# VW Cashflow Surprise and 2026 M&A Outlook

**Podcast:** Handelsblatt Today - Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage
**Published:** 2026-02-11

## Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu Handelsblatt Today.
Wir sprechen hier börsentäglich über wichtige Nachrichten und ihre Bedeutung für die Finanzwelt.
Schön, dass Sie dabei sind.
Heute sprechen wir über den plötzlichen Geldsegen bei VW.
Da sind 6 Milliarden Euro mehr im Netto Cashflow gefunden worden, als die große Null, die vor kurzem noch erwartet worden ist.
Jetzt ist die große Frage, wer von dem Geld profitieren soll und was das für die Boni im Unternehmen heißt und auch für die Aktionäre.
Außerdem schauen wir uns an, ob 2026 wirklich so ein Mega Deal-Jahr für den MA-Markt werden wird, wie es zum Beispiel die US-Bank JP Morgan prognostiziert und was Anlegerinnen und Anleger davon haben könnten.
Heute ist Mittwoch, der 11.
Februar und ich bin Nele Dumen.
Und wir beginnen wie immer mit einem Blick auf das, was heute Anleger und Märkte so bewegt hat.
Und dazu spreche ich heute mit meinem Kollegen Markus Hinterberger aus dem Münchner Büro.
Hallo Markus.
Hallo, grüß dich, Nele.
Ja, wir haben alle ganz gebannt natürlich mal wieder in die USA geschaut.
Da wurden heute durch den Shutdown außerplanmäßig Arbeitsmarktdaten veröffentlicht.
Immer ja ein wichtiger Indikator für alles Mögliche.
Und die sahen ganz gut aus, oder?
Genau, die sahen sehr gut aus, sogar viel besser als erwartet.
Die meisten Auguren sind ja davon ausgegangen, dass es so ungefähr 70.000 neue Arbeitsplätze geben wird.
In den USA.
Es sind aber 130.000 geworden.
Was so ein Stück weit dafür spricht, dass in den USA die Wirtschaft einfach wirklich in einem extrem guten Zustand ist.
Ja, das scheint sie zu sein.
Die Märkte, die hoffen ja weiter auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank FED.
Dafür haben die Daten heute jetzt aber nicht so direkt gesprochen, oder?
Genau, das ist nämlich normalerweise, also unter Jerome Powell, der ja immer noch am Drücker ist bei der Fed.
Er wird ja erst, wenn ich das richtig erinnere, im Mai ersetzt.
Ist es ja, es ist ja so, dass steigen, also eine prosperierende US-Wirtschaft sorgt ja laut der Lesart, laut der aktuellen FED-Lesart dafür, dass die Inflation eigentlich eher stärker wird als Schwächer.
Und bei einer stärkeren Inflation ist der Spielraum für Zinssenkungen relativ begrenzt.
Also so sieht es zumindest Jerome Powell.
Sein Nachfolger, Kevin Walsh, wird das vielleicht ein bisschen anders sehen.
Aber er gilt jetzt auch nicht als derjenige, der das alles komplett auf den Kopf stellen wird.
Und die FED hat.
Genau, und die Fed hat auch dieses Mandat, dass sie sagt, zuallererst mal schauen wir, dass die Inflation nicht aus dem Bruder läuft und dann schauen wir weiter, ob wir eventuell Zinsen senken.
Aber die meisten gehen davon aus, dass da nochmal was gemacht wird im Laufe des Jahres.
Der DAX hat heute wieder vieles und nichts gemacht.
Also es geht nach oben, es geht nach unten, aber in der Summe eigentlich nur seitwärts.
Hat das auch irgendwie mit den USA zu tun oder was haben wir da für Entwicklungen?
Ja, das hat ein bisschen was mit den USA zu tun.
Also es gab zum Beispiel, als die positiven Arbeitsmarktdaten kamen, gab es so ein kleines Zucken nach oben.
Aber da sprechen wir im zweistelligen Punktbereich.
Und du kannst dir vorstellen, bei einem Insgesamtstand von 24.950 Punkten ungefähr, da ist das wirklich nur ein winziges Zucken.
Und auch jetzt, als die US-Märkte eröffnet haben, die haben übrigens positiv eröffnet, da gab es jetzt auch irgendwie keinen großen Ausbruch.
