# GM Battery Bet, Kroger Leadership, and Market M&A Trends

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-02-10

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Dienstag, der 10.
Februar.
Mein Name ist Timon Wunderlich und das ist Ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital, dem Broker mit eigenem KI-Chatbot, der euch alle möglichen Fragen rund um Aktien und Wirtschaft beantwortet.
Heute geht es um den Großinvestor bei Hugo Boss.
Frazers Group und um GMs neue Batteriehoffnung für die E-Autosparte.
Jetzt aber erstmal die News des Tages.
Gestern war viel los an der Börse, besonders in Japan, da ist Sanae Takaischi neue Premierministerin geworden und hat den Leitindex Nikkei 225 fast 6% nach oben gezogen.
Investoren gehen davon aus, dass Takaischi Japans Wirtschaft mit Steuererleichterungen und Investitionen ankurbeln wird.
Und auch in den USA gab es zwei Personalmeldungen.
Kroger, der nach Walmart größte Lebensmittelhändler der USA, hat einen neuen CEO bekannt gegeben.
Greg Foran hat früher das US-Geschäft von Walmart geleitet.
Der damalige CEO von Walmart hat ihn den besten Einzelhändler der Welt genannt.
Der ehemalige Geschäftsführer von Kroger, Rodney McMullen, ist schon seit fast einem Jahr nicht mehr im Amt.
In der Zwischenzeit hat der Aufsichtsratsvorsitzende, Sargent, das Unternehmen geleitet und sich stark auf Kosteneinsparungen konzentriert, um die Preise zu senken.
So konnte das Unternehmen trotz stärkerem Wettbewerb durch Aldi, Walmart und Publix Markteinteile gewinnen.
Kroger hat auch seinen Ausblick bestätigt, die Aktie ist um die 5% gestiegen.
Und bei Kindrill gab es gleich mehrere Führungswechsel.
Das IT-Infrastrukturunternehmen wurde 2021 von IBM abgespalten und hatte gestern einen richtig schlechten Tag.
Der Börsenwert hat sich auf 2,5 Milliarden Dollar mehr als halbiert und dafür gab es mehrere Gründe.
Vor einem Jahr hat der Short-Seller Gotham City dem Unternehmen vorgeworfen, Finanzkennzahlen manipuliert zu haben.
Das Unternehmen wird aktuell von der US-Börsenaufsicht SEC überprüft und während all dem haben dann gestern nach schwachen Quartalzahlen der Finanzchef, der Rechtsberater und der Vizepräsident und leitende Finanzaufseher das Unternehmen verlassen.
Auch bei Marketing-Plattformfirma Ablovin gab es einen Short-Seller, der dem Unternehmen unter anderem Geldwäsche vorgeworfen hat.
Gestern hat er dann eine Entschuldigung veröffentlicht und manche der schwerwiegenderen Aussagen zurückgenommen.
Nach der Meldung ist Ablovens Börsenwert um die 15% auf ca.
160 Milliarden Dollar gestiegen.
Noch weiter geht der Kampf zwischen Novo Nordisk und Hims & Hurs.
Letzte Woche Donnerstag hat Hims seinen günstigeren Nachahmer von Novos Abnehmpille VEGOVI auf den Markt gebracht, am Wochenende dann aber schon den Verkauf eingestellt.
Gestern kam dann die Nachricht, dass Novo Hims wegen Patentverletzung verklagt hat.
Bei der Klage geht es nicht nur um die Abnehmpillen, sondern allgemein um Novos GLP-Einstoff, der auch in Novos Spritzen benutzt wird.
Vorher hatte Novo wegen den Nachammern Hims immer nur kritisiert.
Das ist jetzt das erste Mal, dass sie wegen des GLP-Einstoffs wegen Patentverletzung klagen.
Hims Aktie ist nach der Meldung um die 20% gefallen, die von Novo war ca.
8% im Plus.
Später dann aber auch nur noch um die 3%, nachdem die US-Medizin- und Lebensmittelbehörde FDA gesagt hat, dass Novos Fernsehwerbung irreführend ist und der Spot so wirkt, als gäbe es auch psychologische Vorteile.
Die Aktie von Novo-Konkurrent Eli Lilly hat sich kaum bewegt, Die haben gestern auch angekündigt, dass sie das Zelltherapie-Biotech Orna Therapeutics für 2,5 Milliarden Dollar übernehmen wollen.
Orna stellt neuartige Medikamente gegen Autoimmunerkrankungen wie Arthritis und Multiple Sklerose her.
Und Dilley will sich mit der Übernahme weitere Standbeine neben der eigenen Abnehmmedikamente aufbauen.
Und dann gab es passend zum Merger Monday noch zwei Übernahmemeldungen.
Zum einen wird der Bohrinselbesitzer TransOcean den Konkurrenten Valaris für fast 6 Milliarden Dollar übernehmen.
Gemeinsam haben die beiden Unternehmen über 70 Bohrinseln.
