# EU Corruption, Polish Expansion, and Mr. Beast's Financial Entry

**Podcast:** im Loop: Der News-Podcast von Finanzfluss
**Published:** 2026-02-11

## Transcript

Hi, hier bist du im Loop.
Bei uns gibt's jeden Tag Wirtschaft, News und Learnings.
Heute ist Mittwoch, der 11.
Februar.
Ich bin Mary, schön, dass du am Start bist.
Und heute geht es unter anderem hier um.
Weltweit nimmt die wahrgenommene Korruption zu, auch in manchen EU-Ländern.
Warum und wie korrupt die EU wirklich ist, das besprechen wir heute.
Außerdem.
Polens Wirtschaft ist aktuell auf der Überholspur.
Und warum es bei unseren Nachbarn gerade so bergauf geht und was das für uns in Deutschland hier bedeutet, das klären wir gleich.
Und der größte YouTube-Star Mr.
Beast.
Der steigt in die Finanzbranche ein und kauft die Finanz-App namens STEP.
Was die kann und warum der neue Besitzer als umstritten gilt.
Und bevor wir uns Programm starten, eine kurze Werbung in eigener Sache.
In wenigen Wochen, da erscheint das hier.
Das ist mein Buch namens Behind the News.
Das ist ein Buch über die deutsche Medienwelt.
Damit möchte ich euch einen Blick hinter die Kulissen meiner Branche ermöglichen.
Denn neben all den guten Dingen im Journalismus läuft leider auch einiges falsch.
Framing, Clickbaiting, bestimmte Fails im System.
Es gibt ein paar Dinge.
Über die solltet ihr Bescheid wissen.
Einfach um eure Medienkompetenz zu steigern.
Und um besser zu verstehen, wie das ganze Nachrichtengeschäft eigentlich funktioniert.
Das Buch, das könnt ihr zum Beispiel auf Amazon vorbestellen.
Den Link, den packen wir in die Shownotes.
Und in diesem Buch, da gibt es ein QR-Code.
Und darüber könnt ihr mir dann auch ganz persönlich eure Gedanken zu dem ganzen Thema schreiben.
Also schaut's euch gerne mal an.
Ich bin gespannt auf euer Feedback und würde mich total freuen, wenn ihr das supportet.
Und jetzt geht's weiter mit der Folge.
Und wir starten heute mal nicht in Deutschland, sondern gehen direkt eine Stufe weiter raus und blicken auf Europa, weil so viel passiert ist.
Eigentlich schadet Korruption langfristig gesehen.
Ja, jedem Land und gleichzeitig findet sie eben auch überall statt.
Und in einigen Ländern der Europäischen Union sogar mit steigender Tendenz.
Das besagt zumindest der aktuelle Korruptionswahrnehmungsindex von der Antikorruptionsorganisation Transparency International.
Der basiert auf Einschätzungen von Experten aus internationalen Institutionen und auch Forschungsgruppen und betrachtet die wahrgenommene Korruption in der Politik und Verwaltung und zwar von 182 Ländern auf der Welt.
Dabei gibt es eine Skala, die von null bis 100 geht.
Wenn ein Land 100 Punkte hat, dann ist es in den Wahrnehmungen der Experten komplett frei von Korruption.
Und bei Null Punkten gilt dann dementsprechend das Gegenteil.
Weltweit wird laut dem Index im Schnitt mit 42 Punkten mehr Korruption wahrgenommen.
Das ist der schnellste Wert seit zehn Jahren.
Deutschland hat 2025 77 Punkte erhalten.
Das sind zwei mehr als im Jahr zuvor.
Laut den Experten gibt es zumindest hierzulande, also weniger wahrgenommene Korruption.
Auf Platz 1 im weltweiten Ranking, da liegt Dänemark mit 89 Punkten.
Bei den Ländern der Europäischen Union sind es auf den letzten Plätzen Ungarn und Bulgarien mit jeweils 40 Punkten.
