# EU Debt, Quantum Tech, and Indonesia Growth

**Podcast:** im Loop: Der News-Podcast von Finanzfluss
**Published:** 2026-02-13

## Transcript

Hi, hier bist du im Loop.
Bei uns gibt es jeden Tag Wirtschaft, News und Learnings.
Heute ist Freitag, der 13.
Februar.
Ich bin Mary, schön, dass du am Start bist.
Und heute geht es unter anderem hier um.
Deutschland und Frankreich streiten über eine gemeinsame europäische Schuldenstrategie, wo die Trennlinie verläuft und was Top-Ökonom Jörg Rochol zu den Plänen sagt.
Außerdem, Indonesiens Wirtschaft hat im vierten Quartal 2025 alle anderen G20-Staaten outperformed, wo das BIP-Wachstum des Inselstaats seinen Ursprung hat.
Und die Münchner Sicherheitskonferenz, die beginnt.
Für Europa ist es jetzt entscheidend, wie belastbar das Bündnis mit den USA noch ist.
Heute startet die Münchener Sicherheitskonferenz, die wichtigste sicherheitspolitische Konferenz der Welt.
Und angesichts der aktuellen Weltlage gibt es so einiges zu besprechen.
Dieses Jahr steht sie unter dem Motto Under Destruction, heißt so viel wie unter Zerstörung.
Gesprächsgrundlage ist wie immer der vorab veröffentlichte Munich Security Report.
In dem wird beschrieben, dass die Welt in eine Ära der Abrissbirnenpolitik eingetreten ist.
Bedeutet, bestehende politische Strukturen werden zerstört anstatt schrittweise reformiert.
Ziel sei es, blockierte Systeme schneller wieder handlungsfähig zu machen, aber eben auf Kosten internationaler Regeln.
Und die US-Regierung unter Trump, die wird dabei als Hauptakteur genannt.
Beispiele dafür sind der Angriff auf Venezuela und Trumps Versuch, Grönland zu kaufen.
Dem Report zufolge sind viele Menschen in westlichen Gesellschaften enttäuscht über die, ich zitiere, Leistungsfähigkeit demokratischer Institutionen.
Reformen seien für viele ineffektiv oder kommen erst gar nicht voran.
Und genau das schüre Unsicherheiten in Europa.
Europäische Länder verfolgen laut dem Report mittlerweile zwei Strategien gleichzeitig.
Die USA weiterhin einbinden und die eigene Autonomie stärken.
Europa solle, dem Leiter der Konferenz Wolfgang Ischinger nach klarstellen, dass es von den USA als gleichberechtigter Partner behandelt werden will.
Transatlantische Beziehungen müssten trotz Differenzen aber wiederhergestellt werden.
Über 60 Staats- und Regierungschefs und 50 Führungspersönlichkeiten internationaler Organisationen sollen genau dazu beitragen.
Friedrich Merz ist zum ersten Mal als Bundeskanzler mit dabei.
Trump wird von seinem Außenminister Mark Rubio vertreten.
Erst letztes Jahr hatte US-Vizepräsident JD Vance mit seiner Rede Zweifel an der US-Bündnistreue verstärkt.
Und die spiegelt sich auch in der aktuellen US-Sicherheitsstrategie wieder.
Der thematische Fokus der diesjährigen Konferenz, der zeigt ziemlich deutlich, wie belastet die US-Europa-Beziehung ist.
Ishinger verglich sie mit einem kaputten Fahrrad, das zwar noch rollt, aber wackelt.
Es müsse repariert werden, auch wenn es weiterhin knirschen könnte.
Die Hoffnung auf diplomatische Zusammenarbeit, die besteht also.
Mehr wissen wir dann nach diesem Wochenende.
Anfang des Monats erst wurde von der Telekom Europas modernstes Rechenzentrum in München eröffnet.
Und jetzt hat Bayern auch noch ein neues Superhirn.
Beziehungsweise einen neuen Quantencomputer.
Der steht im Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching bei München.
Er wurde Eurokuexa getauft und ist seit heute in Betrieb.
Der Quantencomputer ist ein weiterer Schritt der EU in Richtung digitale Souveränität.
Denn die sogenannte Quantentechnologie gilt als Schlüsseltechnologie der Zukunft.
Solche Computer, die können besser als klassische Supercomputer mit verdammt großen Zahlen rechnen und damit auch extrem komplexe Aufgaben lösen.
