# Nasdaq 55: Strategy, Risk, and AI Valuation

**Podcast:** Asset Class
**Published:** 2026-02-10

## Transcript

We are momentar nicht in einer überbewertenden Zeit wie in der Dotcom Krise.
50% Minus heißt, du musst verfünffachen bloß um wieder dorthin zu kommen, wo du schon mal warst.
Sparplan, eigentlich das ultimative Investment Vehicle Möglichkeit, viele Chancen mitzunehmen, die ich zum Beispiel in anderen Indizes nicht hätte.
Die folgenden Inhalte sind keine Anlageberatung.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Du entscheidest in was du investierst.
Hallo und herzlich willkommen zu Asset Class, deinem Podcast über Wachstum und Werte.
Ich bin Christian Veröhl und heute habe ich für dich einen Geburtstag.
Am 8.
Februar 2026 ist die NASDAQ 55 Jahre alt geworden.
Wie 1971 hat?
Warum?
Die Börse am New Yorker Times Square, der Sehnsucht für Tech Investoren and Tech Firmen ist.
Warum der NASDAQ 100 mehr ist als ein Technologie-Barometer und ob der KI-Boom ähnlich enden könnte wie die Internet-Euphorie zur Jahrtausendwende?
Das und viel mehr.
Jetzt gemeinsam mit Denise Koch von Investgo.
Denise, hallo, schön, dass du da bist.
Hi, schön here zu sein.
Yeah, du kommst wie gesagt von Investco über 2 Billionen Assets under Management, damit einer der 15 größten Vermögensverwalter der Welt, selbst Börsen notiert in New York, nicht on the NASDAQ.
And vielen of unserer Kundinnen und Kunden anders im Scalable Broker natürlich bekannt auch als ETF-Anbieter.
Aber jetzt dieser Link.
Invesco Nasdaq.
Was verbindet euch und warum bist du als Mitarbeiterin von Invesco eigentlich prädestiniert, um über die NASDAQ zu sprechen.
Ist ein super tolles Thema, weil wir in den USA tatsächlich die erste passive Strategie für den NASDAQ hatten.
Also NASDAQ 100 wählen wir dort auch als einziger und also als einziges Unternehmen ab.
Und gerade deswegen haben wir einfach eine unheimlich enge Beziehung zu der NASDAQ, zu den Nasdaq-Produkten und haben das natürlich auf Europa auch weiter ausgeführt.
Ja, das muss man sich wirklich vorstellen.
Der Investco Nasdaq 100 ETF ist in den USA tatsächlich nach wie vor der einzige, der den Bluechip-Index, der NASDAQ handelbar macht.
Während wir ja hier in Deutschland in der Usage-Welt eine breite Konkurrenz haben.
Gleichzeitig, auch darauf, wenn wir später eingehen, habt ihr ja gemeinsam mit der NASDAQ verschiedene Strategien entwickelt, wie man denn aus den Aktien vielleicht noch ein bisschen mehr rausholen kann, wie man sie ein bisschen anders zusammensetzen kann als in diesem Index.
Aber das ist erst ganz zum Schluss, denn wir wollen zum Geburtstag so eine kleine Zeitreise machen, ein paar Meilensteine der NASDAQ-Geschichte mal Revue passieren lassen und dabei auch diesen besonderen Zauber der Nasdaq nachspüren.
Denn es ist ja schon so, es ist der Leuchtturm für Technologiewerte aus aller Welt.
Und es ist immer ganz nett zu sagen: naja, also Tech-Gründer macht ein IPO irgendwie in Frankfurt oder in London.
Aber eigentlich, wenn du eine Tech-Firma gegründet hast, dann willst du natürlich an die NASDAQ, an den New Yorker.
Times Square.
Wir fangen mal an, wie es denn losging.
Und da müssen wir eigentlich eine Zeitreise machen, zurück in die Börsenlandschaft der späten 1960er Jahre.
Wie hat Börse damals in den USA funktioniert?
Eigentlich relativ klassisch, so wie man das aus dem Film kennt.
Also es gab wirklich diesen Börsenfloor, den Parketthandel, wo alle vorwiegend tatsächlich Männer dort standen und sich eigentlich angeschrien haben, mit irgendwelchen Handzeichen signalisiert haben, dass sie kaufen, verkaufen möchten.
Wenn man sich dann wirklich mal geeinigt hat, hat man das auch sogenannte Pink Sheets runtergeschrieben, wo man dann gesagt hat, okay, das ist jetzt quasi mein Handel, den ich gefixt habe.
Aber es gab unheimlich viele Probleme dabei.
Entweder Kommunikationsfehler, falsche Signale, die ich gezeigt habe.
Teilweise wurde einfach viel mehr verkauft, als ich verkaufen wollte, was sogar Mini-Crashs ausgelöst hat.
Also diese Art des Handels war damals unheimlich fehleranfällig.
Und was noch dazu kommt, dass es auch überhaupt nicht transparent war, welche Ankaufskurse und welche Verkaufskurse es gab.
Also die, sag ich mal, die Händler, die sich dazwischen diese Marge eingesteckt haben, die war unheimlich hoch.
Das ist kein Vergleich mehr zu der heutigen Zeit.
Yeah, ein ineffizienter, ein intransparenter Markt ist immer gut, um Marge zu machen.
Allerdings, irgendwann war das der Börsenaufsicht, die es ja auch in New York schon gab, die SEC, ein Dorn im Auge.
Und sie ist auf die Händler zugegangen, auf die National Association of Security Dealers, NASD.
And hat eine Innovation gefordert.
Yeah, sie haben gesagt, so kann es wirklich nicht weitergehen, weil es profitieren davon einfach other Menschen, die davon profitieren sollten.
Und das passt nicht, sollte eigentlich für den Anleger fair sein.
And da hat man wirklich gesagt, okay, man möchte dann eine Transparenz am Markt have.
And selbst nur that you can see, also überhaupt angeboten.
And these infos gab es to that point, not when you have a hörer in the hand genommen and all the most anger have.
And these NSD NASDAQ have said, okay, we have a system to erst where many can, wie the actual, also the ankaufskurse and the verkaufskurse.
And damit war eighteen geboren, or zumindest the error in the rich thing, that USA weight gesehen werden konnte, wie die actually Ankaufskurse and the actual Verkaufskurse.
Yeah, that was also wirklich das erste Mal dann so richtig Technologie eingesetzt, wohlgemerkt, wir bewegen uns Ende der 60er, Anfang der 1970er Jahre.
But that was ja zunächst dann einfach nur mal die Information.
Das war ein bisschen Transparenz.
NASDAQ.
Jetzt kommen wir aber zum Rest, nämlich zum ACT, some AQ, zum Automatic quotation.
Was wurde dann aus dieser Infoplattform, wie kam es dazu, dass da plötzlich eine Börse draus wurde?
Also es ist eigentlich mit, sag ich mal, relativ viel technischem Fortschritt hat man das einfach möglich gemacht, daraus ein elektronisches Handelssystem zu machen.
Das heißt, dass ich wirklich eigentlich per Internet quasi, also auf dieser, über die Börse kaufen kann und verkaufen kann, einfach so wie wir es jetzt kennen.
Natürlich, da waren viele Hürden noch dabei, bis diese Programme wirklich auch funktionsfähig waren.
Das war ein längerer Weg.
Aber grundsätzlich konnte ich jetzt plötzlich digital handeln.
Genau, vor allem die Professionellen.
Das Internet war ja noch nicht freigegeben, das kam erst später, aber natürlich hatten damals die Brokerhäuser alle schon entsprechend IT-System.
Und plötzlich gab es eben diese Automated Quotation, was dann eben auch die NASDAQ erklärt, weil es ein immenser Fortschritt war gegenüber diesem rein menschengetriebenen Handel auf Zurufe.
Definitiv.
Und vor allem, wenn wir jetzt uns mal vergleichen, die New York Stock Exchange kam erst Ende der 70er dazu, dieses System einzuführen.
Und zum Beispiel, wenn wir uns die Cetra anschauen, also hier in Deutschland war, das ist 1997, also viel, viel später.
Also die haben da eine Innovation gebracht, das war einfach extrem erstaunlich.
Und Innovation ist ja dann auch so etwas, was zieht sich eigentlich komplett durch die Geschichte der Nasdaq.
Aber wir müssen nochmal festhalten, also der Nukleus der Nasdaq war jetzt nicht, wir schaffen eine Börse für Technologiewerte, sondern wir schaffen eine Börse, die selber technologie gestützt ist und eigentlich zum damaligen Zeitpunkt das erste Mal so State of the Art gezeigt hat, wie Technologie an den Finanzmärkten Effizienz erhöhen kann, Transparenz erhöhen kann und damit auch Kosten reduzieren kann und Zuverlässigkeit verbessern kann.
Das war der Anfang.
Genau.
Und das war auch wirklich Ziel der Wertpapieraufsicht.
Also dass wir eben wirklich günstiger sind, transparenter sind und damit auch am Ende, sag ich mal, ein Fernhandel gewährleisten können.
Und ich glaube, das war so der Schritt für die Börsen, die wir heute kennen und damit auch wirklich ein Meilenstein eigentlich in der Geschichte.
Also zunächst war das ja dann irgendwie eine Handelsplattform, ja, also dass man Aktien, die sowieso schon an der New York Stock Exchange gehandelt waren, eben jetzt nicht nur dort auf Zurufen, sondern auch vollautomatisch handeln konnte, automatisch quotiert über dieses technologische System.
Also im Grunde so eine so eine Sekundärbörse.
Allerdings haben die relativ schnell erkannt, ja, also wenn wir die ganze Börse haben, dann können wir uns doch auch um Unternehmen bemühen, die jetzt sich bei uns hier listen lassen.
Also eine Konkurrenzveranstaltung haben sie aufgemacht zur New York Stock Exchange.
Genau so war das.
Nur, dass sie gesagt haben, okay, wir machen die Eintrittsbarrieren viel niedriger und wir sind auch günstiger.
Das heißt, gerade die Unternehmen, die jetzt nicht so die klassischen Blutchips waren, die ja in der New York Stock Exchange gelistet waren, die unheimlich hohe Eintrittsbarrieren hat.
Also, dass ich mich dort listen lassen kann, hat Riesenaufwender, sag mal, Vorgaben gehabt, regulatorisch, was ich alles liefern muss.
Und die Nasdaq damals hat gesagt, wir machen das für viel weniger, für viel weniger Geld, sodass natürlich gerade junge Unternehmen, die vielleicht noch nicht die Mittel dazu hatten, sag ich mal, alles aufzuwenden, eher Interesse dann an der Nasdaq hatten, anstatt an der New York Stock Exchange.
Ja, es war plötzlich also auch eine Möglichkeit, über die Börse für junge Unternehmen sich Kapital zu beschaffen.
Was ja dann auch wirklich wichtig war für Technologieunternehmen.