Da ist die Punktzahl im Vergleich zum Vorjahr auch bei beiden Staaten gefallen.
Aber auch die großen Volkswirtschaften Spanien und Italien, die sind mit 55 bzw.
53 Punkten wohl eher nur bedingt frei von Korruption.
Doch wie korrupt ist die EU denn nun wirklich?
Und welchen Einfluss hat das auf die Wirtschaft?
Darüber spreche ich jetzt mit dem Korruptionsexperten Friedrich Schneider.
Herr Schneider, ist Deutschlands Aufstieg im Korruptionsindex jetzt ein echter Fortschritt, oder ist das eher ein relative Effekt, weil andere Länder schlechter wurden.
Es ist beides.
Deutschland hat einige Maßnahmen gesetzt, die die Korruption bekämpfen.
And natürlich andere Länder, wie so häufig, sind schlechter geworden.
Dadurch hat Deutschland sich verbessert.
Aber Deutschland liegt ja mit Rang 10, noch unter den ersten 10, wenn man die 10 mitrechnet.
Also Deutschland steht nicht schlecht in der Korruptionsbekämpfung da.
Bleiben wir nochmal ein Moment in Deutschland.
Welche Reform würde aus Ihrer Sicht Deutschlands Platzierung am stärksten verbessern und wo sehen Sie aktuell die größten Korruptionsrisiken für Deutschland.
Die größten Korruptionsrisiken sehe ich in der Wirtschaft bei Bestechung von anderen Firmen, um an Aufträge zu gelangen.
Und natürlich zum Teil auch in politischen Bereich oder halbstaatlichen Bereich, um an Aufträge der öffentlichen Hand zu kommen.
Das sind die größten Gefahren.
Wir haben eine schwache Wirtschaft, also eine kaum wachsende Wirtschaft, and dad is your auftrag wichtig.
The verbess verbess könnte man die Corruptionsbekämpfung wesentlich, in dem man beispielsweise firmen, die drei bis fünf Jahre von jedem öffentlichen Auftrag sperrt.
Jetzt liegt der Anreiz by the firm to calculate, what is the witch from the hand Aufträge to Corruption to five years kept to become when it raised.
In Österreich heißt das Freundalwirtschaft.
Have you done a concretes Beispiel im Kopf?
No, I mean when I wish that a bauher in Kindergarten bauen.
And when the Bauherr, okay, you have to kindergarten, so it's geschickt, so that the stuff is, then the other.
Dann profitieren beide.
When the ausschreibing desk is correct, and the tatsuki with the vorhanden den kostengünstigsten kindergarten baut, is niemand geschädigt.
But meistens ist das nicht theoretic.
Also that passiert, das sehen wir in den vielen Korruptionsskandalen, das sehen wir in den vielen Skandalen, die sowohl in der Politik als in der Wirtschaft aufgedeckt werden.
Aber Siemens and other firms had growth korruptionsskandale, um an Aufträge, beispielsweise in Entwicklungsländern bei Krankenhausbauten herzukommen.
Das trifft ja auch for viele andere Firmen zu.
Ich will jetzt hier nicht eine on the Pranger stellen.
And insofern hat man schon einiges an Wissen, was in the Welt so passiert and what bestochen is.
Und ich möchte aber noch einmal hinzufügen, dass Deutschland ein weitgehend korruptionsfreies Land ist, sonst wäre es nicht auf Platz 10.
When we have a riesige Liste, die es da gibt, mit 180 oder wie viel sind es?
Jetzt ist jetzt gerade die neue rausgekommen.
181 Ländern or eigentlich mehr, weil manche Ränge zweimal belegt werden, dann sind natürlich die unteren Ränge die Probleme.
And when man die Liste der ersten 20 nimmt, dann sieht man das natürlich auch hier korruption vorkommt, weil der Index laufend sinkt, aber wir sind beileibe nicht in einem Zustand from Iran und US or the Türkei, wo das viel normaler anderes.