Viele Marktbeobachter gehen davon aus, dass wir so eine Situation haben.
Auf der einen Seite stehen die Menschen, die Gewinne mitnehmen wollen.
Und auf der anderen Seite stehen aber wiederum auch Menschen, die sich denken, hm, der DAX ist ein bisschen runtergekommen, nicht mehr über 25.000.
Da gibt es vielleicht die ein oder andere gute Einstiegschance.
Und darauf warten jetzt viele.
Und was wir natürlich auch haben, wir befinden uns mehr oder weniger mitten in der Bilanzsaison.
Und da gibt es natürlich auch immer spannende Unternehmensmeldungen.
Total, da müssen wir auch gleich drauf eingehen.
Aber du sagtest es gerade, die US-Märkte, die haben jetzt erstmal positiv eröffnet, bedeutet also die Lesart, neue Jobs, Wirtschaft geht's gut, ist schön.
Und weniger vielleicht die jetzt schön eingepreiste Trauer darüber, dass es vielleicht nicht ganz so bald Zinssenkungen gibt.
Also gerade gute Stimmung, ja?
Ja, also unter dem Strich einigermaßen gute Stimmung.
Okay, gut.
Zumindest jetzt gerade.
Ja, genau, Bilanzsaison, sagtest du gerade.
Was ist dir denn da so aufgefallen?
Ja, da gibt es einige, wie zum Beispiel Siemens Energy, die vermeldeten heute Rekordaufträge, da ging die Aktie entsprechend auch nach oben.
Oder auch zum Beispiel im MDAX, die gab es zum Beispiel Thyssengrupp, die Marine Sparte von den TKMS, die haben ihre Umsatzprognose nach oben gehoben.
Es gibt aber auch dann wiederum andere Meldungen, wie zum Beispiel von der Lufthansa.
Da soll es morgen Streiks geben.
Da geht natürlich die Aktie entsprechend runter.
Also es ist ein gemischtes Bild.
Aber im Grunde genommen ist die Bilanzsaison bei vielen Unternehmen vergleichsweise positiv.
Morgen soll auch noch Siemens kommen.
Es ist momentan das größte Unternehmen im DAX-Nachmarktkapitalisierung.
Da gehen die meisten Analysten auch davon aus, dass dieses Zahlenwerk nicht ganz schlecht sein wird.
Okay, und ich spreche gleich noch mit unserem Kollegen Lazar über VW und die Boni-Thematik.
Als dieses überraschend viele Geld, die 6 Milliarden Euro im Netto Cashflow gefunden wurden, da ging es ja mit der Aktie ein bisschen nach oben.
Lass doch nochmal kurz, bevor wir jetzt auf VW genauer gucken, schauen, wo steht denn die Aktie jetzt gerade eigentlich so?
Was macht die?
Ja, die Aktie steht jetzt gerade bei so ungefähr 103 Euro.
Die ging natürlich, wie du gesagt hast, so ein bisschen nach oben.
Aber das war auch eher ein homöopathisches Ausbrechen nach oben.
Ein Globuli nach oben ging es.
Ein Globo, ja, wirklich.
Also das war das war ungefähr so das Globuli für den Kurs.
Und insgesamt seit Jahresbeginn ist die VW Aktie mit ungefähr zweieinhalb Prozent im Minus.
Also das ist jetzt nicht irgendwie so der Booster.
Also da freuen sich diverse Vorstände und auch diverse Manager bei VW jetzt über diese 6 Milliarden.
Die Aktionärinnen und Aktionäre freuen sich da eher weniger drüber.
So kann man es eigentlich zusammenfassen.
Okay, es bleibt einfach noch durchwachsen insgesamt in diesem Geschäftsfeld von VW.
Genau.
Das ist im Endeffekt ja auch ein bisschen so auch das Spiegelbild für die komplette deutsche Autoindustrie.
Und man weiß nicht, wo es hingeht.
Und VW ist da sicherlich nicht der Autokonzern unter den drei großen Deutschen, der jetzt da wirklich die Nase vorn hat momentan, was die Technik anbelangt.
