# Shadow Fleet Sanctions and German Labor Policy Shifts

**Podcast:** Mikroökonomen a.k.a. Mikrooekonomen
**Published:** 2026-02-05

## Transcript

Mikroökonomen, der Podcast über Wirtschaft.
Wir blicken hinter die Kulissen.
Analysen, Berichte und Debatten aus der Welt der Politik und der Märkte.
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Heute ist Freitag, der 30.01.2026.
Willkommen zur 339.
Folge der Mikroökonomen.
Was soll ich sagen?
Nein, ich sage es nicht.
Hanna hat heute frei.
Ich habe nicht frei, ich habe heute schon gearbeitet, aber ich bin fertig für heute.
Ich sage jetzt nicht Lifestyle Teilzeit, ich verkneife es mir, meine Lippen bluten schon vor Kneifen.
Ja, hallo Marco.
Hallo Anna.
Heute wird es aber um diesen Komplex gehen, den reichen Komplex und dessen, was er so produziert.
Und wir haben so ein paar Kleinigkeiten zu Russlands Schattenflotte, die das Ganze etwas einrahmen passenderweise.
Unsere allgemeinen Hinweise sind recht kurz heute.
Also bei der Foreign Times gibt es eine Folge mit Jörg Lau.
Da habe ich mal versucht, so das Jahr einzurahmen, das vor uns steht mit den Themen.
Komplexen, die uns so beschäftigen.
Und ich habe gerade eine Folge mit Alexander Clarkson aufgenommen, die sich damit beschäftigt, ob Donald Trump die USA nun lähmt oder nicht.
Und in der zweiten Hälfte gehen wir dann nochmal in die Tiefe von ein paar extra Themen.
Also wir versuchen so am Jahresanfang das Ganze mal einzurahmen und dann hoffen wir einfach das Beste.
Ja, ansonsten haben wir wie immer www.mikroökonom.de.
Das ist der Podcast, den ihr gerade hört, unser Wirtschaftspodcast.
Der hat auf dieser Seite Premium-Abos für diesen Wirtschaftspodcast.
Dann haben wir foreigntimes.de.
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Und dann haben wir noch zwei Newsletter, mikronews.de.
Der hängt bei den Mikroökonomen mit dran und ist kostenlos.
Und auslandsbericht.de, das ist ein kostenpflichtiger Newsletter, über den ich höchst vermutlich demnächst etwas zum Iran schreiben werde.
Nicht über, sondern in dem.
Ja, und das alles wird möglich durch euch, durch eure Spenden, Premium Abos, Daueraufträge und Unterstützung in den sozialen Netzwerken, eure Fragen und Hinweise.
Also dafür vielen Dank.
Und wenn ihr uns erreichen möchtet, mh.mikroökonomen.de.
Das ist die E-Mail-Adresse und ihr findet uns auf Reddit und Mastodon jeweils als Mikroökonom.
Da hat letztens jemand gemeint, es wäre schöner, wenn wir auf Mastodon auch mehr andere Sachen schreiben würden.
Also wir sind ja alle in der einen oder anderen Weise auf Mastodon quasi privat.
Und ich glaube, es macht Sinn, uns dann privat zu folgen, wenn man unsere private Meinung hören möchte.
Also das über den Hauptaccount zu machen, macht glaube ich wenig Sinn.
Folgt uns da gerne privat.
Ich kann ja mal den Post verlinken, weil ich habe dann aufgelistet, wer wo ist.
Also auf Mastodon.
Hanna, worüber reden wir denn heute nicht?
Also erstmal reden wir nicht über das amerikanische Dumpsterfeier.
Ist ja auch mal schön.
Über welches denn nicht?
Über keins davon, das ist das Gute.
Keine der 50 Themen, die uns beschäftigen könnten, beschäftigen uns in der Hinsicht.
Wir werden heute auch nicht über den Iran reden.
Dazu gäbe es sicherlich viel zu sagen.
Ich werde mal einen Post von mir auf Blue Sky verlinken, wo ich mal so ein paar Sachen rausgelassen habe, die mich nerven und beschäftigen.
Und wir werden auch nicht über das Wirtschaftsabkommen mit Indien reden.
Dazu haben wir uns tatsächlich schon für eure Fragen erreicht, aber habe ich auf die nächste Folge geschoben, habe ich einfach nicht geschafft.
Anna, du hast auch noch was.
Katharina Reiche, über die wir durchaus gleich auch reden werden, hat vorgestern den Jahreswirtschaftsbericht des Wirtschaftsministeriums vorgestellt.
Das ist der Anlass, wo Robert Habeck immer mit solchen schönen ausgedruckten Grafiken in der Bundespressekonferenz saß.
Sie hatte keine ausgedruckten Grafiken und hat auch den Fragen von Thilo Jung nur so halb gut geantwortet, wie ich finde.
Aber wir reden nicht darüber, was ansonsten da an Wachstumsprognose und Steuerschätzung und Sonstiges drin stand.
gegebenenfalls beim nächsten Mal vielleicht, aber es ist auch nicht überraschend gegenüber dem, was Fred und ich zum Sachverständigenratsgutachten ja vor knapp zwei Monaten schon besprochen haben.
Ja, also die Fragen zur Teilzeit und dem ganzen Kram habe ich fast keine Antwort wirklich verstanden.
Ich glaube, sie war bemüht, aber da hat irgendwo so eine logische Grundlage gefehlt, damit ich folgen konnte.
Aber das liegt bestimmt nur an mir.
Kommen wir vielleicht mal zu den Problemen, mit denen wir uns auskennen.
Russlands Schattenflotte.
Da gibt es so ein paar Entwicklungen, die ich ganz interessant fand und die ich mal etwas zusammenpacken wollte.
Also ihr erinnert euch vielleicht, nachdem Russland in 2022 seine Invasion gegen die Ukraine gestartet hat, reagierten die westlichen Verbündeten mit Sanktionen gegen russisches Öl.
Das hat ja immer alles ein bisschen gebraucht und der Vorgang ist auch noch nicht hundertprozentig abgeschlossen.
Wir sind auf dem Weg.
Und es wurde dann damals auf Bestreben der USA ein Preisdeckel von 60 Dollar je Barrel eingeführt.
Öl unter 60 Dollar zu handeln wäre okay, aber drüber nicht.
Und das war erstmal sinnvoll.
Ich glaube, das Öl war damals bei 80, ist dann irgendwie auch noch auf 100.
Da hieß es schon, das wird auf 400 gehen.
Da hat das nicht erfolgt.
Steigt aber gerade wieder, wenn ihr mal drauf guckt.
Das ist jetzt gestern bei 70 gewesen.
Jedenfalls, drunter kann man verkaufen, drüber ist illegal, so grundsätzlich.
Und das Ziel der damaligen beiden Administrationen war es, den Handel mit Öl grundsätzlich zuzulassen, damit der Ölpreis in den USA nicht zu stark steigt.
was ja dann immer Unzufriedenheit mit dem Präsidenten bedeuten würde.
Und gleichzeitig aber auch irgendwie die russische Kriegskasse zu beschneiden.
Ja, und dann ist irgendwie der Ölpreis unter 60 Dollar gefallen.
Das hat man so bei 50 jetzt zuletzt auch rumgependelt.
Da hieß es dann auf einmal, ich gehe auf 30.
Dann hatten alle ganz große Angst.
Ach mein Gott, da hilft uns der Ölpreisdeckel ja nicht mehr.
Und dann hat man noch eine flexible Komponente eingeführt.
Hannah, alles okay?
Ja, alles okay.
Ich hatte gerade noch kurzer.
Scare, war das so ein Scare-Jump?
Hanna hat gerade einfach ihre Kamera angeschaltet.
Um dir mal böse hinzugucken, mein Gott.
Oh Mann.
Ich habe mich nur verpflichtet.
Also es gab dann diese flexible Komponente, 15 Prozent unter dem jeweils aktuellen Ölpreis.
So, jetzt ist er natürlich wieder über 60, also geht jetzt wieder.
Das 60er-Dingens.
Und Russland hat natürlich überhaupt gar kein Interesse daran, dass wir in Anführungszeichen mit solchen Sanktionen erfolgreich sind.
Also hat es Gegenmaßnahmen ergriffen und eine Schattenflotte gebaut.
Diese Schattenflotte ist groß an Schiffen ungefähr.