Ist richtig.
Und trotzdem, und damit würde ich gerne auf the European gehen, weil wir uns nämlich heute gefragt haben.
Haken hinter Deutschland schneidet schon recht gut up.
Aber in European, wenn wir sozusagen auf the European Union blicken, da gibt es ja schon das ein oder andere Land, was sich da auch verschlechtert hat mit Blick auf diesen Index and was uns dann wiederum zu der Frage geführt hat.
Wie korrupt ist denn eigentlich die EU?
Jetzt muss man streng unterscheiden.
Die Mitglieds.
Yeah, sure.
Deswegen is in Deutschland nicht higher, not automatisch higher.
Man muss trennen, welche corruption is in Kroatien, Bulgaria and Romania inner EU amongst.
And the other is the frame of the corruption einzelner EU staaten.
Ob that in that sense so negative up, how good the institutionells arrangements are.
Schaden dadurch, dass zu teuer Dinge errichtet werden, schade dadurch, dass nicht der Beste zum Zug kommt.
Und dadurch entsteht ein volkswirtschaftlicher Schaden.
Der beträgt für Deutschland.
Das ist richtig, Herr Schneider.
Ich würde da gerne nochmal.
Ja?
Ja, ich würde da gerne einmal nochmal kurz zwischengrätschen wollen, auch aufgrund der Zeit.
Herr Schneider, wenn wir trotzdem nochmal auf die Europäische Union als Staatenverbund mit ihrer ja auch supranationalität blicken, wie würden Sie denn die Europäische Union dann mit Blick auf Korruption einordnen im weltweiten Vergleich?
Also mit Blick darauf, dass wir eben ein paar Länder haben von den 27, die nicht so gut abschneiden.
Wenn man das mal so als ganzes nennt, sind wir dann doch ziemlich korrupter Staatenverbund oder im weltweiten Vergleich immer noch immer noch sehr gering.
Also im weltweiten Vergleich immer noch sehr gering.
Wir haben einige richtige schwarze Schafe, ich habe sie ja schon genannt, Kroatien, Bulgarien, Rumänien.
Dann folgt später, müssten wir die Rangreihenfolge anschauen.
Ich hatte keine Zeit, die Aufforderung kam jetzt kurz zum Interview, mir das genauer anzuschauen, dann käme mir wahrscheinlich irgendwann Griechenland.
Also wir haben korrupte Länder, aber wir haben auch die Besten in der EU.
Wir haben Dänemark, wir haben Finnland, wir haben Schweden.
Also jetzt die Gewichtung, das spreche ich halt als Wissenschaftler, ist nicht so ganz trivial.
Wie wollen Sie jetzt gewichten nach den aufgedeckten Fällen der Länder?
Wenn wir das nehmen, dann ist die EU sehr wenig korrupt.
Nimmt man die Schadenshöhe, ist sie vielleicht etwas weniger korrupt, aber immer noch liegt es sehr gut da.
But it looks very good.
When man relativ sieht, wie hoch der Anteil in den drei schlimmsten Ländern ist und sagt, das ist die EU, aber es ist nicht ganz korrect is then the EU for bond drinking reform bedroftig.
And that must say, my letters that the bekamp is not the EU is.
The EU has kept competence in London.
That can keep swing, the gets to more competence.
Croatia has this.
Flächendeckend einführt.
Dazu brauchen sie aber die Zustimmung der EU Parlamente and the jeweiligen Regierungen.
Denn das ist in deren Autonomie, das zu regeln oder nicht zu regeln.
Herr Schneider, dann noch eine letzte Frage an Sie.
Wie aussagekräftig ist eigentlich ein Index, der rein auf Wahrnehmung basiert.
Der Index hat sicherlich Schwächen.
And it is an Perzeptions-in-Wahrnehmungsindex, der natürlich ganz verschiedene sein can.