Okay, lass uns zum Schluss vielleicht doch noch einmal kurz zurück in die USA hushing.
Weil gestern gab es da ja Probleme beim Broker Charles Schwab.
Wie sieht es denn heute so aus?
Ja, genau, da gab es ja Bedenken, ob denn die Broker insgesamt, Charles Schwab hat es da am stärksten erwischt, ob die insgesamt mit der Revolution, die die KI ja durchaus im Bereich Aktienhandel und Börsenhandel vorantreiben kann, ob die damit so zurecht kommen, und da gab es einige Investoren, die daran Zweifel geäußert haben.
Deswegen sind die Aktien abgesagt.
In Deutschland zum Beispiel hat es da heute FlatX D Giro erwischt, auch einer von den größeren Brokers.
Da ist die Aktie um 8% ins Minus gerutscht.
Also schon ganz ordentlich.
Und es gibt auch die ersten, die sagen, naja, das könnte auch generell Finanzdienstleister betreffen.
Dass da zum Beispiel Vertriebsmodelle durch die KI komplett durchgeschüttelt und durchgerüttelt werden.
Deswegen ist auch zum Beispiel die Aktie der Allianz heute mit 1,5% im Minus.
Da wird man noch weiter drauf schauen müssen, wie sich das weiterentwickelt.
Markus, ich danke dir sehr für den Marktupdate and schöne Grüße nach München.
Gerne.
Ciao.
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Nur für kurze Zeit.
Dann also jetzt zu dem unverhofften Geldsegen in Wolfsburg.
Volkswagen hat vor kurzem per Ad-Hoc-Meldung bekannt gegeben.
In seinem Kerngeschäft for 2025 an netto Cashflow von etwa 6 Milliarden Euro erzählt zu haben.
Vorher war das Management noch von einem Wert um die Nulllinie ausgegangen.
Und jetzt wird im Konzern eben darüber diskutiert, was that for the Boni bedeutet und wer von dem Geld eben profitieren soll.
Der Vorstand, die Aktionäre, die Belegschaft.
Letzteres forderte heute die VW Betriebsratschefin.
Und was da los ist, das bespreche ich jetzt mit unserem Teamleiter Mobilität, Lazar Bakovic, der auch ganz mobil gerade in Taxi unterwegs zu einem Termin ist und uns hoffentlich gut verstehen kann.
Hallo Lazar.
Hallo Nele, ich hoffe, ich bin auch ganz gut zu verstehen.
Aber bestens, wunderbar.
Ja, genieße deine Taxifahrten.
Erzähl mir doch mal gerade, woher kommt dieses plötzliche viele Geld und wie kann das sein, dass ein Konzern wie VW sechs Milliarden Euro einfach so in der Jackentasche findet.
Ja, das ist natürlich nicht so einfach mit der Jackentasche.
Bei VW lief das ein bisschen strukturierter.
Na gut.
Sprint eingerichtet.
Und das Ziel war schon damals, ne, massiv kosten und auch Prozesse verbessern und damit halt tatsächlich das Sparprogramm erfüllen und auch heben.
Also wir erinnern uns, VW muss 15 Milliarden jährlich bis Ende des Jahrzehnts sparen.
Also es sind einfach immense Summen.
Und genau, und so hat diese Taskforce gegraben und vor allen Dingen zwei Sachen aufgetan.
Das eine sind Investitionen.
Die wurden gebremst oder beziehungsweise zurückgefahren.
Und das andere nennt sich dann Working Capital, also das heißt Lagerbestände, Zahlungsabflüsse, optimieren, also auf gut Deutsch gesagt, die Hausaufgaben gemacht.
Und wenn ich Analystenberichte dazu richtig gelesen habe, ist das größte Teil daraus oder der größte Teil daraus aus dem Cash Management, also aus quasi Lagerbeständen, Zahlungsflüssenoptimierung und der kleinere Teil aus den Investitionen.
Also das heißt, da sind jetzt nicht plötzlich neue sprudelnde Gewinne, sondern das war einfach harte Kostenarbeit.
Okay.
Und der Finanzchef Arno Andlitz, der musste sich ja auch einiges an Kritik anhören.
