# AI Capex, EV Write-Downs, and Defensive Rotation

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-02-09

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Montag, der 9.
Februar.
Mein Name ist Simon Wunderlich und das ist ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital.
Die haben seit neuestem eine Vollbanklizenz und dadurch deutlich bessere Konditionen.
Im Prime Plus Broker gibt es zum Beispiel den EZB Einlagenzins auf ein unbegrenztes Guthaben mit mehreren Partnerbanken, bei denen jeweils die Einlagensicherung reift.
Heute stellen wir euch den nächsten Entertainment Riesen aus Las Vegas vor und erzählen euch, mit welchem Business Kolgate gerade wachsen kann.
Aber vorher die News.
Nach ein paar sehr schwierigen Tagen hat die Börse die Woche positiv beendet.
Der SP 500 war am Freitag fast 2% im Plus.
Grund war unter anderem das 200 Milliarden Dollar KI-Rieseninvestment von Amazon.
Amazon selber war 6% im Minus.
Eine ganze Reihe von KI-Playern war nach der Meldung aber teils über 20% gestiegen, weil Investoren von mehr Nachfrage ausgehen.
Auch Nvidia ist am Freitag fast 10% gestiegen.
CEO Jensen Huang hat in einem Interview gesagt, dass die aktuellen Ausgaben in KI-Infrastruktur angemessen und nachhaltig sind.
Er geht davon aus, dass der Ausbau auch noch bis zu 8 Jahre anhalten wird und dass die KI-Nachfrage weiter extrem hoch bleibt.
Das hat natürlich auch nochmal für gute Stimmung gesorgt.
Erholen konnte sich auch der Bitcoin und liegt jetzt wieder bei ca.
70.000 Dollar.
Dadurch ging es für Bitcoin Holding Strategy am Freitag über 25% nach oben.
Und auch für andere Kryptowährungen ging es nach oben.
Deshalb waren auch die Kryptobörse Coinbase und der Neobroker Robin Hood jeweils knapp 15% im Plus.
Robin Hood macht ca.
ein Viertel vom Umsatz durch den Kryptohandel.
Richtig stark aufwärts gegangen, ist es auch für Sportklamottenhersteller Under Armour.
Der Börsenwert ist am Freitag 20% auf über 3 Milliarden Dollar gestiegen.
Gründer und Vorstandschef Kevin Plank erklärt die herausfordernste Phase der Sanierung als überstanden.
Fürs Gesamtjahr geht man jetzt von einem Umsatz von 5 Milliarden Dollar aus, das sind 4% weniger als im Vorjahr und damit nur ein etwas leichterer Rückgang als bisher erwartet.
Der um die Sanierungskosten bereinigte Gewinn im laufenden Geschäftsjahr soll mehr als doppelt so hoch ausfallen wie bisher erwartet, aber die Sanierung wird teurer als gedacht.
Ohne die Bereinigung sieht es schlechter aus.
Unbereinigt geht man jetzt von einem operativen Verlust von über 150 Millionen Dollar aus.
Bisher wurden nur bis zu ca.
70 erwartet.
In Europa konnte Novo Nordisk aufatmen.
Am Donnerstag haben wir euch ja erzählt, dass das Telegesundheitsunternehmen Hims Hearse einen günstigeren Nachahmer von Novos Abnehmpille Vegovi rausgebracht hat.
Am Freitag hat die US-Medizine und Lebensmittelbehörde FDA dann ein Statement veröffentlicht, dass sie entschlossen gegen Unternehmen vorgehen will, die illegale GLP1-Nachama-Präparate verkaufen.
Die FDA hat sich in dem Statement auch direkt auf Hims bezogen.
Die Aktie von HIMS ist am Freitag 2% gefallen.
Nach Börsenschluss ging es dann aber 15% abwärts.
Novos Aktie ist 10% gestiegen und auch Konkurrent Eli Lilly war fast 5% im Plus.
Weiter in Europa hat die französische Großbank Societe General Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt und der Börsenwert ist leicht auf 55 Milliarden Euro gefallen.
Der Nettogewinn ist wegen Kosteneinsparungen 40% auf 1,5 Milliarden Euro gestiegen und war damit klar über den Erwartungen der Analysten, weil die Aktie im letzten Jahr aber auch schon 150% gestiegen ist, hat es für weitere Kursperformance nicht gereicht.
Enttäuschend war die Trading-Sparte, hier ist der Umsatz sogar gefallen, Analysten waren von Wachstum ausgegangen.
Richtig schlechte Nachrichten gab es bei Autobauer Stelantis.
Der Börsenwert ist am Freitag 24% auf 18 Milliarden Euro gefallen.
Zwischenzeitlich war fast 30% im Minus.
Das ist der heftigste Einbruch in der Geschichte des Konzerns.
Der Autohersteller hinter unter anderem Fiat, Peugeot, Opel und Jeep, wird 22 Milliarden Euro abschreiben und hat seinen Anteil am Batterie-Joint Venture in Kanada verkauft.
