# Tech Sell-Off, Bitcoin Crash, and AI Capex

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-02-06

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den Ausverkauf der Tech-Lieblinge, Amazons KI-Pläne und die nächsten Dämpfer für Novo Nordisk.
Im Thema des Tages dreht sich alles um das große Bitcoin-Beben und seine Folgen.
Und in der AAAED analysieren wir die milliardenteure Strategie von Alphabet.
Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenschaft.
Es begrüßen euch Lea Ötchen und Anja Ettel aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haft nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Freitag, der 6.
Februar, und wir wünschen euch einen standfesten Start in den Tag.
Und an den Börsen.
Da ging es gestern mehr als wacklich zu.
Es herrschte großer Tech-Ausverkauf.
Absturz beim Bitcoin, schwache Arbeitsmarktdaten, Software sorgen.
Also da kam gestern einiges zusammen.
Resultat beim SP 500 ging es 1,2% runter.
Das war übrigens der sechste Rückgang in sieben Tagen.
Nasdaq 100 büßte 1,4% ein und hat damit die schlimmsten drei Tage seit dem Absturz im vergangenen April hinter sich.
Der Blue Chip-Index Dow Jones verlor sagte 500 Punkte oder 1,2 Prozent.
Ja, und die Lage beim DAX, die war nur wenig besser.
Das deutsche Börsenbarometerschluss 0,5% schwächer bei 24.491 Punkten.
Und erstaunlicherweise ging es selbst bei den Edelmetallen runter.
Der Goldpreis verlor 3,9 Prozent.
Und vor allem der Silberpreis.
Der ging so richtig auf Talfahrt mit minus 18,8 Prozent.
Ja, und außerdem rutsche der Bitcoin wirklich dramatisch ab.
Mehr dazu im Thema des Tages.
Ja, ihr hört es schon.
Der US-Arbeitsmarkt war wirklich der Stimmungskiller schlechthin gestern.
Nicht nur, dass die wöchentlichen Arbeitslosenanträge stärker gestiegen sind als erwartet.
Noch schlimmer war, dass die Zahl der offenen Stellen auf den tiefsten Stand seit 2020 gesunken ist.
Und dann kam auch noch ein Bericht raus, wonach es im Januar so viele Entlassungskündigungen gab wie seit 2009 nicht mehr.
Das ist wirklich doll.
Ja, heftig.
Und spielt natürlich in die allgemeine Verunsicherung ein, die sich immer wieder rund um die KI-Debatte ergibt.
Die Frage, welche Jobs, welche Branchen womöglich disruptiert werden in den kommenden Jahren, beschäftigt natürlich nicht nur die Börsen, aber die eben auch.
Momentan steht da vor allem die Softwarebranche im Fokus, konkret vor allem die Sorge, dass KI etabliertes Softwareunternehmen verdrängen könnte.
Und dieses Risiko, das hat bis vor kurzem kaum eine Rolle gespielt.
Da ging es eher um die riesigen KI-Investitionen, aber momentan, da kommt es eben an der Börse voll zum Tragen und entsprechend brach eine ganze Reihe von Werten ein, unter anderem auch Microsoft fast 5%, Oracle 7%, Parland hier ebenfalls fast 7% und Synopsis 2%.
Nach Börsenschluss wurde es auch nicht unbedingt besser.
Da hat nämlich Amazon Zahlen vorgelegt und die Bilanz fiel, naja, sagen wir mal, bestenfalls gemischt aus.
Zwar lief insbesondere das wichtige Cloud-Geschäft gut, aber der Gewinnausblick für das laufende Quartal entsprach mit 16,5 bis 21,5 Milliarden Dollar keineswegs den Erwartungen.
Die Konsensschätzungen der Analysten lagen bei so 22,5 Milliarden Dollar.
Damon in diesem Jahr dann auch noch massive Investitionen plant, was ja tendenziell das Ergebnis eher belasten wird, kam ebenfalls nicht so gut an.
Die Aktie gab daraufhin nachböchlich rund 9,6% nach.
Ein ähnliches Muster gab es vorher schon bei Microsoft and Alphabet.
Deren Aktien sind ebenfalls unter Druck geraten, nachdem die Konzerne bei der Bilanzvorlage deutlich umfangreichere KI-Investitionen angekündigt hatten als gedacht.