Jetzt vielleicht nicht nur wegen des Vorgangs, den hast du ja gerade ganz gut beschrieben, wie das eben auch sein kann, dass man da Geld findet, sondern eben auch, weil dann danach gemutmaßt wurde, dass jetzt vor allem der Vorstand und die Aktionäre von dem frischen Geld profitieren könnten.
Eben weil die Boni des Vorstands und des oberen Managements bei VW eben an die Kennzahlen netto Cashflow gekoppelt sind.
Also eben genau das, was jetzt gerade mehr da auf dem Tisch liegt.
Bekommen die also jetzt eine ihre Boni?
Ja, ich glaube, das kann man schon statt in den Konjunktiv in den Indikativ setzen.
Also potenziell würden sie das bekommen.
Also aus dem Cashflow werden einerseits das ja bei jedem Unternehmen so Dividenden bezahlt.
Davon profitieren im Fall von VW, vor allen Dingen die mächtigen Eigentümer, ne, Porsche, Pirch, aber auch das Land Niedersachsen, die Kataris.
Und beim Vorstand, da ist der Cashflow eine Kennzahl, Betonung auf eine für die Bonuszahlung.
Wenn der stark steigt, so wie das jetzt passiert ist, dann hilft das dem Bonus.
Wichtig ist aber, es ist eben nur eine Kennzahl.
Eine andere wichtige ist zum Beispiel die Marge.
Also wie viel Geld am Ende fließt, das wird man dann erst mit den Jahreszahlen, die Mitte März bekannt gegeben werden, wirklich wissen.
Und das muss man auch noch in Neuraum stellen.
Eine letzte Möglichkeit wäre ja auch, dass der Vorstand verzichtet.
Freiwillig.
Also das heißt, dann am Ende, genau, könnte es tatsächlich eben sein, selbst wenn denen die Boni zustehen, dass sie sie nicht bekommen.
Okay, das warten wir mal ab.
Wie sieht es denn aus für die ganz normalen VW-Aktionäre?
Ist für die da auch irgendwas drin?
Sicherlich, ne?
Also die Dividende würde dann ja für jeden Aktionär steigen.
Man schaut natürlich im Fall von VW immer auf die Haupt-Anker-Aktionäre.
Das ist dann die Eigentümerfamilie des Land Niedersachsen und vor allen Dingen genau die Katar Holding.
Die Mitarbeiterbeteiligung, also die Boni für die Belegschaft, die ist im Herbst 2025 eigentlich kassiert worden, eben weil die Zahlen damals nicht so gut aussahen.
Und jetzt fordert die VW-Betriebschefin Daniela Carvalho einen Bonus eben für Beschäftigte auch.
Wie sieht es denn da mit den Chancen aus?
Das ist im Moment noch offen.
Also, der Vorstand und der Betriebsrat gehen jetzt wohl erstmal in die Verhandlungen.
Das ist der Informationsstand von gestern Abend.
Ein wichtiger Termin ist der 4.
März.
Da ist Betriebsversammlung in Wolfsburg und dann soll es einen ersten Zwischenstand geben.
Was man ja auch nicht vergessen darf, ist, so wie auch in anderen Unternehmen ist auch gerade bei Volkswagen Betriebsratswahlkampf.
Also da stehen die Wahlen an.
Und Frau Cavallo sammelt natürlich mit so einer Bonusforderung auch erstmal Punkte in der Belegschaft und auch für ihre Liste von der EG Metall.
Das muss man dann eben auch nochmal tatsächlich in der politischen Realität so gerade rücken, dass das natürlich auch nicht zufällig jetzt kommt, dass man sich da so positioniert, ja.
Diese Meldung über den zusätzlichen Geldsegen, Ende Januar war das meines Wissens, die hat ja auch die VW-Aktie erstmal ein bisschen steigen lassen.
Und mal abgesehen von diesem kurzfristigen Geld, wie steht denn VW wirtschaftlich sonst so da für dieses Jahr?
Ja, vielleicht erstmal noch zur Aktie.
Also in der Tat, die ist dann damals gesprungen.
Das Plus von der Meldung, ich glaube, die Meldung kam ja schon im Januar, das ist schon wieder aufgezerrt.
Klar ist, VW bleibt weiter unter Druck.