Und nein, Technologieunternehmen sind keine Erfindung des Internets.
Die gab es schon vorher.
Denn schon wenige Monate nach dem Start der Nasdaq gab es einen Börsengang eines Unternehmens, das über Jahrzehnte eigentlich synonym für Hochtechnologie made in USA war.
Yeah, das war Intel, ein Hype Leiter-Produzent.
Und die waren wirklich die allerersten, die sich an der Nasdaq listen lassen haben.
Es waren fast ungefähr ein Jahr später, also vielmal da, ein bisschen schon eher, dass sie diesen Schritt gegangen sind.
Und das war dann, sag ich mal, der nächste Meilenstein, zu sagen, okay, wir haben jetzt auch wirklich eine Börse, die funktioniert nicht nur eine Kursanzeige, sondern wir haben quasi das erste gelistete Unternehmen bei uns.
Ja, und das war ein ganz putziges Unternehmen.
Also die hatten einen gewissen Namen schon als Speicherhersteller, waren da auch innovativ, aber 66 Millionen Dollar Umsatz, gut, das war halt 1961, aber trotzdem war sehr wenig für das, was börsennotierte Unternehmen eigentlich auf die Waage bringen mussten.
Ja, man war halt die Kolosse gewöhnt wie eine Coca-Cola, wie eine Walmart, die auch eine besondere Geschichte mit der Nasdaq, and da kommen wir dann später noch dazu.
Und jetzt plötzlich so ein 66 Millionen Dollar Umsatz unternehmen, was tatsächlich an die Börse ging konnte.
Yeah, but umso schöner, weil gerade die Unternehmen brauchen ja Kapital, um wachsen zu können.
And when we died gegeben wird, über Eigenkapital giveaway on einer Börser Geld einzusammeln, sind die Aufwände dahinter viel schlimmer oder viel aufwendiger, als wenn ich es über die Börse machen kann.
Und daher war das ein Riesenschritt, gerade für die jungen Unternehmen, die sich weiterentwickeln möchten, die jetzt vielleicht noch nicht einen langen Produktionsprozess oder Historie hinter sich haben, waren es einfach viele schöne Möglichkeiten, die die Nasdaq auf einmal geboten hat.
Ja, und wenn wir über diesen Vorsprung sprechen, den Amerika einfach im technologischen Bereich hat, dann basiert der eben auch auf einem entwickelten Kapitalmarkt.
Und die Anfänge dieses entwickelten Kapitalmarkts, gerade mit Blick auf innovative Wachstumsunternehmen, liegen eben tatsächlich schon in den 1970er Jahren.
Ja, wo wir in Deutschland, glaube ich, noch irgendwo waren, also so zwischen Volkswagen-Privatisierung und Preußak-Privatisierung.
Da gab es noch Börsengänge, die vom Staat induziert waren, aber ansonsten war nicht so viel.
Allerdings muss man auch sagen, an der NASDAQ lief am Anfang auch nicht alles wunderschön.
Denn nach diesem verheißungsvollen Start kam ja insgesamt eine große Börsenkrise.
Anfang der 70er Jahre lief es nicht gut.
Die großen Konzerne waren teilweise überbewertet gewesen.
Diese NIFTI-Konzerne, wozu dann auch Coca-Cola und andere Konsumgüterhersteller dazukommen.
Es war die Zeit der geopolitischen Spannung.
Und in den zwei Jahren zwischen Herbst 72 und Herbst 1974 stürzten die Kurse gemessen an dem Gesamtindex der NASDAQ, den man damals schon berechnete, nämlich den NASDAQ Composite, um 60 Prozent ab.
Also gleich mal eine Nagelprobe.
Ja.
Und das ist auch, finde ich, ein deutliches Statement und zeigt ja auch meistens gerade Unternehmen, die ja noch nicht so gefestigt sind, die nicht so gesettelt sind, die schwanken natürlich wesentlich mehr als Unternehmen, die schon wirklich einen Ruf haben, die die Eigenkapitalsituation oder wesentlich besser ausgestattet sind von der Bilanzstärke her.
Und gerade das sieht man einfach, dass dann im NASDAQ, der einfach aufgrund der Unternehmen, die dort gelistet sind, also damals, wesentlich schwankungsanfälliger war.
Ja, und es gab damals auch ein paar Skandale, ähnlich wie später dann in der New Economy.
Equity Funding hieß damals eine Gesellschaft, die irgendwie mit Lebensversicherungen viele Anleger um ihr Kapital gebracht hat.
Die waren zwar nur notiert an der NAICE, also an der New York Stock Exchange, aber das hat natürlich insgesamt so die Risikoneigung, den Risikoappetit der Investoren doch gebremst, der privaten Anleger, die eben vor allem an der Nasdaq damals aktiv waren.
Und das war schon ein Schlag.
Aber man muss ja auch mal sagen, die haben diesen Schlag weggesteckt.
Das stimmt.
Und vielleicht können wir später nochmal darauf zurückkommen, weil gerade diese ganzen Fehler, die so manchmal entstehen, die bringen in Amerika super viel, weil daraufhin die Wertpapieraufsicht, sag ich mal, auch ein bisschen konkreter wird.
Also, das sehen wir noch in verschiedenen Beispielen im Nachgang, aber es ist wirklich so, jeder Einschlag, wo irgendein Fehler passiert ist oder wo ein Missbrauch war, daraus lernt man, daraus kann man für die Zukunft mitnehmen.
Also ja, ist in dem Moment nicht schön, wenn ich dort investiert bin, aber langfristig gesehen sind genau das eigentlich die Sachen, die wir brauchen, damit wir uns gut entwickeln können.
Yeah, während man in Deutschland ja beim neuen Markt, der dann 2000 so brutal abstürzte, 2003 einfach Erde draufgeschüttet hat, ja, und beerdigt hat und gesagt, okay, war nichts, ne?
Ganz stillschweigend, weg damit, braucht man nicht mehr.
Ja, und dann wundert man sich, warum warum es nicht funktioniert mit der Finanzierung von Innovationen.
Bei der NASDAQ hat man eben genau das nicht gemacht.
Man hat diese Krise durchgehalten, weiter um Unternehmen geworben, um Anleger geworben, und dann hatte man 1980 am 12.
Dezember einen echten Meilenstein, ja, 45 Jahre ist her, der Börsengang von Apple.
Yeah, das war ein Signal, das war einfach genau das, was auch die Nasdaq gebraucht hat.
Das ist super interessant, weil wir hatten einen Kursgewinnverhältnis damals von 90 gehabt.
Was schon sehr hoch ist.
Selbst heute sagt man, okay, 90 ist schon viel.
Ja, und dann haben wirklich Staaten in den USA den Handel mit der Apple verboten, weil sie gesagt haben, das Risiko für meine, sag ich mal, Bewohner zu hoch.
Und das muss man sich erstmal vorstellen.
Also, wenn man heute zu dem Preis wahrscheinlich kaufen würde, wird am Ende wäre es ein Rieseninvestment gewesen.
Aber damals hat man wirklich gesagt, das ist zu risikohaft, weil das doch ein zu innovatives Unternehmen ist.
Und bei so einem hohen Kursgewinnverhältnis hat man es wirklich verboten.
Das ist einfach absolut erstaunlich.
Ja, aber der junge Vorstandschef Steve Jobs hat es dann trotzdem durchgezogen, diesen Börsengang.
Und es war natürlich dann, dass es tatsächlich klappte, dass diese Emission auch voll platziert wurde, ein Riesenerfolg auch für die Nasdaq.
Ja, weil Apple war natürlich dann nicht der Name, der es heute ist, aber es war auch damals schon ein bekannter Brand und sicherlich auch wieder so ein Thema Leuchtturm, Nasdaq, da war ein bisschen wieder ein Klinker drauf gemauert worden.
Es ging auch so ein bisschen dann, dann würde ich sagen, schon dieser Wandel los.
Also, man, es gibt diese schöne Geschichte, dass Steve Jobs damals in Jeans und Barfuß zu Morgan Stanley gegangen ist und die Füße auf den Tisch gelegt hat, um zu signalisieren, hey, ich bin quasi nicht dieser klassische im Anzug mit Weste, mit Krawatte, sondern man hat schon versucht, wirklich ein bisschen einen neuen Stil reinzubringen.
Und da war, glaube ich, Apple wirklich der Start von diesem neuen Image, was es mitgebracht hat.
Und das ist einfach toll, das zu sehen, welche Entwicklung das mitgenommen hat.
Ja, es gab dann eine ganze Reihe weiterer Börsengänge.
Auch Apple war ja nicht von Anfang an eine Erfolgsstory.
Die ersten zwölf Monate nach dem Börsengang, minus 60 Prozent.
Ja, und überhaupt war es ja dann ziemlich volatil.
In den 90er Jahren war Apple ja eigentlich schon fast pleite, musste dann gerettet werden, ironischerweise ausgerechnet von Bill Gates Microsoft, ja, bevor dann der epische Teil der Geschichte losging mit den Mac-Rechnern, diesen bunten Kugeln und hinterher dann das Smartphone und alles, was wir, was wir kennen.
Aber die Anfänge, die Geschichte waren damals.
Und ich habe eine ganze Reihe weiterer Börsengänge.
Ja, aber genau das finde ich ist ja auch Chance und Risiko zugleich.
Also ich lasse ja Unternehmen an die Börse ran mit niedrigen Eintrittsbarrieren.
Dann kann es aber durchaus natürlich sein, dass sie noch nicht so, also einfach vom Risiko höher sind.
Und das ist, finde ich, gibt die Nasdaq einfach ein gutes, ein gutes Mittelmaß, dass sie einfach vielen die Chance gibt, aber auch eben, man sieht es, wenn man die Chance gibt, die Unternehmen sich auch super gut entwickeln können.
Genau, und wobei man auch immer wieder sagen muss, niedrige Eintrittsbarrieren heißt jetzt nicht Wild West.
Ja, sondern auch die Nasdaq wurde schon immer und wird auch heute natürlich überwacht von der SEC.
Und die SEC ist zumindest in der Vergangenheit ein sehr scharfer Watchdog gewesen, was jetzt die Umbesetzung an der Spitze unter der Trump-Administration angeht, schauen wir mal.
Aber trotzdem, ich glaube, kein Unternehmensvorstand möchte irgendwie sich mit der SEC verderben.
Und jedes deutsche Unternehmen hat immer irgendwie Angst vor allzu starken Bezügen in die USA.
Nicht, dass man dort auch noch irgendeiner Kontrolle der SEC unterliegt.
Weil dann wird dann wird es aufwendig.
Das ist wirklich in der Vergangenheit ein Watchdog gewesen, der vielleicht so relativ liberale Vriften dadurch kompensiert hat, dass man bei den Themen, wenn es wirklich brennt, auch sehr, sehr scharf ist, sehr stark auch sanktioniert und ja auch Unternehmen dann aussortiert.
