# Mercedes Crisis and Alphabet's Century Bond Strategy

**Podcast:** Handelsblatt Today - Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage
**Published:** 2026-02-12

## Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Handelsblatt Today.
Wir sprechen börsentäglich über wichtige Nachrichten und ihre Bedeutung für die Finanzwelt.
Schön, dass Sie wieder dabei sind.
Heute sprechen wir über die Krise bei Mercedes Benz.
Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern hat sich im vergangenen Jahr mehr als halbiert.
Und auch der Ausblick ist verhalten.
Das Management will mit einer Modelloffensive gegensteuern.
Mehr dazu gleich im Gespräch mit unserem Reporter Michael Scheppe nach dem Marktbericht.
Und danach sprechen wir noch über die KI-Jahrhundert-Wette von Alphabet.
Der Google-Mutter-Konzern hat am Dienstag eine hundertjährige Anleihe auf den Markt gebracht.
Warum der Tech-Riese, dem es eigentlich nicht an Cash-Reserven mangelt, jetzt auch noch den Bond-Markt anzapft, das erklärt uns unsere US-Korrespondentin Antonia Mannweiler.
Wir haben Donnerstag, den 12.
Februar und ich bin Anes Mitsijevic.
Und wir starten wie immer erstmal mit unserem Marktupdate.
Heute mit meiner Kollegin Judith Henke.
Hallo Judith.
Hallo Anis.
Judith, wir haben ja immer noch Berichtssaison.
Wie hat das den Aktienmarkt heute beeinflusst?
Ja, also die Berichtssaison sorgt derzeit für eine enorme Zweiteilung am Markt, da die Anleger extrem sensibel auf die kleinsten Details in den Bilanzen reagieren.
Wir sehen daher auf der einen Seite echte Überflieger wie Siemens, die dank des KI-Booms und dank starker Geschäfte mit Datenzentren ihre Prognosen anheben konnten.
Yeah, gerade Siemens, um da näher drauf einzugehen, hat die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen und die Aktie auf ein neues Rekordhoch von über 275 Euro getrieben.
Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 8% auf 19,1 Milliarden Euro und der Gewinn sogar um 15% auf 2,9 Milliarden Euro.
And wie gesagt, besonders der KI-Boom beflügelte Geschäft.
Die Umsätze mit Ausrüstung für Datenzentren wuchsen um satte 35 Prozent.
Yeah, and im krassen Gegensatz dazu steht Mercedes.
Da ist der Gewinn im vergangenen Jahr um 57 Prozent eingebrochen.
Darüber redet ihr sicher später gleich nochmal aus Giebig.
Insgesamt stützt die Berichtssaison aber den breiten Markt, der DAX-Konto dank der starken Siemens-Zahlen und auch dank der Rekordgewinne bei der deutschen Börse, die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten knacken.
Ja, auch die Deutsche Telekom gab dem DAX-Rückenwinch, nachdem die Ankündigung neuer Tarife die Aktie deutlich steigen ließ.
Es zeigt sich also Unternehmen, die wie Siemens zum Beispiel von KI und Digitalisierung profitieren.
Die führen die aktuelle Marktterholung an.
Genau, und es war ja zuletzt auch wieder ein Kopf- an Kopf-Rennen bei der Marktkapitalisierung zwischen Siemens und SAP.
Aktuell liegt Siemens wieder vorne.
Also, this is the absolute DAX-Spitzenreiter im Moment by der Marktkapitalisierung.
Für den niederländischen Zahlungsabwickler Adien war die Veröffentlichung der Jahreszahlen hingegen gar kein freudiges Ereignis.
Die Kurse sind dramatisch eingebrochen heute.
Was ist da konkret passiert?
Ja, die Aktien sind zeitweise um mehr als 20 Prozent eingebrochen.
Das ist der tiefste Stand seit über zwei Jahren.
Der Grund war vor allem die gekürzte Umsatzprognose, die schlug die Anleger in die Flucht.