Ich habe es vorhin gesagt, 15 Milliarden müssen sie potential bis end des Jahrzehnts jahrlich sparen.
Da werden tausende Jobs abgebaut, 35.000 allein in Deutschland bei der VW AG.
Und ja, aus Analystenbriefings, die ich gelesen habe, geht halt hervor, die hatten, die given immer solche For-Up-Calls, wo man ein bisschen erahnen kann, wie sieht es denn aus nächstes Jahr aus.
Und da rechnet man wohl eher mit stagnierenden Absätzen.
Vor allen Dingen eben wegen der problematischen Region Nordamerika, aber auch China.
Und ja, gleichzeitig bleiben natürlich auch Themen wie Preisdruck, hohe E-Mobilitätskosten, aber auch hohe Investitionen für das Unternehmen ein Problem und auch für die Aktie.
Unterm Strich würde ich dann sagen, finanziell ist VW jetzt aktuell stabiler durch diese Cashflow-Situation, aber halt noch lange nicht da, wo sie sein wollen.
Am Ende, vermutlich wird es wie so häufig ein Übergangsjahr für VW.
Und davon gab es halt zuletzt schon einige.
Also Neustart ist jetzt noch nicht so richtig in Sicht.
Übergang, wohin auch immer.
Lazar, ich danke dir sehr für deine kurzfristige Schalte von unterwegs.
Schöne Grüße nach wo immer du bist.
Ja, alles klar.
Bis dann.
Tschüss.
Ja, wo wir schon bei viel Geld sind, gehen wir doch mal rüber zum MA-Markt, also Fusionen und Übernahmen von Unternehmen.
Die Branche hat ein paar magere Jahre mit wenig großen Deals hinter sich.
Im Jahr 2025 sah es dann schon besser aus, insbesondere im zweiten Halbjahr.
Und die größte US-Bank JP Morgan, die erwartet jetzt für 2026 ein Jahr der Megadeals.
Die Investmentbanker von JP Morgan würden an so vielen großen Übernahmen wie nie zuvor arbeiten, heißt es.
Unsere Finanzreporterin Hanna Krolle hat sich den Markt und das Umfeld mal genauer angeschaut.
Und für das Gespräch mit ihr gebe ich jetzt ab an meine Kollegin Beatrice von Braunschweig.
Hallo Hanna, schön, dass du da bist.
Hallo Beatrice, vielen Dank.
Wenn wir über sogenannte Megadeals sprechen, dann geht es um richtig große Fusion und Übernahmen.
Im Wert von zehn Milliarden Euro und mehr.
Hannah sag mal, welche Megadeals gab es denn so in letzter Zeit?
2025 war ein sehr spannendes Jahr für MA, aber auch ein schwieriges.
Also im Frühjahr wurden viele Deals pausiert oder verschoben, unter anderem wegen der Zollpolitik in den USA und ihren Folgen für die Märkte.
Im zweiten Halbjahr kehrte der MA-Markt dann umso stärker zurück.
Wir haben mehrere Mega-Deals gesehen, du hast es schon angesprochen.
Zwei waren besonders spannend.
Einmal die geplante Übernahme des Film- und TV-Produzenten Warner Brothers am Jahresende im Volumen von über 80 Milliarden Dollar und die Übernahme des Video Spieleentwicklers Electronic Arts in September in Volumen von 55 Milliarden Dollar.
Also beides richtig große Tickets.
Manche Experten erwarten, dass es in den neuen Monaten im MA Sektor wieder richtig anziehen könnte.
Manche reden sogar von einem Regelrechten Boom bei Fusion and Übernahmen.
Woher kommt dieser Optimismus?
Es gibt zahlreiche Faktoren, die dafür sprechen, dass es in diesem Jahr mit den großen Deals weitergehen.
Also, grundsätzlich besteht nach Jahren der Flaute erst einmal nachholbedarf.
Also, alle wollen Transaktionen abschließen.
The Vorstand have gelernt with zahlreichen Unsicherheitsfaktoren in der Welt besser umzugehen, die are not there, and wollen die chance ergreifen, länger geplante strategische Transaktionsideen umzusetzen.
Die Finanzierungsbedingungen sind gut.
