# AI Infrastructure Race and Corporate Strategy Shifts

**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-02-06

## Transcript

Das KI-Update.
Ein Heise-Podcast.
Mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
Ich bin Isabel Grünewald und dies sind heute unter anderem unsere Themen.
Telekom-Rechenzentrum soll deutsche KI-Leistungen um die Hälfte steigern.
Meta knüpft Mitarbeiterboni an KI-Nutzung.
Warum auch große Sprachmodelle von einem Nickerchen profitieren und Anthropic stichelt mit Superbowl-Werbung gegen OpenAI.
In München hat die Telekom ihr bislang größtes KI-Rechenzentrum eröffnet.
Zur Eröffnung kam politische Prominenz.
Und mein Kollege Christoph Windeck von ECT war auch dabei.
Am 4.
Februar hat die Telekom in München das erste Rechenzentrum ihrer Industrial AI Factory, also ihrer KI-Fabrik für die Industrie, in Betrieb genommen.
Da drin sind ungefähr 10.000 Nvidia KI-Beschleuniger.
Und das Rechenzentrum ist in mehrerer Hinsicht eine Besonderheit.
Es ist ein souveränes KI-Rechenzentrum in Europa bzw.
Deutschland.
Und es hat eine Rechenleistung oder eine insgesamt installierte Serverleistung von bis zu 12 Megawatt.
Das ist sehr viel kleiner als das, was in den USA derzeit schon in Betrieb ist.
Das sind mehrere hundert Megawatt und mehrere Rechenzentren damit.
Einige stoßen schon in den Gigawattbereich vor.
Also das mehrere hundertfache.
Aber trotzdem ist dieses Rechenzentrum in München eines der bisher stärksten KI-Rechenzentren in Deutschland.
Das wird es allerdings nicht so lange bleiben, denn auch in Deutschland sind Rechenzentren und auch KI-Rechenzentren für mehr als 25 Milliarden Euro derzeit in Bau und in Planung.
Das in München von der Telekom kostet rund eine Milliarde.
Da haben mehrere Partner investiert, aber es gab keine öffentlichen Subventionen.
Das Rechenzentrum hat auch noch mehrere Besonderheiten.
Das ist nämlich ein altes Rechenzentrum im sogenannten Tucherpark hinter dem englischen Garten in der Nähe des Eisbachs.
Der ist ja für seine zur Zeit nicht funktionierende Surferwelle bekannt.
Und dieser Eisbach dient auch zur Kühlung dieses Rechenzentrums, was nämlich unterirdisch gebaut ist.
Und das ist ein gehörte mal einer bayerischen Bank und wurde jetzt retrofitted, wie man das neudeutsch sagt, also einfach umgebaut für diese modernen KI-Beschleuniger.
Dazu war sehr viel Arbeit nötig, aber es ist gelungen und durch diese Wasserkühlung können die eben diese sehr viel höhere Leistung auch abführen.
Das Rechenzentrum ist auch eine Bewerbung der Telekom für die European AI Gigafactories, also wirklich größere, große KI-Rechenzentren, die eben mit EU-Fördermitteln entstehen sollen.
Dafür sind ja mehrere Standorte geplant.
Es ist noch nicht ganz klar, wo überall, aber die Telekom bewirbt sich hiermit, eben für einen Standort in Deutschland.
Und deswegen aber auch hohe politische Prominenz anwesend, also der Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingball, natürlich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder, Hubert Aiwanger, der Wirtschaftsminister von Bayern, der Oberbürgermeister von München, aber zum Beispiel auch Behördenleiterinnen wie Andrea Nahles.
Denn die Telekom sieht auch Einsatzbereiche ganz klar in der Verwaltung und hofft darauf, dass eine gewisse Grundlast eben von der öffentlichen Hand gebucht wird.
Danke, Christoph.
Die deutsche Medienaufsicht warnt vor fertig formulierten Zusammenfassungen wie bei Googles AI Overviews oder der KI-Suchmaschine Perplexity.
