# AI in Education: Process Over Product

**Podcast:** Kollegin KI
**Published:** 2026-02-17

## Transcript

Ich war letzte Woche in Tübingen an einem Gymnasium.
Und da war ich, um den Schülerinnen und Schülern so ein bisschen was über KI und Politik zu erklären.
Ich hatte zwei Politik-LKs und die haben natürlich ganz viele Fragen zu KI gestellt.
Und ich war sehr dankbar da gewesen.
Es hat mich wahnsinnig viel Spaß gemacht, mit den Jugendlichen da über künstliche Intelligenz in Bildungskontext zu sprechen.
Und darüber wollen wir auch heute sprechen.
Ich habe mir einen Experten eingeladen, der tatsächlich so eigentlich die Stimme für KI im Unterricht und überhaupt in der Bildung ist.
And ich habe mir überlegt, statt dass ich ihn vorstelle, kann das eigentlich auch mal die Kollegin machen.
Die kann hier durchaus nämlich auch mal ein bisschen mehr Arbeit übernehmen.
So, dann hören wir mal, was die Kollegin über meinen Gast zu sagen hat.
Bock Blume, bekannt als Netzlehrer, ist Gymnasiallehrer, Autor und eine starke Stimme für digitale Bildung.
Besonders beim Thema KI in der Schule setzt Heck klare Akzente.
KI als Werkzeug, das Lehrkräfte entlastet und Schülern hilft, ohne das Denken auszulagern.
Genau darüber sprechen wir heute.
Ich bin Max Montenke und ihr hört Kollegin KI.
Hallo Bob.
Hi, danke für die Einladung.
Sehr gerne, schön, dass du da bist.
Was sagst du zum Intro?
Ja, das ist nicht schlecht.
Ich finde auch direkt gut, dass die KI gesagt hat, dass ich dafür plädiere, dass das Denken nicht ausgelagert wird.
Denn was ich mal so ein bisschen schwierig finde, ist, dass auch im Netz steht, dass ich die Stimme für irgendwas bin.
Erstmal bin ich die Stimme für eine Bildung, die die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellt.
And all the other kommt dann sozusagen nachgelagert.
Ich würde auch nicht sagen, ich bin eine Stimme für KI, sondern ich würde eher sagen, das ist so eine Art von fast doppeltem Boden, wenn man so möchte.
Denn ich glaube, dass wenn wir es nicht schaffen, KI produktiv einzusetzen, die Schüler trotzdem einsetzen.
Das passiert gerade auch schon.
Und ich habe ehrlich gesagt gerade ein bisschen Sorge, dass die Tendenz ist, dass alle KI für so süße kleine Snippets innerhalb des Unterrichts verwenden.
Wird ja auch ausgerollt, groß tally.
Also die quasi vom Bund mitfinanzierte KI rollt jetzt über die ganzen Start-ups, die das eigentlich schon ganz gut gemacht haben.
Und dann kann man als Lehrer sagen, ja, Mensch, ich habe ja gerade gerade ganz schön KI eingesetzt.
Gleichzeitig ist aber aus meiner Sicht die Gefahr, dass das natürlich dazu führen kann, dass Schüler und Schülerinnen die Anstrengung verlieren.
And ohne Anstrengung kann man halt schlecht lernen.
Okay, Anstrengung gehört dazu, gut, klar.
Wir können gleich gerne noch ein bisschen tiefer eingehen in Tully, beziehungsweise in die Lösungen, die es da eigentlich gibt.
Aber wie du so schon sagt, ist das Denken nicht outsourcen in KI.
Ich kann ja ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern.
Wenn ich so bei Schulbesuchen bin, frage ich immer als erstes, wer eigentlich irgendwie Chat-GPT oder überhaupt KI nutzt.
Und dann kennen das natürlich in der Regel alle.
Und dann frage ich auch immer so ein bisschen: Ja, wer von euch nutzt denn, um Hausaufgaben zu machen?
Und dann ist das schon so verhalten und die Blicke gehen dann zu den Lehrkräften rüber und so.
Aber tatsächlich nutzen natürlich alle Chat-GPT, um Hausaufgaben zu machen.
Das wäre vielleicht so die erste Frage.
Ich würde mal so zwei Ebenen aufmachen.
Zum einen, vielleicht künstliche Intelligenz für Lehrkräfte und tatsächlich so für den Bildungsapparat.
Das andere ist, künstliche Intelligenz für Schülerinnen und Schüler, wie die da eigentlich von profitieren können.
Was würdest du sagen?
Ist das überhaupt noch zeitgemäß, dann Hausaufgaben im Grunde so aufzugeben, wie wir sie kennen, wenn doch eine künstliche Intelligenz das alles komplett automatisiert und in Sekunden fertigstellt?
Oder braucht man vielleicht neue Prüfungsleistung?
Ja, also beides.
Ich würde sagen, Hausaufgaben waren noch nie zeitgemäß, weil die KI, die einige Schüler zu Hause hatten, die hieß Akademikervater oder Akademikermutter.
Das heißt, je mehr Hausaufgaben eigentlich nach Hause verlagert werden, desto ungerechter wird Bildung.
Punkt.
Deshalb ist ja eines meiner großen Argumente, dass das Lernen in die Schulen muss.
Und das wäre jetzt sozusagen eine große Frage: Was heißt das eigentlich, das Lernen in die Schule?
Aber um vielleicht mal ein Beispiel zu nehmen, wenn man KI so einsetzt, wie es tatsächlich dann sinnvoll ist, dann würde es ja um so etwas wie adaptive Tutorsysteme gehen.
Also das heißt, es wäre nicht mehr so, dass wir sozusagen das haben, was wir früher alle als Unterricht kennen.
Das heißt, alle machen zum selben Zeitpunkt, dasselbe, mit derselben Fragestellung, um auf dieselbe Antwort zu kommen.
Sondern wir haben die Möglichkeit, plötzlich die Niveauunterschiede innerhalb der Individuen quasi von KI diagnostizieren zu lassen.
Und die Lehrperson wird dann zum Lernbegleiter.
Ich mag den Begriff gar nicht, weil der immer so eine Kuschelpädagogik impliziert, aber es ist im Endeffekt so, ja.
