# Luxury Turnarounds and AI-Driven Hardware Growth

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-02-11

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Mittwoch der 11.
Februar.
Ich bin Christoph Damm und ihr hört ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital, dem Broker mit einem der besten YouTube-Accounts in Deutschland.
Den Link dazu findet ihr in der Beschreibung.
Wir schauen heute mal, ob es Anzeichen für ein Comeback von Gucci und damit der Muttergesellschaft Caring geben könnte.
Und Canon is beim Online-Marktplatz StockX überraschend beliebt.
Wir sagen euch, ob die Aktie was davon hat.
Zunächst aber wie gewohnt die News.
Gestern gab's mal wieder einige Zahlen.
Starten wir in den USA.
Bei Coca-Cola gab es gemischte Zahlen.
Der Umsatz ist im letzten Quartal um die 5% gestiegen auf 12 Milliarden Dollar.
Positiv dabei, das weltweite Absatzvolumen ist um 1% gestiegen.
Das ist bereits das zweite Quartal in Folge mit einem Wachstum in dem Bereich.
Das ist wichtig, weil davor viele Konsumgüter oder Nahrungsmittelunternehmen fast nur noch dank Preiserhöhungen gewachsen sind.
Jetzt könnte sich eine Bodenbildung abzeichnen.
Weil aber die Nachfrage in Nordamerika und Asien nachlässt, erwartet der Konzern auch für 2026 nur ein leichtes Wachstum.
Hier hatten Analysten mehr erwartet.
Die Aktie hat leicht verloren.
Um die 15% gewonnen hat dafür Datadoc.
Im letzten Quartal ist der Cloud-Spezialist um fast 30% gewachsen und damit deutlich stärker als gedacht.
Eine Grund war der KI-Boom, der dafür sorgt, dass die Monitoring-Tools von Datadoc stark nachgefragt sind, gerade wenn IT-Systeme immer komplexer werden.
Damit kann man zum Beispiel die Leistung von Servern überwachen.
Ganz spannend, das Kursplus gab es trotz eines schwachen Ausblicks.
Zwar erwartet Datadoc für das erste Quartal mehr Umsatz als gedacht, für das Gesamtjahr liegt der Konzern aber unter den Schätzungen.
Offenbar hatte der Markt nach den großen Problemen von Softwarekonzernen zuletzt auch bei Datadoc die Sorge, dass der Ausblick noch schwächer ist.
Und auch von Hasbro gab es Zahlen, die sind auch gut angekommen, fast 10% ging es aufwärts, nachdem der Spielzeugkonzern im letzten Quartal um 30% gewachsen ist und damit stärker als gedacht.
Besonders stark ist weiterhin das Kartenspiel Magic the Gathering, mit dem der Konzern den Umsatz fast verdoppelt hat.
Außerdem hat Hasbro im letzten Quartal einen Gewinn erzielt, nachdem die Firma im Jahr davor noch Verlust gemacht hat.
Auch 2026 will Hasbro stärker wachsen als erwartet und es gibt ein neues Aktienrückkaufprogramm.
Dazu hat der Konzern einen Deal mit Warner Bros gemacht zur Entwicklung von Spielzeug und Spielen rund um das Harry Potter-Universum.
Kurze Pause von Zahlen, wir bleiben aber in den USA.
Der Hersteller von Berufskleidung, Synthes will den Konkurrenten Uni First übernehmen.
Den Plan gibt es tatsächlich schon sehr lange.
Schon im Januar 2022 sollte es zum Deal kommen, die Gespräche kam aber nie zustande.
Jetzt bietet Sinters fast 4 Milliarden Dollar.
Das ist ein Aufschlag von fast 40 Prozent auf den letzten Schlusskurs von Unifirst.
Unifirst wird aber kontrolliert von der Familie des Gründers der Firma.
Es hängt also vor allem an ihr, ob sie ihre Aktien abgeben wird.
Unifirst hat nach der Nachricht 20% gewonnen.
Synthes hat auch leicht gewonnen.
Schauen wir nach Asien, Alibaba hat ein neues KI-Modell speziell für Robotik vorgestellt.
Das Modell mit dem Namen Rinbrain soll Robotern helfen, die physische Welt besser zu verstehen und Objekte präzise zu erkennen.
In einem Demo-Video hat ein Roboter mit dem Modell erfolgreich Obst erkannt und sortiert.
Das klingt erstmal simpel, braucht aber komplexe Rechenprozesse.
Alibaba steigt damit in den Wettbewerb mit Nvidia, Google und Tesla ein, die auch in diese physische KI investiert haben.
Die Alibaba-Aktie ist leicht gestiegen, die US-Konkurrenz hat aber nicht groß auf die Meldung reagiert.
Und damit nach Europa.
Philips war um die 10% im Plus nach Zahlen.
Im letzten Quartal ist die Firma um 1% gewachsen auf 5 Milliarden Euro.
