# ECB Succession Risks and AI Supply Chain Shifts

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-02-20

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über eine Drohkulisse der USA.
Den Absturz von Klana und den Titelverlust von Walmart.
Im Thema des Tages geht es um das große Rätselraten um die Lagart-Nachfolge und darum, was diese Personalie für euer Geld bedeutet.
Und in der AAA Idee verraten wir euch, warum ausgerechnet ein Toilettenhersteller zum Profiteur des KI-Rauschs werden könnte.
Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenschaft.
Es begrüßen euch Lea Ötchen.
Und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haft nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Freitag, der 20.
Februar und wir wünschen euch einen friedlichen Start in den Tag.
Gestern hingegen war die aufkommende Gefahr eines Krieges zwischen dem Iran und den USA das große Thema.
US-Präsident Donald Trump sagte, dass sich innerhalb von wahrscheinlich zehn Tagen zeigen werde, ob es ein neues Atomabkommen mit dem Iran gibt oder ob man andere Wege gehen müsse.
Fest steht, die USA baut ihre Militärpräsenz im Nahen Osten gerade deutlich aus.
Neben einem bereits stationierten Flugzeugträger soll noch ein weiterer dazukommen.
Sie könnten mit ihren Kampfjets innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Luftangriffe fliegen.
Beobachter sagen, dass die USA damit klar zeigen wollen.
Neben Gesprächen liegt auch eine militärische Option auf dem Tisch.
An der Börse belastete diese neue Drohkulisse die Kurse.
Der SP 500 verlor 0,3 Prozent, der Nasdaq 100, 0,4 Prozent und auch der DAX hat nach den klaren Vortagsgewinnen wieder den Rückwärtsgang eingelegt.
Ja, zwischenzeitlich rutschte der deutsche Leitindex im späten Handel immer wieder unter die vielbeachtete Marke von 25.000 Punkte.
Am Ende aber rettete er sich knapp darüber und schloss mit einem Minus von 0,93 Prozent bei 25.003 Punkten.
Neben den Entwicklungen im Iran spielten auch die Zinsunsicherheiten in den USA eine Rolle beim Rücksetzer.
Wir haben ja gestern schon darüber gesprochen, dass innerhalb der US-Notenbank offenbar gerade ziemlich große Uneinigkeit herrscht.
Ja, der dritte Belastungsfaktor waren negativ aufgenommene Unternehmensbilanzen.
So geriet etwa Airbus unter Druck.
Die Aktie verlor 6,7 Prozent und fiel damit auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember.
Der Produktionsausbau läuft langsamer als geplant.
Zudem stellte der Flugzeugbauer für 2026 weniger Auslieferungen in Aussicht, als Analysten erwartet hatten.
Hohe Erwartungen treffen auf verhaltene Perspektiven.
Ja, das quittiert der Markt konsequent mit Kursverlusten.
Ja, läuft nicht so gut in letzter Zeit bei Airbus.
Diese ewige Erfolgssträhne scheint ein wenig gerissen.
Auch im MDAX dominiert ein rote Vorzeichen, nämlich zum Beispiel bei Freenet.
Die Aktie brach um mehr 8 Prozent ein, nachdem UBS eine Verkaufsempfehlung ausgesprochen hatte.
Und FlatEx DeGiro verloren sogar fast 9 Prozent.
Zwar wurde ein höherer Dividendenvorschlag angekündigt, doch die Dividendenrendite gilt grundsätzlich als relativ niedrig und die Gewinnprognose vor allem für CU26 lag unter den Erwartungen.
Und das entschied am Ende darüber, dass die Aktie doch deutlich fiel und nicht stieg.
Kronis rutschte um 7,1 Prozent ab.
Händler bezeichneten die Jahreszahlen als schwächer als befürchtet, äußerten sich aber positiver zum Ausblick des Apfelanlagenherstellers.
Besser lief es für Knorr Bremse.
Nach Geschäftszahlen legte die Aktien 4,2 Prozent zu und setzte damit einen kleinen Kontrapunkt im insgesamt schwachen Marktumfeld.
An der Wall Street sorgte ein, ja, ich würde es mal zumindest kleines Finanzinvestorenbeben für Unruhe.
