# US Tariff Volatility and AI Investment Discipline

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-02-23

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über Trumps Netflix-Forderung, Angst vor einem historischen Cut by OpenAI und was sonst noch wichtig wird in dieser Woche.
Im Thema des Tages analysieren wir den Zollwutschock aus den USA und was das bei euer Depot heißt.
Und der Triple ED verraten wir euch, was der neue KI-ETF von Fraktelen taugt.
Das ist alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Anja Ettl.
Und Holger Cschepitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Montag, der 23.
Februar, und wir wünschen euch einen agilen Start in die neue Handelswoche.
Geschwindigkeit im Kopf, aber Gelassenheit im Depot.
Diese Kombi, die braucht ihr im Moment ganz besonders, um gut durch diese Börsenwochen zu kommen.
Und das vergangene Wochenende hat das auch mal wieder gezeigt.
Erst kippte der Amerikaner Supreme Court Trumps Notstandsgesetz Zölle.
Dugs und Wall Street schlossen daraufhin ein Plus.
Anschließend kam die nächste Zollvolte und an den Märkten ging es wieder abwärts.
Und ja, wie geht's jetzt weiter?
Mehr dazu im Thema des Tages.
Und Donald Trump streitet nicht nur mit Handelspartnern um Zölle, auch gegenüber der Wirtschaft verschärft er den Ton weiter.
Der US-Präsident hat jetzt Netflix öffentlich aufgefordert, Aufsichtsratsmitglied Susan Rice zu entlassen.
Andernfalls müsste der Streaming-Konzern mit Konsequenzen rechnen.
Rice hatte davor gewarnt, dass Demokraten Unternehmen zur Rechenschaft ziehen würden, die sich aus Opportunismus politisch auf Trumps Linie begeben.
Yeah, und das könnte man jetzt als persönlichen Schlagabtausch abtun.
But tatsächlich ist es ein Beispiel für die zunehmende Politisierung von Corporate Governance.
Unternehmen geraten immer stärker zwischen die Fronten.
Auf der einen Seite ein republikanischer Machtapparat, der Loyalität einfordert, und auf der anderen Seite Demokraten, die für die Zeit nach einer möglichen Machtübernahme Veltung in Aussicht stellen.
Tja.
Und für Investoren heißt das auch, politisches Risiko verlagert sich, weg von den reinen Regulierungs- und hin zu Reputationsfragen.
Und das wiederum.
Das erzeugt Unsicherheit, den Governance-Risiken, die werden dadurch noch schwerer kalkulierbar.
Aber zurück zur Börse, da geht's heute wahrscheinlich tief im Minus los.
Der NASDAG 100 Future is minus 0,7% in die Woche gestartet.
Und ein Thema, das neben den Zöllen wie ein Bleigewicht an den Kursen hängt, sind die bevorstehenden Zahlen der Tech-Konzerne, von denen einige in dieser Woche ihre Quartals- und Jahresbilanzen vorlegen werden.
Höhepunkt natürlich am Mittwoch.
Die Erwartungen sind derart gigantisch, dass einige Analysts schon jetzt sagen, dass Nvidia eigentlich nur verlieren kann, egal was Jansen Wang sagen wird.
Im Fokus stehen natürlich die immensen KI-Investitionen in der Branche und die Frage, ob da nun eine Blase platzen wird oder nicht.
And the Doomsday, die haben am Wochenende neue Munition bekommen.
Da hat nämlich CNBC berichtet, dass OpenAI offenbar die Prognose für die eigenen Investitionen in KI-Infrastruktur radikal zusammengestrichen hat.
Von so far 1,4 Billionen auf nun 600 Milliarden Dollar.
Und dieser Rückgang um fast 60% in der Prognose ist der größte bisher und reflektiert die Neujustierung der KI-Investitionen in der gesamten Branche.
Tja, und die Information hat 666 Milliarden gesprochen.
Also es scheint auf jeden Fall unter einer Billion zu sein.
