# AI Disruption, Lufthansa Strike, and Broker ETFs

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-02-12

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den AI Whatever Pokalypse Trade, die zweite Staffel der Übernahmesschlacht um Warner Studios und HBO und den Gewinner Vertif.
Im Thema des Tages erklären wir euch die wahren Hintergründe des Lufthansa-Streiks.
Und in der Tool ED vergleichen wir euch die neuen Welt TTFs von CommDirect, Scalable Capital und Finanzen net.
Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenshop.
Es begrüßen euch Philipp Vetter und Holger Czeppitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Donnerstag, der 12.
Februar, und wir wünschen euch einen angstfreien startenden Tag.
Gestern sorgte wieder KI für Verwerfungen an den Börsen.
Bloombergs Madlevine hat das sehr schön zusammengefasst und als The AI Whatever Pokalypse Trade bezeichnet.
Da müsst ihr jetzt furchtlos bleiben, so furchtlos wie ich bei der Aussprache dieses Namens und nicht die Nerven verlieren.
Das ist wahr.
Und gestern litten die Aktien von Gewerbeimmobiliendienstleistern unter KI-Disruption.
Die Aktien von CBRA Group oder Jones Lang-Lazelle brachen um 12% ein.
Und Cushman und Wakefield, die hatten sogar einen Rückgang um 14 Prozent zu verzeichnen.
Unter die Räder gerieten nach schwachen Zahlen von Unity Software und Shopify auch Software-Aktien.
Unity krachte nach einem schwachen Ausblick um 26% in die Tiefe.
Shopify verlor nach schwachen Quartalszahlen 7%.
Hubspot und UiPath 10%, Asana 9.
Hierzulande SAP und NemetCheck immerhin auch noch minus 5.
Und dann gab es auch so einen richtigen KI-Verlierer noch in Europa, nämlich der Anbieter von Industriesoftware, das so Systems.
Da ging es um 20% runter.
Das so baut ja Software für digitale Zwillinge, also industrielle KI und das galt eigentlich als das neue Zukunftsfeld, aber dann kam das so mit einem schwachen Ausblick und der Markt packte die Aktie dann Flux zu den KI-Disruptionsverlieren und dann ging es halt 20% runter.
Und dann gab es auch gleich noch andere.
Relex 6,2% runter.
Und dann gab es auch noch die Broker-Aktien, die folgten auch in Europa dann dem US-Vorbild.
FlatX de Giro minus 11%.
Trotz der KI-Verwerfung schlossen die Indizes nahezu unverändert.
Der SP 500, der liegt jetzt bei 6.942 Punkten.
Der Nasdaq, der gewann sogar 0,3 Prozent.
Der DAX, der verlor 0,5.
Goldman Sachs sprach angesichts der Indexstände von stürmischem Stillstand.
Regelrecht poetisch.
Auf den ersten Blick wirkte, wirke der Markt eben ruhig.
Doch unter der Oberfläche, da herrschen eben massive Volatilität und Rotation.
Und dabei waren die Kurse zu Handelsbeginn, also die Indizes auch noch gestiegen, weil die US-Arbeitsmarktzahlen unerwartet gut ausgefallen sind.
Für den Januar wird ein Beschäftigungsaufbau von 130.000 Stellen vermeldet.
Volkswörter hatten gerade mal noch mit 55.000 gerechnet und die Arbeitslosenquote sank sogar von 4,4% im Dezember auf 4,3% im Januar.
Und hier war eigentlich ein unfeinender Stand erwartet worden.
Gewinner waren die KI-Schaufelhersteller.
Siemens Energy, die mit ihren Gasturbinen gerade eine Sonderkonjunktur erleben, die legten nach guten Zahlen 8,4 Prozent zu.
Wörtew, der Anbieter von Kühlsystemen für KI-Rechenzentren, der gewann sogar 25 Prozent.
Micron plus 10%.
Cisco hingegen, die verloren nachbörstlich noch 7 Prozent.
Zwar wurden die Umsatzprognosen angehoben, aber nicht die Gewinnerwartung.
