# Germany Pension Costs, Japan Fiscal Expansion, and Crypto Error

**Podcast:** im Loop: Der News-Podcast von Finanzfluss
**Published:** 2026-02-09

## Transcript

Hi, hier bist du im Loop.
Bei uns gibt's jeden Tag Wirtschaft, News und Learnings.
Heute ist Montag, der 9.
Februar.
Ich bin Mary, schön, dass du am Start bist.
Und heute geht es unter anderem hier um.
Die Kosten für die Mütterrente liegen jährlich im zweistelligen Milliardenbereich und sollen noch weiter steigen.
Wir haben mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Marvin Schulz über das Für- und Wider dieser Maßnahme diskutiert.
Außerdem, Kuba könnte bald der Treibstoff für Flugzeuge ausgeben, wie der Druck aus den USA Kuba in den Ruin treiben könnte.
Und ein Eingabefehler bei einer Kryptobörse macht aus einer Mini-Premie plötzlich Millionen in Bitcoin, die einige Nutzer sogar schon längst in Bargeld umgewandelt haben.
Jetzt steht nicht nur die Börse unter Aufsicht.
Und wir starten wie immer mit Themen aus Deutschland.
Am Donnerstag, da heißt es in ganz vielen Teilen hierzulande wieder Helau oder Alav.
Denn dann ist Viber Fastnacht, das Karnevalswochenende beginnt und die fünfte Jahreszeit erreicht ihren Höhepunkt.
Und das hat auch wirtschaftlich deutliche Auswirkungen.
Dieses Jahr werden laut dem Institut der deutschen Wirtschaft, kurz IW, durch Karneval in ganz Deutschland rund 2 Milliarden Euro umgesetzt.
Das ist etwas weniger als im vergangenen Jahr.
Dabei fallen die größten Anteile vom Umsatz auf die Gastronomie, den Einzelhandel, den Transport und auch die Hotelbranche.
Besonders in Köln ist der Karneval ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.
2025, da wurden etwa 850 Millionen Euro in der Karnevalszeit umgesetzt.
Denn nach Köln kommen offensichtlich viele Karnevalstouristen mit einer weiteren Anreise.
Laut einer Studie der Boston Consulting Group gab es 2025 in Köln während der Karnevalszeit etwa 470.000 Hotelübernachtungen.
Das IW hat festgestellt, dass die Hotelpreise in Köln während der Karnevalszeit auch um rund zwei Drittel auf durchschnittlich etwa 90 Euro pro Nacht steigen.
In den anderen Karnevalshochburgen, wie zum Beispiel hier bei uns in Düsseldorf oder auch in Mainz, da fallen die Preise für Hotelübernachtungen sogar, weil dort viele Karnevalisten aus den Städten selbst oder dem Umland kommen.
Und weiter geht es mit der Mütterrente, zu der es jetzt auch Zahlen gibt.
Und die sind ganz schön hoch.
Jährlich kostet sie nämlich 13,5 Milliarden Euro.
Mit der vom Bundestag beschlossenen Erweiterung ab 2027 sollen es sogar 18,5 Milliarden pro Jahr werden.
Das geht aus Zahlen der Deutschen Rentenversicherung, kurz DRV hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegen.
Falls ihr gerade nicht genau wisst, was die Mütterrente ist, hier nochmal in Kurzform.
Das Programm gibt es seit 2014 und es soll die Benachteiligungen bei der Rente einer bestimmten Gruppe reduzieren.
Denn Eltern, die vor 1992 Kinder bekommen haben, erhalten für das Betreuen dieser Kinder weniger Rentenpunkte als die, die 1992 oder später Kinder bekommen haben.
Bei denen sind es nämlich bis zu drei Jahre.
Bei denen, die früher Kinder bekommen haben, waren es vor 2014 nur ein Jahr Betreuungszeit, das mit einem Rentenpunkt angerechnet wurde.
Inzwischen wurde das durch die Mütterrente I und II auf 2,5 Jahre erhöht.
Kommendes Jahr sollen es dann drei werden, genauso wie bei denen, die ab 1992 Kinder bekommen haben.
Zum Verständnis, ein Rentenpunkt mehr bedeutet aktuell monatlich rund 41 Euro mehr Bruttorente.
Und weil früher vor allem Frauen daheim geblieben sind und die Kinder betreut haben, heißt das Programm eben Mütterrente.
Väter, die für die Kinder daheim geblieben sind, profitieren davon aber natürlich genauso.