Naja, es gibt da variierende Zahlen, aber irgendwas zwischen 1000 und 1500 gilt als valide.
Liegt auch ein bisschen daran, wie man das so zuordnet, aber...
Ich meine, lass es halt mal 1500 Schiffe sein.
Es gibt ja auch nicht unbegrenzt Schiffe.
Und eine Schattenflotte zeichnet sich halt unter anderem dadurch aus, dass das meistens billig gekaufte Schiffe sind.
Das heißt alt, vielleicht sogar ausrangiert, kurz vorm Untergehen, schlecht gewartet.
Wenn so ein Ding wegfällt, ist die Last, glaube ich, mehr wert als das Schiff selber.
Aber es ist auf alle Fälle so, dass das, was da über die Weltmeere schippert, nicht unbedingt sicher ist und entsprechend auch Gefahren in sich birgt.
Also wenn da mal so ein Öltanker untergeht und ähnliche Slacks haben wir ja auch schon gesehen, dann ist das alles nicht gerade gut für die Umwelt zum Beispiel.
Aber auch so haben diese Schiffe so ein paar Probleme, die sie mit sich bringen.
Also dadurch, dass sie sich verstecken, sind sie dann gegebenenfalls nicht sichtbar, was bei Nebel zu Havarien führen kann und so weiter und so fort.
Also Schattenflotte eher so ein Problem.
Und das funktioniert halt so, dass sie im Grunde ständig die Flagge wechseln.
Also mal ist es russisch, mal ist es in irgendeinem...
Billigflaggenstaat, der an jedem jederzeit rausgibt.
Sie haben dann immer mehrere Flaggen dabei, manchmal sind sie auch ohne Flagge unterwegs und passen das dann quasi so an, wie sie es gerade brauchen.
Und als Trump Venezuela angegriffen hat, war einer der spannenden Nebenplots, wie dann die russischen und venezolanischen Schattenflottenschiffe versucht haben, aus der von den USA initiierten Blockade rauszukommen.
Es gab ein paar, die haben es nicht versucht.
Am Ende haben, glaube ich, 16 Schiffe Segel gesetzt und versucht rauszukommen.
Wurde dann weitläufig verfolgt.
Dann haben die auf einmal die russische Flagge aufgesetzt.
Waren sie auf einmal Russen?
was sie vorher nicht waren.
Und ein Schiff fand man dann beispielsweise zwischen Schottland und Island, ein anderes in karibischen Gefilden.
Ja, die USA haben die Dinger dann eingekascht.
Das zwischen Schottland und Island mit Hilfe vom UK, also da hat man dann durchaus zusammengearbeitet.
Aber da sieht man so ein bisschen, passt da so alles an.
Piraterie ist es ja auch nicht, aber es gibt immer lustige Geschichten auf See.
So, abseits aller Anekdoten.
Also jedes Schiff hat im Grunde ein AIS, also ein Automatic Identification System, ein automatisches Identifikationssystem.
Und mit dem passiert genau das, was es sagt.
Das Schiff wird automatisiert erkannt und kann dann auch nachverfolgt werden.
Also ihr kennt ja diese lustigen Flugzeugtracker, wo man dann gucken kann, wo welches Flugzeug gerade ist und welche Schleifen es fliegt und welche nicht.
Das kann auch mit Schiffen gemacht werden, dank diesem AIS.
Und dann gibt es auch diverse Apps, da kann man dann nachverfolgen, wo die gerade sind und was sie so treiben.
Vor allen Dingen wird da auch übermittelt, woher sie kommen, wohin sie gehen, wie sie dahin gehen.
Selbst die Geschwindigkeit wird übermittelt, also das ist recht ausführlich.
Und bei den Schiffen der Schattenflotte wird dieses AIS halt gelegentlich mal abgeschaltet.
Dann ist es auf einmal weg, dann wird irgendwas gemacht.
Da taucht es wieder auf.
Es gibt aber auch die Methode, dass so ein AIS ausgebaut wird, dann auf irgendeine Drohne drauf gepflanzt und die Drohne fährt dann einfach mal fünf Tage im Kreis, während das Schiff irgendwas tut.
Die lassen sich da immer mehr einfallen.
Das mit den Drohnen, das ist eine eher seltene Geschichte.
Also man hat das jetzt nicht allzu oft gesehen, aber es ist halt eine Option.
Man kann das natürlich auch etwas...
besser gestalten, also wenn die nicht im Kreis fahren würden, sondern vielleicht eine Route, dann könnte man sagen, okay, das ist vielleicht eine normale Schiffsbewegung.
Dann müssten sie allerdings auch über mir aufpassen, dass sie nicht irgendwo reinfahren.
Also das hat alles so seine Vor- und Nachteile, was man da tut.
Jedenfalls werden die Methoden des Ausweichens, die evolvieren.
Aber was du halt eher nicht machen kannst, ist, es gibt ja Satellitenbilder und über Satellitenbilder kannst du dann halt nachverfolgen, was so ein Schiff alles tut.
wenn es sich dann ausklingt.
Daher findet ihr dann auch in den Medien, bei der Financial Times zum Beispiel oder auch mal bei Bloomberg, alle paar Monate so recht aufwendige Recherchen, wo diverse Schiffe was getan haben, nachdem sie ihren Transponder da ausgeschaltet haben.
Also es ist irgendwie nachvollziehbar am Ende, wenn man sich das nachrecherchiert, recht aufwendig, aber für den Moment haben sie dann natürlich ihre Ruhe und scheinbar ist es nicht so, dass Geheimdienste das per se einfach alles auswerten.
Also man würde ja denken, wenn man so Filme guckt, die haben das eh alles live auf dem Schirm und müssen dann nur noch mit ihren Satelliten da rein scrollen und dann mal gucken und dann nachverfolgen.
Aber irgendwie scheint es nicht so zu sein, dass es so ist.
Jedenfalls.
Sind die Medien dann ab und zu mal dabei und dann werden auch mehrere Schiffe ausgewertet und dann gucken wir halt, was die da so tun.
Vor allem, welche Häfen sie anlaufen und diese ganzen Informationen sind dann am Ende wiederum nicht ganz unrelevant, wenn man dann wieder Sanktionen erlassen möchte.
Jedenfalls hat so ein Schiff dann ebenfalls an Bord ein Navigationssystem, das so geschimpfte GNSS, also das Global Navigation Satellite System.
Das vereint GPS.
Das ist das US-System.
Galileo, das ist unser europäisches System.
Baidu, mit E, nicht mit A, so wie ihr das von dieser Suchmaschine kennt.
Das sind die Chinesen.
Und GLONASS, das sind die Russen.
Und dann kannst du dir natürlich vorstellen, wenn dann über verschiedene Satellitensysteme so eine Position bestimmt wird, ist es natürlich etwas genauer, als wenn man das nur über GPS machen würde.
Und dieses GNSS hat natürlich auch ein Problem.
Zumindest in europäischen Gewässern vermehrt.
Explizit diesen, die sich Russland annähern.
Denn da wird geshemmt, dass sich die Balken biegen.
Also man guckt, dass da die Verbindungen unterbrochen sind und so weiter und so fort.
Das liegt halt manchmal daran, dass irgendwelche Militärsachen gemacht werden und manchmal einfach, um zu verdecken, was die Schiffe so tun.
Jedenfalls, es funktioniert immer öfter nicht.
Und das hat dann halt zur Folge, dass die Schiffe sich wiederum gegenseitig nicht sehen können.
Was wiederum die Möglichkeit von Havarien.
Natürlich vor allen Dingen dann, wenn schlechte Sicht ist.
Und auch Noteinsätze, wenn sie denn gefahren werden müssen, werden dadurch schwieriger.
Also seriöse Reedereien sind da nicht so glücklich mit der aktuellen Lage und die Anrainer starten natürlich auch nicht.
Kleiner Nebeneffekt ist wohl auch, dass ab und zu mal der Luftverkehr dadurch gestört ist, was natürlich auch etwas ist, was man nicht haben will.
Die sich in Sorge befindlichen Staaten, also es sind dann natürlich auch die, die bei Havarien gegebenenfalls die Umweltschäden über sich ergehen lassen müssen, haben jetzt eine Initiative gestartet.
Das sind die Nordseestaaten, die Balten und Island.
Wir werden jetzt nicht alle 13 Punkte durchgehen, die die da genannt haben, aber es gibt ja so einen gewissen Mittelpunkt, so einen genannten Kern.
um den sie sich da kümmern.