Cisco leidet unter den hohen Speicherchip-Preisen.
Und T-Mobile US, die haben im vierten Quartal weniger neue Mobilfunkkunden gewonnen.
Und weil der Wettbewerb so stark war.
Und der Gewinn die Aktie, der lag auch deutlich unter den Erwartungen mit 1,88 Dollar, nämlich 205 war da die Erwartungen.
Aber für die Aktie ging es nach anfänglichen Verlusten trotzdem 5,1% nach oben.
Defensive Telekom-Aktien sind nämlich in diesem ruppigen Umfeld einfach gefragt.
Und da geht Geld rein, egal wie da die Zahlen ausfallen.
Ja, die Übernahmeschlacht um Warner Brothers und HBO, die geht in die nächste Runde, sozusagen die zweite Staffel.
Der aktivistische Investor Ancora, der stellt sich gegen den geplanten Verkauf an Netflix.
Ancora favorisiert stattdessen das Gesamtangebot der Paramount Mutter Skydance, die den kompletten Konzern inklusive TV-Sender übernehmen will.
An der Börse legte Warner um 0,7 Prozent zu und Paramount auch sogar um plus 1,6.
Netflix hingegen, die verloren 3,2 Prozent.
Und für eine positive Überraschung sorgte nachbörsich McDonalds.
Die Umsätze in den USA stiegen im vierten Quartal so stark wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr.
Und das sind diese Value-Meals, die irgendwie gerade die preisbewussten Gäste in die Restaurants locken.
Und die Fokussierung des Unternehmens auf erschwingliche Preise trug dazu bei, die Besucherzahlen im vierten Quartal deutlich zu verbessern.
Und dann auch noch, die Gäste bezahlen dann sogar noch mehr pro Besuch.
Also insofern ist es doppelt erfolgreich.
Die Aktie, die blieb trotzdem unverändert nachbörslich.
Die Commerzbank-Aktie, die gab dagegen um 2% nach.
Die Ergebnisse für das vierte Quartal und der aktualisierte Ausblick, die waren etwas enttäuschend.
Das deutsche Kreditinstitut hatte durchwachsende Ergebnisse und einen Ausblick für dieses Jahr vorgelegt, der keine neuen Impulse setzte, da er bereits weitgehend in den Konsenserwartungen eingepreist war.
Ja, die Aktie ist halt wahnsinnig gut gelaufen.
Da musste so ein bisschen mehr her.
Dann gab es noch zwei ganz unterschiedliche Zahlen bei Glasherstellern.
Also überraschend gut wurden die Geschäftszahlen von Shott Pharma eingestuft.
Die Achtzeichen waren 6,4 Prozent.
Die Profitabilität der Mainzer sei unterschätzt worden.
Dazu zieht sich der bessere Umsatz durch alle Segmente, sagte noch ein Händler.
Und dagegen brachen die Aktien des Wettbewerbers Geresheimer um 31 Prozent ein.
Die müssen nämlich ihren Konzernabschluss 2025 verschieben wegen zusätzlicher Prüfungen zur Umsatzrealisierung und Rechnungslegung.
Und das belastet natürlich das Vertrauen in die Bilanzqualität aufs Neue.
Hieß es bei der DZ-Bank.
Und JP Morgan schrieb so schön: bei Geresheimer habe sich die Lage von schlecht zu noch schlechter entwickelt.
Und du machst jetzt Termine.
Klingt nicht gut.
Hingegen heute Termine.
Wir haben richtig viele Schwergewichte, die Zahlen vorlegen.
Siemens ist dabei, Mercedes-Benz, Thyssenkrupp, Carl Size, Meditech.
Dann gibt es auch noch von Addian, Softbank, Hermes, British American Tobacco, Unilever, Relax, L'Oreal, Airbnb, Expedia, High Birkenstock, Coinbase, Applied Materials.
Ihr seht schon, man kann sie gar nicht alle aufzählen.
Pinterest, Rivian.
Also da ist echt viel los heute.