Die Kritik an der Maßnahme kommt vor allem durch die hohen Kosten.
Seit der Einführung 2014 waren das laut den DRV-Zahlen insgesamt rund 119 Milliarden Euro.
Da ist es viel Geld, das anders als bei der geplanten Erhöhung nicht aus Steuermitteln finanziert wird, sondern über die Rentenversicherung.
Verteidiger der Maßnahme sagen aber, es ist unfair, wenn Eltern, die früher Kinder bekommen haben, benachteiligt werden.
Und eine Abschaffung der Mütterrente, die könnte auch das Risiko der Altersarmut erhöhen.
Laut einer Studie des DIW von 2024 sogar um 14,4 Prozent bei älteren Frauen.
Das Ganze hat also zwei Seiten und die spiegeln sich in keiner Fraktion so gut wider wie in der Union.
Denn während CSU-Chef Markus Söder als einer der größten Verfechter der Mütterrente gilt, hat der CDU-Wirtschaftsrat erst kürzlich die vollständige Abschaffung gefordert.
Deshalb sprechen wir über das Thema heute mit Marvin Schulz, Bundestagsabgeordneter der CDU.
Herr Schulz, die Mütterrente, die kostet jedes Jahr 13,5 Milliarden Euro.
Können oder müssen wir uns das leisten aus Ihrer Sicht?
Naja, wie so oft ist das Leben ja nicht schwarz-weiß, sondern grau.
Und deshalb laufen hier aus meiner Sicht zwei widerstreitende Gedanken gegeneinander.
Zum einen der nachvollziehbare Wunsch Müttern, ob ihrer Lebensleistung, die ja viel auch in Care-Arbeit stattfindet, am Ende eines Berufslebens auch eine Rente zu genehmigen, die angemessen ist.
Und auf der anderen Seite die Finanzierbarkeit des Sozialstaates.
Ich würde diese Finanzierbarkeit des Sozialstaates, wo ich grundsätzlich große Zweifel hege, jetzt nicht unbedingt und alleinig an der Mütterrente festmachen, aber sie gehört eben zu den Sozialstaatsfragen, die wir uns unter der Überschrift leisten stellen müssen.
Ja, da komme ich gleich noch genauer drauf zu sprechen.
Jetzt sind Sie ja selber auch, gehören zu der CDU, also sehr spannend, Sie heute hier zu haben.
Es ist ja innerhalb der CDU bei dem Thema auch eine große Uneinigkeit.
Und sogar der CDU-Wirtschaftsrat fordert die Abschaffung der Mütterrente.
Was ist da los bei Ihnen?
Warum ist man sich bei dem Thema so uneinig?
Und wo stehen Sie da?
Naja, zum einen ist das ja nicht nur eine CDU, sondern ein CDU und CSU-Thema.
Das macht das Ganze nun noch komplexer, weil die CSU, das vergisst man gerne, ja schon auch eine eigene Partei ist, mit eigenem selbstbewussten Auftreten.
Und auch groß beworben hat, ne, das Thema für sich.
Und dieses Thema, genau, richtigerweise ja auch sehr prominent im Wahlkampf artikuliert hat.
Nun ja, und auf der anderen Seite sind wir eine Partei mit vielen hunderttausend Mitgliedern.
Und wenn Sie sich vielleicht an Situationen erinnern, wo Sie in Ihrer Kernfamilie am Frühstückstisch darüber debattiert haben, wo sie in Urlaub hinfliegen und festgestellt haben, dass das unter drei, vier, fünf Personen schon schwierig ist, dann ist das unter 100.000 eben genauso der Wirtschaftsrat der CDU, der selber ja gar nicht zur Partei gehört, also ein Interessenverband ist, der aber nicht innerhalb der Partei ist.
Der spricht in der Tat davon, dass wir uns die Mütterrente nicht werden leisten können, dass wir sie deshalb abschaffen müssen.
Die Radikalität gefällt mir nicht.
Ich habe gerade eben schon gesagt, das Leben ist nicht schwarz-weiß, es ist grau.
Wir haben mit dem Rentenpaket Ende letzten Jahres ja nicht nur die Mütterrente beschlossen, sondern auch die Aktivrente und die Fortschreibung der Haltelinie.
Und irgendwo werden wir rangehen müssen und kürzen müssen.
Ich habe seinerzeit deshalb ja auch gegen das Rentenpaket gestimmt.
