# Cloudflare Growth, T-Mobile Strategy, Crypto Shifts

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-02-12

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Donnerstag, der zwölfte Februar.
Ich bin Christoph Damm und ihr hört ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital, der einzige Broker, den deine Familie zum Traden braucht.
Bei Scalable Capital gibt es nämlich auch Kinderdepots.
Mehr als 50 Prozent hält die Deutsche Telekom an T-Mobile US.
Darum schauen wir heute mal auf die Zahlen der US-Tochter und im Kryptobereich gibt es eine Rolle rückwärts bei Layer 2-Netzwerken.
Zunächst aber die News.
Fangen wir mit guten Nachrichten an.
Cloudflare hat gestern um die 5% gewonnen nach Zahlen.
Die Firma ist im letzten Quartal um 35% gewachsen.
Grund dafür, Firmen investieren stärker in Netzwerksicherheit oder Ausfallschutz.
Diese Produkte von Cloudflare werden wichtiger, wenn Unternehmen mehr Anwendung in die Cloud verschieben oder mehr KI-Tools anbinden.
Damit unterscheidet sich Cloudflare auch von anderen Softwareunternehmen, die ja aktuell vom Markt abgestraft werden.
Cloudflare hat nämlich die Produkte, die neue Angriffsflächen durch KI abdecken können.
So sagt die Firma selbst.
Ein weiterer Trend, der dem Konzern hilft, sind KI-Agenten.
Die werden teilweise über Cloudflare angebunden und dadurch erhöht sich die Chance, dass Kunden später auch Abo-Produkte der Firma kaufen.
Um die 5% abwärts ging es dagegen für Moderna.
Denn die US-Arzneimittelbehörde FDA weigert sich, einen Zulassungsantrag für einen experimentellen Grippe-Impfstoff der Firma überhaupt zu prüfen.
Dabei gibt es keine Bedenken in Bezug auf Sicherheit oder Wirksamkeit, sondern formale Gründe.
Moderna hat den neuen Impfstoff mit einem schon zugelassenen Standardgrippe-Impfstoff in der Studie verglichen.
Dabei hat er auch alle Studienziele erreicht.
Die FDA sagt jetzt aber, das ist nicht der bestverfügbare Vergleichsstandard und deshalb ist die Studie nicht ausreichend.
Moderna sagt dagegen, es gibt keine Vorgaben, das mit dem modernsten oder hochdosierten Impfstoff verglichen werden muss.
Einen Richtungswechsel gab es bei Kraft Heinz.
Eigentlich wollte sich der Konzern in zwei Einheiten aufspalten.
Dadurch sollten schnell wachsende Marken wie Heinz Ketchup oder Fertiggerichte von Schwächer performenden getrennt werden.
Jetzt gibt es die Rolle rückwärts.
Seit Januar ist der neue CEO Steve Kahellane im Amt.
Er will jetzt aber 600 Millionen Dollar in Marketing, Produktentwicklung und Forschung investieren, um den Konzern zusammenzuhalten.
Unter anderem will er gesündere Varianten von Fertiggerichten auf den Markt bringen.
Das kam gemischt an.
Erst ging es kräftig abwärts mit der Aktie, weil es zeigt, dass beide Unternehmen offenbar alleine nicht stark genug sind.
Danach hat die Aktie die Verluste aber wieder ausgeglichen, weil es sinnvoll sein könnte, beide Bereiche vor der Abspaltung zu stärken.
Dann gibt es neue Nachrichten rund um die geplante Übernahme von Warner Bros.
durch Netflix.
Jetzt mischt sich nämlich ein aktivistischer Investor ein.
Encora Holdings hat nach eigenen Angaben Warner-Anteile im Wert von rund 200 Millionen Dollar gekauft und will den geplanten Verkauf an Netflix blockieren.
Stattdessen spricht sich Encora für eine Fusion mit Paramount Skydance aus.
Grund dafür?
Encora sieht regulatorische Probleme bei dem Netflix-Steal.
Außerdem bietet Paramount mehr je Aktie, was Aktionären mehr Wert schaffen würde.
Paramount hat auch angekündigt, die 3 Milliarden Dollar Strafe zu übernehmen, die Warner an Netflix zahlen müsste, wenn deren Deal platzt.
Hatte auf die Aktien aber kaum Einfluss.
Warner, Netflix und Paramount haben sich nur leicht bewegt.
Deutlich abwärts ging es bei Mattel.
Die Aktie hat nämlich um die 20% verloren.
Am Mittwoch habe ich euch noch gesagt, wie gut das Geschäft beim Konkurrenten Hasbro gelaufen ist.
Bei Mattel sieht es ganz anders aus.
Umsatz und Gewinn waren im letzten Quartal deutlich unter den Erwartungen, genauso wie der Ausblick auf das laufende Jahr.
Das liegt an hohen Investitionen, denn Mattel will ins digitale Gaming expandieren.
Dafür will der Konzern das Mobile Games Studio Martel 163 aus einem Joint Venture mit NetEase komplett übernehmen.
