# Germany's Hydrogen, Film, and AI Investment Shifts

**Podcast:** im Loop: Der News-Podcast von Finanzfluss
**Published:** 2026-02-06

## Transcript

Hi, hier bist du im Loop.
Bei uns gibt es jeden Tag Wirtschaft, News und Learnings.
Heute ist Freitag, der 6.
Februar.
Ich bin Mary, schön, dass du am Start bist.
Und heute geht es unter anderem hier um.
Deutschland schließt neue Wasserstoffdeals mit den Golfstaaten.
Die Milliarden stehen also bereit, doch der Markt, der blockiert.
Dazu gleich ein spannendes Gespräch mit der Wasserstoff-Expertin Isabel Knüttgen.
Außerdem, Streamer und Sender sollen künftig 8% ihres Umsatzes in deutsche Produktionen investieren.
Das soll die angeschlagene Filmbranche retten und könnte den Markt spürbar unkrempeln.
Und?
Die EZB, die behält den Leitzins stabil bei 2%.
Warum ein starker Euro bald ändern könnte.
Und wir starten wie immer mit Themen aus Deutschland.
Seit Mittwoch ist Bundeskanzler Friedrich Merz in den Golfstaaten unterwegs, um mit den dortigen Ländern die Wirtschaftsbeziehungen auszubauen.
Heute, da endet seine Reise, und zwar in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Zuvor war er in Saudi-Arabien und Katar unterwegs.
Ganz konkrete Ergebnisse wurden dabei zwar nicht erzielt, aber Merz meinte schon, dass die Kooperationen in Zukunft definitiv intensiviert werden sollen.
Im Fokus standen dabei vor allem zwei Themen: Rüstung und Energie.
Demnach sollen laut Merz die Rüstungsexporte aus Deutschland sowohl nach Katar als auch nach Saudi-Arabien gesteigert werden.
Die sind zumindest nach Saudi-Arabien seit 2018 zwischenzeitlich gestoppt worden.
Unter anderem, weil dem Land bei seiner Beteiligung im Jemen-Krieg schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden.
Aber Merz ging es bei seiner Reise in die Golfstaaten auch um Energie, genauer gesagt um Flüssiggas und um Wasserstoff.
Schon am Sonntag war deswegen auch schon Wirtschaftsministerin Katharina Reiche in Saudi-Arabien.
In Zukunft soll von dort aus verstärkt grüner Wasserstoff nach Deutschland geliefert werden.
Die Bundesregierung, die will ab 2030 mindestens zehn Gigawatt an Erzeugungsmöglichkeiten schaffen, mit denen dann grüner Wasserstoff in für die Industrie nutzbare Energie umgewandelt wird.
Der Bedarf ist bekanntlich groß.
Und der Wasserstoff muss vor allem importiert werden.
Die Golfstaaten sollen da in Zukunft also eine entscheidende Rolle spielen.
Nun ist die Debatte um Grünwasserstoff ja seit Jahren immer mal wieder präsent.
Und es scheint ja jetzt, als wären wir mit diesen neuen Partnerschaften ziemlich gut aufgestellt und auch zentrale Schritte weitergekommen.
Ob das aber wirklich so ist, das haben wir eine Wasserstoff-Expertin gefragt, Isabel Knüttgen von der E-Mobil Baden-Württemberg.
Und sie sagt dazu folgendes.
We have for five years strategien gemacht, wie wir Wasserstoff einsetzen.
And we merken jetzt, wir haben jetzt einiges gelernt.
We have zum Beispiel gelernt, dass der Wasserstoff doch mehr kostet als wir erwart, yet hatten.
Jetzt zumindest auch in der Übergangsphase.
And we sehen vor allem auch die Zurückhaltung der Unternehmen, der Offtaker, as it is international heißt, den Wasserstoff wirklich zu einem festen Preis, to a festen Zeitpunkt zu ordners.
Aber da muss ich einmal kurz nachfragen.
Warum ist es, also wenn doch der Bedarf da ist, das ist doch für ein Unternehmer eighteen ideal, oder?