Aber da muss ich nochmal nachhaken, was genau ist denn radikal aus von dieser Forderung aus Ihrer Sicht?
Ich meine, wir befinden uns ja schon in ziemlich harten Zeiten.
Stichwort auch Sondervermögen.
Wir nehmen große Schuldenberge auf uns, um in irgendeiner Form, naja, das ganze Land hier zu modernisieren und State of the Art irgendwie zu halten und zu machen.
Und da ist sowas natürlich jetzt ein großer Batzen, der dazukommt, diese 13, noch was Milliarden pro Jahr.
Also ist es wirklich radikal zu fordern, das wieder einzustampfen?
Ich glaube, das alleine ist insofern radikal, weil es eine sehr laute Forderung ist, die aber am Ende des Tages das Problem ja nicht löst.
Also, wenn der Bundeshaushalt 13,5 Milliarden Euro mehr zur Verfügung hätte, dann sind die Renten für meine Generation ja trotzdem nicht sicher.
Das heißt, wir müssen uns im Rahmen der Sozialstaatsreform, auch der Rentenkommission, die Gespräche finden ja gerade statt, über viel mehr als nur die Frage Mütterrente ja nein unterhalten.
Das ist richtig.
Und ich meine, viel von dem, was Sie jetzt verargumentiert haben, zahlt auch auf das Thema Gerechtigkeit ein.
Auch das kann man aber ja von beiden Seiten aus betrachten.
Wie sehen Sie das denn?
Also ist es aus Ihrer Sicht gerecht, gegenüber Menschen, die durchgehend Beiträge gezahlt haben, jetzt Rentenansprüche für Zeiten ohne Beitragszahlung nachträglich aufzuwerten.
So in die Richtung kann man das ja framen.
Oder, und ich sage das jetzt auch nochmal ganz bewusst in die andere Richtung gedacht, ist es wiederum gerecht gedacht, dass sozusagen ein Geburtsjahr über die Rentenhöhe entscheidet.
Warum sollten Eltern, die ihre Kinder vor 92 bekommen haben, denn eigentlich weniger Anerkennung erhalten als spätere Jahrgänge.
Also das sind so die Narrative, die im Raum stehen.
Ja, und ganz gerecht werden Sie es in einer Welt, die so komplex ist wie die unsere, auch nie hinbekommen.
Also, Sie müssen ja irgendwo den Cut ziehen.
Das ist jetzt im Geburtsjahr 1992 so geschehen und von Ihnen angesprochen worden.
Ich glaube, dass viel für eine Mütterrente spricht, ganz grundsätzlich, eben vor dem Hintergrund dessen, was Mütter für die Gesellschaft leisten.
Nur, und das ist mein wesentlicher Punkt, wir können uns den gesamten Sozialstaat in seiner bisherigen Form nicht mehr leisten.
Dazu gehört in der Konsequenz auch die derzeit beschlossene Regelung der Mütterrente dazu.
Deshalb müssen wir in Gänze, aber nicht ausschließlich auch über Reformen reden, die dann die Mütterrente inkludieren.
Heißt, Sie sind im Grunde für die Abschaffung.
Es heißt, ich bin ganz klar für eine Reform.
Und wenn in dem Rahmen der Alterssicherungskommission im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, so wie ich das der Presse vernommen habe, offen diskutiert wird, dann finde ich, muss auch über die Mütterrente diskutiert werden.
So wie über alle anderen Absicherungen der gesetzlichen Rente eben auch.
Aber was genau heißt für Sie Reform?
Na, Reform heißt, dass wir uns vor dem Hintergrund dessen, dass wir uns den Sozialstaat in seiner bisherigen Form nicht leisten können.
Erstens über Fragen nachdenken müssen, über die die Politik in der Vergangenheit meines Erachtens nach nicht oft genug und laut genug gesprochen hat, also beispielsweise länger zu arbeiten.
Und das heißt zweitens, dass wir bei dem ganzen Thema Reformrentenpaket, was wir jetzt Ende letzten Jahres beschlossen haben, gegebenenfalls nochmal ran müssen.
Das war ja ein Grund, warum ich ganz persönlich am Ende des Tages auch gegen das Rentenpaket der Bundesregierung gestimmt habe, als einer von wenigen, der der Koalition angehört, weil ich gesagt habe, wenn alle sich einig sind, dass wir über die Mütterrente, über die Aktivrente, über die Haltelinie hinaus uns eigentlich diesen Sozialstaat nicht leisten können und grundsätzlich darüber nachdenken müssen, eben tiefgreifende Reformen zu schaffen, dann brauchen wir im Dezember nicht über einen Rentenpaket abstimmen, wo wir gegebenenfalls im Juni des nächsten Jahres viel weitreichende Regelungen ins parlamentarische Verfahren reinbringen.