Man kann, um ein bisschen cooleren Begriff zu nehmen, sagen, er wird zum Mentor.
Das ist dann wirklich revolutionär, weil plötzlich KI mir bei etwas hilft, was ich vorher gar nicht konnte.
Jetzt momentan ist aber noch die Tendenz, dass KI, wie ich es gerade schon gesagt habe, für eine bestimmte coole kleine Aufgabe genutzt wird.
Und das kann auch total nett sein.
Also zum Beispiel, eine Kollegin von mir hat geschrieben, dass dann eine literarische Figur interviewt wurde.
Und ich habe selber in meinem Unterricht Industriearbeiter des 18.
Jahrhunderts interviewt.
Allerdings vor dem Hintergrund, dass wir vorher schon Originalquellen gelesen hatten, damit wir auch wussten, ob das, was da rauskommt, jetzt eigentlich sinnvoll ist oder nicht.
Und da merkt man vielleicht schon, dass es total wichtig ist, ein Verständnis sozusagen für die Inhalte zu haben, für die Pädagogik zu haben, aber eben auch für das, was KI leisten kann und eben auch nicht.
Ganz cool.
Also freut mich total, dass du es gerade sagst, weil ich sag immer, einer der größten Vorteile KI ist eben diese Individualität.
Diese Individualisierung auch von Informationen, die einem gegeben werden können.
Das heißt, Menschen können auf ganz individuelle Art und Weise Dinge erfragen und quasi Nachhilfe bekommen.
Ich mache immer gerne das Beispiel, als ich so im Studium war und das erste Mal durch meine Statistikklausur gerasselt bin.
Da habe ich irgendwie gesagt, ich brauche einen anderen Lernansatz.
Der Prof, der hat nicht meine Sprache gesprochen.
Das war einfach irgendwie nicht so, dass ich es verstanden habe.
Zum Glück gab es damals YouTube-Profs.
Es gab da so zehn, zwölf Leute, die irgendwie Statistik online erklärt haben.
Und ich konnte mir im Grunde dann individuell die aussuchen, die mir das gut erklärt hatten.
Das waren in der Regel, und Informatik-Studenten wissen das, sind das Menschen, die einen starken indischen Akzent haben, die wirklich wahnsinnig viele Videos produzieren oder damals schon produziert haben.
Das heißt, so ein Bildungsansatz, der kann durchaus individualisierbar sein.
Und mir hat das geholfen.
Also mir hat das geholfen, Statistik zu verstehen und die Klausur beim nächsten Mal dann auch tatsächlich zu bestehen.
Aber was macht KI jetzt?
KI überindividualisiert doch, oder nicht?
Also man kann doch tatsächlich, egal was für ein Lerntyp man ist, wie man sich im Grunde gewisse Dinge beibringen möchte, das kann doch KI übernehmen, oder nicht?
Müssen Schülerinnen und Schüler das lernen, wie sie KI bedienen, oder ist das Aufgabe der Lehrkräfte?
Also, ich würde gerne erstmal noch einen Schritt zurück machen.
Und zwar, ich weiß gar nicht, ob es der Elefant im Raum ist.
Es ist ein unsichtbarer Elefant, der aber dauernd im Raum steht.
Der unsichtbare Elefant ist, du sprichst davon, wie du über YouTube-Videos geschafft hast, dir etwas beizubringen, was jemand anderes nicht geschafft hat.
Davor steht dein Wille, das zu tun.
Okay.
Um individuell besser lernen zu können oder effizienter oder was auch immer, musst du es wollen.
Sipp- oder acht Klässler wollen aber gar nicht.
Und das Problem ist sozusagen, dass KI, genauso wie das Digitale grundsätzlich, der große Verstärker ist.
In der Individualisierung übrigens nochmal mehr.
Das heißt, wenn du richtig gut lernst und richtig gut lernen kannst und auch lernen willst, dann kannst du richtig gut damit lernen.
Wenn du gar nicht lernen willst, dann kannst du damit richtig gut gar nicht lernen.
Das heißt, das ist einer der Gründe, warum irgendwie Lehrkräfte mit, über und trotz KI in Schulen lernen müssen, um den Schülerinnen und Schülern klarzumachen, pass mal auf, es gibt hier eine bestimmte Art und Weise, wie du damit umgehen kannst und dann lernst du mehr.
Keine Ahnung, Beispiel, Englischunterricht, Fragestellung, naja, gut, jetzt ist die KI für mich eben ein Jurist aus London, ich stelle Fragen und jedes Mal, wenn dieser Jurist aus London antwortet, sagt er nicht nur die Antwort, was er gerade macht und so weiter, sondern sagt mir auch, ob die Frage richtig war oder ob ich sie wiederholen sollte.
Also es ist im Grunde genommen Vertiefung.
Wenn ich aber gleichzeitig KI dafür nutze, ein Text zusammenzufassen, verstehe ich den Text nicht.
Weil die Arbeit der Textzusammenfassung selber das Lernen bedeutet.
Also du musst sozusagen, du musst das ja alles lesen, dann musst du überlegen, was ist davon wichtig, was ist unwichtig, dann musst du es rausschreiben.
Also das, was die Anstrengung ist.
Das heißt, so ein bisschen paradox, müssen wir deshalb alleine schon KI wenden, um zu verstehen, wann es gut ist, sie nicht zu verwenden.
Verstehe ich, okay.
Aber kann diese Individualisierung nicht auch in sich schon Lust machen zu lernen?
Also, dass man sagt, okay, ich will kein Frontalunterricht, sondern ich will interaktiv gewisse Dinge herausfinden.
Ja, das kommt darauf an, ob du verstehst, warum du es machst.
Das ist ja sozusagen der springende Punkt.
Also, ich glaube, sozusagen, wenn du sowieso schon vom Lernen abgekoppelt bist, also weiß ich nicht, ob es dir dann mehr Lust macht, was zu lernen, von dem du gar nicht verstehst, warum du es machst.
Also, das heißt, ich glaube schon, natürlich kann das Lust machen, weil das sozusagen so eine Interaktivität ist.
Aber die letzten Jahre Digitalisierung haben auch gezeigt, dass sozusagen dieser erste Hype, wenn man jetzt iPads benutzen kann, doch relativ schnell vergeht, wenn es dann darum geht, doch wieder nur das zu machen, was man vorher auch gemacht hat, nur mit einer anderen Oberfläche.