Das Unternehmen rechnet Währungsbereinigt nur noch mit einem Plus von 20 bis 22 Prozent.
Das ist eigentlich gar nicht schlecht, aber man hat bisher ein Wachstum von rund einem Viertel in Aussicht gestellt.
Und hinzu kommt, dass die Marge stagniert und das Umsatzwachstum bereits im vierten Quartal 2025 spürbar nachgelassen hat.
Ja, und das hat, obwohl sogar einige Analysten weniger gute Zahlen erwartet hatten, schon gereicht, um die Aktie einbrechen zu lassen.
Man kann ja sagen, gestern herrschte insgesamt eher eine Schlechtstimmung an den Börsen.
Ist die Lage heute ein bisschen besser?
Ja, du hast es rausgehört, beim DAX zumindest, da sieht die Welt etwas freundlicher aus.
Gestern schlossen die US-Börsen eher unverändert.
Da hatten vor allem die überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten für eine schlechte Stimmung gesorgt.
Das ist erstmal ein bisschen kontraintuitiv, aber durch diese guten Arbeitsmarktdaten wird wiederum die Hoffnung auf baldige Zinssenkung der FED, die wiederum Aktienkäufe anregen würden.
Ja, diese Hoffnung wurde gedämpft.
Mal sehen, was der heutige Tag so bringt.
Heute kommen die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.
Morgen kommt dann der Inflationsbericht.
Die US-Indizes öffneten heute leicht im Plus.
Mal sehen, was der Tag bringt.
Ja, schauen wir mal.
Judith, vielen Dank für das Marktupdate.
Gerne.
Und an dieser Stelle wie immer auch der wichtige Hinweis an Sie.
Alle Inhalte dieses Podcasts sind keine Anlageempfehlung, sondern dient lediglich Ihrer Information.
Wir übernehmen für mögliche Verluste keine Haftung und werden auch an möglichen Gewinnen nicht beteiligt.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
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Vor 140 Jahren hat Karl Benz sein Patent für ein Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin angemeldet.
Das Dokument gilt als Geburtsurkunde des modernen Automobils und war gleichzeitig der Startschuss für den kometenhaften Aufstieg der deutschen Autoindustrie.
Der DAX-Konzern Mercedes-Benz, der aus Benz damaligem Unternehmen hervorgegangen ist, dürfte sich aktuell eine ähnlich zündende Idee wünschen.
Denn der Stuttgarter Autobauer steckt tief in der Krise.
Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern ist im vergangenen Jahr um 57 Prozent eingebrochen, wie heute bekannt wurde.
Woran das liegt und wie das Management darauf reagieren will, erklärt uns jetzt unser Reporter Michael Schöppe, der die Präsentation der Zahlen in Stuttgart mitverfolgt hat.
Hallo Michael.
Hallo Anis.
Den Gewinneinbruch habe ich ja schon erwähnt.
Gab es noch mehr böse Überraschungen in der Jahresbilanz von Mercedes-Benz.
Ja, das kann man kurz machen.
Anis, alles singen.
Den Gewinn hast du erwähnt: minus 57 Prozent.
Der Absatz ist gesunken, minus 10 Prozent.
Der Umsatz ist gesunken, auch ungefähr minus 10 Prozent.
Und dann noch für Anleger eine wichtige Kennzahl ist die Marge, die bereinigte Marge in der Autosparte.
Das ist der wichtigste Teil von Mercedes.
Es gibt ja noch ein paar Vans und eine kleinere Finanzsparte.
Und auch der liegt nur noch bei 5 Prozent.
Also Mercedes macht mit seinen Autos nur noch 5 von 100 Euro bleiben, nur 5% übrig.
Das war zwar innerhalb der niedrigen Erwartungen, aber letztes Jahr waren es 8 Prozent, davor fast 13 Prozent.
Also das zeigt, wie schlecht es gerade um die Schwaben steht.
Was sind denn die größten Probleme, mit denen es Mercedes gerade zu tun hat?
Ich glaube, da gibt es so zwei Kategorien.