Verstehe.
Nur jetzt sind natürlich so Ansätze, wie länger arbeiten.
Hilft ja dann in dem Sinne nicht bei der Entscheidung, ob diejenigen, die sozusagen ihre Arbeit schon hinter sich gelassen haben, denn dann trotzdem jetzt entlohnt werden sollen.
Und die Frage ist ja auch, welche langfristigen Effekte hätte denn auch, ich sag mal, eine Ausweitung der Mütterrente auf die Stabilität des Rentensystems.
Also, wie könnte das sozusagen finanziell abgesichert werden?
Geht das überhaupt?
Naja, Sie können ja das eine nicht von dem anderen lösen.
Das ist ja der wesentliche Kern des Ganzen.
Wenn wir jetzt über die Beibehaltung oder die Abschaffung der Mütterrente sprechen, das sagte ich ja gerade eben schon, dann haben sie trotzdem das grundlegende Problem, dass wir uns aus meiner Sicht diesen ausufernden Sozialstaat nicht mehr leisten können.
Übrigens, egal, ob wir sie weiterlaufen lassen, 13,5 Milliarden, Sie haben es angesprochen, oder zurücknehmen.
Das heißt, wir müssen über die Mütterrente hinaus sprechen, wie wir uns die Rente zukünftig leisten können.
Dazu gehört länger zu arbeiten.
Hat so gehört von mir aus auch über andere Beitragszahler-Gruppen zu reden.
Das ist zum Beispiel eine Position, die in meiner Partei sehr unbeliebt ist.
Aber da muss eben alles auf den Tisch.
Und dann muss ein Paket geschnürt werden.
Am Ende ist es ja eine mathematische Frage, wie viel Steuerzuschuss zur Rente können und wollen wir uns leisten.
Wie viele Menschen müssen und sollen Rente beziehen?
In welcher Höhe?
Und dann wird man am Ende ein sehr, sehr komplexes Paket haben.
Und wenn die Mütterrente zukünftig ein Teil dieses Pakets ist, dann habe ich damit überhaupt kein Problem, weil ich die Lebensleistung von Müttern nachvollziehbarerweise auch in einer Rente abgedeckt vorstellen könnte.
Ja, verstehe.
Wenn wir davon.
Ja, okay.
Der letzte Satz sagt.
Letzter Satz.
Und wenn die Mütterrente dann aber in diesem komplexen Paket nicht mehr Teil eines Renten, einer Rentenreform ist, dann ist dem eben so.
Gut, und damit werden wir eigentlich beim Thema mal ein bisschen weiter rauszudenken, ein bisschen mehr vielleicht out of the box.
Also wenn wir darüber sprechen, dass Mütterrente auch die Altersarmut erhöht, das ist de facto ja so.
Laut Analysen Bruttorenten könnten sich von Rentnerinnen umdurchschnittlich 85 Prozent verringern.
Und wenn man dann darauf geht, wie könnte man dem entgegenwirken, dieser Altersarmut und mal vom klassischen Rentengedanken weggeht.
Gäbe es da Alternativen zur Mütterrente aus Ihrer Sicht, mit denen ich sag mal, Erziehungsleistungen gerechter anerkannt werden könnten und außerhalb des Rentenversicherungssystems gedacht.
Sie meinen jetzt für diejenigen, die bereits in Rente sind oder für diejenigen, die zukünftig in Rente gehen.
Ich glaube, für diejenigen, die heute bereits in Rente sind, ist die Idee der Mütterrente schon eine sehr nachvollziehbare und gute.
Und für die künftigen?
Und für die künftigen gilt das, was wahrscheinlich für diejenigen, die jetzt nicht qua Natur Mütter werden können, genau das gleiche.
Also wir müssen viel stärker auch private Altersvorsorge forcieren, in den Blick nehmen.
Der Staat muss über betriebliche Altersvorsorge nach meinem Dafürhalten am Kapitalmarkt Geld anlegen für Bürgerinnen und Bürger, auch in Zeiten, in denen diese dann in Elternzeit oder Mutterschutzurlaub sind.
Aber das ist eine Frage, die ist jetzt nicht nur speziell für Mütter in der Bundesrepublik Deutschland zu beantworten, sondern ja letztlich für alle.
