer ist, ist das im Schnitt 20% teurer als Produkte vom Wettbewerb.
Gleichzeitig sind ein 2 Dollar Preisunterschied nur ein kleiner Teil vom Budget bei einem Klemtenauftrag und auch nicht genug, um das Risiko einzugehen, dass am Ende das Haus unter Wasser steht.
Deswegen kann SharkBite seinen Marktanteil halten und ist auch weiter die Nummer 1 in der Kategorie bei den US-Baumarketten, Lowe's und Home Depot und haben dort auch am meisten Regalfläche.
Obwohl beide Baumarketten eigene Konkurrenzprodukte haben und SharkBytes Patente schon seit ein paar Jahren abgelaufen sind.
Analysten schätzen, dass drei Viertel von Reliance Umsatz mit Produkten gemacht wird, die besonders bei Reparatur- und Renovierungsarbeiten gebraucht werden, also Dinge, die gebraucht werden, auch wenn mal weniger neue Häuser gebaut werden.
Dadurch ist Reliance auch weniger vom Häusermarkt abhängig als andere Player.
Trotzdem ist der Umsatz seit 2023 stagniert.
Das liegt einmal daran, dass es während der Pandemie im Trend war, das eigene Haus zu optimieren und sich Probleme zu widmen.
In der Zeit ist der Umsatz stark gestiegen.
Dass man das Niveau bis jetzt halten kann, ist demnach sogar ein gutes Zeichen.
Außerdem wurde 2018 John Guest für knapp eine Milliarde Dollar übernommen.
Das ist ein europäischer Hersteller vom Push-to-Connect-Produkten.
Das hat er auch zum Wachstum beigetragen.
Aber auch das Management geht davon aus, dass man ohne Übernahmen nur leicht wachsen wird.
Für neue Akquisitionen hält man aber die Augen offen.
Wegen dem schwächeren Wachstum ist auch die Bewertung aktuell mit einem Börsenwert von fast 2 Milliarden Dollar und einem erwarteten KGV von 13, klar unter dem Schnitt der letzten 10 Jahre von 19.
Und auch wenn in den USA mittlerweile ca.
die Hälfte aller Häuser 40 Jahre oder älter sind und man deswegen davon ausgehen kann, dass es zu mehr Reparaturen kommen wird, würde ich Reliance eher als einen stabilen Ausschüttungscase sehen.
Ein krisenfestes Unternehmen, das zwar nicht mehr stark wächst, aber regelmäßig die Hälfte seiner Gewinne in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre auszahlt.
Aktuell gibt es 4% Ausschüttungsrendite.
You're a shark.
Sharks are winners, and they don't look back, because they don't have necks.
Welches Land hat letzten November das erste Mal seit 20 Jahren ein Upgrade beim Bonitätsrating von SP gekriegt und in welchem Land hat der Leitindex letztes Jahr gemessen in Dollar über 50 Prozent zugelegt.
Die Antwort auf diese ganzen Fragen ist Südafrika.
Ich war dort ja die letzten Wochen ein bisschen an der Küste unterwegs und ehrlicherweise ziemlich überrascht über die Statistiken.
Die meisten Südafrikaner, mit denen ich gesprochen habe, waren verständlicherweise nämlich sehr unglücklich mit der wirtschaftlichen Lage, politischen Führung und Korruption im Land und hatten auch nicht das Gefühlt, dass er gerade viel besser wird.
Dazu muss man aber verstehen, dass sie jetzt zwei Jahrzehnte erlebt haben, in denen ein Skandal nach dem anderen passiert ist, bis man daran glaubt, dass sich da mal was Positives entwickelt, braucht es also mehr als ein paar Wirtschaftsdaten.
Und man muss verstehen, dass diese Veränderungen von einem sehr niedrigen Niveau kommen.
Letzte Woche kam zum Beispiel raus, dass Südafrika im vierten Quartal die niedrigste Arbeitslosenrate seit fünf Jahren hatte.