Deshalb ist sozusagen, das ist ja das, was ich, was ich versuche, auch so ein bisschen für Schülerinnen und Schüler und für Lehrkräfte auch sichtbar zu machen, dass es halt nicht damit getan ist, einfach nur eine bestimmte Unterrichtsphase mit KI zu machen.
Weil das bedeutet, wenn du, keine Ahnung, wenn du, wenn du die ganze Zeit am Pony reitest und kriegst irgendwann ein Porsche geschenkt, dann ist das Blöseste, was du machen kannst, das Pony in den Porsche zu setzen und dich dann auf das Pony zu setzen und zu hoffen, dass der Porsche damit fährt.
Sondern du musst halt umsteigen.
Und umsteigen in Bezug auf KI heißt halt, dass Unterricht dann gar nicht mehr so aussieht, wie wir uns Unterricht vorstellen.
Sondern man kann es, man kann sich das vielleicht, ohne da jetzt irgendwie Werbung zu machen, aber so ein bisschen so vorstellen, dass Unterricht dann mehr so aussieht wie so in Apple Stores.
Okay, Unterricht.
Ohne die Verkaufsabsicht.
Ja, okay.
Ein paar sind an dem einen Tisch, die machen dieses, die anderen unterhalten sich gerade, die Dritten sind gerade dabei, eine technische Lösung zu finden.
Manche haben auch gerade gar keine Technik und so weiter und so fort.
Also, das heißt, in so einer Form der Individualisierung liegt unheimlich viel Potenzial, ja.
Aber das kann man nicht einfach so aufstülpen, weil viele Lehrerinnen und Lehrer es gewöhnt sind, dass Unterricht eigentlich anders aussehen zu hat.
Mit einer sehr klaren Struktur und mit dem, was ich gerade schon gesagt habe, eigentlich mit einer sehr klaren Aufgabenverteilung, die meistens heißt, alle machen eben einigermaßen dasselbe.
Wie wir das früher alle kannten, ne?
Und dann gab es immer jemanden, der gesagt hat, was soll ich machen, wenn ich fertig bin?
Und als der Lehrer gesagt hat, so jetzt sind wir fertig, haben einige gesagt, nee, aber ich brauche noch und so weiter.
Das geht ja nur, wenn du eigentlich denkst, alles muss relativ schnell laufen.
Und da besteht ein ganz großer Bruch, glaube ich, in dem, was Schule leistet und was sie leisten kann und wird zukünftig.
Wie bringt man das bei?
Ich meine, die klassische Pädagogikausbildung bei gewissen Lehrkräften liegt ja nun auch schon Jahrzehnte zurück.
Du bist jetzt selbst auch wieder an der Uni und schreibst deine Discs, wenn ich richtig informiert bin.
Das heißt, du bist da vielleicht näher im Wissenschaftskontext und weißt, was eigentlich gerade in der Pädagogik gelehrt ist.
Wenn wir einfach mal die Annahme, wenn wir uns immer weiterentwickeln und immer neue Lernansätze ergründen, die vor allem mit der Geschwindigkeit der Digitalisierung jetzt eben der Gen AI-Entwicklung voranschreitet, wie holen wir die entsprechenden Lehrkräfte dann noch ab?
Wir können ja nicht jedes Jahr sagen, nee, jetzt gibt es einen neuen Lehrplan und neue pädagogische Methoden, die drehen doch durch.
Ja, also ich glaube, es wäre anmaßend, wenn ich jetzt quasi in Anführungsstriche für die Wissenschaft sprechen würde, weil zum Beispiel gerade Lehrkräfte, Ausbildung ja nochmal ein ganz zentrales Thema ist, wo es wahnsinnig viel Forschung für gibt.
Aber ich würde es mal so ein bisschen umdrehen.
Ich glaube, es geht, also merkwürdig das klingt, erstmal weniger um Technikbeherrschung als um Haltung.
Mit anderen Worten in einer Zeit, in der du jedes Produkt faken kannst und mit Produkt meine ich schulisch.
Jeden Aufsatz, wenn du richtig gut bist, kannst du auch Fehler einbauen und so weiter.
Du kannst nur zwei Dinge bedeuten.
Erstens, es gibt keine Produkte mehr, was schwierig ist, weil sozusagen Lernen, ohne dass am Ende was rauskommt, also du kannst es zwar machen, aber dann wird es nur rezeptiv.
Also du bist völlig passiv.
Also irgendwas soll ja aber rauskommen.
So, jetzt, also nicht nur zwei Möglichkeiten, ich habe es ein bisschen zugespitzt, es gibt zum Beispiel auch Möglichkeiten, natürlich was mit den Händen zu machen und so weiter.
Da wird KI vielleicht weniger eine Rolle spielen oder bei der Ausarbeitung.
Aber wenn man sagen will, nee, aber wir sollten trotzdem zu Produkten kommen, ist das, was man eigentlich braucht, Prozessorientierung.
Und das hat Schule schon schon seit Jahrzehnten verpasst, die Prozessorientierung.
Wenn ich erkläre, was du machen sollst und du sagst, hast du verstanden, was ich, ja, und dann gehst du nach Hause und machst es, dann bin ich ja nicht mehr dabei, wenn es schwierig wird.
Das heißt, eigentlich muss das umgedreht werden.
Das gibt es auch schon seit glaube ich zehn Jahren, Flipped Classroom.
Also ich erkläre dir nicht mehr, wie man eine Kurzgeschichte interpretiert, wenn das noch so sein soll, sondern ich sage, ey, guck dir das YouTube-Video zu Hause an, das hat nämlich jeder.
Und wenn ihr dann wieder in die Schule kommt, dann arbeiten wir zusammen.
Und dann kann auch KI verwendet werden.
Das habe ich übrigens auch mal gemacht.
Sogar in der Klassenarbeit kann ich darüber sprechen, wenn du möchtest.
Und jetzt kommt's.
Das bedeutet aber, dass das eigene Berufsverständnis von Lehrerinnen und Lehrern sich ändert.
Und das ist ziemlich schwierig.
Weil plötzlich geht es nicht mehr darum, sozusagen nur das technischen Verständnis zu haben, sondern den Prozess zu verstehen.