Das muss man wahrscheinlich jetzt die nächsten Tage genauer im Blick behalten.
Worum geht es die Aktien?
Der Branche, so viel erstmal, gerieten alle unter Druck.
Und das lag daran, dass die Firma Blue Old ihre Anleger laut Financial Times dauerhaft daran hinderte, Gelder aus einem Kreditfonds für Privatanleger zu ziehen.
Und die Entscheidung, ich habe es gerade schon gesagt, schickte Schockwellen durch die gesamte Branche, also Titel wie Aris, Apollo, KKR, Blackstone oder auch TPG schlossen allesamt Schwächer.
Blue Oll verlor rund 6 Prozent.
Ja, und Hintergrund sind einfach steigende Rückgabewünsche vieler Anleger und wachsende Zweifel an den Bewertungen illiquider Kreditportfolios.
Also Private Debt gilt vielen Anlageexperten als eine Art tickende Zeitbombe.
Wie gesagt, das kann noch richtig kritisch werden.
Ja, kritisch ist das richtige Stichwort.
Ähnliches Geschäftsfeld mit einem noch dickeren Minus.
Klaner bekommt nämlich die wachsenden Risiken seines Kreditgeschäfts zunehmend zu spüren.
Trotz eines Umsatzsprungs von 38 Prozent auf 1,08 Milliarden US-Dollar, rutschte der schwedische Zahlungsdienstleister im Schlussquartal mit 26 Millionen Dollar in die Verlustzone, wie Bloomberg berichtete.
Das Geschäft mit Buy Now Pay Later ist offenbar doch mit größeren Ausfallrisiken behaftet.
Seit dem IPO im Dezember in New York, bei dem Planer mit 15 Milliarden Dollar bewertet wurde, hat sich der Unternehmenswert mittlerweile halbiert.
Die Aktie verlor gestern allein 27 Prozent.
Das ist wirklich bislang komplett missratendes IPO.
Mal sehen, wie es da weitergeht.
Ganz anders sah es gestern aus bei Airfonds KLM.
Die Aktie ist regelrecht abgehoben, mit einem satten Plus von 12 Prozent.
Zwar belasten hohe Kosten fürs Enteisen.
Ja, kein Wunder bei der aktuellen Witterung.
Und für Stürme und Flugausfälle bei KLM, das Ergebnis im ersten Quartal dieses Jahres mit rund so 90 Millionen Euro.
Doch operativ präsentierte sich der Konzern richtig gut, vor allen Dingen für 225 gab es Rekordzahlen.
Der operative Gewinn stie erstmals über die Marke von 2 Milliarden Euro.
Der Umsatz legte um 5% auf 33 Milliarden zu.
Treiber waren vor allem, so hieß es, die starke Nachfrage nach Premium und Business Class-Tickets.
Und auch das Nordatlantik-Geschäft zeigte sich robuster als gedacht.
Herrn Walmart hatte es zwar gerade in den Billionenclub geschafft.
Einen anderen Titel musste der Konzern jetzt aber doch wieder hergeben.
Obwohl gestern erneut Rekordumsätze präsentiert wurden, musste der Titel als Umsatzstärkstes Unternehmen der Welt an Amazon abgegeben werden.
Im Gesamtjahr bis Ende Januar steigerte der US-Händler seine Erlöse um 5,6 Prozent auf 713,2 Milliarden Dollar, während Amazon zuletzt auf 716,9 Milliarden Dollar kam.
Im vierten Quartal kletterte der Umsatz auf 190,7 Milliarden.
Das operative Ergebnis legte um 10,8 Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar zu, blieb damit aber leicht unter den Erwartungen.
An der Börse reagierten Anlegerverhalten die Aktie gab leicht nach, nachdem sie sich in den vergangenen zwei Jahren bekanntlich mehr als verdoppelt hatte.
Ist ja hier auch ein historischer Moment, wenn man quasi sagt, jetzt ist offiziell ein Online-Händler der größte Händler der Welt.
Hat ihnen sozusagen den stationären Handel abgelöst.
Interessant.
Richtig gut waren die Zahl von einem anderen Riesen, nämlich von Deere.