Nach Informationen der Wochenzeitung Die Zeit haben die Medienanstalt Berlin-Brandenburg sowie die Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen bereits Mitte Januar offizielle Verwaltungsverfahren gegen die beiden Techrößen eingeleitet.
Dabei handelt es sich um ein Novum.
Die zentrale Frage soll geklärt werden, ob und wie algorithmisch generierte Antworten die öffentliche Meinungsbildung manipulieren oder verengen könnten.
Im Kern der Untersuchung steht laut dem Bericht die Sorge um die mediale Vielfalt.
Die Behörden wollen nun klären, wer die journalistische und rechtliche Verantwortung für diese KI-generierten Inhalte trägt.
Die rechtliche Basis für das Vorgehen der Medienanstalten bildet unter anderem der Digital Services Act der EU.
Er verpflichtet große Plattformen dazu, systemische Risiken für die Meinungsfreiheit und den Medienpluralismus vorab zu überprüfen und zu minimieren.
Die Verfahren markieren den Beginn einer Debatte darüber, ob Suchmaschinen lediglich neutrale Vermittler bleiben müssen oder ob sie durch die Erstellung eigener Inhalte zu einer neuen Form von Superredaktionen werden, die einer strengeren Aufsicht unterliegen.
Meta will ein neues Tool zur Leistungsbewertung seiner Belegschaft einführen.
Das soll die Nutzung von KI besonders belohnen.
Mein Kollege Robin Ahrens aus der CT-Redaktion berichtet.
Und nicht nur das, auch für alle anderen Tätigkeiten des Arbeitsalltags soll man möglichst viel KI benutzen.
Wer das erfolgreich umsetzt, kann mit satten Gehaltsboni rechnen.
Der Preis dafür, man wird zum gläsernen Arbeitnehmer.
Denn um die Datengrundlage für solche Boni zu schaffen, will Meta ein neues Tool zur Leistungsbewertung der Mitarbeitenden einführen.
Checkpoint soll das heißen und selbst KI gestützt arbeiten.
Das Performance-Tracking-Tool kann bis zu 200 Datenpunkte auswerten.
Zum Beispiel erkennt es, wie viele Codezahlen mit KI-Hilfe programmiert wurden oder es ermittelt die Anzahl von Fehlern im Code.
Erreicht man dann einen besonders hohen Score in allen vier möglichen Leistungskategorien, kann man mit Gehaltsboni von bis zu 200% rechnen.
Checkpoint soll laut Meta nur Daten nutzen, die ohnehin schon gesammelt werden.
Etwa aus Anwendungen wie dem Google Workspace.
Ein Personalleiter bei Meta betonte unterdessen, dass Checkpoint kein Aktivitätstracker sei.
Vielmehr ein Instrument zur Ermittlung der Effizienz einzelner MitarbeiterInnen.
Und damit die noch wirksamer arbeiten, ermöglicht der Konzern nun auch den Zugriff auf KI der Konkurrenz.
Neben den eigenen Lama-Modellen können die Beschäftigten jetzt auch Gemini 3, GPT-5 und andere KI-Modelle nutzen.
Die Meta-Konzernführung um Mark Zuckerberg spekuliert schon länger auf enorme Effizienzsteigerungen durch den Einsatz von KI in Arbeitsabläufen.
Das Unternehmen hat bereits begonnen, Teile seiner Belegschaft zu entlassen, sogenannte Low-Performer, also Mitarbeitende, die vermeintlich wenig leisten.
Und auch in der KI-Abteilung und der Metaverse-Sparte hat es zuletzt einen massiven Personalabbau gegeben.
Ob das neue Leistungstracking-Tool diesen Trend befeuern wird, das bleibt abzuwarten.
Prinzipiell schlägt es aber in dieselbe Kerbe.
Besser soll nicht nur die Leistung der Mitarbeitenden, sondern auch die des neuen KI-Modells von Meta werden.