Und das ist natürlich immer noch gigantische Summen, die da ausgegeben werden sollen, aber eben nicht mehr so viel.
Und das liegt, um es mal zum Vergleich zu machen, immer noch über den jährlichen Investitionen von Microsoft und Amazon zusammen, aber eben nur den jährlichen und das ist ja bis 2030.
Insofern mal sehen, wie diese psychologische Wirkung dann bei den Investoren rauskommt.
Und selbst im Epicentrus KI-Booms wächst offenbar der Druck Kapitaldisziplin zu zeigen.
Für die Märkte heißt das, der KI-Zyklus bleibt zwar vorerst intakt, aber die Phase der grenzenlosen Infrastrukturfantasien, der bekommt zumindest Risse.
Und das könnte vor allem bei Halbleitern, Rechenzentrumsbetreibern und Energieinfrastruktur kurzfristig für mehr Sensibilität sorgen.
Das waren ja die Sektoren, die zuletzt noch relativ gut gelaufen sind.
Gespannt dürfen Investoren auf die Präsentation von Anthropic am Dienstag sein.
Das Unternehmen will da im Livestream seine neuesten Enterprise Agent vorstellen.
Wir arbeiten an einer Zukunft, in der Individuen den Impact von Teams haben können, so wirbt der Konzern für das Event.
Und ja, das klingt irgendwie durchaus bedrohlich, zumindest aus Arbeitnehmersicht.
Dass da so Individuen ganze Teams ersetzen.
Aus Investorensicht mag das natürlich anders aussehen.
Aber auch diese Frage: Wo sind eigentlich die Grenzen der Effizienz in einer Welt, die zunehmend von KI und Robotern bestimmt wird, die muss momentan ganz neu austariert werden.
Tja, aber Investorensicht ist natürlich auch schlecht, weil dann natürlich andere Unternehmen disruptiert werden.
Und am vergangenen Freitag konnte man das schon wieder beobachten, da geriet nämlich Aktien von Sicherheitssoftwareunternehmen bereits unter Druck, nachdem Anthropic Claude Coast Security eingeführt hatte.
Eine neue Funktion, die in Cloud Code integriert ist und Codebasen auf Sicherheitslücken scannen und Korrekturen vorschlagen kann.
Und ja, CrowdStrike und Cloudflare, die wüssten mehr als 8% ein.
Mal sehen, wie es da weitergeht, vor allem die Investoren, dazu gehöre ich auch.
Wir werden ganz kritisch auf den Dienstag schauen.
Und du schaust jetzt ganz kritisch, was sonst noch für Termine sind, liebe Anja.
Ja, es ist, es ist wirklich, also wir haben eine mega Woche geerbt, geerntet.
Geerbt, geerntet, was auch immer.
Was auch immer, genau.
Es ist auf jeden Fall viel los.
Da werde ich schon ganz wirr im Kopf.
Also zentraler Fokus diese Woche.
Natürlich halt bleiter und Software mit den Zahlen von Nvidia am Mittwoch, wir haben es schon erwähnt, Mittwoch nach Börsenschluss.
Und Salesforce liegt auch vor, genauso wie Snowflake, Workday, Intuit, Duolingo und Autodesk.
Also bei all diesen Firmen wird die KI-Thematik mehr oder minder im Mittelpunkt der Investorenaufmerksamkeit stehen und Nvidia ist sowieso eine Klasse für sich.
Dann legen auch zahlreiche DAX-Konzerne vor.
Telekom, unter anderem Münchner Rück, Allianz, BSF and Heidelberg Materials.
And natürlich auch ganz wichtig politische Impulse.
Es gibt die State of the Union Rede von President Trump on Dienstagabend.
Da erwarten Experten jetzt zwar nicht wahnsinnig was neues, but immerhin es könnte durchaus neue Hinweise auf the künftige Wirtschafts- und Zollpolitik given.
Yeah, and then we have the Iran-Konflict.