Immer mehr Unternehmen bohren nach Öl auf dem Wasser.
Die Aktie von TransOcean ist um die 5% gestiegen, die von Valaris über 30%.
Und dann will noch eine Gruppe von Investoren das polnische Packstation-Unternehmen Inpost für fast 8 Milliarden Dollar übernehmen.
Das ist 50% über den Börsenwert vom 2.
Januar.
Da gab es die ersten Gerüchte über eine Übernahme.
Ganz vorne bei der Übernahme dabei sind der Private Equity Investor Advent und der Logistikkonzern FedEx, die jeweils knapp 40% an dem Unternehmen halten werden.
Spannend ist, dass Edwin schon mal vor bei Inpost investiert war.
2021 waren sie sogar diejenigen, die Inpost damals auch schon für 8 Milliarden Dollar an die Börse gebracht haben.
Seitdem hat sich der Umsatz fast vervierfacht.
Die Bewertung ist trotzdem die gleiche.
Die Aktie von Inpost ist nach der Meldung um die 15% gestiegen.
Die von FedEx hat sich kaum bewegt.
Dann ist noch ST Microelectronics 10% gestiegen, nachdem Amazon einen Auftrag in Höhe von mehreren Milliarden Dollar an den Chiphersteller gegeben hat.
Der Deal gibt Amazon auch die Option, knapp 3% an der Firma zu kaufen.
Auch stark bewegt hat sich Monday.com.
Die Aktie ist aber gefallen.
Der Projektmanagement-Software-Hersteller war gestern über 20% im Minus.
Grund war ein schwacher Ausblick und damit verbunden die Sorge, dass das Geschäftsmodell von KI angegriffen werden könnte.
Ähnlich ging es ja auch zuletzt anderen Softwarefirmen wie Microsoft oder SAP.
Autobauer Stellantis ist beim Thema E-Auto zurückgerudert und hat den Anteil am Batterie-Joint-Venture mit Mercedes und Total Energies verkauft.
Jetzt investiert GM in eine ganz neue Batterietechnologie.
Christoph erklärt euch, worum es geht.
In der Autoindustrie sehen wir gerade völlig unterschiedliche Welten, wenn wir uns zwei Player aus Europa und den USA ansehen.
In Europa herrscht Krisenstimmung.
Wie Timon euch in der Folge vom Montag erzählt hat, muss Stellantis wegen Problemen in der E-Autosparte um die 20 Milliarden Euro abschreiben.
Die Aktie notiert deshalb auf dem tiefsten Stand seit dem Corona-Crash im Frühjahr 2020.
Anders ist das beim US-Konzern General Motors.
Die Aktie hat in der letzten Woche ein Allzeithoch aufgestellt.
Dabei hat der Autohersteller zuletzt auch 6 Milliarden Dollar auf sein E-Auto-Geschäft abgeschrieben.
Warum feiert der Markt hier trotzdem?
Der erste Grund scheint ziemlich logisch.
GM fokussiert sich wieder auf Verbrenner.
Gerade die Nachfrage nach margenstarken SUVs oder Pickups ist weiterhin hoch.
Verbunden mit Trumps verbrennerfreundlicher Politik ist das schon mal ein wichtiger Hebel fürs Business.
Der zweite Grund findet im Hintergrund statt.
GM ruht sich nämlich nicht auf dem guten Geschäft mit den Verbrennern aus, sondern fährt eine riskante Wette.
Im Zentrum davon steht die neue LMR-Batterie.
Die Abkürzung steht für Lithium-Manganreich.
GM will bereits 2028 die ersten Fahrzeuge mit dieser Chemie ausliefern.
Die LMR-Batterien sollen rund ein Drittel leistungsfähiger sein als die günstigen LFP-Zellen aus China.
LFP steht für Lithium-Eisenphosphat und diese Technik ist mittlerweile Standard für günstige E-Autos vor allem in China.
Das Besondere, die LMR-Batterien sollen nicht nur leistungsfähiger als diese sein, sondern gleichzeitig auch deutlich günstiger als die teuren Nickel-Kobalt-Akkus, die im Westen überwiegend benutzt werden.
Das Problem, LMR ist technisch anspruchsvoll.
Viele Konkurrenten haben sich gegen die Verwendung entschieden, weil die Batterien nach vielen Ladezyklen an Leistung verlieren.
GM sagt, es habe das Problem gelöst.
Das wird sich aber noch zeigen müssen, doch klar ist, wenn es klappt, dürfte GM einen klaren technologischen Vorsprung haben.
Es schwingt aber wieder ein Milliardenrisiko mit im Falle eines Misserfolgs.
Aber warum macht GM das eigentlich?
Warum schreibt man einerseits Milliarden auf sein E-Auto-Business ab und geht andererseits so eine riskante Wette ein?
Dahinter dürfte auch Kalkül stecken.
