# US Inflation Cuts, AI Agents, and Geopolitical Risk

**Podcast:** Handelsblatt Today - Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage
**Published:** 2026-02-13

## Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu Handelsblatt Today.
Wir sprechen hier jeden Börsentag über die wichtigsten Nachrichten und was sie für die Wirtschaft und Finanzwelt bedeuten.
Die Welt blickt heute auf die Münchner Sicherheitskonferenz.
Bis Sonntag treffen sich da 60 Regierungschefs, 100 Außen- und Verteidigungsminister, Militärvertreter und CEOs, um über internationale Sicherheitspolitik zu sprechen.
Neben dem Ukraine-Krieg wird wohl das entscheidende Thema sein, ob die USA und Europa wieder näher zueinander finden.
Wie Kanzler Friedrich Merz Europa in seiner Eröffnungsrede gegenüber den USA positioniert hat und welche Themen auf der MSC sonst noch wichtig sind, das hören wir heute im ersten Teil des Podcasts von meiner Kollegin Nicole Bastian.
Die ist nämlich live vor Ort mit dabei.
Und im Schwerpunkt im hinteren Teil der Sendung sprechen wir dann über künstliche Intelligenz.
Die erreicht nämlich gerade eine neue Entwicklungsstufe.
Das zeigt der jüngste Hype um den neuen KI-Agenten OpenClaw.
Vielleicht haben Sie ja auch mal was davon gehört.
Der kann nämlich nicht nur Antworten generieren wie ChatGPT, sondern auch selbstständig handeln.
Das klingt super praktisch, aber auch gefährlich.
Und deswegen hat sich mein Kollege und Tech-Teamleiter Stefan Scheuer das neue KI-Tool mal im Selbstversuch angeguckt und erklärt, worauf man achten muss.
Heute ist Freitag, der 13.
Februar.
Ich bin Solver Gode und ich freue mich, dass Sie zuhören.
Hallo Martin.
Hallo Solwey.
Heute Nachmittag wurde ja bekannt gegeben, dass die US-Inflation im Januar stärker gesunken ist als erwartet.
Was bedeutet das denn jetzt für die Märkte?
Genau, die US-Verbraucherpreise haben sich im Januar um 2,4 Prozent verteuert.
Das war weniger Inflation als die 2,7 Prozent, die wir im Dezember gesehen haben.
Und noch wichtiger, das war auch weniger Inflation, als Ökonomie jetzt eigentlich für den Januar erwartet hatten.
Das waren so 2,5 Prozent.
Für die Aktienmarkte ist das deshalb ein positives Signal.
Denn die niedrige Inflation gibt der US-Notenbank ja erstmal mehr Spielraum, die Zinsen zu senken.
Nochmal kurz zur Erinnerung: die US-Notenbank FED hat ein duales Mandat, muss also auf Inflation und Arbeitsmarkt schauen.
Und vor allem der Arbeitsmarkt war ja da zuletzt im Fokus.
Da hat es überraschend starke Daten gegeben am Mittwoch.
Da waren deutlich mehr Jobs geschaffen worden as von Ökonomen erwartet, was wiederum die Sorge an den Märkten herbeigeführt hat, dass die US-Notenbank die Zinsen erstmal nicht so dringend senken muss.
Und jetzt wirken diese Inflationszeichen von heute dem Eindruck wieder ein bisschen entgegen.
Die US-Notenbank hat wieder ein bisschen mehr Spielraum.
Und das sieht man auch an den Erwartungen für weitere Zinssenkungen.
Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat gerade berichtet, dass Händler inzwischen eine 50%ige Wahrscheinlichkeit einpreisen, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr sogar dreimal senkt.
Bisher war man eher so von zwei Zinssenkungen ausgegangen.
Ja, wirklich interessant, wie sich da das Blatt immer so wendet.
Ich weiß noch, wir haben vor ein paar Tagen eben da noch über etwas anderes gesprochen.
Wie hat denn der deutsche Aktienmarkt heute auf diese Inflationsdaten aus den USA reagiert?
Genau, der DAX hat heute ziemlich positiv auf die Nachricht reagiert.
Erstmal lag der DAX heute bis zum Mittag so ungefähr 0,1% im Minus.
And with den Inflationsdaten aus den USA um 14.30 Uhr ging es dann schon ein gutes Stück ins Plus auf bis zu 0,3%.