Nach Problemen mit dem Vorgänger Lama 4 soll das Modell mit dem Codenamen Avocado die Wende bringen.
Laut einem internen Dokument, aus dem das Fachmedium The Information zitiert, hat Meta das sogenannte Vortraining abgeschlossen.
In dieser ersten Phase lernt ein KI-Modell aus großen Datenmengen grundlegende Muster und Zusammenhänge zu erkennen.
Avocado übertreffe in diesem Stadium bereits die besten frei verfügbaren Basismodelle und könne bei Wissen, visueller Wahrnehmung und mehrsprachiger Leistung sogar mit führenden fertig trainierten Modellen mithalten.
Zudem arbeitet das Modell deutlich sparsamer bei der Rechenleistung als die alten Meta-Modelle, zehnmal effizienter als Maverick und 100 Mal effizienter als Behemoth.
Sollte das tatsächlich stimmen, könnte Meta mit dem neuen Modell nach turbulenten Monaten wieder aufholen.
Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr erhebliche Probleme mit Lama 4.
Die Veröffentlichung musste mehrfach verschoben werden.
Meta manipulierte Benchmarks und EntwicklerInnen zeigten sich nach dem Start enttäuscht von der Leistung.
Meta baute daraufhin seine KI-Abteilung um.
Laut Gerüchten will sich das Unternehmen mit Avocado auch vom bisherigen Open Source-Ansatz der Lama-Modelle abwenden.
Für 2026 plant Meta Investitionen zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar in seine KI-Infrastruktur.
Das entspricht etwa 73% mehr als 2025.
Alphabet hat Umsatz und Gewinne sowohl im vierten Quartal als auch im gesamten letzten Jahr erneut gesteigert.
In 2025 ist der Umsatz gegenüber 2024 um 15 Prozent auf 402,84 Milliarden Dollar gestiegen.
Das Geld ist auch dringend nötig, denn in diesem Jahr will der Google-Konzern seine Ausgaben drastisch erhöhen.
Alphabet-CEO Sunderbichai kündigte Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden US-Dollar an.
Das entspricht praktisch einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr.
Das meiste davon soll in KI-Computing-Kapazitäten für Google Deep Mind fließen, um der Kundennachfrage im Cloud-Bereich gerecht zu werden.
Googles KI-App Gemini wächst auch und zählt mittlerweile mehr als 750 Millionen Nutzerinnen und Nutzer.
Das sind 100 Millionen mehr als noch im letzten Quartal.
Mit zunehmender Größe werden wir deutlich effizienter, sagte Picchai dazu.
Durch Modellotimierungen sowie Effizienz und Nutzungsverbesserungen konnten wir die Gemini-Servicekosten pro Einheit bis 2025 um 78 Prozent senken.
Auch Amazon.com hat mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen.
Der Konzern profitiert vom wachsenden Handelsgeschäft und der hohen Nachfrage nach Cloud-Kapazitäten aufgrund künstlicher Intelligenz.
Deshalb erhöht Amazon seine Investitionen ebenfalls um mehr als 50 Prozent gegenüber dem letzten Jahr.
Angesichts der starken Nachfrage nach unseren bestehenden Angeboten und wegweisenden Möglichkeiten wie KI, Chips, Robotik und Satelliten im niedrigen Orbit, gehen wir davon aus, im Jahr 2026 rund 200 Milliarden US-Dollar in Kapitalausgaben bei Amazon zu investieren und erwarten eine starke, langfristige Rendite auf das investierte Kapital, sagte Amazon-Chef Andy Jassi.
Der überwiegende Teil dieses Kapitals ist für Rechenzentren und andere Infrastrukturen vorgesehen.
Schon ein kurzes Nickerchen kann einen synaptischen Reset bewirken, der dem Gehirn hilft, neue Sinneseindrücke, Gedanken und Erfahrungen besser zu verarbeiten und zu speichern.
Das haben Forschende des Universitätsklinikums Freiburg und der Universität Genf erst kürzlich in einer neuen Studie gezeigt.