Trump had the regime in Teheran kürzlich an Ultimatum von etwa 10 bis 15 Tagen, um an bedeutsame Upgram with its atom programm to arrive.
And that's from the interpretation intensive nuclear display in Genf.
They were in this and for the interpretation of a massive US military offmarches in the nahen Osten.
Tja, and Wochenende zumindest the Ölpreis is etwas tiefer in the wood gestart, weil even at the Wochenende erstmal ruhig geblieben is, weil die meisten Kriege werden am Wochenende geführt.
Was ist heute an der Börse los?
In Deutschland wird der IFO-Index vorgestellt.
There was an Anstieg erwartet auf 88,3 von 87,6 Punkten.
And wichtig ist insbesondere die Ausblickskomponente, die soll steigen von 89,5 auf 90.
And then gibt es Zahlen von ENL, Dominos Pizza, Dominion Energy, Kratos, Defense and Security Solutions, Viper Energy and Summit Therapeutics.
Die Hoffnung währte ungefähr 24 Stunden.
Am Freitag kassierte der Amerikanische Oberste Gerichtshof Donald Trumps Notstandszölle ein.
Das Notstandsgesetz ermächtige ihn nicht zur Verhängung von Zöllen, urteilten die Richter mit einer Mehrheit von sechs gegen drei Stimmen.
Zuständig sei vielmehr der Kongress und die Märkte, die atmeten daraufhin erstmal auf.
US-Präsident Donald Trump allerdings geriet in Rage und bezeichnete das Urteil auf seiner Plattform Thrue Social als Zitat lächerlich und schlecht geschrieben.
And Zollwut hat die Bild-Zeitung an dem Tagetitel und das bringt es ganz gut auf den Punkt.
Zumal Trump nur wenige Stunden nach der Entscheidung der obersten Richter neu Zölle auf einer anderen gesetzlichen Grundlage ankündigt.
Ein globalen Zoll von 10 Prozent, zusätzlich zu bisher existierenden Zöllen für 150 Tage.
Aber das reichte offenbar noch nicht.
Denn am Samstag, da gab es dann die nächste.
Trump kündigte an, dass der neue Satz nicht 10, sondern 15 Prozent betragen soll.
Ja, und als Reaktion darauf will jetzt das EU-Parlament die Ratifizierung des Turnberry-Abury Abkommens zwischen den USA und der EU stoppen.
Auf das hatten sich ja beide Seiten im vergangenen Jahr in Schottland geeinigt.
So hat das Bernd Lange zumindest angekündigt, der Vorsitzende des Handelsausschusses im EU-Parlament.
Er spricht von, zitat, reinem Zollchaos in Washington.
And genau deshalb wird er die Ratifizierung des EU US-Abkommens so lange stoppen, bis Klarheit herrscht.
Gedroht hat die EU damit schon mal im Januar, und damals ging es um den Grünlandstreit, jetzt eben um die Zölle.
Also das ist wirklich handelspolitische Dauervolatilität.
Und diese Volatilität ist inzwischen fast systemisch.
Der Kernpunkt ist ja, das höchste US-Gericht hat Trumps IE-Par-Zölle, also die Notstandsregel gestoppt.
Damit ist die durchschnittliche effektive Zollbelastung laut Yale Budget Lab von etwa 16 Prozent auf 9,1% gefallen, aber eben nur für einen Moment mit dem neuen 15% Zoll nach 1622, das ist die Grundlage für die neuen Sätze, liegt die Zollbelastung jetzt wieder bei 13,7.
Also immer noch unter dem alten Niveau, aber eben auch deutlich über dem Zwischenstand vom Freitag.
Ja, und dieses Hin und Her macht es nicht nur für Unternehmen extrem schwer, sondern auch für Investoren.
Die Bullen sagen, prima, netto, das ist ein kleines Plus für die Märkte.
Und die Bären, die sagen, das Chaos, das ist das Problem.