Und das ist eben genau das, was die Schattenflotte betrifft.
Also Schiffe, die unter zwei oder mehr Flaggen rumschippern, können als Schiffe ohne Start gelten künftig.
Und damit kann man sie dann inspizieren, festsetzen und einkassieren.
Und ein weiteres Problem der Schattenflotte ist, dass sie dieses Öl, was sie dann so aus Russland bringt, mit anderem Öl von anderen Schiffen oder in andere Schiffe hinein vermischt.
Und man dann quasi nicht mehr weiß, welches Öl zu welchem Anteil woher kommt und dann nicht mehr seriös sagen kann, das ist russisches Öl.
Dieses Vermischen, das findet natürlich auf hoher See statt.
Und das hat natürlich auch gewisse Risiken.
Jedenfalls muss das jetzt künftig vorab angekündigt werden bei den zuständigen Behörden.
Ist das nicht der Fall, gehabt die dann wiederum die Möglichkeit zu prüfen.
reinzugehen und so weiter und so fort.
Und dann haben sie noch, und das fand ich ganz interessant, zur Grundbedingung erklärt, eine klare Kommunikation, also auch unklare Kommunikation, wird künftig als verdächtig gewertet.
So anders gesagt, die europäischen Staaten gehen endlich gegen die russische Schattenflotte vor.
Es wird in Zukunft vermehrt zum Einfangen eben dieser Schiffe kommen.
Und wir sehen jetzt auch erste Aktion der Bundespolizei, die dafür wohl zuständig ist.
Also man hat nach einer Prüfung eines russischen Schiffes schlichtweg die Durchfahrt verweigert.
Und dann musste es umdrehen, was es dann wohl auch erstmal ernst genommen hat.
Das heißt, es muss sich jetzt einen anderen Weg an sein Ziel suchen.
Und die rechtliche Grundlage ist halt interessant, weil warum wird das erst jetzt gemacht, könnte man sich ja fragen.
Also im vierten Jahr des Krieges, da könnte man ja auch etwas schneller und so weiter.
Und dann gehen halt diese ganzen Rechtsdiskussionen los.
Also in der UN-Seerechtskonvention ist es halt so, dass du...
vom Grundsatz her Schiffen die Durchfahrt gewähren muss.
Also sie haben das Recht der friedlichen Durchfahrt, das ist dort definiert.
Und die Anrainerstaaten dürfen diese Schiffe nicht einfach mal so kontrollieren.
Zumindest war das die bisherige Interpretation.
So und jetzt sind sie wohl drauf gekommen, dass dann da auch drin steht, dass es eine Verpflichtung der Schiffe gibt, eine Flagge zu führen.
Und wenn sie keine führen oder diese gar gefälscht ist oder es mehrere Flaggen sind, Die kontrollieren und sie auch abweisen, wenn man dann was Verdächtiges findet.
Also für uns klingt das natürlich mal wieder ein bisschen bescheuert, aber im internationalen Recht sind drei Jahre, vier Jahre nicht so viel.
Also nicht so viel wie Menschenjahre.
Von daher war das wahrscheinlich sogar auch noch schnell.
Inverse Hundejahre sozusagen.
Seerechtsjahre sind sieben Menschenjahre ein Seerechtsjahr.
Ich glaube internationales Recht generell.
Es ist einfach alles wesentlich langsamer und wesentlich komplizierter.
Vor allen Dingen, wenn man der Meinung ist, man müsse sich dran halten.
Also die Russen halten sich ja offensichtlich nicht dran.
Das heißt, man hätte eigentlich auch mal eine Entscheidung treffen können, um dann die rechtliche Begründung später zu finden.
Aber an der Stelle sind wir noch nicht in Europa.
Man könnte allerdings sagen, wir nähern uns der Sache an.
kommen da immer mehr in dieses Denkmuster und auf alle Fälle ist es so, dass die Daumenschrauben gegenüber Russland damit angezogen werden, weil je länger die zu ihren Häfen brauchen, desto höhere Kosten haben sie, desto unrentabler ist ihr Öl.
Und das ist ja das, worum es uns am Ende geht.
Dann wollte ich nochmal ganz kurz darauf hinweisen, dass wir ja im Oktober ein...
Sanktionspaket gegen Russland rausgelassen haben.
Das ist das 19.
Klingt viel, aber so viel, wie man gerne sehen würde, passiert da immer nicht.
Wir haben da zum Beispiel 117 Schiffe auf die Sanktionsliste gesetzt.
Damit sind wir nun bei 557 Schiffen, die nicht in EU-Häfen anlaufen dürfen.
Heißt natürlich auch erstmal nicht viel.
In EU-Häfen keine Wartung und sie können da nicht anlaufen.
Sie müssen halt gucken, dass sie durchfahren.
Es wurde die Möglichkeit ausgeweitet, auch Häfen in Drittstaaten mit Sanktionen zu belegen, wenn diese russischen Schiffen helfen.
Und das ist halt insofern interessant, als dass...
man das nur anwendet gegenüber Häfen, die quasi keine Bedeutung haben.
Wenn man sich mal vorstellt, man würde da Sanktionen gegen so einen chinesischen Hafen erlassen.
Da können wir ja davon ausgehen, dass die Chinesen da sofort gegenhalten werden.
Man also dann nicht nur europäische Schiffe in diesem Hafen nicht mehr sehen würde, sondern da sicherlich auch noch andere Gegensanktionen kommen.
Also das ist so ein zweischneidiges Schwert.
Allerdings gibt es ja auch immer kleinere Länder, die so einen Arbitragehandel da betreiben zwischen Europa und Russland und die kann man damit natürlich schon angehen.
Vielleicht auch noch ein Beispiel LNG aus Katar.
Also das soll ja dann ab diesem Jahr, glaube ich, fängt das an, das LNG aus Katar.
Damit wird dann unsere Abhängigkeit von LNG aus den USA hoffentlich peu à peu kleiner.
Allerdings.
Dann glaube ich nicht, dass irgendein katarischer Hafen auf diese Sanktionsliste kommt.
Also da würden wir dann höchstwahrscheinlich kein LNG aus Katar mehr bekommen und das wollen wir ja auch nicht.
Aber jetzt schon beim Lieferkettengesetz sind wir ja auch schon ein bisschen zurückgeschlittert wegen der Drohung aus Katar.
Also da kann man sagen, da passiert was in Sachen Schifffahrt, aber es bleibt kompliziert und es ist im Grunde zu wenig.
Es ist allerdings bisher...
kann man sagen, stetig und es weitert sich aus und die Russen haben eine immer schwierige, rare Lage.
Generell hat die Nordsee auch nochmal einen interessanten Sidekick, auf den ich euch hinweisen möchte.
Sie erinnert euch vielleicht an die gelegentliche Panikberichterstattung über durchgeschnittene Seekabel und ähnliche Sabotageakte, die dann erstmal per se Russland zugeschrieben wurden.
Und hier kommt so eine alte These von mir zum Tragen, weswegen wir da natürlich drüber sprechen müssen.
Denn die Annahme Dass es der Russe war, macht halt Russland auch stark.
Also es lässt Russland so übermächtig omnipotent erscheinen, obwohl es vielleicht eher ein kleiner Hempfling ist.
Und bei den Unterseekabeln sehen wir eben genau das.
Also wenn was passiert oder so ein Schiff da reingezogen wird mit dem Verdacht, dann wird da sehr viel drüber berichtet, vor allem sehr laut.
Wenn dann das Ergebnis rauskommt, dann wird das kaum noch wahrgenommen, weil uninteressant.
Und es stellt sich halt oftmals raus, dass nicht wirklich der Russe da ist.
dahinter stand oder diverse andere Dinge vorgefallen sind.
Bei der ganzen Sache wird auch ausgeblendet, dass es natürlich früher auch schon so eine Unfälle gab.
Das hat nur keinen interessiert.
Das heißt, es ist aus heutiger Sicht auch auf EU-Ebene gibt es keine klare Aussage, dass Russland da aktiv versuchen würde, Europa zu sabotieren.
Heißt nicht, dass das nicht in der Zukunft so sein wird, aber aktuell sieht man da jetzt nicht, dass es eine gewisse Häufung gibt und gewisse Verdachtsmomente, sondern man bewegt sich immer noch im Rahmen dessen, was man als üblich ansehen würde, an Unfällen und ähnlichem.