Inzwischen hat der DAX Teile dieser Kursgewinne wieder abgegeben, liegt jetzt zu ungefähr 0,1% im Plus.
Dahinter steckt natürlich die Hoffnung auf sinkende Zinsen in den USA, wovon theoretisch auch deutsche Aktien profitieren könnten.
Wenn wir auf den Nebenwerteindex MDAX schauen, dann sehen wir, dass der noch stärker reagiert hat.
Der liegt sogar 0,5% in Plus.
Auch das nach den Inflationszahlen aus den USA.
Insgesamt muss man aber sagen, dass es jetzt mit Rückblick auf die vergangenen Woche für den DAX doch eher eine durchwachsene Woche war.
The DAX liegt auf Wochensicht leicht im Minus, aktuell weiter knapp unter den 25.000 Punkten.
Gestern war ja schon mal über diese Marke gesprungen, had dann im späten Handel aber wieder deutlich verloren.
Und was vielen Anlegern offenbar gerade Sorge macht, ist dieser so genannte AI Scare Trade.
Das ist sozusagen die Sorge, dass Fortschritte bei künstliche Intelligenz sehr, sehr viele Geschäftsmodelle betroffen können.
Das hat jetzt in the vergangenen Wochen schon softwareunternehmen getroffen, Versicherungsmakler, Vermögensverwalter.
Und is sozusagen ein ziemlich breites Phänomen.
Und das lastet eben auch auf dem DAX.
Das ist ein total spannendes Thema, dieser AI Scare Trade.
Wenn Sie dazu mehr lesen wollen, verlinke ich Ihnen auch nochmal ein Stück bei uns hier in den Shownotes.
Und schreiben Sie uns dazu gerne, wenn Sie möchten, dass wir dazu auch in der Sendung nochmal sprechen.
Ja, Martin, wir haben ja gerade schon auch gesehen, die US-Börsen haben jetzt eröffnet.
Wie hat denn die Wall Street auf die Inflationsdaten reagiert?
Ja, überraschenderweise weniger stark.
Der SP 500, der Light Index liegt nahezu unverändert.
Auch der Tech-Lustige Nasdaq is mehr oder weniger konstant jetzt zum Handelsstart.
Auch dazu muss man sagen, der SP 500 hat gestern schon 1,5% verloren in einem Tag und damit alle Jahresgewinne insgesamt wieder abgegeben.
The Nasdaq lag gestern 2% im Minus, liegt auch auf Jahressicht im Minus.
Also insgesamt bleibt das Umfeld am Aktienmarkt schwierig, vor allem wegen der wachsenden Sorgen um künstliche Intelligenz und dem Effekt auf verschiedene Sektoren.
Super, danke für deinen Einblick heute, lieber Martin.
Danke, Solva.
And ganz wichtig noch für Sie der Hinweis, liebe Hören und Hörer.
Das, was wir hier im Podcast besprechen, ist wie immer keine Anlageempfehlung.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
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Heute ist die Münchner Sicherheitskonferenz offiziell gestartet.
Da treffen sich jedes Jahr traditionell im Hotel Bayerischer Hof Staats- und Regierungschefs, Militärexperten und CEOs aus der Rüstungsindustrie.
Und die zentrale Frage der Konferenz dieses Jahr ist, wie belastbar ist jetzt eigentlich noch das transatlantische Bündnis zwischen den USA und Europa.
Während US-Außenminister Marco Rubio erst am Samstag sprechen wird, betonte jetzt Bundeskanzler Friedrich Merz heute schon in seiner Eröffnungsrede.
Liebe Freunde, Teil der NATO zu sein, ist nicht nur ein Wettbewerbsvorteil für Europa.
Sondern auch ein Wettbewerbsvorteil für die Vereinigten Staaten.
So let's repair transatlantische Vertrauen reparieren.
Und gemeinsam wiederbeleben.
Ob von der Konferenz jetzt ein Signal der Geschlossenheit oder der Spaltung ausgehen wird und welche anderen wichtigen Themen die MSC sonst noch so prägen, das hören wir jetzt von meiner Kollegin Nicole Bastian.
Sie ist gerade vor Ort und konnte dort Jonathan Barth interviewen.
Er ist Senior Fellow am Institut.