Einmal so externe Einflussfaktoren und hausgemachte Probleme.
Die externen Bedingungen, wo darunter ja alle Autobauer, auch VW und BMW leiden.
Das ist ja der größte Automarkt der Welt.
Da gibt es gerade über 100 Marken and ruinösen Preiswettbewerb und kaum jemand verdient da irgendwas.
Gerade im Luxussegment, in dem ja Mercedes tätig ist, fragen die Kunden gerade wenig Fahrzeuge nach, wegen der Immobilienkrise und der hohen Arbeitslosigkeit.
Das ist das eine Problem.
Das zweite sind die US-Zölle, weil viele Fahrzeuge exportiert Mercedes ja von Europa in die USA.
Und die Zölle haben allein eine Milliarde Euro Gewinn geschmälert letztes Jahr.
Und dieses Jahr rechnet der Konzern sogar noch mit einer höheren Zahl, weil die Zölle ja für das gesamte Jahr anfallen.
So, das sind die externen Faktoren.
Es gibt aber hausgemachte Probleme.
Mercedes-Chef oder Killenius hat sich zu früh auf seine Elektrostrategie fokussiert.
Er wollte ja bis Ende des Jahrzehnts seine gesamte Neuwagenflotte sozusagen unter Strom setzen.
Das hat ja wieder kassiert, dieses Ziel, wie andere Konzerne ja auch.
Das heißt jetzt aber, dass bisherige Verbrennermodelle oder Modelle, die gar nicht mehr als Verbrenner entstehen sollte, jetzt umfangreich ertüchtigt werden, optisch und technisch.
Und das kostet eben viel Geld.
Und dann gibt es auch noch die Luxusstrategie.
Killenius wollte ja vor allem mit teuren Oberklasse Fahrzeugen wie der S-Klasse zum Beispiel wachsen.
Das hat sich jetzt aber auch nicht so erfüllt.
Auch wenn Mercedes künftig weiter auf Oberklasse Fahrzeuge setzen soll.
Diese S-Klasse AMG-Sportwagen, die sollen überproportional wachsen, nämlich ungefähr um 15 Prozent.
Das ist aber nicht alles, but heute hat Mercedes nochmal bestätigt, dass es ein Einstiegsmodell geben soll, nämlich ein Nachfolger von der A-Klasse.
Eigentlich sollte er längst eingestellt sein, die A-Klasse.
Doch it is ja ein Golfkonkurrent.
Der ist bei Händlern und Kunden besonders in Europa beliebt.
Und deshalb kommt 2028, also in zwei Jahren, ein Nachfolger auf den Markt.
Und bis dahin wird auch die aktuelle Version weiterproduziert.
Das soll vor allem jüngere Kunden in Europa ansprechen.
Und eine A-Klasse ist nun alles andere als Luxus, sondern eben ein Fahrzeug aus dem Einstiegssegment.
Du bist ja gerade in Stuttgart.
Wie ist denn die Atmosphäre vor Ort?
Spürt man den Frust bei den Mercedes-Managern angesichts der schlechten Zahlen?
Nein.
Ich bin jedes Mal, ich will nicht sagen, überrascht, aber ein Stück weit erstaunt.
Es gibt ja gerade viele Modellvorstellungen.
Jedes Mal ist das Management sehr optimistisch.
Auch heute hat sich Konzernchef Kellenius wieder kämpferisch gegeben.
Wir wollen profitabel wachsen, hat er gesagt.
Auch andere Manager, der Vertriebschef war hier, der China-Vorstand.
Da spürt man keinen Frust, sondern eher eine Aufbruchsstimmung.
Natürlich muss man irgendwie in so einer Situation, wo der Gewinn um fast 60 Prozent zurückgegangen ist, auch irgendwie einen gewissen Optimismus verbreiten.
Es gibt zumindest eine große Hoffnung here in Stuttgart, dass die Modelloffensive.
Mercedes bringt mehrere Dutzend neue and überarbeitete Fahrzeuge, fast 40 Stück auf den Markt.
