# US Labor Shock and EU Strategic Autonomy

**Podcast:** Mikroökonomen a.k.a. Mikrooekonomen
**Published:** 2026-02-23

## Transcript

Mikroökonomen.
Der Podcast über Wirtschaft.
Wir blicken hinter die Kulissen.
Analysen, Berichte und Debatten aus der Welt der Politik und der Märkte.
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Heute ist Sonntag, der 15.
Februar 2026.
Willkommen zur 341.
Folge der Mikroökonominnen.
Hallo Hanna.
Hallo Marco.
Schon wieder Mitte Februar.
Das Jahr ist quasi fast schon wieder vorbei.
Sag das nicht.
Donald Trump war ja auch mal ein paar Tage ruhig.
Da weiß man auch gar nicht mehr, was man tun soll.
Er hat sich nicht entschuldigt, habe ich als Nachricht gelesen.
Ich habe aber nicht gelesen, wofür.
Ja, ich glaube, er hat Obama und seine Frau als Affen gepostet.
Sich nicht entschuldigt, weil das war irgendein Praktikant.
Haha.
Irgendein weißer Hausmitarbeiter.
Er zählt sich da wahrscheinlich auch dazu.
Ach ja, ehrlich gesagt, das hat er, das ist auch so erwartbar, dass wir da tatsächlich nicht drüber reden.
Wir haben eben noch nach Themen gesucht, über die wir nicht reden.
Jetzt reden wir schon wieder nicht darüber, obwohl wir eigentlich erstmal die Themenzusammenfassung machen wollten.
Und wir haben heute Trinkgeld-Update, also das Ding mit New York, Immigration Policy von Donald Trump.
Also da gibt es so die ersten Berichte über Auswirkungen dessen, was passiert, wenn man lauter Migranten rausschmeißt, legal und illegal aus dem Land.
Und Hannah hat Märzens neue Dringlichkeit.
Ich bin sehr gespannt, welche Dringlichkeit, welcher März.
Und dann haben wir nochmal ein Blick auf Trumps Handelsabkommen mit Indien.
Also ein schöner Themenstrauß.
Bei der Foreign Times haben wir aktuell den Alexander Clarkson hinter der Paywall mit der Frage, ob Amerika sich selber lähmt oder nicht.
Da bin ich also ein bisschen anderer Meinung als er gewesen.
Jedenfalls haben wir das da.
Und wir hatten die Woche die Auffälligkeit nach einem Hörerhinweis und da möchte ich ganz dringend an euch appellieren.
Wenn ihr irgendwelche Probleme habt, irgendeinem unserer Podcasts, Mikroökonom Foreign Times, was auch immer, sagt es uns.
Weil es könnte sein, dass andere auch dieses Problem haben, aber einfach nichts sagen oder vielleicht gar nicht mitgekriegt haben, dass es Probleme haben oder wie auch immer, sagt es uns.
Und in dem Fall war es so, dass scheinbar mit der Umstellung der Foreign Times auf den neuen Hoster, was ja schon im November, Anfang Dezember war, irgendein Problem mit der Stripe-Anbindung entstanden ist, also zwischen Member Press und Stripe.
Und dann die Abos zwar alle abgebucht wurden, gleichzeitig aber irgendwie der Feed nicht richtig zur Verfügung gestellt wurde.
Nicht für alle, sondern nur im Fall eines Monatsabos, also wer ein Jahresabo hatte, das vorher schon bearbeitet wurde, das lief einfach weiter.
Aber irgendwie haben dann die Webhooks von Stripe Probleme bereitet.
So, jetzt habe ich erstmal manuell das Zeugs nachgetragen, weswegen jeder jetzt wieder seiner Foreign Times hören können sollte über den Premium-Feed.
Und ich muss dann die Tage mehr selber nochmal im Premium-Abo schießen und ein bisschen rumprobieren, ob das jetzt alles klappt.
Oder dann weiter mit Member Press an der Problemlösung arbeiten.
Also wirklich ganz wichtig, dass ihr uns informiert, wenn ihr Probleme habt, weil wir selber kriegen das Grunde immer nicht mit, wenn ich irgendwo eine rote Lampe aufleuchtet.
Soweit dazu.
Dann haben wir einmal wwwmikroökonom.de, da findet ihr ein Premium-Abo der Mikroökonom, www.foreigntimes.de, unser außenpolitischer Podcast, da findet ihr ein Abo der Foreign Times, also ein Einzelabo.
Auf Steady, das verlinken wir auch in den Shownotes, gibt es das Gesamtabo von Foreign Times und Mikroökonom.
Und dann gibt es ja bei Steady auch noch so ein großes Abo, was ein bisschen teurer ist.
Jetzt habe ich den Namen nicht mehr im Kopf von dem Ding.
Jedenfalls das teure Dinge.
Da ist auch unser Newsletter auslandsbericht.de dann mit drin, der wiederum als Einzelabo dann auch bei Auslandsbericht.de zu erhalten.
Das ist alles ein bisschen kompliziert, kostenlos bleiben die Mikronews.de.
Und all das wird möglich durch euch, eure Premium-Abos spenden, Daueraufträge, das Verteilen in den sozialen Netzwerken, die Liebe, die ihr Hannah nebenher spendet oder dem Ulrich per Mail.
Das alles, dafür danken wir euch.
Das hilft uns sehr, das motiviert uns und das freut uns.
Und wenn ihr uns noch etwas per E-Mail mitteilen möchtet, mh.mikroökonom.de, das wäre die E-Mail-Adresse.
Die läuft dann bei mir auf und ich verteile es dann um oder informiere die anderen entsprechend.
Und auf Reddit gibt es ja immer mal wieder ein Kommentar, der wird dann auch weitergeleitet.
Ich glaube, nicht jeder von uns ist auf Reddit, deswegen gibt es auch nicht jedes Mal immer Antworten auf Reddit.
Das ist leider so.
Kann aber auch niemanden zwingen.
Jedenfalls.
Es gibt auch Menschen, zum Beispiel mich, die zwar auf Reddit sind, aber trotzdem immer übersehen, wenn es was gibt.
Obwohl ich es dir schicke.
Nee, wenn du es mir schickst nicht, aber ansonsten, es geht Reddit nur theoretisch bei mir ein.
Aber sicher geht es ein auf Mastodon.
Da sind nämlich auch die meisten von uns und wir sind auf Reddit und Mastodon auch jeweils als Mikroökonom und da dann, also gerade auf Mastodon, also eigentlich nur im Feed dessen, was wir so bei Mikroökonom raushauen.
So, wir reden heute nicht über.
Worüber denn nicht, Hanna, du möchtest nicht über Karneval, Fasching, Olympia, möchte ich alles nicht drüber reden.
Wie findet ihr denn?
Nennt man das Karneval oder Fasching?
Okay, das ist die plumpeste Provokation aller Zeiten.
Deswegen überhören wir sie jetzt alle.
Ich komme ja aus Karneval und bin jetzt in Fasching.
Gerade.
Ich bin mutiert.
Ich habe hier quasi gespaltene Feierpersönlichkeit.
Ach ja.
Ich habe ein Thema, das ich nicht spreche, das sind die Demonstrationen zur Unterstützung der Opposition im Iran.
Zu denen, der Scharsohn aufgerufen hat.
Die hatten in München 150.000 Teilnehmer.
Los Angeles 350.000.
Toronto 350.000, London 50.000 und 10.000.
Johannesburg, Sydney, Tokyo und ein paar anderen Städten.
Warum rede ich nicht darüber?
Weil es Streit gibt.
Der Scharzon wird ja von den Linken als nicht so schön wahrgenommen.
Es gab eine linke Zentraldemo in Brüssel mit 700 Leuten, aber das hindert niemanden daran.
Die anderen Zahlen, die ich glaube, ob der Menschenmassen offensichtlich sehr hoch waren, auch wenn man sich jetzt darüber streiten kann, ob das 350 oder 300 oder 250.000 waren, jedenfalls wesentlich besser besucht waren.
Und vielleicht sollte man sich auf dann den wahren Feind konzentrieren, die Mullah Samira an und nicht auf die anderen in der Opposition.
Darüber reden wir nicht, sondern widmen uns erstmal dem Trinkgeld-Update.
Ihr erinnert euch vielleicht, dass wir vor zwei Folgen oder drei Folgen darüber gesprochen haben drei Folgen darüber gesprochen haben, dass es in New York neue Trinkgeldregeln gibt.
In den Essensliefer-Apps neue Trinkgeldregeln, weil diese Apps beschlossen haben, nachdem ein Mindestlohn höherer Natur eingeführt wurde, dass man das Trinkgeld erst nach der Buchung anbietet, dem Kunden und damit dann auch die Trinkgelder zusammengebrochen sind für die Fahrer.
So, jetzt gibt es seit zwei Wochen diese neue Trinkgeldgesetzgebung, wo es aktiv.
Da gab es dann erstmal ein Schneesturm, dann gab es irgendwie noch andere Probleme.
Also es war saukalt, deswegen ist das vielleicht alles jetzt noch nicht so repräsentativ.
Aber man sieht, zumindest in diesen ersten zwei Wochen, dass sich die Hoffnung auf höhere Trinkgelder definitiv erstmal nicht materialisiert haben.
Zumindest wenn man der anekdotischen Evidenz glaubt.
Das heißt, wir werden dann in den nächsten Monaten noch richtige Zahlen sehen, aber aktuell zeigt sich bisher keine Verbesserung bei einzelnen befragten Fahrern durch die Regionaljournalisten da vor Ort.
Ich glaube, die werden quartalsweise erhoben, die Zahlen, also es wird noch ein bisschen dauern.
Und macht ja auch grundsätzlich Sinn, sowas sich über längere Zeiträume anzuschauen, um da verlässliche Daten zu haben.