Die Forschungsergebnisse sind aber nicht nur für die Medizin interessant.
Solche Mechanismen könnten auch die Performance von großen Sprachmodellen deutlich verbessern, erklärt Wolfgang Stieler von der MIT Technology Review.
Schlafen ist bei künstlicher Intelligenz natürlich nur im übertragenen Sinne zu verstehen.
Es soll aber, genau wie beim Menschen, sozusagen die Gedächtnisleistung verbessern.
Vor allem soll es kontinuierliches Lernen ermöglichen.
Denn eigentlich sind große Sprachmodelle ziemlich vergesslich.
Sie können zwar in einem laufenden Chat aus konkreten Beispielen lernen, so ein Beispiel wie schreibe mir eine Bewerbungsmail, hier sind drei Formulierungsvorschläge, die finde ich gut.
Und dann macht das Ding das genau in der Art und Weise, aber wenn man die Chat-Session beendet, sind normalerweise diese Lernfortschritte wieder weg.
Dann kann man das Modell fein abstimmen, ein vortrainiertes Modell nehmen und das mit Spezialtexten nachtrainieren.
Dann läuft man aber in Gefahr, dass die ursprünglichen Fähigkeiten des Modells verloren gehen.
Und künstlicher Staff so genau dieses Problem lösen, die neu aus Kontext oder sonst irgendwie aus Spezialtrainingsmaterial gelernten Fähigkeiten in das Modell einzuspeisen, sodass es darauf zugreifen kann, ohne vorher trainierte Fähigkeiten versehentlich zu überschreiben und zu löschen.
Und da ist die Idee, das so ähnlich wie beim Schlafen zu machen, nämlich eine Offline-Phase, eine Phase, in der es keinen neuen Input gibt und in der das Modell dann die Infos aus der schon aus der Aktivitätsphase, aus der Wachphase sozusagen während des Tages irgendwie nochmal überarbeitet, nochmal durchlaufen lässt und nochmal neu verarbeitet.
Und 2022 gab es ein Paper dazu, wo eine Technik vorgestellt worden ist, die mittlerweile viel verwendet wird in Experimenten, das heißt Sleep Replay Consolidation.
Da wird in der Schlafphase dem neuronalen Netz der Input aus der Wachphase nochmal neu vorgespielt.
Aber der Lernmechanismus, der Trainingsmechanismus, der dann angewendet wird, ist ein anderer, nämlich nicht mehr der übliche Trainingsmechanismus, sondern sehr viel einfacher, das sogenannte Häppsche Lernen, bei dem Neuronen, die parallel für einen bestimmten Input aktiviert sind, deren Verknüpfung verstärkt wird.
So, das funktioniert besser, aber es ist noch nicht der Weisheit letzter Schluss.
Und mittlerweile sind die Mechanismen, die da zum Einsatz kommen, nochmal erheblich verfeinert worden.
2025 gab es ein Paper, was jetzt dieses Jahr auf der International Conference on Learning Representations vorgestellt wird, das zwei neuronale Netze zum Einsatz bringt, nämlich ein kleineres Modell, ein kleineres Sprachmodell, das während des Tages die wesentlichen Dinge aus dem Input lernt und dann synthetische Daten erzeugt, die dem großen Sprachmodell dann in der Schlaf, in Anführungszeichen Phase zur Feinabstimmung mit Hilfe von Reinforcement Learning neu vorgespielt werden.
Und die ersten Ergebnisse sind sehr vielversprechend.
Insgesamt ist das Ganze aber natürlich noch in einer starken Forschungsphase.
Man kann aber festhalten, dass viele Forschende sich von diesem von dieser Vorstellung, dass es eben eine Wachphase und eine Schlafphase gibt.
Und in der Schlafphase werden die Infos aus der Wachphase nochmal neu verarbeitet und vertieft und verstärkt das Wesentliche herausgezogen, dass das eine sehr interessante Idee für KIs ist.
