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**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-02-06

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Freitag, der 6.
Februar.
Mein Name ist Timon Wunderlich und das ist ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital.
Wir sprechen gerade viel über Quartalzahlen und damit auch über Dividenden.
Über die freut man sich ja normalerweise, aber trotzdem ist es oft nervig, wenn ich dann das Cash der Dividende auf dem Konto habe und mir Gedanken machen muss, wo ich es reinvestiere.
Außerdem bin ich in der Zwischenzeit mit dem Geld nicht investiert.
Dafür gibt es bei Scalable Capital jetzt den Dividend Reinvestment Plan.
Alle Dividenden einer Aktie werden dann automatisch wieder in die Aktie investiert.
So kann der Zinseszins direkt weiterarbeiten.
Zusätzlich hat Scalable die Anzahl der Sparplanfähigen Aktien erhöht.
Im Broker können jetzt fast 4.500 Aktien im Sparplan besparen.
Link zu Scalable ist in der Beschreibung.
Bei uns geht's heute um ein Unternehmen, das zwar keine Chips herstellt, aber trotzdem direkt von der starken Entwicklung in der Chipindustrie profitiert und um den stark wachsenden Lotto 24-Anbieter SEAL Network.
Aber vorerst mal die News.
Ein schlechter Tag für die Börse.
Der Bitcoin ist weiter gefallen, unter die wichtige Grenze von 70.000 Dollar.
Dadurch ging es auch für die Bitcoin-Holding Strategy über 10% nach unten.
Wenn der Bitcoin weiterfällt, ist Strategy eventuell gezwungen, eigene Bitcoins zu verkaufen.
Das könnte dann eine Kaskade auslösen.
Auch in anderen Asset-Klassen sah es nicht gut aus.
Silber war gestern fast 15% im Minus, nachdem das Edelmetall über die letzten Monate stark angestiegen war, ging es auch schon letzten Freitag stark nach unten.
Das Silber, gestern wieder gefallen ist, hat Aktionäre vom Schmuckhersteller Pandora gefreut.
Die Aktie war gestern über 15% im Plus.
Sonst lief es am Aktienmarkt eher schlechter.
Der SP 500 ist zum dritten Tag in Folge im Minus.
Die Earnings von Alphabet und Qualcomm, die am Mittwoch nach Börsenschluss gekommen waren, haben auf den Index gedrückt.
Dazu kam dann noch der Kosmetikgigant Este Lauder, hier ist der Börsenwert um die 20% auf 34 Milliarden Dollar gefallen.
Das ist der stärkste Tagesverlust in zwei Jahren.
Die Pandemie und der stärkere Wettbewerb durch Konkurrenten wie L'Oreal hatten dem Unternehmen zugesetzt.
Anfang 2025 kam deswegen ein neuer CEO, inklusive Turnaro-Plan, der hat auf mehr Verkäufe über den TikTok-Shop und Amazon gesetzt.
In den letzten zwölf Monaten ist die Aktie dann über 80% gestiegen.
Gestern gab es dann einen ordentlichen Rücksetzer, denn die USA macht Probleme.
Este Lauda gewinnt zwar Marktanteile, bei den Stückzahlen, aber beim Umsatz noch nicht.
Ein anderes Problem sind die Zölle von Trump.
Die kosten die Firma wohl 100 Millionen Dollar Gewinnen und verunsichern Kunden in Südamerika.
Deshalb rechnet Este Lauda im laufenden Jahr mit weniger Gewinn als bisher.
Um Kosten zu sparen, hat die Firma auch schon 6000 Stellen gestrichen und will auch noch weiteres streichen.
Die Erwartung schlagen, konnte dafür Hersheys.
Der Schokoladenhersteller hat seinen Ausblick angehoben.
Hersheys hatte, nachdem die Kakaopreise im letzten Jahr stark gestiegen waren, seine Preise erhöht.
Jetzt, wo die Kakaopreise wieder günstiger werden, profitiert Hersheys.
Selbst der untere Bereich der neuen Ziele liegt 15% über den Erwartungen der Analysten.
Der Börsenwert ist gestern um die 10% auf 45 Milliarden Dollar gestiegen.
Dann gab es noch eine US-Meldung zu einem geplatzten Deal.
Der 260 Milliarden Dollar Mega-Merger von Rio Tinto und Glencore wurde nach 18 Monaten Verhandlungen abgesagt.
Rio Tinto hat nur etwas kryptisch geschrieben, dass sie keine Einigung finden konnten, die ihren Aktionären Wert liefert.
Konkret dürfte es daran liegen, dass Rio vor allem am Kupferbusiness von Glencore interessiert ist, an anderen Bereichen wie dem Trading aber eher wenig.
Das ist jetzt das dritte Mal, dass der Traum vom größten Bergbauunternehmen der Welt abgeblasen wird.
Und es geht weiter mit schlechten Nachrichten in Europa.
Novonordisk hat um die 5% verloren, weil das Telegesundheitsunternehmen Himshers einen günstigeren Nachahmer von Novos neuer Abnehmpille Vegovi rausgebracht hat.