Der Beweis, dass sich mit KI-Dienstleistungen massiv Geld verdienen lässt, der steht jedenfalls immer noch aus.
Unterdessen hat Entrophic die Branche mit einer neuen Version seines KI-Modells, Claude Opus 4.6 aufgeschreckt.
Und das Modell, das ist vor allem für Finanzanzdienstleistern wie Factset Research oder SP Global zeitweise kräftig ein.
Zumindest eine halbwegs positive Nachricht gab es gestern dann aber doch.
The EU hat den Handelsdeal mit den USA wieder aus dem Tiefgüllfach geholt.
Die Pläne waren wegen der Grünland-Krise ja zeitweise auf Eis gelegt worden.
Genauer gesagt, das EU-Parlament nimmt die Arbeit an dem Abkommen wieder auf, das 2025 in Schottland geschlossen worden war.
Darin ist unter anderem vorgesehen, dass zahlreiche EU-Einfuhrzölle auf US-Waren abgeschafft werden sollen im Austausch gegen einen pauschalen Zoll von 15% auf EU-Exporte.
Dann war gestern natürlich auch noch die EZB-Ratssitzung, auch wenn das vor lauter Finanzmarktsorgen fast schon in den Hintergrund gerückt ist.
Was natürlich auch daran lag, dass das Ergebnis, nämlich keine Leitzinsänderung, schon lange vorher erwartet worden war.
Und EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat sich dann auch auf der Pressekonferenz betont gelassen gezeigt und gesagt, wir sind in einer guten Lage und die Inflation ist auch in einer guten Lage.
Ja, und gelassen kann sie auch erst mal sein.
Die Teuerung im Euro-Raum ist zuletzt auf 1,7% gefallen und liegt damit unter dem EZB-C von 2,0 Prozent.
Und gleichzeitig zeigt sich die Konjunktur trotz geopolitischer Risiken robust.
Die Aufwertung des Euro sieht Lagarde übrigens auch relativ entspannt.
Zwar belastet das Erstarken des Euro die europäischen Exporteure, nicht zuletzt auch deutsche Firmen, da ihre Waren auf dem Weltmarkt teurer werden.
Zugleich verbilligt der starke Euro aber natürlich auch alle Importe, die in Dollar gehandelt werden.
Das dämpft die Inflation, die 2026 das mittelfristige EZB-Ziel von 2% ohnehin leicht unterschreiten könnte.
Lagarde versicherte, wir behalten die Wechselkurse stets genau im Auge.
Fest im Blick haben Anleger auch weiterhin Rheinmetall und die Entwicklung in der Rüstungsbranche.
Und der deutsche Großkonzern, der bekam gestern einen kräftigen Dämpferverpasst.
Die Aktie verlor zwischenzeitlich 9,5 Prozent auf 1.520 Euro und ging damit einem Minus von rund 6,5 Prozent aus dem Handel.
Auslöser waren gleich mehrere Faktoren.
Zum einen nahmen Anleger in der gesamten Rüstungsbranche Gewinne mit, nachdem ihm neue Hoffnung auf eine diplomatische Annäherung zwischen den USA und dem Iran aufkam.
And entsprechend gaben auch andere Werte wie RENK oder Hensold mit 1,8 bzw.
1,6% nach.
Rheinmetall stellte daran für 2026 Umsätze von 13 bis 14 Milliarden Euro in Ausricht.
Rund 12% weniger als vom Markt bislang erwartet.
Auch der geplante operative Gewinn mit 2,4 bis 2,8 Milliarden Euro lag unter den Consenschätzungen.
Trotzdem bleibt die grundsätzliche Einschätzung vieler Analysten positiv.
Berenberg und Jeffreys bestätigten ihre Kaufempfehlung, senken die Kursziele aber leicht auf 2100 bzw.
2060 Euro.
That bedeutet weiterhin ein Kurspotenzial von 30%.
Unterstützung kam zudem von Insiderkäufen.
Vorstandschef Armin Papberger erwarb Aktien für knapp 300.000 Euro.
Aufsichtsrat Markt Tüngler kaufte ebenfalls too.
Darren Jeffreys betonte, dass Rheinmetall weiter von steigenden Verteidigungsausgaben in Europa profitieren and der Konzern end of 2026 voraussichtlich schuldenfrei sein könnte.
Von so viel Optimismus kann bei Novo Nordisk im Moment keine Rede sein.