Das ist sicherlich, wie gesagt, etwas, was sich ändern kann, aber aktuell sehen wir es noch nicht.
Und ich verlinke euch da dann nochmal einen Artikel, der sich auch mit diesen Wirkmechanismen der öffentlichen Wahrnehmung befasst, sodass ihr da auch nochmal reingehen könnt.
Aber weiß man denn überhaupt, wie rentabel diese Schattenflotte insgesamt ist?
Also natürlich, sie müssen ja irgendwas tun, um loszuwerden, keine Frage.
Aber trotzdem ist ja...
Gerade wenn der Ölpreis jetzt wirklich so niedrig war, ist ja schon die Frage.
Es kam eine Zahl, dass sie jetzt 20 Prozent weniger Umsätze gemacht haben, die Russen mit Öl.
Das ist natürlich, dann hätte es sich ja dicke gelohnt.
Und da kommen natürlich verschiedene Sachen zusammen, nämlich einmal der niedrige Ölpreis, aber dann kommt hinzu, dass die Ukraine da sehr aktiv und beflissen die russische Ölproduktion.
torpediert.
Das hat mehrere Effekte in Russland, was die Ukraine da macht.
Einmal, wenn die Raffinerien in Flammen stehen, können sie das Öl nicht weiterverarbeiten.
Das heißt, die müssen dann gucken, dass sie das Öl plain verkaufen, was wiederum niedrigere Margen mit sich bringt.
Das wird dann halt in einem anderen Land verarbeitet und die Wertschöpfung findet dann dort statt.
Dann hast du aber natürlich, wenn die Schiffe es schwerer haben und höhere Kosten produziert werden, hast du natürlich auch kleinere Einnahmen.
Ich glaube, das ist jetzt nicht so der Mega-Game-Changer.
als dem man das ansehen könnte.
Aber die Gesamtheit der Maßnahmen und die Gesamtheit dessen, was da passiert, hat auf alle Fälle schon einen starken Einfluss auf das, was Russland verkaufen kann.
Also sie würden gerne und sie könnten mehr verkaufen, wenn es diese ganzen Einschränkungen nicht geben würde.
Das heißt, das ist Geld, was ihnen nicht zufließt und was sie dann in ihrem Haushalt nicht zur Verfügung haben, um es gegen die Ukraine zu werfen.
Ja, hoffen wir es reicht.
Naja.
Jetzt steigt der Ölpreis gerade wieder wegen Iran.
Also 70 ist natürlich schon Pfund.
Wir hatten uns ja irgendwie zwischen 50 und 60 eingependelt.
Also da wird Russland jetzt wieder mehr verdienen.
Da sie ja ohnehin niedrigere Preise haben, kann man sagen, ist das prozentual dann auch immer wesentlich stärker für die Russen als für uns, wenn so der Ölpreis schwankt.
Aber so vom Grundsatz her.
muss man sagen, es gibt nicht die Alternative, es nicht zu tun, weil das würde die Sache nur befördern bei denen.
Vor allen Dingen, was ich glaube ich ganz gut finde an der ganzen Geschichte, es geht gar nicht so sehr um die Russen, sondern wir lernen wieder solche Sachen zu machen.
Ich fand das schon interessant, dass das die Bundespolizei macht.
Da könnte man auch drüber nachdenken, ob die das machen muss oder ob es da nicht etwas schwerere Geschütze bräuchte und ähnliches.
Aber wir nähern uns dem Wissen und dem Training in diesen Geschichten an.
Und ich glaube, das ist auch etwas, was man nicht unterschätzen sollte.
Allein das Mindset zu haben ist ja schon der entscheidende Schritt eigentlich.
Und die Nordeuropäer sind da sehr treibend als Kraft.
Also die haben natürlich ein viel größeres Wissen darüber, was notwendig ist und sein sollte und treiben Deutschland da voran.
Die denken auch schon deutlich länger darüber nach, dass Russland ihnen da gefährlich werden könnte, als wir das tun, muss man auch mal sagen.
Wir sind auch ein bisschen näher dran.
Ja, aber die Awareness ist, glaube ich, schon auch einfach eine andere.
Die sind auch kleiner und haben weniger andere Nachbarn.
Das spielt natürlich auch eine Rolle.
Die können sich einfach konzentrieren.
Die müssen sich nicht ständig mit diesem Macron und seinen neuen Kapriolen beschäftigen, so wie wir.
Und alle ihre Außengrenzen schwachsinnig kontrollieren lassen auf eingebildete Wirtschaftsflüchtlinge.
Ja, damit wären wir ja schon fast wieder im nächsten Thema drin.
Kommen wir mal zur Lifestyle-Teilzeit.
Eine neue Bundesregierung ist es ja leider auch nicht mehr.
Schade, nein.
Aber zur aktuellen Bundesregierung.
Wir ertragen sie schon seit einem Jahr.
In der Zeit haben sie sehr wenig gemacht.
Ganz spannender Fakt am Rande.
Es wird ja auch ein bisschen um Katharina Reiche gehen.
Und gestern hat Felix Banaschalk in der Generaldebatte über den Bundeswirtschaftsbericht im Bundestag gesagt.
Er fände, dass bevor Katharina Reiche viel Arbeit von anderen Leuten fordert, sie doch selber mal arbeiten solle.
Sie hat nämlich bisher in dem ganzen Jahr eingesetzt durch den Bundestag gebracht.
Das ist schon, ja.
Ja, Leistung.
Aber das ist tatsächlich auch meine Beobachtung, dass die Leute, die am lautesten schreien, dass man wieder was leisten müsse, irgendwie am wenigsten zustande bringen.
Naja, was ist denn da los mit dieser Teilzeitgeschichte?
Oder wo willst du anfangen?
Ich würde es ja in der Erzählung einordnen wollen als Teil einer Reihe.
Gängelungsmaßnahmen am Ende, die sich auf die Arbeitnehmerrechte beziehen.
Mit der Gesamterzählung, dass wir unseren Fachkräftemangel allein darüber stopfen können, dass wir hier alle mehr arbeiten und dass wir auf keinen Fall mehr Einwanderung oder bessere Ausbildung brauchen.
Denn das, wenn ja die anderen Antworten, die naheliegen würden, vielleicht wäre...
Fachkräfte oder noch auszubildende Fachkräfte durch Einwanderung zu gewinnen oder diejenigen, die bei uns im Bildungssystem verloren gehen, vielleicht besser zu qualifizieren, auf das sie auch vielleicht Fachkräfte werden könnten.
Das sind aber offenbar nicht die Antworten, die in der CDU und in der Wirtschaftsunion und beim Mittelstandsverband und beim Verband der Deutschen Familienunternehmer en vogue sind, sondern im Grunde ist die Erzählung, die aus vielen reaktionären und konservativen Kreisen jetzt seit einem Jahr auf uns einprasselt, ist ja, wir müssen nur alle mehr arbeiten und mehr leisten.
schon gehen.
Und diese Erzählung hat sich jetzt, ich habe das nochmal ein bisschen zusammengetragen, im Verlauf, insbesondere seit Herbst, in, ich würde sagen, vier verschiedenen Gestalten wiedergefunden.
Durchaus unterschiedliche Leute, also Katharina Reiche, Jens Spahn ganz vorne dabei, aber zum Beispiel auch der Präsident der Kassenärztevereinigung Gassen spielt ja schon eine Rolle für mich, dann die Mittelstandsunion mit einigen Leuten, die eben alle so in die gleiche Richtung und das ist auch immer so, einer von denen, der wirft das so in den Raum und Merz greift das dann auf und erzählt auch davon.
Zusammen mit Lindemann natürlich seinem Trönen Terrier.
Und die Forderungen sind im Einzelnen, also was schon länger im Raum steht und jetzt wohl sehr konkret auch schon fast beschlussreif ist, ist die Aufweichung der Arbeitszeitobergrenzen und zwar pro Tag und pro Woche.
Also da hatte Jens Spahn mal flott in den Raum geworfen, man kann ja auch 50 Stunden arbeiten und jetzt wird es aber wohl darauf hinauslaufen, dass vor allen Dingen die Frage von acht Stunden Regelarbeitszeit diskutiert wird.
Es ist ja bisher so geregelt, dass jemand in der Regel nicht mehr...
als acht Stunden am Tag arbeiten darf, dass die Wochenarbeitszeitobergrenze im Durchschnitt bei 42 Stunden pro Woche liegt und dass man insbesondere nicht mehr als zehn Stunden am Tag, das ist ja die harte Grenze.