Herr Schulz und damit besten Dank für Ihre Einordnung an der Stelle.
Wir verfolgen das hier natürlich und sind gespannt, wie es bei dem Thema weitergeht.
Alles Gute.
Und weil in den anderen Regionen der Welt gerade so viel passiert, machen wir thematisch auch direkt da weiter.
Wer bald in die USA reisen möchte, der muss damit rechnen, vorab viel mehr persönliche Informationen über sich preiszugeben als bisher.
Das plant nämlich der US-Gerenzschutz für die Touristen, die über das elektronische Reisegenehmigungssystem kurz Esther eine Einreise beantragen.
Über ISTA können unter anderem Deutsche sich für bis zu 90 Tage visafrei in den USA aufhalten.
Die Pläne für die neuen Einreiseregeln, die gehen auf eine Anordnung des US-Heimatschutzministeriums zurück, die im Dezember veröffentlicht wurde.
Die hatte eine Frist von 60 Tagen.
Die ist jetzt abgelaufen und es hat keiner dagegen Einspruch erhoben.
Mit den verschärften Auflagen will sich die USA besser vor Terroristen und anderen möglichen ausländischen Bedrohungen für die nationale Sicherheit schützen.
Ausländer sollen laut dem Vorschlag dann bald unter anderem ihre Social Media Aktivitäten der vergangenen fünf Jahre offenlegt.
Auch biometrische Daten könnten bald erfasst werden, also zum Beispiel Fingerabdrücke.
In diesem Zusammenhang stehen sogar DNA-Tests im Raum.
Für viele könnte das eine Reise in die USA wesentlich unattraktiver machen.
Und das wäre dann für den ohnehin schon unter Druck stehenden US-Tourismus alles andere als gut.
Laut einem Bericht des National Travel and Tourism Office sind im Dezember die Anzahl der Besucher aus dem Ausland zum achten Mal in Folge zurückgegangen.
Dabei erzeugt die US-Tourismusbranche jährlich einen Umsatz von 1,3 Billionen US-Dollar und es gibt in dem Sektor auch rund 15 Millionen Arbeitsplätze.
Übrigens, im Juni, da beginnt ja unter anderem in den USA die Fußball-WM.
Millionen von Touristen werden da erwartet, ob es da aber dann Ausnahmeregeln für die Einreise geben könnte, das ist noch unklar.
Die Wirtschaftskrise Kubas verschärft sich immer weiter.
Und jetzt droht dem Land sogar der Treibstoff für die Luftfahrt auszugehen, was wichtige Flugverbindungen gefährdet.
Darüber.
Darüber hat das US-Medium Bloomberg heute berichtet.
US-Präsident Trump droht nämlich Ländern, die Kuba Erdöl liefern, mit Strafzöllen.
Dadurch können internationale Fluggesellschaften nicht auf dem Hauptflughafen in Havanna tanken.
Die amerikanische Luftfahrtsbehörde warnt nun internationale Fluggesellschaften davor, dass dort bis mindestens zum 11.
März kein A1-Kerosin verfügbar sein wird.
Also genau der Treibstoff, den die meisten Passagierflugzeuge brauchen.
Dabei sind Reisende wichtig für Kubas Tourismuseinnahmen.
Und gleichzeitig kommen viele dringend benötigte Dinge wie Lebensmittel, Medikamente und Konsumgüter, oft nicht offiziell ins Land, sondern werden von Kurierpersonen gebracht, die ihre Waren auf Linienflügen schmuggeln.
Der Druck aus den USA, der vor allem auf den Sturz des kubanischen Regimes abzielt, der wird also höher.
Erst Anfang Januar haben die USA Treibstofflieferungen von Venezuela nach Kuba gestoppt, nachdem Trump Venezuelas Präsident Maduro festnehmen bzw.
entführen lassen, je nach Sichtweise.
Dabei war Venezuela Kubas wichtigster Partner für Öl.
Und gleichzeitig verschärft sich auch die Wirtschaftskrise, die in den letzten zehn Jahren fast ein Fünftel der Kubaner aus dem Land vertrieben hat.
Meine Kollegin Charline hat heute noch mal genauer hingeschaut.
Charlie, bevor wir auf die aktuelle Lage schauen, für die, die noch nicht 100% im Thema sind, warum geht es Kubaswirtschaft eigentlich grundsätzlich so schlecht.
Ja, das hat mehrere Gründe.