EuroQuexa übernimmt aber jetzt komplexe Teilaufgaben, zum Beispiel chemische Simulationen für eine schnellere Medikamentenforschung oder auch logistische Optimierung, zum Beispiel für staufreie Städte.
Damit das Rechenhirn auch gut funktioniert, wird es auf minus 273 Grad Celsius runtergekühlt.
Zum Vergleich, im Weltall, da sind es minus 270 Grad Celsius.
Wichtig zu wissen, so ein Quantencomputer ist als Beschleuniger für klassische Supercomputer gedacht, nicht als Ersatz.
Gebaut wurde er übrigens vom deutsch-finnischen Startup IQM, eine Ausgründung der Aaltor-Universität im finnischen Spo.
Er kostet insgesamt 25 Millionen Euro.
Der Bund trägt davon 12 Millionen, die EU 10 und Bayern 3 Millionen.
Personal und Co.
werden vom Bundesforschungsministerium finanziert.
Und wir machen weiter mit Themen aus Europa.
Gestern, da haben sich in Belgien im Schloss Alden Biesen die Staats- und Regierungschefs aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union getroffen.
Dabei ging es vor allem um die Wettbewerbsfähigkeit der EU.
Ein großer Teil der EU-Industrie macht sich Sorgen um die Zukunft.
Die Gründe sind die wachsende Macht von Drittstaaten, wie zum Beispiel China.
Dann noch dazu hohe Energiepreise und auch dem aus ihrer Sicht noch immer enormen Bürokratieaufwand.
Insbesondere Friedrich Merz hat auf den informellen EU-Gipfel in Belgien gedrängt.
Merz hat schon im Vorfeld betont, dass vor allem die Regeln für die EU-Wirtschaft vereinfacht werden müssen.
Stichwort Deregulierung.
Auch Frankreichspräsident Emmanuel Macron will eine bessere Wettbewerbsfähigkeit der EU.
Dabei verfolgt er aber eine etwas andere Strategie.
Er will einen Schritt weitergehen und hat sich für gemeinsame Schulden stark gemacht.
Konkret will er einen EU-Schuldentopf, der mit gemeinsamen Anleihen finanziert werden soll, sogenannten Eurobonds.
Damit würden dann Investitionen in zum Beispiel die Verteidigung oder auch künstliche Intelligenz finanziert werden.
Merz gefällt Macrons Idee von gemeinsamen EU-Schulden, but überhaupt nicht.
And there sprach sich öffentlich dagegen aus.
Laut Merz muss die EU erst einmal mit dem Geld auskommen, was sie zur Verfügung hat.
Doch was würden gemeinsame Schulden der EU bringen?
Und was spricht gegen sie?
Genau dazu spreche ich jetzt mit dem Ökonomen Jörg Rochol, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats im Bundesfinanzministerium.
Herr Roche, nach den EU-Verträgen sind ja gemeinsame Schulden grundsätzlich erst einmal ausgeschlossen, da ja weder the EU insgesamt noch einzelne Mitgliedstaaten für die Schulden anderer Mitgliedsländer aufkommen dürfen.
Also von daher die Frage, gemeinsame Europäische Schulden geht das überhaupt.
Grundsätzlich ist es genau so wie Sie es beschreiben, dass gemeinsame Schulden ausgeschlossen sind.
Es gibt lediglich Ausnahmen, in denen das bisher möglich war.
Oder auch die Entscheidung in December, dass man gemeinsame Schulden aufnehmen soll, um die Ukraine zu unterstützen.
But that sollten die Ausnahmen bleiben.
Warum sollten das die Ausnahmen bleiben?
Whof man das then actually not went.
And we have the idea that the loss, not the shoulders, should even clear, but the problem is not where we then actually make.
By the fall next generation EU can find, weil es wirklich eine Ausnahmesituation war, but it was a besondere Belastung war für Europa.
Man sieht aber auch that jetzt für alle möglichen Fälle gemeinsame European gefordert werden.
And that leuchtet nicht ein.
And be very stark in their eigenvalue.
So these political subvention, says the Chips Act in the USA, or the E subvention in China and so on.
Is it not a bit of a European should be alternatively?
Yeah, we can this argument, but it was a remote of gegen arguments.
The first game argument is jail that the European household has a whole volume had.
Also, that the European Haushalt bieten with other priorities in Zukunftsfähigkeit to invest.
Gleicherma is so that of European not financial middle that the Wachstum entertained, but bureaucratic, regular and any aspects.