Das wird ohnehin bei Personen im Schichtbetrieb ja schon ein bisschen umgangen.
Das ist ja durchaus so, mit Doppelschichten oder Bereitschaften kommt man doch schon öfter mal über zehn Stunden auf 24 Stunden.
Aber grundsätzlich sind das die im Moment gültigen Arbeitsschutzregeln.
Das ist wohl...
Sehr, steht sehr konkret mit dem Label, dass das ja übermäßige Bürokratie ist und heute ja alle Arbeitnehmer, es wird ja auch immer so gelabelt wie, ja, aber alle sind ja eh flexibler und wollen vielleicht auch mehr und die dürfen dann nicht, wo ich denke, naja, ich komme ja aus der Wissenschaft und ich weiß sehr gut, dass Leute durchaus es hinkriegen, 12 bis 14 Stunden zu arbeiten, ohne dass sofort der Arbeitsschutz auf der Matte steht und das ist in Betrieben auch nicht viel anders, dass Leute über...
freiwillige Überstundenregelungen durchaus in Projektzeiten oder so deutlich mehr arbeiten.
Auch wenn auf europäischer Ebene ja eher die Verpflichtung zur Arbeitszeiterfassung nachgezogen worden ist in den letzten Jahren, sind ja einige Gesetze gekommen, die eher darauf drängen, dass deutlich rigider die Arbeitszeit erfasst werden muss.
Und jetzt soll also die 8-Stunden-Regel-Arbeitszeit und die 42-Stunden-Woche sollen gekippt werden.
Also mit dem Ziel, dass man eben mehr individuell in Verträgen regelt und weniger per Gesetz.
Und das ist so das Erste und da hat Merz jetzt auch verkündet, er will das möglichst schnell abschaffen.
Die Begrenzung der täglichen Arbeitszeit soll einfach gar nicht mehr vorkommen gesetzlich, sondern das soll eben individuell vertraglich geregelt werden.
Und zwar, finde ich auch interessant, als Teil der nationalen Tourismusstrategie.
Also die Begründung ist Tourismus und Gastronom, dass da eben für in der Hochphase quasi eine beliebig lange höchste Arbeitszeit möglich sein soll, wenn dann eben Arbeit anfällt und dann eben eine größere Flexibilität besteht.
Auch für kleinere Betriebe insbesondere.
Also da wird auch wieder gesagt, ja, die kleinen und die mittleren Betriebe, die Armen, die brauchen viel größere Flexibilität.
Und auch Familien mit Kindern, die können dann beispielsweise an manchen Tagen mehr Stunden leisten.
Keine Ahnung, was die Kinder an den Tagen machen.
Ob man immer nur Mittwoch bis Freitag die Kinder hat und an den anderen Tagen nicht oder was.
Auf jeden Fall kann man dann eben ja auch längere Auszeiten nehmen.
Also dann kann man einfach drei Tage zwölf Stunden arbeiten und die anderen Tage hat man frei.
Das ist also die Erzählung.
Und das, hat Merz jetzt gesagt, sei für ihn eine Herzensangelegenheit.
Die Arbeitswelt sei schließlich im Wandel und die Beschäftigten und die Unternehmen wünschen sich mehr Flexibilität.
Und weil es europäisch da keine Richtlinien gibt tatsächlich, sondern nur eine wöchentliche, keine tägliche Höstarbeitszeit, deshalb wird das auch mit Unionsrecht quasi vereinbar sein, das anders zu regeln.
Und damit kommt die Bundesregierung mit ihrer Mehrheit.
Wenn die SPD das wieder brav abnickt, dann wird die...
Regierungen damit auch durchkommen, denke ich.
Was da ja hinter steckt, weil natürlich, wie gesagt, man kann ja über Überstunden schon viel machen.
Was ja dahinter steckt, ist, dass das aushebelt, dass man Überstundenzuschläge bekommt.
Also man kann ja sagen, ja okay, alles gut und schön.
Bisher haben Leute ja dann auch eben zum Beispiel in der Tourismusbranche, in der Gastronomie, im Schichtdienst und so weiter, haben ja auch Überstunden gemacht.
Es ist ja nicht verboten, Überstunden zu machen, sondern es ist ja nur verboten, regelhaft an manchen Tagen über acht Stunden zu arbeiten.
Also man darf halt nicht seine 40-Stunden-Woche auf drei Arbeitstage verteilen.
Das ist nicht zulässig.
Aber damit schafft man ja Tür und Tor dafür, dass eben auch Überstundenzuschläge abgeschafft werden, sondern dass einfach gesagt wird, wir haben hier ein Arbeitszeitkonto, du machst Überstunden, wie du möchtest und du kriegst halt keine Überstundenzuschläge mehr.
Und dann eben sozusagen da, wo es keine große Tarifdurchdringung gibt und das ist zum Beispiel im Gastro-Bereich der Fall, man dann halt für Überstunden keine Zuschläge mehr bekommt.
Und dann, da sagt der Bund, ja, man würde dann einmalig gezahlte Prämien steuerlich begünstigen und so weiter.
Also das ist der erste Punkt.
Wie gesagt, wird verkauft als Teil eines Gesetzespaketes im Rahmen der nationalen Tourismusstrategie.
Ich habe von der nationalen Tourismusstrategie überhaupt noch nie gehört, aber egal.
Aber soll alle Branchen betreffen, also auch nicht für Gastro-, Hotelgewerbe und touristische Branchen begrenzt sein, sondern soll für alle Branchen geregelt werden.
Ja.
Eine zentrale Forderung und die Frage der steuerlichen Entlastung von Überstunden, das hat Lindemann ja auch schon vor längerer Zeit mal in den Raum gestellt, dass man Leuten einfach erlauben soll, 50 Stunden zu arbeiten und ihnen dann halt entsprechend Prämien zahlen soll, anstatt dass man da so reingrätscht in die Wahlfreiheit der Menschen, die alle 50 Stunden arbeiten wollen.
Ich kann ja, also ich kann nachvollziehen, dass man sagt, ja manche Leute wollen vielleicht zum Beispiel, wenn sie Anfang 20 sind, jede Woche 50 Stunden arbeiten und dann irgendwann früher in Rente gehen oder so.
Das kann man ja, wenn man jetzt eine neoliberale Einstellung hat, kann man das ja alles, im Rahmen der Wahlfreiheit kann man ja sagen, warum soll man den Leuten das nicht freistellen.
Das Problem ist halt, dass es ja etliche Branchen gibt, wo es eben keine starke tariflich-gewerkschaftliche Durchdringung gibt und wo gerade im Dienstleistungsbereich die ArbeitnehmerInnen auf äußerst...
dünnem Eis sind, was Arbeitnehmerrechte anbelangt, siehe Zalando, Tesla und so weiter.
Und wir ja eh beobachten, dass so ein bisschen die Gewerkschaften auch eher zurückgedrängt werden.
Und wenn du ganz alleine dann gesagt hast, Chris, ach wissen Sie was, bei uns im Betrieb, wir haben halt hier eine 44-Stunden-Woche.
Oder, ach wissen Sie, wir haben uns halt überlegt, wir machen vier Tage Woche ohne Arbeitszeitausgleich.
Das haben wir uns jetzt so überlegt.
Es gibt einfach vier Tage mit zehn Stunden.
Was sagt man dann alleine, wenn man in alleinigen Verhandlungen ist?
Also es macht einfach...
mehr Spielräume auf, um auch Druck auszuüben auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Und ich meine gerade in sowas wie Gastrobranche oder so ja auch Leute, die in relativ prekären Verhältnissen arbeiten ohnehin.
Und die vielleicht dann auch sagen würden, ja okay, alles klar, mache ich, weil dann zahlen wir einen Zuschlag und dann ist gut.
Das ist so das eine und deshalb sind berechtigt auch die Gewerkschaften natürlich insbesondere dahinter her, auch wenn die natürlich im Rahmen der Tarifautonomie.
das anders regeln könnten mit den Tarifparteien.
Trotzdem sind die Gewerkschaften natürlich da hinterher, dass eben diese Möglichkeiten gar nicht aufgemacht werden.
Weil dann muss man das ja auch wieder alles tariflich regeln, wenn es gesetzlich möglich ist.
