# Digital First Mindset for CTOs

**Podcast:** Becoming CTO Secrets
**Published:** 2026-02-17

## Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu Becoming CTO Secrets.
Ich bin Philipp Deutscher, externer CTO, CTO-Coach und Gründer der Becoming CTO-Community.
Als CTO-Coach begleite ich nämlich Tech Leader auf dem Weg zu mehr Verantwortung, Klarheit und auch Wirkung.
Und in der Becoming CTO-Community treffen sich jede Woche über 50 CTOs und angehende Führungskräfte zum Austausch auf Augenhöhe.
Wer tiefer einsteigen will?
Der Link ist natürlich unten in den Shownotes.
Und dann kommen wir auch direkt zum heutigen Gast der Folge.
Das ist nämlich Tobias Eis.
Er ist Mitgründer und CTO von KYC Now.
Und er hat tatsächlich einen unkonventionellen Weg in die CTO-Rolle genommen, nämlich ganz ohne Studium, ohne formale Ausbildung.
Und dafür aber mit einem starken technologischen Instinkt und einem klaren Digital First Mindset.
Und mit KYC Now baut er eine Plattform für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierungsprävention, schwieriges Wort übrigens, die von großen europäischen Banken eingesetzt wird und einem sehr der wohl härtesten regulatorischen Umfelder überhaupt.
Und in dieser Episode sprechen wir natürlich über seinen Weg zum CTO, warum echtes Digital First mehr ist als Prozessdigitalisierung und wie man Innovation und Regulatorik sinnvoll zusammenbringt.
So, Tobias, herzlich willkommen.
Ich freue mich wirklich sehr, dass du da bist.
Vielen Dank, Philipp.
Danke, dass ich da sein darf.
Ich freue mich auf die Folge heute.
Dann lass uns direkt loslegen.
Viele kennen dich vielleicht noch nicht.
Wer bist du heute?
Was baust du?
Vor allen Dingen, was baust du gerade mit KYC Now?
Also Terrorismus, Finanzierungsprävention ist ein langes Wort, aber auch wahrscheinlich ein sehr wichtiges Thema, was ihr da beackert.
Ja, es ist tatsächlich auch ein Thema, das gerade in Deutschland uns mehr beschäftigen müsste, zu wenig beschäftigt.
Also das fachliche Thema dazu.
Und wir haben dazu eine Lösung gebaut.
Also um was geht es?
In Deutschland wird wahnsinnig viel Geld gewaschen.
Zahlen über 100 Milliarden Euro werden pro Jahr in Deutschland gewaschen.
Und dazu eben auch ziemlich viel Terrorismus finanziert.
Damit man sich das so ein bisschen vorstellen kann, was ist eigentlich Geldwäsche?
Das ist vielleicht wichtig für die Hörerinnen und Hörer, um sich reinzudenken in das Thema.
Geldwäsche ist, ich begehne Straftat, erlange dadurch Mittel, also Geld und möchte es dann irgendwie am Ende auf dem...
Bankkonto haben, um in Urlaub zu fliegen oder eine Handtasche zu kaufen oder ein Auto oder sonst was, um das Geld auszugeben.
Genau, kann aber dann schlecht mit dem Geld, was ich erworben habe, zur Sparkasse gehen und sagen, bitte zahlen Sie es auf mein Bankkonto ein.
Dann wird man komisch angeguckt und gefragt, wo kommt denn das Geld her und das muss ich dann irgendwie erklären.
Also einfacher Cases, ich klaue nachts irgendwo ein Auto auf dem Parkplatz.
und bringe das ins nächste Dorf und verkaufe es dort auch wieder auf dem Parkplatz bei irgendjemandem per Ebay-Kleinanzeigen kennengelernt.
Und der drückt mir dann das Bargeld in die Hand.
Und jetzt muss ich das Bargeld irgendwie auf mein Bankkonto bekommen.
Das ist jetzt wahrscheinlich nicht nur ein Auto, sondern ganz viele.
Und dann ist es irgendwie eine hohe Summe.
Und das muss ich irgendwie so machen, dass das aussieht, als wäre das Geld legal auf mein Bankkonto gekommen.
Und das ist in der Nutschell Geldwäsche bzw.
der Mechanismus.
Und ja, vielleicht wichtig dazu.
In Deutschland geht es jetzt nicht irgendwie um Autoklau oder so, sondern die Straftaten Nummer eins in Deutschland, die zu Geldwäsche führen oder warum Straftäter Geldwäsche nutzen, sind Menschenhandel, illegale Prostitution und erst auf Platz drei kommt dann der Handel mit Drogen.
Genau, und wenn man sich vorstellt, da kommen über 100 Milliarden Euro, die dadurch gewaschen werden, ist das eine Menge Geld und ist vor allem auch ein super relevantes Thema bei uns in der Gesellschaft.
der aus unserer Sicht zu wenig beackert wird.
Das ist so der fachliche Teil und wir bauen dazu eine technische Lösung.
Also die Firma heißt ClearLab GmbH & KUKAG ist ein Joint-Bencher zwischen dem Fintech Defino und der Schufa zusammen.
Und wir bauen eine technische Lösung, in der man schon...
früher feststellen kann, der Kunde, der jetzt hier beispielsweise Kunde einer Bank werden möchte, ein Produkt einer Bank nutzen möchte, eine Kreditlinie haben möchte, ein Bankkonto haben möchte, warum will er das denn haben?
Bezweckt er hiermit das Produkt der Bank zum Missbrauchen für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung?
Und das eben schon vorher festzustellen, bevor das überhaupt möglich ist.
Genau, das so mal ganz grob umrissen, was wir da so tun.
Sehr spannendes Thema.
Warum hast du dir dieses Spielfeld denn ausgesucht und warum ausgerechnet dieses?
Ich nehme an, du hast keinen Banking-Background, du hast mit Sicherheit auch keinen Geldwäsche-Background.
Also wie kommt man zum Thema KYC Now oder zu diesem Thema der Geldwäscheprävention?
Ja, auch über Umwege.
Also genau, ich hatte damals bei der Fino gearbeitet, dem Fintech.
Genau, kennt man vom Kontowechsel-Service.
Ich weiß nicht, ob du schon mal ein Konto gewechselt hast von A nach B.
Dann war das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, wenn du einen digitalen Service verwendet hast, dann auch mit der Fino zusammen.
Genau, und dort waren wir in diesem Banking-Umfeld unterwegs und da kommt man um die Schufa nicht drum herum, wie das nun mal kaum ein Bundesbürger in Deutschland kann.
Und dann in einem Gespräch tatsächlich, das war auch eher so zwischen...
Gespräch und Kaffeemaschine in so einem ganz klassischen Meeting, noch vor Corona, also vor Ort, da gab es ja kaum digitale Meetings, sind wir zufällig auf das Thema gekommen und da hat mich das interessiert.
Und genau zusammen mit einem anderen Typen, der auch Tobias heißt von der Schufa, haben wir darüber lange gesprochen und irgendwann kam der Gedanke, oh, das ist ein ganz schönes Problem in Deutschland, also einmal ein gesellschaftliches und zum Zweiten aber ein Problem, dass in Deutschland so komisch digital gelöst ist.
Also eigentlich gar nicht so richtig.
Und wir hatten dann eine neue Idee, die man anders lösen kann.
Das wäre jetzt ganz tief, um das zu erklären, wie das ist.
Wir nehmen das jetzt erstmal einfach so als gegebenen Fakt.
Genau, das haben wir dann ausprobiert zusammen mit einer anderen digitalen Bank, mit der Solaris Bank damals.
Und haben geguckt, ob das tatsächlich funktionieren kann und haben dann festgestellt, oh, ja, das geht.
Wir können das so digital auf diese Art lösen und das geht super schnell.