Das drückt auf die Zahlen und ob es sich langfristig wirklich lohnt, ist eben nicht klar.
Und wo wir schon bei schlechten Nachrichten sind, müssen wir auch nach Deutschland schauen.
Bei Geresheimer sind wieder Bilanzfehler aufgetaucht.
Deshalb hat der Konzern seine Jahresziele für 2025 auf unbestimmte Zeit verschoben.
Die Aktie ist darum um die 30% gefallen.
Auf Sicht von einem Jahr liegt sie jetzt 75% im Minus.
Denn schon im September ist herausgekommen, dass Geresheimer Umsätze für 2024 zu früh verbucht haben soll.
Um jetzt finanziellen Spielraum zu haben, schließt Geresheimer ein US-Werk und will eine US-Tochter verkaufen.
Gleichzeitig gab es dann noch gute Zahlen vom Konkurrenten Shott Pharma.
Die Aktie war 5% im Plus.
Die Firma ist im letzten Quartal um 5% gewachsen und hat seine operative Marge vor Abschreibungen dabei verbessert.
Heißt, schlechte News von Geresheimer, gute von der Konkurrenz.
Das dürfte die Kursverluste bei Geresheimer nochmal verstärkt haben.
Aber wollen wir auch mit einer guten Nachricht den News beenden.
Siemens Energy war fast 10% im Plus.
Der Konzern ist im letzten Quartal fast 15% gewachsen und der Auftragseingang lag auf Rekordniveau.
Vor allem die Nachfrage nach Gasturbinen war besonders hoch und kletterte um 80%.
Die Aktie war größter Gewinner im DAX.
Ein ziemliches Hin und Her gab's dagegen im DAX gestern bei der deutschen Telekom nach den Zahlen der Tochter T-Mobile US.
Im letzten Quartal ist deren Umsatz um 10% gestiegen, auf fast 25 Milliarden Dollar.
Das war besser als erwartet und auch beim Gewinner der Konzern die Schätzungen übertroffen.
Das Problem war das Kundenwachstum.
Zwar gab es 960.000 neue Kunden im letzten Quartal und damit bei T-Mobile so viele wie bei keinem anderen Wettbewerber.
Der Markt hatte aber noch mehr erhofft.
Besonders Verizon hat hier eine Mitschuld.
Mit einem aggressiven Preiskampf hat der Konzern so viele Kunden gewonnen wie seit sechs Jahren nicht mehr.
Das trifft auch die Deutsche Telekom direkt, denn die US-Tochter steht für zwei Drittel vom Umsatz des Gesamtkonzerns.
Knapp 53 Prozent hält die Telekom an der US-Tochter.
Dass die Telekom T-Mobile überhaupt noch als Tochter hat, liegt an einem Verkaufsverbot aus dem Jahr 2011.
Die Expansion in die USA ist schlechter gelaufen als gedacht.
Die Telekom musste 20 Milliarden Euro damals auf das US-Business abschreiben und wollte es dann an ATT verkaufen.
Die Telekom war sich aber unsicher, ob der Deal aus Wettbewerbsgründen wirklich durchgeht.
Darum hat sie sich eine Break-Up-Fee zusichern lassen.
Heißt, sollte der Verkauf platzen, erhält die Telekom 3 Milliarden Dollar.
Und tatsächlich, das US-Justizministerium hat den Verkauf später untersagt.
Eine Nachricht, die das Telekom Management damals trotz der Absicherung erst mal eiskalt erwischt hat.
Das hat Telekom CEO Tim Höttges zuletzt im OMR-Podcast mit Philipp nochmal eindrücklich erzählt.
We have hier gesessen und haben, ich glaube, wir haben zwei Stunden geschwiegen, haben im Raum gesessen, im Büro von René Obermann mit zwei oder drei anderen Leuten zusammen.
Wir wussten nicht, wie es mit der Telekom weitergehen soll.
Weil wir diese enorme Hypothek Amerika hatten.
Wir hatten keine Perspektive, wie das Geschäft nach vorne bringen soll, and wir hatten noch keine finanziellen Ressourcen.
Wir waren richtig, ich sag mal, frontal gegen die Wand.
Aber hat sie drei Millionen frisches Cash bekommen.
Dann haben wir uns gesagt, wir kriegen jetzt 3 Milliarden Cash, wir kriegen die Lizenz.
Was machen wir jetzt?
And then we said, okay, mit diesen Mitteln starten wir in Amerika durch.
Und das hat die Telekom.
Heute belegen unabhängige Studien, dass T-Mobile US der führende 5G-Anbieter in den USA ist.
Das US-Business ist mittlerweile also ein wichtiger Wachstumstreiber der Konzernmutter Telekom.
Sie will in diesem Jahr auch keine Anteile verkaufen, hat sie gestern gesagt.
Nach einigen Schwankungen war die T-Mobile-Aktie um die 5% im Plus und auch die Deutsche Telekom konnte leicht gewinnen.
Auf Sicht von einem Jahr hat die Telekom aber um die 10% verloren.
Sie gehört zu den defensiven Werten, die Aktionäre ihrem Depot beimischen, weil sie vergleichsweise wenig schwanken.
