# Retail, Robotics, and Real Estate Market Shifts

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-02-20

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Freitag, der 20.
Februar.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast unterstützt von Scalable Capital, dem Broker für alle, die aktiv handeln wollen, mit Trading Flatrate Krediten, Portfolioanalysen und 25 Euro an geschenkten ETF-Anteilen, wenn ihr bis zum 25.
März ein Depot eröffnet und es sechs Monate normal nutzt.
Mehr Infos dazu gibt es in der Beschreibung und wir beenden die Woche mit einer Wette auf den Nicht-Untergang von Las Vegas und der Robotervision von Infine.
Gestern war an der Börse Tag der Giganten, der wertvollste Einzelhändler der Welt, der wertvollste Nahrungsmittelgigant, der wertvollste Traktorenhersteller und der zweitwertvollste Flugzeugbauer, alle haben neue Zahlen gebracht.
Starten wir mit der wertvollsten dieser Firmen und zwar mit Walmart, bei denen ging es in den letzten Jahren eigentlich nur noch oben.
Mittlerweile hat Walmart sogar die Marke von 1000 Milliarden Dollar Börsen weggeknackt und in den letzten drei Jahren 170% Rendite gemacht.
Bei Amazon waren es nur knapp 100.
Aber genau beim Wettbewerb mit Amazon gab es gestern einen kleinen Dämpfer und zwar hat Walmart letztes Jahr nur magere 713 Milliarden Dollar Umsatz gemacht.
Amazon kam auf 717 und damit war Walmart in 2025 das erste Mal seit über einem Jahrzehnt nicht mehr die Umsatzstärkste Firma der Welt.
Abgesehen von dem Ehrenpreis läuft es aber bei Walmart.
In bestehenden US-Läden ist der Umsatz letztes Quartal fast 5% gewachsen, was im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld sehr viel ist.
Laut Walmart kommt der Anstieg übrigens vor allem daher, dass immer mehr wohlhabende Kunden dort einkaufen.
Den Trend gibt es schon seit Paar Quartalen.
Zwei andere lang anhaltende Trends sind das krasse Wachstum vom Online-Business, das ist letztes Quartal wieder über 20% gewachsen.
Das margenstarke Werbebusiness hat sogar um die 40% zugelegt.
Das ist übrigens auch ein Grund dafür, dass die Gewinne bei Walmart deutlich schneller steigen als der Umsatz.
Gerade die wachstumsstarken Bereiche haben oft relativ hohe Margen.
Dass die Aktie nach den Zahlen gestern nicht zugelegt hat, liegt vor allem daran, dass sie eben schon sehr gut gelaufen ist in den letzten Monaten.
Das kann man beim größten Nahrungsmittelgiganten der Welt nicht behaupten.
Im Gegensatz zu Walmart hat die Aktie von Nestle in den letzten drei Jahren um die 20% verloren.
Gestern ging es zumindest mal 4% bergauf.
Denn Nestle fängt wieder an, organisch zu wachsen, letztes Quartal um 4%.
Zwar kamen fast 3% davon durch Preiserhöhungen, aber der Rest immerhin dadurch, dass mehr verkauft wurde.
Aber es läuft nicht alles.
Zum Beispiel leidet die Firma massiv darunter, dass sie in einem Land mit einer starken Währung sitzt, weil sich der Franken im Vergleich zu den meisten anderen Währungen gut entwickelt hat, ist der Umsatz letztes Jahr gemessen in Franken 2% gesunken, sonst war eher fast 4% gestiegen.
Neben den ganzen Zahlen hat der CEO Philip Navratil nochmal betont, dass sie sich mehr auf die Kernmarken fokussieren wollen und ein Teil davon soll jetzt auch sein, dass Nestle seine restlichen Eismarken an die Eisholding Fronere verkaufen will.
An denen gehört der Firma schon 50%, sie trennen sich also nicht ganz von den Eismarken, wollen aber operativ nichts mehr damit zu tun haben.
Übrigens ist der BlackRock Private Equity Fund von Scalable Capital auch an Fronäre beteiligt.
Noch besser als bei Nestlé lief es jedenfalls beim größten Traktorenhersteller der Welt.