And when in einem land große Skandale waren, then auf das Land auch für die nächsten Jahre.
Also der Index is sicherlich verbesserungsbedürftig.
But here is genau das gleiche problem.
So schwach unser Mars Bruttoinlandsprodukt is Summe aller Güter und Dienstleistungen.
Jeder Verkehrsunfall zählt hier.
We have kept besseren.
And we have kept besser.
Also insofern müsste man in einzelne Länder studieren, da haben wir zum Teil besseres Material, weil wir auch tatsächliche Schäden, Korruptionsfälle haben.
Das haben wir aber nicht auf einer weltweit vergleichenden Basis.
So müsste man mit dem Vorlebt nehmen.
Ich hätte auch gerne einen anderen.
Herr Schneider, und damit ganz herzlichen Dank für Ihre Einordnung.
Die EU and Australien haben sich offenbar auf einen Verteidigungspakt geeinigt.
Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf EU-Diplomaten.
Die Verhandlungen über das geplante Freihandelsabkommen, die laufen demnach noch.
Aber zurück zum Verteidigungspakt.
Wenn er in Kraft tritt, ein genaues Datum dafür ist noch nicht bekannt.
Dann sollen auch australische Rüstungskonzerne vom EU-Rüstungsfonds für die Ukraine profitieren können.
Der umfasst 60 Milliarden Euro, mit denen eben Rüstungsgüter für die Ukraine finanziert werden sollen.
An den entsprechenden Projekten können sich dann auch australische Rüstungsfirmen beteiligen.
Im Gegenzug hilft Australien dann dabei, die Zinsen für die EU-Kredite zu tilgen.
Außerdem soll das Abkommen eine engere Zusammenarbeit im Indopazifik ermöglichen.
Dort verlaufen nämlich wichtige Handelsrouten.
Viele große Containerschiffe sind dort angesiedelt und auch Taiwan liegt ja dort.
Das ist ein wichtiger Handelspartner der EU, der sich zuletzt verstärkt durch China bedroht sieht.
Während man sich beim Schutz dieser Region also offenbar einig ist, gibt es beim Freihandelsabkommen noch Probleme.
Und das, obwohl die EU bei Verhandlungsbeginn 2018 ein BIP-Wachstum von 4,9 Milliarden Euro für die EU und von 4,2 Milliarden Euro für Australien prognostiziert hatte, sollte das Abkommen denn zustande kommen.
2024, da lag das Handelsvolumen der EU mit Australien bei rund 50 Milliarden Euro.
Besonders Gemüse und auch Rohstoffe wie Metalle oder seltene Erden werden aus Australien importiert.
Die EU-Länder liefern hingegen vor allem so etwas wie Maschinen oder Chemikalien.
Ein wichtiger Streitpunkt ist derzeit noch das Rindfleisch, denn da will Australien mehr zollfrei exportieren, als die EU wiederum zollfrei importieren will.
Die fürchtet nämlich, dass bei zu großen Mengen die einheimischen Landwirte leiden könnten.
Auch beim nächsten großen Handelsprojekt der EU geht es um genau diesen sensiblen Punkt, den Schutz der heimischen Landwirtschaft.
In Sachen Mercosur, da gibt es nämlich was Neues.
Ganz durch ist es ja immer noch nicht, aber das Europäische Parlament hat neue Regeln zum Schutz von EU-Landwirten beschlossen.
Das ist ja ein großer Streitpunkt im Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay.
Viele EU-Landwirte fürchten die Konkurrenz aus Südamerika und sehen durch das Abkommen ihre Existenz bedroht.
In den letzten Monaten, da gingen deswegen viele Bauern in Teilen der EU auf die Straße, um eben gegen dieses Abkommen zu protestieren.
Konkret geht es jetzt also um eine Verordnung mit Schutzklauseln für Agrarimporte, die das Parlament fraktionsübergreifend angenommen hat.
