# AI Disruption, Polish M&A, and Kura Sushi Growth

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-02-17

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Dienstag, der 17.
Februar.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital, Dean Broker mit eigenem KI-Chatbot, der euch alle möglichen Fragen rund um Aktien und Wirtschaft beantwortet.
Bei uns gibt es heute Antworten auf die Fragen, welchen großen Trend es gerade an den polnischen Börsen gibt, und danach gibt es Sushi-Aktien, aber erstmal die aktuellen News.
Mindestens seitdem wir diesen Podcast machen, hat das Siemens Management ein großes Ziel gehabt, nämlich weg von großen, einmaligen und nicht gut planbaren Industrieaufträgen hin zu gut planbaren und stabilen Softwareumsätzen.
Während Siemens Energy jetzt aber doch durch ein eher langweiliges Industrieprodukt durch die Decke geht und von KI profitiert, nämlich durch Gasturbinen für KI-Rechenzentren, leidet Siemens ausgerechnet im Zukunftsbusiness vom selben KI-Trend.
Gestern hat die Aktie nämlich 6% verloren, weil die Angst steigt, dass die Software von Siemens wie bei vielen anderen mehr und mehr durch KI ersetzt werden könnte.
Generell war das gestern das große Thema an der Börse.
Auch das Sold-Systems aus Frankreich hat 10% verloren.
In den USA sind Softwareaktien nicht gesunken, das aber einfach nur, weil die Börsen wegen dem President's Day geschlossen waren.
Gerade bei Siemens und der Salt ist der Abverkauf aber spannend, weil sie extrem komplexe Softwareprodukte haben, die oft auch stark in Zusammenarbeit mit Industriekunden über Jahrzehnte entwickelt wurden.
Siemens hat dazu neben Cadence und Synopsis eins der führenden Softwareprodukte für Chipdesign.
In dem Bereich sind die führenden KI-Firmen ja selbst unterwegs und nutzen trotzdem die Software.
Ansonsten hat es in Deutschland übrigens zum Beispiel noch Teamviewer und die Bausoftware Namacek getroffen.
Beide Aktien haben um die 5 bis 10% verloren.
Vielleicht führt der Druck bei den Softwarefirmen, wenn er denn wirklich kommt, ja zumindest dazu, dass Software günstiger wird.
Das würde die Kollegen bei Volkswagen freuen.
Wie das Manager-Magazin gestern berichtet hat, haben der CEO und CFO von VW der obersten Führungsetage Mitte Januar mitgeteilt, dass bis 2028 20% der Kosten gespart werden sollen, dass es ein Betrag im Bereich von 60 Milliarden Euro.
Die VW-Aktie hat es gestern nicht bewegt.
Entweder wird es schon erwartet oder die Börse freut sich über die Sparmaßnahmen und sieht es gleichzeitig als Signal, dass die Umsatzdynamik auch in absehbarer Zeit schwach bleiben wird.
Dann hat der Merger Monday seinem Namen gestern alle Ehre gemacht und es gab einiges an Deals.
Einmal könnte er das Wettbieten rund um Warner Brothers doch nochmal in eine neue Runde gehen.
Paramount hat nämlich letzte Woche ein angepasstes Angebot abgegeben.
Und jetzt denkt der Warner Brothers Aufsichtsrat wohl darüber nach, darüber zu verhandeln.
Mit deutlich weniger Druck gab es einen großen Deal in der Containerschiff-Welt.
Harper Lloyd kauft für 4 Milliarden Dollar den israelischen Konkurrenten ZIM.
Hintergrund ist, dass beide in den letzten Monaten unter sinkenden Frachtraten leiden und Harper so wieder mehr Marktmacht aufbauen kann.
Übrigens erinnern sich vielleicht ein paar an ZEM, das war eine der gehyptesten Aktien während der Pandemie.
Die deutsche Bank hat damals mit einem einzigen Trader-Aktie fast eine Milliarde Gewinn gemacht.
An der Börse kam der Deal gestern aber nicht so gut an.
Harpak hat fast 10% verloren und beide Aktien verlieren schon länger.
2022 war Harper-Kloyd über 80 Milliarden Dollar wert.
Jetzt sind wir bei knapp 20.
ZEM war damals 10 wert und wird jetzt für 4 gekauft.
Für ein Viertel davon kann man übrigens eine Schlachterei für 20.000 Schweine am Tag bauen.
Smithfield Foods will in den kommenden drei Jahren 1,3 Milliarden Dollar ausgeben, um genau so eine Schlachterei in den USA zu bauen.