Und ich habe gerade gesagt, das haben wir auch vorher schon verpackt, ich meine, verpasst, es gab ja auch diesen Wikipedia-Schock.
Oh, plötzlich können wir alle von Wikipedia abschreiben.
Anstatt dass man sagt, was ist eigentlich Wikipedia, wie entsteht kollektives Wissen und wie können wir sozusagen dahin das zu verstehen, wie dieses Wissen dann etabliert wird.
Plus, das ist ziemlich akkurat.
Also Wikipedia ist noch, jetzt kommt noch Grokopedia und so weiter dazu, aber es ist doch relativ akkurat, ja.
Ich habe das mal umgedreht, vor drei, vier Jahren habe ich eine Schülerin gesagt, du kannst ein Referat halten, aber du darfst nur Wikipedia nutzen.
Hä?
Was?
Gute Linksammlung.
Ja, ja, und dann kommst du ja plötzlich darauf.
Genau.
Und dann kommst du aber plötzlich darauf.
Erstens, das ist gar nicht so einfach zu verstehen.
Und zweitens, diese ganzen blau unterlegten Worte, die führen zu was und das musst du auch erstmal kapieren.
Also das heißt, es geht um Prozessorientierentierung für Lehrkräfte und um so eine gewisse Offenheit.
Und das, also die Offenheit heißt, okay, wir gucken uns das jetzt zusammen an oder ich weiß es gerade auch nicht oder lasst es uns mal ausprobieren.
Und das zu implementieren, ist viel schwieriger als sozusagen so eine Knopfschulung.
Da drückst du drauf und dann kommt das raus und so weiter.
Kurze Werbeunterbrechung.
Leute, falls ihr es noch nicht dick und fett im Kalender angestrichen habt, am 5.
und 6.
Mai dieses Jahres findet wieder das OMR-Festival in Hamburg statt.
Ihr kennt es, es ist eines der größten digitalen und online-Marketing-Happenings in Europa.
Über 800 SpeakerInnen und über 1000 Aussteller werden vor Ort sein.
Und weil ich mittlerweile einen relativ guten Draht zu den Veranstaltern habe, habe ich Rabattcodes für euch.
Yeah, mit dem Code KI100 bekommt ihr 100 Euro netto auf eure Tickets erlassen.
Bis zum 28.
Februar könnt ihr den Code einlösen.
Ist natürlich nicht kombinierbar mit anderen Rabattaktionen und dann könnt ihr für 100 Euro weniger auf das OMR-Festival gehen.
Zusätzlich bin ich auch vor Ort an beiden Tagen und ich habe mir was überlegt.
Und zwar möchte ich eine kleine Guided Tour anbieten.
Bedeutet, ich schaue mir im Vorfeld mal an, wer von den 1000 Ausstellern eigentlich für mich so ein bisschen aufs spannendste Bereich KI darstellt.
Und dann werde ich euch, wenn ihr wollt, ihr müsst natürlich nicht, aber wenn ihr wollt, werde ich euch gerne mitnehmen und euch einmal durch die Aussteller führen.
Wir können dann da ein bisschen mit den Leuten über KI reden, Hände schütteln und so weiter und so fort.
Würde mich sehr freuen.
Also, wie gesagt, mit dem Code KI100 bis zum 28.
Februar noch auf tickets.omr.com slash Festival.
100 Euro aufs Ticket sparen.
Und wenn ihr mögt, mit mir zusammen über das OMR-Festival laufen.
Werbung Ende.
Ich habe mal, ich finde es sehr spannend.
Ich habe mal gehört, dass wir Millennials die erste Generation sind in der Menschheitsgeschichte, in der eigentlich Ältere von jüngeren lernen.
Eigentlich war es in der gesamten Menschheitsgeschichte andersrum, dass Ältere ihre Erfahrung weitergegeben haben und jüngere dann davon gelernt haben, durch Digitalisierung, durch die Geschwindigkeit, die dann aufkommt und in diesem Begriff Digital Natives, da kann man sich natürlich drüber streiten, aber dass wir im Grunde Technologie beherrschen, die immer wichtiger wird für die Gesellschaft, für die Wirtschaft, für die Bildung und so weiter.
Ältere das im Grunde aber nicht so schnell schaffen, weil sie vielleicht auch strukturell anders eingebunden sind in Arbeit, in andere Tagesaufgaben und Verantwortung.
Und ich muss da immer so ein bisschen dran denken.
Ich kenne diese Storys ja selbst aus meiner Schulzeit.
Wenn der große Rollwagen mit dem Fernseher und der VHS reingerollt wurde, dann waren es in der Regel auch nicht die Lehrkräfte, die die Kassettenrekorder bedient haben, sondern es musste jemand von den Schülern und Schülerinnen machen.
Und da wurde in der Regel jemand auserkorn.
Oder dann wollte man eine Lehrkraft sehr, sag ich mal, ja, digital sein und hat dann eine Lernsoftware auf CDs gebrannt.
Und was hatte sie auf die CDs gebrannt?
Das war die Verknüpfung der Lernsoftware, also war sie im Grunde nicht brauchbar und es waren dann 30 CDs, die quasi hinüber waren.
Und solche Storys kennt, glaube ich, jeder.
Kommen wir da überhaupt raus?
Können wir Lehrkräften diesen Wechsel, von dem du sprichst, von den Perspektiven vermitteln oder müssen wir vielleicht ganz anders denken und sagen, das sollte vielleicht gar nicht die zukünftige Aufgabe von Lehrkräften sein.
Ja, das sollte sie auf jeden Fall sein.
Die Arbeiten mit, über und trotz Medien.
Und wie gesagt, ich bin gerade so in der Tendenz, ich wechsle mal, je nachdem welche Bücher ich lese, ja, genau diese echten Bücher und so weiter.
Und mit wem ich spreche, bin ich mal kulturoptimistischer, mal kulturpessimistischer.
Gerade habe ich eine Tendenz zu so ein bisschen Pessimismus.
Ich würde nämlich eine andere These dagegen halten.
Ich glaube, Millennials haben eine gewisse, also wenn wir überhaupt über Generationen sprechen, dann hat jede Generation eine gewisse Lehrstelle und es ist ja auch so, irgendwie jede Jugend ist irgendwie schlechter als die davor, ne?
