# AI Infrastructure Winners and Swedish Investment Dynasties

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-02-13

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Freitag, der 13.
Februar.
Mein Name ist Timon Wunderlich und das ist ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital, die jetzt ein super Feature für alle mit Dividendenaktien im Depot haben.
Und zwar kann man bei Scalable den Dividend Reinvestment Plan einstellen, der die Dividenden automatisch in die Aktie reinvestiert.
Das bringt vor allem dann was, wenn man langfristig investiert und den Zinseszins ungestört arbeiten lassen will.
Man muss sich dann selbst keine Gedanken mehr machen, wie man das Geld investiert.
Und vor allem vergeht nicht so viel Zeit zwischen Dividendeneingang und Investment.
Link zu Scalable ist in der Beschreibung.
Heute geht es um einen deutschen KI-Profiteur, der erst seit einem Jahr an der Börse ist und darum, wie eine schwedische Dynastie ihr Geld anlegt und damit den Markt schlägt.
Aber erstmal die News.
Heute gab es wieder Zahlen, viele davon auch aus Deutschland.
Auch Siemens hat berichtet.
Und wenn man den Verkauf von der Elektromotorentochter Inomotics im letzten Jahr rausrechnet, konnte der Technologiekonzern im ersten Quartal den Umsatz um 8% steigern.
Das ist am oberen Ende der Prognose und dabei helfen, konnte die wichtige Sparte Smart Infrastructure.
Die macht ca.
30% vom Umsatz aus, und das Geschäft konnte dank dem Rechenzentrenboom in den USA den Auftragseingang um die 20% steigern.
Und auch das Problemkin Digital Industries konnte abliefern.
Der Umsatz ist im vergangenen Quartal um 10% gestiegen.
Siemens CEO, Roland Busch, will hier das industrielle Gegenstück zu ChatGPT bauen.
Weil die zwei Sparten so gut performt haben, geht man fürs nächste Jahr auch von fast 10% Wachstum aus.
Das ist das obere Ende der bisherigen Prognose.
Die Aktie war gestern leicht im Plus.
Weiter in Deutschland ist Thyssen Krupp um die 10% auf knapp 7 Milliarden Euro Börsenwert gefallen.
Die bauen gerade ihre Stahlsparte um und das kostet mehr als erwartet.
Im vergangenen Quartal sind für die Restrukturierung 400 Millionen Euro draufgegangen.
Fürs Gesamtjahr könnte es insgesamt das Doppelte werden.
Der operative Gewinn im Quartal ist trotzdem 10% gestiegen.
Das liegt an sinkenden Rohstoffkosten und anderen Kosteneinsparungen.
Weiter in Deutschland ist die Aktie von Optica-Kette Firma über 5% gestiegen.
Besonders im Ausland gab es hohe Nachfrage, dadurch ist der Umsatz um fast 10% auf knapp 2,5 Milliarden Euro gestiegen.
Auch die Marge liegt jetzt höher.
Daran sollen die Aktionäre teilhaben, die Dividende soll deutlich steigen und Aktionäre kommt dadurch aktuell auf 3% Dividendenrendite.
Auch bei Samsung Electronics ist es gestern aufwärts gegangen, und zwar über 5%.
Die haben gestern bekannt gegeben, dass sie vor SK Heinex und Micron als erstes mit dem Verkauf der neuen HBM-Chips angefangen haben.
Das sind die Hochleistungsspeicher-Chips, die zum Beispiel in den KI-Systemen von Nvidia stecken.
Samsung geht davon aus, dass sich der Umsatz mit den Chips im nächsten Jahr mehr als verdreifachen wird.
Auch die Konkurrenten Micron und SK Heinrich sind um die 3% gestiegen.
Micron geht davon aus, auch in diesem Quartal mit dem Liefern anfangen zu können.
Und laut Analysten ist die Nachfrage für KI-Chips aktuell so hoch, dass Micron auch trotz Samsungs Vorsprung seinen 25%-Marktanteil halten wird.
Auch der Schuhhersteller Crocs sieht hohe Nachfrage.
Neue Produkte konnten den Umsatzverlust durch die Schuhmarke Hey Dude abmildern.
Der Gesamtumsatz ist nur um 3% gesunken.
Das war ein kleineres Minus als erwartet.
Crocs hat Heydu 2022 übernommen und kämpft mit Umsatzruckgängen bei der Marke.
Das Management geht davon aus, dass sich die Dynamik im laufenden Jahr ändern wird und Hey Dude wieder anfangen wird zu wachsen.
Insgesamt geht man davon aus, dass das Unternehmen den Umsatz stabil halten wird.
Der Börsenwert ist nach den Zahlen gestern um fast 25% auf 5,5 Milliarden Dollar gestiegen.
Schlechter sah es bei der Magnum Ice Cream Company aus.
Die Gruppe hinter Ben Jerry's Cornet und eben auch Magnum Ice wurde von Unilever abgespalten und ist seit Ende letzten Jahres eigenständig an der Börse gelistet.
