# Alphabet AI Capex, Crypto Geopolitics, and M&A Trends

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-02-05

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Donnerstag, der 5.
Februar.
Ich bin Christoph Damm und ihr hört ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital, der einzige Broker, den deine Familie zum Traden braucht.
Bei Scalable Capital gibt es nämlich auch Kinderdepots.
Wir schauen heute auf Kryptoverflechtungen zwischen Abu Dhabi, Binance und der Trump-Familie, und wir schauen uns mal etwas genauer ein paar News und Zahlen an, unter anderem die von Alphabet von gestern Abend.
Es gab so viele Zahlen und News die letzten Tage, wir müssen heute mal etwas genauer auf ein paar Sachen schauen.
Besonders spannend der Unterschied in den Zahlen bei den Herstellern der Abnehmmedikamente.
Als Novo Nordisk am Dienstagabend seine Prognose gesenkt hat, ist auch die Aktie von Ilai Lilly ins Minus gedreht, weil Anleger sich Sorgen gemacht haben, ob das Umfeld für GLP1 Medikamente vielleicht insgesamt schlecht ist.
Jetzt sieht man aber nein.
Eli Lilly hat gestern mit den Zahlen überall besser abgeschnitten als erwartet, sogar beim Ausblick.
Der Umsatz ist im letzten Quartal um über 40% gestiegen, auf fast 20 Milliarden Dollar.
Dabei haben sich die Umsätze mit Monjaro und Zebbound jeweils mehr als verdoppelt.
Im Gesamtjahr will Lilly um fast 30% wachsen.
Zur Erinnerung, Novo Nordisk rechnet mit einem Umsatzrückgang um bis zu 13%.
Wie kommst du zu diesem Unterschied?
Ein Grund waren die gesunkenen Preise in den USA.
Die treffen zwar auch Ilai Lilly, aber die US-Firma hat das Verkaufsvolumen in den USA um 50% gesteigert, was die niedrigeren Preise ausgeglichen hat.
Dadurch hat Lilly auch seinen Marktanteil in den USA leicht gesteigert, auf jetzt mehr als 60%.
Ein weiteres Problem für Novo Nordisk, in wichtigen Märkten wie Brasilien, China oder der Türkei laufen bald Patente von Novo Nordisk aus.
Ilalili war gestern um die 10% im Plus nach den Zahlen.
Novo Nordisk nach dem gesenkten Ausblick fast 20% im Minus.
Dann gab es auch Zahlen von Uber.
Der Umsatz ist um 20% gestiegen, auf 14 Milliarden Dollar.
Damit hat der Konzern besser abgeschnitten als erwartet.
Besonders gut war das Liefergeschäft.
Das macht zwar nur knapp ein Drittel vom Gesamtumsatz aus, wächst aber mit 30% stärker als der gesamte Konzern.
Insgesamt liegt ein Rekordquartal hinter Uber mit mehr als 200 Millionen Nutzern pro Monat.
Die Aktie hat trotzdem um die 5% verloren.
Grund dafür war der Ausblick, der schwächer ausgefallen ist als erwartet.
Abseits von Zahlen gab es gestern auch einen großen Deal.
US-Halbleiterkonzern Texas Instruments will den Chipdesigner Silicon Dabs für 7,5 Milliarden Dollar übernehmen.
Das ist ein Aufschlag von 70% auf den letzten Schlusskurs.
Das wäre die größte Übernahme der Firma seit 2011.
Die Aktie von Silicon Labs ist deshalb auch um die 50% gestiegen und ist damit aber immer noch unter dem Übernahmeangebot.
Die Aktie von Texas Instruments ist leicht gefallen.
Spannend war es gestern auch im Solarbereich.
Zum einen gab es Zahlen von N-PACE, die Zahlen sahen eigentlich erstmal gar nicht so gut aus, die Aktie war trotzdem um die 35% im Plus.
Der Umsatz ist im letzten Quartal um 10% gefallen, auf 300 Millionen Dollar.
Der Gewinn ist noch deutlicher zurückgegangen, die Erwartungen waren aber sehr niedrig.
Fairerweise muss man sagen, dass sich die Aktie auf Sicht von einem Jahr vor den Zahlen auch etwa halbiert hat.
Dazu war auch der Ausblick besser als gedacht.
Auch die Aktie vom US-Konkurrenten Solar Edge ist gestern um die 5% gestiegen.
Die andere Nachricht aus dem Sektor betrifft die chinesischen Firmen.
Laut Berichten soll Elon Musk ein Team nach China geschickt haben, das verschiedene Solarkonzerne besucht haben soll, unter anderem Jinko Solar.
Warum ist das spannend?
Erst vor kurzem hatte Musk ja gesagt, dass er in den USA im großen Stil Produktionskapazitäten für Solarzellen aufbauen will.
