# AI Disruption Trade and Value Rotation

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-02-11

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über sprunghafte Anleger, das krasse Cloudflair versprechen und ein furioses Comeback von Luxus.
Im Thema des Tages verraten wir euch, was hinter dem AI Disruption Trade steht und wer in Gefahr ist.
Und in der Triple A-Idee, da präsentieren wir drei Value-ETFs für ein ausbalanciertes Depot.
Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Philipp Vetter.
Und Holger Czeppitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Mittwoch, der 11.
Februar, und wir wünschen euch einen bescheidenen Start in den Tag.
Tja, die Börsen lieferten gestern nämlich nicht besonders ab, deswegen muss man bescheiden sein.
Der DAX, der schloss bei knapp unter 25.000 Punkten 0,1% tief und auch in der Wall Street.
Da verlor der SP 500 nach einem positiven Start dann doch am Ende 0,3% und der NESTECO sogar 0,6%.
Und es klingt eigentlich nach einem langweiligen Börsenhandel, aber unter der Oberfläche, da herrschte große Unruhe und vor allen Dingen massive Rotation.
Investoren sind derzeit extrem sprunghaft.
Jumpy, wie Goldman Sachs es nannte.
Sobald die Begriffe KI und Beratung in einer Headline auftauchen, wird verkauft aus Angst, dass KI menschliche Berater oder Firmenmargen überflüssig macht.
Die Händler fragen sich nun, welche Branche wird als nächstes von der KI angegriffen.
Dazu dann gleich mehr im Thema des Tages.
Und aufgrund schwacher amerikanischer Einzelhandelsdaten flüchteten dann Investoren aus Tech-Werten in defensivere Sektoren wie Versorger, Immobilien, REITs und auch Healthcare rein.
Und die zehnjährigen Rentis nämlich um sechs Basispunkte auf den tiefsten Stand in diesem Jahr gefallen und davon profitieren natürlich solche Sektoren.
Und besonders hart unter Tech traf es dann die Festplattenhersteller, beispielsweise Seagate oder Western Digital, die über sieben Prozent verloren.
Und selbst Google, also Alphabet, die Mutter, die verloren 2% und das ohne wirklich negative Nachrichten.
Ja, krass.
Und das bei dem Market Cap.
Dabei hat das Unternehmen innerhalb von 24 Stunden mühelos fast 32 Milliarden US-Dollar an Unternehmensanleihen in drei Währungen und Tranchen aufgenommen.
Darunter war auch eben jene hundertjährige Anleihe in britischen Pfund.
Wir hatten da ja gestern ausführlich drüber berichtet.
Und nachbörslich gab es dann viele Zahlen und wenig Licht und viel Schatten.
Fangen wir mal mit dem Licht an Cloudflare.
Die gewann rund 15 Prozent der Plattform Sicherheitsanbieter hat hervorragende Quartalszahlen vorgelegt, die sowohl bei Umsatz als auch Prognose die Erwartungen der Wall Street deutlich übertroffen haben.
Und stark fiel auch der Auftragsbestand aus.
Diese berühmten RPOs, also Remaining Performance Obligations, so vertraglich zugesicherte, aber eben noch nicht realisierte Umsätze.
Und das deutet dann auf künftige gute Einnahmen hin.
Cloudflare ist zur Abwechslung mal ein Softwareunternehmen, das von KI profitiert, speziell vom Aufstieg der KI-Agenten, also den autonomen Software-Programmen, die Aufgaben erledigen für ihre Nutzer.
Cloudflare argumentiert, dass das Internet gerade ein fundamentales Replatforming durchläuft.
Wenn KI-Agenten die neuen Nutzer des Webs werden, statt eben den Menschen, die da bislang surfen, dann ist Cloudflare die Infrastruktur, auf der diese Agenten laufen und das Netzwerk, durch das sie ihre Daten schicken.
Mehr KI-Aktivität und mehr automatisierte Agenten führten dann eben direkt zu einer höheren Nachfrage nach der Sicherheits- und Netzwerkinfrastruktur von Cloudflare.
Tja, und wenn die das schaffen, dann wäre das wirklich für die ein großes Plus, wenn sie eben diese Agenten, die ja auch viel Blödsinn machen können, eben in sicheren Bahnen durchs Internet sausen lassen.