So ist ja klar, man kann im Tariflichen nicht über 42 Stunden ausmachen und dann steht das auch nicht im Raum.
Dann ist ja auf einmal eine 38-Stunden-Woche schon ein Mega-Gewinn für die Gewerkschaften, obwohl es eigentlich dem Standard quasi entspricht.
Das nächste war dann die Frage nach der telefonischen Krankschreibung.
Da hat ja Jens Spahn sich ganz weit aus dem Fenster gelehnt und gesagt, dass alle Leute ja blau machen, weil sie die telefonische Krankschreibung nutzen und das also eher für eine Abschaffung der telefonischen Krankschreibung ist.
Zeitgleich stand auch im Raum, ob es nicht sogenannte Karenztage geben soll, also die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall am ersten oder den ersten drei Tagen sogar eingeschränkt wird, sodass es keinen Anreiz gibt, sich für wenige Tage krank zu melden.
Und auch so ein bisschen da verbunden mit der Tatsache, dass man ja in den meisten Betrieben...
keine Krankschreibung braucht für die ersten drei Arbeitstage und dass also auch die Unterstellung da im Raum steht, dass alle Leute sich beliebig krank melden würden, solange sie eben keine Krankschreibung brauchen.
Also an beiden Stellen letztlich die Unterstellung, wenn jemand nicht beim Arzt vorständlich geworden ist und sich hat krankschreiben lassen, dann meldet er sich bestimmt immer krank, um blau zu machen.
Ist doch so.
Genau.
Also de facto werden 0,9 Prozent der Krankschreibungen auf telefonischem Wege erteilt.
Das heißt, die Masse an Menschen, die wegen der telefonischen Krankschreibung sich zusätzlich krankschreiben lässt, ist denkbar gering.
Das ist das eine.
Und dann kommt noch hinzu, dass die Ärzte eher sagen, sie würden gerne die Möglichkeit, sich innerhalb der ersten drei Krankheitstage krankschreiben zu lassen, ganz abschaffen.
Also die Ärzte sind eher dafür, dass auf jeden Fall quasi man sich einfach so krank melden kann ohne Krankschreibung drei Tage lang.
Und dass die Ärzte auch einfach keine mehr ausstellen innerhalb der ersten drei Tage, weil das ja zu einer massiven Verstopfung im Gesundheitssystem führt.
Je mehr Leute dahin latschen und sich schon am ersten Krankheitstag eine Krankschreibung holen, desto mehr Leute sitzen mit ihren Atemwegsinfekten im Wartezimmer, stecken alte Omas an und machen den Ärzten nur Arbeit.
Da sparen wir eine Rente.
Und das Gleiche gilt auch noch mehr bei Kinderärzten.
Die allermeisten Kinder sind eh nur zwei, drei Tage krank.
Man kann dafür Kindkrankfahren beantragen.
Nur deshalb gehen Leute mit ihrem Kind dann zum Kinderarzt, um diese Kindkrankbescheinigung für ihren Arbeitgeber zu haben.
Während ja die allermeisten Erkrankungen von Kindern einfach von allein wieder weggehen in zwei, drei Tagen und man deshalb kein bisschen zu einem Kinderarzt müsste.
Und entsprechend sind die Ärzte sehr dagegen, dass die telefonische Krankenschreibung abgeschafft wird und auch sehr dagegen, dass man von Tag eins an krankgeschrieben werden muss.
Mein Freund Gassen von der Kassenärztlichen Vereinigung hat dann den Raum gestellt, ja man könnte ja einfach dann eben so einen Karenztag ohne Lohnfortzahlung machen, wie das in anderen Ländern zum Teil ist, dass man sich halt den ersten oder die ersten beiden Tage krank melden kann ohne Lohnfortzahlung.
Auch das finde ich eine schwierige Unterstellung und vor allen Dingen muss man umgekehrt den volkswirtschaftlichen Schaden daraus bedenken, wenn Leute dann krank arbeiten gehen.
Mit Krankschreibung zu Hause zu bleiben oder sich krank melden zu können, schützt ja auch immer die Kolleginnen und Kollegen.
Gerade in Berufen, wo man nicht im Homeoffice arbeiten kann.
Und wenn dann eben Leute sich krank zur Arbeit schleppen, weil sie an den ersten beiden Tagen keine Lohnfortzahlung kriegen, dann haben wir einerseits eine Verschleppungs- und Chronifizierungsgefahr.
Also dass eben Leute dann so lange zur Arbeit gehen, bis sie erst so richtig krank sind.
Oder man hat eben, dass Leute dann wieder ihre, wie das schon...
früher mal war und zum Glück heute wenigstens ein bisschen weniger so ist, ihren Husten, Schnupfen, sonst was mag ein Darm erst mal ins Büro tragen noch zwei Tage lang.
Ja, also ich glaube, das ist doch das, was eh meistens passiert.
Fast niemand, wenn er eine Erkältung hat, geht doch zum Arzt oder lässt sich krank schreiben, sondern alle rennen ins Büro, husten die anderen voll und dann sind die auch krank und dann hast du eine reduzierte Produktivität.
Ja.
Das heißt, es ist überhaupt nicht klar, ob das überhaupt auf die viel gescholtene, zu wenig Arbeit der Leute einen Einfluss hätte, wenn man jetzt da so an den Krankschreibungen rumlavieren würde, weil eben wir sowieso beim Krankenstand.
eher ein Problem haben mit, also soweit wir das sagen können, das muss man auch sagen, aus den Daten heraus, mit länger dauernden Atemwegsinfekten.
Also das war ja auch noch, es wurde dann ja gesagt, ja die Deutschen sind im Verhältnis so viel krank.
Das kann man aus bestimmten Zahlen auch rauslesen, dass wir im Durchschnitt im oberen Mittelfeld der Krankschreibung im OECD-Vergleich liegen, wobei man das halt nicht vergleichen kann, weil das System, wie man sich krank meldet, halt unterschiedlich ist.
Bei uns ist es ja so, dass einerseits die Daten von den Krankenkassen erhoben werden und das heißt, Jeder, der nicht krankgeschrieben war vom Arzt, sondern sich einfach krank gemeldet hat beim Arbeitgeber, taucht in diesen Daten nicht auf, sondern dann wiederum nur in Befragungsdaten.
Das ist das eine Problem.
In der Regel werden die auch nicht über alle Krankenkassen erhoben, sondern es gibt dann halt mal DAK-Daten, mal AOK-Daten.
Das heißt, so ein bisschen ist es auch verzerrt nach der versicherten Struktur der Krankenkassen, die ja historisch gewachsen ist und bestimmte Berufsgruppen sind bei bestimmten Krankenkassen überall präsentiert.
Oder strukturell zum Beispiel die Praxis gibt, sich überhaupt nicht krank zu melden vor, wenn man eine Woche weg ist oder so.
Oder eben es keine Lohnfortzahlung gibt, sodass der Vergleich, wer hat wirklich, wie viele Krankheitstage im OECD-Schnitt schwierig zu machen ist.
Aber selbst wenn wir jetzt im oberen Mittelbereich viele Krankheitstage hätten, ist ja auch die Frage, ist das Ausdruck davon, dass Leute sich wegen Kleinigkeiten krank melden oder dass wir ein substanzielles Problem mit unserem Gesundheitssystem haben.
Denn was wir seit der Corona-Pandemie beobachten können, ist, dass die durchschnittliche Dauer von Krankschreibungen zugenommen hat, insbesondere bei Atemwegsinfekten.
Also dass Leute eben nicht zwei Tage krank sind, sondern fünf oder sieben.
Gerade die Grippe dauert im Durchschnitt zehn bis 14 Tage zur Zeit.
Das heißt, je nachdem, was gerade auch die Grippe und Corona-Welle sagt, sind die Krankschreibungen einfach länger.
Und wir haben natürlich an vielen Stellen einen höheren Krankenstand über Long-Covid und über ein schlechteres Immunsystem.
Man sieht den Anstieg im Krankenstand sehr deutlich ab dem Jahr 2021.
Und zu sagen, ja, das liegt nur daran, dass sie sich alle telefonisch krank schreiben lassen, greift halt viel zu kurz.
Sondern aus meiner Sicht haben wir halt da ein relativ ernstes Problem mit einer chronischen Belastung, die aus...
vermutlich auch verschiedenen Ecken kommt.
Also einerseits gibt es halt Leute, die eine Immunschwäche über Corona bekommen haben, die jetzt einfach öfter krank sind.