Über den dänischen Pharmahersteller haben wir diese Woche ja schon ausführlich gesprochen.
Gestern ging es für den einstmals größten Konzern Europas nach Marktkapitalisierung erneut um rund 8% runter, weil der Amerikanische Teleghts.
And our course of Ilai Lilly, this American Wetbewerbers under Druck.
The Active 6%.
Then Ilai Lilly set the hoff of a new Dietpill, that bald starten will.
Auf wie die Aktie sich gestern kaum rührte.
Der Diagnostikkonzern stellt ein Umsatzwachstum von mindestens 5% in Aussicht.
And that is a clear signal for steigende profitability.
So, and um die in this positiven Nachricht zu beenden, setzen wir mal in den MDAX.
Rational setzte sich nämlich gestern an die Spitze mit einem plus von 13,5%.
Der Großküchenhersteller erreichte damit den höchsten Wert seit Mai vergangenen Jahres an der Börse.
And that's not überzeugenden Zahlen im vierten Quartal.
Im Schlussquartal erzielte rational ein Umsatz von rund 341 Millionen Euro.
Im gesamtjahr 2025 stiegen die Erlöse auf etwa 1,3 Milliarden Euro.
The operative Marge lag mit rund 26% weiterhin auf sehr hohem Niveau.
Für Anleger ist rational auch aufgrund seiner Dividende spannend.
Für das vergangene Geschäftsjahr schüttet rational 15 Euro je Aktie aus.
Ja, dann mache ich noch schnell die Termine, die es heute gibt.
Und zwar veröffentlicht das Statistische Bundesamt die Exportdaten für December and for the Gesamtjahr 2025.
Außerdem gibt es Zahlen von Biogen, Philip Morris, Under Armour, Toyota and Acre Solutions.
We have gestern schon anklingen lassen.
Michael Burry hat sich mal wieder zu Wort gemeldet, and when er das tut, is es selten beiläufig.
Siehe zuletzt in November, da hat er mit Wetten und Negativkommentaren gegen die aus seiner Sicht überbewerteten KI-Profiteure, Nvidia und Palantir von sich reden gemacht.
And deren Kurse sind seither in der Tat deutlich gefallen.
Diesmal hat Burry sich erneut in Bitcoin vorgenommen, und zwar ganz grundsätzlich.
Und sein Vorwurf, das Narrativ vom digitalen Gold, das sei er mal komplett gescheitert.
Ja, und er argumentiert er nicht ideologisch, sondern marktorientiert.
Während Gold und Silber in Phasen von Unsicherheit neue Hochmarkieren, fällt Bitcoin und zwar teils ziemlich heftig.
Für Burry ist das der Beweis, dass Bitcoin eben kein Schutz gegen Währungsabwertung ist, wie die genannten Edelmetalle, sondern ein reines Spekulationsobjekt.
Der Bitcoin sei als, Zitat, rein spekulativer Vermögenswert entlarvt worden.
So hat Burry das zumindest in einem Blog auf der Plattform Substack geschrieben.
Ja, und in der Tat ist der Bitcoin zunächst auf knapp 70.000 Dollar gefallen.
Das war mehr als 20% minus in sieben Tagen.
Das ist schon ziemlich heftig.
Und dann hat sich gestern das Ganze nochmal beschleunigt.
Rund 13% ging es runter auf nur noch 63.000 Dollar.
Und damit hat sich der Bitcoin seit dem Rekordhoch im October 2025, und das ist noch gar nicht so lange her, halbiert.
Zugleich ist es der tiefste Stand seit November 2024, als Donald Trump zum zweiten Mal zum amerikanischen Präsidenten gewählt worden ist.
Damals hat er ja so a given crypto-Euphorie die Märkte erfasst.
Das ist nun erstmal vorbei.
Und genau da setzt Burry an.
Er warnt vor einer Todesspirale.
Sinkende Kurse setzen große Halter von Bitcoin unter Druck.
They must verkaufen, was den Kurs dann weiter drückt.
Besonders im Blick hat er da zum Beispiel Strategy, früher MicroStrategy.
Das ist ein Unternehmen, dessen Geschäftsmodell im Kern daraus besteht, Bitcoin zu halten und die Aktien des eigenen Unternehmens zu einem Preis oberhalb des eigenen Bestandes zu verkaufen.
So described our colleague Michael Höfling.
These were with knapping 76,000 dollar beziffer.