Sie ermöglichen schnelle Gegenmaßnahmen, wenn die Importe aus Mercosur-Staaten stark ansteigen oder die Preise in der EU durch diese Importe stark fallen.
Wenn so ein Fall eintritt, dann können Zollvorteile vorübergehend ausgesetzt werden.
Besonders überwacht wird Rindfleisch.
Das kommt euch jetzt wahrscheinlich aus der vorherigen Nachricht bekannt vor.
Aber zum Beispiel auch Geflügel, Reis, Honig und Eier.
Die Regeln müssen jetzt noch vom EU-Rat abgesegnet werden.
Das gilt aber als Formalie.
Das Handelsabkommen selbst muss noch vom Europäischen Parlament gebilligt werden.
Und im Januar hatte es ja beschlossen, dass der Europäische Gerichtshof erstmal prüfen soll, ob das Abkommen mit EU-Recht vereinbar ist.
Es könnte aber bald schon vorläufig gelten, wenn mindestens ein Mercosur-Staat es ratifiziert.
Und das könnte noch in der ersten Jahreshälfte der Fall sein.
Wir schauen heute nach Polen.
Das US-Medium Bloomberg hat heute nämlich berichtet, dass polnische Unternehmen immer stärker nach Europa und auch nach Deutschland expandieren.
Demnach habe es im letzten Jahr 22 Übernahmen in Westeuropa gegeben.
Ein Rekord, neun davon alleine Deutschland, unter anderem in der Konsum IT und auch in der Lebensmittelindustrie.
Das polnische IT-Unternehmen Spirosoft zum Beispiel.
Das übernahmen den Berliner IT-Dienstleister Embeddiers und der Zulieferer Trendglas den angeschlagenen deutschen Kerzenhersteller Gala.
Die Unternehmen wollen sich so vor allem einen breiteren Marktzugang schaffen und ihre Präsenz aufbauen.
Polen selbst ist in Osteuropa mittlerweile zu einer regionalen Wirtschaftsmacht geworden.
Seit dem EU-Beitritt vor gut zwei Jahrzehnten hat sich das Bruttoinlandsprodukt mehr als verdreifacht.
Allein im vergangenen Jahr, da wuchs die polnische Wirtschaft um 3,6 Prozent.
Insgesamt liegt das BIP bei etwa einer Billion US-Dollar und das BIP pro Kopf bei etwa der Hälfte des deutschen Niveaus.
Wir haben uns heute gefragt, verschiebt sich da gerade was?
Und was genau heißt das für uns in Deutschland?
Meine Kollegin Charlene hat recherchiert.
Charli, wie passt das ins größere Bild der Investitionen in Europa?
Also laut der EY-Studie Standort Deutschland 2025 mit Daten aus 2024, sind die ausländischen Investitionsprojekte in Deutschland um 17 Prozent auf 68 gesunken.
Das ist der niedrigste Stand seit 2011.
Deutschland hatte unter den großen europäischen Volkswirtschaften sogar den stärksten Rückgang.
Und Polen dagegen konnte laut derselben EOI-Analyse um 13 Prozent zulegen und kommt auf 259 Projekte.
Das ist natürlich eine andere Größenordnung, aber das Land etabliert sich zunehmend als Produktions- und auch Logistikstandort.
Europaweit insgesamt gingen die Investitionsprojekte zwar um 5% zurück, aber innerhalb Europas kann man es schon sagen, dass sich etwas in Richtung Süd- und auch Osteuropa verschiebt.
Und gleichzeitig hören wir laut dem Institut der deutschen Wirtschaft zum Beispiel, dass sich die ausländischen Direktinvestitionen jetzt in Deutschland letztes Jahr mehr als verdoppelt haben auf 96 Milliarden Euro nach 43 Milliarden Euro im Vorjahr.
Zum ersten Mal seit Jahren gibt es da wieder einen Nettozufluss, rund 10 Milliarden Euro mehr Investitionen aus dem Ausland als Abflüsse.