Yeah, the alternative des fossil, we have the fossil alternative despairs or the erbgases.
And it is very gunstiger.
And the link between the grenade wasserstoff and the fossil alternative, the lunch is so great that we say, I can't finanziert.
That is off my wettbewerbsfähigkeit and the fossil was 2 euro per kilogram cost and the grene was driven by, then is the ökologische orientiering and commitment to Klimaschutz in the Bredouille im Dilemma to say, I can transform.
Warte noch ab und hoffe, dass sich das ändert, oder sich Regulatorik zum Beispiel ändert, dass sich Wasserstoffpreise nach unten bewegen oder ob es noch andere Förderinstrumente gibt und so weiter.
Aber das müssen Sie uns nochmal erklären, weil ich meine, wenn doch von auch politischer Seite die Initiative ergriffen wird, neue Partner zu suchen für mehr Anlifer oder für die Anlieferung von mehr grünem Wasserstoff.
Wieso sind die Preise dann so hoch?
Das passt ja irgendwie nicht zusammen.
Also einerseits möchte man den Bedarf decken und verfolgt diese Strategie und andererseits sind die Preise dann aber so hoch geregelt, dass Unternehmer sagen, nee, das mache ich nicht, weil das ist einfach nicht lukrativ.
Die Preise sind nicht hoch geregelt, die Preise ergeben sich aus verschiedenen Parametern.
Das ist einfach technisch, dass vor allem der Strompreis bei der Elektrolyse, das ist vor allem der wichtigste Parameter.
Und dann gibt es natürlich auch noch regulatorische Kosten, dann gibt es noch Netzentgelte oder Markthochlaufentgelte.
Ja, da gibt es verschiedene Faktoren, aber natürlich, oder auch die Kosten des Elektrolyseurs, also die CapEx-Kosten.
Das hat sich einfach jetzt auch gezeigt am Markt, wie die Kosten sich darstellen, real.
Weil bei vielen Projekten war es first of its kind, da hatte man keine Referenzen und hat jetzt erst gesehen, was sind jetzt die realen Kosten, die rauskommen.
Ja, gut, aber wie ließe sich dieser Zustand verändern, damit man aus diesem Dilemma rauskommt?
An vielen Stellen gibt es, also vor allem die Regulatorik bietet einen großen Hebel.
Wenn man überlegt, welche, wie sind jetzt zum Beispiel in der Übergangsphase, merkt man, dass man um den Wasserstoff erstmal in die Anwendung zu kriegen, müsste man hier nochmal stärker auf die praktischen Herausforderungen schauen.
Vieles der Regulatorik is gemacht worden.
Er möchte natürlich auch misbrauch or langfristigen fehlentwicklungen vorbeugen.
But the wasserstoff in einsatz to create, is it worth it, density in the in the anwending to become and out in an hour.
And that can we be fördert werden?
It's zum Beispiel die Carbon Contracts for Difference, die for Unternehmen interessant, um die Differenzkosten zu decken.
But here we real that this instrument not so breadfläching a anwending for wasserstoff finds and da violent gebessert werden muss.
So long is not a infrastructure in growth pipelines, is nature of the Elektrolyse for Orthodox Instrument.
But here have the thema that the R of NBO-Kriterien der Gleichzeitigkeit, der Zusätzlichkeit, der räumlichen Korrelation, dass wir da auch ein Element haben, was den Wasserstoff, der for Ort in Europa produziert wird, eben auch verteuert wird.
Und wenn wir da auch nochmal auf die Anwendungsbereiche blicken, wir reden so viel anders und diskutieren so viele Jahre über das Thema Wasserstoff.
So richtig viel is bisher ja nun nicht passiert.
You have just ein, zwei Gründe auch schon ausführlich beschrieben.
But warum ist Wasserstoff eigentlich so wichtig?
Für welche Bereiche unserer Wirtschaft is it besonders relevant?
We brauchen in einem resilienten Energiesystem immer molekulare Energieträger.
Ohne nur mit Strom wird es nicht gehen.
And there is for all the energiewirtschaft for the Backup Kraftwerke zu nennen, die mit Wasserstoff dann betrieben werden anders for the stability in unserem Stromsystem sorgen.