Sehr langfristiger.
Zentraler Punkt ist die Geschichte der Beziehungen zu den USA.
Seit der Machtübernahme viele Castros 1959 sind die Beziehungen einfach von Konflikten geprägt.
Stichworte sind zum Beispiel das US-Embargo, politische Feindseligkeit und auch die Kuba-Krise.
Seit über 60 Jahren unterhalten die USA ein umfassendes wirtschaftliches, handelspolitisches und auch finanzielles Sanktionsregime gegen Kuba.
Und dazu kommt, dass Kuba einfach stark staatlich organisiert ist und über Jahrzehnte mit strukturellen Problemen zu kämpfen hatte.
Mit so etwas wie ineffizienten Staatsbetrieben, einer geringere Produktivität, auch wenig Investitionen.
Und nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, dem wichtigsten Geld- und Handelspartner, ist das System auch schon mal fast kollabiert.
Und aktuell sagen Experten eben laut Medienberichten, dass die Lage aktuell sogar noch schlechter ist als damals, also mit Maruderinfrastruktur, mit fehlenden Lebensmitteln, Medikamenten und auch Energie.
Und welche Rolle spielte jetzt Venezuela in diesem System?
Eine ganz entscheidende.
Also, Anfang der 2000er Jahre, das schloss der damalige venezolanische Präsident Hugo Chavez ein Abkommen mit Phil Castro und daraufhin lieferte Venezuela Öl zu einfach stark reduzierten Preisen nach Kuba.
Und Kuba schickte im Gegenzug Ärzte und Lehrer und auch andere Fachkräfte.
Über Jahre war Venezuela einfach so extrem wichtig für Kuba.
Und vor allem auch für die Stromerzeugung, für Transport, für Industrie und so weiter.
Und Venezuelas eigener Ölsektor ist jetzt aber eingebrochen.
Das Land steht einfach selbst unter massiven US-Sanktionen und nach der Festnahme von Venezuelas Präsident Nicolas Maduro durch die USA.
Im Januar hat sich die Lage auch einfach nochmal ordentlich verschärft, würde ich sagen.
Kubas Regierung sagt, dass die Treibstofflieferungen aus Venezuela unterbrochen worden seien und auch die USA könne diese Abhängigkeit jetzt eben ausnutzen.
Also die haben enormen Einfluss auf Kubas Wirtschaft, weil sie eben nicht nur selbst sanktionieren, sondern auch Drittstaaten unter Druck setzen.
Und im Januar rief Trump auch per Exekutivanordnung nationalen Notstand aus und erklärte die Regierung von Kuba zur außergewöhnlichen Bedrohung, so hat er es gesagt, für die Sicherheit der USA.
Und dieses Dekret erlaubt jetzt eben strafzöllig gegen Länder, die Öl an Kuba liefern.
Und Trump sagte wörtlich, Kuba werde ziemlich bald scheitern.
So hat er es betont.
Und das Ziel, ja, ist da, ich würde sagen, ziemlich klar.
Also, es ist einfach ein hoher wirtschaftlicher Druck, um politischen Wandel zu erzwingen.
Welche Rolle spielt den Kuba da geopolitisch in der Region?
Also, Kuba ist strategisch enorm wichtig, vor allem wegen seiner Lage in der Karibik, nur rund 150 Kilometer von Florida entfernt.
Der Geopolitik-Analyst George Friedman, der hat zum Beispiel erinnert, dass die USA schon im kalten Krieg die sowjetische Präsenz in Kuba als massive Bedrohung sahen.
Und heute gibt es schon auch ähnliche Sorgen.
Also Russland hat ein neues Militärabkommen mit Kuba geschlossen, China baut sein Einfluss aus.
Reuters Recherche zum Beispiel zeigt, dass China inzwischen viele Projekte übernimmt, bei denen Russland selbst zurückhaltender geworden ist, etwa zum Beispiel im Bereich Infrastruktur, bei Häfen und auch Energie.
Und dann ist Kuba auch seit 2018 Teil von Chinas Welt and Road Initiative, also die neue Seidenstraße.
Und man kann sagen, dass Kuba sich jetzt also auch schon stärker Richtung China und Russland orientiert.
Wow, ja, wichtig, da den Kontext nochmal hergestellt zu haben.
Besten Dank für die Recherche, Charlie.