Der weltgrößte Landmaschinenhersteller hob nach einem starken Quartal die Gewinnprognose für dieses Jahr an und sorgte für einen Kursprung von fast zwölf Prozent der Konzerne erwartet nun ein Nettogewinn von 4,5 bis 5 Milliarden Dollar, statt bisher so 4 bis 4,7 Milliarden.
Und John Deere ist auch wirklich eine dieser Aktien, mit denen man in den vergangenen Jahrzehnten überhaupt nichts falsch machen konnte.
Die ist quasi mittel- und langfristig immer gestiegen.
Ja, da hast du recht.
Dann mache ich nochmal schnell die Termine für heute.
Heute findet ein informelles Treffen der Handelsminister der EU-Staaten statt.
Themen sind unter anderem die Handelsbeziehungen zwischen der EU und China, sowie laufende Verhandlungen für neue Handelsabkommen.
Außerdem ist in den USA heute der Opinion Day des Supreme Courts.
Das oberste Gericht der USA will eine irgendeine Entscheidung verkünden.
Thema können die Zölle sein, die Donald Trump ja erhoben hat.
Es ist aber auch durchaus möglich, dass da noch andere Themen verkündet werden.
Schauen wir mal, was da kommt.
Außerdem gibt es Jahreszahlen von Air Likide, Sika AG, Omicor, Danone und von Anglo American.
Es ist genau drei Wochen her, da wurde eine Billion Dollar Börsenwert vernichtet innerhalb von nur zwölf Stunden.
Und so schnell kann es gehen, wenn sich an der Spitze einer wichtigen Zentralbank etwas bewegt.
Die Turbulenzen rund um die Nominierung des neuen FET-Chefs Kevin Warsh in den USA haben das damals eindrucksvoll gezeigt.
Notenbankpersonalien sind kein Randthema, sie sind ein Marktthema.
Ja, und jetzt haben unsere beiden großen AAA EZB-Profis, Anja und Holger, nochmal ganz genau auf die Situation in Frankfurt geschaut.
Denn auch bei der EZB steht ja offenbar ganz plötzlich eine große Personalfrage im Raum.
Wir haben ja gestern schon über die jüngsten Spekulationen berichtet, wonach Christine Lagarde womöglich früher gehen könnte als geplant.
Offiziell läuft ihr Mandat noch bis Oktober 2027, aber allein die Spekulation verändert schon gerade etwas sehr Entscheidendes, nämlich die Erwartungen der Märkte.
Und Erwartungen, ja, ihr wisst es, sind an der Börse ja oft wichtiger als die Fakten.
Ja, Anja und Holger sind der Frage nachgegangen.
Was bedeutet diese neue Lage überhaupt?
Es ist ja so, Investoren fragen sich, ob mit einer neuen EZB-Spitze auch ein neuer Geldpolitischer Kurs kommt.
Bleibt es bei Stabilität, bleibt es bei klarer Inflationsbekämpfung oder wird der Ton womöglich weicher?
Ja, schauen wir mal auf die Ausgangslage.
Also die Inflation im Euroraum liegt aktuell bei 1,7 Prozent, also unter dem 2%-Ziel.
Und das ist schon mal ein Erfolg.
Nach Energiekrise, Lieferkettenschocks und massiven Preissteigerungen ist es der EZB gelungen, den Inflationsdruck einzudämmen, ohne Europa in eine tiefe Rezession zu stürzen.
Gleichzeitig wurde die gigantische Bilanzsumme wieder zurückgeführt, vom Höhstand bei 8,8 Billionen Euro im Jahr 2022 auf rund 6,2 Billionen Euro heute.
Das ist geldpolitische Normalisierung.
Die Ära der ultralockeren Geldpolitik geht zu Ende und die Märkte haben sich auf moderate Zinsen eingestellt.
Ja, die Märkte haben sich auf etwas eingestellt und genau in dieser Phase wäre halt ein Führungswechsel, ein plötzlicher Führungswechsel, doch ziemlich sensibel.
Und für Anleger ist dabei nicht entscheidend, wer persönlich im Chefsessel sitzt.
Entscheidend ist, welches Scepter der oder diejenige denn jetzt in Zukunft schwingen wird.