Dann gibt es Anwendungen in der Chemie, wo Wasserstoff as Grundstoff gebraucht wird.
For ganz, ganz viele Prozesse, and Production that we brauchen, zum Beispiel in the ship hairstelling or in the living middle industry and so we are and so forth or in the Stahlherstelling, where wasserstoff as Prozessgas gebraucht.
Oder for hochtemperaturprozesse, wo ich viel energy brauche or temperatur braucht, was sich elektrisch nur sehr spare erzeugt.
That funktioniert nicht immer with Lichtbogen.
It can be, but in vielen Anwendungen ist da the Wasserstoff durchaus noch das Mittel der Wahl.
Also für die Industrie, für unsere industrielle Basis wird Wasserstoff a wichtige Rolle spielen, wenn wir diese Industriezweige here auch halten wollen.
When we mal nach Holland oder in die Niederlande blicken, quasi zu unserem Nachbarn, fragments?
When it's not a cancer hingegen is in the Golfstaaten.
Deutschland is an energy importland.
And would this for wasserstoff.
Also, 50% to 70% of wasserstoff importiert.
And all this was not with the pipeline comes, off the ship of the maritime to Europa comes, so we have LNG or the Erdöl to Deutschland.
And the Häfen could, there would be angeland, and from dart can be in the pipeline and then we're going to be able to pipeline is actually the efficientest, um wasserstoff to transportieren.
But what momentum is the deadly dominan transport vector, so then that's Ammoniok, in Amsterdam Wasserstoff reaged and then as Ammoniak Cracker, that in bow is and gebaut, um then eventually aus Ammoniak wieder Wasserstoff zu machen and then vielleicht in a pipeline zu verbringen.
Verstehe.
It würde mich zuletzt noch interessieren, weil ich auch weiß, sie waren auch im arabischen Raum unterwegs and have dort auch mit verantwortlichen gesprochen for this thing wasserstoff.
We blick man von dort aus auf die Debatten, die wir hier führen anders.
Wie wird das denn von dort aus wahrgenommen anders?
In these ländern gibt es einfach schon sehr viele strategische Überlegungen, wie man Wasserstoff gut produzieren kann.
Da gibt es eine hohe Kenntnis über die Energiewirtschaft, man has good for anneware energy, man is in technologie herstellers, with violence to wasserstoff to produce or then our Ammoniak to transportieren.
But these projects, die werden sich erst realisieren, when claims we have an upnehmer für diese Mengen an grünem Wasserstoff oder grenades ammoniak oder auch Flüssigwasserstoff.
And therefore fehlen diese Nachfragesignale.
Viele sagen it's all about off take.
Solange the off take nicht sicher ist, werden auch diese Projekte nicht weitergebaut oder bleiben noch im Planungsstadium.
Und so lange gibt es keine großen Mengen Wasserstoff.
And this Henne-Ei-Problem in der Wasserstoffwelt, das muss gelöst werden.
Die Anwender, die potenziellen Anwender brauchen einen sichereren Weg, um für sich zu entscheiden, jetzt kann ich Wasserstoff einsetzen, ohne dass ich meine Betriebswirtschaftliche Basis gefährde.
Ich muss mir das leisten können, den grünen Wasserstoff zu nutzen.
Ich brauche die passenden Instrumente und dann kommt das System ins Schwingen.
Jetzt haben wir alles sortiert.
Jetzt müssen wir schauen, dass alles wieder zusammenpasst.
Das heißt, letzte Frage an Sie, wenn man das jetzt einmal zusammenfassen müsste, we have die politische Initiative in Form von Handelspartnerschaften, die jetzt gestärkt wurde durch diese Reise.
We have den Bedarf identifiziert in Deutschland durch die Klimaziele ja auch und deren Umsetzung mit erneuerbaren Energien.
Genau, dafür brauchen wir ja dann eben auch grünen Wasserstoff.
Es fehlt also quasi an Gesetzmäßigkeiten und guten Preisen, die das Ganze dann in die Praxis übersetzen.