Jedenfalls sind da einzelne Lieferfahrerinnen, die 5 bis 10 Prozent der Lieferungen haben, bei denen sie überhaupt Trinkgeld bekommen.
Dann gibt es andere, die sagen, dass sie bei 92 Auslieferungen 23 Dollar Trinkgeld bekommen haben oder bei 75 Auslieferungen 60 Dollar.
Also alles unter diesem 1 Dollar.
Früher waren es ja drei und damit hätte sich keine Verbesserung ergeben.
Es ist in jedem Fall leidlich schwach.
Und ich würde sagen, wir warten dann mal die genauen Daten an und gucken dann nochmal da drauf.
Es ist auch wirklich fraglich, ob man Trinkgeld ist ja eine Kulturfrage, es sind ja immer Dinge, die sich gesetzlich schwer regeln lassen.
Ja, aber ich glaube schon, dass es ein Unterschied ist, ob du es beim Bezahlvorgang angezeigt kriegst, die Option oder hinten dran, wenn du eh keinen Bock mehr hast, in die App reinzugehen.
Also wenn, dann müsste es zumindest so sein, dass wenn du die App dann das nächste Mal öffnest, du dann nochmal angeboten bekommst, ein Trinkgeld für deine vorangegangene Lieferung zu geben.
Aber auch da würde ich dann sagen, wenn einer kein Trinkgeld gibt, ist dann die Schwelle schon recht hoch, da nochmal ins hinterherzuwerfen.
Dann sind wir schon beim nächsten Thema, Trumps Immigration Policy.
Also ja, vielleicht erinnert ihr euch, ich glaube, es ist ticken länger als ein Jahr her.
Da haben wir im Rahmen von Trumps Wiederwahl uns mal der Frage zugewandt, was ist eigentlich passiert oder was passiert eigentlich, wenn man in den USA konsequent illegale Migranten rauswirft.
Und ich möchte wirklich darauf hinweisen, dass wir damals tatsächlich auch naiv, wie wir waren, gedacht haben, naja, die werden sich natürlich nur um illegale Migranten kümmern.
Jetzt ist ja auch etwas anders, was sie dann gemacht haben.
Dann haben wir halt festgestellt, im Baubereich hast du, je nachdem, wo du rumfragst, bis zu einem Drittel der Arbeiterschaft aus illegalen Migranten.
Im Landwirtschaftsbereich ist das etwas höher und natürlich ist es regionsspezifisch dann auch mal 50 Prozent und in manchen Unternehmen auch nochmal viel höher.
Also so im Einzelfall ist es immer noch anders, aber man konnte so per Daumen sagen, ein Drittel der Arbeiter sind illegal beschäftigt in der Baubranche.
So, und das Fazit war, Bauprojekte werden nicht fertiggestellt, verrotten potenziell, die Löhne steigen massiv und das Wachstum wird leiden.
So würde ich es zusammenfassen.
Und derweil wissen wir, Trump hat es über das Treiben von Eis geschafft.
Sein, naja, ich sag mal, ohnehin geplant problematisches Vorgehen noch etwas problematischer zu gestalten, als es ohnehin schon war.
Eis geht nämlich gegen alle vor, die migrantisch aussehen.
Das heißt, es ist völlig egal, ob du saubere Papiere hast oder nicht.
Da macht man gar kein Unterschied.
Wenn dich einer sieht, dann wirst du erstmal eingeknastet, untersucht, weißt auch gar nicht, wann du wieder rauskommst, kann nach ein paar Stunden sein oder auch nach ein paar Tagen, Einzelfälle mehrere Wochen, ich glaube teilweise gar Monate.
Also es gibt Einzelfälle, die ein halbes Jahr verschwunden sind, obwohl sie ordentliche Papiere hatten.
Also völlig irre, was da teilweise rumgeht.
Ja, und das wiederum bedeutet aber, wenn man wirklich sagt, migrantische Arbeiter, also jeder, der irgendwie so ein bisschen braun ist, also da bist du locker bei 50 Prozent Betroffener in der Baubranche, teilweise sogar mehr.
Also lässt sich ein bisschen schwer eingrenzen, aber das sind dann mindestens 50 Prozent der Leute.
Und ich sage mindestens, weil, also erstens sind ja gegebenenfalls einfach alle, die irgendwo auf dem Bau rumhängen für Eis verdächtig, ne?
Was zwar Tag zu lange in der Sonne, bist du nicht weiß genug, dann bist du ja schon irgendwo weg.
Und zweitens, die anderen 50 Prozent, also wenn man es mal bei diesen 50 Prozent belässt, sind natürlich auch in gewisser Weise betroffen, wenn die Hälfte der Arbeitenden plötzlich wegfällt.
So, und über all dem schweben dann natürlich noch weitere Betroffene, also die Unternehmen, die Zulieferer, die Auftraggeber.
Und natürlich versuchen die wiederum dann Eis entgegenzuwirken.
Also jetzt wirklich ein Beispiel, wo ich mir gedacht habe, naja Leute, also dann machen sie uns so eine Baustelle halt einen Zaun rum, weil dann kannst du irgendwie sagen, das ist ein klar definierter Bereich, jetzt vielleicht nicht des Wohnens, jedenfalls müsste Eis dann irgendwie, also man muss sie schon reinlassen oder sie brauchen ein Permit, also eine Berechtigung auf diesem Grundstück dann Leute zu befragen und zu untersuchen.
Das Problem damit ist natürlich nur offensichtlich, so ein Arbeitstag ist irgendwann mal rum, ne?
Und im Regelfall gehst du dann nach Hause und schläfst nicht auf der Baustelle.
Und Eis kann dann einfach um die Ecke warten oder vorne dran, bis das dann der Fall ist und irgendwann musst du da halt weg.
Spätestens dann können sie dich dann halt auf der Straße wieder einkashen.
Oder was man auch gelesen hat, sind dann so Arbeiter, die Panikartig versuchen zu flüchten, wenn dieser Eisjungs auftreten.
Und zwar auch dann, wenn sie ordentliche Papiere haben.
Einfach weil sie Angst haben, dass sie für ein paar Tage oder Wochen verschwinden, was ja vielleicht nicht schwer ist, nachzuvollziehen.
Niemand hat Lust zu verschwinden.
Oder aus irgendeiner Racheaktion in einem anderen Land aufzuwachen, wo du dann von den Trump-Leuten hin verschleppt wirst.
Ja, also ich glaube, es gibt im Grunde keine Lösung dafür, sondern es ist einfach so, dass wenn du gewissen Branchen arbeitest, egal wie du aussiehst, bist du gewissen Risiken ausgesetzt.
Und es gibt dann halt auch Fälle, wo einfach alle Verdächtigen festgenommen werden.
Das heißt, niemand ist sicher.
So, die Folge ist natürlich dann auch klar, ne?
Niemand hat mehr Lust zu arbeiten in dieser Branche, in diesen Gegenden, die es betrifft.
Es betrifft jetzt nicht nur, wie mancher im Internet rumbrüllt, die blauen Staaten, sowas wie Minnesota oder Kalifornien, sondern nein, natürlich auch in Texas.
Also das ist jetzt nicht so, dass da irgendwie jemand ausgeklammert wäre, sondern wir sehen die Probleme überall in den USA, aber bevorzugt in der Nähe der mexikanischen Grenze.
So, und die Folge dessen ist dann natürlich auch recht erwartbar, würde ich behaupten, die Löhne steigen.
Weil man muss ja irgendwie die Leute dann trotzdem zum Arbeiten bringen.
Und vor allen Dingen muss man irgendwie gucken, dass man aus einem reduzierten Arbeiterpool möglichst viele Arbeiter bekommt.
Die wollen dann natürlich mehr Geld haben.
Und nicht jeder kann sich das leisten und dann steht alles still.
In jedem Fall aber steigen dadurch die Baukosten.
Also nicht nur deswegen, sondern Bauprojekte, also Bauprojekte können einfach nicht fertiggestellt werden, wenn Arbeiter fehlen.
Angefangene Arbeiten müssen gegebenenfalls erneut getätigt werden.
Wenn mittendrin Arbeiter verschwinden und das, also es gibt halt verschiedene Arbeiten, die musst du einmal fertig machen oder du kannst halt von vorne anfangen.
Kostet alles Geld, ist vielleicht auch die Frage, muss man dann, weil man ja die Arbeiter an diese Problemlage gebracht hat, muss man die dann auch nochmal weiter bezahlen oder macht man das, damit sie überhaupt zurückkommen und so weiter.
Also es gibt unglaublich viele Kosten, die dadurch entstehen.
Es fehlen dann teilweise auch Arbeiter, um Bestellungen aus dem Lager rauszuholen.
Also die Leute werden eingebuchtet und in der Folge hat halt der Bauherr vielfältige Probleme.
Zum Beispiel, dass auch er Bestellungen nicht mehr aus dem Lager rausholt, weil er weiß, naja, ich kann ja jetzt nicht weiterbauen.
Ich brauche erstmal wieder die Leute.
Also hole ich das erst aus dem Lager raus oder von dem Zulieferer ab, wenn ich weiß, ich kann weiterbauen.
So, dann hat der Zulieferer das da liegen, hat es vielleicht schon vorbezahlt, kriegt dann sein Geld nicht von dem Bauherrn, dann streitet man sich gegebenenfalls rum, je nach Vertragslage.
Es ist so eine Situation entstanden, wo im Grunde der eine, also der Zulieferer ein volles Lager hat und manch anderer, also Bauherren, dann plötzlich ein Lager brauchen, also Dinge einlagern müssen, weil sie das nicht weiterverarbeiten können und eigentlich nicht darauf ausgelegt sind, allzu viele Dinge zu lagern.
Vielleicht erinnert ihr euch auch noch daran, dass wir nach Trams Wahlsieg mal ein Blick auf die gestiegenen Mietpreise in den USA geworfen haben.