Ja, man muss sich das mal klar machen, das Turnberry-Abkommen war ja ohnehin asymmetrisch.
50% Zoll auf die meisten EU-Exporte in die USA, dafür null Zölle auf amerikanische Waren in Europa.
Und zusätzlich bleiben 50 Prozent auf europäisches Stahl und Aluminium bestehen.
Und Europa hat das damals akzeptiert, um ein Handelskrieg zu vermeiden und um sicherheitspolitisch nicht völlig allein dazustehen, gerade mit Blick auf die Ukraine.
Tja, und jetzt stellt sich die Frage, ist dieses Abkommen überhaupt noch gültig?
Ja, Frankreich zweifelt das schon offen an.
Frankreich werde die Konsequenzen von Trumps neuen globalen Zöllen prüfen, seine Produkte aber weiter exportieren.
So hat das Staatspräsident Emmanuel Macron angekündigt.
Und die EU-Kommission fordert volle Klarheit angesichts der neuen Section 122-Zölle, die eben wegen ihrer Laufzeit von 150 Tagen im Grunde ein befristeter Hebel bis kurz vor die US-Midterms sind.
Ich würde denken, Deutschland hat eine andere Vorstellung.
Ich glaube, die würden eher sagen, lass mal den alten Vertrag bevor wir irgendwie diese anderen Zölle bekommen.
Naja, aber auf jeden Fall ist jetzt wieder Streit hin und her und auch um diese 150 Tage, 50 Prozent-Zölle.
Und genau das ist ein interessanter Punkt auch für Investoren.
Denn nach den 150 Tagen muss irgendwie verlängert werden.
Und parallel laufen jetzt neue Untersuchungen nach Section 301 und 232.
Das sind so handelsrechtliche Verfahren, die deutlich komplizierter sind als alte Notstandsregelungen und die deshalb auch noch Monate dauern werden.
Ja, wahnsinnig.
Stell dir einfach mal vor, du bist Finanzchef eines amerikanischen Industriekonzerns.
Am Freitag sinkt der effektive Importzoll um 7%-Punkte, am Samstag steigt er da wieder um fast fünf.
Ja, und was im Sommer passiert, das weiß ohnehin noch niemand.
Und genau diese Unsicherheit, die ist Gift für Investitionen.
Und VCE-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrop, der Konzerne wie BSF, Bayer oder Evonic vertritt, der hat das so formuliert.
Für unsere Unternehmen beginnt jetzt keine Phase der Stabilität, sondern eine neue Runde der Unsicherheit.
Und interessant ist auch die geldpolitische Dimension.
Fed Präsident Jerome Powell, der hat zuletzt offen gesagt, dass ein Großteil der aktuellen US-Inflationsproblematik zollgetrieben ist.
Das BIP-Wachstum, das lag ja im vierten Quartal nur bei 1,4 Prozent.
Also analysiert gesehen, lag im dritten Quartal noch bei 4,4.
Und die Kerninflation, die stieg zuletzt auf 3 Prozent, was relativ hoch ist.
Und ohne Zölle läge die zugrunde liegende Inflation ziemlich nah am 2%-Ziel.
So hat das Paul zumindest durchblicken lassen.
Und wenn also die durchschnittliche Zollbelastung tendenziell sinkt, was sie ja seit dem Peak im letzten Jahr tatsächlich tut, dann wäre das eigentlich ein disinflationärer Impuls.
Ja, aber eben nur graduell und strukturell bleiben die Zölle natürlich Teil des Systems.
Und selbst wenn Gerichte einzelne Instrumente stoppen, der fiskalische Druck in den USA, der ist natürlich enorm.
Das Haushaltsdefizit ist hoch, die Staatsverschuldung steigt weiter und Zölle sind de facto eine versteckte Steuerquelle.
Und das heißt, wir erleben gerade keine Episode, sondern tatsächlich eine Verschiebung der handelspolitischen Doktrin.