Ja, wenn man es ganz simplifiziert schon, ja, die reale Welt is, es ist eine Vielzahl von Regulatorik, die ineinander greift, eine Vielzahl von Förderinstrumenten, die man auch aufgesetzt hat.
Also ich glaube, es gab eine große Initiative, auch vieles zu machen.
Man sieht jetzt, man muss es justieren.
It's not nicht, wir sind gerade so ein bisschen in dieser Lernphase drin.
Wir hatten eine sehr große Wasserstoffeuphorie, we have sehr viel gemacht.
Und jetzt ist das wichtigste, dass man das Kind nicht mit dem Bade ausschüttet.
Das hat jetzt nicht funktioniert, ist jetzt vielleicht nicht mehr so das wichtige Thema.
We müssen daraus learnen und gucken, wo man adjustieren, dass es jetzt funktioniert.
Vielleicht kann man sich auch focussieren.
Wir als E-Mobil BW have zum Beispiel auch gesagt, Wasserstoffmobility im Schwerlastverkehr ist eine Anwendung, wo wir eine notwendige or not sinnhafter Einsatz von Wasserstoff sehen.
Da vielleicht fokussiert auf einen Corridor schauen und gucken, wie man hier mehrere Lkw einsetzen, Tankstellen, Infrastruktur bauen und Wasserstoff dort einsetzen, weil dann gibt es eine hohe Zahlungsbereitschaft für Wasserstoff.
Und das wäre zum Beispiel ein Sektor, der Offtake der Nachfrage generiert.
Aber das passiert auch nicht von alleine.
Auch das braucht eine Marktaktivierung.
Frau Knüttgen, das war ein sehr informatives Gespräch.
Ich habe ganz viel gelernt heute und bin bei diesem relativ komplexen Thema ein bisschen besser durchgestiegen.
Und ich hoffe, viele andere auch.
Ganz herzlichen Dank für Ihre Zeit.
Vielen Dank.
Und wir bleiben noch mal bei der deutschen Wirtschaft.
Da verzeichnet die Industrie ein deutliches Auftragsplus.
Im Dezember, da betrug das im Vergleich zum Vormonat 7,8 Prozent inklusive der Großaufträge.
Das ist die größte Steigerung seit Dezember 23.
Und das, obwohl von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen sogar mit einem Rückgang von 2,2 Prozent gerechnet hatten.
Besonders in der Metallindustrie gab es eine positive Entwicklung.
Die Aufträge legten da um rund 30 Prozent zu.
Im Maschinenbau, da waren es 11,5 Prozent.
Nur die Autoindustrie, die hing hinterher.
Da gab es einen Minus von 6,3 Prozent.
Insgesamt haben vor allem die Bestellungen aus dem Inland kräftig angezogen.
Sie legten im Monatsvergleich um 10,7 Prozent zu und sind damit deutlich stärker als die Auslandsaufträge, die um 5,6 Prozent stiegen.
Wichtig für den Kontext, eine wichtige Rolle spielten erneut mehrere Großaufträge.
Fachleute verweisen dabei vor allem auf umfangreiche Bestellungen aus der Rüstungsindustrie.
Zum Beispiel sind der deutsche Staat und auch andere Länder große Kunden.
Der Bundeswehr stehen allein dieses Jahr rund 108 Milliarden Euro zur Verfügung, um zum Beispiel Waffen zu kaufen.
Ich habe es ja eben schon gesagt.
Die Zahlen sind inklusive der Großaufträge.
Wenn man die jetzt rausrechnet, dann würde das Plus nur noch 0,9 Prozent betragen.
Allerdings ist selbst das, das vierte Plus in Folge.
Kommerzbankökonom Ralf Solveen, der sagte der Tagesschau, dass das Hoffnung machen würde, dass die Talfahrt der Industrie erst einmal ein Ende gefunden haben.
Auch andere Experten sprechen von einer Trendwende.
Allerdings hat auch nicht zuletzt die Bundesregierung ihre Wirtschaftsprognose gesenkt, von 1,3 auf 1%.