Das war einer der Gründe, warum die Leute sauer waren.
Ich habe damals gesagt, naja, nach Corona sind die gestiegen, aber jetzt gerade haben sie sich ein bisschen entspannt.
Jetzt bedeutet aber weniger fertiggestellte Häuser auch mehr Preisdruck im Mietmarkt.
Leute, die geplant haben, irgendwo auszuziehen, was gemietet haben für ein Übergang, können halt nicht in das neue Haus.
Oder verkaufen auch das Haus nicht, was sie eigentlich geplant haben, zu verkaufen.
Das heißt also, auch die Hauspreise entwickeln sich vielleicht nicht so, wie sie sich entwickelt hätten.
Und durch die gestiegenen Problemenlagen mit fertiggestellten Häusern, also dass man sie halt zu höheren Preisen fertigstellt, kommt man dann halt auch an den Punkt, wo man sagt, naja, wie kriege ich denn das Geld wieder?
Eigentlich nur durch höhere Mieten.
Also Baupreise haben einen starken Einfluss auf Mietpreise.
Das haben wir ja in Deutschland auch gelernt.
Und im Grunde läuft es jetzt genau so, wie wir damals schon vermutet haben.
Aber man sieht und hört zwar von diesen Auswirkungen, nur sie fehlen noch im Detail.
Also man hat noch nicht die ganzen Details in den Daten zusammen, um zu sagen, so und so viel ist es.
Das und das hat es uns gekostet.
Da waren wir höchstens mal so Überschlagsrechnungen.
Das ist alles ein bisschen vage.
Was ich halt wirklich interessant fand und was ich, glaube ich, wirklich wichtig finde zu beobachten, ist, dass halt auch in den republikanischen Staaten die Probleme gibt und man dort dann auch mit den Demokraten zusammenarbeitet, um irgendwie zu versuchen, dieses Problem, was Trump da erzeugt hat, aufzulösen.
Ja, was ist denn mit Landwirtschaft?
Weil die viele der republikanischen Staaten sind ja große Landwirtschaftsflächen.
Und da hat man ja schon direkt am Anfang, direkt nach der Wahl gesehen, dass haufenweise Leute sich einfach über Nacht davon gemacht haben, weil sie Angst hatten vor den folgenden Einknastungen, die ja dann auch zeitnah gekommen sind.
Und das trifft natürlich die republikanischen Staaten, wenn in der Landwirtschaft nicht genug Leute da sind.
Das hat man ja in den UK auch gesehen, nach dem Brexit, wo ja auch dann einfach das Gemüse auf dem Feld vergammelt ist.
Also in der Realität haben wir jetzt in Texas gesehen, dass ein tiefroter Bezirk plötzlich jemanden von den Demokraten gewählt hat.
Es gibt so Signale über die Politik und die Zahlen.
Also ich habe mir jetzt die Landwirtschaft diesmal noch nicht angeguckt.
Ich habe auch generell zu diesen Themen bisher wirklich wenig Konkretes gefunden, in dem Sinne, dass sich einer mal hingestellt hat und gesagt hat, okay, wie viel hat der Bauscheiß uns jetzt gekostet.
Es liegt auch ein bisschen daran, dass wir letztes Jahr einen Datenverlust hatten, als die ihren Shutdown hatten in den USA.
Da sind ja zwei Monate lang keine Daten durchgerauscht.
Das macht es wahrscheinlich dann auch ein bisschen schwieriger.
Aber das müssen wir jetzt in den nächsten Wochen und Monaten noch sehen, was da jetzt nachgeliefert wird zu 2025.
Und dann hoffe ich, dass wir darüber nochmal im Detail reden können.
Aber jetzt so explizit zum Bau gab es nur diese Überschlagsrechnung.
Und ich finde, diese Überschlagsrechnungen, die haben wir jetzt schon vor einem Jahr besprochen.
Also irgendwas zwischen 0,3 und einem Prozent BIP-Verlust.
Naja, damit kann ich auch wenig anfangen gerade.
Das will ich etwas detaillierter haben.
Ja, wäre ja auch mehr die Frage, wie ist der Branchenverlust.
Ja, also es kommt halt noch eine Sache obendrauf.
Da würde ich auch noch drauf hinweisen wollen.
Es gibt halt auch noch Zölle auf diverse Baumaterialien, die die Branche zu erdulden hat, die das Bauen teurer machen.
Und wo die auch alle pisst sind, dass Trump ihnen das eingebrockt hat.
Das heißt, die haben aus verschiedenen Feldern Problemlagen.
Es gibt auch die ersten Pleiten, wo sie vorher vielleicht gar nicht zu erwarten waren.
Aber US-Unternehmen haben ja im Regelfall immer keinen so großen Spielraum, wenn es mal nicht läuft.
Also die haben ja weniger Rücklagen und so weiter.
Von daher kann das auch recht schnell sein, dass da eine Marktbereinigung stattfindet dann in den nächsten Monaten.
Und dann wird es ja eigentlich interessant, weil das schnell wieder hochzuziehen, wird, glaube ich, schwierig.
Und was halt daran auch interessant ist, vielleicht erinnert sich der ein oder die andere daran, es gab ja mal diesen komische Aussage von Trump, danach man jetzt doch nicht so viele Migranten rauswerfen möchte oder wenn dann nur so, und das war explizit auf Landwirtschaft, glaube ich, bezogen, wenn dann nur so, dass sie schnell wieder rein können und ihre Permits bekommen.
Also zumindest in der Baubranche habe ich das überhaupt nicht gesehen und die Baubranche macht seit Monaten ziemlich Druck in den USA.
Also Landwirtschaft muss man uns nochmal gesondert angucken.
Wollen wir zum Herrn Merz.
Herr Merz fühlt sich dringlich.
Er hat auch ganz dringende Dinge zu was zu erledigen, zu tun oder wächst es ihm?
Nee, es ist dringlich was, müssen andere machen.
Ach so, das kann ja jeder.
Ja, es gab in Belgien in einem Schloss in der Nähe von Brüssel vor drei Tagen ein Sondergipfel zur europäischen Wirtschaft.
Per se ist das ja an der Zeit, würde ich sagen.
Also, und da sind sich auch alle einig, dass explizit die EU jetzt mal nicht nur reden kann, von wegen, wir machen hier jetzt unser eigenes Ding und es auch nichts bringt, nur über Zölle mit Trump zu verhandeln und solche Klein-Klein zu verlieren, sondern relativ klar ist, wenn wir sicherheitspolitisch uns zusammenraufen wollen, dann müssen wir uns auch wirtschaftlich zusammenraufen.
Und wir haben ja, als wir bei den zuletzt gesprochen haben, vor zwei Folgen schon ein bisschen darüber geredet, dass es eben eine andere militärische Haltung geben muss am Ende gegenüber Russland.
Und das drückt sich auch aus, dass man mit einer strategischeren Wirtschaftspolitik eigentlich agieren muss und halt nicht nur sagen kann, ja, wir reagieren auf Trumps Zölle, wir reagieren auf das und das, weil es aus verschiedenen Gründen nicht läuft.
Es ist ja, es gab ja jetzt auch großen Krach um das Mercosur-Abkommen.
Es ist nicht ganz klar, ob die neuen Ukraine-Hilfe in Freigegeben werden, weil es da auch in der Abwicklung ein bisschen gehakt hat und das haushaltspolitisch nicht ganz sauber war.
Und entsprechend ist klar, dass Europa sich eigentlich finanz- und wirtschaftspolitisch auf ein mehr gemeinsames Agieren wird einigen müssen.
Und das ist, glaube ich, auch den meisten Ländern klar.
Aber das ist auch schon das Einzige, was alle teilen, würde ich sagen.
Und so war es jetzt, glaube ich, auch an der Zeit, wirklich mal auf den Tisch zu hauen und zu sagen, diese konkreten Dinge müssen wir übernehmen.
Die Einladung zu diesem Gipfel ist von der EU-Kommission bzw.
von Ursula von der Leyen gekommen.
Und sie ist auch reingegangen mit einem Entwurfspapier, das so ein bisschen anreißt an manchen Stellen, was wohl zu tun ist oder was die To-Do-Liste tatsächlich der EU-Staaten ist, um sich da vorwärts zu bewegen.
Vorher gab es schon einen Treffen von Macron Merz am Vortag, wo es darum ging, dass vielleicht Deutschland und Frankreich sich auf eine gemeinsame Ebene einigen, ist nicht so ganz was geworden.
Weil letztlich Macron läuft über die Schiene, wir müssen gemeinsam Schulden aufnehmen, also Eurobonds, was ja wir jetzt seit zehn Jahren ventilieren, dass das vielleicht eine Lösung sein könnte.
Und März sagt, nein, auf keinen Fall neue Schulden.
Wir müssen alles auch europaweit ohne Schulden hinkriegen.
So weit so absehbar würde ich sagen, es sah sicher für Eurobonds schon mal besser aus als im Moment.
Also vorherige deutsche Regierungen waren da auch kritisch, aber aufgeschlossener als März jetzt.
Und dass Macron in der gegenwärtigen innenpolitischen Lage in Frankreich nach Möglichkeit das Problem über Eurobonds externalisieren will, ist auch irgendwie absehbar.
Und ja, wenn Deutschland Frankreich sich dabei nicht einigen, ist das Thema im Grunde tot und es gab auch auf dem Gipfel keine Freudenschreie, dass alle anderen Staaten jetzt gerne damit machen wollen.
Aber der Druck wird schon größer in Sachen Eurobonds.
Also.
Aber die Frage ist ja von wem.
Ja, einerseits, andererseits, wenn man sagt, ich will was erledigt haben und es scheitert dann halt auch an der Finanzierung, dann ist halt irgendwie irgendwann schon auch die Frage, ob man sich nicht selber bewegen muss.
Bei Themen, die einem nicht genehmigt sind.