Die Aktie von John Deere ist gestern über 10% gestiegen und damit so stark wie seit sechs Jahren nicht.
Der Grund ist einfach, dir glaubt, dass 2026 das Jahr wird, in dem die Landwirtschaftsbranche aus einem jahrelangen Abwärtstrend kommt.
Das ist für dir besonders positiv, weil viele Landwirte in den letzten Jahren neue Bestellungen aufgeschoben haben und die Maschinen im Schnitt ziemlich alt sind.
Aber nicht bei allen Giganten lief es gut.
Der zweitgrößte Flugzeugbauer der Welt, aka Airbus, hat gestern fast 10% verloren und der Grund ist ziemlich einfach.
Obwohl die Nachfrage da ist, kann Airbus in den kommenden Monaten weniger A320 Maschinen verkaufen, als sie gehofft haben.
Und Grund sind einfach Probleme mit dem Triebwerkslieferanten Pratt Whitney.
Probleme gab es gestern außerdem in der Kreditwelt.
Die Kollegen bei Klana haben um die 25% verloren und kommen damit nur noch auf 5 Milliarden Dollar Börsenwert.
Beim IPO letzten September waren sie noch 17 Milliarden.
Dass die Aktie gestern so abgeschmiert ist, überrascht erstmal.
Der Umsatz ist nämlich das erste Mal ever über eine Milliarde Dollar im Quartal gestiegen und damit fast 40% gewachsen.
Aber Klana hat auch hohe Verluste gemacht, unter anderem weil die Rückstellungen für Kreditausfälle um 60% gestiegen sind.
Das liegt daran, dass die Firma mehr langfristige Kreditprodukte hat.
Der CEO meinte, dass er gern bereit ist, jetzt ein bisschen weniger Gewinn zu machen, um in Zukunft mehr zu machen.
Die Börse ist mit dem unprofitablen Wachstumskurs aber nicht so happy.
Und nicht so happy waren Investoren auch mit dem Privatkreditanbieter Blue Owl.
Das Privatkreditgeschäft Boom seit einigen Jahren hat aber auch ein großes Problem, wie im ganzen Private Equity-Markt gibt es aktuell öfter Sorgen, dass die Fonds ihre Kredite und Beteiligungen nicht so gut verkauft kriegen und Investoren dadurch sehr lange mit dem Geld in den Fonds hängen.
Diese Sorge hat BlueAll gestern nochmal befeuert, weil sie bei einem ihrer Fonds die regelmäßigen quartalsweisen Ausschüttungen stoppen werden.
BlueAll hat danach fast 10% verloren.
Konkurrenten wie Apollo und Ares um die 5%.
Übrigens hat sich passend dazu am Mittwoch KKA von seiner Beteiligung am Fahrradkonzern Excel getrennt.
Es ist eines der schlechtesten Investments der Firmengeschichte.
Laut Manager Magazin hat KKA damit ca.
eine Milliarde Euro verloren.
Aber ich will euch nicht mit schlechten Nachrichten ins Wochenende entlassen.
Deshalb noch zwei gute News.
Stephen Cohen war letztes Jahr der bestbezahlte Hedgefor-Manager und hat Lord Bloomberg über 3 Milliarden Dollar mit nach Hause genommen.
Das sind mehr als 9 Millionen am Tag.
Und New Balance, das leider nicht an der Börse ist, hatte letztes Jahr 19% Umsatzwachstum auf über 9 Milliarden Dollar.
Infineon hat gestern die Amtszeit von seinem CEO frühzeitig bis 2032 verlängert.
Der Aufsichtsrat scheint also zufrieden mit ihm zu sein.
Vielleicht auch, weil er einen großen Zukunftsplan hat.
Und den gibt es jetzt von Christoph.
Infindien will beim nächsten großen Ding ganz vorne mitspielen.
CEO Jochen Hanebeck hat vor kurzem dem Handelsblatt gesagt, dass humanoide Roboter für Infine das werden könnten, was KI-Server für Nvidia sind.
Eine sehr optimistische Aussage.