Jetzt gab es also die Spekulation, ob Elon Musk vielleicht mit chinesischen Zulieferern zusammenarbeiten könnte.
Richtig Handfestes gab es zwar nicht, Yinko Solar und auch Konkurrent Trina Solar waren aber auf jeden Fall um die 5% im Plus.
Kommen wir nach Europa.
Henkel kauft für 2 Milliarden Euro die Spezialbeschichtungsfirma Stahl.
Die Firma ist spezialisiert auf Beschichtungen für flexible Materialien wie zum Beispiel Papierverpackung und hat im letzten Jahr um die 700 Millionen Euro Umsatz gemacht.
Stahl gehörte der französischen Private Equity-Gesellschaft Vendell sowie den Firmen BASF und Clarion, die von dem Verkauf ebenfalls profitiert haben.
Clarion war um die 10% im Plus, BRSF um die 5%.
Auch Henkel war 3% im Plus, obwohl bei solchen Übernahmen die Aktien des Käufers ja normalerweise fallen.
Henkel handelt aber damit, nach dem angekündigten Plan, seine Margen durch Zukäufe zu verbessern.
Ein großer Gewinner war gestern die Chemiebranche.
Aktien wie Brenntag, BRSF oder Lanxess lagen 5 bis 10% im Plus.
Der Grund, die EU-Kommission will den europäischen Emissionshandel abschwächen.
Konkret sollen Industrieunternehmen länger als geplant kostenlose CO2-Zertifikate bekommen.
Was heißt das genau?
Das ist eine gute Nachricht, weil Firmen für ihren CO2-Ausstoß sonst nämlich teure Zertifikate kaufen müssten.
Für energieintensive Branchen wie die Chemiebranche bedeutet das spürbare Entlastung.
Schlecht war die Nachricht aber übrigens für Heidelberg Materials, das 10% verloren hat.
Die Firma hatte sich voll auf die Dekarbonisierung konzentriert und sich dadurch einen Vorteil gegen andere Unternehmen verschafft.
Dieser Vorteil ist jetzt aber gar nicht mehr so groß wie erhofft.
Jetzt aber der Blick auf die Big Tech-Zahlen von Alphabet, die nach US-Börsenschluss gekommen sind.
Der Umsatz ist um 20% gestiegen, auf fast 115 Milliarden Dollar.
Das war besser als erwartet.
Ebenfalls besser lief das Business im Cloud-Bereich, das um fast 50% gewachsen ist.
Bisschen schwächer abgeschnitten hat Alphabet dafür im Geschäft mit YouTube-Werbung.
Eine Zahl ist besonders krass, die KI-Ausgaben.
Hier plant Alphabet in diesem Jahr bis zu 185 Milliarden Dollar zu investieren.
Das wäre fast das Doppelte im Vergleich zu 2025 und viel mehr als Analysten erwartet haben.
Alphabet sagt, die Nachfrage nach KI-Infrastruktur bleibt stark und deshalb sieht der Konzern hier Wachstumschancen.
Die Folge, Aktien wie Broadcom oder Nvidia legten nachbörslich leicht zu, weil viel Geld von Alphabet wohl auch in KI-Chips fließen dürfte.
Bei der Alphabet-Aktie selbst hat der Markt übrigens geschwankt zwischen den starken Zahlen und diesen gigantischen Investitionen.
Erst war die Aktie nachbürslich kurze Zeit deutlich in Minus, dann drehte sie später sogar leicht ins Plus.
Schlechter saß dagegen bei Qualcomm aus.
Trotz Rekordumsatz ist die Aktie nachbörslich um die 10% gefallen.
Der Umsatz legte um 5% zu auf 12 Milliarden Dollar.
Das war mehr als gedacht.
Auch der Gewinn ist besser ausgefallen als erwartet, aber der Ausblick ist schlecht angekommen.
Qualcomm rechnet mit einem Engpass bei Speicherchips.
Das würde die Lieferketten bei Smartphones belasten und das ist genau das Spezialfeld von Qualcomm.
Deshalb ist der Ausblick auch so vorsichtig.
Der Umsatz soll zwischen 10 und 11 Milliarden Dollar liegen.
Das ist selbst im besten Fall schlechter als erwartet.
Kräftige Bewegungen, also nachbürslich, heute dürften aber vor allem die Mega-Capex von Alphabet am Markt diskutiert werden.
Crypto Thursday.
Dann Krypto-Kick.
Okay.
Was haben Abu Dhabi, Binance und die Trump-Familie gemeinsam eine ziemliche Verpflechtung im Kryptobereich?
Timon weiß mehr.
Nur ein paar Monate bevor Trump zum zweiten Mal ins Amt gewählt wurde, sind seine Söhne mit der damals neu gegründeten Firma World Liberty Financial in den Kryptomarkt eingestiegen.