But there are other aspects that I think.
Is that the Bundesbankchef Nagel Turn hingelegt hat?
Europa attraktiv zu machen.
That would bedeuten auch investoren von außerhalb anzuziehen and verargumentiert damit sozusagen gemeinsame European, wo die Bundesbank ja lange dagegen war.
Where comes dieser Turn?
When I the Äußerungen des Bundesbank richtig lesen, dann hatte er sich ja auch auf sehr concrete fällt bezogen and for all plädier, and that was the one, that it here are notwendig, under which should be.
Also ich halte das für einen höchst validen Punkt.
Denn in der Tat, we brauchen Mut.
We brauchen jetzt Mut to the reformen.
These reform werden nicht immer allen gefallen.
Got by the Sozialstaatsreform wird es sicherlich auch Verlierer geben, zumindest einzelne Gruppen that verlieren.
But that is just for all the hintergrund to see that you, as you even said, to recht.
We are in a situation in which the wirespolitische Lage verändert hat, die sicherheadspolitical.
It's also a great notwendig with mood, these reform for a time, and this reform then not only, to me, herbringen can.
Warum schränken Sie langfristig the handlungsfähigkeit?
Yeah, we see in staaten in denen hoor schulden for long years of.
Many just an Frankreich.
Welche intern demonstration, protested, or strikes it in a situation in which the handlers feel like eight is.
We have a relative geringe verschulding.
And it's umso wichtiger, that when it's to crise comes, man denke an global finanzkrise 2008, 2009, an Corona-Krise 2020, that man a bit hält, um in this situation auch gegenhalten zu können.
Ganz konkret, Deutschland hat ja ein sehr gutes Ranking, triple AAA, also a sehr starke Bonität.
Glauben Sie, die wäre gefährdet with europäischen Schulden?
Sie würde zumindest unter Druck geraten, denn it is so that never Deutschland nur ganz wenig and leider auch nicht die größten Europese staaten ebenfalls diese position on den internationalen Kapitalmärkten have.
Das heißt, Deutschland is the anker and Deutschland must have the anchor bleiben, um Europa zusammen zu halten.
Das heißt, man can by aller Berechtigung darüber nachzudenken, ob man nicht mehr investieren soll and we financiere.
Should we see the ankerfunk Deutschlands nicht in Gefahr gerät, weder for the deutschen Interessen or for the European Interessen?
When I sound the EZB schaue, they had an ähnliche turn hingelegt, zumindest laut Medienberichten von Politico and Handelsblatt wie die Bundesbank, in that man sich dann doch eher für europäische Schulden ausspricht in form of Eurobonds.
Also when man da nochmal so ein bisschen reingeht, can it vielleicht auch sein that sozusagen the street innerhalb dieser 27 Länder and der Kampf darum, welche Lobby jetzt vielleicht auch mal verliert und welche nicht, dass uns das einfach so sehr zerreißen würde und auch so lange dauern würde, dass we then noch weiter im globalen Wettbewerb zurückfallen and deshalb solche Institutionen einlenken?
Es ist natürlich ein ganz großes Thema, that Europa in dieser Situation Einigkeit bewahren muss and Einigkeit zeigen muss, weil das ist natürlich die Grundvoraussetzung auch für Stärke in den Verhandlungen mit China, mit den USA.
Umso wichtiger ist es, dass jetzt die Dinge, die schon seit längerer Zeit zu Recht diskutiert werden, also Abbau der Bürokratie, eine neue Justierung, der Regulierung, eine Frage von Kapitalmarktunion, die ja jetzt Savings and Investment Union heißt, dass diese Aspekte jetzt vor allem angegangen werden, weil das sind wirklich sehr konkrete Maßnahmen, die auch nichts kosten, so im Gegenteil was bringen und die sehr schnell auch die Wachstumsimpulse nach Deutschland, nach Europa zurückbringen können.
Herr Rochol, und damit ganz herzlichen Dank für your Zeit anderes.
Herzlichen Dank an Sie.
Die Trägerrakete Ariane 6 ist gestern erstmals in voller Ausstattung ins All geflogen.
Statt bisher nur zwei wurden diesmal vier Booster eingesetzt, so dass die Rakete doppelt so viel Last transportieren kann.
Je nach Entfernung mehr als 20 tonnen.
An Bord befinden sich 32 Satelliten für den US-Konzern Amazon.