Strategy had around $2 million liquidity, can Zinsen and Dividenden also bediene, but the Spielraum schrumped.
Etwa wetten auf reale Ereignisse.
There gewinnen sogenannte Prognosemärkte, wie etwa Polymarket im Moment ziemlich an Bedeutung.
Spannend ist, dass Bitcoin zuletzt auf classische Stützfaktoren kaum reagiert had.
Weder einen schwächer Dollar noch geopolitische Spannungen haben geholfen.
Gold dagegen funktioniert genau so, wie eben das Narrativ es auch verspricht.
Das untergräbt die Idee von Bitcoin as debasement trade.
Wenn Anleger Schutz suchen, greifency offenbar wieder vor, nämlich zu physischen Werten.
Die Erzählung von Bitcoin als neuen Gold scheint damit auch zu Ende zu sein, schreibt unser Kollege Michael.
Ja, Burrys Fazit ist entsprechend hart.
Seiner Ansicht nach fehlt dem Bitcoin ein, so nennt er es organischer Anwendungsfall, der die Talfahrt stoppen könnte.
Er glaubt, dass weder die Aufnahme von Bitcoin in Unternehmensbilanzen noch die Einführung von börsengehandelten Bitcoin-Fonds, den sogenannten ETPs ausreichen, um den Preis langfristig zu stabilisieren.
Zwar halten inzwischen fast 200 Börsen notierte Firmen Bitcoin in ihren Reserven, aber Burry weist darauf hin, dass diese Bestände jederzeit wieder abgebaut werden können, was den Abwärtstrend sogar noch verstärken könnte.
Kritisch sieht er auch die Rolle der neuen ETPs, die auch bei deutschen Anlegern beliebt sind.
Sie machen es zwar leichter, über regulierte Börsen in Bitcoin zu investieren, verstärken aus seiner Sicht aber vor allem den spekulativen Charakter der Anlage.
Zudem habe sich die Kursentwicklung von Bitcoin den Aktienmärkten mittlerweile angenähert.
Die Korrelation mit dem US-Inde SP 500 sei zuletzt auf einen Wert um 0,5 gestiegen.
Wenn Kurse gleichzeitig fallen und Anleger auf Kredit spekuliert haben, können rasch Verkaufswellen einsetzen, sobald Verluste zu groß werden und Positionen zwangsweise aufgelöst werden müssen.
Berry verweist daher darauf, dass Bitcoin-ETPs seit Ende November einige ihrer größten täglichen Mittelabflüsse verzeichnet haben, mehrere davon sogar innerhalb weniger Tage.
Mit anderen Worten, wenn Aktien fallen und Positionen Kreditfinanziert sind, dann wird Bitcoin womöglich gleich mitverkauft.
Kein sicherer Hafen, sondern ein Verstärker.
Und trotzdem sollte man Burrys Warnung auch nicht überziehen.
Viele Experten sehen bisher keine systemische Gefahr.
Der Kryptomarkt, der ist mit rund 1,5 Billionen Dollar Marktkapitalisierung mittlerweile zwar größer geworden, aber im Vergleich zu Aktien oder Anleihemärkung eben doch überschaubar.
Außerdem sind Kryptoanlagen in Privathaushalten und Unternehmen weniger verbreitet, als es die öffentliche Debatte manchmal suggeriert.
Deshalb gilt es als eher unwahrscheinlich, dass ein Preisturz beim Bitcoin allein eine breite Krise auslösen würde.
Zumal frühere Krypto-Schocks wie Terra oder FTX das klassische Finanzsystem auch nicht wirklich infiziert haben.
Optimisten sagen sogar, dass der größte Teil der Spekulationsblase in den digitalen Firmenreserven ohnehin bereits geplatzt ist.
Viele private Anleger haben ihre Kredithel reduziert, Banken sind weniger exponiert.
Das spricht ebenfalls für eine gewisse Resilienz.
Klare Regeln durch die Aufsichtsbehörden und niedrigere Bewertungen können auf diese Weise zur Basis für eine mögliche Erholung werden.
So zumindest das Szenario der Optimisten.
Berry sieht das offensichtlich anders.
Für ihn bleibt Bitcoin abhängig vom Vertrauen und Vertrauen ist volatil.
Ohne funktionierende Schutzfunktion fehlen dem Bitcoin das, was Gold seit Jahrhunderten auszeichnet.