Dankeschön, Wolfgang.
Innerhalb weniger Stunden haben Anthropic und OpenAI neue Spitzenmodelle für Programmiererinnen und Programmierer vorgestellt.
Beide Unternehmen beanspruchen die Führung bei den wichtigsten Leistungstests.
Der Wettlauf um die beste KI für Softwareentwicklung erreicht damit eine neue Intensität.
Anthropic veröffentlichte Claude Opus 4.6 ein Upgrade seines bisherigen Flaggschiffmodells.
Die wichtigste Neuerung?
Erstmals kann ein Opus-Modell bis zu einer Million Token verarbeiten.
Das entspricht etwa 750.000 Wörtern oder mehreren umfangreichen Büchern.
Damit sollen Nutzerinnen und Nutzer sehr große Dokumente oder komplette Codebasen auf einmal analysieren können.
Das Problem dabei ist, je mehr Text ein Modell verarbeiten muss, desto ungenauer werden die Ergebnisse.
Fachleute nennen dieses Phänomen ContextRot.
Laut Anthropic soll das neue Modell hier aber einen deutlichen Sprung im Vergleich zum älteren Sonnet 4.5 darstellen.
OpenAI konntete kurz darauf mit GPT 5.3 Codex.
Das Modell sei 25% schneller als sein Vorgänger und verbrauche dabei weniger Rechenkapazität.
Im agentischen Coding-Banchmark Terminalbench 2.0 übertrifft es das neue Opus 4.6 um 12%-Punkte.
Für aktuelle KI-Verhältnisse ist das ein erheblicher Vorsprung.
Laut OpenAI half das Modell sogar bei seiner eigenen Entstehung mit.
Das Codex-Team nutzte frühe Versionen, um Fehler im Training zu finden, die Bereitstellung zu steuern und Testergebnisse auszuwerten.
Das Team sei überrascht gewesen, wie sehr Codex seine eigene Entwicklung beschleunigt habe, so OpenAI.
Gleichzeitig stuft OpenAI das Modell erstmals mit einem hohen Cybersicherheitsrisiko ein.
Das Unternehmen spricht von einer Vorsichtsmaßnahme, auch wenn es bisher kein sicheren Beweis für konkrete Gefahren gebe.
Bei der Sicherheit zeigt auch Anthropics Modell Schwächen.
Opus 4.6 ist bei sogenannten indirekten Prompt Injections sogar leicht anfälliger als sein Vorgänger.
Bei dieser Angriffsmethode soll die KI durch versteckte Anweisungen in Dokumenten manipuliert werden.
Sowohl GPT 5.3 Codex als auch Opus 4.6 stehen zunächst nur Zahlenden Nutzenden zur Verfügung.
Dass Anthropic und OpenAI Konkurrenten sind, ist ja kein Geheimnis.
Nun stichelt das kleinere Unternehmen mit einer Superbowl-Werbung gegen den Chat-GPT-Hersteller.
Anthropic will beim Super Bowl damit werben, dass die hauseigene KI Claude keine Werbung einblendet.
OpenAI schafft Sam Oldbim reagiert.
Angefasst.
Martin Holland aus dem Heise Online-Newsroom mit der ganzen Geschichte.
Anthropic hat mehrere Werbeklips vorgestellt, die am Wochenende beim Superbowl laufen sollen und damit eine Debatte über Werbung in KI angestoßen.
In den Videos selbst sind jeweils zwei Personen zu sehen, die miteinander reden, beziehungsweise die eine Person fragt die andere etwas und man kriegt schnell mit, dass das so eine KI-Konversation darstellen soll, weil die andere Person dann immer so einen Moment wartet, bis sie Druckreif antwortet, also wie ein KI-Chatbot.
Und erst klingen die Antworten ganz hilfreich.
Da geht es um irgendwelche Probleme oder Wünsche, die man hat.
Und ganz schnell kommt dann aber in diesen Antworten mit einmal Werbung und teilweise sehr abstruse Werbung.