Was aber auch wichtig ist, weil nur so können wir darauf vertrauen, dass ich da auch rein investieren kann.
Weil wenn da jeder mögliche sich listen lassen könnte mit irgendwelchen Betrugsideen, wäre das ja absolut grauenvoll.
Genau, und ja, wir sehen, dass es gab natürlich auch an der NASDAQ den ein oder anderen Skandal, aber die haben wir halt auch hier gehabt, ja.
Eine Wirecard haben wir hier gehabt und in Amerika waren es andere Sachen.
Aber es waren eben auch nicht nur Technologiewerte.
Schon in der schon in der Anfangsphase hat die Nasdaq andere aufsehenerregende Börsengänge gehabt.
Genau zwölf Jahre nach Apple, beispielsweise ein Unternehmen, das eben keine Tech-Firma war.
Und das heute ja einer der dominierenden Player im Konsumbereich ist.
Es ist tatsächlich ein Costco Wholesale.
Und das ist absolut erstaunlich, was die daraus gemacht haben.
Also, die waren auch und die haben nicht ohne Grund die Nasdaq ausgesucht, weil sie gesagt haben, das ist Technologie getrieben und wir sind zwar kein Technologieunternehmen, aber diese Innovation dahinter, diese Weiterentwicklung innerhalb unseres Unternehmens, die soll identisch sein wie die Unternehmen, die dort eigentlich auch gelistet sind.
Und Cost Costco ist ja eine riesen Innovationsstory.
Diese natürlich eine Wachstumsstory als sozusagen Supermarktkette, Handelskette, aber auch diese Innovation, dass man eben über die Mitgliedschaft kommt, die ja nach wie vor fast den kompletten Ertrag von Costco darstellt, sodass sie eben alles andere sehr günstig anbieten konnte.
Zwischen ist die Aktie natürlich auch sehr hoch bewertet, aber auf jeden Fall ein Leuchtturm für Innovation und ja sogar Vorbild für ein anderes Unternehmen gewesen, nämlich für Amazon.
Die Costco-Mitgliedschaft hat Jeff Bezos damals inspiriert, tatsächlich Amazon Prime aufzubringen.
Und Prime ist ja auch so eine Ertragssäule und gleichzeitig auch so ein Kundenumarmer bei Amazon.
Das stimmt.
Und ich sag mal so, Amazon ist ja auch mittlerweile im Nasdaq.
Also, die haben sich auch auch listen lassen, aber die haben ja ursprünglich mal als Buchversand gehandelt, also gestartet.
Und damit sind sie auch in die Börse gegangen.
Klar, mit der Idee, sie wollen mehr machen.
Aber erstmal war es ein Buchversandel.
Und da sieht man einfach, was eine absolute Dynamik hinter diesen Unternehmen steckt.
Dazu haben wir ja hier auch schon einen Deep Dive gemacht mit Katharina über Amazon vom Buchhändler zum E-Commerce Dominator zum Cloud-Dominator und jetzt ja zu einer der großen KI-Firmen zur Krake nicht nur im Netz.
Also, wenn dich das interessiert, schau gerne mal rein.
Es ist immer noch genauso aktuell.
Ja, das war der Börsengang 1997.
Sehr, sehr früh damals an die Börse gegangen.
Da waren wir schon mittendrin in dieser Internet-Euphorie.
Das war so der Times Square, wo ja die Nasdaq untergebracht ist, wo man auch diese großartige Werbung sieht, diese Leuchtreklame, die durchlaufenden Kurse, was für mich in New York immer so ein ganz besondere Moment ist, da gerade im Dunkeln zu stehen, da am Timesquare.
Das war der das Epizentrum des Internet-Hypes.
Und da gab es ja 1995 einen Börsengang, der wirklich Aufsehen erregend war, selbst für Verhältnisse der Nasdaq.
Ja, das war Netscape, der erste Rap-Browser, den es für Endverbraucher gab.
Und das war erstmal ein Riesenhype, weil jeder gesagt hat, das ist der absolute Wahnsinn, da muss ich ja rein investieren.
Aber die Zahlen haben im Hintergrund gar nicht gepasst.
Also, die haben keine Erträge gemacht.
Es hat sich überhaupt nicht gerechnet.
Und der Börsenkurs war viel zu hoch im Verhältnis.
Das gab es auch damals an der Nasdaq in den Jahren zuvor noch nicht, nämlich dass ein Unternehmen so wenig Umsatz machte, so große Verluste und dann trotzdem es an die Börse schaffte.
Aber das war eben Netscape eben dieses große große Verheißung, das Tor zu diesem Internet, wo man ja noch gar nicht wusste, was das irgendwann mal sein sollte.
Aber es war auch der Start der Dotcom-Blase.
Es war der Start der Dotcom-Blase, aber die ging ja dann eine ziemlich lange Zeit.
Also wir hatten ja Ende 1996, glaube ich, schon.
Alan Greenspan, der sagte, it's irrational exuberance, also irrationaler Überschwang.
Naja, das war 96, da kam noch die ganz große Party tatsächlich, bevor das dann bis zum Jahr 2000 kippte.
Aber es gab noch einen anderes wichtiges Datum, nämlich 1999 in diesem Boom.
Da passierte etwas, worüber wir gerade schon mal gesprochen haben, nämlich der erste ETF auf den Nasdaq 100.
Dieser Index, der war ja schon eine ganze Zeit lang in der Welt.
Den Nasdaq 100 hat man schon ab 1985 berechnet.
Das heißt, schon 1985 gab es so viele Nasdaq-Unternehmen, dass man sagte: Na, jetzt ist genügend kritischer Masse, dass wir so einen Auswahlindex berechnen können mit 100 Werten.
Denn schon 1985 muss man sich wirklich nachschauen.
Ich habe meinen Geschäftsbericht von der Nasdaq damals reingeguckt.
1985 waren schon 4.100 Unternehmen daran.
Da war jede Putzkolonne in Amerika irgendwie ein Wachstumsunternehmer.
Trotzdem.
4.100 Unternehmen, 300 Milliarden Dollar kumulierter Börsenwert.
In heute im Geld ist das etwa eine Billion Dollar, also ein Fünftel in Video.
Aber trotzdem hat es tatsächlich 14 Jahre gedauert, bis sich Invesco erbarmt had, auf diesen Nasdaq 100 einen ETF aufzulegen.
Warum hat es denn so lange gedauert?
Also es war wirklich der allererste ETF, der auch für Retail-Investoren investierbar war.
Also es gab ja zumaller den S<unk>P 500-Index.
1993 ging es los.
Und da war wirklich der allererste, das war quasi der Startschuss für den aller allerersten ETF.
Der war aber nur für institutionelle Investoren am Anfang zugänglich.
Das heißt, für Privatinvestoren hatte ich damals gar nicht die Möglichkeit, in irgendwas reinzuinvestieren.
Und dann war auch die Nasdaq dann wirklich, sag ich mal, wieder fortschrittlich und hat sich versucht, einen Partner zu suchen, der das wirklich begleitet, aber für Privatinvestoren.
Also gar nicht den Fokus auf institutionelle Kunden, sondern auf Privatinvestoren, um von diesem Technologieboom eben, sag ich mal, zu profitieren zu können.
Und da hat sich tatsächlich Invesco, sag ich mal, freudestrahlend erbahnt und gesagt, das machen wir.
Und seitdem haben wir eine sehr, sehr enge Beziehung, oft auch, du hast es eben von Times Square mit Werbungen von Invesco und Nasdaq.
Das ist schon beeindruckend, wenn man da steht, gerade als kleiner Deutschland-Kollege von Invesco und das dann zu sehen, ist schon schön.
Gibt es dann so regelmäßig so Reisen dahin, wo man sich das mal angucken kann, ja.
Es wäre schön, aber es gibt es leider nicht.
Wie schade.
Also, ich meine, der ETF ist ja nun auch über 25 Jahre schon schon alt.
Also, man hat se 25 Jahren wirklich die Möglichkeit in den USA mit diesem ETF 1 zu 1 an der Wertentwicklung der Nasdaq zu partizipieren.
Und in Deutschland kam es ein bisschen später, aber die ersten Nasdaq 100-Produkte, die waren dann eben erst nach 2000, aber auch relativ bald.
Also, sie haben am Anfang auch erstmal kräftig auf die Mütze bekommen.
Darüber müssen wir natürlich auch reden.
Ich meine, das war natürlich eine super Party in den 90er Jahren.
Es ging alles an die Börse.
So Pets.com, beispielsweise, erinnere ich mich noch.
Das war so Tiernahrung über Internet.
Was sie einfach hatten, ist eine Website und am Ende ein Lager und dann packte irgendein Luigi die Pakete, aber es war halt ein Internetwert.
Ja, und da heißt die.
Wenn sie das mit dem Telefon gemacht hätten, hätten sie keine Bewertung gekriegt.
Aber es war halt dieses neue Internet.
Also die Erwartungshaltung war einfach viel zu hoch.
Also, natürlich war das eine tolle Innovation, die da auf den Markt kam.
Aber die Umsätze haben halt einfach nicht das wieder gespiegelt, was am Ende die Kurse gezeigt haben.
Also die Gewinner haben einfach nichts zu Umsetzen.
Also, ich erinnere mich noch an Firmen, bei denen war das mit den Umsätzen auch nicht so weit her.
Und dann hat man halt gesagt, naja, also es ist aber schon so, die stellen wahnsinnig viele Mitarbeiter ein.
Also Gewinne hattest du nicht, Umsätze waren vernachlässigt, dann hat man gesagt, gut, aber damit du irgendwann Umsätze machen kannst, brauchst du jetzt Leute.
Folglich wurde dann Headcount als Wachstumstreiber angesehen.
Je mehr Leute eingestellt werden, umso besser scheint das da ja zu laufen und umso mehr coole Leute kommen da auch hin.
Das war schon, das war schon Abenteuer.
Ja, eine sehr besondere Zeit.
Ja, ich habe damals das Glück gehabt, 1999 nach New York zu dürfen, um dort den Börsengang einer New Yorker Firma in Deutschland vorzubereiten.
Und habe dann Research da auch gemacht.
Dort, wir hatten da, ich war damals beim Börsenmakler in Frankfurt, kling Jakodemel.
Bloomberg hatten wir nicht, aber in New York hatte tatsächlich Heiko Thime Bloomberg.
Und Heiko Team, ja, Legende unter den Börsianern in Deutschland, hat mich dann tatsächlich ans Bloomberg gelassen.
Und ich konnte mir dann so Analysen raussuchen von Yahoo und eBay, Amazon, das waren, das waren damals die Firmen.
Und das war irgendwie so ein ganz besonderer Spirit.
Und wir reden ja gleich noch über KI und den heutigen Technologie-Boom, aber es war damals irgendwie komplett anders.
Weil alle waren irgendwie so beseelt.
Und man hat überhaupt nicht daran gedacht, dass das irgendwie schief gehen kann.