Die Telekom ist 140 Milliarden Euro wert.
Das ist das 13-fache vom erwarteten Gewinn.
Damit ist die Telekom etwas günstiger als im Schnitt der letzten 10 Jahre.
Dazu gibt es eine Dividendenrendite von 3%.
Wenn ich Internetprobleme habe, ruft mich die Telekom an.
Sie entschuldigen sich sofort.
Krypto Thursday.
Dein Krypto-Kick.
Mit Layer-2-Netzwerken wollte Ethereum schneller wachsen, doch ausgerechnet der Ethereum-Mitgründer hat jetzt Bedenken.
Timon sagt euch, worum es genau geht.
Jahrelang war der Plan bei Ethereum eigentlich klar.
Das Hauptnetzwerk bleibt schlank und die Arbeit wird auf die sogenannten Layer-2-Netzwerke ausgelagert.
Die werden von Dritten betrieben und man kann sich die wie eine Entlastungsstraße für eine verstopfte Autobahn vorstellen.
Die Layer 2-Ketten sammeln die vielen kleinen Transaktionen ein, bündeln sie und schicken dann nur eine kurze Zusammenfassung zurück an die Hauptblockchain von Ethereum.
Dadurch spart man Gebühren und macht alles schneller.
Und das war Ethereums Strategie, um schneller zu wachsen.
Aber jetzt hat der Gründer Vitalik Butarin gesagt, dass dieser Plan so keinen Sinn mehr macht.
Grund ist, dass das Hauptnetzwerk von Ethereum in letzter Zeit viel schneller und günstiger geworden ist und die Nutzer das natürlich auch merken und wieder von den Layer 2-Ketten weggehen.
Die Zahl der aktiven Adressen dort hat sich auf 30 Millionen fast halbiert.
Gleichzeitig haben sich die Nutzer auf dem Hauptnetzwerk auf 15 Millionen mehr als verdoppelt.
Die Layer 2-Firmen müssen sich jetzt was anderes einfallen lassen, um relevant zu bleiben, nur günstiger zu sein, wird wohl nicht mehr reichen.
Erste Layer 2-Projekte wie Optimism oder Base haben bereits angekündigt, ihre Strategie überdenken zu wollen.
Laut CoinGecko haben die wichtigsten Layer 2-Token im Januar zwischen 15 und 30 Prozent verloren.
Insgesamt sind in die Coins aber trotzdem noch etwa 7 Milliarden Dollar investiert.
Und nicht nur bei Layer 2-Tokens gibt es Sorge um sinkende Investments, auch für Startups aus dem Kryptobereich gibt es weniger Geld.
Letztes Jahr sind zwar noch fast 19 Milliarden Dollar in die Branche geflossen, aber knapp ein Drittel davon ist an nur vier große Player gegangen.
Laut dem Chef von Crypto Private Equity Investor Inversion geht es jetzt nicht mehr um gute Storys, sondern nur noch darum, ob ein Unternehmen wirklich Geld verdient.
Der Bitcoin-Crash der letzten Monate hat zu der schlechten Stimmung natürlich auch mit beigetragen.
Und dass es letzten Freitag auch nochmal runterging, das liegt auch an der zweitgrößten südkoreanischen Kryptobörse, BitHump.
Die hat aus Versehen Bitcoin im Wert von 40 Milliarden Dollar an Kunden überwiesen.
Das Ganze war Teil einer Werbeaktion und Bithum wollte knapp 700 Kunden insgesamt 620.000 Koreanische Won schicken.
Das sind ca.
400 Dollar.
Die Firma hat aber stattdessen 620.000 Bitcoin verschickt.
Mittlerweile konnte sie fast alle Bitcoin wieder zurückholen.
Manche der Kunden haben die Coins aber sofort verkauft, was auf den Preis von Bitcoin gedrückt hatte.
Und auch Goldman Sachs hat viel von seinem Bitcoin-Bestand verkauft.
Die Großbank gilt als wichtiger Taktgeber für Profi-Investoren im Kryptospace und hat im vergangenen Quartal sein Bitcoin-ETF-Bestand um knapp 40% reduziert.
Der Bitcoin macht trotzdem noch knapp die Hälfte vom fast zweieinhalb Milliarden Dollar Portfolio aus.
Danach kommt Ethereum, aber auch hier hat die Bank knapp 30% verkauft.
Neu sind Positionen in XRP und Solana mit jeweils über 100 Millionen Dollar.
Auch investiert, wenn auch nicht ganz so viel, hat Chris Marzelec, der Mitgründer von der Kryptohandelsplattform Crypto.com, hat die Domain AI.com für 70 Millionen Dollar gekauft.
Das ist mehr als jemals für eine Domain ausgegeben wurde und auf der Seite soll es in Zukunft einen KI-Agenten geben, der für Kunden Nachrichten versenden, Apps benutzen und auch Aktien handeln kann.
Das war ohne Aktien wird schwer.
Produziert von Potstars bei OMR.
Schönen Tag euch.
Tschüss.