Und zwar zwischen 2025 und 2027.
Damit will Mercedes auch sein Angebot an Elektroautos deutlich verbreitern.
Letztes Jahr, um einen Fahrzeug zu nennen, ist der GLC auf den Markt gekommen.
Das ist der Bestseller von Mercedes.
Und im Moment liegt er, zumindest wenn man dem Konzern glauben schenken darf, über den Erwartungen, weil es so viele Vorbestellungen gibt.
And deshalb ist das Management optimistisch.
Und vielleicht noch zur Einschätzung.
Diese Modelloffensive dürfte sich erst nächstes Jahr in der Bilanz bemerkbar machen, also nicht schon dieses Jahr.
Das liegt daran, weil jetzt erstmal so langsam der Produktionshochlauf ist.
Da müssen die Kunden, die natürlich erstmal kaufen, dann kommen die auf die Straße.
Es kommen auch noch viele neue Modelle erst.
Deshalb werden sich diese Effekte quasi erst in den kommenden Jahr auf die Bilanz auswirken.
Aber trotzdem spürt man hier einen gewissen Optimismus.
Ja, dann lass uns zum Schluss vielleicht noch über die Mercedes-Benz-Aktie sprechen.
Die gehörte heute zu den DAX-Verlierern und notierte zeitweise mehr als 5% im Minus.
Jetzt muss man fairerweise sagen, das war heute Vormittag.
Inzwischen hat sich die Aktie erholt, notiert in Anführungszeichen nur noch bei minus 0,7 Prozent.
Wie sieht denn der Ausblick für die Anleger aus?
Yeah, der Ausblick ist, und das ist, glaube ich, das erklärt, glaube ich, die Reaktion an den Börsen, auch eher zurückhalten.
Mercedes geht nämlich nicht davon aus, dass dieses Jahr wieder alles wächst, sondern wegen der Zölle in den USA und der Situation in China.
Ich habe es ja eben erklärt mit dem großen Wettbewerb.
Gehen die nur von einem Umsatz auf Vorjahresniveau aus.
Und der Gewinn soll zumindest wieder deutlich steigen.
When we have die Verkaufszahlen gucken, soll das auch nur auf Vorjahresniveau sein.
In China rechnet Mercedes sogar mit dem Rückgang.
Der wird aber oder soll ausgeglichen werden durch Wachstum in Europa and China.
That's so kurzfristigen Ausblick.
Dann gibt es die Mittelfristziele, das sind ungefähr die Jahre 28, 29.
Auch da hat Mercedes seine Ziele gekappt.
In der Autosparte der Großen sollte eigentlich eine Marge von über 10% erreicht werden to this side point.
Just geht man and 10% Marge.
That leads event on the US-Zöllen, die wirken.
Mittelfristig is noch ein weiteres Ziel.
Will Mercedes wieder zwei Millionen Pkw verkaufen.
That is auch unter den früheren Ambitionen, but über den 1,8 millionen Autos, die Mercedes im letzten Jahr ausgeliefert hat.
Wie soll das gelingen?
Das fand ich ganz interessant.
Es gibt eine veränderte Preis-Politik.
Bislang war es so, dass Mercedes könnte etwas günstiger werden, we verzichten eher auf Absatz als den Preis zu stark zu senken.
Jetzt sollen aber durch Rabatte erstmal Umsätze und Verkaufszahlen und damit die Umsätze steigen.
Mittelfristig, das hat der Finanzchef aber auch gesagt, sollen die Preise wieder steigen.
Und vielleicht noch zwei, drei Sätze zu den Maßnahmen.
Der Konzern will seinen Sparkurs verschärfen.
This gelingt unter anderem dadurch, dass die globale Produktionskapacität reduziert wird.
Nur noch 2,2 Millionen Fahrzeuge sollen demnächst produziert werden.
Vor ein paar Jahren waren es noch 2,5.
Das soll dann eben zu einer besseren Auslastung der Fabriken führen und vielleicht noch ein Wort zu den USA und ein Wort zu China.