Die Pille von Hims soll nur 50 Dollar im Monat kosten.
Die von Novo war im Januar für 150 auf den Markt gekommen und sollte eigentlich ein entscheidender Vorteil von Novo gegenüber Konkurrent Eli Lilly sein.
Hims hat nach der Meldung gestern trotzdem leicht verloren.
Novo Nordis behauptet, dass die Pille von Hims nicht wirken würde, weil sie nicht so gut vom Körper aufgenommen werden kann.
Außerdem will Novo rechtliche Schritte gegen Hims und Hers einleiten.
Novokonkurrent Ilai Lilly war fast 10% im Minus.
Bessere Nachrichten gab's in Deutschland.
Der Großküchenhersteller, Rational kann sein Wachstum halten und es im vergangenen Jahr währungsbereinigt um 8% auf über eine Milliarde Euro Umsatz gestiegen.
Für die Aktie ging es fast 15% nach oben.
Nach US-Börsenschluss gab es dann noch Zahlen von Amazon.
Die Aktie war nachbörstlich 10% im Minus.
Bei Alphabet war die Börse ja schon in Bewegung, als die Firma ihr KI-Investment-Ziel in Höhe von 185 Milliarden Dollar vorgestellt hat.
Bei Amazon soll es in 2026 ganze 200 Milliarden Dollar werden.
Das sind über 50% mehr als im Jahr davor und 30% höher als die Erwartungen.
Gleichzeitig will man die Kosten senken.
Schwache Tochterfirmen sollen geschlossen und 16.000 Mitarbeiter entlassen werden.
Seit Oktober wurden schon ca.
30.000 Mitarbeiter entlassen.
Das sind knapp 10% der gesamten Belegschaft.
Umsatz und Nettogewinn waren über den Erwartungen.
Christoph hat für euch und Unternehmen dabei, dass zwar keine Chips herstellt, aber trotzdem direkt von der starken Entwicklung in der Chip-Industrie profitiert.
Vor kurzem habe ich euch von der italienischen Firma Technoprobe erzählt.
Die Geschichte von Gründer Giuseppe Cripper, der erst im Rentenalter durchgestartet ist und zum Milliardär wurde.
Dabei habe ich auch erwähnt, dass sich die US-Firma Pterodyne in einem strategischen Deal 10% an den Italienern gesichert hat.
Aber es lohnt sich mal genauer über Teradyne selbst zu sprechen.
Denn der Konzern ist ja kein Investor, der sich in erster Linie an anderen Firmen beteiligt.
Der Konzern ist eine der wichtigsten Infrastrukturplayer für die gesamte KI und Hybleiter-Industrie.
Teradine stellt riesige Maschinen her mit dem Namen Automated Test Equipment.
Jeder moderne Chip, egal ob von Nvidia, Apple oder AMD, muss getestet werden, bevor er verbaut wird.
In diesem Bereich gehört Pterodyne zu den führenden Anbietern weltweit.
Genau hier kommt der erwähnte Deal mit Technoprobe ins Spiel.
Technoprobe stellt die Nadelkarten her, die in diesen Testmaschinen von Pterodyne zum Einsatz kommen.
Pterodyne hat erkannt, dass dieses Business extrem spezialisiert ist.
Anstatt es also selbst weiterzuführen, hat die Firma ihre eigene Interface-Sparte an Technoprobe verkauft und sich im Gegenzug die 10% Beteiligung gesichert.
Dadurch haben die Amis einen strategischen Hardware-Partner und verdienen über die Beteiligung direkt am Erfolg der Italiener mit.
Aber erfolgreich ist auch Teradyne selbst.
Durch den KI-Boom werden Chips immer komplexer, was dem Konzern in die Karten spielt.
Denn je aufwendiger ein KI-Chip ist, desto länger dauert der Testlauf.
Die Kunden müssen also mehr und teurere Maschinen kaufen, um die gleiche Menge an Chips produzieren zu können.
Aber wer sind überhaupt die Kunden der Firma?
Hier gibt es drei Gruppen aus der Hybleiterbranche.
Erstens Kompletthersteller wie Samsung oder Intel.
Sie entwickeln und fertigen ihre Chips selbst und kaufen Teradyne-Maschinen, um diese in eigenen Fabriken zu testen.
Zweitens Test-Dienstleister, das sind eher unbekannte Firmen wie zum Beispiel MCor, die im Hintergrund arbeiten.
Sie besitzen riesige Test teilen und führen dort die Qualitätskontrolle im Auftrag von anderen durch.
Drittens, Chipdesigner, also Firmen wie Nvidia, Apple oder Qualcomm, die haben zwar keine eigenen Fabriken, schreiben ihren Dienstleistern aber oft vertraglich vor, dass sie Pterodyne-Maschinen nutzen müssen, um hohe Qualitätsstandards sicherzustellen.
Wie gut das Business läuft, haben die Zahlen gezeigt, die die Firma in dieser Woche veröffentlicht hat.