Und an der Stelle auch nochmal der Hinweis, dass wenn euch unsere Recherchen gefallen und dieser Podcast gefällt, dann könnt ihr uns am besten unterstützen mit einer Fünf-Sterne-Bewertung auf der Podcast-Plattform eurer Wahl, zum Beispiel Spotify oder Apple Podcast.
Also, bis bald.
In Japan, da hat die Liberaldemokratische Partei, kurz LDP, von Premierministerin Sanae Takaishi bei den Parlamentswahlen mit einer klaren Mehrheit gewonnen.
Die LDP, die hat in den Hochrechnungen rund zwei Drittel der Sitze geholt.
Das ist übrigens der höchste Sieg seit Ende des zweiten Weltkrieges.
Damit kann jetzt die LDP quasi im Alleingang Gesetze verabschieden.
Selbst wenn sie vom Oberhaus abgelehnt werden.
Takaichi selbst hatte die vorgezogenen Neuwahlen angestoßen.
Denn sie hatte ein neues Wirtschaftsprogramm und wollte nach eigenen Angaben das Volk entscheiden lassen, ob das denn dann auch umgesetzt werden soll.
Die rechtskonservative Takaichi will mehr Schulden aufnehmen und das, obwohl die Staatsschulden in Japan ja schon enorm hoch sind.
Die Schuldenquote ist mit fast 230 Prozent in Relation zum BIP eine der höchsten weltweit.
Zum Vergleich.
Die Quote von Deutschland lag 2024 bei 62,5 Prozent.
Für ihre expansive Finanzpolitik hat Takaichi bereits einen Entwurf für das im April beginnende Haushaltsjahr vorgelegt.
Der ist mit umgerechnet mehr als 650 Milliarden Euro so hoch wie noch nie.
Das Geld soll dann unter anderem in die Halbleiter, in die KI oder auch in die Schiffbauindustrie fließen.
Aber auch die Verteidigungsausgaben sollen dieses Jahr wegen der geopolitischen Unsicherheiten auf 2% des BIPs erhöht werden.
Damit dürfte auch Japans Rüstungsbranche zu einem Wachstumsmotor werden.
Japans Wirtschaft ist nämlich etwas am Schwächeln.
Der internationale Währungsforder rechnet für 2025 mit einem Wachstum von etwa 1,1 Prozent.
Mit den Investitionen soll das jetzt angekurbelt werden.
Doch durch mehr Staatsschulden wächst auch die Gefahr einer Finanzkrise.
Das will natürlich auch Takaichi nicht.
Sie setzt deshalb darauf, dass durch das starke Wirtschaftswachstum und den damit auch höheren Steuereinnahmen die Verschuldung im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung nicht weiter zunimmt.
Ein risikoreiches Unterfangen.
Die Börsianer haben sich aber über den deutlichen Sieg der LDP gefreut.
Der japanische Leitindex Nikkei, der hat nach der Wahl ein neues Rekord erreicht.
Wenn ihr in den vergangenen Jahren geflogen seid, dann habt ihr sehr wahrscheinlich entweder in einem Flugzeug von Boeing oder Airbus gesessen.
Die beiden Unternehmen dominieren den Markt bekanntlich, insbesondere im Westen.
Doch eine chinesische Firma will ihnen jetzt Konkurrenz machen.
Es geht um Comec, ein staatliches Unternehmen, das am Wochenende bei der Luftfahrtmesse in Singapur zumindest das Modell eines Flugzeugs präsentiert hat.
Die C929, die soll als Langstreckenflugzeug dem A350 von Airbus und der Boeing 787 Konkurrenz machen.
Eigentlich war das mal ein gemeinsames Projekt von Russland und China.
Inzwischen arbeitet die Volksrepublik aber alleine daran.
Bisher ist Comec vor allem im asiatischen Raum aktiv.
Chinesische Airlines sind teils sogar verpflichtet, Flugzeuge des Herstellers zu kaufen.
Noch sind die Platzfische aus Europa und den USA aber weit voraus.
Nach Zahlen der International Air Transport Association stammen rund 80 Prozent aller kommerziellen Flugzeuge von Boeing oder Airbus.
Zuletzt lag das europäische Unternehmen Airbus bei den Bestellungen deutlich vorne.
Von solchen Zahlen ist Comec noch weit entfernt.
Experten vermuten eher, dass der Hersteller aus Fernost noch 10 bis 15 Jahren brauchen wird, um sich auf dem Weltmarkt zu etablieren.
Das klingt jetzt erstmal so, als könnten Boeing und Airbus sich ausruhen.