Bankenunion, Euro-Bonds, sowas.
Ja, also Auftritt Ursula von der Leyen, die Lösung, die Ursula von der Leyen dafür vorschlägt, ist vorantreiben der Kapitalmarktunion im Sinne von, dass einfacher, also sie sagt, wir haben unfassbar viele nicht genutzte Sparguthaben in der ganzen Union rumliegen und grenzüberschreitende Investitionen sind aber schwierig und sie möchte sozusagen die Euro-Bonds quasi durch die Hintertür, indem die Bankenunion so weit voranschreitet, dass es problemloser möglich ist, grenzüberschreitende Investitionen zu tätigen aus den Einlagen der Banken.
Also, dass da im Bereich der Banken die grenzüberschreitende Tätigkeit vereinfacht wird, sodass wir sozusagen dies.
Und da bin ich auch nicht sicher, ob das März jetzt lieber ist, wenn wir jetzt die schwäbischen Einlagen nach Ungarn transferieren.
Oder so.
Aber das ist ihm immer noch lieber als Eurobonds.
Zumindest gab es da keinen Widerspruch.
Und tatsächlich steht die Kapitalmarktunion jetzt auch auf einem Rennen oder die Bankenunion auf der eher dringlichen Seite der Liste, die Ursula von der Leyen da vorgebracht hat.
Also das Vorgehen ist wohl so.
Es gab einen Entwurf von Ursula von der Leyen.
Es wurden Mario Draghi und, Moment, der andere, der letzte von der Name gerade vergessen, der auch vorherige EZB-Chef, Letter, genau.
Die sind beide vorher um einen Bericht und als Berichterstatter geladen worden, die Problemlage aufzuzeigen und als Experten dazu sprechen und haben gemeinsam einige Vorschläge gemacht, von denen jetzt aber, glaube ich, auch nur ein Bruchteil realistisch ist.
Aber jedenfalls, sie sagen im Prinzip Bürokratieabbau, Vereinfachung von grenzüberschreitenden Investitionen, Bürokratieabbau, Identifikation von Zukunftssektoren im europäischen Binnenmarkt und dann strategischer Schutz für diese Sektoren, Kapitalmarktunion.
Sie halten aber also Draghi und Letter, empfehlen, einem Green Deal festzuhalten und ökologische Industrie zu schützen, um sich gegenüber China stark zu machen und identifizieren aber insgesamt dafür auch eine riesige Investitionslücke von ungefähr 800 Milliarden Euro.
Und dem steht gegenüber mit den Sachen, die jetzt Ursula von der Leyen konkret in den Ring hilft, also die insbesondere grenzüberschreitende Investitionen zu stärken und grenzüberschreitende Fusionen zu stärken.
Damit würden sich wahrscheinlich 15 Milliarden Euro heben lassen.
Also, das deckt bei weitem nicht die Investitionslücke, die wir haben, wenn wir all die Sektoren, die da benannt werden, ausreichend gut mit Kapital ausstatten wollen, ohne auf amerikanische oder chinesische Kapitalgeber zurückzugreifen.
Weil das, was letztlich dahinter steckt, ist ja, dass wir nicht nur europäische Produktion und innereuropäischen Handel ankurbeln müssen, sondern am Ende auch eine Finanzierung, zumindest von strategisch wichtigen Investitionen außerhalb der Finanzierung durch amerikanische Investoren hinkriegen müssen.
Also wenn man es wirklich strategisch als eine unabhängige wirtschaftliche Unabhängigkeit denkt, ist das die logische Konsequenz.
Und das drückt sich jetzt in den vorgeschlagenen Maßnahmen noch nicht aus.
Ich gehe trotzdem mal einen Schritt zurück und gucke einmal drauf, was Ursula von der Leyen da jetzt im Konkreten eben auf die Aufgabenliste geschrieben hat.
Also sie hat letztlich gesagt, wir müssen einfacher machen, dass europäische Unternehmen fusionieren können und einfacher, das in der EU gegründet werden kann.
Also sie spricht von Bürokratieabbau in dem Maße, dass eine Gründung binnen 48 Stunden möglich sein muss.
Ich bin ehrlich gesagt nicht sicher, inwieweit das jetzt den Unterschied macht.
Weil das Ausmaß der Bürokratie sich ja auch nicht nur in Zeit ausdrückt, einerseits und vielleicht ein anderes Maß für Komplexitätsreduktion vielleicht praktischer wäre.
Und ich weiß auch nicht, ob jetzt der Grund, warum wir nicht so eine erfolgreiche Startup-Branche haben wie die USA, liegt ja auch wieder an Investitionsklima nicht an.
Bürokratie.
Oder zumindest nicht ausschließlich.
Und da ist eben eher die Frage, haben wir ausreichend viel Venture Capital, um große Start-ups zum Beispiel zu fördern.
Ja, aber ich finde eine schnelle Gründung schon gut.
Also ich habe ja mal so zum Vergleich, Unternehmen in Deutschland hat etwas länger gedauert.
Aber ich habe jetzt auch schon mal ein Unternehmen innerhalb von zwei Wochen gegründet, wobei das die offizielle Zeit war.
Es war dann im Grunde nach einer Woche da.
Und das macht schon was.
Also das erzeugt schon eine ganz andere Dynamik.
Und ich finde schon, dass wir, wenn wir es sicher und gut hinbekommen, muss es möglich sein, dass innerhalb von 24 oder 48 Stunden dahin zu stellen.
Also niemand sollte dann da gehindert sein.
Ja, dann ist eben die Frage von Fusion, also letztlich eine Prüfung der Fusionsbegrenzung in Europa mit dem Ziel, sogenannte European Champions zu ermöglichen.
Das geht natürlich weit in die Antitrust-Regulierung der einzelnen Länder rein.
Also, das ist was, wo gesetzlich unpassbar viel in allen Ländern passieren muss.
Das ist nichts, was wir jetzt mit Knopfdruck mal machen können.
Das ist auch sicher nichts, was auf der Liste stehen kann für dieses Jahr.
Das ist in der Landesgesetzgebung schwer umzusetzen.
Das braucht ganz schön lange, bis alle glattgezogen haben, wie die Fusionskontrolle in den jeweiligen Ländern funktioniert, weil das machen wir halt bisher alle unterschiedlich.
Und das Ziel müsste ja sein, dass eben die Regulierung da so glatt gezogen wird, dass es egal ist, ob jetzt ein slowakisches mit einem italienischen Unternehmen fusioniert oder zwei Unternehmen in einem Land und dass es nach Möglichkeit in beiden Ländern nach den gleichen Regeln geprüft wird.
Und dann es eben für die Fusion mit einem europäischen Partner ein Bonus sozusagen gibt.
Also dass es dann einfacher ist.
Weil nur dann können wir ja sagen, hier, wir europäische Unternehmen werfen unsere Kräfte zusammen und werden European Champions und damit setzen wir uns dagegen durch, dass große amerikanische Reuschrecken aufkaufen, weil das ist ja letztlich die Message, die dahinter steht.
Das steht auf der To-Do-Liste, aber es ist sicher nicht unter den ersten zehn Sachen, die umgesetzt werden können.
Dann auch eher langwieriges Ziel, Handelsabkommen mit weiteren Ländern.
Also wie gesagt, Mercosur stolpert ja.
Aber es ist natürlich eine Strategie, ist neben Binnenmarktstärkung natürlich die Diversifizierung der Handelspartner und dass es eben natürlich sinnvoll zu sagen, wir machen da Einzelabkommen mit anderen Ländern, um möglichst viel Zollfrei zu haben, auch im Bereich der Zulieferindustrie insbesondere.
Also auch da geht es eher darum, jetzt auch kein so riesiges Abkommen vielleicht wie Mercosur auf die Beine zu stellen, sondern eher binationale Abkommen zu haben mit Ländern, die für uns im Zulieferbereich besonders relevant sind.
Auch wieder mit dem Blick auf strategisch wichtige Industrien am Ende.
Dann steht etwas nebulös, Digitalisierung mit auf der Liste.
Sowohl als Thema, in dem wir, und das wird schon auch sehr klar genannt, auch in diesem Dragiletter-Papier, dass wir in keiner der offensichtlichen Zukunftstechnologien in Europa in irgendeiner Form unter den Besten sind.
Also, dass wir letztlich den Anschluss in allen wichtigen Zukunftsbranchen im Moment verloren haben.
Und das ist sicher auch ein Faktum und in den allermeisten der Branchen werden uns China eher überholen als die USA.
Und da ist natürlich, sind auch viele Digitaltechnologien dabei.
Was jetzt genau dann sich aber darunter verbirgt, dass wir den Bereich Digitalisierung stärken müssen, ist nochmal eine ganz andere Frage.
Aber da geht es eben schon darum zu sagen, wir müssen in wichtigen Branchen wieder ein Fuß an den Boden kriegen im Grunde.
Ja gut, das müsste man aber wirklich etwas detaillierter formulieren, weil das ist ja so ein breites Feld und wir hängen.
Die Details sollen bis März kommen.
Oh ja.
Also das war jetzt irgendwie so der erste Aufschlag.
Dieses Jahr.
Also es ist tatsächlich so, dieses Dragterpapier liegt ja vor.
Das macht sehr den großen Bogen auf, was ist überhaupt das, was zu tun ist und was wird es uns kosten, weniger die Detailmaßnahmen, die daraus folgen.
Also das ist wirklich sehr breit angelegt, was alles so die großen politischen Linien sind, die man glatt ziehen müsste.
Ursula von der Land ist jetzt mit dieser Liste eben in den Gipfel gegangen.
Nicht alles davon scheint auf Zustimmung zu stoßen.
Und sie hat aber versprochen, bis März legt die Kommission eine Reihe von zu verabschiedenden Gesetzen vor, die noch dieses Jahr beschlossen werden sollen und eine weitere Liste für nächstes Jahr.