Dann gibt es Leute, die Long Covid haben, die also sehr regelmäßig krank sind, wenn sie denn arbeiten können.
Dann haben wir Corona als eine zusätzliche Atemwegserkrankung, die einfach zusätzlich zu Krankheitswellen führt.
Und hinzu kommt, dass in Deutschland ein sehr stark steigender Anteil der Krankschreibungen aus psychischen Gründen erfolgt.
Und das ist dann in der Regel, wenn man deswegen krankgeschrieben wird, vorrangig Burnout.
Und das natürlich wiederum.
aus einer Gesamtlast ist, wo man eher sagen kann, arbeiten die Leute nicht vielleicht zu viel?
Oder sind sie nicht vielleicht zu lange krank ins Büro gegangen?
Das ist auch das, was viele Personalmanagerinnen und Personalmanager berichten, was an ganz vielen Stellen eigentlich im Bereich des betrieblichen Gesundheitswesens auch schon angekommen ist, dass wir eigentlich viel mehr Prävention für Krankheit brauchen, weil die hohen Krankenstände nicht sich dadurch wegmachen lassen, dass die Leute sich nicht mehr krank melden dürfen, sondern dass wir in einer im Durchschnitt krankeren Bevölkerung leben.
Das hat auch damit zu tun, dass sie Arbeitnehmerstruktur im Durchschnitt älter wird natürlich, aber es hat auch damit zu tun, dass wir viel höhere Belastungsfaktoren haben und da kommen eben die Belastungsfaktoren, die sich durch das gesellschaftliche Umfeld, durch die zunehmende Notwendigkeit, Coping zu betreiben gegenüber der Nachrichten und sonstigen gesellschaftlichen Lage und der Klimawandellage ergeben und eben auch der mentalen Belastung, die sich aus der Kombination aus Pandemie, Krieg, alternder Gesellschaft etc.
ergibt.
Und wenn man in die Statistiken zu psychischen Erkrankungen reinguckt, sieht man das glasklar, dass eben Anzahl an psychisch belasteten Personen seit Jahren zunimmt.
Und all das wird eher schlimmer, dadurch, dass man mehr Druck ausübt in Folge von, du darfst dich aber nicht krankschreiben lassen oder du wirst die ersten zwei, drei Tage nicht bezahlt, wenn man dann eher Leute da reintreibt, eine weitere Überlast einzugehen.
Und das sagen schon auch Expertinnen und Experten, sowohl eben auf ökonomischer als auch auf Ärzteseite, als auch auf personaler Seite.
Trotzdem hält sich das, die Lohnfortzahlung muss eingeschränkt werden.
Also ich gehe davon aus, dass eben da die Frage von telefonischen Krankschreibungen jetzt auch einfach als Symbolpolitik weiter betrieben wird und dann quasi keinen Effekt hat, weil das letztlich ja sowieso nicht in Anspruch genommen wird.
Und dann der nächste Punkt ist eben das diese Woche neu aufgekommene Lifestyle-Teilzeit-Problem.
Was ja nicht von Regierungsseite zunächst aufgebracht wurde, sondern von der Mittelstandsunion als Antrag beim CDU-Parteitag eingereicht werden wird.
Und da steht wirklich drin die Abschaffung von Lifestyle-Freizeit.
Das ist nicht ein Social-Media-Trend oder so, sondern es steht tatsächlich.
Man sieht dort richtig so einen alten Sack sitzen, so 65, 70, der sich da so abends nochmal mit einem Bierchen von...
Und dann nochmal den Antrag ein bisschen umformuliert und da muss sowas Knackiges rein.
Ja, also man fragt sich wirklich, also wie man allein auf die Idee kommen kann.
Aber das geht natürlich in das ganze Gen-Z-Bashing rein, was auch die FDP schon...
in der vorherigen Regierung betrieben hat und was aus der Union ja auch stark kommt und aus Unternehmerkreisen immer mal wieder, dass gesagt wird, ja, diese jungen Leute, die wollen ja alle gar nicht mehr arbeiten, die achten viel zu sehr auf sich und die sind gar keine willigen Arbeitstiere mehr hier.
Was ist das eigentlich?
Und das ist natürlich das, greift das auf am Ende, diese Frage in einer Gesellschaft, in dem wir ja einen krassen Arbeitnehmermarkt haben, weil der Arbeitnehmer und Fachkräfte insbesondere ja Mangelware sind, dem nicht zu begegnen, indem man dachte, ich möchte möglichst viele Arbeitnehmer gewinnen, denn sie sind für uns wichtig.
Es ist ja richtig, dass Leute diese Handlungsmacht, die sie eigentlich haben, in Anspruch nehmen, denn in den allermeisten Branchen sind Arbeitnehmer Mangelware.
eine folgerichtige Erscheinung, dass daraus folgt, dass Leute vielleicht auch sagen, okay, ich lasse mich hier nicht kaputt machen.
Ich finde ja auch woanders einen Job.
Und jetzt sind wir gerade natürlich in einer wirtschaftlich schwierigen Situation und es gibt im Moment viele Menschen, die aufgrund von betrieblichen Gründen gekündigt werden.
Wir haben jetzt gerade eine steigende Arbeitslosigkeit, aber auch in bestimmten Altersstrukturen, bestimmten Berufen, lange nicht über die ganze Gesellschaft.
Und da kann man jetzt aber nochmal reinhauen und sagen, ja, diese werden die nicht alle in Teilzeit arbeiten, dann Und das hat Katharina Reiche in der Bundespressekonferenz sich zurecht gestottert.
In Vollzeit sind wir sehr produktiv, aber in Teilzeit arbeiten halt so viele Leute.
Wir erschließen das potenzialig.
Das ist ja das, was dahinter steckt.
Und das hat natürlich zwei Seiten.
Das eine ist, wir mobilisieren gerade schon so viel Arbeitskraft wie noch nie seit der Wende.
Wir haben ja trotz steigender Teil...
Anteile an Teilzeit heute viel mehr Leute im Arbeitsmarkt als in den letzten 20, 30 Jahren.
So gut wie alle Frauen arbeiten, auch wenn sie Teilzeit arbeiten und das haben sie halt vor 20 Jahren noch nicht.
Und weil Teilzeit auch, also der Stellenanteil in Teilzeit auch größer wird, denn die sogenannte Lifestyle-Teilzeit, das sind ja Leute, die ein bisschen Stunden reduzieren und nicht.
100 Prozent, sondern 90 Prozent arbeiten.
Das sind ja sehr hohe Teilzeitanteile und auch sehr viele Frauen arbeiten heute nicht mehr klassisch 8 bis 12 Uhr halbe Stelle, sondern eben 70 bis 80 Prozent.
Und dadurch haben wir insgesamt eine viel höhere Arbeitsstundenzahl im Markt als jemals zuvor, trotz Fachkräftemangel.
Aber jetzt das Argument, ja, aber würden die alle Vollzeit arbeiten, wie viel könnten wir dann erst erreichen?
Und natürlich...
Man sieht auch, die Boomer scheiden jetzt alle aus dem Markt.
Wenn die Boomer alle ausscheiden, dann ist natürlich das Arbeitskräftepotenzial kleiner, das muss man auch klar sagen.
Nichtsdestotrotz ist es jetzt vielleicht ein bisschen kurz gesprungen, an den Teilzeitkräften da rumzudoktern und an der Regelarbeitszeit und so weiter.
Einerseits deshalb, weil die allermeisten Menschen, die in Teilzeit sind, sind Frauen und die meisten geben auch an, dass sie aus Erziehungs- und Betreuungsgründen Teilzeit arbeiten und nicht, weil sie so viel Lust auf Teilzeit haben.
Und das ist das, was jetzt viel vorgebracht wird, dass es eben eine massive Fehleinschätzung ist, dass alle aus Lifestyle-Gründen Teilzeit arbeiten, sondern es ist dann so ähnlich wie mit den telefonischen Krankschreibungen.
Man redet von einem recht geringen Anteil der Teilzeitarbeitenden und überträgt das auf die Masse, sondern eben es ist de facto in Deutschland nicht möglich, Vollzeit zu arbeiten und Kinder zu betreuen, weil die Kinderbetreuungsmöglichkeiten keinen Vollzeitjob abdecken.
Es ist aber natürlich auch so, dass wir verschiedene Rahmenbedingungen haben, die es begünstigen, Teilzeit zu arbeiten.