Is the regel ihm gelungen?
Ja, was Merz naturally versucht hat, is dieser Balance act between auf der einen Seite der nach wie vor bestehen in der Sicherheitspolitische und auf the other side of the same.
That is jailing a schwieriger, den the Bundesregier and Europa insges.
We had this yeah in Grönland gesehen, we had to say that stark verurteiled as not an partnership answer here.
The partnership were stark in the reading, also directly with whom with Canada, with Japan.
That is very good.
Also, not a Großmarkt Fantasien entwickle.
What I think is as I said, the transatlantic partnership of a new ground to still be able to do it.
And I think the geface in a Märchenschlafer fallen and we this momentum raised.
And that's a bit too schwamming, yeah, or when I said they have your Führungsanspruch verspield, then he says that in earliner, so we do that.
But the USA have not all the middle that they have, this can also be what they won't.
And that can actually criticism, but when the USA then Hertz and Willkür and military, then we have they that they can have a very hard art and the witch is my answer, that they really clear that we need, that won't we not.
And then for all positions, that's the vernünftiger actor in this world, they are not naive with this.
We sawinn is ja da, and that is anders as off the Sicherheitskonference for an year.
We seen hundreds of millions, died in European Rüstung reinfliesen.
Reicht das denn aus, um Europa in diesem Großmachtspiel, was jetzt am Laufen ist, zu positionieren?
Also that is a wichtiger schritt gewesen.
That sollten wir auch nicht klein reden, and da ist ja auch die CDU über ein Rubicon gesprungen, dass we this riesige Programm aufgelegt haben.
And we have the Grundlage dafür, dass Europa auch verteidigungspolitisch auf eigenen Füßen steht.
That braucht aber natürlich Zeit.
Kriegsführung is hybrid geworden.
We see that on the Einflussnahme von Russland in the unterschiedlichen Wahlen innerhalb von Europa.
But the USA to come, the national sicherheits strategy is very clear that they keep starking about where we anxious that we are a bit naive how perfide.
And this is Verteidigan is one.
The other is the zusammenhalt in Europa.
We can gestär in France, we have the next year the wine.
There are details, that will just not be easier to wonderful is how long it has brought for Deutschland to get.
And what we have to do not feel is the geopolitical projection of actually focused industry politics.
That's so the nine.
But I spread this in our reading.
Gegenmacht with other lender.
And then made in Europe by European is not an industry political tool, it is for all a geopolitical tool.
But we are clear where the lender with which we want, with which we quasi off the group of lines, and where not.
And then we are clear.
We had in the conference given, where we need this point.
We need a clear.
Verteidigungs, not another hand critical roofstoff upcoming.
That must allow us to come.
And we must have priority in Europa and in Deutschland.
Who are the partners, within the regal based ordnance, to mean annoying, but then also.
There is somebody other strategies, as we have Vladimir Putin in Elise and in Kancleram.
I think that's worth that we are going to get not 27, but Sicherheits- und Verteidigungspolitik angeht, give us a schwergewichte, die zusammenarbeiten müssen.
This is Großbritannien and Polen, Spanien von your groups, not the same where there might not by what we then do in these cleaner.
Come on, that we need the structure have these geostrategical things to have a lot of what we then.
What we said that these lender in 1020 years.
So the climate stuff.
So it wants a form of European intelligence unit.
Actually, we have these situations very stark in the hauptons formulated, when you have to do that, there are the capacity.
What must this and what can this gel?
This word is in the reason we direct.
Oh my God, we can have gross fantasies.
Not really, and of what is Merci in our reading.
The point that we want to is that we in Europe the last year for all of souverainity and unappense concentrated in the way that we have our hands to diversify, new hands.
We have a industries in Europe to start, in the critical air.
We have a program that that further.
But not while Europe unaphized is not much that Europe in the law is global, our equal agenda, our equivalent interest with other partners.
We have all a vision where this new order will.
The USA, Rusland, China, they have a vision.
This is a vision in which the world in the world is.
When we have this vision formulated, can we then with the partner on this?
And the point is on that, we not lose.
In the Groß Mache, all the way that the Middle Mächte not too much.
And this we are still in the focus, where we have to do it.
In the report, we're going to have to have a hands uphang control.
So what is in the USA and what is in China from Europa?
Yeah, see that.
It's doing few.