Denn sowohl die geopolitischen Unsicherheiten als auch die Infrastrukturprobleme hierzulande sind wohl doch stärker als gedacht.
Und dazu muss man auch noch erwähnen, dass das Konjunkturwachstum vor allem auf den massiven Schulden basiert, die der Bund vor allem durch das sogenannte Sondervermögen aufnimmt.
Die Union und die SPD wollen etwas für die deutsche Filmbranche tun und haben sich nun auf einen gesetzlichen Investitionspakt geeinigt.
Das klingt jetzt erstmal sperrig, heißt aber, dass Streamingdienste und Fernsehsender gesetzlich verpflichtet werden sollen, 8% ihres jährlichen Nettoumsatzes in deutsche Filmproduktionen zu investieren.
Damit können die Mittel für Filmförderung auf 250 Millionen Euro pro Jahr steigen.
Unternehmen, die mehr als 12 Prozent investieren, die können von den Vorgaben abweichen und individuelle Vereinbarungen mit Produktionsfirmen treffen.
Das alles soll Planungssicherheit schaffen und Aufträge für die Filmwirtschaft sichern, ohne dass Streamingdienste dadurch beeinträchtigt werden sollen.
Im Kern soll der Pakt also die heimische Produktion stärken.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wirtschaftlich ist diese Branche für mich eine kleine Blackbox.
Und deshalb hat meine Kollegin Charlene heute mal ein bisschen recherchiert.
Charlie, warum kommt das jetzt?
Also, wie steht es aktuell um Deutschland als Filmstandort?
Ja, ziemlich angeschlagen, würde ich sagen.
Eine gute Grippe.
Also die Bundesregierung selbst sagt, die Branche steckt tief in der Krise.
Große Studios wie Babelsberg oder Bavaria, die man vielleicht kennt, hatten zuletzt deutlich weniger Aufträge.
Produktionen wurden ins Ausland verlagert.
Ein prominentes Beispiel zum Beispiel ist das, was auch viel in der Berichterstattung aufgegriffen wird, ist im Westen nichts Neues.
Vielleicht hat ihn ja jemand da draußen geguckt.
Ich habe ihn gesehen.
Dass trotz deutscher Vorlage in Tschechien gedreht wurde.
Und auch aus der Branche selbst kommen sehr klare Signale, also eine Umfrage der Produktionsallianz nachschätzen.
85% der befragten Produktionsfirmen die Lage als schlecht oder auch als sehr schlecht ein.
Gründe sind da zum Beispiel rumschrumpfene Budgets, weniger Aufträge, gleichzeitig steigende Produktionskosten und die staatliche Förderung allein reicht da wohl aus Sicht der Politik nicht mehr aus, um im internationalen Wettbewerb, der groß ist, mitzuhalten.
Wie groß ist diese Branche eigentlich in Deutschland?
Das wirkt ja oft wie Kultur, aber offenbar steckt da ja auch viel Wirtschaft drin.
Ja, absolut.
Also je nach Abgrenzung arbeiten da rund 160.000 Menschen, direkt oder indirekt in der Film- und Medienwirtschaft in Deutschland, bei einem geschätzten Jahresumsatz von fast 25 Milliarden Euro, habe ich gelesen, in einem Appell aus 2024 an die Bundesregierung, da spricht die Branche jetzt selbst, von 120.000 Arbeitsplätzen und rund 10 Milliarden Euro Jahresumsatz.
Es ist halt wie je nachdem, wie man es abgrenzt.
Das Hauptproblem ist da die fehlende Wettbewerbsfähigkeit.
Also andere Länder locken da einfach mit besseren Anreizen.
Tschechien zum Beispiel, Ungarn oder die Großbritann oder Großbritannien, die bieten seit Jahren sehr attraktive steuerliche Modelle und haben ihre Produktionsinfrastruktur einfach massiv ausgebaut.
Und in Deutschland dagegen war die Förderung einfach lange unsicher, sie war sehr kleinteilig und nicht planbar.
Und dazu kommt, dass Streamingdienste zwar viel Geld in Europa investieren, aber eben ohne Verpflichtung, davon hat nun ein begrenzter Teil nach Deutschland floss.