Eigen- und Fremdkapital ist zu relativ günstigen Conditionen verfügbar, insbesondere in den USA.
And grundsätzlich treibt der Transformationsbedarf zahlreicher Branchen das Deal geschehen.
Das gilt eigentlich immer.
Momentan sind besonders die Automobilindustrie und die Energiebranche betroffen.
Aber auch Data Center and Verteidigungsunternehmen sind beliebte Übernahmeziele.
Plaudet doch mal für uns aus dem NE-Kästchen.
Welche Deals werden denn aktuell in der Szene heißt diskutiert?
Der Diagnostickonzern Kyogen mit Sitz in Hilton prüft derzeit verkaufsoptionen und hat dazu in den vergangenen Wochen auch schon Gespräche mit mehreren möglichen Interessenten geführt.
Darunter sollen sich wohl auch einige Käufer aus den USA befinden.
Erreichte das Dealvolumen in den Bereichen Life Science und Diagnostic 2025 ein neues Höchststand.
Hinzu kommt die Automobilindustrie, die VW-Sparte Everlands, wird seit geraumer Zeit als Verkaufskandidat gehandelt.
Alle großen Private Equity Firmen sind hier wohl interessiert, hat das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfahren.
Bloomberg berichtete kürzlich, dass insbesondere der Finanvestor Blackstone als potenzieller Bieter in Frage kommt und der japanische Industrie ausrüster Janmar Holdings.
In der Autobranche gibt es noch eine weitere Transaktion, die bevorstehen könnte.
Die Eigentümerstruktur von Bugatti könnte sich in naher Zukunft verändern.
Aktuell steht Bugatti im Eigentum von Porsche und der RIMA-Gruppe.
Und nun befinden sich wohl Finanzinvestoren in Gesprächen über den Verkauf der Porsche-Beteiligung.
Und wenn wir schon über Porsche sprechen, häufig wird diskutiert über den Verkauf der Porsche Beratung MHP.
Schon seit einiger Zeit.
Aktuell scheint der Prozess wohl ins Stocken zu geraten, haben wir aus Beratungs- und Finanzkreisen erfahren.
Ein Deal in absehbarer Zeit sei unwahrscheinlich, heißt es.
Also da bleiben wir gespannt.
Okay, das heißt, wir haben also ein Biotech-Unternehmen mit Kirgen mit Everlands, ein Hersteller von Großmotoren und auch noch was in der Automobilindustrie.
Wenn wir jetzt mal von Fusion und Übernahmen weggehen und auf die Börsengänge schauen, was ist denn dazu erwarten?
Es ist super, dass du es ansprichst.
Also, der IPO-Markt setzt nach einer wirklich langen Flaute auf ein Comeback, also hier am Finanzplatz Frankfurt und ich vermute mal in New York auch, freuen sich die Investmentbanker auf viele Börsengänge.
Schauen wir, ob es dazu kommt.
Das wurde ja auch in den vergangenen Jahren immer zum Jahresbeginn versprochen.
Also aktuell sehr konkret ist der Börsengang von Thyssengrupp, Thyssengrupp Elevators.
Der steht auf der Liste der Börsenaspiranten weit vorn.
Bei einem Börsengang könnte das Unternehmen auf eine Bewertung von 25 Milliarden Euro kommen.
Also auch wieder ziemlich, ziemlich groß.
Auf eine ähnliche Bewertung käme der deutsch-französische Panzerhersteller KNDS, der ebenfalls den Sprung aufs Börsenpaket wagen möchte.
Das Unternehmen hat vor kurzem bekannt gegeben, dass sie die Handelsplätze Frankfurt und Paris nutzen wollen.
Also ein doppeltes Listing, auch sehr interessant.
Wer KNDS noch nicht kennt, die bauen den Panzer Leopard 2.
Okay, und sag mal, welche Entwicklung beobachtest du in den USA gerade?
Ja, in den USA verspricht das Börsenjahr 2026 auch einige Superlativen.
Es könnte nicht nur das bisherige Rekordjahr 2021 übertreffen, sondern vielleicht sogar den größten Börsengang aller Zeiten hervorbringen.
SpaceX.
Ich glaube, wir haben es alle mitbekommen.