Das ist vor allem krass, weil die Firma selbst nur um die 10 Milliarden Dollar wert ist, die investieren also mehr als 10% vom eigenen Börsenwert in eine Schlachterei.
Und zum Abschluss gab es keine großen Deals, aber ein paar Meldungen in der Tech-Welt.
Alibaba hat sein neuestes KI-Modell vorgestellt.
Bei Apple Podcasts soll es demnächst genau wie bei YouTube und Spotify auch Videos geben.
Und SpaceX hat sich gemeinsam mit XEI um einen Auftrag vom US-Militär beworben, um eine Technologie zu entwickeln, mit der man einen Drohnenschwarm per Sprachbefehl steuern kann.
Damit würde SpaceX vor dem Börsengang noch direkter ins Rüstungsthema einsteigen.
Christoph ist ja eigentlich unser Experte für deutsche Aktien.
Heute hat er sich mal Polen angeschaut.
Letzte Woche hat euch Timon erzählt, dass die wichtigste Jobplattform Polens immer mehr Zukäufe macht, auch in Westeuropa.
Und das ist kein Einzelfall.
Polnische Firmen haben 2025 so viele Übernahmen in Westeuropa angekündigt wie noch nie.
Insgesamt waren es laut Bloomberg 22 Deals, die meisten davon in Deutschland.
Ein Beispiel, Virtualna Polska ist eine große polnische Medien- und E-Commerce Holding und hat für fast 250 Millionen Euro die NVIA Group gekauft.
Die drittgrößte Reiseplattform Deutschlands.
Der Gründer der polnischen Firma hat in den 1990er Jahren in Deutschland studiert und expandiert nun mit seiner Firma, die um die 400 Millionen Euro wert ist, nach Westen.
Allerdings drückte genau diese Übernahme wegen der Integrationskosten aufs Business.
Außerdem macht das Werbegeschäft gerade Probleme.
Deswegen hat die Aktie auf Sicht von einem Jahr auch um die 20% verloren.
Anderes Beispiel ist der Leipziger Straßenbahnhersteller Heiterblick.
Der wurde vom größten polnischen Zug- und Tramhersteller Pesa aus der Insolvenz gekauft.
Hier soll die Produktion jetzt ausgeweitet werden.
Pesa gehört zwar dem Staat, zeigt aber trotzdem gut, wie Polen bei den Zukäufen agiert.
Gerade im Mittelstand, wenn es finanzielle oder Nachfolgeprobleme gibt, greif polnische Firmen zu.
Noch ein Beispiel für ein erfolgreiches polnisches Unternehmen, Energieriese Orlen.
Der betreibt um die 600 Orlen- und Star-Tankstellen in Deutschland und hat insgesamt 2024 70 Milliarden Euro Umsatz gemacht.
Aber Orden ist mehr als das.
Der Konzern ist auch Stromversorger mit großen Offshore-Windparks in der Ostsee und ein Gasriese, der die Energieunabhängigkeit Polens von Russland managen soll.
Die Aktie ist auf Sicht von einem Jahr 85% gestiegen.
Damit ist die Firma jetzt 30 Milliarden Euro wert, was einem erwarteten KGV von 9 entspricht.
Klingt erstmal günstig, der Schnitt der letzten fünf Jahre hat aber bei 6 gelegen.
Auch insgesamt war der polnische Aktienmarkt zuletzt stark.
Auf Sicht von einem Jahr ist der Leitindex WIG 20 um 30 Prozent gestiegen, beim DAX sind es nur 10%.
Auch das Wirtschaftswachstum spricht weiter für Polen.
Schon vor knapp zwei Jahren habe ich euch erzählt, dass Polens Wirtschaft stärker wächst als Deutschland und der Trend hält immer noch.
Deutschland ist 2025 um 0,2 Prozent gewachsen, Polen um 3,6 Prozent.
Im vierten Quartal waren es sogar 4% und das war das stärkste Plus seit mehr als drei Jahren.
Aber ganz ohne Risiken läuft es in Polen auch nicht.
Ende der letzten Woche kam die polnischen Inflationsdaten für Januar und die Inflation ist höher ausgefallen als erwartet.
Das bringt die Notenbank in Schwierigkeiten, denn der Markt hatte fest mit Zinssenkungen im März gerechnet.
Die könnten sich jetzt aber verschieben.