Ja.
Jetzt zu diesem Kernstück, den 8%.
Wie genau funktioniert diese, ich sag mal, ja, Investitionsverpflichtung.
Also das Gesetz soll vorschreiben, dass Streamer und Sender 8% ihres deutschen Nettoumsatzes wieder in neue Filme und Serien investieren müssen, also nicht in Lizenzen für alte Inhalte.
Und da gibt es dabei, dabei gibt es Subquoten.
Also ein Großteil muss in deutschsprachig geprägte Produktion fließen, ein erheblicher Teil auch an unabhängige Produzenten und ein weiterer Teil in europäische Werke.
Und die Umsätze der Streamer, die sollen von der Filmförderungsanstalt geschätzt werden, weil einfach die Unternehmen ihre Zahlen so nicht offenlegen.
Und dabei ist wichtig zu erwähnen, dass das Geld nicht in staatliche Fördertöpfe fließt, sondern die Plattformen selbst investieren.
Sie behalten zunächst auch die Verfügungsrechte.
Und im Vergleich zu anderen Ländern, würde ich sagen, ist das eher moderat, also Frankreich zum Beispiel, verlangt 20 Prozent stieg das Produktionsvolumen auch nach der Einführung wohl um, also stark an, deutlich an.
Und diese Öffnungsklausel, die ist ja auch noch ein Teil davon, mit diesen 12%, ist ein Anreiz nach oben.
Also, je höher das Engagement ist, desto größer ist auch die Freiheit bei Quoten und bei Vorgaben.
Und die Politik hofft einfach so, dass zusätzliche private Mittel mobilisiert werden, einfach ohne die Anbieter zu gängeln.
Es gibt natürlich trotzdem auch Kritik, zum Beispiel der Sender RTL, der sagt, es sei ein starker Eingriff in ihre Angebotsautonomie.
Warum war das alles eigentlich so lange blockiert?
Ich meine, diese 250 Millionen Förderungen, die standen ja schon im Raum.
Einfach weil ein Teil der Förderung an diese Investitionsverpflichtung gekoppelt ist.
Also von den 250 Millionen Euro sollten 120 Millionen erst freigegeben werden, wenn es einen gesetzlichen Beitrag wie Streamer gibt.
Und dieses Anreizfördermodell, das sind bis zu 30 Prozent der Produktionskosten, das war schon akzeptiert.
Was aber fehlte, war eben die verbindliche Beteiligung der Privatwirtschaft.
Und erst jetzt gibt es dafür eben einen gesetzlichen Rahmen.
Und im Gegenzug sagt der Bundestag dann, die mehrjährige Aufstockung der Förderung zu.
Okay, spannend.
Charlie, danke für die Infos für die Recherche dazu.
Und ein Appell, den wir schon länger nicht mehr gemacht haben, ist: wenn ihr Lust habt, wenn ihr den Podcast mögt, uns regelmäßig hört oder auch neu dazu gekommen seid, bewertet uns doch gerne und abonniert uns.
Das hilft uns auf jeden Fall am besten, um unser Format noch bekannter zu machen.
Und wir machen weiter mit Themen aus Europa.
Die Europäische Zentralbank belässt den Leitzen weiter bei 2%.
Damit wurde er seit fünf EZB-Sitzungen nicht mehr verändert.
Seit mittlerweile Juni 25 ist der Leitzins auf diesem Niveau.
Ein Grund dafür, die Inflationsaussichten.
Die Inflation im Euroraum, die ist zwar im Januar im Vergleich zum Vorjahr auf 1,7% gefallen und liegt damit sogar unter dem 2%-Ziel der EZB.
Doch die Zentralbankchefin Christine Lagarde verwies auf die geopolitischen Unsicherheiten.
Deswegen sei es viel schwieriger abzuschätzen, wie sich die Inflation in den nächsten Monaten entwickelt.
Zum Beispiel könnte ein potenzieller Krieg zwischen dem Iran und den USA einen spürbaren Effekt auf den Ölpreis haben.
Der könnte dadurch steigen.