Und der freie Handel als Leitprinzip, das scheint passé.
Selbst wenn er künftig was er in Zölle zurückfährt, müsste er an anderer Stelle neue Einnahmen generieren.
Und politisch wäre das natürlich immer teuer.
Greg Ipp vom Orse Journal hat das sehr treffend formuliert.
Die Phase der liberalisierten Handelspolitik, die sei vorbei.
And die USA, die bewegt sich dauerhaft in Richtung Protektionismus.
Und für Europa heißt das, strategische Autonomie wird nicht mehr nur diskutiert, sondern Europa ist dazu tatsächlich gezwungen.
Trotzdem ist das Urteil des obersten Gerichts so für die Märkte unter dem Strich jetzt kein Schock, sondern bestenfalls so ein kleines Plus, weil eben die effektive Zollbelastung immer noch unter dem Niveau vom Donnerstag liegt und weil neue Zollverfahren Zeit brauchen.
Und das eigentliche Narrativ der Märkte liegt ohnehin woanders, und da wären wir wieder beim Thema Stichwort KI-Boom.
Und solange die Investitionsdynamik im Technologiesektor intakt bleibt, werden Handelsspannungen zwar Volatilität erzeugen, aber den Bullmarkt nicht unbedingt brechen.
Solange es intakt bleibt.
Genau.
Ja, und trotzdem verschiebt sich was, denn am Ende werden die Zölle eben weitergereicht an Verbraucher und an Aktionäre.
Und vielleicht ist das sogar die wichtigste Erkenntnis für Anleger.
Nicht jede Zollmeldung muss sofort ein Game Changer sein, aber der zugrunde liegende Trend, der ist es auf jeden Fall.
Und dieser Trend heißt, Handel bleibt politisiert und die Volatilität an den Märkten weiter hoch.
Für Investoren bedeutet das, Flexibilität schlägt Dogma.
Ja, was heißt das jetzt konkret?
Man muss ja immer im Blick behalten, dass Europa der größte US-Importpartner ist.
Und wenn sich Handelsströme wegen der geänderten Politik verschieben, dann leiden tendenziell Exportabhängige Schwergewichte, während europäische Binnenwerte profitieren.
Dazu gehören viele smaller Mid-Caps.
Die haben auch in der Vergangenheit in solchen Zollwutphasen ganz gut abgeschnitten.
Und gleichzeitig muss man sich wahrscheinlich ein Stück weit auch von dem alten Mantra verabschieden, dass die USA so gut wie immer outperform.
Also es scheint eine gute Idee zu sein, das eigene Depot in dieser Hinsicht etwas umzurüsten und eben vor allem Klumpenrisiken abzubauen.
Und was beim Agilsein auch helfen kann, ist, wenn man es für sich ein gewisses Basissszenario definiert, aber Alternativszenarien schon mal einkalkuliert.
Wenn sich dann abzeichnet, dass die wahrscheinlicher werden, also diese Alternativszenarien, dann sollt ihr gegebenenfalls mal Umschichten und Positionsgrößen anpassen.
Ganz so, wie es die Investmentprofis ja auch tun.
Aber Portfoliomanagement wird in diesen Zeiten ja deutlich wichtiger als vorher.
Hektisches Umschichten ist allerdings damit nicht gemeint.
Das wäre jetzt wirklich total kontraproduktiv.
Ja, und wenn ihr euch jetzt fragt, schön und gut, aber wie bleib ich denn in dieser unübersichtlichen Lage up to date?
Also, mir fällt da ein gewisser Podcast und seine großartige Community ein, die euch dabei helfen können.
Okay, dann wollen wir mal sehen.
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Die AAA-Idee des Tages.
Timing is a bitch.
Timing ist die Hölle.
Dieser Kenntnis musste schon Frank Thil machen, als er 2021 ein Investmentfonds lancierte.
Aus dem 10X DNH-Hype wurde zwischenzeitlich ein 0,5X DNA-Erlebnis.