Es gibt auch diesen klassischen Satz: Ja, wenn der Nachbar schon sagt, er ist investiert, obwohl er keine Ahnung hat, dann weiß man eigentlich, man war in der Dotkom-Krise.
Also, das ist, es war irgendwie wirklich jeder investiert, jeder hat auch gedacht, den Markt vielleicht zu verstehen oder einfach, es ist eine reine Geldgewinnmache.
Also die Kurse gingen ja wirklich nach oben.
Aber irgendwann muss das natürlich auch ein Stopp haben, weil wenn die Gewinne nicht mitziehen, wenn die Umsätze nicht kommen.
Dann reicht irgendwie so das erste Steinchen, was man irgendwie so rauszieht.
Ja, ich weiß nicht, also man versucht ja im Nachhinein immer zu gucken, was war der Moment, wo das Ganze gekippt ist, wo man nicht gesagt hat, naja gut, es geht jetzt mal ein bisschen runter, ist ja schön, da kann man wieder günstiger einsteigen, sondern wo man so sagte, vielleicht passen die Narrative doch nicht.
Und so rückblickend, glaube ich, für mich war das so der Moment, als in UK ein Klamotten-Online-Händler, Boo.com, auch so ein riesen Venture, plötzlich Insolvenz anmeldete.
Ja, weil bis dahin dachte man, ja gut, das wird natürlich dauern, das alles aufzubauen, aber es kommt halt immer Geld nach.
Und nee, plötzlich kam halt kein Geld mehr nach.
Und das war so irgendwo der Moment, wo so aus der Mauer so ein Steinchen rausgeflogen ist.
Und dann haben die kein Geld gekriegt, dann kriegten andere kein Geld mehr.
Und dann kam es wirklich ins Rutschen.
Und zwar das wirklich brutal.
Und das hat dann auch den Nasdaq 100 entsprechend runtergezogen, der ja jetzt kein Pommesbuden-Index war.
Muss man ja auch sagen.
Das waren die 100 größten Unternehmen, der Nasdaq und ganz vorne standen immer so wechselseitig mal der eine, mal der andere.
Cisco, Microsoft und Intel.
Also alles Milliardenfirmen mit riesiger Basis, aber halt eben extremst hoch bewertet.
Ja, und dann hat es ein Knall gegeben und das ging 78% runter.
Bis zum September 2002.
Ja, es hat ganze 14 Jahre gebraucht, um wieder überhaupt den Stand einzuholen.
Also, das musst dir mir mal vorstellen, wenn du wirklich 78% Depotverlust hast, wir können es ja mal bei 10.000 Euro relativ einfach nehmen.
Da bleibt ja kaum noch was übrig.
Wenn du, das muss man auch sagen, ausgerechnet am Hoch am 10.
März eingestiegen bist.
Aber es ist natürlich so, das meiste Geld ist relativ spät reingeflossen, und auch wenn du 99 reingegangen bist, du warst brutalst im Minus.
Wer Einzelaktien hatte, hatte dann vielfach gar nichts mehr, weil so Posterfirmen wie Pets.com sind halt einfach pleite gegangen.
Suchmaschinen, die damals für mich irgendwie ganz normal waren, so wie eine Likers oder eine Alta Vista, das ist einfach verschwunden, das kennt heute niemand mehr.
Da heißt auch, ob er erzählt vom Krieg.
Während dann damals Google gerade die ersten Schritte im Web machte, immer mehr Trafficanzug.
Also so die Webfirmen der ersten Generation, der hat es ganz viele komplett zerlegt.
Immerhin muss man fast sagen, beim Index waren es dann nur 80% Minus.
Aber was heißt 80% Minus?
80% Minus heißt, du musst verfünffachen, bloß um wieder dorthin zu kommen, wo du schon mal warst.
Und dann auch zu sagen, naja, also es hat jetzt 14 Jahre gedauert, bis man den Stand von 2000 wieder hatte.
Naja, 14 Jahre.
Das ist eine verdammt lange Zeit.
Wohl dem, der das alles genutzt hat mit den ETFs, die es dann auch in Deutschland gab, für Cost Average, großartig, ja, aber dazu musste man erst mal auch überhaupt den Mut aufbringen.
Und das ist, glaube ich, das Schwierigste.
Also, wenn ich auch schon sehe, dass er so stark abgestürzt ist, ist die Frage, wann traue ich mich überhaupt, da wieder reinzugehen.
Ja, es kam ja auch so, also es gab ja diesen einen Hieb mit dem Knüppel im Jahr 2001, 2002.
Da stürzte es um 80 Prozent ab.
Dann gab es eine leichte Erholung, und man streckt den Kopf wieder hoch und dann kam der Knüppel nochmal, nämlich in Form der Finanzkrise.
Das war eben dieser Doppelschlag.
Und weil eben an der Nasdaq die Unternehmen mit dem höheren Wachstum sind, den höheren Multiples, hat also dort dann dieser Wechsel wieder in Risk of auch nochmal mehr reingeschlagen.
Ja.
Also ganz brutal.
Aber man muss auch wieder hier an dieser Stelle sagen, dem neuen Markt, der hatte ja einen ähnlichen Drawdown.
90 Prozent sogar, aber das ist dann auch fast schon egal.
Dem hat dieser Drawdown ja das Genick gebrochen.
Ja, diese Wachstumsbörse, die hier in Deutschland 1997 entstanden war, hat man 2003 klammheimlich beerdigt und dann irgendwie überführt in den Tech-DAX, der dann verkettet wurde mit dem neuer Marktindex, aber eigentlich so nach dem Motto, naja, also der Opa ist tot, wir wollen auch nicht mehr über ihn reden, aber naja, ganz leugnen können wir es auch nicht, ja.
Aber es gab auch dann nie wieder was.
An der Nasdaq hat man eben ja irgendwann neue Hochs gesehen.
Die Nasdaq hat das durchgehalten.
Was sind deiner Meinung nach die Gründe, warum die Nasdaq es geschafft hat?
Das ist, ich glaube einfach, dass sie es durchgehalten hat, war eigentlich der Hauptgrund.
Also natürlich, sie hat mittlerweile sehr, sehr viele Vorteile.
Aber damals hat sie jetzt, sag ich mal, zu Deutschland jetzt noch nicht so den, waren sie das Vorteil, außer die paar Unternehmen, die dort gelistet sind, die es natürlich teilweise immer noch gibt.
Aber grundsätzlich war es, glaube ich, einfach zu sagen, ich halte es durch, ich packe es und es gibt immer wieder Lichtblicke, wie zum Beispiel neue Unternehmen, die sich wieder listen lassen möchten, die durchaus sehr attraktiv waren.
Also es war einfach so ein Prozess der Zeit meines Erachtens nach, der wirklich dazu geführt hat, dass die Nasdaq zumindest erstmal wieder den ersten Bogen bekommen hat, bis natürlich der nächste Niederschlag kam.
Ja, aber man muss ja zunächst mal sagen, also die waren ja auch extrem mutig.
Vielleicht ist das auch so eine amerikanische Attitude.
Denn nachdem der Nasdaq sich, der Nasdaq 100 sich um 80 Prozent nach unten bewegt hatte, nachdem eine ganze Reihe von Unternehmen schlichtweg verschwunden war, hat die Nasdaq gesagt, Jo, also wenn jetzt keiner mehr an die Börse gehen will, dann machen wir es halt selber.
Ausgerechnet 2002 ist die Nasdaq, der Betreiber dieses Börsenplatzes selbst an die Börse gegangen.
Also es war wirklich ein sehr mutiger Schritt, aber es hat funktioniert.
Also ich kann, also ich wüsste nicht, ob ich es in der Situation gemacht hätte.
Ich wüsste es wirklich nicht.
Kurz vor dem Morgen ist die Nacht am schwertesten.
Und sie haben die haben es, sie haben es halt durchgezogen und es war natürlich dann ein epischer Einstiegsmoment.
Also egal ob man den Nasdaq 100 nimmt oder die Nasdaq Inc., aber das ist ja auch die Frage, ob eine Börse selbst an der Börse sein soll.
Das ist ja beim Börsengang der deutschen Börse, ein bisschen vor der NASDAQ auch schon intensiv diskutiert worden.
Die Kursentwicklung sagt heute, sowohl bei der deutschen Börse als auch bei der NASDAQ Inc.
auf jeden Fall ja.
Denn insbesondere die Nasdaq Inc.
hat ja von Anfang an sich nicht nur als Börsenplatzbetreiber verstanden, sondern sich damals schon als Technologieunternehmen definiert.
Ja, sie versuchen auch sehr viele, sag ich mal, Zusatzdienstleistungen anzubieten.
Sie haben auch mit OMX zum Beispiel, haben sie fusioniert.
Und dadurch haben sie die Möglichkeit, auch im europäischen Markt einfach ganz viele, sag ich mal, Technologie-Tools, die eben für den Handel notwendig sind, eben noch sogar europaweit oder weltweit sogar zu verbreiten.
Also es ist nicht nur einfach eine Börse, sondern sie gucken auch eben, was haben wir für Technik, was haben wir für Möglichkeiten, um das eben auch sogar noch weiter zu vertreiben.
Das ist die skandinavische Börsengruppe.
Deswegen, wenn du irgendwie die Indizes in Skandinavien dir anschaust, die heißen zwar OMX, aber der Betreiber ist eben dann Nasdaq OMX.
Sie haben auch einen Großinvestor bekommen aus Skandinavien, denn die Familie Wallenberg, die vielleicht bekannt über die Investor-AB, die du ja auch am Scalable Broker handeln kannst.
Die hat einen großen Anteil damals erworben und hat den auch nach wie vor.
Also dieser Link nach Skandinavien, der ist schon sehr stark.
Und ansonsten habe ich mir gesehen, dass sie auch natürlich diese ganze Datengeschäft haben, Indizes, wichtiges Geschäft.
Aber auch eben ihre Marktplatzsoftware zum Beispiel anpassend dann für B2B-Anwendungen, B2B-Handelsplätze, also da auch Anwendungen auf der Blockchain haben, Anwendungen im KI-Bereich mittlerweile haben, die eben nicht nur exklusiv finanz sind, sondern die auch für andere Industrien dann zur Verfügung gestellt werden, natürlich gegen entsprechenden Obolus.
Genau.
Also es ist eigentlich ein Unternehmen wie jedes andere, nur dass sie halt noch eben eine Börse mit dabei haben.
Und wir profitieren jetzt immer vom Nasdaq 100, also von der Börse, aber eigentlich steckt hinten dran viel mehr.
Also gerade viel mehr Unternehmensleistung.
Und nach dem Börsengang der Nasdaq gab es zwei Jahre später noch ein riesen Börsengang eines bekannten Unternehmens, nämlich Google 2004.
Das war auch so ein bisschen wieder so ein Weckruf nach dem Motto, das Schlimmste für diese Technologiewerte könnte vorbei sein.