The Kids These Days Effect heißt das.
Man sagt immer, so früher war alles besser und so.
Aber ich glaube, Millennials haben einen krassen Vorteil, den sie manchmal vergessen.
Nämlich in jeder Form der Informationskultur aufgewachsen zu sein.
So in der Buchkultur, in den Anfängen des Netzes, in der KI-Kultur.
Und das heißt, dass man zum Beispiel relativ intuitiv weiß, wenn ich mich jetzt da nicht reingearbeitet habe, ist die Chance relativ hoch, dass es nicht hängen bleibt.
Okay.
Das ist so, und dann kann man sagen, wie du gesagt hast, hey, dann muss ich mir jetzt irgendwie eine Strategie überlegen, weil wir jetzt haben wir irgendwie keine, keine Ahnung, Fächer mehr wie Luhmann oder weiß ich nicht, wir müssen das jetzt irgendwie so machen, dass es trotzdem hängen bleibt.
Aber es nützt ja nichts.
Es nützt nichts, KI verwenden zu können oder zu googeln oder so, wenn du es hinterher nicht irgendwo in deinem persönlichen Wissensschatz aufgebaut ist.
So, das heißt, das Wissen darüber, was es früher bedeutet hat, was es vor zehn Jahren bedeutet hat, was es jetzt bedeutet, Wissen zu akquirieren, sodass man danach besser damit umgehen kann, das muss uns bewusst sein.
Weil ein pubertierenden Achtklässler hat das nicht.
Für den ist das eine Normalität und können wir was von dem lernen, können wir auf jeden Fall.
Aber der muss aufpassen, dass er sozusagen in seiner Täuschung gegenüber der Schule, die ich absolut nachvollziehen kann.
Ja, ich lasse halt die Hausaufgaben raus.
Sich nicht so lange selbst täuscht, bis er in der 10.11.
Klasse irgendwann merkt, fuck, ich check gar nichts mehr, weil ich eigentlich die Hälfte meiner Lernzeit das outgesourced habe.
So deshalb, ja, ja, wir können alle voneinander lernen, aber ich glaube, wir müssen auch gucken, dass wir nicht Haltungsfragen für Normal nehmen, die es eigentlich nicht sind.
Ja.
Verstehe ich.
Verstehe ich voll.
Ich sehe mich voll in diesem Achtklässler, den du gerade beschrieben hast.
Bei mir war das auch immer so, Hausaufgaben oder das, was gefordert wird, das machst du halt irgendwie gerade so, dass es funktioniert.
Und wenn du Moge ist, dann mogest du halt und bestehst den blöden Vokabeltest in Latein dann doch mit dem Heftchen auf dem Schoß.
Und irgendwann hatte ich dann Klassenlehrer in der 11.
Klasse, der mein Mathe-Lehrer auch war, ganz großartig, der dann irgendwann sagte, er korrigiert keine Hausaufgaben mehr.
Weil ob wir die Hausaufgaben gemacht haben und es verstanden haben, das sieht er dann spätestens in der Klassenarbeit.
Das ist im Grunde von ihm ein Angebot, dass wir dieses Wissen festigen und das erstmal bei mir Klick gemacht.
Und dann habe ich verstanden, ah, okay, es geht hier wirklich auch um Verstehen und nicht nur darum, irgendwie gewisse Erwartungshaltungen zu erfüllen, um am Ende gute Noten zu haben.
Ich habe mich da total verändert als Lehrer und ich habe auch früher mehr mit Druck und so weiter gearbeitet und letzten Endes ist Druck und Lernen sind zwei unterschiedliche Pole.
Und ich habe dann in der zehnten Klasse, da wo ich eben auch KI, die hab verwenden lassen in der Klassenarbeit, bei denen habe ich das so gemacht, dass ich denen gesagt habe, es gibt so gut wie keine Hausaufgaben.
Aus den Gründen, die ich dir auch gerade gesagt habe, ich will ja dabei sein, ich habe sowieso individualisierten Unterricht.
Und da habe ich gesagt, wenn ich aber Hausaufgaben gebe, dann habe ich da auch ein Grund für.
Dann müsst ihr es machen.
Oder so.
Und das ist was, das habe ich bestimmt zwei oder drei Wochen lang immer wieder wiederholt.
So, so dass es um Vertrauen geht.
Ich vertraue denen, dass die, wenn ich sage, ihr macht was ganz Bestimmtes, dass sie das auch machen.
Und sie vertrauen mir, dass ich sie damit besser machen will.
Also erstes Mal Hausaufgaben, acht Leute haben die Hausaufgaben nicht.
Von, keine Ahnung, 23.
Da habe ich gesagt, Leute, erinnert ihr euch denn so?
Ich bin, ich bin auch gar nicht mehr, also ich bin so gut wie gar nicht mehr sauer geworden und so.
Weil so Dinge so persönlich nehmen, ist nützt sowieso nichts.
Ja, die erinnern sich, okay.
Dann sage ich, passt auf.
Ihr hattet mir gesagt, ihr checkt das.
Ich habe gesagt, okay, ich verlasse mich drauf.
Wisst ihr, was passiert, wenn ihr das nächste Mal Hausaufgaben kriegt und die nicht habt?
Nein.
Ich habe gesagt, gar nichts passiert dann.
Nochmal.
Das basiert auf Vertrauen.
Habt ihr es jetzt gecheckt?
Yeah.
Und beim nächsten Mal hatten alle die Hausaufgaben.
Sehr schön.
Und das ist aber sozusagen der eigentliche Clown und auch eine Aufgabe von Schule jetzt.
Lernen, eben soweit es geht, in so einen Erfahrungshorizont anzudocken von den jungen Leuten, dass die eben nicht sich selbst täuschen, mit oder ohne KI.
Jetzt geht es halt nur einfacher, ne?
Sondern hinzugehen und zu sagen, ey, übrigens, und da ist es übrigens gut, natürlich, wenn, wenn Lehrerinnen und Lehrer sich auch auskennen.
Leute, ja, bin nicht blöd.
Ich weiß, ihr könnt das abschreiben, dies, das.
Aber jetzt geht es mir ums Verständnis.