Und dann ist natürlich noch die EU-Klausur der Staats- und Regierungschefs zu dem Versuch, irgendwie mehr Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu erzeugen.
Das Thema des Tages.
Holger, heute könnte es sein, dass uns ein paar ziemlich genervte Zuhörer irgendwo am Flughafen im Ohr haben werden, während sie ja mal wieder warten müssen.
Denn seit Mitternacht läuft ein Streik der Piloten und Flugbegleiter bei der Lufthansa.
Die Airline hat im Vorfeld mit Flugausfällen und Verspätungen gerechnet.
Also, wenn ihr betroffen seid, wir wünschen euch erstmal gute Nerven.
Und der Streik bei Deutschlands wichtigster Fluglinie ist heute unser Thema des Tages.
Denn der Ausstand bzw.
die wahren Grüne dafür betreffen nicht nur gestrandete Passagiere, sie verraten auch etwas über die Strategie der Lufthansa und ist auch für Aktionäre der Airline, ja, würde ich mal sagen, ziemlich relevant.
Aber wir drüßen das mal der Reihe nach auf.
Unser Kollege Steffen Frühnt, der für Welt über Luftfahrtthemen berichtet, der hat sich das mal genauer angesehen.
An der Oberfläche geht es bei dem Streik der Piloten erstmal um ihre Altersbezüge.
Jetzt muss sich, insbesondere bei der Lufthansa niemand Sorgen um Altersarmut bei Piloten machen.
Je nach Berufserfahrung bekommen die Flugzeuglenker im Ruhestand rund 10.000 Euro monatlich.
Größtenteils stammt das aus großzügigen Betriebsrenten.
Und auch die Gehälter können sich durchaus sehen lassen.
Bis zu 350.000 Euro Jahresgehalt bekommen die Piloten bei der Kernmarke Lufthansa.
Ja, aber das ist jetzt schon auch das Stichwort, nämlich bei der Kernmarke.
Denn längst gibt es nicht mehr nur die Lufthansa.
Der Konzern besteht inzwischen aus diversen Untermarken und Billig Airlines und da verdienen die Piloten deutlich weniger und sind zu wesentlich schlechteren Bedingungen angestellt.
Und man bekommt auch keine Schokolade, wenn man mit Eurowings nach Zürich fliegt, statt mit Swiss.
Sie ändern die echten Verlierer hier bei der Angelegenheit.
Siehst du ganz genau.
Also auch die Kunden haben da drüber zu knapsen, wenn es ausgelagert wird.
Auf jeden Fall: Airline-Chef Carsten Spor baut den Konzern schon seit einiger Zeit um.
Immer mehr Strecken werden nicht mehr von der Kernmarke angeflogen, sondern von Töchtern wie Lufthansa Discovery oder Lufthansa City.
Für die Passagiere macht das oft gar keinen so großen Unterschied.
Nur bei den Piloten und Flugbegleitern ist es so eine Art Mehrklassengesellschaft.
So schreibt zumindest Steffen.
Ja, es geht nicht nur um unterschiedliche Gehälter, sondern auch wirklich um höhere Arbeitsbelastung und insgesamt schlechtere Bedingungen.
Die Flugbegleiter, die in der Gewerkschaft UFO organisiert sind, die haben sich den Piloten angeschlossen, weil sie auch noch einen erheblichen Personalabbau bei der Kernmarke befürchten.
Bis zu 800 Jobs könnten da auf dem Spiel stehen, heißt es bei der Gewerkschaft.
Und Lufthansa-Chef Spohr begründet das mit der schlechten Performance der Hauptmarke im Vergleich mit der ebenfalls zum Konzern gehörenden Touristikmarke Eurowings.
Außerdem gibt es ein Sparprogramm in der Verwaltung.
Bis 2030 sollen 4000 Stellen in der Administration abgebaut werden.
Die Strategie scheint jedenfalls schon zu wirken.
Die Piloten haben ja lange gezögert, bis sie jetzt tatsächlich in den Streik getreten sind.
Schon im September gab es die entsprechende Urabstimmung, die den Ausstand überhaupt möglich gemacht hat.