Und am Ende ist das vielleicht sogar der Kern.
Bitcoin funktioniert gut als Wette auf steigende Risikobereitschaft, aber genau darin liegt auch die große Schwäche.
In Phasen von Angst und Verunsicherung am Markt zeigt sich sehr klar, was wirklich Absicherung ist und was bloßes Narrativ.
Und genau diese Unterscheidung, die wird gerade sehr teuer getestet.
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Die AAA des Tages.
Es war der Wow-Moment dieser Börsenwoche.
Die jüngsten Quartalzahlen von Alphabet hatten es in sich.
Darüber hatten wir ja auch in der gestrigen Folge schon gesprochen.
Zum ersten Mal in der Geschichte hat der Konzern die Marke von 400 Milliarden Dollar Jahresumsatz geknackt.
Und als wäre das nicht schon Ansage genug, legt die Google Mutter auch direkt nach.
Für das laufende Jahr sind Investitionen von mehr als 180 Milliarden Dollar geplant.
Tja, so viel Geld hat der Google-Konzern noch nie in einem einzigen Jahr in die Hand genommen.
Damit lässt Alphabet selbst die ambitionierten Investitionspläne der großen Tech-Konkurrenten hinter sich.
Also Grund in der heutigen AAA, die mal ein Alphabet Deep Dive to machen.
Natürlich mit Input von unserem Kollegen Benedikt Fuß.
Der Treiber hinter dem Erfolg von Alphabet ist klar.
Das ist die künstliche Intelligenz und die Cloud-Infrastruktur.
Die Dimension der genannten Summe zeigt, wie sehr sich der Wettbewerb gerade zuspitzt.
Es geht längst nicht mehr nur um die besten Modelle oder die cleversten Produkte, sondern vor allem auch um Kapitalstärke.
Wer die tiefsten Taschen hat, kann schneller skalieren, mehr Infrastruktur aufbauen und sich so strategische Vorteile sichern.
Alphabet setzt gerade genau darauf und macht unmissverständlich klar, wer im KI-Zeitalter den Takt angeben will.
Dass Alphabet sich diese Strategie und Summen überhaupt leisten kann, hat einen einfachen Grund.
Das Kerngeschäft läuft auf Hochtouren.
Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 15 Prozent auf, wie gesagt, mehr als 400 Milliarden Dollar.
Der Gewinn legte sogar um 30 Prozent zu.
Und trotz deutlich höherer Ausgaben blieb die operative Marge mit rund 32 Prozent beeindruckend stabil.
Unterm Strich spülte das einen freien Cashflow von mehr als 70 Milliarden Dollar in die Kassen.
Und dazu kommen über 125 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln und Wertpapieren.
Und Alphabet startet diese Investitionsoffensive aus einer Position maximaler finanzieller Stärke, das kann man wirklich sagen.
Verdient wird dieses Geld weiterhin vor allem mit Werbung.
Die Anzeigenerlöse rund um die Google-Suche stiegen im vergangenen Quartal um 17 Prozent und bleiben das mit Abstand wichtigste Standbein.
YouTube hat sich längst zum zweiten Schwergewicht entwickelt und kommt über Werbung und Abos inzwischen auf mehr als 60 Milliarden Dollar Jahresumsatz.
Und auch die Cloud-Sparte zieht weiter an.
Ja, und das zeigt, wie breit und robust das Fundament ist, auf dem Alphabet seinen KI-Großangriff aufbaut.
Bessere Suchergebnisse erhöhen die Nutzung, präzisere Ausspielung steigert den Wert der Werbung und neue Funktionen erhöhen die Zahlungsbereitschaft der Nutzer.
Der Konzern monetarisiert KI damit, zumindest nach und nach.
Wir haben ja das Thema eben angesprochen.
Nicht so sehr über einzelne spektakuläre Produkte, sondern eben über mehr Effizienz und höheren Umsatz pro Nutzer auf bestehenden Plattformen.
Damit diese Strategie aufgeht, braucht es allerdings die passende technische Basis.
Der Konzern kann KI-Modelle im großen Maßstab nur deshalb effizient betreiben, weil er seit Jahren Erfahrung im Betrieb riesiger Rechenzentren, in der Steuerung verlasten und in der Entwicklung eigener Chips hat.
Die Cloud verbindet die Arbeit an Chips, Supercomputervernetzung und KI-Modellen wie Gemini mit der Vermarktung von KI-Funktion in Googles Produkten.