Im Gesamtjahr konnte Philips wieder Gewinn machen, nachdem es davor einen Verlust gegeben hat.
Philips hatte lange Zeit Probleme wegen fehlerhafter Beatmungsgeräte für die Schlaftherapie.
2024 gab es deshalb einen milliardenschweren Vergleich mit der US-Justiz.
Die ganzen Probleme will Philips jetzt gerne hinter sich lassen und bis 2028 Umsatz und Margen deutlich verbessern.
Ebenfalls stark war die Ferrari-Aktie, die war auch 10% im Plus nach Zahlen.
Im letzten Quartal ist der italienische Autobauer um 5% gewachsen und damit stärker als gedacht.
Gleichzeitig hat Ferrari aber auch 5% weniger Autos verkauft.
Besonders die Nachfrage in China und Taiwan geht zurück.
Ferrari ist trotzdem gewachsen, weil es den Verkaufspreis je Auto steigern konnte.
Im Schnitt wurde ein Auto für mehr als 470.000 Euro verkauft.
Das ist ein Rekordwert.
Auch der Ausblick war besser als gedacht, deshalb der kräftige Anstieg.
Auf Sicht von einem Jahr legt die Aktie aber immer noch 30% im Minus.
Sogar 15% im Plus war Spotify gestern.
Der Streamingdienst hat im vierten Quartal den Umsatz um 10% gesteigert auf 4,5 Milliarden Euro.
Grund war eine stark wachsende Abonnentenzahl.
Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer ist um 10% gestiegen, auf 750 Millionen, das war mehr als erwartet.
Auch im laufenden Quartal soll die Zahl weiter steigen.
Das Business mit Abonnenten ist im letzten Quartal um 10% geklettert.
Allerdings ist das Geschäft mit Werbung für kostenlose Nutzer um 5% geschrumpft.
Das Abo-Geschäft ist aber deutlich größer.
Und dann habe ich noch ein paar krasse Zahlen für euch.
Die Prognoseplattform Calci hat am Superbowl-Sonntag einen Rekordtag hingelegt.
Über eine Milliarde US-Dollar wurden bei der Plattform gesetzt.
Das war ein Plus von 2700% gegenüber dem Vorjahr.
Besonders die Wetten auf die Halbzeitshow von Bad Bunny haben geboomt.
Allein auf seiner Öffnungsong wurden insgesamt über 100 Millionen Dollar gewettet.
Etwas genauer anschauen müssen wir noch die Zahlen von Caring.
Wir haben hier im Podcast ja oft darüber gesprochen, dass sich Luxus-Aktien auch in Krisenzeiten recht gut halten.
Eigentlich.
Schließlich können sich Superreiche auch bei hoher Inflation immer noch teurere Produkte leisten.
Doch seit einigen Jahren gilt das nicht mehr, besonders wegen der schwachen Nachfrage in China.
Jetzt ist aber die Frage, wann schafft es die Branche wieder, nachhaltig aus dieser Krise herauszukommen.
Ein Anzeichen könnte es eben vielleicht bei den Zahlen von Kehring geben, also die vom Mutterkonzern von Marken wie Gucci oder Yves Saint-Laurent.
Die Reaktion darauf war nämlich sehr positiv.
Die Aktie von Kehring hat um die 10% gewonnen.
Dabei sind die Zahlen auf den ersten Blick alles andere als gut.
Im wichtigen Weihnachtsquartal ist der Umsatz von Caring um die 5% gefallen auf 4 Milliarden Euro.
Gucci ist sogar um 10% geschrumpft.
Das ist das 10.
Quartal mit einem Umsatzrückgang bei Gucci in Folge.
Warum dann der Jubel an der Börse?
Analysten hatten erstens ein noch schlechteres Quartal von Gucci erwartet, aber laut Caring gab schon Ende des Jahres eine leichte Verbesserung der Lage bei Gucci, vor allem dank neuer Produkte und der Nachfrage nach Handtaschen.
Zweitens hängt der Kursanstieg aber auch mit einer Person zusammen, Luca DeMeo.
Wir hatten euch im letzten Sommer gesagt, dass er ab September 2025 den Posten übernimmt und dass er vom Autokonzern Renault zu Caring kommt.
Dort hatte er bewiesen, dass er Marken wiederbeleben kann, was bei Caring wichtiger sein könnte als große Branchen-Insider-Kenntnisse.
Jetzt liegt das erste Quartal also hinter ihm und er hat bereits einige Hebel in Bewegung gesetzt.
Im Oktober hat er die Kosmetik-Sparte für 4 Milliarden Euro an L'Oréal verkauft, um Schulden abzubauen.
Dazu hat Caring im letzten Jahr schon 75 Boutiken geschlossen und dieses Jahr soll nochmal 100 folgen.
Insgesamt soll 2026 das Jahr der Rekonstruktion werden.