Warum that so wichtig ist?
Weil Ariane 6 das Vorzeigeprojekt der Europäischen Raumfahrt ist.
Entwickelt von der Ariane Group, ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und der französischen Firma Safran im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA.
Insgesamt sind 13 Länder am Bau beteiligt, darunter auch Deutschland, that rund 21 Prozent der 4 Milliarden Euro Entwicklungskosten bereitgestellt hat.
Here, genauer gesagt, in Bremen, befindet sich auch einer der beiden Hauptstandorte für den Bau.
Das klare Ziel des Ariane-Projektes ist es, anschlussfähig zu bleiben, insbesondere zu den USA.
Dort schickt alleine Elon Musks Firma SpaceX mehrmals wöchentlich neue Satelliten ins All, unter anderem für das Satelliteninternetprojekt Starlink.
Die europäische Starlink-Alternative Iris 2 ist noch in Entwicklung.
Trotzdem ist auch der aktuelle Ariane-Staat ein Zeichen an das US-Unternehmen.
Denn die an Bord befindlichen Amazon-Satelliten sind für das Projekt Leo gedacht, ebenfalls eine Alternative zu Starlink.
Mehr als 7700 Satelliten sollen langfristig für das Angebot ins All geschossen werden.
Dass Amazon für den Transport auf eine europäische Rakete setzt, das ist also ein gutes Zeichen für die Konkurrenzfähigkeit der ESA.
Insbesondere deshalb, weil bei den ersten Starts der Ariane 6 noch davon gesprochen wurde, dass sie möglicherweise veraltet und nicht wettbewerbsfähig sei.
In den USA, da wird es ab morgen wahrscheinlich schon wieder ein Shutdown geben.
Allerdings ist von dem aus schließlich das Heimatschutzministerium betroffen.
Da haben sich die Republikaner und die Demokraten im Senat nämlich noch immer nicht auf eine Finanzierung geeinigt.
Ein Grund dafür, die tödlichen Einsätze von Beamten der Einwanderungsbehörde EICE.
Die Demokraten, die fordern da weiterhin strengere Regulierungen, darunter ein Maskenverbot für die Bundesbeamten bei Einsätzen und eine Bodycamp-Pflicht.
Sonst wollen sie dem Finanzierungsplan nicht zustimmen.
Allerdings werden die Auswirkungen von dem Shutdown des Heimatschutzministeriums nur minimal sein.
Denn wegen eines Notfallplans werden laut dem US-Nachrichtendienst Bloomberg trotzdem rund 92 Prozent der Angestellten weiterarbeiten.
Sicherheitskontrollen an Flughäfen zum Beispiel finden also erstmal weiter statt.
In zwei Wochen, da könnte der Shutdown dann größere Auswirkungen haben, wenn sich bis dahin die Demokraten und Republikaner noch immer nicht geeinigt haben.
Dann würden nämlich die ersten Gehaltszahlungen ausbleiben.
Beim letzten großen Shutdown im Oktober und November sind dann viele Arbeitnehmer, die vom Staat bezahlt wurden, nämlich nicht mehr bei der Arbeit erschienen.
Einige Monate wurde verhandelt, jetzt wurde es unterzeichnet, das Handelsabkommen zwischen Taiwan und den USA.
Dabei will die vor China liegende Insel 99 Prozent der Zölle für Importe aus den USA abschaffen oder zumindest senken.
Dabei geht es zum Beispiel um Rindfleisch oder Autos.
Außerdem hat sich Taiwan dazu bereit erklärt, den USA Flüssigerdgas und Rohöl im Wert von rund 44 Milliarden US-Dollar abzukaufen.
Andersherum gibt es für taiwanesische Importe in die USA einen Zoll von 15 Prozent.
Dabei ist dieses Abkommen ein deutliches Zeichen für Taiwans Außenpolitik.
Denn der Schutz durch die USA ist wichtig für die Insel.
China betrachtet sie als Teil des eigenen Staatsgebietes und hat in den letzten Jahren ein verstärktes Interesse an ihr gezeigt.
Denn wie die USA ist auch die Volksrepublik von den Halbleitern aus Taiwan abhängig.
Etwa zwei Drittel aller Halbleiter stammen von der relativ kleinen Insel.
Und die sind essentiell für den boomenden KI-Sektor, in denen sowohl China als auch die USA massiv investieren.
Laut dem US-Handelsminister kriegen die USA durch das Abkommen auch einen bevorzugten Zugang zu taiwanesischen Halbleiterprodukten.