Der Handelsexperte vom IW, der Jürgen Mattes, der sagte dazu, dass in einer unsieren Welt Rechtssicherheit und auch Berechenbarkeit zu Standortvorteilen werden, auch mit Blick auf die Politik von US-Präsident Donald Trump.
Das heißt also, ja, Deutschland bleibt trotz struktureller Probleme auch ein attraktiver Standort.
Verstehe.
Wenn wir mal auf Deutschland und Polen blicken, auf die gemeinsamen wirtschaftlichen Verflechtungen.
Wie eng sind die?
Ja, sehr eng würde ich sagen.
Also in den vergangenen 20 Jahren flossen umgerechnet rund 75 Milliarden US-Dollar aus Deutschland nach Polen, vor allem in Automobil, in Maschinenbau und auch Handelsbranchen.
Und Deutschland ist traditionell Kapitalgeber.
Und jetzt sehen wir der zunehmend auch eine Gegenbewegung.
Polen könnte Germany Trade and Invest zufolge, dieses Jahr sogar Frankreich als wichtigsten Handelspartner überholen.
Die trennen nämlich nur 4,8 Milliarden Euro in der Rangfolge der wichtigsten deutschen Außenhandelspartner.
Und warum kommt diese, ich sag mal, Umkehr gerade jetzt?
Also Bloomberg zitiert Dominik Kopinski vom polnischen Wirtschaftsinstitut.
Er sagt, Polen nähere sich jetzt dem Status einer entwickelten Volkswirtschaft an.
Und man sehe jetzt auch eine Umkehr dieses langjährigen Trends.
Also weg von einem reinen Empfänger ausländischer Direktinvestitionen hin zu einem Land, das auch selbst im Ausland investiert.
Und ein Faktor ist sicher auch das EU-Aufbauprogramm Next Generation EU.
Die EU-Kommission hat Polen bislang 45 Prozent der vorgesehenen Mittel ausgezahlt.
Insgesamt ist das der polnische Plan mit 59,8 Milliarden Euro ausgestattet.
Also da steckt schon auch viel Geld drin.
Und Polen hat generell enorm von EU-Fördermitteln profitiert.
Seit 2004 rund 300 Milliarden Euro.
Das relativiert den Boom eventuell auch ein Stück weit, auch wenn man es jetzt nicht unnötig schlecht drehen muss.
Müssen wir uns denn Sorgen machen aus deiner Sicht, dass sich da was zu unserem Nachteil verschiebt.
Sorgen würde ich jetzt nicht sagen.
Aber wir sehen vielleicht eine Normalisierung.
Also Polen wird wirtschaftlich stärker, sie werden selbstbewusster und investieren einfach aktiv im Ausland, auch in Deutschland.
Und gleichzeitig bleibt Deutschland einer der größten Investoren in Europa und profitiert auch wieder von steigenden Direktinvestinvestitionen.
Was sich ändert, ist, glaube ich, eher das Machtgefüge innerhalb Europas.
Also Osteuropa und besonders Polen werden wirtschaftlich ernst genommen.
Okay.
Im Zweifel ist das ein gesunder Ansporn, noch mehr Gas zu geben hier im Lande.
Tali.
Vielen Dank für die Recherche.
Und heute auch noch einmal der Hinweis, weil ich bin ganz geflasht.
Ihr stimmt so fleißig ab im Sinne von, ihr gebt uns eure fünf Sterne bei Spotify und das pusht uns gerade ein bisschen in den Charts.
Das ist wirklich ganz toll.
Also nochmal der Hinweis, falls ihr es noch nicht gemacht habt und Lust habt und uns unterstützen möchtet, macht das gerne.
Das bringt wirklich was und hilft uns, das Format bekannter zu machen.
Und wir schauen auf Themen aus anderen Teilen der Welt, zuerst in die USA und nach Venezuela.