Was heißt das?
Demo will zurück zum Wachstum und zu besseren Margen.
Das ist auch notwendig.
Bei Caring hat die operative Marge 2025 nämlich bei 11% gelegen.
Bei Konkurrent LVMH waren es 22%.
Besonders Gucci muss dafür wieder besser laufen, weil es für die Hälfte vom Caring Umsatz und für zwei Drittel vom Caring Gewinn steht.
Hoffnung liegt auf dem neuen Kreativdirektor, Demna Grasilia, der von Balenciaga, einer anderen Caring-Marke zu Gucci gewechselt ist.
Im zweiten Quartal sollen die ersten Produkte unter seiner Verantwortung auf den Markt kommen.
Die Worte vom neuen CEO DeMeo kommen erstmal gut an, jetzt müssen die Zahlen in diesem Jahr sein Plan bestätigen.
Auf Sicht von fünf Jahren hat die Aktie sich nämlich etwa halbiert.
Trotzdem steht der Börsenwert von 30 Milliarden Euro noch immer für das 30-fache vom erwarteten Gewinn.
Solange die Lage unsicher bleibt, klingt das nicht günstig.
Im Sog von Caring haben gestern aber auch erstmal andere Luxusaktien wie LVMH, Burberry oder Richmond leicht zugelegt.
Die Familiengeschichte der Gucci hat sich immer am Rand des Skandals und der kreativen Extreme bewegt.
Braucht man eigentlich eine Kamera, wenn man sein Handy eh ständig dabei hat.
Offenbar sehen das viele wieder so, wenn man einem Trend glaubt, den Pascal entdeckt hat.
Das meistverkaufte elektronische Produkt auf StockX im 2025 war nicht die PlayStation, das iPhone oder die Nintendo Switch, sondern die Canon PowerShot G7X Mark III.
Insgesamt sind Canon-Produkte auf StockX über 6000% gewachsen.
Blöd nur, dass die Japaner selbst davon nichts haben.
Denn die Geräte wurden ja schon verkauft.
Und auf den ersten Blick ist der etwa 27 Milliarden Dollar schwere Konzern auch nicht wirklich eine Wachstumsstory.
2025 ist der Umsatz nur 3% auf rund 30 Milliarden Dollar gewachsen.
Denn auch wenn Kameras das bekannteste Business sind, kommen mehr als 50% des Umsatzes aus dem Printing-Business, also dem Geschäft mit Druckern für professionelle Kunden oder Firmen.
Das Business ist zwar langweilig, hat aber durch die Fahrpatronen und Wartungen wiederkehrende Umsätze.
Aber tatsächlich sind Canon-Kameras interessanter.
Zwar bringt das sogenannte Imaging Business ein bisschen mehr als 20% vom Umsatz, ist aber 2025 mit mehr als 12% am schnellsten gewachsen.
Und dort profitiert Canon von zwei Trends.
Grund Nummer 1, die Gen Z.
Denn statt auf Handys zurückzugreifen, nutzen sie immer mehr Kompaktkameras für kreative Aufnahmen, bessere Bildqualität oder Streaming.
Was wohl auch ein Grund des Erfolgs der PowerShot auf StockX war.
Grund Nummer 2, sogenannte Network-Kameras.
Das sind Sicherheitskameras, die auch von zwei Trends profitieren.
Auf der einen Seite von einem erhöhten Sicherheitsbedürfnis und zum anderen wegen der hohen Nachfrage nach KI-Lösungen in Fabriken oder Lagern.
Mit einem Plus von fast 30% und fast 3 Milliarden Dollar Umsatz das schnellstwachsende Canon-Business.
Und KI spielt auch in einem anderen Business mit, das noch im Aufbau ist.
Canon hat gerade die Tochter Canon Electronics wieder in den Konzern eingegliedert und steigt damit in den Bau von Beobachtungssatelliten ein.
Heißt, Canon baut Low-Orbit-Satelliten, stattete sie mit Kameras aus und schickt sie in den Weltraum.
Damit soll dann zum Beispiel Landwirtschaftsprognosen gemacht und die Verteidigung von Ländern wie eben Japan unterstützt werden.
Bis 2030 soll das Space Business über 120 Millionen Dollar Umsatz bringen.
Schon jetzt fliegt ein Satellit mit Canon-Kamera durch den Orbit und für das japanische Militär soll 2026 noch einer folgen.
Trotz der Wachstumsfantasie muss man aber sagen, Canon ist ein riesiger Konzern mit den unterschiedlichsten Bereichen.
Das Geflecht ist also nicht einfach zu verstehen und wächst eben insgesamt langsam.
Dafür gibt es die Aktie aktuell zum Zwölffachen des Gewinns.
Der Schnitt der letzten fünf Jahre war ein KGV von 14.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert von Potstars bei OMR.
Schönen Tag euch.
Tschüss.