Die erste Generation, die es nicht geschafft hat, ist jetzt erfolgreich unter die Erde gebracht.
Da ist auch Gras drüber gewachsen.
Jetzt kommt die zweite Generation der Internetfirmen und Google hatte es ja in kürzester Zeit geschafft, zur erfolgreichsten, meistgenutzten Suchmaschine der Welt zu werden.
Ja, wobei auch beim Börsengang nicht alles ganz glatt gelaufen ist.
Also es gab so ein paar Stolpersteine, wo man einfach, also wir haben versucht, ein neues Modell einzuführen, also ein neues, eine neue Variante, die Gelder einzusammeln.
Normalerweise ist es ganz klassisch, so ein typisches Underwriting.
Das heißt, ich gebe an Investmentbanken, gebe ich eben, sag ich mal, die, die, die nehmen die Verpflichtung auf, die Aktien dann zu einem festgegebenen Preis zu verkaufen.
Und wenn das am Ende nicht funktioniert, tragen auch die Investmentbanken das Risiko, hatte aber immer zur Folge, dass so ein bestimmter Kundenkreis auch nur die Aktien bekommen kann.
Und Google hat gesagt, nein, wir wollen wirklich jeden Privatkunden die Möglichkeit geben, in unsere Aktie, also beim Auktionsverfahren mitzumachen, und am Ende wird so ein Durchschnittspreis gebildet.
Hat theoretisch auch funktioniert.
In der Abwicklung gab es ein paar Stolpersteine.
Aber ist ja, also sollte nicht vorkommen, aber dadurch, dass sie einfach was Neues probiert haben, und es ist ja auch schön, dass sie eben versuchen, innovativ zu sein, was sie meistens auch sind.
Aber in dem Fall gab es, wie gesagt, ein paar Schwierigkeiten in der Abwicklung.
Ja, und es war Google auch die erste Zeit jetzt nicht so der Hypewert.
Man hat also lange Zeit die Möglichkeit, die Aktie noch recht günstig einzuwerben.
Dann natürlich in der Finanzkrise sowieso.
Finanzkrise war natürlich für die Nasdaq auch böse Zeit.
Einerseits sowieso, weil die Kurse runtergingen.
Ja, es war schön, wenn viel gehandelt wird, ist es gut für eine Börse.
Für Outstandings in Indizes nicht so toll.
Aber die Nasdaq geriet halt auch in das Fahrwasser des größten Skandals der Börse damals, nämlich Bernie Madoff mit seinem Schneeballsystem.
Leider ja.
Also das Hauptproblem, also Bernie Meadow, ich glaube, das ist den meisten ein Begriff, hat eben einfach ein Schneeballsystem parallel zur Nasdaq betrieben.
Also er war wirklich Vorstandsvorsitzender und hat parallel einfach Kundengelder veruntreut.
Und das Schlimme ist, dass das sogar angezeigt wurde.
Es wurde bei der Wertpapieraufsicht gemeldet, aber man hat gesagt, nee.
Der ist ja Vorstand, dass Chairman der NASDAQ, hey, ein absoluter Ehrenmann, Mitglied der feinen Gesellschaft.
Nicht so ein sinister Typ.
Das kann doch niemals sein.
Und am Ende kam raus, dass er 65 Milliarden Dollar betrogen hat.
Anlegergeldern irgendwie vernichtet hat, um andere auszuzahlen.
Das größte Schneeball-System wohl der Geschichte.
Er ist mittlerweile verstorben, aber das war natürlich etwas, was die Wall Street erschüttert hat.
Nicht nur, weil viele Werte, an die man eigentlich geglaubt hatte, gar nicht da waren.
Sondern weil eben auch die Reputation der Nasdaq da mit in den Schmutz gezogen wurde.
Man hat sich natürlich direkt von ihm getrennt.
Ich glaube, auch alles andere wäre nicht darstellbar gewesen.
Aber es ist einfach, oder es zeigt sich einfach super erstaunlich, dass man bestimmte Sachen trennen muss.
Und gerade da ist jetzt auch die Wertpapieraufsicht immer mehr dran.
Auch, ich sag mal so, Europa ist da eh schon ein bisschen vorreitet, die gucken eher vorher als nachher.
In Amerika gucken sie da jetzt auch wesentlich strenger nach, dass sowas eben einfach nicht nochmal vorkommen kann.
Weil das da wirklich leider ein absoluter Skandal.
Das geht nicht.
Inzwischen ist das alles vergessen.
Die Nasdaq hat das alles hinter sich gelassen.
Seitdem tief in der Finanzkrise hat der Nasdaq 100 sich ver 24-facht, ja.
Und die Nasdaq ist halt mehr denn je Leuchtturm, ja, 2012, auch der Börsengang von Facebook, auch der damals ja nicht unbedingt der Riesenerfolg im ersten Moment.
Ja, es hingen ein paar Order tatsächlich oder Orders fest.
Das heißt, ich wollte eine Kauforder aufgeben und die wurde einfach nicht ausgeführt.
Absoluter Skandal geht auch nicht.
Man hat aber eine ordentliche Vertragsstrafe zahlen müssen, um das wieder gerade zu rücken.
Und ich glaube, das war auch so ein bisschen nochmal der Weckruf für die NASDAQ.
Okay, wir hatten jetzt wirklich mehrere Krisen, wir hatten mehrere Sachen, die nicht funktioniert haben.
Wir müssen uns auf das Kerngeschäft konzentrieren.
Also wirklich dieses ganze Technologie-Fokus, wir müssen, wenn unser Mehrwert, wirklich die Technologie ist, dann muss die auch einwandfrei funktionieren.
Und seitdem gab es glücklicherweise nichts mehr und man merkt auch, dass die Nasdaq viel konzentrierter ist auf ihr Kerngeschäft.
Sie haben ja auch viel investiert.
Übernahmen der Nasdaq waren im Wesentlichen keine Marktplätze, sondern es waren Technologieunternehmen, Softwareunternehmen, womit man dann das eigene Know-how entlang der ganzen Wertschöpfungskette bis hin halt zum Bereich Marktplatzbetrieb, Indexing, Daten entsprechend verbreitert hat.
Und Performance, wie gesagt, kann jeder ganz gut nachschauen.
24-fach seit der Finanzkrise.
Aber was natürlich auch spannend ist, ist, dass diese Leuchtturmstellung der Nasdaq immer weiter zugenommen hat.
Der Leuchtturm ist immer größer geworden, weil es haben sich ja immer wieder auch sehr prominente Unternehmen entschieden, von der NICE, also von der New York Stock Exchange, der alt-airwürdigen Institution, die inzwischen zur Intercontinental Exchange, die auch börsennotiert ist, gehört, zu wechseln, rüber an die innovative Nasdaq.
Und zwar eben nicht nur klassische Technologie Unternehmen.
Und gerade in den letzten Monaten haben diese Listing Wars, wie man es hier nennt, zwischen der NICE und der Nasdaq nochmal richtig zugenommen.
And there is a name under and denkt, naja, müssen die jetzt an die Nasdaq.
Kimberley Clark, yeah.
Also, ich meine, vereinfacht Klopapier.
Aber that's vielleicht auch sehr innovativ, ja was?
Vielleicht gibt es wirklich innovatives Toilettenpapier, ja.
Dann ein Unternehmen, was uns hier im DAX sehr fehlt, weil es an absolutes Qualitätsunternehmen ist, Linde, deutsches Unternehmen, who then for another with Praxair in den USA fusioniert hat.
De jure an irische Gesellschaft is ja Praxair an der Nice, but Linde hat dann auch gesagt, oh, komm, geh mal in die Nasdaq.
Also, it is an unheimlicher Zuwachs an den, also die IPOs, also die Börsenlistings, the Bösen Gänge, sind unheimlich hoch anders extrem zugenommen.
Und auch der Wechsel.
Also, allein an Wechsel hatten die Nasdaq im Jahr 2024 500 Stück gezählt.
That heisst, this interesse, that I to the Nasdaq wechs, nimmt unheimlich stark zu.
Also, diese Dynamik, die da.
Warum?
I mean, wir haben ja jetzt noch ein Posterfall, den größten Wechsel aller Zeiten, nämlich Walmart, ja, die Supermarkette.
Gut, die können jetzt immerhin sagen, na Costco is ja auch da, and it's ja die beiden erfolgreichen Händler.
Gleichzeitig ja auch die Schwergewichte im SP Consumer Staples Index with jeweils over 10% Gewichtung, auch entsprechend hoher Bewertung.
Was sind die Gründe, dass sich ein solches Unternehmen, auch der eigentlich old economy, plötzlich entscheidet: we won't so lange on the nice, we go an die Nasdaq.
This is genau das Thema, worauf die Nasdaq momentan auch aufbaut.
Also es gibt, also sie wollen attraktiv werden, anders attraktiv werden.
Weil natürlich, je mehr Leute sich dort listen, desto mehr verdient auch am Ende die Nasdaq und desto besser wird auch am Ende der Nasdaq 100-Index.
Und bei Walmart ist es tatsächlich so, dass sie die Chance haben, in den Nasdaq 100-Index aufgenommen zu werden.
Und allein diese Möglichkeit gibt es so viele eventuelle zufüßende passive Investments.
Das heißt, die Nachfrage nach meiner Aktie wird aufgrund, allein aufgrund der Zunahme in den Nasdaq 100 so stark davon profitieren, dass das extrem attraktiv ist.
Dann hat auch noch der CEO gesagt von Walmart, warum soll ich nicht zur Nasdaq wechseln?
Wenn ich dort wirklich einen umfassenden Service bekomme, ich die Chance habe auf den Nasdaq 100 und dann gibt es noch diverse Handelsperspektiven, also wie Liquidität, wie Volatilität, die besser sind als bei der New York Stock Exchange.
Und das merken wir bei den meisten Wechseln, die es momentan gibt, dass einfach diese, also die Service oder die Dienstleistung und der Ruf der Nasdaq so übergewichtet sind, dass tatsächlich ein Wechsel für die meisten momentan sogar in Frage kommt.
Oder kam.
Und die Mitgliedschaft im Nasdaq 100 heißt dann halt auch, dass man bei bestimmten Wachstumsinvestoren automatisch auf dem Radar ist, nicht nur im passiven Bereich, auch natürlich bei Privatanlegern, die stark darauf schauen, dass man Wachstumsfirmen hat, sobald eine Firma im Nasdaq 100 ist, gilt sie ja irgendwie als Wachstumsfirma.
Genau, das ist einfach mal so ein Stempel, ja, der bei den meisten Unternehmen ja auch stimmt.
Es sind ja auch Old Economy-Unternehmen dabei.
Eine Fastenal beispielsweise ist dabei, ja, Dividendenastokat.
Oder wir hatten es auch hier letztens in einer Deepler-Folge zu Coca-Cola, der Coca-Cola-Abfüller, die Coca-Cola Euro-Pacific Enterprises ist auch mit im Nasdaq 100.