2025 hat die Firma 3 Milliarden Dollar Umsatz gemacht, das war ein Plus von 13 Prozent.
Allein im letzten Quartal ist die Firma aber um 44 Prozent gewachsen.
Dabei kam 60 Prozent vom Umsatz aus KI-getriebenen Anwendungen.
Mittelfristig will Teradine jetzt den Umsatz auf 6 Milliarden Dollar verdoppeln.
Die Aktie ist auf Sicht von einem Jahr fast 150 Prozent gestiegen.
Damit ist die Firma fast 45 Milliarden Dollar wert, was ein erwartetes KGV von 45 bedeutet.
I'm doing a test, everyone, if this works.
Felix Gode vom Alphaster Aktienfonds war wieder bei uns zu Gast und hat eine der erfolgreichsten deutschen Digitalfirmen mitgebracht, die die meisten gar nicht auf dem Schirm haben.
Und zwar die Hamburger Firma Sil Network.
Die betreiben unter anderem Lotto 24, die Traumhausverlosungen und online auch Casino-Spiele und haben damit letztes Jahr fast 200 Millionen Euro Umsatz gemacht.
Die Firma wird mit einem erwarteten KGV von 26 bei knapp einer Milliarde Euro Börsenwert gehandelt.
Und Felix erzählt uns jetzt, warum das Business so spannend ist.
Wichtiger Hinweis, der Fonds ist selber in SIL investiert.
Also was das Wachstum anbelangt, bin ich erstmal da relativ optimistisch.
Wir haben ja über das Lottogeschäft gesprochen, wo wir 4-5% steigenden Anteil pro Jahr in dem Online-Anteil haben.
Dann 1-2% mit Grundrauschen im Markt, was das Spielvolumen anbelangt.
Und dann nimmt man vielleicht nur zwei, drei Prozent Marktanteil gegenüber den Landeslottogesellschaften zusätzlich weg.
Das heißt, wenn man das mal rein auf dieses Lotto und das Kerngeschäft haben wir irgendwo eine Größenordnung von 7 bis 10 Prozent.
Das Games-Geschäft sehe ich eine gute Möglichkeit, das über einen absehbaren Zeitraum von vielleicht bis zu fünf Jahren zu verdreifachen, die Traumausverlust hat.
Auch hier ist eine Verdreifachung des Volumens sicherlich gut vorstellbar.
Das heißt, alleine aus diesen beiden neuen Geschäftsbereichen ist es gut denkbar, dass wir 30 Prozent ausgehen vom jetzigen Umsatzvolumen zusätzlich haben, plus eben den sieben bis zehn Prozent irgendwo im Lottogeschäft.
Und das Ganze bei Margen von 30 Prozent.
Und das ist auch eine Größenordnung, die über wirklich einen Zeitraum von drei, fünf Jahren durchaus möglich ist.
Und wir sprechen ja, wie gesagt, hier über ein super profitables Geschäft, ein Geschäft, wo die Kunden immer wiederkommen.
Und wenn man uns das eben anschauen und dann die inkrementellen Investitionen da in Marketing und Werbung sehen, dann sprechen wir eigentlich da über Kapitalrenditen, inkrementelle Kapitalrenditen von jenseits der 40 Prozent Marke das jetzt seit vier, fünf Jahren bereits und auch für die kommenden Jahre sehe ich da kein Grund, warum das nicht so weitergehen sollte.
Und das ist natürlich dann schon eine spannende Geschichte.
Ist sicherlich zu erwarten, dass dann auch diese Dividende in den kommenden Jahren steigt.
Dieses regulatorische Risiko, das ist definitiv da.
Das darf nicht wegreden.
Es ist aber gut monitorbar.
Das ist das Schöne.
Man kann sich auch auf der Seite der Glücksspielbehörde anschauen, wer da alles so eine Lizenz hat.
Also man kann es auch monitoren, ob dann Wettbewerber dazukommt.
Das ist also, wie gesagt, das ist über die letzten Jahre, seitdem es die neuen Glücksspiel-Staatsvertrag gibt, auch relativ stabil gewesen.
Also da gibt es keine wesentlichen Etritte und Austritte.
So, man kann natürlich dann auch immer nochmal über die Bewertung der Aktie sprechen, wo aufgrund der operativ dynamischen Entwicklung jetzt da auch der Aktienkurs in den letzten drei Jahren deutlich zugelegt hat.
Da kann man natürlich dann auch immer mal überlegen, wenn dann mal so eine Checkpot-Phase da war in einem Quartal, wo es kein Peak-Checkpot gab, dass das Wachstum vielleicht ein bisschen geringer ausfällt, ob dann der Markt dann mal so ein bisschen Luft rausnimmt.
Das kann ja durchaus passieren.
Die Lottozahlen.
Eins, 1,580.
E12 Côte d'Asur, Super Zahl.
156 Kilometer.
Diese Angaben sind wie immer ohne Gewähr.
Das war ohne Aktien wird schwer.
Produziert von Podstars bei OMR.
Euch ein schönes Wochenende.
Wir hören uns Montag wieder.
Adios.