GM nutzt die aktuelle politische Atempause unter Trump nicht zum Ausruhen, sondern zur Weiterentwicklung.
Das Zieljahr 2028 dürfte dabei kein Zufall sein.
Wenn sich das politische Blatt in den USA wieder wendet und die Abgasregeln strenger werden, zum Beispiel mit einem neuen demokratischen Präsidenten, will GM bereit sein.
Gleichzeitig will der Konzern die große Kostenlücke zur chinesischen Konkurrenz schließen, um mit günstigeren Batterien in Zukunft auch günstigere E-Autos anbieten zu können.
Dafür nutzt der Konzern das gut laufende Business.
Der Umsatz ist 2025 zwar leicht gesunken auf 185 Milliarden Dollar, für dieses Jahr rechnet GM aber mit mehr operativen Gewinner als gedacht.
Das hat den Kurs angetrieben, genauso wie die Erhöhung der Dividende und das neue Aktienrückkaufprogramm im Wert von 6 Milliarden Dollar.
Die Aktie hat auf Sicht von einem Jahr um die 70 Prozent gewonnen und GM ist jetzt fast 75 Milliarden Dollar wert.
Trotzdem liegt das erwartete KGV nur bei 7.
Die niedrige Bewertung kennt man ja von Autokonzernen, weil sie die Probleme mit dem Wandel zur E-Mobilität haben.
Geht die Wette von GM im Hintergrund aber auf und verdient der Konzern weiterhin so gut mit den Verbrennern, könnte hier noch Potenzial sein.
Vor knapp zwei Monaten haben wir euch vom Machtkampf bei Hugo Boss erzählt.
Dem Großaktionär Frazers Group gehören um die 25% an der Premium-Modemarken und er will, dass Hugo Boss sein Cash in Wachstum steckt, anstatt Dividenden zu zahlen.
Und auch mit einer anderen Beteiligung hat Frazers Streit.
Bei dem britischen Modeunternehmen Boohoo soll der CEO 170 Millionen Euro bekommen, wenn er es schafft, dass sich der Aktienpreis in den nächsten fünf Jahren mehr als verdreizehnfacht.
Der Finanzchef von Frazers hat den Plan eine Schande genannt, auch wenn sich Aktionäre wahrscheinlich freuen würden, wenn es wirklich dazu kommt.
Frazers gehören neben Hugo Boss und Boohoo eine ganze Reihe an Beteiligungen, darunter Everlast, Sports Direct und fast 30% an Asos.
Außerdem ist die Firma mit 2 Millionen Quadratmetern an Wohnfläche noch einer der größten Immobilienbesitzer in Großbritannien.
Durch die Investments in Immobilien und Unternehmen konnte Frazers seinen Buchwert pro Aktien in den letzten 5 Jahren mit im Schnitt 16% pro Jahr steigern.
Der Buchwert ist im Grunde das Nettovermögen von einem Unternehmen und es kann besonders Sinn machen, sich den anzuschauen, wenn der Wert von einem Unternehmen, wie bei Frazers, an vielen Beteiligungen und anderen Investments hängt.
In den letzten fünf Jahren lag das Verhältnis von Aktienkurs zu Buchwert bei Frazers im Schnitt leicht über zwei.
Wenn man also einen Euro in Frazers investiert hat, hat man nicht mal 50 Cent an Nettovermögen bekommen.
Aktuell kriegt man für einen Euro fast 80 Cent.
Das klingt vielleicht immer noch so, als ob man weniger bekommt, als man investiert.
Der Buchwert zeigt aber nur den reinen Materialwert des Unternehmens auf dem Papier, aber nicht das, was Frazers mit den Läden und Marken in Zukunft noch verdienen kann.
Frazers ist stark auf den Handel mit Sportartikeln in Großbritannien konzentriert.
Der Großteil vom Umsatz kommt aus der Sparte.
Stark wachsende Player im Sportgeschäft wie Lululemon werden auch gerne mit dem Vielfachen vom Buchwert gehandelt.
Aber Frazers Umsatz ist, seit Michael Murray 2022 CEO wurde, kaum gestiegen.
Das liegt daran, dass er das Geschäft auf teurere Marken mit besseren Margen fokussieren will und deswegen Anteile an günstigeren Marken verkauft hat.
Dadurch ist der Umsatz zwar stagniert, dafür konnte die Bruttomarge seit dem Führungswechsel von 44% auf fast 50% steigen.
Bei einem Unternehmen, das viele Übernahmen macht, ist ein Wechsel in der Chefetage natürlich auch immer eine Gefahr.
Aber der aktuelle CEO Murray ist der Schwiegersohn von Mike Ashley, der hat Frazers 1982 gegründet.
Und ihm gehören immer noch 75% an dem 3,5 Milliarden Euro schweren Unternehmen.
Er vertraut also dem neuen CEO mit dem Großteil seines Privatvermögens und wird wohl auch noch einiges mitzureden haben.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