Dass es jetzt noch monatelang gedauert hat, das soll auch daran liegen, dass längst nicht jeder hinter dem Ausstand steht, munkelt man im Konzern.
Und ist ja auch irgendwie klar, dass jetzt für diejenigen gestreikt werden soll, denen es ohnehin noch am besten geht, das kommt nicht bei allen gut an.
Da zeigt sich der Effekt der zwei Klassengesellschaft.
Und deshalb könnte der Hebel der Piloten gar nicht mehr so groß sein, für völliges Chaos zu sorgen mit ihrem Ausstand.
Wobei man schon sagen muss, dass der finanzielle Schaden durchaus erheblich sein kann von solchen Streiks.
Vor zwei Jahren gab es schon mal einen vergleichbaren Streik und die Kosten für die Entschädigungszahlungen und Mindereinnahmen, die lagen damals bei 450 Millionen Euro.
Aber aus Aktionärsicht, da muss man durchaus sagen, dass der Kurs von Spor die Kosten bei Deutschlands wichtigster Airline zu drücken, durchaus wirkt.
Und so hat sich der Kurs in den letzten zwölf Monaten tatsächlich wieder ganz ordentlich berappelt, nachdem das ein jahrelanges Trauerspiel war.
Aber innerhalb des letzten Jahres ging es um mehr als 38 Prozent rauf für die Kranich-Airline-Aktie.
Ja, andere Fluglinien haben in diesem Zeitraum eine deutlich schlechtere Performance hingelegt.
United Airlines und Delta zum Beispiel, die sind auf zwölf Monatssicht sogar jeweils gut 3% im Minus.
EasyJet hat sogar 9% verloren in diesem Zeitraum.
Nur bei Ryanair und bei Air France KLM da lief es ähnlich gut wie bei der Lufthansa.
Und ihr seht, je nachdem, wie die Machtverhältnisse sich bei dem Streik jetzt darstellen werden, kann man durchaus ableiten, ob die Strategie von Spor für die Lufthansa aufgeht und es dem Konzern dauerhaft gelingt, seine Kosten in den Griff zu bekommen.
Oder ob sich die Piloten doch nochmal durchsetzen können und Spor einen Strich durch die Rechnung machen.
Wir behalten es natürlich für euch im Blick.
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Ja.
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Die Triple A-Idee des Tages.
Deutschland erlebt ja derzeit ein kleines Aktienwunder.
Immer mehr Menschen gehen an die Börse.
Das zeigen zumindest die jüngsten Statistiken der Bundesbank und auch des Fondsverbands BVI.
Im vergangenen Jahr packten die Bundesbürger 52 Milliarden Euro neu in Fonds.
Das war der zweitstärkste Zufluss in der Bundesdeutschen Geschichte.
Die Bundesbank zählt inzwischen 37 Millionen Depots, das sind 14 Millionen mehr als noch 2020.
Allein im Vergangenen in den vergangenen beiden Jahren sind 6 Millionen Depots dazugekommen.
Und das Geld, das fließt vor allem in Indexfonds von den 52 Milliarden in Aktienfonds, sind es nämlich 46 Milliarden Indexfonds.
Und da sieht man, dass die Menschen eben kostengünstig anlegen wollen.
Aber anscheinend fühlen sich viele Novizen erschlagen von der Vielzahl an Index-Fonds, die sich da bieten.
Wer zum Beispiel nach einem Basisinvestment, also einem breitstreunende Welt ETF sucht und dabei MSCI World oder MSCI All-Country World oder ACWI eingibt, der wird von mehr als 200 ETFs überschüttet.
Tja, der kennt offenbar unsere WKNs in den Shownotes noch nicht.
Drei Broker, die haben jetzt daher selbst gebrandete Welt-ETFs rausgebracht, die die Suche erleichtern sollen für ihre Kunden.
Scalable Capital, Finanzen Net Zero und kommen direkt.
Wir schauen uns in der AAAD diese drei neuen Basisinvestments mal an und verraten, was sie wirklich taugen.
Na, erstmal die Frage: wozu machen die das?