Here's our line and so not.
And as when we have this art of handling, when we claim committen, so we're by Grönland gemacht, here and not, then weiter.
Dann glaube ich, werden wir in der Lage sein, gerade wenn wir das zusammen mit Japan zusammen mit Kanada machen, we can in der Lage sein, auch eben einen geschützten Raum zu schaffen für diejenigen, die nach wie vor an diese global cooperation, an die Zusammenarbeit an Fragen des Klimawandels, Decarbonisierung, all diese Themen glauben.
Vielen Dank, Herr Barth.
Und damit zurück an dich, liebe Solbei.
Und wenn Sie jetzt gerne noch mehr Hintergründe zu der MSC erfahren wollen, dann kann ich Ihnen wirklich nur die neue Folge von Meckl und Mattes empfehlen.
Das ist der Podcast von unserem Chefredakteur Sebastian Mattes.
Und da spricht er in der heute online gegangenen Folge mit dem Journalisten Michael Bröcker, wie denn ja Journalisten da so arbeiten bei der Sicherheitskonferenz und wie das behind the scenes da eigentlich alles abläuft.
Ist wirklich super spannend und ein Blick hinter Schlüsselloch, die man ja sonst nicht so hat.
Den Link dazu packe ich Ihnen in die Shownotes oder Sie suchen einfach in Ihrem Podcast Player nach Meckl und Mattes.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
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Ich weiß ja nicht, wie Ihnen das geht, aber ich würde mir oft wünschen, dass ich einen persönlichen Assistenten hätte, der meine Termine organisiert, E-Mails schreibt und Dienstpläne organisiert.
Tja, ich kann Ihnen jetzt sagen, the future is here.
Mit KI geht das jetzt.
Neue KI-Agenten wie das zuletzt echt gehypte Open Claw können eigenständig telefonieren, E-Mails schreiben und sogar Geräte steuern.
Unser Kollege Stefan Scheuer leitet bei uns das Tech-Team.
Der war dann natürlich sofort neugierig und hat OpenClaw mal getestet.
Und die beiden sind schon nach einem Wochenende, kann ich sagen, gute Freunde geworden.
Was das Fazit seines Selbstversuchs ist und worauf Sie achten sollten, wenn Sie auch mal KI-Agenten wie OpenClaw ausprobieren wollen, das hören Sie jetzt.
Das Gespräch dazu hat meine Kollegin Emma Möll geführt.
Hallo Stefan.
Hallo Emma.
Stefan, OpenClaw wird ja so als ein KI-Agent beschrieben.
Worund unterscheidet sich so ein Agent jetzt von einem klassischen Chatbot wie zum Beispiel ChatGBT und warum wird das jetzt gerade erst technisch möglich?
Also grundsätzlich ist es so bei dem Chatbot, ich stelle eine Frage, ich kriege eine Antwort.
Ich kann beispielsweise auch sagen, mach mir ein Bild und ich komme ein Bild raus.
Die Agenten, denen kann ich viel schwierigere Aufgaben geben, für die sie selbst auch Handlungen ausführen müssen.
Also nicht nur recherchier mir mal das, sondern recherchiere mir mal das, schreib eine Zusammenfassung, schick die per E-Mail an so und so.
Und wenn du mit der Antwort nicht zufrieden bist, stell nochmal eine Nachfrage per E-Mail.
All solche komplizierten Befehlsketten gehen damit.
Und das lässt sich nicht nur für solche Sachen anwenden, sondern auch für komplizierte Anwendungen innerhalb von einem Unternehmenskontext.
Deswegen reden alle schon seit sehr langer Zeit davon.
Das letzte Jahr sollte eigentlich das Jahr der KI-Agenten werden.
Aber es ist erstmal nicht so viel passiert.
Und was wir dann gesehen haben, ist, dass vor allen Dingen Ende letzten Jahres, so im Dezember ungefähr, die KI-Modelle, die dem Ganzen zugrunde liegen, dass sie deutlich besser geworden sind.
Und weil die besser geworden sind, sind auf einmal auch diese ganzen Agentenanwendungen viel besser geworden.
Und du hast jetzt vergangenes Wochenende Open Claw auch ausprobiert.
Wie hast du diesen Versuch überhaupt aufgesetzt?
Also zunächst einmal, das System ist sehr mächtig, aber auch gleichzeitig sehr gefährlich.