Weiter geht's mit Schatten, Robin Hood, die fielen nachbösi.
7 Prozent der Online-Broker verfehlte die Erwartungen, sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz.
Vor allen Dingen wegen eines kräftigen Einbruchs der kryptobezogenen Erlöse um gleich mal 38 Prozent.
Und dann gab es auch noch einen schwächeren Zinsüberschuss in Folge niedriger kurzfristiger Zinsen.
Die Notenbank hatte die Zinsen gesägt und das hat er den Gewinn kräftig gedrückt.
Der lag nur noch bei 761 Millionen statt der erwarteten 833 Millionen Dollar.
Und der Umsatz, der lag auch unter Erwartung, nämlich bei 1,28 statt bei 1,35 Milliarden.
Und zusätzlich hat auch noch der Ausblick belastet.
Und die Kosten, die sollen nämlich steigen um gleich mal 18 Prozent in diesem Jahr.
Und das kam nicht gut an.
Ja, das waren ja wirklich nur Negativnachrichten.
Lyft crashte nachbörslich auch um 16 Prozent der Fahrdienstleister.
Der meldete im vierten Quartal leicht bessere Buchungen und ein höheres EWTA als erwartet und kündigte zudem einen Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Dollar an.
Aber der Umsatz, der blieb eben unter den Erwartungen.
Und der Ausblick für das erste Quartal, der fiel etwas zu schwach aus.
Lift rechnet mit Buchungen von 4,86 bis 5 Milliarden Dollar und einem operativen Gewinn von 130 Millionen Dollar während der Markt.
Der hatte mit 4,9 Milliarden Dollar Umsatz und 140 Millionen Dollar Gewinn gerechnet.
Das war also auch ein Mist.
Und deine 60 Prozent, die kann ich sogar mit meiner Aktie übertreffen.
Also nicht, dass ich sie persönlich hätte, aber mit Martel, dem Spielanbieter, die verlor nachweislich sogar ein Viertel des Wertes.
Und das nachdem Hasbro ja eigentlich ganz gute Zahlen vorgelegt hat, zeigt, dass er eben auch Spielehersteller nicht Spielehersteller ist.
Und Martel hat im vierten Quartal die Erwartung deutlich verfehlt, bedingt durch schwächere Umsätze und auch spürbaren Margendruck und besonders enttäuscht und auch noch der Ausblick.
Für 2026 rechnet das Unternehmen nur noch mit einem Gewinn je Aktie von 1,18 bis 1,30.
Und der Markt hatte 1,76 Millionen erwartet.
Das ist wirklich deutlich drunter.
Und selbst das Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden konnte die Gemüter nicht wirklich beruhigen, zumal auch noch auffiel, das im Vergleich zum Konkurrenten Hasbro.
Martel bislang keinen hochmarschiges Digitalgeschäft hat, auch wenn der Konzern mit der geplanten vollständigen Übernahme des Mobile Game Studios Martell 163 jetzt gegensteuern will.
Einen kräftigen Rebound nach der siebenmonatigen Abwärtsbewegung erlebte Spotify.
Eine optimistische Quartalsprogose ermunterte Anleger dann doch zum Einstieg bei dem Musikstreaming-Dienst.
Die US-notierten Titel des schwedischen Unternehmens gewann 15 Prozent.
Das Unternehmen stellte für das erste Quartal einen operativen Gewinn von 660 Millionen Euro in Aussicht und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt nur von 652,3 Millionen Euro ausgegangen waren.
Und viele von euch werden auch wissen, wie es dazu kommt.
Spotify profitiert nämlich von kräftigen Preiserhöhungen und auch einem starken Nutzerzuwachs.
Und Rückenwind im vierten Quartal brachten dem Unternehmen zufolge die Funktion Rapped, also diese wunderbaren Statistiken, die ja auch immer durchs Netz geschoben wurden.
Und das hat wohl viel Aufsehen erregt und eben auch für zusätzliche Kunden für die Plattform gebracht.
Ja, das kann man verstehen.
Es ging ja wirklich, jeder musste ja noch sein.
Wie war das?
Musikalisches Alter oder so Teil letztes Jahr.