Und wir finden da deutlich schneller Risikofaktoren, als das irgendwie herkömmlich gelöst wird.
Und dann war das quasi der Proof, dass das so funktioniert.
Und haben dann beschlossen, alles klar, wir gehen jetzt vorwärts und bauen da draußen ein richtiges Produkt und eine Firma außen rum, eine legale Entität, die das beheimatet und so weiter.
Und so bin ich da reingekommen.
Also auf deine Frage hin, genau, war es eher so über so einen Umweg an der Kaffeemaschine.
Und apropos Umweg und so bin ich da reingekommen.
Ich hatte es ja eingangs schon mal erwähnt, du hast einen durchaus unkonventionellen Weg zum CTO genommen.
Und ich möchte es deswegen auch nochmal ganz besonders ansprechen.
Du bist CTO, du hast kein Studium, du hast auch keine Ausbildung in dem Bereich und bist trotzdem CTO geworden.
Warum ist das so wichtig?
Weil ich natürlich auch mit vielen Leuten spreche, die im Engineering tätig sind und die das genau als Grund ausgeben, warum sie sagen, CTO kann ich ja nicht werden, weil und dann kommen genau die Dinge, die du nicht hast.
fehlen denen auch und das ist für sie der Grund, warum sie ja angeblich kein CTO werden können.
Wann hast du denn gemerkt, ich bin eigentlich auf dem Weg dahin oder ich bin plötzlich hier in der CTO-Rolle unterwegs?
Oder wann war das für dich ein relevantes Thema?
Ja, spannende Frage, weil ich das weder als Ziel hatte, das auch irgendwie, also genau, noch irgendwie so passiert hatte, sondern genau andersrum, genau, wir haben das gegründet und ja, so wie...
so ein bisschen auch meine Natur ist, das erstmal einfach erstmal zu machen, auszuprobieren, sich Gedanken darüber zu machen, genau, und dann loszulegen.
Wir haben dann mit dieser Firma losgelegt, mit diesem anderen Tobias zusammen, genau, der das aus Sales-Sicht so ein bisschen begleitet hat.
Und genau, und dann ist das Produkt immer größer und größer geworden.
Und wir hatten damals uns gar keine Titel gegeben.
Wir waren einfach beide Geschäftsführer und fertig.
Und genau, ansonsten werfen wir auch nicht so jetzt viel mit Titel irgendwie durch die Gegend.
Und dann wurde es aber auf einmal so unglaublich groß.
Wir haben heute in Deutschland die von den zehn größten Banken, neun an der Vertrag.
Und dann auf einmal kommt dann aus dem Markt und auch dann von den Share-O-Land schon die Frage, wer ist eigentlich hier wer?
Und haben uns dann gefragt, alles klar, brauche ich irgendwie alles irgendwie mit Sie vorne, müssen wir jetzt irgendwie aufteilen?
Und klar, ich bin für den technischen Teil zuständig.
Und dann kamen wir später darauf, dass es vielleicht logisch ist, wenn...
Ich den CTO spiele.
Genau, also gar nicht so, wenn jetzt fragt, wann ich das gemerkt habe, das habe ich dann gemerkt, als wir darüber gesprochen haben, gesagt haben, wir brauchen jetzt irgendwie doch einen Titel, den man da irgendwie hinschreibt.
Insbesondere dann, wenn man eben dann mit KundInnen spricht und dann braucht man jemanden, der auch der CTO ist.
Also wir sind angeschlossen in Kernbanksysteme, machen da Live-Entscheidungen mit und genau da ist das dann auf der anderen Seite beruhigend, wenn da jemand da ist.
wo ein Technical noch mit drin ist und sich da jemand technisch mit jemand austauschen kann oder zumindest irgendwie den Proof bekommt, alles klar, die haben Ahnung von dem, was sie da tun, technisch.
Und so kam das eher zustande.
Also eher aus der Notherröhe aus, weil man diesen Titel brauchte.
Das ist natürlich in erster Linie der Titel, der kam dann irgendwann.
Davor hattest du schon die Geschäftsführungsfunktion.
Wann war der Punkt, an dem du dich auch mit anderen CTOs ausgetauscht hast und wie hast du da gemerkt, wie spielst du denn mit in dem Spiel?
Hast du dich da viel angefangen zu vergleichen?
Hast du das in irgendeiner Weise als einen Unterschied wahrgenommen?
Ja.
Genau, als wir gestartet sind, klar, da sind wir so ganz klassisch mit Gründergeist gestartet.
Waren da am Anfang, genau, irgendwie zu dritt oder zu viert.
Da habe ich natürlich selber mitprogrammiert als ganz kein Morgen und mir die Wochenenden um die Ohren gehauen.
Genau, und sind dann ganz klassisch immer weiter gewachsen, brauchten immer mehr Mitarbeitende mit dazu.
Wurde das Team immer größer.
Und dann war mir das noch gar nicht so richtig bewusst, dass ich einen Austausch brauche.
Da war rein, wir brauchen ein Produkt, das muss jetzt am Markt ankommen.
Dann funktioniert das nur so halb.
Dann muss man hier und hier nochmal mithelfen und sowas.
Und dann ist die Firma sehr organisch gewachsen.
Heute, fünf Jahre später oder knapp sechs Jahre später, sind wir knapp 60 Leute.
Also auch recht flott, linear.
und auch bis jetzt organisch gewachsen.
Aber da kommt man dann irgendwann natürlich zu der Frage, ich kann jetzt hier nicht mehr jede Code-Zeile mitreviewen, sondern wir müssen jetzt auf einmal in Teams arbeiten.
Und irgendwann kommt dann auch die Frage, das geht jetzt eben nicht nur mehr in Teams, sondern wir brauchen jetzt auch sowas.
Was man als Gründer sagt, das will man nie haben.
Aber ich brauche auf einmal auch irgendwie so etwas wie eine zweite Führungsebene.
Und jetzt brauche ich hier irgendwie jemanden, der Entwicklung verantwortet und jemanden, die Produkt verantwortet und sowas.
Und dann muss man das abgeben, diese Verantwortung.
Und genau, muss ich dann Gedanken machen, ja, was mache ich denn das für die ganze Zeit auf einmal?
Also keine Sorge, es kommt genügend Aufgaben, aber sich ständig zu hinterfragen, alles klar.
Und wie schaffe ich jetzt den Tag über den meisten Wert?
Genau, weil den meisten Wert schaffe ich definitiv nicht mehr, indem ich Codezeilen irgendwie rausballere, sondern den meisten Wert schaffe ich jetzt anders.
Auch nicht, indem ich über Produkte nachdenke, weil da sagen wir, eine Produktmanagerin und so weiter.
Auch nicht mehr, um mich um die Mitarbeitenden kümmere.
im Konkreten, sondern dafür haben wir eben Führungskräfte drin.
Genau.
Und dann gilt es erst mal, das auszuhalten und das zu diskutieren, auch mit dem Team, mit dem man mal so gestartet ist und immer gesagt hat, man will immer flache Hierarchien haben und dann feststellt, naja, irgendwann geht das dann doch nicht mehr, sondern muss dann eins weitergehen.
Und da ist dann sprichwörtlich Guderat teuer.
Genau.
Und das kriegt man günstig, indem man sich gut austauscht mit anderen CTOs oder teuer, teuer, indem man sich irgendeine Beratung holt.
Genau, ich versuche das tatsächlich auf ersteren Weg und spreche, oder zweierweise, wie ich es gesagt habe, spreche mich gerne mit anderen CTOs, mit anderen oder auch einfach Geschäftsführern, die sich es auch ähnlich noch nicht klar haben, mal ab, genau wie fühlt ihr euren Job aus, wie macht ihr das?
Wie viel von dem, was du jetzt so in der CTO-Rolle heute lebst, hast du denn?
intuitiv schon richtig gemacht auf dem Weg in diese Rolle rein und auch in der Transformation darin und wie viel hast du dir tatsächlich durch aktiven Austausch geholt?