Es waren aber immer noch 31 Prozent.
Aber es gibt eben schon Dinge, die spürbar besser werden.
Ich habe in meiner Zeit dort keinen einzigen Stromausfall erlebt.
Tatsächlich gab es die flächendeckend letztes Jahr auch nur an 17 Tagen, 2023 gab es sie an über 200 Tagen.
Gelöst haben sie das Problem auf eher ungewöhnliche Weise.
ANC, die führende Partei in Südafrika, ist eigentlich sehr businesskritisch.
Nachdem sie aber gerade massiv stimmen verlieren, müssen sie irgendwas tun, um die Probleme in den Griff zu kriegen.
Und was sie getan haben, ist eben enger mit privaten Firmen zu arbeiten.
Private Unternehmen haben zum Beispiel auf eigene Kosten 350 Ingenieure zur Verfügung gestellt, die helfen, das Stromnetz zu fixen.
Private Firmen dürfen jetzt außerdem unbegrenzt Energie produzieren und auch die krisengeplagten Schienennetze rund um die staatliche Firma Transnet werden in Zusammenarbeit mit privaten Firmen aufgebaut.
Alleine diese zwei Sachen in den Griff zu kriegen, ist ein gigantischer Hebel, dass das Stromnetz durch die jahrelangen Unterinvestitionen und massive Korruption kollabiert ist, hat nämlich die ganze Wirtschaft runtergezogen.
Du kannst nicht richtig produzieren, wenn regelmäßig das Strom ausfällt, du kannst keinen pünktlichen Hafen betreiben.
Und in einem Land mit so viel Arbeitslosigkeit sind geplante Stromausfälle auch immer eine super Chance für Kriminelle, Kabel abzuschneiden, um dann das Kupfer rauszuholen.
Dazu hat das kaputte Schienennetz der wichtigen Bergbaubranche geschadet, aber wie gesagt, es gibt Verbesserungen.
Der CEO von Angro American meinte zum Beispiel, dass sich die Lage in den letzten Jahren massiv stabilisiert hat und sie deutlich zuverlässiger liefern können.
Bleibt natürlich die große Frage, was kann man damit jetzt als Investor anfangen.
Man kann natürlich den MSCI South Africa ETF kaufen, da bin ich aber ehrlicherweise ein bisschen skeptisch.
Die größte Position ist nämlich mit über 10% NESBAS.
Die Medienfirma besteht aber zum allergrößten Teil aus Beteiligungen im Ausland, vor allem aus einer Prosus-Abteilung.
Da hat man von der Südafrika-Entwicklung also eher wenig.
Dann kommen die ganzen Bergbauaktien, die nicht unspannend sind, aber eher an Rohstoffpreisen als an der Lage in Südafrika hängen.
Spannender könnte zum Beispiel der Einzelhändler ShopRite sein, der ist mit 9 Milliarden Dollar Börsenwert schon in einer soliden Größe und zwar nicht super günstig, wird circa mit dem 20-fachen von Gewinn bewertet, aber es gibt 3% Dividende und die Kollegen wachsen solide.
Auch Banken wie die 30 Milliarden Dollar schwere Capitech können von einer stärkeren Wirtschaftslage profitieren.
Und es gibt noch eine breit aufgestellte Südafrika-Aktie, nämlich Remgrow, das ist die Holding von Milliardär Johann Rupert.
Der gehört ein ziemlich wilder Mix an Themen, unter anderem 50% von Mediclinic, das ist eine der größten Privatklinikketten der Welt, 80% am südafrikanischen Lebensmittelproduzenten RCL, 50% und 25% an den Südafrika-Tochtern von Air Products und Total Energies und und und bei all den Welten sollte aber klar sein, es bleibt immer noch ein Land mit vielen Problemen und damit auch ordentlich Risiko.
The price is going up.
The price of what?
Electricity.
But there is no electricity.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin.
Alles Gute.
Adios.