Klar ist aber, ein neuer Wachstumstreiber wäre für den Chip-Konzern wichtig.
Infindien hängt nämlich stark am Automobilmarkt.
Das Automotive-Segment macht etwa die Hälfte vom Umsatz aus, weil die Autobranche schwächelt, ist auch Infindien in Probleme gekommen.
In den letzten beiden Jahren sind Umsatz und operative Marge geschrumpft.
Infindien hat eigentlich das Ziel, jedes Jahr beim Umsatz mit 10% zu wachsen.
Mit humanoiden Robotern will Infindien wieder liefern.
In jedem dieser Roboter stecken zwischen 1000 und 2000 Chips.
Das sind unter anderem Sensoren, Mikrocontroller oder Motorsteuerung.
Das ist in etwa vergleichbar mit autonomen Fahrzeugen, nur dass es hier nicht um reine Mobilität geht, sondern um menschenähnliche Geschicklichkeit, die große Rechenleistung benötigt.
Infindien rechnet mit einem Umsatzpotenzial von rund 500 Dollar pro verkauftem Roboter.
Das klingt erstmal nicht viel, gerade weil 2025 nur 13.000 Stück ausgeliefert worden sind.
In den nächsten 10 Jahren soll sich die Zahl aber laut einer Studie von Omdia jedes Jahr verdoppeln.
Goldman 6 geht im Best Case davon aus, dass ab 2035 fast 12 Millionen Roboter pro Jahr ausgeliefert werden.
Das ist ein ganz anderer Markt.
Das krasse, die meisten Komponenten hat Infinien schon.
Viele Automotive-Chips lassen sich direkt übertragen.
Infindien sagt, es müsse nur sehr wenig spezifisch neu entwickeln.
Heißt, mit den fast identischen Produkten kann Infindien einen ganz neuen Markt erschließen.
Dann hätte die Firma neben KI-Chips für Rechenzentren einen neuen Wachstumstreiber.
Da hat Infindien im letzten Geschäftsjahr den Umsatz verdreifacht.
Dieses Jahr soll er sich nochmal auf 1,5 Milliarden Euro verdoppeln.
Wie bei KI-Chips arbeitet Infindien auch bei den humanoiden Robotern mit Nvidia zusammen.
Nvidia liefert dabei quasi das KI-Gehirn für die Roboter und die Software, damit sie menschliche Anweisungen verstehen.
Zusammen bieten sie Herstellern dann eine fertige Grundlage für die Entwicklung.
Bedenken sollte man aber, dass es aktuell nicht so aussieht, als hätte Infine bei diesen Chips annähernd so eine starke Marktposition wie Nvidia.
Es gibt da viel Konkurrenz und weniger Engpässe als bei anderen Chips.
Damit scheint es aktuell auch eher unrealistisch, dass Infine irgendwann eine ähnliche Umsatz- oder Margenexplosion hat wie Nvidia oder die ganzen Speicherhersteller.
Helfen soll auf jeden Fall die Übernahme von einem Teil des Sensorgeschäfts von AMS Osram für 570 Millionen Euro.
Der Deal bringt neben 230 Millionen Euro Umsatz pro Jahr auch zusätzliche Technologien für den Robotikbereich.
Infindien will sich möglichst früh in dem Markt positionieren, um dabei zu sein, wenn die Roboterproduktion hochgefahren wird.
Aktuell ist Infindien 60 Milliarden Euro wert und kommt damit auf ein erwartetes KGV von 27.
Konkurrent STMicro ist ein bisschen teurer.
Beide liegen damit aber recht deutlich über ihrem Schnitt der letzten Jahre.
Sollte der Robotic Move aufgehen, könnte langfristig aber noch Potenzial sein.
I am a Robot Doorder.
Die Besucherzahlen in Las Vegas sinken.
In New York werden riesige neue Casino-Lizenzen vergeben.
Aber vielleicht ist doch nicht alles so schlimm.
Mein Kollege Timon klärt auf.
Knapp 40 Millionen Menschen haben letztes Jahr Las Vegas besucht.
Das sind fast 10% weniger als im Jahr davor.
Und deswegen gibt es gerade viele Artikel, die das Ende von Sin City erklären.