Wie reagiert der oder die neue, wenn die Inflation wieder steigt?
Wie kompromisslos wird das 2%-Ziel beispielsweise verteidigt?
Ja, und genau bei dieser Frage kommen die möglichen Nachfolger ins Spiel.
Da wäre etwa Isabel Schnabel, EZB-Direktorin.
Sie ist klar stabilitätsorientiert.
Und zweiter Name wäre Joachim Nagel, Bundesbankpräsident, ebenfalls geldpolitisch, aber eher auf der strengen Seite.
Doch das Rennen werden wohl andere machen, denn Deutschland hat ja bereits mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen EU-Top-Job inne.
Ja, und vielmehr gibt es dann meistens eigentlich nicht.
Deswegen wird es sehr, sehr häufig genannt.
Der Name Klaas Knot, der ehemalige niederländische Notenbankchef, ist bekannt für Disziplin in der Geldpolitik.
Und dann haben wir da noch Pablo Hernandez de Cos, der ist Ex-Notenbankchef Spaniens und heute Chef der Bank für internationalen Zahlungsausgleich und international sehr gut vernetzt und gilt auch als sehr erfahren.
Tja, und was heißt das jetzt für Anleger und für euer Geld?
Setzt sich ein klar stabilitätsorientierter Kandidat durch, dann dürften Inflationserwartungen fest verankert bleiben.
Das würde Anleihrenditen stabilisieren, Risikoaufschläge begrenzen und dem Euro tendenziell etwas Rückenwind geben.
Kommt dagegen ein weicherer Kurs, also schnelleres Lockerungssignal bei konjunktureller Schwäche hinzu, könnte das kurzfristig Aktien helfen, aber mittelfristig Fragen zur Preisstabilität aufwerfen.
Und genau das mögen Märkte ja gar nicht.
Unsicherheit über die langfristige Linie.
Ja, und hinzu kommt ja noch der fiskalische Druck hohe Staatsverschuldung, steigende Verteidigungsausgaben, Investitionsprogramme.
Da stellt sich automatisch die Frage, wie unabhängig bleibt die EZB, wird sie irgendwann stärker in die Finanzierung staatlicher Ausgaben hineingezogen, Stichwort Euro-Bonds.
Denn die EZB ist ja nicht nur Hüterin der Preisstabilität, sie ist auch ein entscheidender Faktor für die Attraktivität des europäischen Kapitalmarkts.
Und dieser Kapitalmarkt, der mag ja souveräden Bankentscheidungen deutlich lieber.
Ja, und dann ist da ja auch noch der Euro.
Eine lockere Geldpolitik würde die Gemeinschaftswährung tendenziell etwas schwächen, mit der Folge potenziell höherer importierter Inflation.
Eine strikte Linie dagegen stärkt den Euro und erhöht die Kapitalzuflüsse.
Ja, was lernen wir daraus?
Die Diskussion um Lagarts-Nachfolge ist kein politisches Nebengeräusch, sie ist ein geldpolitischer Prüfstein, würde ich mal sagen.
In einem globalen Umfeld, in dem Kapitalströme sensibel auf Zinsdifferenzen reagieren kann, schon die Erwartung eines Kurswechsels Märkte bewegen.
Und wir haben es in den USA gesehen, Zentralbankpersonalien können Billionen verschieben.
Und für uns und für euch heißt das, die Geschehnisse in Frankfurt in den nächsten Tagen und Wochen genau zu beobachten.
This will truly be the golden age of America.
Donald Trump ist zum 47.
Was bedeutet das für die USA?
Und was bedeutet es für uns hier in Europa und in Deutschland?
Darum geht es im Podcast This is America.
My name is Antonio Beckermann.
Und ich bin Wim Ort.
Wir ordnen von Berlin aus die aktuellen Ereignisse für Sie ein.
Mein Name ist Stefanie Bolzen.
Ich bin US-Korrespondentin von Welt und nehme sie in jeder Folge mit in die USA.
Hier spreche ich mit den Menschen über die Themen, die sie bewegen, aber eben auch die Ängste, die seine Wiederwahl bei einigen auslöst.
This is America.