Also das Ziel ist, bis Ende 2027 quasi die Weichen gestellt zu haben.
Und sie will eben im März schon für dieses Jahr die Liste vorlegen.
Dann kommt noch strategische Bevorzugung europäischer Unternehmen, also ganz klassische Industriepolitik, zu sagen, in bestimmten Branchen kaufen wir nur, also bei European quasi, dass es da Vorzüge oder Subventionen oder sogar Regulierungen geben soll.
Und das soll aber explizit auch einschließen, die Zulieferunternehmen, die in außereuropäischen Ländern sind, die mit Europa ein Freihandelsabkommen haben, fallen dann auch unter diese Europe First Policy.
Also sozusagen, wenn ich ein Land, ein Land bin, das ein Freihandelsabkommen mit der EU hat und ich befinde mich im Zulieferbereich, dann darf ich auch im Wettbewerb bei öffentlichen Ausschreibungen und bei größeren Ausschreibungen beauftragt werden, weil ich eben dadurch, dass ich ein europäisches Unternehmen in einem strategisch wichtigen Bereich beliefere, ich quasi auch als Auftragnehmer auftreten kann.
Das ist der Gedanke daran.
Also, dass es eben insbesondere in öffentlichen Aufträgen dann eben eine Bevorzugungsklausel geben soll.
Und die aber eben so ausgelegt wird, dass wir unsere Lieferketten dabei nicht abschneiden.
Und dann steht noch drauf, Energiemarktintegration und weiteres Vorantreiben eines einer einheitlichen europäischen Energiemarktregelung.
Auch das natürlich ein riesiges Thema, was nicht neu ist.
Also wir wissen ja, dass wir mit den grenzüberschreitenden Strommarkt und auch mit anderen Punkten des Energiemarkts noch einen weiten Weg zu gehen haben, bis wir voll integriert sind, sowohl auf regulatorischer Seite als auch auf infrastrukturalar technischer Seite.
Und das ist völlig offensichtlich, dass es eines der Themen ist, wo wir ran müssen, weil der Energiesektor natürlich einer ist, wo wir bisher von amerikanischem Gas, von russischem Öl und von allem anderen möglichen Quatsch abhängig sind und bis hin zu seltenen Erden und so weiter.
Und wo wir natürlich, das aber auch nicht seit Ursula von der Leyen aus der Torte geploppt ist, am Donnerstag in Brüssel wissen, sondern eben schon ewig darüber reden, dass das notwendig ist.
Und die Frage jetzt ist, gibt es den Anschub, das auch zu tun?
Und das ist ohnehin bei vielen dieser Sachen die Frage, dass es sehr große Themen sind, die wir schon lange kennen, wo wir auf der Bremse stehen aus verschiedensten Gründen und wo jetzt der Drive da sein muss, das zu machen.
Und es gibt sehr unterschiedliche Einschätzungen davon, ob dieser Drive da ist oder nicht.
Wie gesagt, Merz ist aus diesem Treffen gekommen, hat gesagt, es war ein allgemeiner, eine allgemeine Spürbarkeit der Dringlichkeit und es gibt jetzt eben also offensichtlich ein geteiltes Gefühl der Dringlichkeit, dass das jetzt zu tun ist.
Und auch andere, also der belgische Ministerpräsident hat gesagt, es war ein Maastricht-Moment zu spüren.
Das sind natürlich extrem große Worte.
Also sozusagen, dass wir jetzt wieder auf so eine Situation hinarbeiten wie die, die mit dem Maastricht-Abkommen ermöglicht worden ist und das wäre so jetzt einen quasi weiteren Schritt der europäischen Binnenintegration greifbar haben.
Da gibt es eben aber auch Stimmen, die sagen, naja, schauen wir mal.
Eines, was ein bisschen darauf hindeutet, ist, dass Ursula von der Leyen auch relativ klar gesagt hat, sie kann sich vorstellen, dass man das mit einer kleineren Gruppe als allen 27 Staaten macht.
Konkret sind wohl neun Staaten so weit zu sagen, ja, wir machen alle Schritte davon mit und wir fangen dieses Jahr an.
Und eine durchaus auch nicht kleine Gruppe von Staaten, die sagt, nee, machen wir nicht Ungarn und die Slowakei natürlich offensichtlich, die ja sowieso über nichts mehr mitmachen gerade.
Aber auch das Baltikum wird gezählt unter den kritischen Staaten.
Es hat mich ein bisschen gewundert, aber das kann finanzielle Gründe haben natürlich oder die verkehrten Verquickungsgründe.
Die Staaten sind auf jeden Fall unter denen, die nicht in diese Neunergruppe zählen.
Und dann landet man wieder letztlich bei so etwas wie das ursprüngliche Kern Europa macht jetzt den nächsten Schritt, muss man auch sagen.
Aber war das nicht eh immer so?
Ich meine, der Euro selber ist ja schon ein sehr starker Hinweis darauf, dass es ein Europa der verschiedenen, nicht nur der zwei Geschwindigkeiten gibt.
Ja, aber das Versprechen war ja bisher, dass es sozusagen mit den Erweiterungen, die wir jetzt gemacht haben, wir jetzt einen gemeinsamen europäischen Binnenmarkt haben und das, was da herauskommen würde, wäre, wir hätten dann einen europäischen und einen europäischeren Binnenmarkt.
Und eine europäische und eine europäischere Bankenunion.
Und das macht natürlich dann in der Folge, kann das durchaus dann wieder zu Reibereien führen, wenn es um Finanzausgleich und ähnliche Sachen geht.
Aber ich finde es auch total logisch.
Also es ist klar, dass sich, wenn man das mit Geschwindigkeit machen will, wenn dieses Gefühl der Dringlichkeit tatsächlich greifbar ist, dass das nicht mit 27 Staaten ausgehandelt wird bis Ende dieses Jahres.
Ja, vor allen Dingen würde ich auch sagen, Schwerkraft zieht.
Also wenn die Großen da alle mitmachen und das dann eben so ist und dann gibt es auf einmal irgendeinen Streit um irgendwas, jemand braucht Geld oder was auch immer, dann wird das halt wieder glatt gezogen über die Zeitschiene.
Also ich sehe da eigentlich wenig Probleme drin, außer natürlich, dass es immer schöner wäre, alle würden gemeinsam in eine Richtung laufen, aber packt mal vier Leute in einen Raum.
Ja, und wie bei vielen Themen, wie wir das ja am Ende auch ein Stück weit im Euro gesehen haben, ist es ja auch eine Frage, wie viele Länder können zum Beispiel im Bankenbereich gleichziehen, ohne dass das zu massiven Verwerfungen führt.
Du brauchst es ja für Finanzmarktintegration zum Beispiel schon ein gewisses Ausmaß an vorliegender Integration und an zumindest leichter aneinander anpassbaren Regulierungen.
Und diese Investitionen, die da mobilisiert werden sollen und die Guthaben, die da da sind, auch da ist es ja so, dass es sehr viel einfacher ist, dass dann dafür ein Mechanismus unter zehn Partn implementiert wird als unter 27, die sehr viel heterogener sind dann unter Umständen.
Also fast jede Wirtschaftspolitik rollt sich leichter aus über homogene Staaten.
Wie homogen wir jetzt noch mit Italien zum Beispiel sind, weiß ich nicht genau.
Ach, Italiens auch auf der Liste derer, die dann in dem Neunergrüppchen sind übrigens.
Das kann ich schon gar nicht so genau sagen.
Und auch mit Spanien und Portugal gibt es sicher schon einen weiteren Abstand als zu Frankreich, aber umgekehrt natürlich muss irgendwie sich da eine Masse finden.
Dann ist es ja immer noch so, dass wir jetzt nicht Handelsabkommen schließen werden, wo wir unsere Binnenmarktpartner ausschließen.
Das ist ja aufgrund des europäischen Binnenmarkts auch letztlich gar nicht möglich, dass einzelne Staaten noch Handelsabkommen schließen, die nicht auch für die anderen gelten.
Also das ist ja gegessen.
Das heißt, im Bereich Handel zum Beispiel muss man alle mitnehmen und kann man aber auch.
Im Bereich Energiemarkt macht es total Sinn, das nach den quasi den kleinsten Hindernissen Stück für Stück zu machen.
Bei Sachen wie Banken und Kapitalmarkt, das ist vielleicht ähnlich wie beim Euro, wie du schon sagst, dass man da erstmal die passendsten Partner zusammenwirft sozusagen.
Aber all das macht eigentlich Sinn.
Es bräuchte mehr, als das Webs von der Leyen jetzt vorgeschlagen hat.
Oder, also man weiß ja noch nicht, was es konkret sein wird, aber es ist relativ absehbar, dass das, was jetzt da rauskommt, vielleicht noch nicht der große Wurf sein wird an manchen Stellen.
Oder dass man mehr bräuchte, gerade im Investitionsbereich, das nicht über die Maßnahmen, die da jetzt vorgeschlagen sind, zu heben ist, sondern dann eben man doch wieder da steht und sagt, brauchen wir nicht doch Eurobonds, um das zu, um die Investitionen zu stemmen.
Aber grundsätzlich macht es natürlich Sinn und das ist, finde ich, also ich finde gerade diese Sachen, die Elemente von strategischer Industriepolitik haben, wie European Champions oder Bevorzugung von europäischen Unternehmen, damit ziehen wir am Ende ja auch nur gleich zu dem Wettbewerb, der in den USA und in China auch passiert.
Also das ist ja auch nichts, das hat ja mal so ein Geschmäckle von wegen, ja, dann machen wir Europe first, aber ich meine, das ist ja Quatsch.
Mit welchem moralischen Standard vergleichen wir uns denn da?
Vor allen Dingen ist ja auch immer die Frage über wie der Markt funktioniert, über dem man da richtet.