Außerdem sorgt der Erfolg auch für höhere Löhne in dem Land, weshalb der Standort für manche Firmen an Attraktivität verlieren könnte.
Das Gesamtbild wirkt trotzdem positiv und neben den einzelnen Firmen kann man zum Beispiel mit einem ETF auf den MSCI Poland den Markt abdecken und sein Geld auf 16 Unternehmen streuen.
Poland is now the 20th largest economy in the world with a projected GDP of 900 Billion Euros in 2025.
Auch Japan boomed und aus China kommen mit Labubo und Co.
immer mehr Marken, die in den USA und Europa extrem beliebt sind.
In der Folge vom 20.
Januar habe ich schon mal über eine Firma gesprochen, die genau von diesem Trend profitieren könnte, nämlich der Sojasaußenhersteller Kikoman.
Wer es aber eher keinen langweiligen Sojasaußenhersteller will, sondern eine Marke, die noch ein bisschen dynamischer wächst, kann sich mal Kurasushi anschauen.
Das ist eine der größten japanischen Ketten für Running Sushi mit um die 700 Läden.
Knapp unter 100 davon sind in den USA, ein bisschen weniger in Taiwan und der Rest vor allem in Japan.
Wer auf Kurasushi an sich setzt, kriegt also eine stabile Sushi-Kette mit ca.
1,6 Milliarden Dollar Umsatz um die 40 Millionen Dollar operativem Gewinn und 900 Millionen Dollar Börsenwert.
Das wirkt jetzt von der Bewertung nicht super teuer und man hat sogar knapp 1% Dividendenrendite.
Das Ding ist aber, dass Kurasushi insgesamt nur noch mit um die 5% im Jahr wächst.
Vor allem in Japan ist das Wachstum nämlich nicht mehr so stark.
Aber ich habe euch ja eine dynamischere Alternative zu Kikoman versprochen.
Und zwar hat Kurosushi noch eine Tochterfirma, Kurasushi USA.
Die ist selbst an der Börse 800 Millionen Dollar wert, das bei gerade mal 300 Millionen Dollar Umsatz und Verlusten ist also deutlich teurer bewertet, aber Kurasushi USA wächst eben deutlich schneller.
2018 haben die noch 50 Millionen Dollar Umsatz gemacht, haben sich seitdem also versechsfacht und Analysten rechnen in den kommenden Jahren auch mit um die 20% Wachstum pro Jahr.
Spannend ist daran außerdem, dass Kura Sushi im aktuellen Umfeld sehr stabil ist.
Andere junge Restaurantketten mit viel Wachstum wie Sweet Green oder Kawa sind letztes Jahr komplett abgeschmiert.
Erstens, weil sie eher teuer sind und Kunden bei Restaurantbesuchen sparsamer werden.
Zweitens, weil die Bewertungen ziemlich hoch waren.
Kurasushi USA aber hat in den letzten zwölf Monaten trotzdem schwierigen Umfeld nur 10% verloren und operativ läuft es tatsächlich ziemlich gut.
Sie haben sogar letzten November die Preise im Schnitt um 3,5% angehoben und trotzdem haben sich die Besucherzahlen im Vergleich zu den Vormonaten verbessert.
Denn sogar mit dem Preisanstieg ist Kurasushi für einen Sushi-Restaurant noch relativ günstig.
Außerdem profitieren sie eben vom Rückenwind durch den Trend zu asiatischem Essen und sie machen ziemlich smartes Marketing.
Zum Beispiel hat Kurasushi viele Kollabos mit Manga-Serien wie One Piece oder Demon Slayer, wenn man eine bestimmte Anzahl an Tellern erreicht, kriegt man Spielzeug oder Merch von den Serien.
Eine wichtige Grenze dafür war bisher der 30.
Teller, nur ist wohl für die meisten ziemlich schwer, die 30 Teller zu erreichen.
Deshalb haben sie letztes Jahr die Grenze auf 25 reduziert.
Das hat zwar dazu geführt, dass weniger Kunden über 30 Teller essen, aber das wurde mehr als ausgeglichen, weil sich mehr an die realistischeren 25 handhauen.
Trotzdem, wer hier investiert, muss natürlich wissen, dass Kurasushi USA noch Verluste macht, durch die Größe ziemlich illiquider ist und dass man indirekt über Kurasushi auch investieren kann.
Die japanische Mutter hat noch knapp 40% der Aktien und zwei Drittel der Stimmrechte.
The Kurasushi and Demon Slayer Collab launches today.
Let's go.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin.
Alles Gute.
Adios.