Also ist der Unterschied, wie du jetzt die Rolle ausfüllst und wie du vielleicht am Anfang auf so eine Rolle geblickt hast, ist der sehr groß oder ist vieles von dem, was du jetzt gerade auch erzählt hast und das ich sehr unterstütze von wegen, ich mache kein Code Review mehr und so weiter.
Wie sehr wusstest du das von Anfang an und wieso hast du das intuitiv schon richtig gemacht und wie viel war da Coaching oder Sparing auch mit dem Spiel oder Mentoring?
Ja, also genau, Mentoring gar nicht, sondern eher genau, also von der Seite bekommt man dann von ganz vielen eben sofort gleich zu Beginn, also genau mit denen, die so um mich rum sind, sind alle älter als ich, schon länger im Berufsleben und die haben schon gleich zu Beginn gesagt, hey Tobi, du kannst das nicht mehr machen, du musst jetzt sofort jemand anders suchen, der das übernimmt und so weiter und so weiter.
war aber noch gar nicht im Produkt und im Daily Business noch gar nicht so weit und habe dann immer gesagt, nee, das brauchen wir alles nicht, sondern ich kann hier mitprogrammieren den ganzen Tag.
Und das war dann eher, irgendwann kommt man bei den verschiedenen Themen auf Einsehen und stellt dann irgendwann fest, hat vielleicht doch recht gehabt vor zwei Jahren der Florian oder wer auch immer.
Also genau, das ist...
glaube ich, eher so rum, wo man dann eben anfängt und feststellt, okay, vieles, was es da draußen in anderen Firmen schon immer gibt, ist vielleicht doch gar nicht so falsch.
Die Menschheit hat das vielleicht schon sehr oft bewiesen, dass es so geht.
Ich glaube, gleichzeitig, und die Fahne will ich schon hochhalten, ist es wichtig.
das für sich den ganzen Tag zu challengen und schon zu gucken, ist das gerade der richtige Weg?
Oder auch das, was mir von außen gesagt wird, ist das jetzt gerade der richtige Weg?
Oder ist das gerade noch richtig mit zu programmieren?
Und es ist jetzt richtig, aber wieder rauszugehen.
Und ich glaube, man darf das in beide Richtungen, darf man diesen Absprung nicht verpassen.
Ich glaube, auch zu früh da rauszugehen, also jetzt in unserer Sicht, also in meiner Geschichte, wo man genau so eine Firma von vorne auch baut mit drei Leuten und dann später irgendwie größer wird, da zu früh rauszugehen, ist auch nicht der richtige Weg.
Und ich glaube, diesen genauen Sweet-Spot zu finden, ich glaube, das ist der Schlüssel.
Das muss man gut hinbekommen.
Du hast jetzt die Rolle auch übernommen, auch weil du der Geschäftsführer warst und auch mitgegründet hast.
Das heißt, das ist dein Unternehmen und ihr konntet natürlich euch dann auch die Rollen gegenseitig geben und auch die Verantwortlichkeiten.
Aber gab es einen Moment, sei es jetzt von Seiten der Investoren oder von sonstiger Seite, in dem dir der fehlende formale Background geschadet hat?
Ich glaube nicht.
Oder umgekehrt auch besprochen?
Hast du das auch an einer anderen Stelle ganz bewusst als Vorteil wahrgenommen?
Also ja, jetzt verstehe ich deine Frage.
Ich glaube, dein erster richtiger.
Also genau als Vorteil sehe ich das oftmals, weil ich mit so einem Realschüler, weil ich oft mit so einem Realschülerdenken hingehe.
Also genau, sehr pragmatisch mir irgendwie den Problemfall anschaue und da realschülermäßig darüber nachdenke, wie ist das jetzt hier zu lösen.
Genau, und ich glaube, da bringt mir das den Vorteil.
Ein Nachteil ist das schon manchmal, wenn das dann auf einmal in eine Richtung geht oder ich beantworte es mal andersrum.
Ich glaube, als CTO reicht es nicht aus, sich mit Technik und so weiter auszukennen, sondern man muss noch einen Schritt weiter gehen.
Man muss verstehen, wie Sales funktioniert.
Man muss verstehen, wie das Fachliche sowieso funktioniert.
auch Außenraum verstehen, wohin soll eigentlich unsere Strategie, was ist eigentlich unsere Vision, wo will man eigentlich hin und in unserem Fall, wie stelle ich mir vor, Scheißfrage, wie stelle ich mir vor, wie in fünf Jahren ein KYC-Fall, also ein Know-Your-Customer-Fall, ein Fall zur Prüfung nach Geldwäsche-Terrorismus-Finanzierungsprävention, wie stelle ich mir vor, wie in fünf Jahren das gelöst wird?
Und das eben nicht auf einer technischen Basis, sondern auf einer ...
In dem System selbst, wie stelle ich mir da vor, wie das gelöst wird?
Und das muss man hinbekommen.
So genau in meinem Fall, jetzt vielleicht auch noch den Fakten dazu oder die Schwierigkeit mit dazu genommen, nicht studiert zu haben, merke ich, wie ich dann auf einmal jetzt schnell Wissen brauche, wie das geht.
Und das muss ich mir dann super schnell an einem Wochenende aneignen, nachfragen und das herzustellen, damit ich dann in der Lage bin.
eine gute Entscheidung treffen zu können oder eine gute Meinung zu bilden können, die ich diskutieren kann.
Genau, also in umgekehren Reihenfolge erst Meinung bilden, diskutieren und dann entscheiden.
Das ist vielleicht glüber.
Aber genau, das eben schnell zu tun.
Also genau als Beispiel, wir sind jetzt an so einem Punkt, genau mit 60 Leuten, da fragt man sich schon, jetzt haben wir die ersten fünf Jahre hinter uns.
Wir haben auch viel ausprobiert, auch viel Blödsinn gemacht, auch mal blöd abgebogen und so weiter.
Jetzt ist das aber recht stabil und jetzt müssen wir uns überlegen, wie ist das in fünf Jahren.
Also genau konkret diese Frage.
Und dann sich zu überlegen, wie geht das strategisch weiter.
Nicht produktstrategisch, sondern unternehmensstrategisch.
Wie sieht der Wettbewerb aus?
Wie wollen wir weiter wachsen?
Ist es rein das Organische wachsen oder müssen wir anorganisch wachsen?
Und anorganisch muss es gar nicht irgendwie ein M&A-Ding sein oder so, sondern kann genau so eine strategische Kooperation oder sonst was sein.
Und genau, dann braucht man das.
Ich weiß nicht, ob man das dann im klassischen Studium tut.
Keine Ahnung, habe ich ja nicht gemacht, kann ich dir nicht beantworten.
Nicht im Informatikstudium, das kann ich dir sagen.
Okay, schade, ja.
Das war dann der Fall, wo ich dann dachte, okay, jetzt brauche ich...
ganz dringend jetzt sofort wissen.
Zu dem Redenfall habe ich dann geguckt, habe festgestellt, dass die Universität in St.
Gallen das ganz gut ausbildet und habe dort nachgefragt und konnte dann so für vier Tage, oder was war das, teilnehmen an so einem Format, an dem man das eben schnell gelernt hat.
Und indem man das irgendwie, wo mich das sofort weitergebracht hat.
Und das versuche ich eben zu finden.
An den Stellen, wo ich merke, da komme ich nicht weiter mit meinem klassischen Realschüler.
Technikwissen oder Erfahrung.
Jetzt brauche ich auf einmal anderes Wissen.
Das muss ich mir jetzt irgendwo herziehen.
Dann muss man das halt schnell können.
Und insbesondere, gut, gibt es vielleicht andere Themen, die man im Informatikstudium lernt, die man dann, die ich dann eben jetzt zügig brauche.