Inzwischen notiert der in TEQ Disruptive Technologies umbenannte Fonds wieder bei ungefähr 80% seines Startniveaus.
Entsprechend kritisch fiel auch das Echo aus, als Telen vor gut einem Monat einen aktiv gemanagten ETF auf den Markt brachte.
Ja, es handelt sich um einen Indexfonds, der das Thema künstliche Intelligenz ganz neu spielen soll.
Und in der AAA ID wollen wir euch verraten, wie sich der Telen ETF der TEQ, General Artificial Intelligence ETF, im ersten Monat geschlagen hat.
Schließlich waren die selbstgesteckten Ansprüche immer wieder ganz schön hoch.
Und der ETF soll eine Art thelen'scher Gegenentwurf zu Nasdaq 100 oder konkurrierenden ETFs mit dem X-Trackers, Artificial Intelligence and Big Data sein.
Die Konkurrenzprodukte sind in den Augen des Höhle der Löwenstars meist sehr breit definiert und gleichzeitig aber sehr konzentriert investiert.
Ja, und der meint damit, dass in die Produkte auch ganz viele Werte einfließen, die nur mittelbar etwas mit KI zu tun haben.
Und dann sind die Indizes so konstruiert, dass wenige Titel eine hohe Gewichtung haben, die am Ende dann die Performance natürlich dominieren.
Die meisten KI-ETFs sind Mogelpackungen.
So hat es der große Meister gesagt.
Und da wären beispielsweise Aktien wie Bank of America drin, nur weil die jetzt ein Chatbot im Kundenservice haben.
Und tatsächlich, wenn man mal schaut, ist die amerikanische Bank mit 4,4% im X-Trackers Artificial Intelligence und Big Data hochgewichtet, mit 4,4%.
Ja, das soll bei TEL nicht möglich sein.
Zum einen will er nur in Firmen investieren, die ohne die KI nicht existieren würden.
TEL nennt das Pure Play.
Also zum Beispiel die Chip-Schmieden wie Nvidia oder AMD oder die Fertiker wie ASML und TSMC, aber eben auch die Infrastruktur.
Wer kühlt die Server, wer liefert den Strom im Rechenzentrum, all sowas.
Da tauchen dann Namen wie Vertif oder Eton auf.
Das ist dann so die klassische Schaufelverkäufer-Logik.
Auch mit seinem Gewichtskonzept geht er neue Wege.
In fast jedem Tech-Index existiert nämlich so, ich würde mal das sagen, das Nvidia-Problem.
In Goldman Sachs, TMT, KI-Index wiegt Nvidia etwa 10 Prozent.
Bei X-Trackers fast 5%.
Und das Problem ist dann, wenn Jensen Wagen schlecht schläft, dann sieht das eben auch fürs Depot nicht gut aus.
Ja, Thielen kapt deswegen alles bei 3%, zumindest nach den Neugewichtungen, die zweimal im Jahr stattfinden.
Das ist ein ganz entscheidender Punkt.
Er nimmt die großen Mac7 zwar mit, aber er gibt dem sogenannten Longtail mehr Platz, also den Spezialisten wie Sentinel One, zum Beispiel, Lumentum oder MongoDB.
Und das Ziel ist, weniger Klumpenrisiko, mehr Breite.
Und jetzt kommen wir natürlich zur Performance, das wollt ihr natürlich auch wissen.
Die ist jetzt nicht berauschend, aber auch nicht katastrophal.
Seit Start hat der ETF 0,6% verloren.
Und damit liegt er deutlich besser als der X-Trackers Artificial Intelligence und Big Data.
Der hat ihm im gleichen Zeitraum knapp 4% verloren.
Auch der Investco EQQ Nasdaq 100, den hat er auch klar Output von der Telen, nämlich um 4%-Punkte.
Allerdings liegt er 3%-Punkte hinter dem Goldman Sachs KI-Index und sogar 16%-Punkte hinter dem UBS AI Industrials.