Sie haben 82 Millionen Dollar mit dem gleichnamigen Token gerased, den konnte man zu der Zeit noch nicht öffentlich handeln und die Firma hatte sonst noch keine Umsätze.
Was damals noch nicht bekannt war, ist, dass Scheich Taknoon, der Bruder vom Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, für 500 Millionen Dollar fast 50 Prozent an der Firma gekauft hatte und damit größter Anteilsinhaber geworden ist.
Und das fünf Tage bevor Trump eingeschworen wurde.
Das hat vor ein paar Tagen das Wall Street Journal berichtet.
Trump selber sagt nichts von dem Deal gewusst zu haben.
Takhnon ist der nationale Sicherheitsberater der Vereinigten Arabischen Emirate und verwaltet den größten Staatsfonds des Landes mit 1300 Milliarden Dollar verwalteten Vermögen.
Damit hat zum ersten Mal ever eine fremde Regierung einen großen Anteil an der Firma eines werdenden US-Präsidenten gekauft.
Und kurz danach haben die Emirate Zugang zu genügend KI-Chips bekommen, um eines der größten Rechenzentren-Cluster der Welt zu bauen.
Unter Biden war der Export stark eingeschränkt worden, weil man nicht wollte, dass die Chips nach China kommen.
Im Mai, kurz vor dem Chip-Deal, hatte eine Investmentfirma von Tagnun ein 2 Milliarden Dollar Investment in Binance angekündigt.
Das ist das größte Investment jemals in eine Firma, die auch Kryptowährungen rausbringt.
Und der Deal wurde mit dem World Liberty Stablecoin, USD1 von der Trump-Familie bezahlt.
Dadurch ist der Stablecoin direkt einer der größten weltweit geworden und World Liberty hatte 2 Milliarden Dollar, die verzinst werden konnten.
Laut World Liberty und der Investmentfirma von Taknun war der USD-1 einfach das beste Produkt für den Deal.
Dass dem Fonds auch die Hälfte an World Liberty gehört, haben sie nie veröffentlicht.
Und es gibt noch eine Verflechtung: der ehemalige CEO von Binance, Shao, lebt in Abu Dhabi und hat enge Verbindungen zur Königsfamilie.
2023 wurden er und Binance wegen Verstoß gegen Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche verurteilt.
Trump hat ihn dann im Oktober begnadigt, offizieller Grund war, dass die Verurteilung übertrieben und politisch motiviert war.
Weil Binance den USD1-Stablecoin hält, können sie bestimmen, wie lange World Liberty weiter 4% pro Jahr auf die 2 Milliarden Dollar verdient.
Dazu kommt, dass Binance angefangen hat, USD-1 zu pushen.
Im Dezember haben sie Gebühren für bestimmte Kryptotrades gestrichen, wenn sie mit dem Coin gemacht wurden und Binance-Kunden konnten aufs Jahr gerechnet 20% Bonus auf Guthaben bekommen, das sie in USD 1 halten.
Das scheint auch funktioniert zu haben.
Kurz nachdem mit der Aktion angefangen wurde, ist die Marktkapitalisierung vom Stablecoin von 2 auf 3 Milliarden Dollar gestiegen.
Mittlerweile liegt sie bei über 5 Milliarden Dollar.
Laut einem Artikel von The New Yorker hat die Trump-Familie, seitdem der US-Präsident zum zweiten Mal im Amt ist, ca.
4 Milliarden Dollar mit Deals gemacht, die durch Trumps Status als Präsident entstanden sind.
Deutlich mehr Geld, aber verloren, haben Kryptoinvestoren in der letzten Woche fast 500 Milliarden Dollar hat der gesamte Kryptomarkt letzte Woche eingebüßt.
Auslöser war der Bitcoin, der in den letzten vier Monaten 40% gefallen ist und auf dem niedrigsten Stand seit Ende 2024 steht.
Starinvestor Michael Burry hat deswegen gewarnt, dass der Bitcoin einfach nur eine Währung zum Spekulieren ist und es nicht schafft, wirklich das digitale Gold zu werden, also auch in schlechten Zeiten stabil zu sein.
Den Crash hat auf Stablecoin-Anbieter Tether gespürt.
Die haben im letzten Jahr 10 Milliarden Dollar Gewinn gemacht.
Das sind 23% weniger als im Jahr davor.
Grund ist laut dem CEO, dass der Bitcoin-Preis gefallen ist.
Neben Bitcoin investiert die Firma in US-Staatsanleihen und hat über 8 Milliarden Dollar mit Gold gemacht.
Jetzt will die Firma neues Geld einsammeln und peilt dabei eine Bewertung von 500 Milliarden Dollar an.
You know, I'm a big crypto person.
I'm the one that probably helped crypto more than anybody because I believe it.