Das heißt, der allererste Schritt war hier bei uns bei den Technikkollegen nachzufragen, ob sie nicht noch irgendwo einen alten Computer rumliegen haben, wo es nicht schlimm ist, wenn ich irgendwas kaputt mache.
Und zum Glück hatten sie sogar mehrere.
Ich konnte dann einen davon mitnehmen und dann einfach mal damit ausprobieren.
Und ich musste aufpassen, dass das Ganze nicht bei uns hier im internen Netz ist, sondern auch nochmal im gesicherten Internetzugang, sodass wenn irgendwas schief geht, im schlimmsten Fall wir den alten Laptop verlieren, aber das ist dann verkraftbar.
Du hast ja auch einen Text darüber geschrieben und da schreibst du auch von einem Aha-Moment.
Und der hatte erstaunlicherweise mit Regen in Disseldow zu tun.
Warum war ausgerechnet das jetzt für dich so entscheidend?
Also ganz konkret ging es darum, wir haben zwei kleine Kinder, ich muss die morgens in die Kita bringen.
Und wenn es regnet, ist für mich gar nicht nur relevant, regnet es an dem Tag oder regnet es genau in dem Zeitfenster, wo wir mit dem Fahrrad durch die Gegend fahren.
Weil ich dann einfach mehr Zeit einplanen muss.
Also jeder mit kleinen Kindern weiß das alleine, sie davon zu überzeugen, dass sie nicht die Lieblingsklamotten anziehen, sondern die Regenhose, die Gummistiefel und so weiter, ist ziemlich aufwendig.
Und dafür reicht bislang, was ich so an bekannten Wetter-Apps gefunden habe, nichts aus, weil dann kriege ich nur die Info A generell, kommt da Regen, ja oder nein, oder es ist einfach zu ungenau.
Und das Problem habe ich einfach Open Clore beschrieben.
Das hat die Modelle angesteuert und habe dann geschaut, was gibt es denn für Lösungen und hat dann quasi selbstständig einen Vorschlag gemacht, wie eine Lösung aussehen kann.
Und die war in dem Fall, Daten vom deutschen Wetterdienst abzugreifen, aber nicht irgendwann, sondern relativ kurz davor, weil sie dann besonders genau sind und dann eben auch nur dieses enge Zeitfenster abzufragen und mir dann einfach die Information zu geben: hey, pass mal auf, Stefan, in genau dem Zeitfenster dürfte es regen.
Und jetzt kriege ich morgens halt um sieben die Info, Regenklamotten einplanen, die Viertelstunde extra ja oder nein und kann entsprechend planen.
Und das funktioniert jetzt zumindest die letzten Tage ganz gut.
Ich wollte gerade fragen, wie gut es ja funktioniert hat.
Aber ja, das ist doch schon mal schön.
Aber wenn wir jetzt mal von diesem Regenbeispiel ein bisschen weggehen und das müssen größer denken, was würde so ein KI-Agent so in unserem Alltag konkret verändern, wenn wir jetzt alle so ein System benutzen würden.
Letztlich sind nur deine Fantasiegrenzen gesetzt.
Denn das, was du dabei ja anders hast du als derzeit, derzeit ist es so, du hast irgendein Problem und musst dir dann überlegen, okay, gibt es dafür eine Lösung?
Was kostet diese Lösung?
Ist die überhaupt auf meinen Fall anwendbar?
Und jetzt drehst du das Ganze um.
Du beschreibst einfach deine Probleme und sagst dem Roboter, gibt es irgendwas, was du tun kannst, um mir bei diesen Problemen zu helfen.
Und genau in diesem Dialog gehe ich auch mit der Maschine um.
Ich sage dann, hier kannst du das und das machen, dann macht es ein Vorschlag.
Manche von den Vorschlägen funktionieren total gut.
Manchmal oder relativ oft sagt die Maschine, das könnte ich, dafür brauche ich aber noch 1, 2, 3.
Und ich sage dann, nee, meine Kreditkartendaten gebe ich dir nicht, das traue ich mir jetzt nicht zu.
Oder nein, ich werde dich nicht verknüpfen mit irgendwelchen anderen Sachen, um was im Haus zu steuern oder so.
Oft scheitert das an solchen Punkten, wo mir einfach mulmig wird und ich es dann nicht will.