Und ich habe bisher immer das Gefühl gehabt, es wurde einfach alles so in diesem Sinne.
Naja, wir in Europa, wir haben halt auch viel Mittelstand betrachtet.
Und das ist halt etwas, was bei digitalen Produkten nur so mäßig funktioniert, um es mal vorsichtig zu formulieren.
Wenn das dann so ist, dann muss man da halt auch anders denken.
Wäre so die Diskussion, wo ich so das Gefühl habe, das geht gerade erst los.
Also Eva da dann Ergebnisse sehen, die auch sinnvoll sind, kann das ja auch nochmal ein paar Jahre dauern.
Ja, ich glaube, wo sich halt die im Detail die Probleme widerspiegeln werden, werden genau bei sowas sein, wie Festhalten am European Green Deal ja oder nein.
Nimmt man Klimatechnologien mit rein, ja oder nein.
Es ist inzwischen relativ offensichtlich.
Also Ulrich hat das, glaube ich, vor ein paar Tagen getutet, China ist über den Gipfel quasi rüber und wird jetzt bei den CO2-Emissionen auf den sinkenden Pfad kommen.
Im Grunde sagt die Logik, wir müssen eigentlich im Bereich Klimawandel Green Deal eigentlich mehr drauflegen.
Und das ist eine Branche, die wichtig ist, aber natürlich sehen das gerade die vielen rechten Regierungen in Europa anders.
Das heißt, von politischer Seite wird es einen massiven Druck geben, den Bereich Klimawandel quasi über Bord zu werfen, die grünen Technologien über Bord zu werfen und lieber noch ein bisschen Kohle wieder mit reinzunehmen.
Das heißt, da wird entlang der politischen Linie noch einiges zu verhandeln sein, was gehört dann zum Beispiel zu diesen strategischen Zukunftstechnologien.
Auf welche Bereiche rollen wir sowas wie diese European Champions und Gründungen aus?
Was fällt da rein in diese Industrien, die wir fördern wollen, aber zum Beispiel auch, welche Arten von Investitionen wollen wir dann möglich machen, grenzüberschreiten.
Da gibt es eben, da mag es aus den unterschiedlichen Wirtschaftssystemen, aber eben auch aus den unterschiedlichen politischen Lagern noch erheblich Dynamit geben, wenn das ausgehandelt werden soll.
Und da sieht man jetzt auch schon, dass in dem Draghi-Letterpapier das Ganze recht neutral, aber damit eben auch sehr weit gefasst wird.
Und relativ klar auch gesagt wird, das und das sind die Industrien, wo China uns gegenüber einfach einen riesigen Vorteil hat und da müssen wir nachlegen und das dürfen wir auch nicht ideologisch sehen.
Aber ob das dann die ganze Sache überlebt, das muss ja zum Teil das Parlament, das muss durch alle nationalen Parlamente, da wird man sich doch wieder auf einen relativ kleinen gemeinsamen Nenner einigen können.
Und das sieht man schon zum Beispiel haben, Merz und Meloni, was ich jetzt auch wirklich, ja, aber jedenfalls, es gibt ein Merz- und Meloni-Papier, was kurz vor diesem Gipfel auch veröffentlicht wurde.
Also März hat mit Macron gesprochen, aber auch mit Meloni.
Und dieses Merz-Meloni-Papier sagt zwar auch, es ist alles dringlich und wir müssen wirklich was tun, aber das, was sie dann bereit sind zu versprechen und zu tun, bleibt sehr weit dahinter zurück.
Also da ist eben dann schon gar nicht mehr so die Rede von welche, wo wollen wir wirklich strategische Industriepolitik machen.
Lieber nicht, nur ein bisschen.
Und wie weit wollen wir denn die Integration des Bankenmarkts oben, aber auch nicht zu stark.
Also da merkt man eben schon, dass da auch die Bereitschaft tatsächlich sich auf so ein paneuropäisches Projekt einzulassen.
Das ist politisch in vielen Ländern gerade schwierig.
Ja, ich glaube aber auch für Deutschland ist es unglaublich schwierig, weil man es wirklich europaweit aufstellen wollte, würde das halt auch bedeuten, dass Deutschland was abgeben muss.
Und beim Abgeben sind die ja immer alle, also sind ja alle immer große Europäer, wenn sie was bekommen, aber auch mal was abzugeben, das fällt halt allen schwer.
Also nicht nur Deutschland fällt das schwer.
Man sieht es ja auch gerade in Frankreich da mit diesem ewigen Rumgehänge da mit diesem gemeinsamen Kampfflieger.
Das ist ja damals schon beim Eurofighter gescheitert.
Das wiederholen wir jetzt einfach nochmal, obwohl alle Problemlagen bekannt sind.
Also von daher habe ich da tatsächlich wenig Hoffnung, dass da was Gescheites bei rauskommt.
Ja, und das ist dann zum Beispiel so, dass Merz und Meloni sagen, ja, also Bürokratieabbau und Deregularierung, alles fein.
Aber wir wollen jetzt auch nicht so allzu sehr tief uns im Kapitalmarkt zum Beispiel verwenden.
Also, da bleiben wir lieber vorsichtig.
Also, das sind natürlich auch nicht, zum Beispiel Banken sind was, da ist Deutschland eher empfindlich, sagen wir mal so.
Und das geht weit in sehr stark regulierte Bereiche auch rein in vielen Ländern.
Und da ist dann natürlich schon wieder, also ne, keine, also sie wollen zum Beispiel, dass es die Bankenunion über die 27 einzelnen Aufsichtsbehörden umgesetzt wird und es keine zentrale europäische Aufsichtsbehörde geben soll.
Also Bankenaufsicht.
Also das sind dann so Sachen, wo dann doch wieder alle ihre die Macht gern, also deregulieren ist super Bürokratie abbauen, ist super, aber die Macht darüber bitte doch bei uns lassen.
Und die Möglichkeiten da einzugreifen, bitte auf nationaler Ebene und nur so ein bisschen gemeinsam machen.
Und das wird natürlich nicht funktionieren.
Aber das wäre doch der ultimative Bürokratieabbau, wenn es nur noch europäisch geregelt ist und nicht mehr national.
27 Entscheidungsstellen, die da wegfallen.
Hi, ei, ei.
Also das, was Dragio und Letter vorschlagen, ist natürlich eher Sozialpolitik, ökologische Standards, das alles deregulieren und Bürokratie abbauen, nicht so sehr im Bankenbereich oder im Bereich Wettbewerbspolitik.
Da möchten wir lieber, dass das Bundeskartell am nach wie vor alles alleine entscheiden darf.
Und dass da nicht von europäischer Ebene was in unsere Bundeskartellbehörde reingerechnet wird und so.
Also das geht sehr entlang von wirtschaftlichen Machtinteressen und dann wollen wir eben am Ende doch wieder das Machtwort des Kanzlers an den Stellen haben, wo wir es gern haben wollen.
Und dass es natürlich, je konservativer oder ein bisschen zu faschistisch ein Staat ist, desto eher gibt es diese Tendenz, natürlich von dem eigenen Machtbereich auf keinen Fall was abgeben zu wollen.
Super, wenn es keine Schutzstandards mehr gibt und wir alle ökologischen Standards abschaffen, da sind wir voll dabei.
Aber wenn wir selber im Bereich des eigenen Machtapparates was abgeben wollen, dann natürlich nicht.
Und da sehe ich schon die sehr starke Rechtslast der derzeitigen nationalen Regierungen als eine große Hürde, um das umzusetzen.
Ich habe einen Kommentar dazu gelesen, da steht, der Horizont dieser Bundesregierung endet direkt am Eingang der BAföG.
Ja, natürlich, ne?
So, also wir halten natürlich an diesen Dingen.
Ich bin nicht sicher, also ich glaube nicht, dass März zum Beispiel bei der Euro-Anführung das, was wir ja de facto gemacht haben, nämlich die Bundesbank quasi vollständig entmachten, ob das mit dem derzeitigen Regierungsverständnis auf europäischer Ebene noch gehen würde.
Ich bin sehr, sehr, sehr skeptisch.
Und es gibt aber jetzt jedenfalls zehn sogenannte Omnibus-Projekte.
Das sollen schneller wird es nicht.
Das sollen die zehn prioritären Projekte für dieses Jahr sein, die die Kommission im März noch vorstellen wird und bei denen eben im Zweifel dann auch erstmal nur ein Teil der Länder mitmachen.
Und dann soll bis Ende 2027 aber ein Programm zumindest stehen und ein Zeitplan für alle diese Dinge.
So weit ist das Maastricht-Moment.
Zu Draghi sage ich gleich noch was.
Ich muss gleich nochmal schauen, was ich verlinke, weil es dazu sehr viel Kommentar und sehr wenig Inhalt gibt, muss man sagen.
Also der Gipfel ist ja ein Sondergipfel gewesen, dadurch gibt es kein offizielles Abschlusspapier, das man zitieren könnte.
Man muss also letztlich das, was die dann so gesagt haben jetzt und das, was als Aufgabe rausgefallen ist für die Kommission, ist das einzige, was es an richtig greifbaren Ergebnissen gibt.
Man weiß halt, was vorher in dem Draghi-Letter-Bericht stand und was Ursula von der Leyen in der Pressekonferenz gesagt hat, was sie vorschlägt vor dem Gipfel und dann eben, dass jetzt rausgekommen ist, die Kommission arbeitet bis März etwas vor und alle waren einigermaßen optimistisch.
Nach dem Gipfel.
Ist so das Einzige, was man jetzt schon an konkreten Inhalten tatsächlich weiß.
Denn wie gesagt, erst der europäische Gipfel im März, wird dann auch ein Abschlusspapier haben, in dem konkrete Maßnahmen drinstehen werden.
Also der reguläre nächste EU-Gipfel.
Und jetzt?