Ja, ganz genau.
Und wie alt warst du?
Ich bin kein Spotify-Nutzer.
Ich bin ja Apple-Kunde.
Also ich konnte da leider nicht rein.
Ich bin Amazon Music-Nutzer.
Ich auch nicht.
Auch wenn Amazon Music das kopiert hat, aber das war eher nur schlechte Kopie.
Ja, es macht Spotify schon ganz geschickt mit seinem Marketing.
Eine starke Nachfrage im Luxussegment hat der Aktien der US-Hotelkette Marriott in Rekord hoch beschert.
Die Titel, die legten um 9% zu und markierten damit ein Allzeit hoch.
Der Umsatz des Unternehmens für das vierte Quartal, der übertraf mit 6,69 Milliarden Dollar die Erwartung der Analysten.
Marriott verwies als Grund auf ein starkes Wachstum in seinem Geschäft mit Luxuszimmern, zu dem die Hotels der Marke Ritz-Carlton gehören.
Das Unternehmen sprach von einer, Zitat, unersättlichen Nachfrage nach Luxus bei wohlhabenden Kunden, die seit einiger Zeit Ausgaben für Erlebnisse und Reisen priorisieren.
Und die Aktie, die hat in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt 24% gemacht.
Und wenn man sich den Konkurrenten Hilton anguckt, die hat sogar 24,5% gemacht, habe ich mein Sohn darauf aufmerksam gemacht, der nämlich selbst Hotelfmann wird.
Und das sind 10%-Punkte mehr als der SOP 500.
Mama sind so einfache Aktien.
Wenn wir hier irgendwie KI nach jagen, ist einfach eine Hotelaktie, eigentlich eine ganz hübsche Geschichte.
Und wo wir schon bei Luxus sind, da gab es noch die Aktien des Sportwagenbauers Ferrari, die gewann mehr als 10% und Grund war ein Ausblick für das laufende Jahr, der besser als befürchtet ausfiel.
Und dann gab es noch eine weitere Luxusaktie, nämlich Kehring.
Die konnten wegen eines erfreulichen Wachstums bei Gucci, die nämlich zu Kering gehört, um 11% zulegen.
Und wenn man mal den breiten Markt sich anguckt, der sich im Amund-Global Luxury ETF widerspiegelt, das ist nämlich 80 Luxus-Güteraktien drin.
Die gewann, also der ETF gewann gestern 3%.
Und du machst noch schnell Termine.
Ja, da gibt es einmal US-Arbeitsmarktzahlen und dann durchaus prominente Quartalsberichte auch hier aus Deutschland.
Commerzbank legt Zahlen vor, Siemens Energy, Deutsche Börse.
Dann gibt es von Dass Root Systems unter anderem Global Foundries, Hilton, die wir ja gerade schon erwähnt haben, legen auch wieder neue Zahlen vor.
Shopify wird berichten, Vertif Holdings, Unity Software, App Lovin, Cisco Systems, dann Fastly, Hubspot, Motorola und auch Team Mobile.
Das Thema des Tages.
Im Thema des Tages müssen wir heute über einen Börsenbegriff sprechen, der noch recht jung ist, aber gerade reihenweise Aktien platt macht.
Und zwar heißt der AI-Disruption Trade, lieber Philipp.
Klingt nach Angst und Panik und die Angst hat ein klares Muster.
Immer wenn irgendwo ein neues KI-Tool vorgestellt wird, dann fragt sich der Markt, aha, ist die nächste Branche dran.
Ja, ganz genau, so läuft das.
Und los ging es ja bei Software.
Claude Anthropic war Agent, war plötzlich da und der konnte ganze Jobs erledigen.
Und das war dann der Moment, in dem Investoren verstanden haben, KI ergänzt Software nicht nur, beziehungsweise macht sie nicht nur besser, sondern sie wird teilweise sogar ersetzt.
Ja, und damit wackelt das Heiligste des Software as a Service-Gebots, Abrechnung pro Nutzer.
Wir haben ja schon drüber gesprochen diese Woche.
Wenn ein KI-Agent die Arbeit von fünf Mitarbeitern macht, naja, dann brauchst du eben keine fünf Lizenzen mehr.