Man darf das aber auch nicht unterschätzen.
Denn wir sehen ja gerade beim Thema E-Autos, was passiert, wenn chinesische Firmen mit staatlicher Unterstützung richtig Gas geben.
Etablierte Hersteller aus dem Westen kommen da auf lange Sicht in Bedrängnis, wenn sie weniger Innovationen umsetzen.
Besonders bei den Preisen haben die chinesischen Hersteller durch Subventionen oft Vorteile.
Wir werden diese Entwicklung daher auf jeden Fall vor euch im Blick behalten.
Stellt euch vor, ihr nutzt eine Kryptowährungsplattform und die will euch im Rahmen einer Kundenwerbeaktion Geld auszahlen.
Nicht viel, knapp 1 Euro.
Durch einen Eingabefehler erhaltet ihr aber kein Geld, sondern Bitcoins.
So ähnlich ist das der südkoreanischen Krypto-Börse BitHump passiert.
So steht es heute in der Zeitung Chosun Ilbo.
Im Rahmen einer Aktion sollten Kunden 2000 Won erhalten, das sind gerade mal 1,15 Cent.
Tatsächlich haben sie aber durch einen Eingabefehler fälschlicherweise 2.000 Bitcoins im Wert von umgerechnet rund 113 Millionen Euro pro Person erhalten.
Und die wurden fröhlich gehandelt, abgehoben und teilweise auch schon in echtes Geld umgetauscht.
Insgesamt wurden 620.000 Bitcoins für rund 37 Milliarden Euro falsch ausgezahlt.
Das meiste davon konnte zwar zurückgeholt werden.
Das Unternehmen hat den Fehler nämlich innerhalb von 20 Minuten bemerkt und konnten.
125 Bitcoins aber nicht.
Über 80 Personen haben ihre Coins zum Beispiel schon verkauft.
Beispielsweise wurden umgerechnet etwa 1,7 Millionen Euro auf Bankkonten ausgezahlt.
Laut dem Gouverneur der südkoreanischen Finanzaufsichtsbehörde Le Chan Yin gelten falsch ausgezahlte Bitcoins aber als unrechtmäßig erlangte Gewinne und dürfen zurückgefordert werden.
Personen, die ihren Gewinn zum Beispiel in Bargeld umgewandelt haben, könnten seiner Meinung nach Probleme bekommen.
Das alles hat für ziemlich viel Aufruhr gesorgt.
Denn eigentlich hielt das Kryptounternehmen im dritten Quartal des Vorjahres nur ca.
40.000 Bitcoins und nicht 620.000.
Es wurden also mit sogenannten Geistermünzen gehandelt.
Das kann das Vertrauen in Börse und Handel massiv schwächen.
BitHump wird deswegen jetzt erst einmal von der Finanzaufsichtsbehörde genau unter die Lupe genommen.
Seit dem Wochenende finden vor Ort Prüfungen statt.
Und wenn Gesetzesverstöße gefunden werden, soll die Prüfung ausgeweitet werden.
Und auch generell sollen Währungsbestände und die internen Kontrollsysteme von solchen Börsen durch einen Krisenteam überprüft werden, damit Nutzer am Markt zukünftig vertrauensvoll handeln können.
Falls ihr Kritik oder Anmerkungen habt, schickt es uns gerne per Mail an Feedback at im-loop.de oder an unseren Discord-Channel.
Den Link packen wir in die Folgebeschreibung.
Redaktionell erstellt haben diese Folge Charlen Schreiber, Florian Görres, Jan-Paul Götze, Larissa Aramian, Charlotte Wennewald und ich Mary Abdelasiste.
Produziert wurde sie von Finn Bethke.
Unser Redaktionsschluss, der war wie immer um 13 Uhr.
Dieser Podcast ist eine Finanzflussproduktion, und damit ihr auch weiter im Loop bleibt, hören wir uns morgen wieder.
Bis dahin macht's gut.
Hey, Berlin.
Wusstest du, dass du mit deinem Ökostrom richtig was bewegen kannst?
Denn je mehr den Ökostrom der Berliner Stadtwerke beziehen, desto mehr können wir gemeinsam für unsere Stadt tun.
Denn die Berliner Stadtwerke investieren direkt hier vor Ort in eine saubere Stromversorgung.
Zum Beispiel in Solaranlagen auf den Dächern unserer Stadt und in viele weitere grüne Energieprojekte.
Berliner Stadtwerke.
Gut für dich.
Gut für Berlin.