Dazu fordern die USA, dass Taiwan in Zukunft rund 40 Prozent seiner Halbleiter direkt in den USA produziert.
Ob das möglich ist, das ist aber unklar.
Taiwans Präsident Lai Ching-Te sprach von einem neuen Kapitel für den Außenhandel der Insel.
China drohte Taiwan in der Vergangenheit immer wieder indirekt mit militärischer Gewalt.
Ein Krieg in Taiwan würde dann aber weltweit Lieferketten und die Produktion von etlichen Waren deutlich einschränken.
Die USA unterstützen auch deshalb Taiwan militärisch aus.
Das Handelsabkommen sendet damit nochmal ein klares Signal bei der Positionierung Taiwans gegen China.
Jetzt richten wir den Blick auf ein Land, das viele von euch wahrscheinlich eher als Urlaubsland statt als Wirtschaftsmacht auf dem Schirm haben.
Es geht um Indonesien.
Aber die Zahlen, die das dortige Wirtschaftsministerium kürzlich vorgelegt hat, sind doch recht beeindruckend.
5,39 Prozent Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 25.
Laut dem indonesischen Wirtschaftsminister das größte Wachstum aller G20-Staaten.
Und im gesamten Jahr 25 wuchs die Wirtschaft des südostasiatischen Landes um 5,11 Prozent.
Ebenfalls ein verhältnismäßig hoher Wert.
Zum Vergleich, die deutsche Wirtschaft, die ist letztes Jahr um nur 0,2 Prozent gewachsen.
Als wir das heute Morgen in der Konferenz besprochen haben, da kam direkt die Frage auf, woran liegt das?
Also, woran liegt es, dass das BIP in Indonesien so stark gewachsen ist, während andere G20-Staaten darum kämpfen, überhaupt ein Wachstum zu haben.
Mein Kollege Florian hat deshalb heute recherchiert.
Flo, warum performt Indonesiens Wirtschaft gerade so gut?
Ja, das hat verschiedene Gründe.
Seit 1997 haben die wirklich durchschnittlich ein jährliches BIP-Wachstum von 5%.
Da gab es mal mehr Höhen, mehr Tiefen, aber durchschnittlich 5% ist also wirklich relativ stabil.
Das Land ist auch die größte Volkswirtschaft in Südostasien, also recht stabil aufgestellt, was man vielleicht gar nicht so auf dem Schirm hat.
Und das liegt eben an der Lage.
Die Strategie ist sehr gut, viele natürliche Ressourcen wie Nickel oder Zinn, die jetzt gerade viel gefragt sind, wenn man die auch braucht, um diese Batterien für E-Autos zum Beispiel zu produzieren.
Und eine relativ junge und große Bevölkerung.
Mehr als 280 Millionen Menschen leben da.
Und ich habe mir mal so die indonesische Bevölkerungspyramide angeguckt.
Und die sieht tatsächlich eben aus wie so eine Pyramide, also oben bei den Alten ganz schmal und wird dann eben nach unten raus immer breiter, wenn es um die jungen Leute geht.
Und das ist eben ein Vorteil, den wir zum Beispiel in Deutschland nicht haben.
Da sehen wir ja, dass wir relativ viele ältere Menschen haben.
Da ist also oben etwas breiter und nach unten eher enger.
Was schwierig ist, weil eben viele Leute aus dem Job rausgehen, zu wenig nachkommen und das ist für die Wirtschaft gar nicht so gut.
Und deswegen ist die Bevölkerung Indonesiens auch ein wichtiger Schlüssel für eben dieses BIP-Wachstum.
Warum genau?
Wieso?
Ja, weil das BIP zu mehr als der Hälfte aus privatem Konsum getragen wird.
Das ist jetzt auch nicht Indonesien spezifisch, das ist in Deutschland auch so, das ist ganz normal.
Und wenn ich aber eher viele junge Menschen habe, die arbeiten gehen oder arbeiten gehen können und von den steigenden Löhnen auch profitieren, dann haben die eben Geld und haben relativ viele Leute, verhältnismäßig viel Geld und das können sie eben ausgeben.
Indonesien setzt relativ viel auf Zukunftsbranchen, also auf digitale Bereiche oder eben auch die Produktion von Batterien, Stichwort Nickelkupfer.
Und da lässt sich ganz gutes Geld verdienen.