Ob das so stimmt oder ob das nicht nur Teil von einem normalen Zyklus ist, da sind sich Experten nicht ganz einig.
Las Vegas hat in den letzten Jahren viele neue Attraktionen eröffnet.
Pascal hat euch ja letzte Woche vom Kinoerlebnis des S4 erzählt.
Seit 2023 gibt es Formel-1-Rennen in der Wüstenstadt.
Und allein durch Business-Konferenzen kommen jedes Jahr über 5 Millionen Besucher.
Eine Erklärung könnte deswegen sein, dass Las Vegas auch durch solche Attraktionen einfach teurer geworden ist und zwar insgesamt weniger Menschen anzieht, dafür aber welche, die auch mehr Geld ausgeben.
Der Glücksspielumsatz auf dem Las Vegas Strip war mit fast 9 Milliarden Dollar auf einem neuen Rekord hoch.
Es ist schwer zu sagen, wie es genau in Las Vegas weitergehen wird.
Wer aber zumindest davon ausgeht, dass der Tourismus dort nicht ganz verschwindet, der kann sich mal Vici Properties angucken.
Hier ist der Börsenwert durch die Angst um Las Vegas auf knapp 30 Milliarden Dollar und ein erwartetes KGV von 10.5 gefallen.
Das ist 20% unter dem Schnitt seit dem IPO in 2018.
Vici ist eine besondere Art von Immobilienunternehmen und der Firma gehören welche der bekanntesten Hotels und Casinos auf der ganzen Welt.
Das MGM Grant, der Caesars Palace und dazu noch Messegelände, Golfplätze und insgesamt knapp drei Quadratkilometer Land und über 60.000 Hotelzimmer.
Der Großteil vom 4 Milliarden Dollar Umsatz wird in Las Vegas verdient.
Das meiste auf dem Las Vegas Strip, der Hauptstraße in Las Vegas.
Das Besondere ist, dass die Mieter bei Vici nicht nur die Miete zahlen, sondern auch für alle Kosten wie Instandhaltung, Steuern und so weiter aufkommen müssen.
Dadurch kommt Vicia auf eine Netto-Marge von 70% und ein Großteil davon fließt in die Dividende.
Hier gibt es 5,5% Rendite.
Selbst wenn die Immobilie verbessert und weiter ausgebaut werden soll, zahlen die Mieter.
Teilweise sind sie sogar vertraglich dazu gezwungen, einen Anteil vom Umsatz für Verbesserungen der Immobilie auszugeben.
So ein Deal funktioniert natürlich nur, weil die Mieter enorm auf die Immobilien angewiesen sind.
Es gibt nur einen Las Vegas Strip und der ist schon komplett ausgebucht.
Das zählt auch für Vicies Immobilien.
Vici hat keinen Leerstand und im Schnitt läuft ein Mietvertrag 40 Jahre.
Aber wie ist Vici überhaupt an die Immobilien rangekommen?
Vici ist eine abgespaltene Tochter von Caesars Entertainment.
Caesars war damals extrem überschuldet.
Deshalb wurde die Immobilientochter abgespalten und den Gläubigern wurden Aktien an denen gegeben.
Dadurch, dass Vici dann eigenständig an der Börse war, konnten sie Aktien ausgeben, um weitere Immobilien zu kaufen.
Und so haben sie 2022 für fast 20 Milliarden Dollar MGM Growth Properties übernommen.
Das ist die Immobiliente von MGM Resorts.
Insofern hat sich ein Investment für Investoren trotz der Verwässerung gelohnt.
Und nicht nur der Gewinn ist durch Übernahmen gestiegen, sondern Vici wird auch für Investoren attraktiver, weil sie nicht mehr so abhängig von zwei großen Mietern sind.
Aktuell kommen nämlich 75% vom Umsatz von MGM und Caesars.
Dazu sollte man auf dem Schirm haben, dass sie 17 Milliarden Dollar Schulden bei einem Börsenwert von 30 Milliarden Dollar haben, auch wenn sie von Fitch mit einem Credit Rating von Triple B minus als gerade noch nicht spekulativ eingestuft werden.