Dadurch wiederum wäre weltweit die Produktion in eigentlich allen Industrien auch teurer.
Diese Preissteigerungen, die könnten dann an die Endkonsumenten weitergegeben werden.
Und die Inflation, die könnte also damit dann auch wieder steigen.
Im Gegensatz steht dazu der aktuell starke Euro.
Ein Euro war Ende Januar so viel wert wie 1,20 Cent.
Das ist so viel wie seit gut viereinhalb Jahren nicht mehr.
Und genau das belastet die Exporteure der Eurozone, denn dadurch werden automatisch ihre Waren auf dem Weltmarkt teurer.
Es wird also schwerer, sie loszuwerden.
Vor allem in Deutschland betrifft das viele Unternehmen, unsere Wirtschaft ist nämlich stark exportorientiert.
Andersherum sind dann aber auch Importe in die Eurozone billiger.
Das stehen unter anderem Energieimporte im Fokus, wie zum Beispiel Gas oder Öl.
Die werden in der Regel in US-Dollar gehandelt.
Dadurch können Unternehmen günstiger produzieren und das wiederum lässt die Inflation sinken.
Wenn das in Zukunft dann der Fall wäre, würde die EZB mit aller Wahrscheinlichkeit den Leizens senken und dadurch den Euro billiger machen.
Die EZB, die befindet sich aktuell in einem Zwiespalt.
Handlungsbedarf gibt es aber anscheinend noch keinen.
Lagarde meinte aber auf der EZB-Sitzung, dass die Wechselkurse genau beobachtet werden und ob wegen des starken Euros dann der Leizenz gesenkt werden muss.
Das entscheidet sich dann in sechs Wochen.
Da ist nämlich die nächste EZB-Sitzung.
Und wir schauen auf andere Themen der Welt.
200 Milliarden US-Dollar.
So viel will Amazon dieses Jahr investieren.
Das Geld, das soll vor allem in KI gesteckt werden, aber auch in Robotik und in Satelliten.
Für viele Anleger war die Höhe der Summe überraschend.
Das Ausmaß, das stimmt nämlich nicht so ganz mit ihren Wachstumserwartungen für das Unternehmen überein.
Die Aktie, die fiel daraufhin im nachbörstlichen Handel, zeitweise um rund 8 Prozent.
Vielleicht erinnert ihr euch an die Nachricht von gestern.
Da haben wir euch erzählt, dass Alphabet ähnlich hohe Investitionen in KI steckt und die Anleger aus Sorge vor einer KI-Blase auch ähnlich reagiert haben.
Viele sind unsicher, ob sich diese Milliardensummen langfristig rentieren.
Bei Amazon sind Anleger aber zusätzlich besonders skeptisch, weil sie nicht so schnell wachsen wie die Konkurrenz.
Die Cloud-Sparte von Alphabet zum Beispiel wuchs um 48 Prozent im letzten Quartal, die von Amazon nur um 24.
Trotzdem profitiert das Unternehmen stark vom KI-Boom.
Laut Chef Andy Jesse sollen die Ausgaben langfristig profitabel sein.
Auch generell waren die Zahlen nur für sich betrachtet positiv.
Der Gesamtumsatz im vergangenen Quartal, der lag bei über 213 Milliarden US-Dollar.
Das ist ein Wachstum von 14 Prozent.
Parallel zu dieser Nachricht macht Amazon übrigens auch in Deutschland Schlagzahlen, nur bei einem anderen Thema.
Das Bundeskartellamt.
Das hat dem Konzern nämlich eine Strafe wegen Preisvorgaben auf dem Online-Marktplatz aufgedrückt.
59 Millionen Euro muss das Unternehmen nun zahlen und darf in Zukunft keine Preisobergrenzen für Angebote von unabhängigen Händlern setzen.
Die Mechanismen dürfen nur noch in Ausnahmefällen, zum Beispiel bei Preisweiswucher, genutzt werden.
Zugegeben, 59 Millionen Dollar sind im Vergleich zu den dreistelligen Milliardeninvestitionen eher gering.