Was da auch als guter Vergleich erhält, ist vielleicht die Unterscheidung zwischen Booksmart und Streetsmart.
Und von dem, wie du das jetzt gerade erklärt hast, du hast es jetzt mit Realschülerdenken halt beschrieben.
Das könnte man ja auch als street smart bezeichnen.
Also ganz viel Pragmatismus, ganz viel die Graubereiche zwischen dem Richtigen und dem Falschen auch irgendwie auszuloten und sehr viel mehr auch auf Empathie und auf Intuition auch hören.
Und im Gegensatz dazu ist ja dann Booksmart eher das Thema, an dem Entwickler vielleicht auch scheitern, wenn sie sich Richtung C-Level aufmachen wollen, weil für sie nur binär richtig oder falsch, also ich übertreibe jetzt auch ein bisschen, ich spitze das jetzt zu, aber weil für sie nur richtig oder falsch und ja oder nein und schwarz oder weiß existiert.
Und es gibt einfach entweder die richtige technische Lösung oder sie ist eben falsch.
Und ich glaube...
Sobald du anfängst Richtung Business zu denken und auch strategisch zu arbeiten, dann bist du automatisch in genau diesen Graubereichen unterwegs.
Und dann ist vielleicht, da gibt es kein richtig und falsch mehr.
Und dann gibt es Sachen, da du musst eine Entscheidung treffen und du weißt noch gar nicht, ob sie richtig oder falsch ist.
Aber du musst sie trotzdem treffen.
Und du musst strategisch entscheiden.
Und genau in diesem Kontext.
Wie funktioniert das denn?
Deswegen, als du das so erklärt hast, war ich genau wieder in dem Booksmart vs.
Streetsmart-Denken und habe mich da sehr darin wiedergefunden.
Würdest du das auch so sehen oder würdest du dich davon dann doch eher nochmal irgendwo abgrenzen wollen?
Nee, ich kenne die Begrifflichkeit nicht, kann es jetzt aber sehr gut, glaube ich, nachvollziehen, wie du das erklärt hast.
Ich glaube, um das vielleicht eins weiterzuführen, um ...
wertstiftende Software herzustellen oder das in der Verantwortung herzustellen als CTO, muss ich begreifen können, wo das Ganze hingeht.
Es bringt nichts zu sagen, also genau, hier kommt irgendwie eine Anforderung von der Business-Seite, da müssen wir uns jetzt hier runterprogrammieren und dann überlege ich mir alles klar, was brauchen wir jetzt von der Architektur und da habe ich eine arschgeile Architektur, die genau das abbildet.
Das bringt mir in zwei Jahren nichts, das ist nicht nachhaltig, sondern ich muss mir die Frage stellen, wie baue ich das heute auf?
damit das nachhaltig ist.
Oder andersrum.
Ich baue das jetzt auf mit, ich gehe jetzt schon eine technische Schuld ein und ich weiß, das werfen wir in einem Jahr weg, weil wir da was anderes brauchen.
Oder in drei Jahren, genau, da werfen wir das weg und da brauchen wir was anderes.
Aber ich weiß jetzt schon, was wir dann brauchen.
Und ich weiß auch um die Kosten.
Und ich kann die jetzt schon mit einkalkulieren.
Und ich glaube, das ist, warum das so wichtig ist.
Und vielleicht zielt das so ein bisschen auf Streetsmart ab.
Ich will dennoch auf der anderen Seite nicht sagen, dass man kein Wissen aus Büchern, dass man das genau stehen lassen sollte.
Ganz im Gegenteil, ich glaube, es ist super wichtig, ständig weiterzubilden und hier links und rechts zu schauen.
Und oftmals stehen dann doch nochmal der ein oder andere kluge Satz in so einem Buch drin.
Absolut, absolut.
Und deswegen gar nicht verkehrt, sich da nicht auf eins zu fokussieren, sondern genau zu gucken, was man in der Situation braucht.
Sehr gut.
Und wenn du jetzt auf junge Entwickler schaust, gerade vielleicht auch in deinem Team, inwiefern ist auch so ein Thema wie CTO werden wollen in deren Köpfen?
Gibt es da den einen oder anderen, der vielleicht an deine Tür klopft und sagt, ich würde gerne auch mal CTO werden?
Ist das ein guter Plan?
Oder wie reagierst du, was antwortest du denen?
Gab es bei mir noch nicht.
Vielleicht zwei Gedanken dazu.
Zum einen, bei uns in der Firma gilt für alle, Führungskräfte, die verantwortlich sind für andere Menschen, gilt immer der Leitsatz, die Menschen, für die man verantwortlich ist, an sich selbst vorbei zu entwickeln.
Das gilt bei uns.
Wer das nicht tut, der kann hier leider nicht...
sich um Menschen kümmern und Menschen weiterführen.
Das finde ich enorm wichtig.
Damit nicht so komische Dinge entstehen, wie da will jemand unbedingt irgendwie seinen Platz verteidigen oder merkt nicht, wann er gehen muss.
Das auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite auch, um Freiraum zu schaffen, dass man selber weiter wachsen kann.
Ich glaube, genau, das ist super wichtig.
Direx, scheiß Wort, aber genau für die Leute, für dich zuständig bin, wenn ich denen mehr in die Verantwortung nehme, mehr denen das beibringe, was ich tue und mehr die mit hochziehe, desto mehr schaffen die Mehrwert, schaffen mehr von dem, was zu tun ist.
abgearbeitet und schafft mir Freiraum, dann wieder weiter zu wachsen und weiter nach oben zu kommen.
Oder eben andersrum, tatsächlich jemanden zu finden, der in der eigenen Firma ist und tatsächlich den Job einfach besser kann.
Und dann sollten, das würde ich jedem empfehlen, da ganz ehrlich mit sich selber zu sein, so festzustellen und das ständig zu überprüfen und zu gucken, alles klar, gibt es hier jemanden, der das besser kann als ich und dann den Weg freimacht.
Das ist natürlich einfach gesagt und nicht leicht umgesetzt, aber es ist glaube ich etwas, was wir in unserer Welt ganz dringend brauchen.
In der Welt, in der wir einen Fachkräftemangel haben und so weiter, ist das super wichtig, das zu hinterfragen, damit wir den Tag über den besten Mehrwert erreichen können und schaffen können in der Firma, für die ich mich committet habe.
Du hast das gerade so erklärt.
Wie hast du den Begriff genannt?
an einem selbst vorbeiführen oder wie hast du das genau?
Vorbeientwickeln, genau.
Das ist ein sehr schöner Begriff und den habe ich tatsächlich so in der Form nicht gehört, aber ich finde den sehr, sehr passend für das, was du dann danach beschrieben hast.
Ich glaube, das können wir ganz gut so stehen lassen.
Lass uns mal auf das Thema Digitalisierung kommen.
Das ist doch ein Thema, was dich sehr umtreibt, wenn du auch von so Themen wie Digital First sprichst.
Ich hatte es im Eingang im Intro auch erwähnt.
Was ist der Denkfehler, den du bei Unternehmen am häufigsten siehst, wenn es um dieses Thema geht?
Ja, das ist mein Herzensthema.
Konstellation versus Situation.
Das war so hingestellt.
Genau, gehen wir gleich ein bisschen tiefer rein.
Ich glaube viel zu oft und gerade im KMV-Sium-Feld, dass mir das besonders aufgefallen und da ging das Ganze auch los in meinem Denken.
Man geht hin und nimmt einen Prozess, den man analog kennt und versucht ihn genauso zu digitalisieren.
Also genau, ich versuche irgendwie rauszufinden, gibt es irgendwie Geld- und Terrorismusfinanzierung, da schaue ich mir irgendwelche Handelsregisterauszüge an und so weiter und so weiter.