Hauptgrund ist eine Wende in der E-Auto-Strategie.
Trump hat die E-Auto-Förderung in den USA gestrichen und Abgasrichtlinien geändert.
Dazu ist die Nachfrage nach E-Autos insgesamt schwächer als gedacht.
Dadurch mussten letztes Jahr auch schon Konkurrenten wie Porsche, Ford und General Motors Milliardenbeträge abschreiben, keiner aber so viel wie Stellantis.
Analysten waren zwar schon von Abschreibungen der Elektrosparte ausgegangen, dass sie jetzt aber so hoch ausfallen, hatten sie nicht erwartet.
Der seit letztem Sommer neue CEO Antonio Filosa macht seinen Vorgänger verantwortlich und sagt, dass man das Tempo der Energiewende einfach überschätzt hat.
Philosas Vorgänger Tavares hatte das Ziel, bis 2030 in Europa nur noch E-Autos zu verkaufen und in den USA den Anteil auf 50% zu erhöhen.
Jetzt werden erstmal 5 Milliarden Euro Schulden über Anleihen aufgenommen und für dieses Jahr wird es auch keine Dividende geben.
Nach der Meldung haben auch die deutschen Autobauer leicht verloren.
VW, Mercedes und BMW waren leicht im Minus.
Und dann gab es noch eine Meldung aus Deutschland, die war aber auch negativ.
IT-Dienstleister Bächle konnte im vierten Quartal zwar die Erwartung erfüllen.
Trotzdem ist die Aktie knapp 10% gefallen.
Grund könnte sein, dass der Vorstand keinen konkreten Ausblick fürs laufende Geschäftsjahr vorgestellt hat.
Mit Kolgate verbinde ich in erster Linie Zahnpasta.
Was die Firma sonst noch so macht, das stellt euch jetzt Christoph vor.
Die letzte Woche war ja ziemlich wild an der Börse.
Deswegen dachte ich, ich bringe heute mal was Defensiveres mit und bin auf Kolgate Palmoliv gestoßen.
Der Konsumgütergigant ist ja vor allem bekannt für Zahnpasta oder Seife.
Richtig spannend wird es aber in einem anderen Bereich.
In den USA steht nämlich eine der modernsten Tierfutterfabriken der Welt.
Die Anlage gehört zu Hills Pet Nutrition und das ist die Premium-Tierfuttersparte von Kolgate Palmoliv.
Tierfutter ist ein wichtiger Teil des Konzerns, denn der Bereich macht bei den Amis fast ein Viertel vom Umsatz aus.
Die Fabrik produziert Nassfutter für Hunde und Katzen und ist hochautomatisiert, von der Annahme der Zutaten bis zur Verpackung.
Kameras und Sensoren checken jedes Detail.
Ein besonderes Highlight ist ein Roboterhund namens Buddy.
Der ist benannt nach einem Blindenhund, für den die Firma 1939 das erste Hundefutter des Konzerns hergestellt hat.
Der Roboter flitzt durch die Anlage und bringt zum Beispiel Futterproben ins Qualitätslabor.
Und das Business funktioniert.
Im letzten Jahr ist der Gesamtkonzern nur um 1% gewachsen auf 20 Milliarden Dollar.
Hilfs Umsatz ist um knapp 3% gestiegen.
In den Jahren davor ist der Bereich Tierfutter aber häufig auch zweiständig gewachsen.
Hills ist eine Premium-Marke und arbeitet eng mit Wissenschaftlern und Tierärzten zusammen, wird deshalb auch oft von Experten empfohlen und dadurch lassen sich höhere Preise rechtfertigen.
Allerdings hat die hohe Inflation in den letzten Monaten hier auch gewirkt, um zu sparen, haben Kunden dann doch häufiger zum günstigeren Futter gegriffen.
Gleichzeitig ist Kolgate 2025 beim Tierfutter komplett aus dem Private-Label-Geschäft ausgestiegen.
Das heißt, sie produzieren keine Billigmarken mehr für Supermärkte.
Das drückt zwar das Verkaufsvolumen, soll aber die Marge mittelfristig verbessern.
Und auch beim künftigen Wachstum soll Hills helfen.
Der Gesamtkonzern soll auch in den nächsten Jahren um die 3% wachsen.
Analysten trauen Hills dagegen deutlich mehr zu, gerade wenn die Inflation wieder zurückgeht.
Teilweise stößt die Firma schon an ihre Produktionsgrenze.
Der Großteil des Businesses läuft weiter mit dem klassischen Konsumgütergeschäft.
Allerdings leiden auch die Amis unter der Zurückhaltung der Konsumenten.
Eigenmarken wie Kirkland von Costco holen deshalb auf.
Dennoch ist Kolgate insgesamt gerade in turbulenten Börsenzeiten vergleichsweise verlässlich.