Ergebnis-Softwareaktien minus 20, minus 30 Prozent.
In kürzester Zeit wurden einfach mal 300 Milliarden Dollar Börsenwert ausradiert.
Und kaum hatte sich die Software wieder sortiert, ging es weiter mit der nächsten Branche Versicherung.
Auslöser, ein KI-Vergleichstool von Injurify.
Das ist basierend auf JetGPT, so ein Vergleichstool, wo man einfach gucken kann, wo gibt es die beste Versicherung.
Und plötzlich fragt sich ja der Markt, naja, wenn das ein KI-Tool machen kann, wozu brauche ich dann noch ein Versicherungsmakler?
Ja, das fragt man sich ja eigentlich je schon lange und zack, die Aktien von Versicherungsbrokern wie Marsh oder Arthur Galger, Aon und Willis Tower Watson, die stürzen in den USA ab.
Dann in Europa die Aktien von Allianz Zürich, AXA, Aviva verloren, jeweils bis zu 3 Prozent.
Alles wurde eben unter Generalverdacht gestellt.
Und obwohl die KI erstmal nur vergleicht und nicht berät, aber an der Börse gilt, tja, erst verkaufen, später nachdenken.
Und tja, was ist jetzt dran?
Jetzt sind es die Vermögensverwalter.
Genau.
Altruist hat ein Steuerplanungstool auf den Markt gebracht.
Die KI, die liest Steuerbescheide, Gehaltsabrechnungen, E-Mails und bastelt dann individuelle Steuerstrategien.
Ja, genau das, womit Wealth Manager ihr Geld verdienen.
Bislang erwischt nur die wirklich beliebten Branchen, muss man sagen.
Komm sie.
Naja, Ergebnis in Amerika zumindest Ryman James, minus 9 Prozent.
Charles Schwab, die machen auch sowas.
Wealth Management, minus 7 Prozent.
Und das ist der schlechteste Tag seit Jahren ohne Gewinnwarnung und ohne Skandal.
Nur einfach durch dieses KI-Steuerplanungstool.
Krass.
Tatsächlich geht es erstmal gar nicht um Fundamentaldaten, es geht um Unsicherheit.
Und Unsicherheit ist Gift für jede Bewertung.
Der Markt fragt nicht, ist das Tool vielleicht heute schon gefährlich, sondern könnte es in drei oder in fünf Jahren gefährlich werden.
Tja, und wenn dann die Antwort vielleicht lautet, dann wird sofort die Bewertung geschrumpft, also das KGV.
Sozusagen gibt es dann ein Unsicherheitsabschlag.
Und jetzt werdet ihr euch vielleicht fragen: Tja, braucht man wirklich keine Menschen mehr für Versicherungen oder für Geldanlage oder für Steuern?
Und was steckt dahinter?
Kurzfristig werden natürlich noch Menschen gebraucht, aber ja, nicht mehr so viele und die Margen, die werden sinken, weil die Effizienzgewinne sofort wegkonkurriert werden.
Ja, da gab es ein spannende Geschichte vor drei Tagen in der Financial Times.
Und da stand dann zu lesen, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, die haben einen eigenen Abschlussprüfer, der heißt Grant Thornton.
Und den haben sie massiv unter Druck gesetzt, die Honorare zu senken.
Und die Begründung, die da KBMG denen schrieb, durch den Einsatz von KI seien die Prüfungsprozesse effizienter und kostengünstiger geworden.
Und diese Einspau, klar, die müssten weitergegeben werden.
Und KBMG drohte sogar damit, den Prüfer zu wechseln, sollte Grant Thornton nicht auf die Forderung eingehen.
Und genau das, das wird jetzt massenhaft passieren.
KI wird die Verhandlungsposition vieler Firmen verbessern, die niedrigere Kosten ihrer Softwarefirmen, ihrer Wirtschaftsprüfer, ihrer Versicherungsagenten oder eben der Steuerberater fordern.
KI ist kein Terminator, der Jobs auslöscht.
Sie ist eher so ein Preisdrücker, der zeigt, wie viel einer Dienstleistung ja jetzt wirklich noch wert ist heute.
Also, wir können vielleicht nochmal festhalten, der AI Disruption Trade, der läuft in Wellen.