In China wird Mercedes verstärkt vor Ort produzieren und auch entwickeln und auch Materialien einkaufen, um sozusagen die Kosten zu drücken und dann mit der lokalen Konkurrenz mithalten zu können.
Und in den USA, das fand ich auch noch ganz interessant, um die Zolllauswirkungen abzumildern, wird die nächste Generation des GLC, das der SUV-Bestseller, eben im US-Werk vom Band laufen und nicht mehr aus Deutschland verschifft werden, um dann eben die Zollbelastungen zu reduzieren.
Du siehst an, ist das Mercedes-Management ein Plan.
Mal schauen, ob es das wird.
Aber das erklärt vielleicht so ein bisschen den Optimismus, den man hier in Stuttgart heute verbreiten möchte.
Ja.
Viel zu tun noch in Stuttgart.
Michael, vielen Dank für das Gespräch.
Ich danke dir, Anis.
Ein Artikel zum Thema, den verlinken wir Ihnen auch in den Shownotes zur heutigen Folge.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
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Der Google-Mutter-Konzern Alphabet hat diese Woche eine hundertjährige Anleihe auf den Markt gebracht.
Solche Emissionen sind eine Seltenheit, vor allem wegen der besonderen Risiken bei Anleihen mit einer derart langen Laufzeit.
Trotzdem war das Interesse der Investoren extrem hoch.
Das Orderbuch war fast zehnfach überzeichnet.
Was Sie zum Century Bond von Alphabet wissen müssen, das erklärt uns jetzt unsere US-Korrespondentin Antonia Mannweiler.
Hallo, Antonia.
Hi Annis.
Vielleicht kannst du uns zunächst einmal erklären, was das besondere an einer hundertjährigen Anleihe ist.
Ja, das besondere daran ist eigentlich tatsächlich, dass sie so selten vorkommt.
Und dass solche Century Bonds eigentlich kaum gibt.
Und das liegt schlicht an dem massiven Faktor der Unsicherheit.
Und dafür gibt es eigentlich zwei große Gründe oder zwei Hauptgründe.
Zum einen sind solche langlaufenden Anleihen immer extrem sensibel gegenüber Zinsveränderungen.
Also der Hebel ist hier einfach ziemlich stark.
Also wenn die Marktzinsen nur minimal steigen, dann wird die festverzinste Anleihe über eine so lange Restlaufzeit im Vergleich gegenüber neuen Anleihen ja sofort unattraktiv.
Der Kurs der Anleihe stürzt dann massiv ab, weil die Anleger Ihr Geld woanders über 100 Jahre dann besser anlegen könnten.
Und der zweite Grund ist vielleicht auch noch ein bisschen greifbarer.
Es gibt auch eine massive Unsicherheit bezüglich der langfristigen Entwicklung von Branchen und Techien und natürlich auch aus dem regulatorischen Umfeld.
Also gibt es dann das Unternehmen noch oder wird es vielleicht zum Beispiel zerschlagen.
Also wissen wir heute, wie die Welt in 100 Jahren aussieht, sehr schwer einzuschätzen.
Und Motorola ist dafür eigentlich ein ziemlich gutes Beispiel.
Das ist nämlich das letzte große Tech-Unternehmen gewesen, dass eine solche hundertjährige Anleihe emittiert hat.
Und das war 1997.
Also zeigt nochmal, wie selten das ist.
And vielleicht zur Erinnerung, damals stand Elton Johns Candle in the Wind Wochenlang auf Platz 1 der Charts.
Also so lange ist das schon her.
Und seitdem hat sich natürlich super viel verändert.
Also Ende der 90er war Motorola noch eines der wertvollsten Unternehmen der Welt.
Und heute spielt das Unternehmen ehrlicherweise keine Rolle mehr in der ersten Liga der Tech-Branche.
Und ja, deshalb hat sich ja auch der bekannte Big Short-Investor Michael Burry of X ziemlich skeptisch gegenüber der neuen Alphabet-Anleihe geäußert und geschrieben, dass eben das letzte Mal, dass das geschah 1997 bei Motorola war.