Also eine Pepsi Co, ja.
Das heißt nicht, dass solche Firmen nicht auch mal Probleme beim Wachstum kriegen können, aber es ist irgendwie so ein besonderer Stempel.
Ja, also es ist, ich glaube, dieses ganze Thema Innovation, man muss auch sagen, die Nasdaq, die spielt das natürlich sehr stark.
Sie merkt, die Unternehmen, die gelistet sind, haben einen Fokus auf Technologie.
Also wollen sie auch den Fokus da weiterhin behalten.
Heißt aber noch lange nicht, dass der Nasdaq ein reiner Technologie-Index ist.
Also man möchte Technologie haben, man möchte Innovation haben, aber nicht nur.
Also 50 bis 55, 60 Prozent sind in Technologiewerten, aber der Rest nicht.
Der Rest ist in anderen Werten, also vertreten.
Jetzt gehst du auf die, jetzt gehst du auf die Gewichtung im Nasdaq 100.
Und dann gucken wir doch mal rein, was so, wie das so per Ende 2025 aussah.
Da haben wir die berühmten Magnificent 7, die hatten Ende 2025 ein Gewicht von 44 Prozent.
Jetzt nehmen wir nochmal Broadcom, Palantir, AMD, Micron und Cisco dazu.
Und dann haben wir das, was ich so das Digital Dozen nenne.
Zwölf große Werte der digitalen Ökonomie und die haben dann in Summe 55 Prozent.
So ist ein solcher Index mit zwölf Werten, 55 Prozent, noch Diversifikation oder sind diese Klumpen nicht ein immenses Risiko?
Auch für den Index.
Ja, es ist ein Klumpenrisiko, kann man, man kann es sich nicht schön reden, aber ohne die Unternehmen wären auch die Gewinne die letzten Jahre nicht gekommen.
Also natürlich kann ich sagen, ich gehe zum Beispiel auf eine Equal Weight-Variante, aber dann habe ich diese Performance-Möglichkeiten nicht, die ich die letzten Jahre hatte.
Also hätte ich die Unternehmen die letzten Jahre einmal einfach weggelassen, dann sei der Nasdaq nicht so aus, wie er jetzt aussehen würde.
Ja, und ich meine, ihr habt ja auch den Nasdaq 100 in einer Equalweight-Variante als ETF verbrieft, auch hier in Deutschland verfügbar, auch bei uns im Scalable Broker handelbar.
Der ist ja ein schönes Narrativ, dass man sagt, ach, da sind dann keine Klumpen, das ist ja ganz toll.
So, so wenn ich jetzt auf die Performance, sagt man, boah.
Ja, also die.
Da hätte ich aber doch ganz gerne verklumpen gehabt.
Genau.
Also die liegt nach oberhalb des SP 500, so mal ein bisschen so eins zu sortieren, aber die liegt deutlich unter dem Nasdaq 100.
Und das ist aber die Frage, wenn ich natürlich dann Klumpenrisiko sehe, natürlich kann ich dann die Equal Weight-Variante nutzen.
Aber wenn ich nicht auf Performance verzichten möchte, also auf die Chance auf die Performance, aber auch im Gegenzug auf die Chance der Risiken, dass es wieder runtergeht, dann muss ich eigentlich im Nasdaq 100 sein.
Wobei die Klumpenrisiken werden dann ja häufig in Zeiten abgebaut, wo es insgesamt runtergeht.
Und ja, auch im Nasdaq 100 hat es immer wieder sehr deutliche Korrekturen gegeben, ja, trotz dieser grandiosen Performance auch zwischendrin immer mal wieder minus 20, minus 30 Prozent ist da eben einfach eher mal so das Grundrauschen, dass alle zwei Jahre auf jeden Fall mal vorkommt.
Aber in Summe sehen wir halt da schon gerade beim Nasdaq 100 auch in den letzten Jahren wieder Henrik Bessenbender.
Der ja nachgewiesen hat, dass die historische Aktien über Rendite eben von sehr wenigen Werten, die exzellent laufen, erreicht wird.
Der große Teil ein Nullsummenspiel ist.
Und das ist eben genau das, was wir im Nasdaq 100 jetzt sehen.
Mit allen Chancen, aber natürlich auch mit den Risiken.
Wenn sich diese Euphorie abkühlt, dann muss mir auch bewusst sein.
Ich glaube, ich darf nicht in die Nasdaq reingehen und investieren und sagen, ja, das wird die nächsten Jahre genauso weiter nach vorne laufen.
Natürlich wird es Rückschläge geben.
Die Frage ist, wann in welchem Umfang, aber es ist ein wesentlich schwankungsanfälligere Index, zum Beispiel als der SP 500.
Nicht ohne Grund.
Also kommt auch, wenn man die Unternehmenszahlen mal ein bisschen vergleicht, sieht man auch, wieso, weshalb.
Aber grundsätzlich schwankt er natürlich mehr, bietet aber auch mehr Chancen auf Rendite.
Ja, jetzt sind wir natürlich schon mitten in diesem Thema drin, dass wir ja irgendwie doch so unterschwellig so parallelen ziehen.
Wir haben ja nun ausführlich gesprochen über die New Economy, Euphorie und die Bubble danach.
Und jetzt haben wir diesen KI-Hype, ja.
Und naja, und ich packe jetzt mal ein Euro in das Phrasenschwein.
Geschichte muss sich nicht wiederholen, aber sie könnte sich reimen, oder?
Es könnte durchaus natürlich passieren.
Und ich wäre auch absolut falsch, wenn ich sagen würde, nein, die Nasdaq hat aus allem gelernt, es wird nie wieder ein Fehler passieren, es wird nie wieder eine Krise passieren.
Aber die Nasdaq versucht unheimlich viel, dass zumindest die Unternehmen, die gelistet sind, so attraktiv sind, also dass der Nasdaq 100 an sich einfach weiterhin investierbar bleibt und auch attraktiv investierbar bleibt.
Und ich glaube, das ist auch so der große Unterschied zum SP 500.
Weil beim SP 500 nehme ich einfach die größten Unternehmen aus Amerika und dann, also aus den USA und dann habe ich sie.
Bei der Nasdaq ist es so, ich kann nur die Unternehmen nehmen, die an der Nasdaq gelistet sind.
Das heißt, wenn an der Nasdaq ganz schlechte Unternehmen gelistet sind oder die Top-Unternehmen weggehen, dann habe ich am Ende ein Risiko, weil mein Investment in den Nasdaq plötzlich nicht mehr so gut ist, wie es vorher vielleicht war.
Also, meine Investmentstrategie im Nasdaq 100 hängt ganz stark davon ab, wie die Börse Nasdaq sich gegenüber den Aktionen, also den Unternehmen verhält, die zum Beispiel dort gelistet sind, dass sie dort auch bleiben.
Das macht den Nasdaq 100 ja wirklich zu einem sehr besonderen Index, ja, weil wir kennen die globalen Indizes, dann kennen wir Länderindizes, wie den SP 500, die größten Werte eines Landes, das sind halt die 500 in den USA und da sind das von der Anzahl der Werte immer nur noch 10 Prozent.
Dann kennen wir Sektorenindizes, ja, aber die Nasdaq passt in keine dieser Schubladen rein, sondern Nasdaq 100 ist ein Börsenplatz Index.
Und diese Börsenplatz ist eben nicht voll inklusiv.
In Deutschland ist es in Deutschland, wäre es ja egal, wenn du jetzt sagst, ich mache jetzt einen Index der deutschen Werte, die in Frankfurt gehandelt werden oder die auf Xetra gehandelt werden, ja, wenn die deutschen Aktien, das ist weitgehend deckungsgleich, gerade wenn du es Kapitalisierungsgewicht hat.
In den USA ist es eben nicht der Fall, weil die meisten Werte eben nach wie vor, gerade die klassischen, an der Nice gehandelt werden.
Übrigens auch ein paar Tech-Werte werden nur an der Nice gehandelt, weshalb man ja zum Beispiel eine Oracle, also immerhin einen der Hyperscaler, nicht im Nasdaq 100 findet.
Oder auch eine IBM, die ja jetzt quasi so die zweite Blüte erlebt haben in den letzten Jahren, auch die sind an der Nice sind.
Das heißt, also, das ist nicht ein vollständiger Technologie-Index.
Es ist auch kein Segmentindex, sondern es ist wirklich ein Börsenbetreiber, Börsenplatzindex und der steht und fällt einfach damit, dass die Nasdaq es schafft, diesen Status als Leuchtturm zu konservieren.
Dass die Firmen, die künftig eine große Rolle spielen könnten, was weiß ich, vielleicht eine OpenAI.
Eine Anthropic, eine SpaceX, dass diese Firmen dann auch tatsächlich an die Nasdaq gehen.
Das wäre ein Desaster.
Stell dir das mal vor.
OpenAI geht an die Börse und geht an die Nice.
Das wäre unvorstellbar, aber die Nasdaq versucht und macht alles, damit sie diese Unternehmen auch bekommt.
Und das sieht man auch an den letzten Wechseln, die wir hatten.
Also die Nasdaq, die bietet jetzt nicht, also sie sagt nicht einfach nur, liste dich gerne bei mir und dann war es das, sondern sie bietet umfassende Service-Pakete an.
Also, wenn ich mich listen lasse, sie übernehmen wirklich fast alles, was mit dem kompletten Listing zu tun hat.
Sie übernehmen wirklich eigentlich alles, was ich so an Zusatzaufgaben als Forschern zum Beispiel hätte, versuchen sie abzunehmen.
Sie bieten Analyse-Tools an.
Also, die haben ein umfassendes Paket, sodass ich dann sagen würde, okay, ich bin hier gut aufgehoben, egal was für einen Anliegen ich habe, die kümmern sich um mich.
Also ist das wirklich so ein Thema dann auch für Unternehmen, Serviceleistung der Börse, weil man denkt sich, naja gut, da gehen Unternehmen an die Börse, die sind da hinterher Milliardenwert, die müssten ja eigentlich sowieso die Strukturen haben, und naja, wenn die Börse den Service nicht anbietet, macht man es eher selbst.
Aber es scheint ja wirklich, mich hat das wirklich auch frappiert bei Walmart, ein Riesenargument zu sein.
Und es können ja nicht diese paar hunderttausend Dollar-Listinggebühren sein.
Also grundsätzlich natürlich, sie sind ein bisschen günstiger.
Aber wie du schon sagst, das ist nicht der ausschlaggebende Grund, sondern wirklich die Unterstützung, die die Unternehmen dafür bekommen.
Also nicht nur, dass die Nasdaq attraktiv ist, einfach vom Ruf her, sondern sie bietet auch wirklich eine tolle Leistung an und genau das macht es so attraktiv, dorthin zu wechseln oder den Börsengang eben dort vorzunehmen.