Und wenn sozusagen das jetzt zusammenkommt, es wird, bin ich mir sicher, eine Renaissance des Mündlichen geben.
Ist mir egal.
Erklär mir, keine Ahnung, erklär mir was auch immer, Photosynthese oder den Blutkreislauf oder warum Faust Lotte abschleppen will.
Wie du das verstanden hast, wenn es nicht bei mir sozusagen ist, sondern wenn es zu Hause war.
Ob du da für Chat GPT oder Gemini oder Claude oder eine Trelli oder ein Buch benutzt hat, ist mir relativ egal, solange du es danach selber gecheckt hat.
Exakt.
Du sagtest gerade eine schöne Sache vorausgesetzt, die Lehrkräfte verstehen natürlich auch, was es damit auf sich hat.
Und das finde ich eine spannende Beobachtung, die ich bei meinen Schulbesuchen mache, ist, dass die Lehrkräfte dann auch immer sehr interessiert zuhören, gerade wenn es um Dinge wie Halluzinationen geht oder vor allem um Datenschutz, ja.
Ich sag dann, in der Regel, wenn so dann ein paar Leute sich geoutet haben, dass sie natürlich Hausaufgaben irgendwie mittlerweile hier teilautomatisiert mit Agents machen oder wie auch immer.
Das ist total verrückt, also wie da auch technisches Verständnis schon ist.
Da muss ich teilweise sagen, okay, krass, da bin ich wahrscheinlich schon zu alt.
Aber dass die dann, dass ich dann sage, gut, passt auf, wenn ihr das macht, wenn ihr euch eine Textaufgabe erklären lasst oder so, dann versucht euch nicht das Ergebnis ausgeben zu lassen, sondern versucht euch im ersten Schritt vielleicht erstmal so die Herleitung zu erklären.
Ja, also wie kommt man im Grunde hier zum Ergebnis und das kann man in den verschiedensten Formen machen.
Das kann man, wenn man es irgendwie auch humorvoll haben möchte, keine Ahnung, der Klassiker ist immer der witzige Pirat oder so, der einem dann erklärt, wie das ist in Seemannssprache oder wie auch immer, ja.
Und die andere Sache ist, wenn man so einen Aufgabenzettel bekommt und den dann irgendwie vielleicht fotografiert, einscannt und bei ChatGPT hochlädt, dann sollte man sowas wie Datenminimalismus beherrschen.
Ich erkläre es immer so, dass so eine KI braucht, nicht euer Namen, eure Schule, vielleicht noch irgendwie die Telefonnummer oder was auch immer dann auf diesen Aufgabenzetteln auch unter Umständen draufsteht, um die eigentliche Aufgabe zu lösen.
Das heißt, knickt das einfach vorher um oder so, ja.
Also um wirklich ein bisschen dafür zu sensibilisieren, was eigentlich mit den persönlichen Daten passiert.
Und das ist, glaube ich, auch nochmal ein anderer Punkt.
Das verantwortungsvolle Bedienen von KI muss ja genauso gelehrt werden, wie im Grunde die KI individuell zu nutzen, um entsprechend zu Ergebnissen zu kommen.
Und da frage ich mich, wer hat die Aufgabe, das beizubringen?
Können wir das Lehrkräften noch zusätzlich aufbürden, dass wir sagen, ja, muss eh alles in der Schule passieren, ja, Lehrer müssen jetzt, Lehrkräfte müssen jetzt hier die KI-ExpertInnen werden, um Schülern das beizubringen, oder gibt es da vielleicht andere Wege?
Ja, ich glaube letztlich ist Schule jetzt schon überlastet mit allem, was sie machen soll.
Ja, also die Tendenz ist immer zu sagen, ja klar, muss alles in die Schule, aber die Wahrheit ist, dass Schule Selbstverteidigung nur leisten kann.
Und zwar für diejenigen, die dann wollen.
Und das war, das ist auch mit Social Media so und das ist mit allem vorher gewesen.
Weil wenn du über Ethik und KI nachdenkst, ich habe gerade auch schon wieder überlegt, im Grunde genommen haben wir den Kampf ja schon verloren, als wir aufgehört haben, AGBs zu lesen.
Also sorry, ich weiß nicht, wer da, ich weiß nicht, natürlich kann man das sagen und so, ja.
Und natürlich ist es wichtig, es nicht nur einmal gesagt zu haben, sondern siebenmal.
Aber ob die Lehrer das alle machen, die KI nutzen, so boah, ich weiß es nicht.
Und dann kannst du ja einen Schritt weiter gehen.
The Guardian hat ja jetzt herausgearbeitet, dass ChatGPT sich auch bei Grokopedia bedient, also bei diesem Wörterbuch von Elon Musk.
Der zum Beispiel da so Holocaust-mäßig so ein bisschen unsicher ist, ob das dann existiert hat oder nicht, ja.
Also das ist alles, das ist alles krass so.
Sollten Lehrkräfte es auf dem Schirm haben, ja, aber ich weiß, bei Schule ist es halt immer so, dass ich dann so denke, wir stapeln alles auf Schule drauf, aber währenddessen soll alles, was sozusagen im unteren Teil des Stapels ist, auch noch so bleiben, wie es ist.
Und das funktioniert halt irgendwann nicht mehr.
Weil dann halt die Kolleginnen und Kollegen sagen, leck mich.
Also und die sagen, entweder leck mich, ich mach das Neue nicht, oder die sagen, leck mich, ich mach das Alte nicht.
Aber jedenfalls ist es dann so, dass sie individuell dafür verantwortlich gemacht werden können, was eigentlich strukturell falsch läuft.
Also mit anderen Worten, eigentlich ist das eine Aufgabe europäischer und internationaler Politik, dafür zu sorgen, dass wir verdammt nochmal als Enduser mit Werkzeugen umgehen, die uns nicht bestehlen.
Exakt.
Weißt du?
Nicht nur nicht bestehen, sondern auch nicht desinformieren.
Also, ich mache gerne da den Vergleich, das ist ja, und da vielleicht, um dein Kulturpessimismus ein bisschen zu bremsen oder zumindest irgendwie zu verwässern, das ist ja kein neues Phänomen.
Das haben wir in Social Media genauso.