Erst Software, dann IT-Dienstleistungen, IT-Informationsdienste, dann Versicherung und jetzt Wealth Management.
Und vielleicht mal eine Regel, was disruptierbar ist.
Wenn das Produkt nur auf dem Bildschirm besteht und Information der Rohstoff ist und diese Information weitgehend frei verfügbar ist, dann wird ganz sicher das Produkt von der KI angegriffen werden.
Die nächste Branche steht schon Schlange.
Immer gleiche Dramaturgie, neue KI, Angst, Abverkauf, teilweise Erholung, aber die Bewertung, die kommt oft nicht mehr auf das alte Niveau zurück.
Fazit der AI Disruption Trade ist kein einzelner Trade.
Er ist so eine Art Reflex des Marktes.
KI tötet keine Branchen über Nacht, aber sie zwingt die Börse, bestimmte Branchen neu zu bepreisen.
Eine nach der anderen.
Und diese Neubepreisung, tja, die hat gerade erst angefangen.
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Die AAA-Idee des Tages.
Das ist ein ganz schönes Auf- und Up in den vergangenen Wochen.
Bei den KI und Chip-Aktien.
Bei den Edelmetallen und ja auch bei den Kryptos.
Da sucht der ein oder andere vermutlich nach Alternativen, um das eigene Portfolio noch stärker zu diversifizieren und ein bisschen zu beruhigen.
Aber das ist gar nicht so einfach, muss man feststellen.
Und in unserer Triple A-Idee schauen wir deshalb mal auf eine Anlagetheorie, die ein bisschen aus der Mode gekommen war, aber womöglich jetzt die Unsicherheit rund um KI und könnte sie halt ein Comeback hinlegen.
Es geht um Value Investments.
Ja, erstmal zur Erklärung, was Value-Titel überhaupt ausmacht.
Im Gegensatz zu Wachstumsaktien, die zwar womöglich heute noch überschaubare Gewinne machen oder sogar Verluste und dafür aber viel Potenzial für schnelles Wachstum bieten, handelt es sich bei den Value-Aktien um eher ältere Unternehmen, die schon erfolgreich hohe Gewinne machen, dafür aber nicht mehr so rasant wachsen.
Außerdem zahlen sie häufig Dividenden.
Und vor allen Dingen haben sie bieten sie eine gewisse Sicherheit, weil sie Planbarkeit mehr haben, als es diese ganzen KI-Aktien machen.
Klingt ein bisschen langweilig, aber langweilig ist ja nicht unbedingt schlecht, gerade wenn es im eigenen Depot ohnehin schon ziemlich aufregend zugeht, weil man dann doch ziemlich viel KI und Software bislang hat.
Die Value-Aktien haben in der Regel auch noch ein niedriges Kursgewinnverhältnis und sie sollen günstig bewertet sein und am besten noch unter ihrem wahren inneren Wert gehandelt werden.
Ja, fragt sich nur, wie findet man jetzt diese unterbewerteten Aktien?
Und die Antwort ist zum Glück ganz einfach.
Ihr könnt nämlich auch bei Value auf ETFs setzen.
Es gibt eine ganze Reihe von ETFs, die einen Korb von solchen Value-Aktien abbilden, je nachdem, ob ihr auf die ganze Welt in solchen Aktien investieren wollt oder lieber gezielt nach einer Region wie zum Beispiel Europa oder den USA sucht.
Und zu den ganz breiten globalen Fonds gehört der iShares, Edge MSCI World Value Factor ETF.
Wie bei vielen ETFs haben die USA auch hier einen hohen Anteil, aber eben nicht so ein hohen Anteil, sondern nur knapp 43 Prozent.
Das zeigt, dass eben Value nicht nur in Amerika zu Hause ist, sondern eben auch anderswo.
Und die größten Positionen sind Microtechnology, Cisco, Intel, Verizon und Qualcomm.
Und in den Top Ten finden Sie auch noch Werte wie Toyota oder British American Tobacco.
Insgesamt sind 436 Titel enthalten.
Wer auf europäische Value-Aktien setzen will, der kann sich mal den iShares Edge MSCI Europe Value Factor anschauen.