Das war's?
Das war's.
Merz sagt, wir spüren Dringlichkeit.
Der belgische Ministerpräsident fühlte sich an Maastricht erinnert.
Und jetzt schauen wir mal.
Also wenn ich Dringlichkeit spüre, ist es morgen erledigt.
Das würde ich jetzt politisch nicht erwarten, aber.
Ja, da kann man jetzt auch sehr viele grenzwertige Witze über einzelne Nationalitäten machen.
Das lassen wir mal.
Ja, immerhin heißt es Omnibus und nicht Bahn irgendwas.
Das lässt ja schon mal hoffen.
Ach ja.
Naja, dann warten wir dem mal zu und hauen dann nochmal den einen oder anderen frustretten Kommentar raus, wenn es so lange dauert.
Und damit widmen wir uns dem Handelsabkommen mit Indien.
Und zwar dem, das Trump geschlossen hat.
Wir haben ja auch ein europäisches Abkommen mit Indien.
Das machen wir dann in einer der nächsten Folgen.
Jetzt müssen wir erstmal den Donald abhandeln.
Es ist ja auch immer, immer wenn der Donald was macht.
Ja.
Also er ist zwar viel schneller als die Europäer, es ist aber auch immer unklar, was er macht.
Von daher ist es vielleicht nur eine andere Art und Weise der Verzögerung, die er da fährt, die etwas dynamischer wirkt, als sie in der Realität dann ist.
Und hier ist es auch wieder so: es ist im Grunde könnte man auch sagen, es ist noch viel zu früh, sich der ganzen Geschichte zu widmen, weil man viele Details noch gar nicht weiß.
Es wurde ein Text des Abkommens, also es gibt noch keinen Text zu dem Abkommen, der veröffentlicht wurde.
Was aber bisher veröffentlicht wurde, war quasi das, was man schon von früheren Abkommen kennt.
Ein Framework von Interim Agreement.
Im Klartext heißt das, es gibt kein Handelsabkommen zwischen Indien und den USA, sondern man hat sich geeinigt, dass man sich einigen wird und dabei schon ein paar wichtige Punkte definiert, die einem wichtig sind, die dann wiederum das grundsätzliche Framework vorgeben, in dem man sich dann künftig bewegen wird.
Wann das künftig ist, ist allerdings noch unklar.
Und auch dieses Framework wird man erst in 30 bis 45 Tagen unterzeichnen, was dann wiederum erst im März ist.
Das heißt, es könnten sich an den definierten Details, die man in diesem Framework schon festzieht, auch noch irgendwas ändern.
Rein theoretisch.
Muss ja nicht so sein.
Wie wir nun aber wissen, sind bei Donald Trump alle Probleme immer im Detail begraben.
Das sehr, sehr schmerzhaft sein kann, wenn man es nicht richtig verhandelt hat.
Und deswegen haben wir hier halt auch grundsätzlich ein Vorbehalt gegenüber dem Ganzen.
Es ist aber dann doch interessant genug, um mal so ein kleines Blick drauf zu werfen.
Denn auf der anderen Seite, zu all dem, was ich jetzt gesagt habe, sollen die Vereinbarungen des Frameworks sofort umgesetzt werden, weswegen das alles dann auch wieder nichts ist.
So, und der offensichtlichste Punkt ist, glaube ich, dass man sich in Sachen Zöllen auf etwas geeinigt hat.
Zur Erinnerung, Trump hatte für Indien den Mindestzoll von 10 Prozent verhangen, dann weitere 15% länderspezifischen Zoll, also insgesamt 25 Prozent.
Und weil der böse Inder russisches Öl kauft, hat er dann nochmal 25 Prozent obendrauf geschlagen, sodass Indien 50 Prozent Zölle hatte.
Mit Ausnahmen wiederum für Produkte, die auch Trump wehgetan hätten.
So dass das irgendwie bei 50 war, aber dann doch etwas niedriger wegen der Ausnahmen.
Ja, und die USA gehen nun von 50 auf 25 Prozent runter, weil Indien laut Trump versprochen hat, kein russisches Öl zu kaufen, was Indien wiederum nicht bestätigt hat.
Dann geht man auf die 18 Prozent runter, die man dann künftig haben wird.
Das ist dann also der Mindestzoll plus 8% länderspezifischer Zoll.
18 Prozent kennt man, weil in Südostasien überall 19 Prozent verhangen wurde, da ist man nochmal ein Ticken drunter gegangen.
Besonders wichtig ist aber, dass die USA Zölle auf Aluminium, Stahl und Kupfer senken gegenüber Indien, jedoch nur in Bezug auf bestimmte Flugzeuge und Flugzeugteile aus Indien.
Also da, wo es dann wieder irgendwie wehgetan hätte.
Also erstmal wieder etwas wählerischer.
Im Gegenzug wird Indien dann Zölle für ein breites Spektrum an US-amerikanischen Lebensmitteln und Agrarprodukten, darunter getrockneten Destillationsrückständen.
Roter Sorghum für Tierfutter, Baumnüsse, frisches und verarbeitetes Obst, Sojöl, Wein, Spirituosen und weiteren Kram reduzieren und teilweise ganz abschaffen.
Also man wird da irgendwas tun, das ist aber noch nie im Detail festgelegt, was genau.
Aber immerhin sind schon mal so ein paar Sachen eingegrenzt worden.
Und wenn man hier auf die Reaktion in Indien schaut, dann würde ich sagen, hat Trump da durchaus ein Erfolg erzielt, weil, also Indien ist in Sachen Landwirtschaft einer der am meisten abgeschottetesten Märkte weltweit.
Da ist im Grunde keiner reingekommen.
Indien hat dann irgendwas mit Selbstversorgung und so weiter gemacht.
Da konnte es im Grunde nichts verkaufen und Trump hat es geschafft, dass Modi den Markt ihm gegenüber öffnet.
Also bei aller Kritik ist ein Erfolg.
Dann gibt es das übliche, also Investitionen und oder Käufe durch indische Unternehmen in den USA.
Um genau zu sein, sollen in den nächsten fünf Jahren.
US-Energrodukte, Flugzeuge und Flugzeugteile, Edelmetalle, Technologieprodukte und Kohle im Wert von 500 Milliarden US-Dollar eingekauft werden.
Also sind 100 Milliarden im Jahr, die dann quasi von Indien in die USA geschoben werden.
Allerdings kriegt Indien auch was dafür.
Das ist dann also vielleicht eine Frage, wie hoch der Preis ist, ist auch man da übermäßig verdient in den USA oder wie auch immer.
Und dazu eine sehr interessante Randnotiz, die die meisten Medien, sag ich mal, in ihrer Tragweite vielleicht entgangen ist oder man hat sich nicht getraut, das so auszuformulieren.
Reliance Industries, das ist ein indischer Betreiber von Ölraffinerien, hat den Kauf russischen Öls ausgesetzt und dann von den USA eine Lizenz erhalten, um direkt venezolanisches Öl zu kaufen.
Damit verstößt dann Reliance Industrie offiziell nicht gegen US-Sanktionen, wenn es venezolanisches Öl kauft.
Nun wissen wir ja, dass Trump sich dieses Öl gekrallt hat.
Um es zu verkaufen.
Und das Ganze spricht dafür, dass man den Indern quasi angeboten hat, naja, also wenn ihr das russische Öl nicht mehr kauft, dann verkauft wir euch einfach das venezolanische Öl zu einem ordentlichen Preis.
Wir kennen natürlich hier keine Preise und so weiter und so fort.
Aber zumindest deutet es darauf hin, dass es so ist.
Ob es so ist, dazu gibt es keine Statements und auch kein bekannter Schriftverkehr.
Naja, aber auch hier wieder die Frage der Konditionen sicherlich.
Also, wenn die Venezolaner dann das Öl zum Preis von den Russen verkaufen müssen, sind sie vielleicht auch nicht so glücklich.
Und Trump ja auch nicht, weil er wiederum die Einnahmen daraus haben will.
Alles noch so ein bisschen shady und unklar.
Für das Gesamtabkommen hat man sich dann aufgehoben zu verhandeln, die nicht-tarifären Handelshindernisse, also zum Beispiel Regularien und ähnliches.
Und Trump wünscht sich eine digitale Öffnung Indiens.
Also was man weiß, ist, dass viele US-Unternehmen in Sachen digitaler Angebote in Indien jetzt nicht so gut gelaufen sind.
Und vielleicht will man da irgendwie gucken, dass das künftig anders ist, seitens der Trump-Administration.
Also das wird man einfach abwarten müssen, was genau dabei rauskommt und verhandelt wird.
Aber ich glaube, die haben da was auszutragen.
Und ich meine, Indien ist ja klar, es ist ja ein riesiger Markt.
Zumindest potenziell.
Sind ja auch viele nicht so kaufkräftige Personen, die da leben.
Klar hingegen ist, dass man bei GPUs, Rechen und Rechenzentrumsausrüstung kooperieren möchte.
Ist ja auch ein Klassiker dessen, was die USA in die Welt verkaufen.
Es liegt sicherlich auch im Interesse Indiens, wenn es dann künftig nicht abhängig von China wiederum sein möchte.
Also da muss man, glaube ich, eine Entscheidung treffen, China oder USA, weil ansonsten gibt es ja nicht wirklich jemanden, der da mithalten kann.
Höchstens noch die arabischen Staaten, die dann mit der US-Technik Arbitragehandel betreiben könnten.
Also da macht es ja dann Sinn, sich direkt an die USA zu wenden.
Und es soll eine gemeinsame Technologieentwicklung stattfinden und vertieft werden, was auch immer das meint und vor allen Dingen wer auch immer dann diese Technologie bekommt oder die Hoheit darüber.