Da gibt es nämlich ein Update.
Die US-Regierung unter Präsident Trump hat eine allgemeine Lizenz erlassen, die es US-Unternehmen erlaubt, die bestehenden Ölanlagen und Pipelines in Venezuela instand zu setzen.
Trump möchte die US-Ölbranche ja zurück nach Venezuela holen, um dort wieder an die großen Erdölreserven heranzukommen.
Anfang der 2000er, da hatte Venezuela nämlich seine Ölverkommen verstaatlicht.
Dadurch entstand ein jahrelanger Streit mit ausländischen Firmen, auch US-Amerikanischen, über Entschädigungen.
Das Ölunternehmen Chevron hatte aktuell als einziger US-Konzern eine Betriebslizenz, allerdings mit strengen Auflagen.
Durch die neuen Lizenzen ist es jetzt erlaubt, Anlagen, die für Öl- und Gasexploration, Erschließung oder Förderung verwendet werden, instand zu setzen.
Und sie ermöglichen US-Unternehmen dafür, Güter, Technologie, Software oder Dienstleistungen bereitzustellen.
Außerdem dürfen Unternehmen mit staatlichen Hafenbetreibern zusammenarbeiten, trotz der weiter bestehenden Sanktionen gegen Venezuela.
Es dürfen aber keine neuen Unternehmen oder Joint Ventures gegründet werden, die Öl fördern.
Und es ist auch nicht gestattet, dass US-Unternehmen mit Firmen zusammenarbeiten, die enge Verbindungen zu Russland, Iran, Nordkorea, China oder Kuba haben.
Gleichzeitig müssen Zahlungen an sanktionierte Unternehmen über von den USA kontrollierte Konten erfolgen.
Diese Lizenzen sind Teil der Schritt-für-Schritt-Lockerung der US-Sanktionen, nach der, je nach Sichtweise, Entführung oder Gefangennahme von Präsident Maduro im Januar.
Und sie sind eine Vorbereitung auf eine mögliche Ausweitung der Ölproduktion.
Venezuela hat übrigens vor rund zwei Wochen selbst den Ölbereich für ausländische Investoren geöffnet.
Die US-Energinformationsbehörde, die erwartet Reuters zufolge, eine Produktionssteigerung von bis zu 20 Prozent in den kommenden Monaten.
Parallel kalkuliert Washington mit einem 100 Milliarden Dollar Plan zum Wiederaufbau der Ölindustrie, um den Eintritt ausländischer Produzenten und Ölfeld-Service-Unternehmen zu fördern.
Und wir bleiben in den USA beim größten YouTube-Star der Welt.
Der heißt Mr.
Beast, hat rund 467 Millionen Abonnenten auf YouTube und steigt jetzt in die Finanzwelt ein.
Denn seine Firma Beast Industries hat die Finanz-App STEP gekauft.
Für welche Summe ist nicht bekannt.
Stepp hat aber nach eigenen Angaben mehr als sieben Millionen Nutzer und richtet sich vor allem an junge Menschen.
Denen bietet sie unter anderem Konten, Kreditkarten und Anlagemöglichkeiten an.
Also eine Art Mischung aus Banking-App und Neobroker.
Das Konzept hat auch in der Vergangenheit schon prominente Investoren angelockt, zum Beispiel Will Smith oder Justin Timmerk.
Für Jimmy Donaldson, so wie Mr.
Beast mit bürgerlichem Namen heißt, ist dieser Business Case Neuland.
Nach eigener Aussage will er so zu finanziellen Bildung in den USA beitragen.
Bisher war er eher dafür bekannt, große Geldsummen zu verschenken oder als Belohnung für bestimmte Challenges zu verteilen.
Zum Beispiel bekam der Teilnehmer, der am längsten in einem roten Kreis blieb, 500.000 US-Dollar.
Das Konzept hat Erfolg.
Bei der letzten Finanzierungsrunde 2024, da wurde Beast Industries mit 5,2 Milliarden US-Dollar bewertet.