Der Vorteil solche Produkte liegt natürlich auf der Hand.
Kunden sollen eine gewisse Orientierung gegeben werden.
Sie werden einfach quasi in diese Weltfonds gelotst mit selbst geprendeten Produkten, haben die Broker auch das Pricing selbst in der Hand, können also beispielsweise Rabatte geben und nicht zuletzt kann man damit auch ein bisschen was verdienen.
Schauen wir uns die einzelnen Welt-ETFs einfach mal an.
Den Anfang hat Scalable Capital gemacht mit dem Scalable MSCI All-Country World X-Trackers ETF.
Es handelt sich dabei um einen Weltfonds auf den MSCI All-Country World, den Scalable bereits im Dezember 2024 zusammen mit der DWS-Tochter X-Trackers herausgebracht hat.
Und MSC IACWE, also der All-Country World, der enthält Aktien aus 23 Industrie und 24 Schwellenländern.
Und der besondere Clou dieses ETFs ist die Konstruktion.
Die 2515 Aktien des Index werden nämlich einfach physisch abgebildet.
Vielmehr versucht ETF-Anbieter DWS die Welt steuergünstig nachzubilden.
Ihr müsst wissen, grundsätzlich müssen Fonds auf die Dividenden, die sie verbuchen, Quellensteuer zahlen.
Und auf Ausschüttung von US-Firmen sind das zum Beispiel 15% und die 15% sind auch nur so niedrig, wenn der Fonds in Irland aufgelegt ist.
Unter bestimmten Bedingungen können sie komplett um die amerikanische Quellensteuer herumkommen.
Das funktioniert dann, wenn der ETF den US-Aktienanteil mit speziellen Finanzkonstruktionen, sogenannten Swaps, abbildet.
Genau das tut der Scalable Welt ETF und sollte eigentlich jährlich 0,22% besser abschneiden als die Konkurrenz, die eben keine Swaps benutzt.
In der Realität liegt der ETF nach 14 Monaten aber lediglich 0,1% Punkt vor.
Immer noch eine kleine Outperformance gegenüber der Konkurrenz.
Und außerdem ist auch der ETF bis Juni 2026 noch gebührenfrei danach, soll er 0,17% kosten.
Der ETF ist durchaus ein Erfolg.
Das Fondsvolumen beträgt inzwischen fast eine halbe Milliarde Euro.
Das ist ordentlich.
Mit solchen Voluminar können die anderen beiden Broker Welt ETFs nicht mithalten.
Der Finanzennet MSCI World ETF, der ist gut drei Monate nach Auflegung, gerade mal mit 4,1 Millionen Euro schwer.
Die jährliche Vergütung, die beträgt hier 0,1-2%.
Der in Frankreich aufgelegte ETF tut nichts anderes, als das Geld in den irischen Amundi-MSCI World ETF zu packen.
Dabei fallen aber keinerlei Doppelgebühren an.
Kunden bekommen die Performance 1 zu 1 durchgereicht.
Allerdings könnte das kleine Volumen für höhere Spread sorgen, also das kleinere Volumen beim Finanzen Net MSCI World ETF.
Warum sowohl Amundi als auch Finanzen net, das machen wir überhaupt, bloß es ganz einfach.
Der Finanzen Net MSCI World hat einen Wiedererkennungswert, unerfahrene Kunden können einfach eben das Geld in dieses Vehikel packen, das ausschließlich in breit gestreute Industrietitel anlegt.
Das MSCI World ist ja nicht Schwellenländer, sondern nur Industrieländer.
Der jüngste von einem Broker gebrandete Welt ETF ist, der kommt direkt SP All-World State Street ETF.
Den kommt direkt mit eben State Street aufgelegt hat.
Das Positive, es handelt sich um den ersten ETF auf diesen Index.
Der Index bildet Aktien aus Schwellen und Industrieländern ab, wie der MSCI All Country World oder auch der Footi All World.
Um Klumpen zu vermeiden, werden die Top 20% nicht mit ihrem Börsenwert abgebildet, sondern gleichgewichtet.