Das ist einfach, glaube ich, der großen Unterschied zu New York Stock Exchange, die auch so ein bisschen erhabender wirken möchte.
So wie das Gebäude.
Wenn man davor steht, so nice, ach, es ist halt erhaben, es ist historisch, es hat auch ein bisschen was vom Dinosaurier.
Aber es ist wunderschön.
Es ist wunderschön.
Aber genau, das ist ein bisschen so der Unterschied.
Und das ist mittlerweile, wenn ich mich einen Börsengang machen möchte, dann überlege ich, wo möchte ich mich denn listen.
Und das Gute ist, dass die Nasdaq momentan den Ruf hat, einfach attraktiv zu sein, innovationsgetrieben zu sein.
Ein bisschen dieses ganze New Economy, was wir ja haben, ist eigentlich auch so das eigentlich, wo die Nasdaq hingehen möchte oder wo sie die meisten Unternehmen hat.
Und wir sehen es glücklicherweise, dass es funktioniert.
Es wäre nämlich fatal, wenn das nämlich nicht mehr funktionieren würde.
Also Unternehmen, die auch aktiv ihre Börsennotierung weiterentwickeln wollen und nicht mit einer Börseziel ist erreicht, ja, fertig, sondern die dann, die dann weitergehen wollen, weil 100 Aktien im Nasdaq 100, das ist ja eben der handelbare Index.
Das sind ja auch knappe Plätze angesichts der tausenden von Unternehmen an der Nasdaq.
Warum gibt es eigentlich, es gibt ja dann nach wie vor auch diesen Nasdaq Composite, in dem alle Nasdaq-Unternehmen drin sind, der häufig ja auch noch in der Außenwirkung eine Rolle spielt.
Also, wenn man bei Google Finance auf die Nasdaq geht, dann kriegt man zuerst mal bei den wichtigen Indizes den Nasdaq Composite angezeigt, obwohl der gar nicht handelbar ist.
Warum ist der nicht handelbar?
Vielleicht erstmal ganz kurz vorweg, warum gibt es den überhaupt?
Das ist einfach ein super Signal, um zu gucken, wie ist denn die Wirtschaft.
Also, es ist einfach ein sehr guter Spiegel von den Unternehmen.
Aber warum ist er nicht mehr?
Genau, diese All-Share-Indizes.
Das ist halt alles drin, aber nach wie vor ja auch Kapitalisierungsgewichtet, muss man ja schon sagen.
Stimmt.
Ja, also auch da hat eine Nvidia mehr als irgendein kleiner Biotechwert.
Das ist richtig.
Composite Equal Weight, das wäre es noch, wenn wir was richtig Krankes machen.
Aber geht wahrscheinlich nicht, oder?
Also mit viel Fantasie vielleicht ja, ist es, aber da sind super viele kleine Unternehmen, in die man gar nicht investieren könnte.
Also, wenn ich einen ETF zum Beispiel auflegen möchte, dann muss ich ja auch eine gewisse Liquidität von den Aktien zugrunde legen, damit ich denen auch nachbilden kann.
Und wenn ich das aber nicht mehr habe und die Aktien eigentlich gar nicht liquider sind, dann kann ich einen ETF, also ein Index gar nicht nachbilden.
Und genau das ist das Problem beim Composite, weil da so kleine Unternehmen sind, auch viel Wechsel, aber die Unternehmen zu klein sind, um die wirklich in einen Index nachzukaufen.
Natürlich könnte ich es über synthetische Möglichkeiten abbilden, aber das wäre nicht so einfach, nicht so effizient.
Und dann spricht leider die Rendite auch dagegen.
Ja, das muss man auch sagen.
Also, es geht ja nichts verloren dadurch, dass es nur den Nasdaq 100 und nicht den Nasdaq Composite gibt im Depot.
Denn der Nasdaq 100 hat sich signifikant besser entwickelt als der NASDAQ Composite.
Was natürlich auch zeigt, also auch an der Nasdaq, wo wir ja so strahlend diese 100 Unternehmen ganz oben haben, dann auch, ihr habt ja auch die 100 darunter als ETF gemacht, die Next Generation, ja, das ist ja auch noch fine, die sind dann auch nicht mehr so klumpig, die sind näher beisammen, aber dann weiter unterhalb, da ist auch schon sehr viel Bodensatz dabei.
Unternehmen, die vielleicht mal mit großen Verheißungen gestartet sind, aber die es eben nicht geschafft haben, vor allem im Biotech-Bereich.
Ich meine, es ist ja auch gut, dass es die Unternehmen grundsätzlich gibt, weil da gibt es ganz viele, die doch die Chance haben oder die sich gezeigt haben, dass es funktioniert.
Aber es gibt auch viele, die es eben nicht gezeigt haben, oder auch das ganze Thema Eintrittsbarrieren sind, nicht so hoch.
Das heißt, da sind auch Unternehmen, in die ich vielleicht gar nicht investieren möchte, weil die zwar nicht keine Hand und sie haben schon einen Wert, aber der ist einfach nicht so, dass ich sage, da packe ich mein ganzes Geld rein.
Da sind wir wirklich im Small Cap-Bereich, unter dem Small Cap-Bereich.
Oder halt im Microcap-Bereich oder halt in dem Bereich, wo es dann wirklich unterhalb der Nasdaq ist.
Du hast ganz am Anfang mal den Begriff Pink Sheets genannt, ja.
Was ja dann, also wirklich früher pinke Blätter waren, ganz normal.
Inzwischen ist Pink Sheets ja eigentlich so die alte Bezeichnung für einen Segment, wo eigentlich nicht mehr börslich reguliert gehandelt wird, sondern over the counter.
Und das sind dann häufig Werte, ja, die schon unter Gläubigeschutz sind, die dauerhaft irgendwie unter 0, irgendwas waren.
Auch da kann man dann aussortiert werden.
Also da wird schon gesiebt, aber es gibt halt auch noch was dazwischen.
Es gibt diesen Bodensatz von Unternehmen zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.
Und die sind dann irgendwie da immer noch drin.
Deshalb ist es eigentlich auch ganz gut, dass es den Composite gar nicht gibt.
Den braucht es nicht.
Wenn man mehr als den Nasdaq 100 haben will, da findet man bei euch und damit auch bei uns im Scalable Broker die Alternativen.
Die muss man auch sagen, in den vergangenen Jahren gegen den großen Nasdaq 100 aber nicht angekommen ist.
Nein.
Also der Nasdaq 100 ist weiterhin von der rein von der Performance her wirklich der best performanced Index, den wir haben.
Wenn wir uns den Next Gen anschauen, das sind natürlich dann eher so Mid-Cap-Unternehmen, jetzt nicht mehr die Large Cap-Unternehmen.
Die performen mal aushängt auch von der Marktsituation ab, aber beim langen Zeitraum ist einfach die Performance vom Nasdaq 100 unschlagbar.
Ja, und da sind wir dann wieder beim Bessenbinder, ja, bei denen, die eine exzellente Performance haben und damit die Aktienrendite eben aufstellen.
Genau.
Natürlich kann ich es theoretisch erweitern, aber die Notwendigkeit ist nicht da.
Nee, und gerade wenn wir Kapitalisierungsgewichtet bleiben.
Dazu kommt ja auch beim Nasdaq 101.
Also, man kann kritisieren, dass es eben ein Börsenplatzbetreiber-Index ist.
Dass man dadurch halt auch eben der Performance des Börsenplatzbetreibers, was den Leuchtturmstatus angeht, ausgeliefert ist.
Gerd Komma hat sich da ja sehr kritisch auch zu geäußert.
Auf der anderen Seite muss man sagen, wenn man das Thema Technologie und Wachstum in den USA mit einem einzigen Index spielen will, damit mit einem einzigen ETF, dann ist der Nasdaq 100 schon das inklusivste Produkt eigentlich.
Denn wenn man sagt, naja, ich kann ja den SP 500 Information Technology nehmen.
Ja, das ist fine.
Dann habe ich halt eine Nvidia, da habe ich eine Apple, habe ich eine Microsoft, habe ich also Hardware, Software, Semiconductor.
Ja, aber ich habe zum Beispiel nicht eine Meta und eine Alphabet dabei, weil die sind eben Communication.
Ist ein anderer Subindex.
Eine Amazon habe ich auch nicht dabei, weil die ist immer noch zyklischer Konsum.
Da kommen diese Branchenschubladen, die sprengen ja eigentlich diese Technologiewelt.
Das passt alles nicht zusammen.
Das ist alt und das spielt ja hier keine Rolle.
Die einzige Regel im Nasdaq 100, was Branchen angeht, ist ja keine Finanzwerte.
Genau.
Das ist einfach von sich aus ausgenommen.
Das heißt, es kommen keine Finanzwerte in den Nasdaq 100 rein.
Ansonsten ist natürlich das Ziel von der Nasdaq ein innovationsgetriebenen Index zu haben.
Aber welche sich da reinlisten, wird einfach nach der Marktkapitalisierung geschaut.
Also die größten Unternehmen nach Marktkapitalisierung, die kommen rein und die, die kleiner sind, die kommen leider nicht rein.
Deswegen, wie gesagt, Walmart hat sehr, sehr gute Chancen reinzukommen.
Ja, das ist kann man von ausgehen, wenn auch noch größer sein als Cisco, weil sie ja denen mehr auf die Waage bringen.
Ist für diejenigen, die sagen, na, wir wollen Pure Technology natürlich ein bisschen ungünstig.
Andererseits muss man sagen, ohne die Technologieinvestitionen der letzten 15 Jahre oder zehn Jahre vielleicht auch nur Stünde Walmart da wo Target ist.
Irgendwie ziemlich weit unten.
Vor zehn Jahren hat man viel über den Death by Amazon gesprochen.
Dass Amazon alles platt macht, wollen wir tatsächlich entschieden, wir wollen nicht schweigend untergehen in der Nacht, sondern wir investieren.
Und sie sind ja auch in vielen Bereichen eine Tech-Company.
Ja, also wir binden unheimlich viel die Unternehmen, die dort gelistet sind.
Und wenn wir einen reinen Tech-Index nehmen würden, dann hätten wir auch noch eine viel höhere Konzentration.
Und du schon sagtest, ganz viele Unternehmen, die eigentlich relevant sind, die wären gar nicht in dem Index mit aufgenommen.
Im Nasdaq haben wir eben das Glück, dass wir mehr diese, wie gesagt, diese New Economy, innovationsgetriebenen Unternehmen rausselektieren, auch wenn der Großteil Technologie Unternehmen sind, aber eben nicht alle.
Und das macht, glaube ich, der Nasdaq eigentlich so interessant, dass er eben die Chancen mitnimmt, aber doch ein bisschen Risiko, also ein geringeres Risiko hat als ein reiner Technologiesektor, also Index.