Und das kann man dann eben auch ausgeben und damit die Wirtschaft ankurbeln.
Und diesen Effekt verstärkt die Regierung auch noch durch sogenannte Stimuluspakete.
Also es gab zum Beispiel eins im letzten Jahr, da wurde an 18,3 Millionen Haushalte Reis verschenkt.
So.
Und zusätzlich wurden noch die Steuern für Angestellte im Tourismusbereich komplett ausgesetzt.
Heißt also, die jeweiligen Gruppen, also die, die Reis bekommen haben und die, die keine Steuern zahlen mussten, hatten mehr Geld zur Verfügung, weil sie eben kein Essen kaufen mussten oder keine Steuern zahlen mussten.
Und dieses zusätzliche Geld konnten sie eben ausgeben für alle möglichen Konsumgüter und haben dadurch das BIP nach oben getrieben.
Und die machen damit auch weiter, also für das Fastenbrechen dieses Jahr.
Indonesien ist ja muslimisch geprägt.
Plat die Regierung ein ähnliches Paket, sogar noch ein bisschen größer, eben mit dem gleichen Ziel, den privaten Konsum weiter boosten.
Okay, das klingt ja jetzt erstmal so, als sei alles super in der indonesischen Wirtschaft.
Ist das wirklich so?
Nee, ganz so einfach ist es dann doch nicht.
Es ist bei uns ja fast nie.
We have im vergangenen Jahr nämlich auch große Proteste gesehen, angetrieben, eben for all wirtschaftlicher Unzufriedenheit.
Da ging es darum, dass im Sommer letztes Jahr die Diäten von Parlamentariern erhöht werden sollten.
Also sie sollten mehr Geld bekommen.
And that viel was zusammen damit, dass zum Beispiel die Preise für Essen gestiegen sind, das Problem auf dem Arbeitsmarkt gab, das kam also nicht so gut an bei der Bevölkerung.
Da gab es eben diese wirklich großen Proteste.
And they have kurzzeitig sogar für eine große Instabilität gesorgt, bei der Börse, aber auch bei der Währung.
Generell muss man sagen, indonesische Währung und Indonesische Rupie ist relativ schwach unterwegs.
Das liegt an relativ strengen Regulierungen bei Schuldenquote und Haushalten.
Das darf man nicht überbewerten, ist aber trotzdem wichtig zu wissen.
And wie gesagt, auch der Arbeitsmarkt hat seine Probleme.
Denn weil die Bevölkerung so groß ist, gibt es nicht für alle auch wirklich Jobs, die quasi auf dem Ausbildungsniveau sind, wo die Leute sind.
Viele Leute müssen Jobs annehmen, für die sie eigentlich überqualifiziert sind, aber es gibt eben nicht genug andere Jobs, und dann verdienen sie deutlich weniger, als sie könnten und konnten von diesem Aufstieg und von der wachsende Mittelschicht, die es durchaus gibt, eben nicht so stark profitiert.
Und das hat natürlich auch wieder für Frust und für Unzufriedenheit.
Also es gibt schon noch Probleme, vor allem und auch in der Wirtschaft in Indonesien, aber das grundsätzliche Wachstum, das zeigt eben weiterhin relativ stark nach oben.
Spannend.
Flo, und damit danke für die Recherche.
Gerne.
Falls ihr Kritik oder Anmerkungen habt, schickt es uns gerne per Mail an feedback at im-loop.de oder in unserem Discord-Channel.
Den Link packen wir wie immer in die Folgenbeschreibung.
Redaktionell erstellt haben diese Folge Charlene Schreiber, Florian Görres, Jan-Paul Götze, Larissa Aramiyan und ich Mary Abdellasiste.
Produziert wurde sie von Finn Betka.
Unser Redaktionsschluss, der war wie immer um 13 Uhr und dieser Podcast ist eine Finanzlos-Produktion.
Und damit ihr auch weiter im Blue bleibt, hören wir uns dann nächste Woche wieder.
Bis dahin habt ein schönes Wochenende.
Sag mal, hast du bei der Steuer auch diesen Schulflashback?
Einfach irgendwas raten und dann hoffen, dass es stimmt.
Boah, nee, gar nicht.
Wieso Steuer ist so mein Safe Space?
Du meinst, damit ist alles sicher?
Ja, genau.
Stimmt, krass.
Fühlt sich gar nicht wie Steuern an.
Steuern erledigt?
Safe.
Mit Wieso Steuer.