Medienberichten zufolge plant das Unternehmen einen Börsengang und könnte dabei mit bis zu 1,5 Billionen Dollar bewertet werden.
Tech-Milliardär Elon Musk bestätigt das Vorhaben im Grundsatz und hat den Sommer avisiert.
Kürzlich hat er die Raketenfirma auch mit XAI zusammengelegt, seinem Entwickler von KI und Betreiber der Plattform X.
Das Unternehmen will wohl Rechenzentren im Weltall bauen.
Also SpaceX ist dieser Tage der Haupt-IPO-Kandidat für die USA, auf denen alle schauen.
Diese Tage diskutieren wir ja kein Thema, ohne auch über künstliche Intelligenz zu sprechen.
Wie sieht es denn da in der MA-Branche aus?
Hast du völlig recht.
Also KI wirkt in zwei Richtungen, wenn wir auf den M<unk>A-Markt schauen.
Auf der einen Seite nutzen zum Beispiel Rechtsabteilungen, generative Systeme, um ihre Arbeit in der Due Diligence, der Vertragsanalyse oder in der Compliance effizienter zu gestalten.
Und auf der anderen Seite, sehr interessant, verändert sich auch die Sichtweise der Investoren.
Also der technologische Reifegrad eines Unternehmens, insbesondere die Fähigkeit, künstliche Intelligenz einzusetzen, ist heute einer der wichtigsten Treiber für Wertsteigerung und damit auch maßgeblich für die Gestaltung des Preises beim Weiterverkauf, beim sogenannten Exit.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
Disruptive Zeiten verlangen klare Entscheidungen.
Auch 2026 stehen Unternehmen massiv unter Druck.
Restrukturierung ist längst mehr als Krisenmanagement.
Sie wird zum strategischen Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherung.
Diskutieren Sie mit führenden Entscheiderinnen und Entscheidern.
Wie sichern wir die Zukunft deutscher Unternehmen?
Und zu welchem Preis.
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Und lass uns nochmal einmal kurz zusammenfassen.
Was bedeutet all das denn jetzt für Anleger?
Grundsätzlich kann man sagen, ein aktives Dealumfeld sendet sehr positive Signale für Anleger für den Markt.
Denn viele große Deals und IPOs entstehen typischerweise in Phasen, in denen Investoren Vertrauen haben, trotz dieser vielen geopolitischen Krisen, die wir auf der Welt haben.
Dieses Umfeld wirkt auf die Aktienkurse erst einmal stützend.
IPOs, also Neuemissionen bieten Anlagemöglichkeiten, eröffnen Zugang zu Unternehmen, die zuvor nicht investierbar waren, insbesondere in Wachstums- oder Zukunftsbranchen.
Wir haben über die Kandidaten gerade gesprochen.
Man muss dazu sagen, dass sich Privatanleger in Deutschland allerdings im Vergleich zu zum Beispiel den skandinavischen Ländern verhältnismäßig wenig an Neue Emissionen beteiligen.
Erklär mir das mal ganz kurz.
Wenn eine Privatperson in ein Unternehmen investieren will, das neu an die Börse geht.
Wie funktioniert das eigentlich?
Kann sich da ein Privatanleger zum Beispiel schon vor dem Börsengang Aktien sichern?
Ja, durchaus.
In den allermeisten Fällen ist das möglich.
Da gilt es nur zu beachten, man hat noch nicht die Referenzwerte.
Also man kann sich noch nicht die Kursentwicklung anschauen, wie das Unternehmen eigentlich an der Börse performt hat, weil es schlicht noch nicht am Kapitalmarkt gelistet ist.
Da müsste man sich schon ziemlich gut auskennen, in den Geschäftsbericht des Unternehmens schauen, sich die Quartalsergebnisse anschauen, analysieren.
Das ist möglich, aber natürlich was für Fortgeschrittene.
Vielen Dank, Hanna, für deine Einschätzung.
Ich danke dir.
Das war's mit Handelsblatt Today für heute.
Redaktionsschluss war wie immer um 16 Uhr.
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Ich bedanke mich sehr bei Lukas Teppler für die Produktion der Sendung und natürlich bei Ihnen fürs Zuhören.
Machen Sie es gut und bis bald.