Am Ende entscheidet sie darüber, ob KI dauerhaft zu kalkulierbaren Kosten skaliert werden kann.
Für den Moment skaliert Alphabet erstmal mutig mit Investitionen von 185 Milliarden Dollar.
So mit dieser Größenordnung erhöhen die Einstiegshürden für den gesamten Markt natürlich massiv.
Der KI-Wettlauf wird dadurch weniger offen und dadurch deutlich kapitalintensiver.
Ja, es gibt ja in diesem Rennen quasi drei Disziplinen.
Einmal die Rechenleistung, dann Daten und das Kapital.
Und in allen drei Kategorien startet Alphabet quasi von der Pole Position.
Der Konzern gibt klar den Takt vor anderes kann sich das gerade finanziell auch einfach leisten.
Doch selbst für den Tech-Riesen ist diese Größenordnung kein Selbstläufer.
Investitionen in dieser Höhe Bindenkapital über Jahre und schränken die finanzielle Flexibilität spürbar ein.
Abschreibungen auf Rechenzentren, Chips und Infrastruktur werden die Bilanz sehr lange prägen, während eben gleichzeitig der Druck steigt, Aktionäre bei Laune zu halten.
Google bewegt sich damit schrittweise weg vom Bild eines schuldenarmen Tech-Riesen und in Richtung höherer Verschuldung.
Hinzu kommt die Erwartung der Investoren, dass Aktienrückkäufe in ähnlicher Größenordnung wie in den Vorjahren weiterlaufen.
Trotz aller finanzieller Stärke könnte das AG dem Konzern damit zeitweise sogar Cashflow negativ werden lassen.
Das erhöht die Abhängigkeit vom Kapitalmarkt und von günstiger Finanzierung.
Ja, und entsprechend skeptisch fiel die erste Reaktion an der Börse aus.
Da war es eben nichts mit dem Wow-Moment, sondern nach Veröffentlichung der Zahlen geriet die Aktie unter Druck.
Anleger straften den Konzern zeitweise mit einem Kursverlust von mehr als 6% ab.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an triple A.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Vielen Dank auch an die zahlreichen Reaktionen rund um Jeffrey Epstein.
Euer Feedback auf den thematischen Exkurs fiel dabei ganz unterschiedlich aus.
Einige fanden, dass das Thema nichts anderes als klatsch und Tratsch sei.
Yvonne schrieb zum Beispiel: erläutert bitte weiter alles rund um die Börse mit Daten und Fakten.
Ich möchte keiner Unterhaltung folgen, die mich unnötig Zeit kostet.
So wie ihr es bisher gemacht habt, ist es doch perfekt.
Das ist eine deutliche Ansage, gefällt mir, können wir mitarbeiten.
Ja, es gab aber auch ein paar Hörer, die die Abwechslung total spannend fanden.
Philipp schrieb, ich fand die Folge richtig cool.
Und Florian kommentierte bei Spotify, Exkurse dieser Art sind gut.
Tja, und was leiten wir jetzt daraus ab?
Ihr seid prinzipiell also offen für etwas thematische Abwechslungen in Ausnahmefällen.
Aber dann bitte mit mehr Zahlen, Daten und Fakten.
Ist notiert und zur Kenntnis genommen.
Gutes Stichwort.
Habt ihr denn eigentlich schon unseren neuen kostenlosen AAA Newsletter zur Kenntnis genommen?
Jeden Samstag gibt es eine Zusammenfassung der wichtigsten News von der Börse, aktuelle Entwicklungen und die besten AAA-Ideen der Woche in euer Postfach.
Der Link für die Anmeldung ist in der Folgenbeschreibung hinterlegt.
Also schnell abonnieren, dann liest ihr morgen direkt die nächste Ausgabe.
Ja, und nachdem ihr den Newsletter dann gelesen habt, führt natürlich auch kein Weg an der nächsten AAA Folge vorbei.
Holger ist ja weiterhin im Ski Urlaub und daher hat sich Nano mit Philipp ein Ersatz aus den AAA rein gesucht, um die Tech-Branche mal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Und mit dabei ist auch der Welt Experte schlechthin für diese Themen.
Ihr könnt euch sicher denken, wer das ist.
Auf jeden Fall wird es wieder spannend.
Und hier bleibt das natürlich auch.
Daher abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