Jeden Donnerstag bei Welt und auf Ihrer Podcast-Plattform.
Die Triple AAA-Idee des Tages.
Nando, weißt du, was die Welt jedes Jahr am 19.
November feiert.
November hat einige wichtige einige wichtige Daten, aber nee, weiß ich nicht.
Es ist der Welttoilettentag.
Da haben sich die Vereinten Nation einstimmig darauf geeinigt, um für mehr Sanitäranlagen auf der Welt zu sorgen.
Hast du da schon mal was von gehört?
Ja, das habe ich tatsächlich.
Also, ich wusste nicht, dass es der Tag ist, aber vom Welttoilettentag habe ich schon mal was gehört, das stimmt's.
Ja, siehst du.
Solltest du jetzt mal irgendwann bei Wer wird Millionär auf dem Schul setzen und dazu eine Frage beantworten müssen, dann denk an diesen Moment jetzt hier zurück.
Aber keine Sorge, ich fange jetzt nicht einfach ohne Grund an, hier von Klos zu sprechen.
In der heutigen AAA-Idee wollen wir nämlich über einen der größten Toilettenkonzerne der Welt sprechen.
Toto.
Wobei das natürlich auch eine gute Idee wäre, wie man beim Schuh bei Millionär landet.
Wäre auch eine gute Triple-Idee.
Aber wir reden jetzt tatsächlich über Toto.
Das ist ein Unternehmen aus Japan und das kennt man sogar einigermaßen oder kann man kennen.
Nämlich vor allem ist es bekannt für seine Hightech-Toiletten, beheizte Sitze, integrierte Bid-Funktion, viel Technik im Bad.
Aber das japanische Traditionsunternehmen ist längst mehr als ein Sanitärspezialist.
Hinter den Kulissen produziert Toto nämlich inzwischen hochentwickelte Keramikbauteile, die in der Halbleiterindustrie eine wichtige Rolle spielen.
Genau, hier setzt auch unsere Triple A-Idee an.
Die Keramikkomponenten werden bei der Herstellung moderner Speicherchips eingesetzt, die wiederum für KI-Anwendungen stark gefragt sind.
Klingt kompliziert und ist es wohl auch, aber Malda versuche es einfach herunterzubrechen.
Die sogenannten elektrostatischen Chucks sind Hightech-Bauteile aus Spezialkeramik.
Sie fixieren Silizium Wafer während der Chipfertigung, regulieren die Temperatur und verhindern Verunreinigungen im Produktionsprozess.
Ja, Toto produziert diese Komponenten tatsächlich bereits seit 1988 in Serie.
Und was nach einem Nischenprodukt klingt, ist inzwischen zentraler Bestandteil der modernen Speicherproduktion.
Ich frage mich, wer auf die Idee gekommen ist, irgendwann mal zu sagen, hey, wir können Keramik so gut.
Da können wir auch irgendwie was Spezielleres und noch Hochwertigeres draus machen.
Genau, Speicherproduktion ist inzwischen ganz wichtig für diese Spezialkeramik.
Je mehr Rechenleistung für künstliche Intelligenz benötigt wird, desto größer ist auch der Bedarf an entsprechenden Chips.
Ja, der KI-Boom treibt ja bekanntlich gerade den Bau neuer Rechenzentren weltweit voran.
Konzerne wie Meta und Amazon investieren Milliarden in die Infrastruktur, was die Nachfrage nach Speicherchips stark steigen lässt.
Hersteller wie Samsung, SK Heinex oder Kioxia, die fahren ihre Produktion hoch, während sich das Angebot verknappt.
Und in diesem Umfeld profitieren auch Zulieferer wie Toto, deren Komponenten in der Speicherfertigung, wir haben es gesagt, inzwischen unverzichtbar sind.
Toto sitzt damit indirekt in einem der spannendsten Wachstumstrends der Tech-Welt.
Und schon jetzt macht diese Sparte mehr als 40 Prozent am Gesamtgewinn der Japaner aus.
Ja, und der britische Hedgefonds Palisar Capital hat sich jetzt nämlich sehr lautstark zu Wort gemeldet und sieht in Toto einen massiv unterschätzten Profiteur des KI-Chip-Booms.