Und dass es das letzte Jahr war, in dem Motorola as grosses Unternehmen gilt.
Es gibt also da eben durchaus die Angst davor, dass Unternehmen genau in ihrem absoluten Höhepunkt solche Anleihen evite.
Und Investoren sind dann natürlich vorsichtig, ihr Kapital in Geschäftsmodelle zu stecken, die es in ja, sagen wir mal, 50 Jahren gar nicht mehr gibt.
And we won't Motorola wurde dann von Nokia eingeholt und dann von der Einführung des Smartphones überrollt.
Also, in der Regel können sich nur Emittenten mit einer absolut guten Bonität solche langfristigen Anleihen leisten.
Und in den 90ern waren das eben so Namen wie Coca-Cola, IBM oder Walt Disney.
Yeah, Antonia, just eran direct for two.
The one is Hello Moto, and the other Candle in the Wind from Elton John, whereby man by this denken ja viele an Princessin Diana, who in 1997 by a Autounfall ums Leben gekomen is.
Yeah, that they so much lead on the crazy KI boom, that actually am Markt herrshed.
And this technology and these product global anbieten is a striker nutrient.
And Alphabet will make them gate for all new data centres bowls and konkurriert da auch mit anderen ziemlich finanzstarken Unternehmen wie Microsoft or Amazon, um eben die gleichen Ressources, also Flächenchips, Stromversorging, you name it.
And Alphabet will be 185 Milliarden Dollar in this year for investment.
Das ist nochmal eine Verdopplung in vergleichen, ander Record.
Also nur Amazon plant with 200 Milliarden Dollar, not higher ausgaben.
Also Alphabet must quasi diesen short gemacht, weil dieser enorm capital bedarf, selbst for an Alphabet, with eigentlich ziemlich whose cash reserve too great is, um, yeah, aus der Porto Casse to the United States.
And a Gesprächspartner of me, Martin Geisler, had days an interessante vergle, and zwar zu den Zeiten des großen Eisenbahnbaus in den USA in 19.
Jahrhundert.
Also we have gerade den Aufbau einer komplett neuen Infrastruktur and the Dimensionen, or gewaltig.
Aline at Dienstag hat Alphabet ja innerhalb von 24 of 32 Milliarden Dollar ausgeben.
And this is a bit strategic for.
It's not the 100-jährige Anlei, but it gives sieben Tranchen, also with mehreren Laufzeiten of 30, 10, 30, 50 years and even 100 Jahren.
And damit verteilt Alphabet also in gewisser weise in the Jahrhundert.
Yeah, when 185 million US Dollar Investitionsvolumen nicht ausreichen, that are not these new dimension.
And a fact that we so ein bisschen stutzig gemacht hat, ist, dass die hundred-jährige Anleihe von Alphabet in british Pfund notiert und nicht nur in US-Dollar.
Was ist da der Grund?
Yeah, the Grund da ist, dass er an eine bestimmte Investorengruppe zielt.
Also die Anleihe wurde ganz bewusst im Pfund aufgelegt, weil die Nachfrage nach diesen extrem langen Laufzeiten in Großbritannien weltweit beinahe einzigartig is.
Es gibt dort eine ziemlich ausgeprägte Kultur of Pensionsfonds und Lebensversicherern, die Verpflichtungen haben, die erst in vielen Jahrzehnten fällig werden.
Also wenn die heutigen Arbeitnehmer zum Beispiel in Rente gehen.
Und diese Investoren suchen händeringend nach sicheren Anlagen, die ebenfalls so lange Laufzeiten haben und sich eben auch mit diesen Verpflichtungen decken.
Und es gab eben auch schon in der Vergangenheit dort erfolgreich platzierte hundertjährige Anleihen und deswegen hat man eben auch diese Anleihe ein Pfund ausgegeben.
Genau.