Du hast das ja jetzt gerade schon beschrieben.
Dein Bot bei Open Claw hat immer mehr Rechte und Zugriffe gefordert.
Und wir kennen dieses Muster ja.
Je mehr Fähigkeiten ein System bekommen, desto größer werden auch die Risiken dabei.
Was macht das jetzt bei Open Claw so heikel?
Letztlich ist Open Claw am mächtigsten, wenn es alles machen darf.
Deswegen auch der separate Computer.
Ganz oft sagt man halt, oder in vielen dieser Experimente, die gerade laufen mit OpenClaw, funktioniert es so, dass jemand es auf einem separaten Computer laufen lässt und dort alle Freigaben gibt.
Das heißt, dieser Rechner kann sich dann so frei bewegen oder alle Dinge tun, die man eben mit so einem Rechner machen kann.
Also überprüft dann zum Beispiel eine Kamera dran, ich könnte einfach mal ein Mitschnitt davon machen, wer gerade so vom Computer ist, ist ein Mikro dran, ich kann das Mikrofon ansteuern und so.
All diese Fähigkeiten und diese Berechtigung kannst du so ein System geben und je mehr es hat, desto nützlicher kann es werden.
Je mehr es hat, desto höher es allerdings auch das Risiko für Missbrauch.
Deswegen gibt es einige, die sagen, das ist die gefährlichste Software der Welt derzeit.
Okay, das klingt wirklich heikel, aber jetzt waren wir so ein bisschen auf der individuellen Ebene unterwegs.
Was würde das jetzt zum Beispiel für einen Unternehmen bedeuten, wenn die so ein System im großen Stil einführen würden, sowohl auf der Vorteilsseite als auch bei Risiken?
Also bei Unternehmen kann ich mir gut vorstellen, dass man gar nicht so den allumfassenden Agenten hat, sondern dass man sich konkrete Szenarien vornimmt, in denen ein Agent helfen kann.
Das heißt, dieses allumfassende System ist erstmal erstmal einfach ein Test.
Nur als Unternehmen willst du ja gar nicht diese Unvorhersagbarkeit, sondern du willst genau wissen, was das System macht und wie es macht.
Und diese Leitplanken brauchst du auch.
Denn wenn so ein System irgendeinen Missbaut, bist du verantwortlich.
Das ist bei mir natürlich schon ein Risiko, wenn so ein System was tut, was es nicht soll, bin ich derjenige, der am Ende dafür haftbar gemacht werden kann.
Wenn ein Unternehmen aber Dutzende von solchen Agenten im Einsatz hat und die sprechen beispielsweise Preise ab mit anderen Systemen, hast du ganz schnell Kartellrechtsklagen an der Hacke, du hast Haftungsfragen, all sowas.
Also das heißt, im Unternehmenskontext bin ich mir relativ sicher, dass man nicht so was offenes macht, sondern klar vorgegeben, mit Vorhersehbarkeit und auch eben mit Verlässlichkeit.
Okay, dann gibt es ja auch noch ein anderes wichtiger Punkt, über den du auch in deinem Selbstversuch geschrieben hast: die Kosten.
Ist das überhaupt realistisch nutzbar für jeden?
Anders als bei so Systemen wie ChatGPT von OpenAI, wo man ja sagt, okay, man kann es auch kostenlos nutzen, oder man zahlt 20 Euro und hat dann schon erweiterte Funktionen, ist es so, dass diese Systeme, die hinter Open Claw stehen, die nutzen zwar auch das, was hinter ChatGPT steht und das, was hinter Enthropic als Wettbewerber steht.
Aber die nutzen es viel intensiver.
Also wenn ich eine Anfrage schicke, dann wird eine riesige Datenmenge verschickt, also sowas in der Größenordnung von einem Buch, ein vollgeschriebenes Buch.
Einfach weil so viele Daten über den Rechner, über meine Anfrage, über die Schnittstelle vom deutschen Wetterdienst und sowas reingegeben wird und entsprechend kommen Ergebnisse raus.
Das führt dazu, dass die Kosten für den Betrieb sehr, sehr hoch sind.
Also im Internet kursieren viele Erfahrungsberichte von Leuten, die auf einmal solche Rechenkapazitätskosten in der Größenordnung von mehreren tausend Dollar im Monat haben.