In einem Brief an den Vorstand bezeichnete der Fonds das Unternehmen als den am stärksten unterbewerteten Gewinner dieses Trends.
Der stärkste unterbewertete Gewinner dieses Trends ist auch ein bisschen kompliziert ausgedrückt.
Ja, aber wir wissen ja, was er meint.
Es gibt aber auch einen Kritikpunkt und zwar kommuniziere Toto diese strategische Bedeutung seines Chip-Zulieferersgeschäft.
Aktuell nicht stark genug und investiere noch zu wenig in diesem Bereich.
Pallisar fordert eine stärkere Fokussierung auf die Keramikbauteile für die Halbleiterindustrie.
Er sollte Toto diesen Kurs einschlagen, könne der Aktienkurs laut dem Hedgefonds rund um 50 Prozent steigen.
Der Fond ist für seine aktivistische Herangehensweise bekannt und versucht gezielt Managemententscheidungen zu beeinflussen, um dann den Unternehmenswert zu heben.
Ja, und es scheint zu funktionieren.
An der Börse sorgte der Vorstoß nämlich bereits für Bewegung.
Seit Jahresbeginn legte die Aktie schon fast um 40 Prozent zu.
Analysten sind nach etwas geteilter Meinung.
46 Prozent raten zum Kauf, 46% zum Halten und 8% zum Verkauf.
Aber bereits vor dem Aktivistenvorstoß hatte Goldman Sachs die Aktie von Neutral auf BY hochgestuft.
Die Analysten verwiesen auf das Potenzial für ein signifikantes Wachstum im Geschäft mit elektrostatischen Chucks.
Ja, strategisch könnte Toto tatsächlich einen Vorteil haben.
Experten sprechen nämlich von einem technologischen Vorsprung von rund fünf Jahren gegenüber Wettbewerbern bei bestimmten Keramiklösungen für die Chip-Produktion.
Ja, noch hat sich das Unternehmen nicht öffentlich zu den forschen Hedgefond-Forderungen geäußert, doch dem KI-Rausch ist durchaus zuzutrauen, dass selbst ein Toilettenhersteller plötzlich zum wertvollen Schaufelhersteller wird.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an triple at Welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und an dieser Stelle richten wir einen guten Morgen an Markus aus.
Er geht jeden Morgen um 5.05 Uhr fünf mit seinen Hunden Wilma und Bunny spazieren und schreibt: Ohne euch wäre es kein guter Start in den Tag.
Er hat uns sogar Fotos der Hunde mitgeschickt und sich damit ein persönliches guten Morgen absolut verdient.
Wir sind ja hier alle große Hunde, Freunde.
Absolut so ist es.
Außerdem hat sich unter anderem Tina dafür bedankt, dass wir den Link zu den neuen Dividendenfavoriten wie versprochen bei Instagram geteilt haben.
Sehr gerne.
Und ja, der Text war hinter der Bezahlschranke bei Welt.
Und da gab es vereinzelt Kritik für.
Und da müssen wir hier jetzt mal grundsätzlich kein Fass aufmachen, aber mal anmerken, also ihr bekommt ja quasi fast alles hier bei AAA.
Gratis, jeden Tag irgendwie Informationen, Daten, Ideen und und und.
Aber wenn es denn nochmal an der einen oder anderen Stelle vielleicht nochmal ein bisschen tiefer gehen soll und ihr das komplette Paket bekommt, dann ist das durchaus auch mal ein Abo wert.
Also da kann man denn auch mal für bezahlen bei Welt.
Ja, Leben und Leben lassen.
So, und jetzt noch ein kleiner Ausblick auf die morgige Folge.
Da geht es nämlich um zwei Themen, die auf den ersten Blick recht wenig miteinander zu tun haben: Weltraum und Kapitalismus.
Doch wir wagen zusammen mit unserem Gast natürlich noch einen zweiten Blick.
Und in der Folge werdet ihr dann hören, worum es geht und wie das alles denn doch irgendwie zusammenpasst und warum das alles für euch anleger eigentlich so spannend ist.
Das wollt ihr nicht verpassen.
Na dann abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Holger, mich und den Weltraumgast hört ihr dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