So ein Knackpunkt der weiteren Verhandlungen dürften definitiv US-Zölle auf indische Autos und Autoteile sowie pharmazeutische Erzeugnisse und ihre Zutaten sein, weil das ist natürlich etwas, wovon Indien ganz gut lebt, was sie aber dann auch möchten, dass da niedrige Zölle seitens der USA da drauf sind.
Das heißt, da wird man etwas reingeben müssen, um das zu erreichen.
Ja, und wann das alles umgesetzt werden soll, also wann man auch mit den Verhandlungen fertig sein möchte, völlig unklar.
Man weiß es nicht.
Auf alle Fälle soll prompt implementiert werden, was man jetzt schon beschlossen hat, was aber wiederum erst im März unterschrieben wird.
Also es ist auch so ein bisschen widersprüchlich in den Aussagen.
Und bis dahin kann Trump es auch noch alles wieder zurücknehmen.
Haben wir ja auch schon erlebt.
Klingt ja so, als ob man setzt es jetzt mal um, unterschreibt dann im März, wenn dann aber wieder irgendeine Umstimmigkeit ist, dann setzt man die Unterschrift aus und dann ist wieder alles anders.
Irgendwie so.
Heißt aber auch, ob das jetzt alles gut oder schlecht ist, können wir im Grunde noch nicht sagen.
Und dass Indien 500 Milliarden in die USA abgeben, also dort ausgeben möchte.
Fünf Jahre hinweg finde ich erstmal schon eine ordentliche Summe.
Aber wie gesagt, es liegt auch vieles an den Einkaufspreisen und was man im Grunde mehr zu dem bezahlt, was man sonst bezahlt hätte.
Also der Schaden kann sich da durchaus in Grenzen halten.
Das ist jetzt kein Deal, wie er da mit Südkorea gelaufen ist.
Das sind klare Käufe.
Klar ist aber halt, wie gesagt, also die Landwirtschaft, dass die sich da in Indien öffnet, das ist wirklich ein Knaller und bin auch mal gespannt, wie sich das dann im Einzelnen durchsetzt.
Also ob die da wirklich stark in den Markt reinkommen oder ob die Inder da Möglichkeiten finden, das dann auf anderen Wege zu behindern.
Also ich glaube, da kann man ja sich einiges noch ausdenken.
Ja, das finde ich schon auch.
Also, wenn es so umgesetzt würde, finde ich, hätten sie sich ein bisschen über den Tisch ziehen lassen.
Ja, weiß ich nicht.
Die Inder sind, glaube ich, in der Lage, wo sie, also wo zumindest in einigen Sachen mittlerweile klar ist, du musst dich halt für eine Seite entscheiden.
Und Indien selbst kann sich nicht für die chinesische Seite entscheiden.
Das stimmt schon.
Und der Druck größer, ja.
Ja, sind sie in einer gewissen Abhängigkeit und das lässt sich nicht vermeiden.
Es ist dann vielleicht nicht die Abhängigkeit, dass man US-Waffen da rumstehen hat und die US-Marines einem aus der Podille helfen, das ist dann halt eine andere Abhängigkeit.
Das Problem ist natürlich nur, dass man im Grunde auch nicht digital und technologisch abhängig von den USA sein möchte.
Ja, und wir haben unsere Zukunftstechnologien ja leider noch nicht ausgearbeitet.
Genau.
Deshalb sind wir keine Alternative.
Vielleicht sagt man.
Eigentlich eine Lücke für Europa, dass wenn man es irgendwie schafft, zumindest brauchbare Sachen draus zu haben.
Und ich finde, ich meine, die Chinesen kopieren ja viel da bei ihren LLMs und dem ganzen Kram.
Aber sie zeigen halt auch, dass es theoretisch möglich ist, diesen Technologierückstand aufzulösen.
Man darf ja auch nicht vergessen, dass wir bei den Chips aus Europa heraus auch Technologie haben, die absolut notwendig ist, um die zu produzieren.
Also, wir sind jetzt nicht ganz raus bei diesen ganzen Sachen.
Wo wir raus sind, ist halt die digitale Umsetzung.
Bei der Produktion dieser dessen, was fürs Digitale benötigt wird, sind wir durchaus noch dabei.
Und ich glaube, da wird man es auch weiterhin brauchen.
Aber wir müssen jetzt halt gucken, dass wir in diese anderen Geschäftsfelder reinkommen.
Oder da zumindest Angebote haben, die einfach gut genug sind.
Mehr braucht es nicht.
Da muss man so ein bisschen aufhören, immer in diesem Google, Amazon und so weiter zu denken.
Weil bei denen wird das alles auch nochmal anders aussehen, wenn die Korrektur bei künstlicher Intelligenz kommt.
Aber da ist die Lücke und Indien zeigt sie uns auf.
Und was die Amis da so beim Öl treiben, das finde ich schon sehr interessant.
Ich glaube, das wäre mal ein Buchprojekt, sich das ganz genau anzuschauen.
Was die Trump-Administration, wenn man dann so in fünf Jahren nochmal drauf guckt, beim Öl mit Venezuela und jetzt auch diese Kuba-Blockade und diese ganzen Side-Deals, vielleicht auch, wenn man noch mehr weiß, was da mit Russland verhandelt wird, was da alles läuft.
Also es deutet darauf finden, dass das sehr, sehr interessant ist.
Du musst ja auch bald gehen.
Na, ich habe ja noch, ja, ich muss zum Friseur, das ist mein Problem.
Ja, dann kommen wir mal zu dem Pix.
Hannah, was hast du denn da?
Ich verlinke passend zu meinem Thema die Rede von Mario Draghi, die er ja gehalten hat, anlässlich seit der Verleihung einer Ehrendoktorwürde an ihnen und die ist wirklich sehenswert, wenn man dem italienisch-Englisch gut folgen kann, zumindest.
Das ist der glühende pro-europäische Rede wirklich so, dass man denkt, ach, hätten wir so jemand doch gerade irgendwo.
Ja, das Problem ist, wenn der irgendwo wäre, dann wären die anderen ja trotzdem noch da.
Das stimmt.
Aber es ist schon, also sowohl bei, also das hat sich schon eingedeutet, als er den Bericht vorgelegt hat, letztes Jahr war es, glaube ich, oder vielleicht schon vorletztes.
Ich glaube schon zwei Jahre her.
Ja, und Letter auch, dass die beide ja sehr so eine, wir müssen jetzt mal auf den Tisch hauen, Mentalität ausgedrückt haben, die wirklich der Realpolitik, die wir gerade so sehen, in einem krassen Gegensatz ist.
Also, wo man wirklich sieht, okay, die sind halt überzeugte Europäer und drücken das auch aus, dass das aus ihrer Sicht die einzige Lösung ist.
Und wir uns da zusammenraufen müssen und dann auch mal richtig was anschieben.
Und ich finde, diese, also diese Rede ist wirklich, dies noch nicht so lange her.
Die ist wirklich, ja, kann man sich gut angucken, weil es ist wirklich überzeugend.
Ja, ich glaube halt, Europa muss irgendwie mal in so einen Modus reinkommen, in dem Dinge auch erledigt werden.
Also nicht immer nur gequatscht, nicht immer nur verhandelt, nicht immer nur Zwischenlösungen, sondern wo einfach mal auch etwas getan wird.
Also nicht das Linnemansche einfach mal machen, sondern etwas, was explizit umgesetzt wird, um etwas fortzuentwickeln.
Das wäre dann auch als Signal nach innen entgegen den ganzen Rechtsradikalen da, die sich ja etablieren, glaube ich, auch wichtig.
Das vergisst man immer dabei, dass wenn man schafft, dem Weg nach vorne zu definieren, man damit auch immer das Zeichen gegen die Verhinderer setzt.
Und da haben wir ja gerade genug.
Ja, ich habe ein etwas weniger angenehmes Thema, aber zum Lesen im New Yorker werde ich euch verlinken, einen Artikel über Untergrunderärzte im Iran.
Ich habe das ja mal angedeutet in meinem kleinen Text zum Iran beim Auslandsbericht.de, dass da sehr viel privat behandelt wird.
Weil wenn du in so ein Krankenhaus gehst, wird das quasi den Behörden gemeldet und dann hast du ein Problem.
Entweder kommen die rein und verhindern, dass du behandelt wirst, wirst du ohnehin dort nicht behandelt oder du kommst danach noch in Knast oder irgendwas, jedenfalls kann das tödlich enden.
Deswegen gehen viele Leute halt zu Ärzten, von denen sie wissen, dass die nicht mit dem Staat verbunden sind.
Die Ärzte gehen natürlich in recht hohes Risiko ein.
Du hast teilweise sehr lange Fahrtzeiten, um zu solchen Ärzten zu gelangen.
Und es gibt ein Netzwerk an Untergrundärzten, wo dann halt die Leute in Privathäusern behandelt werden und so weiter und so fort.
Und es hieß sich so ein bisschen wie ein kleiner Horrorfilm.
Ist es auch für die Betroffenen definitiv?
Und ich glaube aber, das sind so die Sachen, die man sich mal zu Gemüte führen sollte, um zu verstehen, was da gerade passiert.
Auch im Hintergrund.
Ja.
Und in dem Sinne, ich habe kein Getränk, Hannah.
Ich auch nicht.
Ich trinke immer nur den gleichen alkoholfreien Rotwein und das gleiche alkoholfreie Bier gerade.
Ich trinke immer nur mein Isis-Wasser.
Und eine Dose Heineken habe ich letztens getrunken.
Aber ich kann ja auch nicht ständig Heineken nicht empfehlen.
Heute ohne.
Dann ohne Getränk schicken wir euch in die Restwoche hinein.
Denkt mal, Anfang nächster Woche werde ich es geschnitten haben.
Und in dem Sinne, vielen Dank fürs Zuhören.
wwwmmikroökonomen.de, dort alles weitere.
Und dann bis als Malba wieder.
Tschüss.
Bis dann.
Tschüss.
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