Und dann geht man hin und intuitiv, das tun wir leider alle, die was mit Digitalisierung tun, machen das leider immer viel zu schnell.
Wir gehen hin, nehmen den Anhandlungenprozess und überlegen, wie kriege ich den digital hingestellt.
Und das ist aber ein Fehler.
Ich mache ein Beispiel, das ist ein gutes Gedankenexperiment, was man machen kann.
Wir haben irgendwann mal als Menschheit...
dass wir hier nicht mehr Hühner gegen Kühe tauschen wollen und haben dann sowas wie Geld erfunden.
Und dadurch ist das einfach leichter, Transaktionen durchzuführen und Werte irgendwie von A nach B zu bringen.
So, dann haben wir irgendwann mal hier Computer erfunden und haben gesagt, alles klar, das sitzt nochmal auf dem Computer abzudecken, das wäre ja mega smart.
Und was haben wir gemacht?
Wir haben das analoge Geldsystem, wie wir das kennen, eins zu eins übersetzt ins Digitale.
Und deswegen findet, wenn ich dir heute drei Mark, rüber sende.
Dauert das, wenn ich das nicht per Paper mache, dauert es auch einfach vier Tage, bis das dann bald hier auf dem Girokonto angekommen ist.
Genau, weil wir das genauso gemacht haben.
Als Gedankenexperiment andersrum gedacht.
Was wäre gewesen, wir hätten als Menschheit als erstes Technologie, Computer, Elektronik und sowas erfunden und danach Geld.
Wie hätten wir das umgesetzt?
Und ich glaube nicht, dass wir das so sperrig gemacht hätten, wie wir das heute gemacht hätten oder wie wir das heute haben, wie wir das heute implementiert haben.
Und ich glaube, also dieses Gedankenexperiment, drehen wir mal meine Wecklöcher die Augen, weil ich das jeden Tag erzähle, ist aber bei uns der Kern.
Also darüber nachzudenken, wie würden wir das Problem, was wir hier haben, also das tatsächliche Problem, was vor uns ist, die Situation, die vor uns ist, wie können wir die mit Technologie lösen?
Und zwar nicht.
eins zu eins den gleichen Arbeitsschritt analog machen und genau das macht dann einfach die Maschine nur in digital, sondern wie können wir andersrum denken und mit Hilfe von Technologie das eigentliche Problem lösen?
Das wäre natürlich sehr disruptiv wieder gedacht, also indem ich dann versuche, das Problem von heute auf mal komplett anders anzugehen, das verstehe ich.
Auf der anderen Seite wäre es ja ...
ist erstmal nichts Falsches daran, wenn man das auch als evolutionären Prozess sieht und sagt, wir kommen aus dem Analogen und jetzt machen wir das Analoge erstmal digital und danach machen wir es dann nochmal irgendwie anders.
Ist das auch ein Ansatz für dich oder warum sagst du, dieser Ansatz kann nicht funktionieren, weil?
Kann nicht funktionieren, weil wir dann ein System gebaut haben, was dann live ist und was genauso verwendet wird die nächsten 700 Jahre.
Also es funktioniert genau so.
Also schau dir...
Nehmen wir das Beispiel, das Geldsystem, was wir heute haben.
Jetzt mal hier so Bitcoin, Cryptocurrencies und sowas, alles schwierige Themen und so weiter, noch ein bisschen verbrannt.
Wenn man das jetzt aber mal rein technisch anschaut, also rein technisch, ist das eigentlich eine saukoole Idee.
Und sich zu überlegen, wie man das irgendwie herstellen kann, dass man überprüfen kann, wie ging tatsächlich irgendwie hier einen Wert von Konto A auf Konto B.
Ich will gar nicht diese Krypto-Geschichte aufmachen, aber nur mal so rumgedacht.
Und genau, schau dir an, wie viele innovative Technologien es heute gibt und wie langsam heute immer noch eine Überweisung ist.
Also das ist der Beweis.
dafür, dass das kein guter Step ist, zu sagen, nein, jetzt machen wir es erstmal genauso, erstmal in digital und danach überlegen, was sonst, sondern wenn ich schon mich anstrengen und etwas in Software gieße und das ist teuer, das zu tun, dann sich direkt zu überlegen, wie kann ich das gleich nachhaltig sinnvoll lösen, ist der richtigere Schritt.
Und sonst ist es vielleicht auch klug, das einfach nicht anzufassen.
Kennst du das Beispiel hier mit dem iPad?
Es gibt ja ganz lange Auf dem iPad, oder ich glaube immer noch nicht, gibt es keinen Taschenrechner.
Also hier ist eine Taschenrechner-App.
Findest du auf dem iPad nicht.
Findest du auf deinem Telefon, aber auf dem iPad nicht.
Also nicht die Nativ-App.
Genau.
Weißt du, warum es das nicht gibt?
Das gibt es nicht, weil mir der, ich weiß nicht, Chef UXler oder was, von Apple gesagt hat, ich weiß nicht, wie ich das praktikabel herstellen soll auf dem iPad.
Ich weiß gar nicht, wie ich das...
wie ich das lösen soll.
Auf dem Handy ergibt das Sinn, das ist wie ein Taschenrechner.
Und das Taschenrechner digital abgebildet, dann kann ich irgendwie super mit rechnen.
Auf dem iPad, das ist so eine komische Größe, die habe ich auch nicht so in der Hand wie ein Taschenrechner, ist mega umständlich.
Hat sich deswegen entschieden, nee, machen wir nicht.
Kannst du die aus dem App Store von irgendjemand anders drunter laden, bauen wir nicht.
Ich bin überhaupt kein Apple-Fanboy, aber ich finde das Beispiel ganz gut, dann zu sagen, nee, wenn wir das irgendwie lösen, dann lösen wir das.
Gleich wie das sinnig und wie das richtig ist, statt erstmal eine halbe Lösung, die sich dann aber nachher etabliert und dann nutzen wir das wieder als ganze Menschheit, statt dann auch einmal richtig drüber nachgedacht zu haben.
Ja, jetzt zum Beispiel Geld und Geldtransaktionen getrachtet, weil du das ja auch kritisiert hast und gesagt hast, naja, ich unterstütze auch das, dass die Transaktionen heute immer noch Tage teilweise dauern.
Das ist ein Unding in der digitalen Welt, in der alles echtzeit verfügbar ist.
Was wäre denn die Alternative dazu?
Du hast jetzt Bitcoin angesprochen oder beziehungsweise auch digitale Währungen.
Machen die das denn genauso anders, wie es denn sein sollte in deiner Sicht?
Oder hast du einen Ansatz, der hier eine andere Lösung ins Spiel bringt?
Das ist natürlich auf dem Papier.
Ich bin kein Experte.
Besser wäre, dann ist ja klar.
Ich bin kein Experte, was hier Geldtransaktionen und Geldsysteme angeht.
Weiß ich nicht.
Habe ich nicht mit reingedacht.
Geldwäsche, Tourismusfinanzierungskontext kann ich dir das sagen.
Ich glaube, das bekomme ich schon mit.
Es gibt gerade die Überlegungen zum digitalen Euro.
Da zeige ich mir mal zwei Vorträge von der BaFin angehört.
Finde ich gar nicht so blöd, was da irgendwie dahinter steckt.
Aber kann das auch schlecht bewerten, bin ich nicht so tief drin.
Aber vielleicht ist das irgendwie eine Lösung, eine Idee.
Ich glaube, das so von der Seitenlinie irgendwie reinzuwerfen, mach das mal bitte so und so, davon bin ich dann auch zu weit weg.
Ist das vom digitalen Euro, ist das mehr als nur wieder ein anderer Stablecoin, was Sie sich da ausgedacht haben?
Soweit ich das verstehe, schon.
Also genau, ist das kein Stablecoin.