Also, das heißt dann im Umkehrschluss, das Papier richtet sich nur an institutionelle Investoren, weil ich habe mir heute auch den Spaß erlaubt und die Wertpapierkennnummer dieser Anleihe in die Order-Maske bei meinem Broker eingegeben und daraufhin eine Meldung erhalten, in der es heißt: für dieses Produkt ist der Handel nicht möglich, da es nicht für Privatkunden zugelassen ist.
Ja, du hast absolut recht.
Also, das Papier richtet sich eigentlich fast ausschließlich an professionelle Großinvestoren.
Und solche Anleihen werden ja im Rahmen von so einer sogenannten Roadshow erstmal auf dem Primärmarkt platziert.
Das heißt, den ersten Zugriff darauf haben eigentlich nur große institutionelle Player, eben wie Versicherungen oder Pensionsfonds.
Wichtig ist da natürlich, dass die die Papiere auch nicht bis zum bitteren Ende halten müssen und können die Anleihe natürlich jederzeit weiterverkaufen when it's strategisch passt.
Und dann könnten sie auf dem Sekundärmarkt gehen.
But that is, yeah, also die Wahrscheinlichkeit dafür ist relatively green, dass man das als private Anleger handeln kann oder in die Hände bekommt.
Du hast ja schon so ein paar Risiken angesprochen.
Wir haben das Beispiel Motorola gehört, das ja letzten Endes von Nokia und Nokia wiederum von Apple verdrängt wurde.
But we have seen by this Alphabet Anlei, that the Order Book was seen.
Yeah, this massive or this gross interesse, this is a bit of that investor in the moment henring to so stabilizing such in a unsichere world.
Also, geopolitische Spannungen, Song, Staatshaushalte, the weiterentwicklung of technologien.
And Alphabet would inzwischen also gewissermaßen as sicherer Hafen anesehen, fast schon vergleichbar with a stabilization.
Also investoren setzen an extrem hohes Vertrauen in diese finanzielle Substance of Alphabet over yeah, earlier.
And man muss sich clear machen, dass Alphabet Rating besides, AI plus is a bonnetnote from which they don't try to.
And Alphabet are one of the many interne, died online in this law, wouldn't it?
And it's easier a given man alternatively.
Wo bekommt man denn heute noch Zinsen für 100 Jahre von einem Schuldner, der so groß und so stabil ist noch und der Risikoaufschlägt, den Elf bezahlen muss jetzt im Vergleich zu britischen Staatsanleihen mit der längst möglichen Laufzeit, der ist zum Beispiel auch erstaunlich gering.
Und es zeigt auch so ein bisschen, wie sich diese Wahrnehmung der Tech Branche auch in den letzten zwei Jahrzehnten gewandelt hat.
Weg von den volatilen, schwankungsanfälligen, risikoreichen Wachstumsunternehmen hin zu Konzernen, die stabile Cashflows produzieren, ziemlich hohe Cashflows produzieren und ja, jetzt auch für den Aufbau kritischer Infrastruktur stehen.
Aber die große Frage ist natürlich, ob Alphabet oder auch diese anderen Konzerne, die jetzt vielleicht auch solche langlaufenden Anleihen ausgeben werden, in einigen Jahrzehnten auch noch dieser Fels in der Brandung bleiben können.
Und ja, diese Frage kann, glaube ich, keiner ernsthaft beantworten.
Also es ist so ein bisschen eine Wette auf die Zukunft.
Ja, wir werden natürlich aufmerksam beobachten, welche Unternehmen sonst noch auf diesen Anleihezug aufspringen und wie sich das Ganze entwickelt.
Für den Moment danke ich dir erstmal, Antonia für das Gespräch.
Vielen Dank.
Und ein Artikel zum Thema können Sie auch auf unseren digitalen Kanälen nachlesen.
Den Link dazu finden Sie in den Shownotes.
Und das war's von uns für heute.
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Unser Redaktionsschluss war heute wie immer um 16 Uhr.
Vielen Dank an Florian Pape für die Produktion der heutigen Folge und Ihnen vielen Dank fürs Zuhören.
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