Die Idee war, dass der größte Eiscreme-Produzent der Welt alleine zu höheren Margen kommen würde und auch mehr Eis verkaufen könnte.
Laut einem Analysten stehen jetzt die GLP1-Upnehmedikamente dem im Weg.
Der Umsatz fürs Gesamtjahr ist auf jeden Fall nicht gewachsen und der operative Gewinn ist von über 750 Millionen Euro auf 600 Millionen gefallen, wobei das stark an Kosten für die Abspaltung lag.
Die Aktie ist gestern um die 15% gefallen, fürs nächste Jahr geht man von bis zu 5% Wachstum aus.
Noch stärker nach unten ging es bei Etienne, der niederländische Zahlungsdienstleister ist fast 20% auf 31 Milliarden Euro gefallen.
Der Ausblick war mit bis zu 22% Umsatzwachstum fürs Gesamtjahr 2026 leicht niedriger als erwartet.
Der Grund für den krassen Kursverlust könnte auch der Verlust von einem Großkunden sein.
Dadurch sind die verarbeitenden Zahlungen im Halbjahr leicht gefallen, sonst ging es immer aufwärts.
Ohne den Verlust vom Kunden wäre das Zahlungsvolumen 11% gestiegen.
Nach PayPal in der letzten Woche enttäuscht damit die nächste Payment-Firma mit ihren Zahlen.
Eine kleinere Firma hatte gestern noch eine so krasse Kursbewegung, dass wir die hier noch reinnehmen müssen.
Fastly ist gestern um 75 Prozent auf zweieinhalb Milliarden Dollar Börsenwert gestiegen.
Mit FastDys Cloud-Plattformen können Nutzer Daten auf Servern in ihrer Nähe speichern und so vom schnelleren Laden profitieren.
Und wenn KI-Modelle das Internet nach Antworten auf die Eingaben der Nutzer durchsuchen, erhöht das den Datenverkehr bei Fastly.
Ein Analyst hat deswegen gesagt, dass Fastly ein unerkannter KI-Play ist.
Der Umsatz ist im letzten Quartal über den Erwartungen um mehr als 20% gestiegen.
Christoph hat für euch ein deutsches Unternehmen dabei, das vom KI-Boom profitiert und erst seit letztem Jahr an der Börse ist.
Siemens Energy und Friedrich Vorwerk hatten ein starkes Jahr 2025, weil sie massiv von der neuen KI-Infrastruktur und dem damit verbundenen Strombedarf profitieren.
Es gibt aber noch eine Firma, die erst letztes Jahr an die Börse gegangen ist und auch extrem erfolgreich war, Pfisterer.
Seit Majesty an der Börse, seitdem ging es um die 150% aufwärts und Pfisterer ist heute fast 1,5 Milliarden Euro wert.
Warum ist die Aktie so beliebt?
Weil Pfisterer eine Art Nadelöhr der Energiewende besetzt.
Das Unternehmen stellt die Verbindungstechnik her, sogenannte Hochspannungsisolatoren und Kabelgarnituren.
Die Produkte werden gebraucht, egal ob eine neue Stromtrasse entsteht oder ein Rechenzentrum ans Netz geht.
Ohne die Komponenten lassen sich Hochspannungsnetze nicht sicher betreiben.
Mit dem Business machte die Firma 2024 einen Umsatz von 380 Millionen Euro.
Für 2025 erwarten Experten schon 440 Millionen.
Was unterscheidet Pfisterer damit von den bekannten Highflyern, Friedrich Vorwerk oder Siemens Energy?
Friedrich Vorwerk ist vor allem Anlagenbauer.
Das Unternehmen sorgt bei Energie- und Wasserstoffprojekten dafür, dass Leitungen verlegt und Rohre verschweißt werden.
Der Konzern kümmert sich also um die Umsetzung der Energiewende.
Dabei gibt es Projektrisiken wie zum Beispiel verzögerte Genehmigung oder auch das Wetter.
Siemens Energy ist breiter aufgestellt.
Der Konzern baut Transformatoren, Konverter und Offshore-Plattformen und verdient zusätzlich an langfristigen Serviceverträgen.
Das macht Siemens Energy zu einem global diversifizierten Schwergewicht, das dafür eine gewisse Trägheit hat.
Pisterer wiederum produziert seine Produkte und liefert sie an Netzbetreiber und Anlagenbauer, was besser skalierbar ist.
Denn wenn der Markt wächst, lässt sich die Produktion hochfahren, ohne dass zum Beispiel mehrere Gewerke für Baustellen organisiert werden müssen.
So unterschiedlich die Geschäftsmodelle sind, so unterschiedlich muss man auch die Bewertung sehen.
Siemens Energy ist mit einem erwarteten KGV von 43 die teuerste von den drei Aktien.
Hier zahlt man Aufschläge für die Größe und Diversifizierung der Firma und dem Boom beim Geschäft mit Gasturbinen.
Anders sieht es bei Friedrich Vorwerk aus.
Ein erwartetes KGV von 20 wirkt trotz der rasanten Kursrally vergleichsweise günstig.