Die Dividende wird zum Beispiel seit über 60 Jahren erhöht.
Aktuell liegt die Rendite um die 2%.
Außerdem schwanken solche defensiven Aktien im Schnitt weniger stark, wenn es unruhiger an der Börse wird.
In den letzten zwölf Monaten hat die Aktie zwar leicht verloren, seit Beginn des Jahres aber um die 20% gewonnen.
Auch weil viele Anleger wegen der Unruhen im Tech-Bereich in defensivere Branchen rotiert sind.
Die Firma ist damit jetzt 75 Milliarden Dollar wert und kommt auf ein erwartetes KKV von 25.
Damit ist die Firma jetzt aber in etwa so teuer wie im Schnitt der letzten fünf Jahre und etwas teurer als Konkurrent Proctor Gambit.
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Pascal hat für euch die neueste Entertainment-Firma aus Las Vegas mit dabei.
1939 kam The Wizard of Oz in die Kinos und 2025 macht genau dieser Film nochmal 260 Millionen Dollar Umsatz.
Denn der Film ist letztes Jahr in der Sphere in Las Vegas gelaufen.
Das ist diese riesige Kugel mit gigantischer LED-Außenwerbefläche und 16K-Kino mit bis zu fast 18.000 Sitzplätzen im Inneren.
Unter anderem wegen des Films hat sich die Aktie von Sphere Entertainment in den letzten zwölf Monaten fast verdoppelt.
Auf den ersten Blick ist das überraschend.
Zum einen, weil Las Vegas letztes Jahr rund 10% weniger Touristen hatte.
Zum anderen weiß Fear Entertainment letztes Quartal immer noch einen operativen Verlust von über 80 Millionen Dollar gemacht hat.
Das ist aber auch nur die halbe Wahrheit.
Rechnet man die Abschreibung für den 2,3 Milliarden Dollar teuren Bau der Sphere raus, hat die Firma rund 17 Millionen Dollar Gewinn gemacht.
Die Sphere verdient nämlich schon Geld mit Werbung auf der Außenfläche, Konzerten von U2 oder den Backstreet Boys, Firmen-Events wie den NHL Draft und ihren eigenen Film.
Trotzdem, für die 3 Milliarden Dollar, die Sphere aktuell an der Börse wert ist, ist das immer noch nicht viel Geld.
Aber hinter der krassen Kursentwicklung der letzten Monate steckt eben noch was anderes.
Mitte letzten Jahres wurde bekannt, dass in Abu Dhabi ein Ableger gebaut wird.
Die Kosten für den Bau übernimmt das Emirat Abu Dhabi.
Sphere erhält dafür in den nächsten 25 Jahren eine Franchise-Gebühr, den kaum Kosten gegenübersteht.
Ein zweiter Move sind kleinere Sphere mit bis zu 6000 Plätzen.
Vor ein paar Wochen wurde in der Nähe von Washington DC so ein Projekt verkündet.
Das hat mehrere Vorteile.
Die Baukosten sind mit einer Milliarde Dollar geringer als in Las Vegas und Minikugn könnten potenziell in mehr Städten gebaut werden.
Aber der wirkliche Hebel liegt in der eigenen Filmproduktion, wie eben bei The Wizard of Oz.
Die 260 Millionen Dollar Umsatz bedeuten übrigens im Schnitt 130 Dollar pro Ticket.
Zur Erinnerung für einen Film, der schon 1939 rauskam und nur auf den Sphere-Screen skaliert wurde.
Das Problem, die Skalierung kostet bis zu 100 Millionen Dollar pro Film.
Gibt es aber mehrere Sphere, verteilen sich die Kosten für solche Produktionen und die potenziellen Zuschauer erhöhen sich.
Zudem könnte es Hollywood Studios attraktiver gemacht werden, ihre Filme auch für die Sphere zu produzieren.
Wenn zum Beispiel so Highlights wie Harry Potter oder Star Wars in der Sphere zu sehen sind, lockt das fast automatisch Fans an.
Doch dafür muss Sphere Entertainment weitere Standorte finden und die Konkurrenz schläft nicht.
Zum Beispiel hat Netflix 2025 in Philadelphia und Dallas ihre ersten Haus auf Netflix eröffnet.
2027 soll Las Vegas folgen.
Zudem hat Sphere Entertainment mit dem MSG Network einen Businessproblem.
Dahinter versteckt sich der Regionalsportsender der New York Knicks und Rangers, der auch zur Firma gehört.
Durch das Courtcutting-Phänomen sinken dort die Umsätze massiv.
Das ist die Sphere.
Die neueste Attraktion in Las Vegas.
Diese Kuppel ist so hoch wie ein Hochhaus.
112 Meter und überall sind LEDs.
Das war ohne Aktien wird schwer.
Produziert von Podstars bei OMR.
Euch einen guten Start in die Woche.
Wir hören uns morgen wieder.
Adios.