Und die restlichen Mit- und Small Caps, die werden dann mit ihrem Börsenwert gewichtet.
Und damit geht, da kommt direkt ETF eine aktive Wette ein, nämlich, dass die Schwergewichte nicht besser oder sogar schlechter laufen als der breite Markt.
In vergangenen Jahr war das jetzt nicht der Fall.
Da wurden die Börsen ja vor allen Dingen von den Schwergewichten getrieben.
Deshalb bei der Index auch auf fünf Jahre Sicht 8%-Punkte schwächer abgeschnitten als ein Porton, der MSCIA CWI oder auch der Footzi All-World.
Im laufenden Jahr dagegen ist die Wette leicht aufgegangen.
Also ich muss ganz ehrlich sein, ich finde es problematisch, dass den Anlegern so als das klassische Basis-Welt-ETF-Ding kein Standardprodukt angeboten wird.
Und das Problem, wenn du da als Unerfahrene reingehst und dann sagst du: Oh, ich vergleicht das mal mit dem MSCI World oder dem MSCIA CWI, dann ist es halt nicht vergleichbar, weil es halt ein ganz anderes Produkt ist.
Das zweite, wo ich sagen würde, nicht so günstig, ist, dass der ETF mit 0,4% sehr teuer ist.
Zwar ist es bei ComDirecte nicht selten, da musst du ja pro Order bezahlen.
Das Ding ist von der Ordergebühr ausgenommen, aber da holt man sich halt hintenrum wieder über diese jährliche Gebühr, die 0,4%, holt man sich halt das wieder rein, was man bei dem anderen gespeichert hat.
Und naja, das finde ich auch nicht so richtig prall.
Ja, der Komdirekt-ETF ist nur etwas für erfahrene Kunden, die wissen, was sie da kaufen.
Bei Einsteigern ist das nicht der Fall.
Außerdem sind die Gebühren eben, wie schon gesagt, sehr hoch für ein Welt-ETF, die normalerweise nämlich nur so zwischen 0,12 und 0,22 Prozent liegen.
Auch das Spider-MSCI ACWI-IMI kostet lediglich 0,17%.
Und das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über euer Feedback.
Deshalb schickt uns doch bitte eine E-Mail an AAA, also aAA atwelt.de oder hinterlasst uns einen Kommentar bei Instagram oder eine Bewertung in eurem Podcast Player.
Apropos, gerade bei Apple, da würden wir uns freuen, wenn ihr uns mal wieder ein paar Sterne dalasst.
Am liebsten natürlich 5 von 5.
Bei Apple ist das im Podcast Player ja leider sehr versteckt.
Ihr müsst mühsam erst auf die Seite der Sendung gehen, also nicht die der Folge und dann ja ewig runterscrollen und irgendwann nach den Hosts und dem Trailer kommt dann auch noch irgendwann Bewertung und Rezension.
Also wir machen das diesmal so.
Wer sich bis heute Abend die Mühe macht, uns da eine kurze Bewertung zu schreiben, der kriegt morgen einen Shoutout.
Und du wirst ihn dann singen, oder?
Singen?
Den Shoutout.
Ich würde ihn sprechen, aber das machen wir auf jeden Fall.
Gut.
Und natürlich freuen wir uns auch über Bewertungen und Kommentare bei Spotify.
Und Roman hat uns dort geschrieben.
Und er schrieb, wollte zur heutigen Folge noch den Emerging Markets Value ETF hinzufügen, schreibt er.
Und Roman hat natürlich recht, es gibt die Value ATFs nicht nur für Amerika, Europa und die ganze Welt, sondern eben auch für die Schwellenländer, die Emerging Markets.
Und wir packen für euch die WKN für den iShares Edge MSCIEM Value Factor ETF rein.
Und dann könnt ihr den auch nochmal nachlesen.
Und wenn ihr solche Tipps von anderen Hörern nicht verpassen wollt, dann kann es noch heißen.
Abonniert uns, sprecht über uns und empfehle uns euren Freund.
Und wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcast gibt.
It is.