Soweit ich das verstanden habe, ist das irgendwie schon eine programmierbare, so nennen wir das Währung, die aber eben genauso auch offline funktioniert.
Und das ist so ja nicht ganz so der klassische Stablecoin.
Also genau, das funktioniert trotzdem, dass ich Peer-to-Peer offline bezahlen kann.
Ich sollte mich mal damit beschäftigen, bevor ich jetzt da irgendwie Fragen stelle in Bereichen, in denen ich mich selber nicht auskenne.
Dann lass uns lieber mal zum Beispiel kommen, AML, KYC, du hast gesagt, da läuft auch heute noch strukturell einiges falsch.
Was genau ist das?
Ja, eine Menge.
Also genau, ich habe ja gerade schon die Zahlen genannt, wie viel Geldwärtschütterismusfinanzierung in Deutschland passiert.
Übrigens, Deutschland ist eines der krassesten Länder weltweit, in dem am meisten Geldwärtschütterismusfinanzierung passiert.
Genau, und zum einen ist das ein strukturelles Problem.
Also sprich, genau, KYC, das ist, also, das habe ich gerade gar nicht aufgelöst.
KYC steht für Know Your Customer, also bedeutet, kenne deine Kunden.
Und im Rahmen von Geldwäsche, Tourismusfinanzierung funktioniert das genauso.
Also eine Bank, da kommt ein neuer Kunde, möchte gerne ein Produkt und dann überlege ich als Bank, alles klar, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Kunde mein Produkt missbraucht für Geldwäsche, Tourismusfinanzierung.
Genau, das mache ich im KYC-Gedanken.
Alleine das schon, da findet in Deutschland oder auch in Europa eher ein...
naja, ich erfülle mal das Gesetz, dass es gesetz erfüllt ist und damit ich dann irgendwie keinen Ärger von der BaFin bekomme.
Also sprich eher so ein Cover my ass findet da statt, statt genau, dass man darüber nachdenkt, alles klar, nee, ich habe tatsächlich ein Interesse daran, ein ernsthaftes.
auch nicht nur ein gesellschaftliches, sondern auch ein wirtschaftliches Interesse daran, dass mein Portfolio, mein Kundenportfolio sauber bleibt.
Sondern es ist oftmals, es ist eine freche Unterstellung, aber die erlebe ich so den Tag über, eher so eine Caramayes.
Also wie kann ich das Gesetz gerade so erfüllen, damit das hier alles passt und damit, wenn doch so ein Fall ist, dass ich der BaFin sagen kann oder der anderen Finanzaufsicht sagen kann, hier, ich habe aber alles gemacht, was im Gesetz drin steht.
Also bitte gehen Sie bitte weiter.
Ich habe nämlich mich darum gekümmert.
So genau das ist das eine Problem.
Und zum anderen haben wir ein großes Problem bei der Abarbeitung von Meldefähnen.
Du kannst es dir so vorstellen, es gibt so eine Bank, die stellt dir fest, alles klar, das sieht ja tatsächlich nach Geldwäsche-Terrorismusfinanzierung aus.
Zahlungen, die lassen sich die erklären, gehen in ein Hochrisikoland, in dem tatsächlich viel Terrorismusfinanzierung passiert.
Das sieht sehr nach Terrorismusfinanzierung aus.
Und dann wird das eben gemeldet mit ein paar mehr Faktoren.
Wird dann den Bescheid gesagt, alles klar, das sieht mir ja irgendwie komisch aus.
Und dann landet es bei der FIU, Financial Intelligence Unit, das ist eine Abteilung vom Zoll.
Und die bearbeiten diesen Fall.
Genau, und jetzt halte ich fest, Philipp, von diesen Fällen werden ein Prozent abgearbeitet.
Das heißt, du kannst auch anders drauf denken.
Und die anderen bleiben alle liegen oder die kommen irgendwann noch?
Also genau, die Behörden da draußen, wie zum Beispiel der Zoll, das sind ja deine und meine Angestellte, die bezahlen unsere Steuergelder und die schreiben uns einen Bericht.
Und den kannst du einlesen und kannst es nachlesen.
Und da drin kann man feststellen, wie viel davon, also was so getan wird.
Und davon werden eben nur ein Prozent der Meldefälle überhaupt abgearbeitet.
Weil zu wenig Mensch da ist, zu wenig Technologie da ist.
Und das Ganze auch nicht digital, also sind wir genau bei dem Problem, wie sich digital angeschaut wird.
Konkret in dem Fall hatten wir versucht, da Kontakt herzustellen, weil wir auch da eine kluge Idee haben.
Stichwort Entity Resolution.
Also wir können sehr gut mit Daten von der Schufa, wo wir eineindeutig, jetzt nicht eindeutig, sondern eineindeutig auf eine Person aufschlüsseln können, könnten wir, wenn es sieben Meldefälle zu einer, also von sieben verschiedenen Banken zu einem Vorfall gibt, könnten wir das auflösen und könnten halt sofort rapide den ganzen Bestand deutlich verschlanken und deutlich schneller was abarbeiten.
Aber also genau so weit ist die.
ist der Zoll nicht und die FIU, sondern löst das noch mit, Mensch, jetzt fairerweise, genau, gibt es jetzt einen Führungswechsel oder gab es jetzt hier bei der FIU, das sieht ganz gut aus, dass sie das vielleicht irgendwie besser hinbekommen, aber so ist es, bis jetzt ist das so der Fall und das ist ein massives Problem, also so deine Frage beantwortet und ja, auch da.
genau, technisch komisch beantwortet.
Also die Menschen, die das dort bearbeiten, auch mit dem Tool, mit dem gemeldet wird und sowas, das sieht furchtbar aus.
Das ist genau so gemacht.
Das ist der analoge Prozess genommen und den einfach digital umgesetzt.
Genauso wie er ist, eins zu eins, statt darüber nachzudenken, wie kriegen wir das eigentliche Kernproblem gut mit Technologie gelöst.
Wo ist denn der Ansatz, um das strukturell anders zu machen?
Es ist ein systemisches Problem, das heißt, es beginnt beim Gesetzgeber.
Es beginnt bei demjenigen, der die Regulatorik macht.
Und jetzt wird es richtig spannend.
Dort nämlich nicht.
Tatsächlich, also normalerweise ist das ja so, das Gesetz versucht, anhand verschiedener Faktoren eine Konstellation aufzulösen.
Also der ganz berühmte Knallerbsenstrauch, der auf deine Seite rüberwächst vom Nachbar.
den du dann nachschauen kannst im Gesetz.
Und es gibt genau diese Konstellation dargestellt und eine Lösung für diese Problematik.
So funktioniert der Gesetzgebung normalerweise.
Und tatsächlich, also das ist eine Konstellation statt eine Situation irgendwie bewertet.
Und tatsächlich ist es gerade im Geldwäscheumfeld genau andersrum.
Und das finde ich eigentlich mega erfrischend, wenn es auch so gelebt werden würde.
Das ist ein risikobasierter Ansatz, nennt man das.
Das heißt, im Gesetz gibt es eine Mindestanforderung, die man als Verpflichteter nach dem Gesetz...
auszuführen hat, aber darüber hinaus ermutigt das Gesetz genau das.
Setz dich hin und überleg dir ganz genau, als Bank beispielsweise, wie können deine Produkte missbraucht werden für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und überleg dir dann, wie du das sicherstellen kannst, dass das im besten Fall nicht passiert.
Eigentlich ist das schon von Gesetzgebung richtig cool gemacht.
Und dann in Deutschland aber wieder richtig politisch umgesetzt.
Aber es hat ja keiner, also es hat, die Anbieter haben wahrscheinlich kein Interesse daran, noch viel mehr Zeit in diese Thematik zu stecken, weil sie davon am Ende des Tages wenig haben?
Fragezeichen?