Das war allerdings noch vor dem bislang größten Skandal des Entertainers.
Berichten zufolge reichten Teilnehmer einer von ihm produzierten Gameshow wegen Missbrauch und sexueller Belästigung Klage ein.
Vertrauen ist bei Finanzanbietern eine wichtige Währung.
Ob also die Übernahme durch den umstrittenen YouTuber Step, also eher hilft oder schadet, das bleibt abzuwarten.
In Deutschland, da ist die App bisher übrigens nicht verfügbar.
Und jetzt schauen wir nach Botswana.
Denn das Land im Süden Afrikas plant jetzt aus einem ungewöhnlichen Grund, die Einkommensteuern zu erhöhen.
Nämlich weil der Preis von Diamanten stark fällt.
Das klingt komisch, ist aber so.
Denn Botswana ist der weltweit größte Diamantenproduzent.
2020, da stammten aber nur noch 11,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus dem Bergbau, und da geht es vor allem um Diamanten.
Zu sechs waren es noch mehr als 30.
Das Problem ist, der Preis für Rohdiamanten ist in den letzten zehn Jahren nur mehr als 25 Prozent gefallen, besonders stark in den letzten fünf Jahren.
Das wiederum liegt an einem Überangebot und gesunkenen Produktionskosten.
Dazu kommen dann auch noch US-Zölle auf die Edelsteine, die je nach Verarbeitungsort bei bis zu 50 Prozent liegen.
Und die Konkurrenz, die schläft ja nicht.
Labordiamanten werden immer beliebter und machen in den USA schon rund 15 Prozent des Marktes aus.
Mehr zu fördern, macht also keinen Sinn.
Der CEO der größten Diamantenfirma des Landes hat das sogar als Geldverbrennen bezeichnet.
Stattdessen soll der Bergbau diversifiziert werden und die Suche zum Beispiel nach kritischen Mineralien wie Kupfer oder Lithium, die soll ausgeweitet werden.
Das wäre dann übrigens auch für Deutschland spannend, denn bisher gibt es ja kaum direkten Handel mit dem afrikanischen Land.
Um den Staatshaushalt kurzfristig zu retten, sollen aber jetzt eben erstmal die Steuern erhöht werden.
Denn sonst könnte das Staatsdefizit in diesem Jahr bei 8,9% des BIPs liegen.
Über den Vorschlag des Finanzministeriums, die Einkommens- und Unternehmenssteuern um je 2,5% zu erhöhen, muss aber erst einmal das Parlament entscheiden.
Falls ihr Kritik oder Anmerkungen habt, schickt es uns gerne per Mail an Feedback at im-loop.de oder in unseren Discord-Channel.
Den Link, den packen wir in die Folgenbeschreibung.
Redaktionell erstellt haben diese Folge Charlen Schreiber, Florian Görres, Jan-Paul Götze, Charlotte Wennewald, Annabelle Römer und ich Mary Abdellasis Dezzo.
Produziert wurde sie von Finn Bebke.
Unser Redaktionsschluss, der war wie immer um 13 Uhr und dieser Podcast ist eine Finanzfluss-Produktion.
Und damit ihr auch weiter im Loop bleibt, hören wir uns dann morgen wieder.
Bis dahin, macht's gut.
Aber was ich noch erzählen wollte, meine Nichte kämpft sich ja ganz schön das Studium.
Semesterbeitrag, Laptop, Bücher, Software, Handy, Internet.
So ein Master ist echt teuer.
Ach, sag ihr, sie kann sich das zurückholen.
Ja, du meinst von der Steuer absetzen, ne?
Aber sie verdient ja nicht.
Egal, Zauberwort Verlustvortrag.
Macht sie ganz einfach mit Viso Steuer.
Und wenn sie dann arbeitet, heißt es Katsching.
Das geht?
Safe.
Wieso Steuer?
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