Der Goldman-Index enthält wie Thielen auch knapp 100 Werte, geht aber bei der Gewichtung stärker nach dem Börsenwert vor.
Der UBS-KI-Industrie-Index, der enthält lediglich 23 Titel und setzt, wie der Titel es vermuten lässt, stärker auf KI zum Anfassen, wie Caterpillar, Train Technologies oder DICOM Industries.
Und lediglich fünf Titel des UBS-Index finden sie auch bei Telen wieder.
Und zum X-Trackers gibt es schon mehr Überlappungen, nämlich 35 Positionen finden sie in beiden.
Und zum Goldmann-KI-Index gibt es immerhin 45 Überschneidungen.
Und was man sagen muss, der ETF von Telen ist ganz klar kein Basisinvestment, allenfalls in Satellit.
Und dann auch noch ein ziemlich teurer.
Die 0,69% Gesamtkosten sind selbst für einen aktiv gemanagten ETF nicht ganz günstig.
Aber dafür bekommt ihr eben auch eine Auswahl, die so in Standard-ETFs oder im nächsten Jahr 100 nicht zu finden sind, weil dort die Big Techs eben alles platt walzen.
Ja, wer an die General AI glaubt und nicht alles auf die Karte Nvidia setzen will, der kann sich Telen'KI-Index mal anschauen.
Am besten per Sparplan, um die Volatilität zu glätten.
Bisher hat der ETF noch nicht viele Fans gefunden.
Gerade mal vier Millionen Euro ist das neue Wegel schwer.
Mal sehen, wie es diese hoch-KI-relevante Börsenwoche übersteht.
Tja, aber auf jeden Fall muss man vorsichtig sein, es bleibt eine Wette auf eine Technologie, die noch am Anfang steht und gerade sehr gipelig da ist.
Oder wie Frank es sagen wird, wir haben den Ereignishorizont überschritten.
Hoffen wir mal, dass es kein schwarzes Loch für das Kapital wird.
Das war alles Wachsen.
Wir freuen uns über Feedback, schickt uns eine mehr into play, also AIDWLD, oder hinterlassen uns eine Bewertung.
Und wie zu erwarten, hat natürlich die Samstagsfolge mit Dr.
Dr.
Rainer Sittelmann polarisiert.
Also bei Spotify gab es vorwiegend negative Kommentare.
Bei den Mails gab es aber durchaus auch sehr viel positive und gemischte Kommentare.
Ralf sagt, sehr guter Gesprächspartner mit hoher intellektueller Bedeutung.
Udo schreibt, dass Rainer polarisiert.
Und das ist in der heutigen Zeit auch gut so.
Ich wünsche mir wirklich, es gäbe mehr Persönlichkeiten wie ihn, die Klartext sprechen.
Ich habe den Podcast bis zur letzten Sekunde mit Spannung verfolgt.
Top-Sendung.
Ja, Hörerin Chris dagegen, die hat eine stärkere Einordnung durch die Moderatoren vermisst.
Und die Sache mit dem Alter, die fand sie, Zitat, völlig daneben.
Klaus wiederum hat sich zu einem ganz eigenen Weltraumszenario inspirieren lassen.
Er schreibt, ich denke die Besiedelung des Mars wird, wenn überhaupt mit intelligenten Robotern erfolgen, die sich weiterentwickeln und reproduzieren.
Irgendwann werden sie die Erde und die Menschen nicht mehr brauchen und den Weltraum erobern.
Aber am besten hat mir ohnehin Ingos Kommentar gefallen zum Thema Red Bull.
Er schreibt kurz und knapp, zum Glück seid ihr kein Ernährungspodcast.
Danke, Klaus, das sehe ich ganz genauso.
Ernährungstipps, die stehen hier in der Tat weiterhin nicht im Fokus.
Dafür über die bunte, wilde Börsenwelt.
Und da wollt ihr natürlich dabei sein.
Deshalb abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