Aber es ist das erste Mal, dass Deutschlands Wettbewerbsbehörde eine Geldstrafe gegen Amazon umsetzt.
Der Konzern hat hier eine extreme Marktmacht.
Etwa 60 Prozent des deutschen Online-Handels laufen über Amazon.
Das Kartellamt begründet seinen Schritt damit, dass die Firma auf dem Marktplatz in direkten Wettbewerb zu den Händlern tritt.
Diese Eingriffe könnten Händler finanziell gefährden, weil sie ihre Kosten nicht mehr decken können.
Oder sie sogar vom Marktplatz verdrängen.
Amazon bestreitet die Vorwürfe und will nun Rechtsmittel einlegen.
Argentinien und die USA haben ihr Verhältnis nochmal gestärkt und ein Handels- und Investitionsabkommen besiegelt.
Die Hauptpunkte gehen wir einfach mal kurz zusammen durch.
Konkret steht da drin, dass Argentinien US-Waren nun einen bevorzugten Marktzugang gewährt.
Außerdem wollen beide in Sachen Wirtschaft und nationaler Sicherheit enger zusammenarbeiten.
Und Hindernisse für den digitalen Handel, so etwas wie zum Beispiel Steuern, sollen verboten werden.
Das vereinfacht zum Beispiel den Marktzugang und es schafft auch Wettbewerbsvorteile.
Zudem sollen Zölle auf rund 200 US-Produkte wie Medikamente, Chemikalien oder Maschinen, gesenkt oder vielleicht sogar ganz abgeschafft werden.
Und gleichzeitig wollen beide Länder enger zusammenarbeiten, wenn es um die Bekämpfung unfairer Handelspraktiken Dritter geht.
China wird in dem Zusammenhang nicht ausdrücklich erwähnt, ist aber wahrscheinlich impliziert.
Die Volksrepublik ist der zweitgrößte Handelspartner Argentiniens.
Auch ein wichtiger Teil des Abkommens.
Das Thema Rohstoffe.
Argentinien verfügt über umfangreiche Lithium- und Kupfervorkommen.
Beim Zugang sollen die USA hier Vorrang erhalten.
Ihr merkt, die USA kommt hierbei ziemlich gut weg.
Die beiden haben auch ein gutes Verhältnis.
Trump hat Millet erst im Oktober ziemlich stark geholfen.
Das US-Finanzministerium richtete zu der Zeit einen 20 Milliarden Dollar Währungswap ein, um den PESO zu stabilisieren und die Regierung von Präsident Millet zu unterstützen.
Kurz nach der Ankündigung dessen wurde Millet bei den Zwischenwahlen in Argentinien Wahlsieger.
Das Abkommen zwischen den beiden, das steht jetzt zumindest.
Bevor es aber in Kraft tritt, muss es noch vom Argentinischen Kongress ratifiziert werden.
Falls ihr Kritik oder Anmerkungen habt, schickt es uns gerne per Mail an feedback at im-loop.de oder in unseren Discord-Channel.
Den Link, den packen wir in die Folgebeschreibung.
Redaktionell erstellt haben diese Folge Charlene Schreiber, Jan-Paul Götze, Larissa Aramian, Alabei Römer und ich Mary Abdella Sistezzo.
Produziert wurde sie von Sarah Klößer.
Unser Redaktionsschluss, der war wie immer um 13 Uhr und dieser Podcast ist eine Finanzfluss-Produktion.
Und damit ihr auch weiter im Loop bleibt, hören wir uns morgen wieder.
Bis dahin, macht's gut.
Hey, Berlin.
Wusstest du, dass du mit deinem Ökostrom richtig was bewegen kannst?
Denn je mehr den Ökostrom der Berliner Stadtwerke beziehen, desto mehr können wir gemeinsam für unsere Stadt tun.
Denn die Berliner Stadtwerke investieren direkt hier vor Ort in eine saubere Stromversorgung.
Zum Beispiel in Solaranlagen auf den Dächern unserer Stadt und in viele weitere grüne Energieprojekte.
Berliner Stadtwerke.
Gut für dich, gut für Berlin.