Als Trump gewählt wurde jetzt in der zweiten Amtszeit, gab es auf Instagram unter den Hashtags Biden und Demokrats eine Zeit lang keine Infos mehr.
Da hat offenbar Meta relativ schnell gesagt, das interessiert jetzt nicht mehr.
Ja, das heißt, die Hashtags reingesperrt.
Und das ist ja Informationsfreiheit, die wir natürlich auch in KI haben, genau das, was du ansprichst.
Sollte ein KI-Modell, dass unserer Gesellschaft zur Verfügung gestellt werden, Dinge wie Holocaust-Leugnung betreiben.
Nein, natürlich nicht.
Ja, und wer sichert denn, was da im Grunde die Guardrails sind?
Und da sind wir einfach abhängig von US-amerikanischer Tech, die ja im Zweifel auch politisch das machen, was sie wollen.
Und im Grunde leidet auch unser Bildungssystem drunter, muss man an der Stelle sagen, oder nicht?
Aber du hast nicht gerade ernsthaft versucht, meinen Kulturpessimismus damit zu relativieren, dass du sagst, also bei Trump hat das auch schon nicht funktioniert.
Weil das ist ja letzten Endes sehen wir ja sozusagen, was die Konsequenz uneingeschränkter technologischer Macht dann letzten Endes bedeutet.
Aber da wird es natürlich ganz groß.
Was ich, vielleicht, um dann nochmal drauf zurückzukommen, was glaube ich klar wird, ist, die Lehrkräfte müssen sich damit auskennen.
Und ich weiß jetzt nicht, ob die KI das auch gesagt hat oder ob du das gesagt hast, dass es auch da darum geht, dass ich darüber spreche, wie KI-Lehrer entlasten kann.
Das ist nur ein trojanisches Pferd.
Okay.
Weißt du, weil natürlich kann die KI-Lehrer entlasten, aber im Grunde genommen ist das nur der Grund, damit ich sie dann da habe.
Weil wenn ich darüber spreche, wie Entlastung funktioniert, dann kommen alle.
Wenn ich sage, übrigens, KI, voll die tollen adaptiven Tutorsysteme und sagen die, ja, das kann ja alles schön sein, aber ich bin jetzt schon bis oben hin voll.
Also damit will ich nur sagen, kann KI-Lehrkräfte entlasten, ja.
Aber auch da muss man ja ein bisschen aufpassen.
Weißt du, weil genauso wie ich nicht möchte, dass die KI mir die Hausaufgaben macht von den Schülern, wollen die Schüler ja nicht, dass sozusagen alles, was sie vorgesetzt bekommen, eigentlich auch nur sozusagen mit KI rausgelassen ist.
Also das, was Malik so Human in the Loop nennt, ist, glaube ich, extrem wichtig.
Und deshalb ist dieser Umgang auch so wichtig, damit man immer wieder versteht, okay, was ist eigentlich noch mein Zutun in was auch in welchen Lernprozess auch immer.
Ja, absolut.
Und klar, der Kulturpessimismus lässt sich wahrscheinlich dann mit solchen Argumenten auch nicht unbedingt relativieren.
Aber meine Herleitung ist die, wir haben Social Media schon verloren.
Wir haben verkackt.
Was Social Media-Regulierung angeht, funktioniert nicht.
Also ganz eindeutig, die großen Zahlen keine Steuern, wir haben Informationen, die wir nicht mehr kontrollieren können, Algorithmen treiben, Jugendliche nach rechts oder in die Extreme, wir haben Fake News ohne Ende Deepfakes, die es dazukommen.
Das heißt, wir haben da Erfahrungen, wir haben es schon mal was falsch gemacht.
Und ich hoffe oder erhoffe mir, und das ist vielleicht auch so ein bisschen diese Motivation, warum ich so in dieser Bubble unterwegs bin, ist, dass wir es einfach anders machen können.
Wir Melanie das.
Gerade uns wurde Social Media, glaube ich, geraubt, mehr oder weniger.
Es macht keinen Spaß mehr, es ist einfach total beschissen geworden.
Lasst uns doch irgendwie verhindern oder Wege finden, das bei KI auch zu verhindern, dass sich das nicht wiederholt.
Das ist vielleicht so ein bisschen meine Motivation dahin.
Nee, voll, ich weiß, ich bleib ja auch immer Idealist.
Ich glaube halt nur, und das ist ja das, wo wir angefangen haben, da bin ich immer geprägt von eben vielleicht auch so unmittelbaren unmittelbaren Begegnungen und so weiter.
Ja, ich habe mit einem Freund von mir, der auch Lehrer ist, darüber gesprochen, wie das jetzt gerade so aussieht mit KI.
Und Leute merken einfach, dass sich da gerade bei Schülern KI in einer Art und Weise ausbreitet, wo sie merken, wir verlieren die Kontrolle.
Und das macht mir einfach Sorge.
Weißt du, da geht es nicht darum, dass ich nicht die Potenziale trotzdem sehe, aber ich frage mich so, wie kriegen wir das eigentlich hin?
Weil letzten Endes, und da hatten wir es ja auch gerade schon, wenn, wenn, wir haben sowieso schon Entfremdungsprozesse von Schule.
Du hattest es gerade zum Beispiel mit der VHS-Kassette.
Wenn du jetzt Lehrer fragst, was passiert, wenn die einen Film in die Klasse bringen, die Schüler freuen sich nicht mehr, weil die denken, boah, scheiße, Alter, 90 Minuten ein Film, halt die ja im Kopf nicht aus.
Das heißt, meine große Frage, sozusagen auch in hört sich etwas esoterisch an, wird aber zu weit führen, wo ich die jetzt her habe, aber ist so, wie kann Bildung eigentlich berühren?
Also oder wie kann sie, um das ein bisschen abzuschwächen, relevant sein.
Weil wenn du sowieso die Haltung hast, so ich will das für mich machen und du findest dann Wege, das über KI eben so für dich aufzubereiten, dass du es gut verstehst, wer sollte da was gegen haben.
Das einzige Problem ist halt, wenn du sozusagen jede Form von Lernen und Anstrengung auslagerst, dann wird es schwierig.
Und ich und dann, und das ist das Problem ist, das kannst du innerhalb von Schulen, weißt du, das sind das sind ja Behörden, kannst du das ganz schlecht vermitteln.