Das liegt wohl am Abschlag für das aufwendigere Projektgeschäft.
Pfisterer ordnet sich mit einem erwarteten KGV von 27 und mit zweistelligem Wachstum zwischen den beiden ein.
Hier muss man einen Aufpreis für die gute Skalierbarkeit zahlen, aber nicht so viel wie für Siemens, weil das Business kleiner und damit risikoanfälliger ist.
Hochspannung, Lebensgefahr.
Im September hat euch Noah erzählt, dass der schwedische Player EQT der größte Private Equity Investor der Welt werden möchte und damit auch auf einem guten Weg ist.
Zwischen 2020 und 2024 hat nur KKR mehr Geld eingesammelt.
EQT investiert in alle möglichen Businessmodelle, von Secondhand-Marktplatz, Vinted bis zum Münchner Weltraumstart-up The Exploration Company, aber wer investiert in EQT.
Die Firma gehört zu über 15% Investor AB.
Das ist eine über 100 Jahre alte schwedische Investmentfirma, die an der Börse mit über 125 Milliarden Dollar bewertet wird.
Neben EQT gehören Investor AB unter anderem große Teile an Ericsson, Schwedens größter Bank SEB, Saab und dem Nasdaq.
Und hinter Investor AB steckt die Wallenberg-Familie.
Die gilt mit 40 Milliarden Dollar Vermögen als eine von Schwedens wohlhabendsten und einflussreichsten Familien.
Trotzdem tauchen die Wallenbergs kaum auf den Listen der reichsten Menschen der Welt auf.
Das liegt daran, dass der Großteil vom Vermögen in Stiftungen steckt und deren Einnahmen werden zu 20% reinvestiert, der Rest fließt in Forschung und Bildung.
Das waren letztes Jahr knapp 400 Millionen Dollar.
Und auch bei der Struktur von Investor AB müssen wir genauer hinsehen.
Der Familie gehören zwar nur knapp 20% der Aktien von Investor AB, trotzdem kontrolliert sie über 50 Prozent der Stimmrechte.
Das ist eine Dynamik, die man bei vielen Investments der Wallenbergs beobachten kann.
Die meisten der Unternehmen, in die Investor AB investiert ist, haben verschiedene Aktienklassen mit unterschiedlichen Stimmenrechten.
Und auch wenn Investor AB von einer Firma nicht die meisten Aktien hält, gehören ihnen oft ein Großteil der Aktien mit Stimmrecht und damit Kontrolle über die Firma.
Laut Bloomberg haben die Wallenbergs so Einfluss, über 40% aller in Schweden Börsen notierten Firmen.
Die Dynamik wird von vielen kritisiert, weil die Wallenberg so viel Kontrolle haben, aber nicht entsprechend viel zu verlieren haben, wenn ihre Entscheidungen falsch sind.
Die Familie sagt, dass sie den Einfluss nutzt, um den Unternehmen die Möglichkeit zu geben, langfristig zu handeln und für Stabilität sorgt.
So konnte Investor AB die letzten 15 Jahre in Folge dem Markt schlagen, mit dem Schnitt 19% Rendite pro Jahr und das, obwohl die Firma auch noch fast 2% Dividende zahlt.
Die Stabilität steht aber gerade vor einem Kipppunkt, denn es ist noch nicht klar, wer aus der neuen sechsten Generation der Familie die Leitung übernehmen wird.
Knapp 30 Familienmitglieder stehen zur Auswahl und am Ende soll ein kleines Team aus denen gemeinsam die Investments verwalten.
Wir hatten es schon vor ein paar Tagen bei Fraser's Group.
Ein Führungswechsel bei einem Unternehmen, das viel durch Übernahmen wächst, ist auch immer ein Risiko, auch wenn die Wallenbergs den Wandel schon mehrfach hinbekommen haben.
Das zeigt auch der Aktienverlauf.
Auf Sicht von fünf Jahren hat sich die Aktie mehr als verdoppelt.
Damit wird Investor AB an der Börse mit 125 Milliarden Dollar bewertet.
Das ist auch knapp der Wert des eigenen Investmentportfolios.
Wer hier investiert ist, geht also davon aus, dass die Firma weiter gute Investmententscheidungen macht.
Selbst hat Investor AB das Ziel, mindestens 7,5% Rendite pro Jahr zu machen.
Und auch wenn es in den letzten Jahren mehr war, heißt das nicht, dass es auch so bleibt.
40% der gesamten schwedischen Industrie werden von den Weilenbergs kontrolliert.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert vom Podstars bei OMR.
Bevor wir uns ins Wochenende verabschieden, noch ein kleiner Hinweis.
Und zwar wollen wir jetzt öfter kleine Events und spontane Meetups machen, auch wenn wir zum Beispiel mal in anderen Städten oder Ländern sind.
Falls ihr dabei sein wollt, könnt ihr einfach dem WhatsApp-Kanal in der Beschreibung folgen.
Das erste Event macht nur schon am kommenden Montag in Kapstadt.
Und damit ein schönes Wochenende.
Adios.