Ja, und also ich muss sagen, auch wenn wir beide ja augenscheinlich sehr begeistert sind vom Nasdaq an sich, von der Strategie des Börsenbetreibers Nasdaq und von den von den einzelnen Unternehmen und ihrer fundamentalen Qualität, darf man halt nie diese Risiken vergessen, die aus den Schwankungen resultieren und natürlich momentan auch aus diesen hohen Bewertungen, die jederzeit einfach eine Korrektur ermöglichen.
Wenn du einfach mal sagst, okay, der Nasdaq One Hunter steht jetzt 25 Prozent tiefer.
Mein Gott, also es würde jetzt auch kein großartig stören, es wäre kein Desaster, es wäre im Chart jetzt nicht mal so großartig visibel.
Aber für denjenigen, diejenige, die heute einsteigt, ist es natürlich dann erstmal ein Schock.
Und dieses Risiko muss man sich bewusst sein, auch wenn man jetzt schon große Anteile im Nasdaq 100 allokiert hat vom Portfolio, bringt das natürlich Volatilität mit rein.
Weil es ist, es ist stark gewachsen.
Also mein Sohn ist 2017 auf die Welt gekommen und als er dann endlich ein paar Wochen nach der Steueridentifikationsnummer auch dann eine Geburtsurkunde hatte, die ich bei der Bank einreichen konnte.
Damals gab es noch kein Kinderdepot bei Scalable, habe ich für ihn natürlich auch ein bisschen Geld angelegt.
Die Oma hat auch noch was dazugegeben.
Wie heißt das so schön?
Erbschaft mit warmer Hand.
Ja, und dann habe ich das auf einen Schlag reingepackt, weil hat ja genügend Zeit.
Und da war für mich in den USA tatsächlich die Nasdaq für ihn das eine Element.
Das andere, ich wollte ein bisschen was Breites, nur habe ich ein S<unk>P Equal Wage dazu gepackt.
Aber ich sehe natürlich dann auch, wie dieser Klumpen in Relation jetzt zum Weltportfolio angewachsen ist und nutzt das dann immer, um zum Jahresende steuerfreie Gewinne zu realisieren, die ich dann gegen die nichtveranlagungsbescheinigen, also steuerpflichtige wenige gegen die Nichtveranlagungsbescheinigung rechnen kann.
Wichtiges Thema ja auch generell im Kinderdepot haben wir ja auch eine eigene Folge zu gemacht.
Aber da merkt man dann diesen Klumpen.
Und das ist natürlich wichtig, dass man da auch ein bisschen rebalanced, ne?
Das ist durchaus sehr wichtig.
Ich glaube auch, also gerade wenn wir auch so ein bisschen momentan heißt es ja super oft, dass der Nasdaq viel zu überbewertet ist.
Wir haben Parallelen vielleicht zur Dot-Com-Krise.
Aber wenn ich mir erstmal an sich den Nasdaq anschaue, muss ich mir die Unternehmen anschauen, die dort gelistet sind.
Und die meisten Unternehmen, die dort sind, die haben halt einen unheimlichen hohen Fokus ja, wir hatten sie die ganze Zeit von dieser Innovation.
Aber genau das ist das.
Und das ist ja auch nicht ohne Grund so.
Weil im Nasdaq sind die Patentquoten viel, viel höher als bei allen anderen Indizes, die es gibt.
Das gleiche ist, wenn ich die Ausgaben hier anschaue für Forschung und Entwicklung, die sind auch extrem höher als im SP 500, teilweise siebenfach so hoch, wenn ich zum Beispiel Überschneidung rausnehme.
Das heißt, ich habe Unternehmen, die von der Innovation wirklich von Forschung und Entwicklung von Patenten profitieren.
Und dadurch kommt dieser extreme Wachstum teilweise zustande.
Natürlich kann Forschung und Entwicklung auch ins Leere laufen.
Geht nicht immer.
Natürlich heißt, nur wenn ich einen Patent habe, heißt es noch lange nicht, dass das Unternehmen wirtschaftlich ist.
Aber ohne Patente wirst du keine Innovation haben und ohne Forschung und Entwicklung wirst du keine Patente haben.
Genau, aber das ist eigentlich so, sag ich mal, der Treiber hinter dem ganzen Nasdaq, dass sie eben so viel Geld wirklich in die Weiterentwicklung stecken, dass eben auch das am Ende sich Zeit verzögert, natürlich, aber auch in den Kursen widerspiegelt.
Und das führt momentan zumindest zu diesen extremen, zumindest augenscheinlich extremen Kursen, die wir eigentlich momentan am Markt haben.
Ja, und wenn man halt mit einem Sparplan dabei ist, noch viel Zeit nach hinten raus hat, dann ist der Nasdaq gerade aufgrund der Schwankungen aufgrund der Klumpen wirklich ein spannender Index dafür.
Wenn man dann auf dem Weg des Vermögensaufbaus weiter fortgeschritten ist, wird natürlich auch dann durch die zusätzlichen Kurssteigerungen auch dieser Klumpen entsprechend groß.
Natürlich, aber man muss.
Im eigenen Portfolio.
Aber was ist die Alternative?
Keine Performance zu machen.
Will man ja auch nicht.
Insofern geht es halt immer darum, wie kann man mit welchem Anteil kann man da eigentlich gut leben.
Was mich zur letzten Frage führt, ihr seid ja auch in ständigem Austausch, sowohl mit der NASDAQ als auch mit euren institutionellen Kunden, die so ein Nasdaq 100 ETF halten.
Habt ihr so ein Aufschluss dafür, wie dieser ETF im Portfolio-Kontext eingesetzt wird?
Weil man kann ja verschiedene Sachen machen.
Also man kann ja einerseits sagen, also ich packe das als Alternative zum SP 500.
Was aber bedeutet, ich verzichte ja auf eine ganze Menge Branchen, auf eine ganze Menge Geschäftsmodelle.
Oder sage ich, ich mache das zusätzlich zum SP 500.
Also der Kapitalisierungsgewichte der SP für Handelt und nochmal der Nasdaq dazu.
Da denke ich mir, dann ist er irgendwie doppelt gemoppelt.
Denn die Top 8 des SP 500 sind ja gleichzeitig auch die Top-8 des Nasdaq 100.
Oder ist es einfach so dann so Tech und Wachstumswürze für so ein Value-Portfolio?
Was sind so die Motivationen?
Es gibt eigentlich so zwei Perspektiven.
Die eine ist, die wirklich sagen, wir haben einen US-Pucket und das besetzen wir mit SP 500, mit Nasdaq, da haben wir Doppelungen drin, aber wir wollen einfach, sag ich mal, 30% US haben und wir wollen beide Indizes mit dabei haben.
Das machen dann echt auch institutionell, dass sie sagen, okay, wir doppeln da gerne, statt dass man dann sagt, okay, wir haben ein SP 500 und wir erweitern, dass man nach unten mit dem SP 400 Mid-Cap oder S P 600 Small Cap.
Kommen tatsächlich auch noch dazu, also das ist dann wirklich wirklich von Riesenportfolien.
Reden wir da mit vielen kleinen Bestandteilen.
Aber da ist wirklich der Nasdaq 100 ein weiterer Bestandteil neben dem SP 500, weil er einfach andere Wachstumschancen hat.
Wenn wir uns, sag ich mal, die kleineren Kunden teilweise anschauen oder die einfach nicht so viel in Aktien investieren dürfen, rein aus regulatorischen Vorschriften, dann ist es eher so die Frage, wo sehe ich mich eher?
Sehe ich mich eher beim SP 500 oder eher beim Nasdaq 100.
Beides sind super Indizes.
Der eine hat einfach von den, sag ich mal, Fundamentaldaten her einfach ganz andere Kennzahlen.
Also im Nasdaq haben wir viel höhere Gewinne, viel höhere Umsätze oder Umsatzwachstum.
Beim SP 500 allerdings dann wiederum viel höher Dividendenauszahlungen.
Also muss ich einfach gucken, was passt denn besser zu meinem Vorgangspieler.
Nur weil die auch eher gering sind.
Inzwischen, also auch verglichen mit europäischen Wetten sind die, sind die geringer.
Aber es ist halt die Frage, gerade wenn ich wenig Aktien machen darf, dass ich dann vielleicht sage, okay, da wo ich Aktien machen darf, da will ich auch richtig Gas geben und da will ich dann auch das maximale Exposure haben.
Und das vermutet man dann eher an der Nasdaq und die Historie gibt einem ja auch recht.
Der Chart seit 1971, ja, da ging es zwar zwischenzeitlich mal ein bisschen zu stark rauf und dann entsprechend stark runter.
Da sind wir bei der New Economy.
Aber ansonsten, wenn man ihn logarithmisch zeichnet und wir werden in dem Kontext dieser Aufnahme dann auch posten, ist es halt schon irgendwie für denjenigen, der Risikotoleranz hat, fast eine gerade Linie.
Ja, also ich persönlich finde ihn immer als Sparplan eigentlich das ultimative Investmentvehikel, weil es einfach wirklich jede Schwankung mitnimmt, dann kann ich auch beruhigter sein, wenn es mal runtergeht.
Wenn ich eine Eimeranlage dort tätigen möchte, ja, aber da muss ich mich auch mit dem Markt viel mehr beschäftigen, viel mehr auseinandersetzen, was ich natürlich so oder so immer machen sollte, aber dann kann ich sehr schnell das falsche Timing erwischen, weil die Schwankungsbreite ist natürlich höher im NASDAQ als zum Beispiel im SP 500.
Aber dafür profitiere ich halt eben auch von diesen ganzen Sachen, wie dieser Innovationsgetriebenheit, von den Patenten, von der Forschung und Entwicklung.
Und am Ende zeigt sich ja, dass quasi die Gewinne, die die Unternehmen machen, ja noch im Verhältnis stehen.
Also wir haben momentan keine rein faktisch überbewerteten Titel und die Margen passen auch noch im Verhältnis.
Und ich glaube, das ist eigentlich so das für mich, wo ich sagen kann, okay, das Gesamtpaket passt, wir sind momentan nicht in einer überbewerteten Zeit, wie in der Dotcom-Krise.
Und es ist einfach eine Möglichkeit, viele Chancen mitzunehmen, die ich zum Beispiel in anderen Indizes nicht hätte.
Denise Koch, ganz herzlichen Dank, dass du da warst.
55 Jahre Nasdaq haben wir gemeinsam Revue passieren lassen.
Was waren deine Highlights daraus?
Bist du im Nasdaq 100 investiert?
Schreib's uns doch gerne in die Kommentare zu dieser Folge.
Genauso wie natürlich deine Anregungen, deine Fragen für weitere Community-Episoden und natürlich deine Ideen, wen wir als nächstes einladen könnten.
Ich hoffe, du hattest Spaß an der heutigen Folge.
Vielen Dank, dass du dabei warst.
Feedback kannst du uns natürlich gerne auch per E-Mail übermitteln.
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Für heute.
Tschüss aus Berlin.