Also du kannst super vermitteln, so ey, wir müssen jetzt mal mit KI umgehen und so.
Aber sozusagen vermitteln, passt mal auf, wir müssen Prioritäten setzen.
Die Lehrer müssen das, was sie machen, leidenschaftlich machen.
Die müssen sich ungeheuer gut auskennen mit KI, im besten Fall mit dem auch, was gerade kulturell abgeht, damit man das so ein bisschen mit dem verbinden kann, was gemacht werden muss.
Das sind so Haltungsfragen, das ist gar nicht so einfach.
Die brauchen wir aber, weil wenn alle sozusagen so weitermachen, dann haben Schüler überhaupt keinen Grund, das nicht mit KI zu machen.
Also ich habe es auch mal etwas polemisch ausgedrückt, ein System, das sich in der Form dann hacken lässt, hat es auch nicht anders verdient.
Schlecht ist es für die einzelnen Individuen dann aber trotzdem.
Ja, ist korrekt.
Ich könnte stundenlang mit dir, glaube ich, weiterreden.
Wir müssen uns vielleicht nochmal auf den Kaffee treffen, um dieses Gespräch zu beenden, aber wir sind schon ein bisschen drüber über der Zeit.
Lass uns doch das Ende nutzen, um vielleicht mal festzuhalten, dass Lehrkräfte nicht alleine dafür verantwortlich sind, wenn Schülerinnen und Schüler irgendwie KI jetzt nicht im eigentlichen Bildungskontext nutzen.
Und das ist, und das ist irgendwie immer so, klingt natürlich immer so dahergesagt, aber dass es eine gesellschaftliche Aufgabe ist, wie wir mit KI umgehen.
Dass es an uns allen hängt, wie wir zum einen politisch werden, uns äußern, wie wir KI nutzen und natürlich, wie wir am Ende auch anderen Leuten davon erzählen, was KI kann.
Dafür ist ja auch dieser Podcast mehr oder weniger da.
Bob, du, das haben wir ganz vergessen.
Ich glaube, du hast ein neues Buch.
Ja, vielleicht kann man sozusagen den Werbeblock da ans Ende hängen, weil nämlich genau das auch der Grund ist, warum ich in meinem Buch Wie kommt mein Kind gut durch die Schule für Eltern nicht nur ein Kapitel habe über KI-Nutzung, sondern auch zwei Kapitel über Haltung.
Und das geht ineinander.
Weil wir haben es ja heute schon besprochen.
Wenn du in so einem Modus bist, wo dir alles egal ist, dann benutzt du KI vielleicht auf eine Weise, die nicht so gut für dich ist, als Eltern, sich auszukennen, ist auch wichtig, weil ganz großer Einfluss besteht zwischen der Haltung der Eltern zum Lernen und den Schülern.
Und genau.
Also wen das wiederum interessiert und wer irgendwie Mama und Papa ist, wie kommt mein Kind gut in die Schule, erscheint jetzt Ende Februar.
Kauft Bob Blumes Buch.
Vielen lieben Dank, Bob Blume für so nämlich klarer Akkord.
Danke dir, dass du da warst.
Das war ein sehr tolles Gespräch.
Vielen Dank für die Einladung.
Sehr, sehr gerne.
Ja, was nehmen wir aus der Folge mit?
Also, ich auf jeden Fall, dass Lernen ein individueller Prozess bleibt, dass man aber auch erstmal Bock haben muss aus Lernen oder so eine Bereitschaft haben muss, um entsprechende Tools zu verwenden und vielleicht auch zu gucken, was am besten funktioniert.
Auf der anderen Seite, denke ich, dass gerade verschiedene Zugänge zu Lernmöglichkeiten vielleicht nochmal eher Erfolgserlebnisse mit sich bringen und dadurch so die intrinsische Motivation fürs Lernen gefördert wird.
Das ist auf jeden Fall ein Thema, über das man gut diskutieren kann.
Ja, bleibt uns noch übrig, vielleicht die Folge einmal summarisen zu lassen von unserer lieben KI.
Liebe KI, kannst du mir mal die Key-Take-Aways aus der Folge, so in 30 Sekunden mitgeben.
Aber ich sag mal, fass mir das mal irgendwie zusammen, individuell.
Irgendwas, was ich auch richtig, was ich auch richtig geil verstehe, was kreativ sein könnte.
Mach mal, in Star Wars.
Ja, genau.
Fass uns mal die Folge zusammen und verwende dabei möglichst viele Star Wars-Anekdoten.
Also Padawan, spitzt die Ohren.
In dieser Episode ging es um die Macht des Lernens.
Bob, der Weise aus der Jedi-Akademie sagte: ohne inneren Antrieb bist du wie ein Padawan ohne Lichtschwert.
Du brauchst den Willen, um wirklich zu lernen.
Statt Hausaufgaben in die Outer Rim-Systeme zu verbannen, hol sie in den Jedi-Tempel.
Also die Schule.
KI ist wie die Macht.
Sie verstärkt, was in dir steckt.
Aber sie allein bringt dich nicht zur Weisheit.
Der Weg zum Jedi-Meister.
Individuelle Pfade, Vertrauen zwischen Jedi, also Lehrkräften und Schülern.
Und am Ende zählt dein eigener Einsatz.
Möge die Lernmacht mit dir sein.
Oh mein Gott.
Oh Gott, das ist das Nerdigste, was ich hier gemacht habe.
Okay.
Ja, Leute, kommt auf die dunkle Seite.
Kauft Bobs Buch.
Hört weiter meinen Podcast, das wäre auch gut.
Und ansonsten, ja, kommentiert gerne, was ihr von der Folge haltet.
Schreibt uns, wenn ihr Fragen habt.
Wir nehmen die gerne auf.
Wirklich.
Also wenn ihr irgendwie so KI-Fragen habt oder irgendwie Probleme, kommt damit gerne mal auf uns zu.
Wir würden uns freuen, das in der Redaktion einfach mal zu besprechen.
Und dann kann ich dich hier in den nächsten Folgen gerne mal auch beantworten.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Wir sprechen und hören uns nächsten Dienstag.
Bis dahin.
Ciao.
Dieser Podcast wird produziert von Portstars.
Bei OMR.