Das ist ziemlich lustig, weil die Person, die gefragt hat, sehr irritiert ist, warum jetzt die andere Person halt so einfach Werbung erzählt.
Und dann kommt der Text, der eingeblendete Text, der das erklären soll.
Und da heißt es eben, Werbung kommt in KI, aber nicht bei Claude.
Das sind die KI-Chatbots von Anthropic selbst.
Gleichzeitig, ohne darauf explizit hinzuweisen, versteht eigentlich jeder, der sich ein bisschen auskennt, dass es da um OpenAI geht, weil OpenAI schon seit ein paar Wochen daran arbeitet, in Chat-GPT-Werbung anzeigen zu lassen, um damit eben Geld zu verdienen.
Und offensichtlich hat Anthropic mit dieser Werbung einen Nerv getroffen, weil Sam Altman, der OpenAI-Chef, auf dem Kurznachrichtendienst X mit einer nicht so kurzen Nachricht darauf geantwortet hat, in der er zwar behauptet, er habe darüber gelacht, aber eigentlich sei das ja alles ganz schön unfair, was Anthropic da behauptet, weil natürlich habe man nicht vor, dass Werbung in ChatGPT direkt in den Antworten geschaltet wird, sondern es gehen, also es würde das anders machen.
Die Leute würden das niemals tolerieren.
Trotzdem kommt eine Debatte der Aufmerksamkeit, die durchaus spannend zu verfolgen sein wird, weil Anthropic eben behauptet, dass sie keine Werbung schalten wollen, während OpenAI sagt, dass man nur so die KI-Funktion, KI-Werkzeuge auch Menschen anbieten kann, die kein Abo bezahlen können.
Und Anthropic bietet ja nur ein teures Werkzeug für reiche Leute an, während man bei OpenAI eben das für die große Marze anbieten will.
Das wird jetzt in der kommenden Zeit, also in den kommenden Tagen Wochen sehen, wie das nun sich entwickelt.
Erstmal wird am Wochenende der Super Bowl sein und dann wird die Werbung von viel, viel mehr Leuten gesehen.
Das ist ja das größte Sportereignis in den USA.
Und dann kann man mal sehen, ob Antherpic es gelingt, ChatGPT ein paar Marktanteile abzuluxen.
Danke, Martin.
Amazon hat im August eine Abteilung gegründet, die spezialisierte KI-Werkzeuge für die Film- und Serienproduktion entwickelt.
Wie Reuters berichtet, werden ausgewählte Industriepartner, die Software jetzt ab März im Rahmen eines geschlossenen Beta-Programms ausprobieren dürfen.
Erste Ergebnisse dieser Testphase werden dann voraussichtlich im Mai veröffentlicht.
Das bei den Amazon MGM Studios angesiedelte AI Studio steht unter der Leitung von Albert Chang, der zuletzt für Amazons Video- und Filmsparte verantwortlich zeichnete.
Chang zufolge ist das Team überschaubar klein und besteht primär aus Produktentwicklern und Wissenschaftlerinnen.
Die KI-Werkzeuge sollen in erster Linie dazu beitragen, die Effizienz zu steigern und nicht dazu, menschliche Kreativität zu ersetzen.
Als Beispiel verweist Amazon auf das Bibel Epos House of David.
In der zweiten Staffel kombiniert der Regisseur John Irwin reale Aufnahmen mit KI-generierten Inhalten.
Dieses hybride Verfahren ermöglichte es dem Studio längere Kampfszenen bei einem gleichzeitig geringeren Budget umzusetzen.
Das war das KI-Update von Heise Online vom 6.
Februar 2026.
Eine neue Folge gibt es immer montags, mittwochs und freitags um 15 Uhr.
Werbung.
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Das 180 Seiten starke KI-Special gibt es wahlweise als Heft oder PDF-Magazin in gewohnter CT-Manier.
Top aktuell, unaufgeregt, kritisch.
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