Hier sind nur 170 verschiedene Unternehmen enthalten.
Den größten Anteil haben ja deutsche Aktien.
Mit knapp 23 Prozent, ganz knapp dahinter liegen Großbritannien und Frankreich.
Hier schafft es British American Tobacco sogar auf den Platz 1 der größten Positionen mit 3,8 Prozent.
Fast genauso stark gewichtet sind Siemens und Novartis.
Es finden sich aber auch zum Beispiel Bayer, Total Energie und GSK unter den Top Ten.
Und wer ausschließlich amerikanische Value-Firmen im ETF haben will, der findet auch hier Angebote, wie beispielsweise den iShare's Edge MSCI USA Value Factor ATF.
Und hier sind mit 157 Firmen noch etwas weniger Titel enthalten.
Die größten Positionen sind auch hier Micron, Cisco, Intel, aber auf Platz 4, da kommt dann schon General Motors, ein amerikanischer Autobauer.
Auch AT<unk>T, Bank of America, Applied Materials, Citigroup und Ford sind in den Top Ten vertreten.
Ford hat übrigens gestern auch Zahlen vorgelegt.
Ja, ihr merkt, das sind schon ganz andere Titel, als ihr sie in den üblichen Basisinvestments, wie dem iShare Core, MSCI World ETF normalerweise gewohnt seid.
Und das ist ja auch der Sinn der Sache, wenn ihr euer Depot ein bisschen verbreitern wollt.
Und wir haben uns natürlich mal angeschaut, wie die Value-ETFs zuletzt gelaufen sind.
Und dann muss man sagen, dass sie schon seit einigen Monaten deutlich besser performen als viele anderen Indizes.
Los ging das ziemlich genau mit dem vom Trump Liberation Day genannten Börsenabsturz wegen der Zölle im April vergangenen Jahres.
Schaut man sich das letzte Jahr an, liegt der Value-ETF mit US-Werten.
Ganz vorne mit einem Plus von 33 Prozent, knapp dahinter immer noch 30 Prozent im Plus.
Der Welt-Value-Index und europäische Value-ETFs, die kommen immerhin noch auf 25 Prozent plus.
Im Vergleich schneiden der MSCI World mit Plus 11 und der DAX mit plus 7 da doch deutlich schwächer ab.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über euer Feedback.
Deshalb schickt uns einfach eine E-Mail an AAA, also aa.de.
Oder ihr hinterlasst uns eine Bewertung bei Instagram oder hier bei eurem Podcast Player.
Tommy hat uns hier bei Spotify einen Kommentar hinterlassen und womöglich hat er uns auch durchschaut.
Wir hatten ja gestern von der Jahrhundertanleihe von Alphabet berichtet.
Und Tommy schreibt, wenn ich bei AAA das Wort Jahrhundert höre, dann weiß ich, was ich Partout nicht anfassen werde.
Ja, das wird unser Nando nicht gerne hören, sonst wird ihn hart treffen.
Der packt ja gerne mal das Attribut Jahrhundert raus.
Ausgerechnet in diesem Fall kann er aber nichts dafür.
Diesmal ist echt der Google-Konzern schuld.
Und während die Jahrhundert-Aktien ja nicht immer 100 Jahre lang eine gute Idee bleiben, ist die Laufzeit diesmal halt einfach wirklich vorgegeben mit einem Jahrhundert.
Und dann hat uns noch Malte gemällt und er schrieb: Ich liebe eure Termine.
Könnt ihr da nicht Freitags oder samstags auch schon eine Wochenvorschau machen, dann kann man die kommende Woche besser planen, fragt er.
Tja, Malte, das machen wir eigentlich schon recht regelmäßig, die Termine.
Wir sind auch sehr ausführlich.
Und allerdings machen wir die Vorschau erst am Montag.
Und das reicht ja auch.
Wer will denn noch zu dem langen Interview samstags noch ganz lange Termine haben?
Und dass wir auch schon mal auf die folgenden Tage dann schauen.
Und dann machen wir jeden Tag ja auch nochmal eine Vorschau.
Ihr merkt, wenn man nichts verpassen will, muss man am besten alle Folgen hören.
Und deshalb heißt es, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und dann hören wir uns morgen wieder ab.
5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