Ja, und da genau gibt es ganz viele Argumente dagegen, weil es tatsächlich auch einen wirtschaftlichen Missstand dadurch geht.
Genau, will ich gar nicht rein, vielleicht nochmal deine Frage, andersrum, Beantwortung nochmal Richtung CTO zu gehen.
Ich glaube gleichzeitig, und da sind wir genau bei dem Thema, gehen wir dann hin und lösen das Problem, wir haben jetzt so die Problemseite aufgemacht, versuchen das Problem analog zu lösen, also wie das analog lösen, digital zu lösen, statt dass wir andersrum hingehen und uns die eigentliche Problematik anschauen und überlegen, wie können wir das lösen.
Wie mache ich das?
Und das ist, finde ich, vielleicht ein Punkt, den man hier im Podcast gut sharen kann.
Also wie kriege ich das tatsächlich hin?
Das ist, und da greife ich den Punkt von ganz vorhin auf, versuchen die eigenen Entwickler von einer Konstellation in eine Situation hinzuleiten.
So ist es ja klassisch.
Ich habe irgendwie einen Scrum-Prozess und dann Tickets geschrieben.
Überlegt sich da irgendein Produktmensch und dann der Product Owner und dann ist das Ticket gut geschrieben und dann geht es hin und her und dann sitzt da halt der Entwickler da und baut genau das, was im Ticket drin steht.
Da wird dann drüber nachher diskutiert, ist das denn richtig, was im Ticket drin stand oder nicht?
Ist das denn überhaupt, wir sind gar nicht die Akzeptanzkriterien runtergeschrieben und so weiter.
Und dann befindet man sich auf einmal auf dieser Ebene.
Und auf dieser Ebene programmieren wir in Deutschland viel zu häufig Software.
Statt dass wir andersrum hingehen und sagen, die Menschen arbeiten in einer Konstellation, andersrum hingehen und ich stecke es in eine Situation.
Also hingehen und sagen, das ist das Problem, was wir versuchen zu lösen.
Und genau, es gibt einen ganz guten Ansatz, den wir jetzt ausprobiert haben seit einem Jahr, der nennt sich Shape Up.
Kennst du das?
Sonst absolutes Empfehlungen, da mal reinzugucken.
Das ist eben eine neue Art, wie man überlegen kann, wie man ein Produkt bauen kann oder wie man das methodisch gestaltet.
Und dann geht es darum, dass ich mit so Pitches vorbereite, alles klar, welches Problem möchte ich eigentlich lösen?
Was ist ein Lösungsansatz?
Also so fünf Punkte.
Was ist definitiv nicht innerhalb des Pitches oder was will man definitiv nicht umsetzen?
Was sind irgendwie Rapid Holes und so weiter?
Das wird da drin beschrieben.
die Entwickler losgeschickt.
Aber nicht mit dem Ding von, wie lange brauchst du, bis du den Knopf da eingebaut hast, sondern andersrum, wie viel möchte ich in das Thema investieren?
Wie viel möchte ich in die Problemlösung investieren?
Und dann nehme ich den Entwickler und sage, das ist das Problem, lass es das gemeinsam lösen.
Er findet eine Lösung dafür und Zeitkontingent ist das und versucht in dieser Zeit den meisten Wert zu heben.
Und dann versetze ich auf einmal meine Entwickler in eine ganz andere Situation.
Die haben dann auf einmal die Möglichkeit, darüber nachzudenken, überhaupt die Möglichkeit, technisch das zu durchdringen und eine gute Lösung zu finden.
Und vor allem, und da kommt auch ein ganz anderer Punkt, den wir noch gar nicht gesprochen haben, bringe ich dann die Entwickler da rein, dass sie selber eine Selbstwirksamkeit erfahren.
Dass sie quasi nicht mehr in der ganzen Nacht da sitzen und so ein Ticket runter basteln, sondern andersrum, dass sie hingehen und merken, alles klar, ich habe die Möglichkeit hier tatsächlich.
was zu bauen, auch was falsch zu bauen.
Und tatsächlich mit Gedanken von Ende zu Ende zu machen, von vorne bis hinten.
Und klar, da gibt es ja jemanden, der nochmal wie die Architektur drüber schaut und sagt, da ist alles trotzdem gegeben.
Also es ist nicht irgendwie Bilder Westen.
Aber das sind jetzt aber doch, wenn ich da mal kurz einhören kann, das sind jetzt aber doch auch Punkte.
Ich weiß nicht, ob wir die so alle so reinbringen können.
Das eine ist ja Interpretationsspielraum aus der Regulierung.
Es ist ja schön, wenn man der Ansatz ist, dass die Regulierung oder die Regulatorik Interpretationsspielraum lässt.
und hofft, dass die Player im Markt für diesen Interpretationsspielraum lösen.
Jetzt war meine These ja, die haben ja vielleicht wenig intrinsische Motivation, das zu tun, weil sie keinen direkten Schaden dadurch erleiden.
An These, du bist der Experte, sag mir, wenn das falsch ist.
Auf der anderen Seite bei Engineering Teams, da ist es ja sogar gewollt, wenn ich Interpretationsspielraum gebe, da möchte ich ja intrinsische Motivation wecken.
Da ist auch der Benefit davon.
Ein gutes Produkt zu bauen, schlägt sich ja viel unmittelbarer auf das Wohl und Wehe eines Teams oder eines einzelnen Engineers irgendwo nieder, als es vielleicht in einem komplexen Marktsystem ist, Wirtschaft und Finanzsystem, wo der einzelne Player, ob er sich jetzt mit dem Thema noch intensiver auseinandersetzt, wie was die Regulatorik fordert, gar nicht direkt betroffen ist, sondern maximal indirekt oder über Umwege.
Doch, ich glaube schon.
Schön, dass es bei dir so kassioniert, aber vielleicht um das zusammenzubringen.
Ich glaube schon, dass wenn ich eine gute Software, oder andersrum, das ist erstmal wohl wahr, wie du es sagst.
Wenn ich als Bank sage, mir ist das egal, ich versuche einfach mit Gesetz das Minimale zu machen und dann bin ich irgendwie frei von allem, dann kann da auch schlechter ein Softwarehersteller herkommen und sagen, du pass auf, mach das anders.
Aber was ich machen kann, ist, ich kann hingehen und kann Du hast vorhin disruptiv verwendet, ist vielleicht ein bisschen arg hochgegriffen, aber ich kann trotzdem mit einem neuen Ansatz, mit einer neuen Idee, wie ich das eigentliche Kernproblem lösen kann, weil ich trotzdem compliant bin, schon die Compliance Officer und KYC Mitarbeitenden aus einer Bank in die Lage versetzen, dass sie sagen, das ist eine richtig geile Software, das macht mir richtig Bock, morgens das aufzumachen und ich kann damit das eigentliche Problem, warum ich überhaupt mal hier reingestattet bin in den Beruf, richtig gut lösen und komme dann doch darauf, Doch, das macht Bock, das hier zu lösen.
Das kennst du doch auch selber.
Manchmal hat man so, keine Ahnung, gibt es irgendwie das Beispiel von, ich weiß nicht, hier schreibt man hier abends immer sein Tagebuch oder sowas.
Und genau, wenn ich da ein richtig cooles Tool finde, wo das Logo schön aussieht, ich mache das auf, das sieht irgendwie alles toll aus, das bereitet mir mein Template vor, da habe ich auch Bock, das jeden Abend auszufüllen.
Wenn das aber ein langweiliger DIN-A4-Zeckel ist, der mich nicht anspricht, habe ich da keine Lust zu.
Und dann holt mich das auch nicht ab.
Und ich glaube, das ist jetzt zwar eine emotionale Seite, aber ich glaube, dass wir die, also wir jetzt als, wir sind verantwortlich für die Softwareprodukte, die es da draußen am Markt gibt, dass wir mindestens da drin einen Unterschied machen.