Einfach weil die Systeme so leistungsfähig sind, je mehr Daten man reingibt, aber je mehr Daten man reingibt, desto teurer ist halt auch der Betrieb.
Okay, das klingt wirklich relativ teuer.
Aber wenn du daraus jetzt mal so ein Fazit ziehen müsstest, ist Open Claw damit jetzt auch der Beginn einer neuen Phase, in der KI wirklich zu einem digitalen Assistenten für uns alle werden könnte?
Oder ist das im Moment eher noch so ein Experimentierfeld für Technikbegeisterte oder tatsächlich das Ende der Welt?
Das Ende der Welt sehe ich noch nicht.
Noch.
Noch das stimmt.
Ich glaube, dass Open Claw als Projekt ein Experimentierfeld ist.
Aber dass es so etwas wie Open Claw gibt, ist ein Beleg dafür, dass diese zugrunde liegende Technologie ganz, ganz viel verändern wird.
Also für mich geht es nicht so sehr darum, ist genau dieses eine Projekt erfolgreich, sondern mir geht es darum, weil es geklappt hat, mit der Technologie, so etwas wie Open Claw zu bauen, kannst du jetzt alles mögliche mit der Technik bauen.
Die Modelle sind stark genug, dass wir jetzt in der nächsten Stufe der KI-Entwicklung angekommen sind.
Und was wäre jetzt dein Rat an alle, die das jetzt ausprobieren möchten?
Was müsste man da beachten?
Ich würde sagen, jeder, der das ausprobieren soll, muss zuallererst einmal so die technische Basis klären, weil es halt wirklich kompliziert ist.
Vor allen Dingen kompliziert ist, wenn man es halbwegs sicher machen will.
Ich kann nur jedem davon abraten, jetzt irgendwie wohlmöglich sowas auf dem heimischen Computer zu installieren oder schlimmer noch auf irgendeinem Arbeitskomputer.
Auf gar keinen Fall, sondern lieber damit auseinandersetzen, wie die Technik ist, am besten Leute kontaktieren, die sich damit auskennen und dann vorsichtig experimentieren.
Gut, also bleibt es noch Spannung zu erwarten, was da noch alles sich daraus entwickeln kann und wie es vor allem unseren Alltag vielleicht auch beeinflusst.
Vielen lieben Dank dir dafür, Stefan.
Gerne, danke dir immer.
Also, wir haben es gerade gehört.
Künstliche Intelligenz erreicht gerade eine ganz neue Ära in ihrer Geschwindigkeit der Entwicklung.
Und deswegen haben wir beim Handelsblatt das Thema zur Titelgeschichte zum Wochenende gemacht.
Wenn Sie die gesamte Titelstrecke lesen wollen oder sich mit unserer Vorlesungfunktion vielleicht auch vorlesen lassen wollen, dann verlinke ich den Link dazu mal in den Shownotes.
Und weil OpenClaw ein Tool für Profis bleibt, verlinke ich Ihnen in den Shownotes außerdem noch ein Artikel, der drei einfachere KI-Agenten für jedermann wie sie und mich vorstellt.
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Aber ich verlinke Ihnen natürlich auch nochmal in den Shownotes.
Und damit entlasse ich Sie jetzt endlich ins wohlverdiente Wochenende.
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Das gilt natürlich auch bei Kritik oder Wünschen.
Und wenn Sie beim nächsten Mal benachrichtigt werden wollen, sobald eine neue Folge online ist, dann klicken Sie gern auf Folgen.
Und damit ein großes Dankeschön an unseren heutigen Produzenten Lukas Teppler und natürlich auch an Sie fürs Zuhören.
Hier im Kanal geht's dann Montagnachmittag weiter mit einer neuen Folge von meinem Kollegen Ben Mendelssohn.
Mein Name ist Solver God und ich wünsche Ihnen jetzt erstmal ein erhusames Wochenende.
Tschüss und bis bald.
Wie sieht die Zukunft der Stahlindustrie aus?
Finden Sie Antworten am 18.
und 19.
März in Essen auf der Handelsblattjahrestagung Zukunftstahl.
Tauschen Sie sich mit Branchenführern aus und diskutieren Sie über die hohen Energiekosten, neue Geschäftsfelder und die Notwendigkeit zur Dekarbonisierung.
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