Ich glaube, das sollten wir schon hinbekommen.
Und ich glaube, dann kriegt man das schon hin, dass man sagt, alles klar, wir versuchen hier, wir haben die technische Lösung geschaffen, die...
wieder auch das gleiche Ding, nicht eine Konstellation von Gesetzgebung irgendwie herstellt, und das kann nicht irgendwie abarbeiten, sondern andersrum, du kannst dir tatsächlich einen Geldwäsche-Tourismus-Finanzierungs-Präventionsfall in Gänse-Di anschauen und tatsächlich darüber nachdenken und lösen.
Und zwar so, dass das Bock macht, das auch zu tun.
Und so, dass ich auch den Anreiz habe, das zu machen.
Und das nicht nur in schönen Icons, sondern nachher genauso auch in der UX und genauso auch mit den Daten, die dahinter sind.
Du hast es interessanterweise gerade gesagt, es wäre eine emotionale Sicht.
Ich würde sagen, es ist vielleicht eine sehr idealistische Sicht, die du darauf hast, oder?
Das ist doch auch Aufgabe von dem CTO, oder?
Richtig, ja, gut, Punkt.
Idealistische Sicht zu geben.
Und klar, natürlich muss dann irgendwo ein Abstrich passieren.
Das ist ja völlig klar, einem klassischen Donnerstag, 14 Uhr.
Aber erst mal diese Vision, die idealistische Sicht nach vorne vorzugeben.
an die man hinsprebt, warum nicht.
Tobias, wir haben nicht mehr ganz so viel Zeit heute auf der Uhr.
Leider, ich glaube, die Diskussion, die ist nämlich richtig interessant geworden.
Ich glaube, wenn wir die Zeit hätten, würden wir jetzt, glaube ich, nochmal locker um die doppelte Zeit überziehen.
Aber ich habe trotzdem noch, wie das so üblich ist bei uns hier im Podcast, eine Runde von Rapid-Fire-Fragen mitgebracht.
Hast du Lust?
Gerne.
Ja, klar.
Schieß los.
An Studium, overrated, underrated oder Kontextfrage?
Absolut overrated.
Ja, sehr gut, musst du sagen, aber ist doch super, finde ich gut.
Nee, ich glaube tatsächlich, also genau, ich erlebe zu oft, also genau auch bei uns, Leute, die bei uns hier starten und mit einem Master hier irgendwie im Programmieren starten, haben wir gleichzeitig irgendwie einen, weiß ich nicht, einen 14-jährigen Schülerpraktikant, der hier gerade sein Schülerpraktikum macht und ja, also ganz am Ende ist Programmieren ein Handwerk.
Und dann stelle ich da fest, dass vielleicht der eine das doch besser kann als der andere.
Wenn du jetzt Richtung CTO fragst, also das ist ja auch eigentlich jeder der Podcast, muss man das als CTO können oder nicht können?
Oder brauche ich das Handwerk oder muss ich dafür ein Studium besucht haben oder nicht?
Also genau, dann glaube ich, in der Hinsicht ist das overrated.
Ich kann das auch anders werden.
Sehr gut.
Digital first, ist das mehr Mindset oder mehr Methodik?
Das haben wir gerade ausdiskutiert.
Genau.
Es ist definitiv mehr Mindset.
Sehr schön.
Was würdest du jemandem sagen noch, der sagt, nee, Methodik ist doch wichtiger, weil du brauchst deine Vorgehensweise, um in dieses Digitale reinzukommen?
Ich glaube, Methodik, das ist immer so schnell gesagt, gerade irgendwie Scrum, da kann ich auch nicht mehr hören.
Wenn man irgendwie hingeht und sagt, Also Scrum ist alles cool, keine Frage.
Aber dass ich dann hingehe und dann versuche ich das irgendwie eins zu eins umzusetzen.
Ich glaube, das ist immer ein guter Starting Point.
Also generell Methodik ist eine gute Idee, wie ich mal starten kann in einem Team oder sonst was, irgendwas umzusetzen.
Es ist aber dann wahnsinnig wichtig zu überlegen, wie kriege ich das umgesetzt konkret mit den Menschen, die hier vor mir sitzen.
Keine Ahnung, keine Maschinen, sondern das sind Menschen, die deutlich, deutlich komplexer sind als eine Methodik, das erfassen kann.
Und dann bin ich dann doch besser dran, wenn ich das Mindset wähle.
Sehr gut.
TO sein, ist das heute vor allem entscheiden, ist es übersetzen oder aushalten?
Ich glaube, keins von drei.
Dann noch besser, gib mir die vierte.
Ich glaube, es ist eher Influenzen.
Also ich glaube, es ist eher...
Also keine Ahnung, ich glaube gerade, wenn man jetzt im technischen Umfeld ist, dann kann man sich ja zu Tode diskutieren.
Und ich glaube, da irgendwie klug hinzugehen und dort eher mit Technologie von der man überzeugt ist oder sonst was, oder man denkt, dass es hier richtig ist, eher tatsächlich mit Inhalt überzeugen, gerade irgendwie mal was angucken, mal gemeinsam durchdiskutieren oder mal auszuprobieren oder sowas.
Genau ist das vielleicht irgendwie nochmal richtiger.
Und genauso auch im Business-Kontext.
Also wenn du sagst irgendwie übersetzen oder aushalten, gerade das ist so das ganz Klassische.
Also irgendwie auf der anderen Seite so ein Sales, möchte irgendwie jetzt aber das Feature verkaufen, dauert aber drei Wochen länger und so weiter und so weiter.
übersetzen und aushalten oder sowas.
Oder man geht eben anders drum hin und wirbt irgendwie nochmal anders mit den Gedanken, der hier eigentlich gebaut wird und wie man irgendwie, wie man auch den Kunden mitnehmen kann auf die Entwicklungsreise oder was weiß ich was.
Da kann man ja super kreativ werden, wie man das eben nochmal anders angeht, statt so klassisch dem Wasserfallmodell, was von außen immer so gewünscht ist mit so einem Drei-Jahres-Plan und der wird so abgearbeitet, sondern genau, macht die Themen nochmal anders schmackhaft.
Letzte Frage für heute.
Was lernen CTOs zu spät?
Gute Frage.
Ich glaube, was wir vorhin erörtert haben, ich glaube als CTO, das erlebe ich so von anderen außenrum und auch bei mir selber, genau zu spät sich darauf einlassen, dass es neben Technik noch ganz viel anderes gibt, was das Ganze komplettiert.
Also hinzugehen und zu sagen, nee, ich nehme jetzt Zeit.
und versuche auch die Sales-Seite immer richtig zu verstehen.
Geh da auch mal mit in so ein Sales-Gespräch oder in mehrere.
Steh da auch mit zur Verfügung.
Versuch das Produkt auch selber zu vertreiben oder in eine ganz andere Richtung zu gucken.
Unternehmensstrategie.
Wo geht die Reise hin?
Wo geht es irgendwie weiter?
Ich glaube, das ist ein Punkt, den verstehen viele CTOs viel zu spät und nehmen das nicht wahr.
Sehr gut.
Schöne Antwort, Tobi.
Dann.
Hat es mich sehr gefreut, mit dir heute das Gespräch haben zu dürfen.
Ich hoffe, wir können, ich glaube, also von der Diskussion her würde ich sogar fast sagen, da müssen wir sogar nochmal einen Folgetermin machen und ein paar Themen nochmal vertiefen.
Da würde ich gerne nochmal reingehen.
Da komme ich aber nochmal gerne auf dich zu.
Ansonsten, ja, danke, dass du da warst und ich hoffe, wir sehen uns bald wieder.
Ja, vielen, vielen Dank.
Hat mir viel Spaß gemacht.
Danke, dass ich da sein durfte.
Dankeschön.
Ciao, ciao.
Ciao.