Das Ehegattensplitting, die umfangreiche Nutzung von Minijobs auch durch Arbeitgeber, das ist ja auch da nicht immer der Arbeitnehmerwunsch, einen Minijob zu haben, sondern es ist auch für Arbeitgeber total attraktiv, lieber vier Minijobber anstatt eine Vollzeitkräfte einzustellen.
Also im ganzen Bereich Reinigungskräfte zum Beispiel werden haufenweise Minijobber eingesetzt, die eigentlich auch bequem durch Renten und sozialversicherungspflichtig beschäftigte Personen ersetzt werden könnten.
Aber das wäre für die Arbeitgeberseite teurer.
Das ist nicht der Wunsch der Arbeitnehmer unbedingt.
Und dann kommt noch dazu, dass es eben im Bereich der älteren Personen ein bisschen noch damit zu tun hängt, auch dass manche Leute keinen Vollzeitjob finden, obwohl sie gern einen hätten.
Und von daher grenzt man das stark eben auf eine kleine Gruppe ein, obwohl es multiple Gründe gibt, Teilzeit zu arbeiten, die absolut nichts mit Lifestyle zu tun haben.
Und da kommen jetzt eben aus den Gewerkschaften und von den Grünen kommt jetzt, ja, man muss stattdessen die Anreize erhöhen, die Kinderbetreuung verbessern, das Ehegattensplitting abschaffen und so weiter, um da mehr Anreize zu schaffen, Vollzeit zu arbeiten für die, die wollen.
Ich möchte zwei etwas andere Aspekte darauf geben.
Das eine ist, dass es über lange Zeit auch nicht notwendig war im familiären Haushalt, also dass beide Leute Vollzeit arbeiten und Kinder betreuen nebenher.
Das heißt, wir haben ja jetzt sowieso schon einen extrem wirtschaftlichen Druck, dass man eigentlich aufgrund der stark gestiegenen Mieten ohnehin mindestens einen in hoher Teilzeit und einen in Vollzeit braucht, damit man den Lebensunterhalt finanzieren kann.
Das heißt, eigentlich ist der wirtschaftliche Druck ohnehin schon da und die Möglichkeiten nur nicht.
Und das andere ist, dass ich es auch falsch finde.
allen anderen Gründen rumzuhacken, aus denen jemand Teilzeit arbeitet.
Also es ist natürlich noch schlimmer zu sagen, ich hacke auf Leuten rum, die unfreiwillig Teilzeit arbeiten, weil sie Kinder oder ältere Leute betreuen.
Und ich zum Beispiel arbeite aus genau dem Grund Teilzeit, weil es nicht möglich ist, zur Zweitvollzeit zu arbeiten.
Dazu gibt es aber zum Beispiel auch Studien, dass gerade Mütter, die in Teilzeit arbeiten, deutlich produktiver sind pro gearbeitete Stunde als Leute, die in Vollzeit arbeiten, weil man eben unter dem ständigen Druck, die gleiche Arbeitszeit von einem Vollzeitjob in Teilzeit erledigt zu müssen, sehr produktiv wird tatsächlich.
Und ich finde es auch völlig okay, wenn Leute entscheiden, sie möchten einfach nur 35 Stunden pro Woche arbeiten.
Ja, wo ist denn da der Liberalismus abgeblieben?
Das wäre ja so meine erste Frage zu dem Komplex, weil am Ende arbeiten wir ja nicht, so wie das jetzt gerade in sehr vielen Videos im Internet gezeigt wird, wo jemand so vor seinem Laptop-PC sitzt, arbeitet und dann schreibt, ach, ich bin so erschöpft, aber zum Glück weiß ich, für was ich das tue, dann so ein Bild in die Hand nimmt und einem Friedrich Merz angrinst.
Also ich glaube, wenn du mit deiner Politik an dem Punkt angelangt bist, dann bist du schon ziemlich weit.
Das sind ja auch die Umfragewerte.
Aber man arbeitet ja dafür, um eben persönliche Freiheiten zu erlangen und die dann eben auch auszunutzen.
Und was hilft mir denn die ganze Kohle, die der Betrieb erwirtschaftet und die ich vielleicht gar nicht kriege?
Wenn dann ich nur noch am Arbeiten bin und keine schönen Dinge mehr im Leben erlebe.
Das ist doch Blödsinn.
Das kann man doch niemandem ernsthaft erklären.
Da brauchst du doch andere Anreize, um die Leute dazu zu bringen.
Ja.
Auf jeden Fall.
Und dann, auch da wird ja wieder mit den internationalen Vergleichsstudien und in Deutschland arbeiten ja viel mehr Leute Teilzeit als in anderen Ländern argumentiert.
Und da sind zwei Sachen.
Das eine ist natürlich, dass es in vielen anderen Ländern tatsächlich eine bessere Betreuungsinfrastruktur und regelhaftere, gute Betreuung gibt.
Weil die Frage ist ja auch, ist die Betreuung, die da ist, auch qualitativ hochwertige Betreuung?
Aus meiner Sicht ist es zum Beispiel ein Riesenproblem, dass wir zwar Ganztagsschulen haben, in denen aber keinerlei Freizeitangebote mit abgedeckt werden.
Also was man macht ist, man holt sein Kind um vier.
hier außer Schule und dann fährt man das noch zu Sportvereinen und zu allen möglichen anderen Hobbys, weil das alles in der Schule nicht stattfindet.
Instrumente nicht, Sport nicht, schon gar keine anderen Bildungsangebote und entsprechend, und das ist in anderen Ländern mit Ganztagsschulen anders, da machen die Kinder Instrumentenunterricht und Sport und alles im Rahmen der Schule und dann ist eben auch nicht der Druck da, um fünf Uhr abends noch irgendwo hinfahren zu müssen und entsprechend früher aufhören zu müssen zu arbeiten.
Und das andere ist, dass es ja auch keine internationale Definition für Vollzeit gibt.
Also ob Vollzeit oder Teilzeit, ist nicht mal deutschlandweit einheitlich geregelt.
Es gibt Unternehmen, da ist 36 oder 35 in der ganzen Metallbranche 35 Stunden, ansonsten 36 Stunden Vollzeit und es gibt...
Unternehmen, da ist 40, sogar 41 Stunden Vollzeit.
Das macht einen riesen Unterschied.
Und im internationalen Vergleich ist das auch so.
40 Stunden Woche ist kein vom Himmel gefallenes Gottesgesetz.
Und entsprechend ist diese Frage, arbeiten Sie Vollzeit oder Teilzeit, ist nicht mal eine, das ist im Prinzip eine normative Frage.
Das können Leute nur aus ihrer eigenen, in ihrem Umfeld getroffenen Rahmenbedingungen beantworten.
Die 30 Stunden, die ich arbeite, sind bei mir 75 Prozent.
können in einem anderen Land schon 80 oder 85 Prozent sein.
Oder auch nur in einem anderen Betrieb oder in einer anderen Branche.
Und entsprechend ist das auch da wieder, diese Vergleichsstatistiken sagen nichts aus.
Einerseits nicht, weil sie nichts über Produktivität aussagen und andererseits, weil es auch keine Referenzwerte dafür gibt.
Und ja, also das ist eine an den Haaren herbeigezogene Diskussion.
Das ist überhaupt nicht das Problem, was wir haben.
Denn letztlich haben wir...
Ja, auch vor allem ein Qualifikationsproblem und ein Problem damit, dass wir wollen, dass die richtigen Leute viel arbeiten.
Denn wie gesagt, es gäbe sicher viele Pflegekräfte, Erzieherinnen und Erzieher und Reinigungskräfte, die mit Freude mehr Stunden zumindest arbeiten wollen würden, aber wo es für den Arbeitgeber attraktiver ist, mehrere Teilzeitkräfte zu beschäftigen, wo auch zum Teil eine große Unflexibilität ist, einzelne Stunden aufzustocken.
wo gesagt wird, entweder sind wir 50% oder 100% und dazwischen kann ich leider nichts.
Und wir haben keine Möglichkeiten zum Jobsharing und sowas alles.
Es gibt haufenweise andere Flexibilitätsgrade, die nicht ausgenutzt werden von den Unternehmen.
Und dann ist ja noch die Frage, wie zufrieden sind meine Mitarbeitenden, wenn sie zu Vollzeit gezwungen werden und da auf heißen Kohlen sitzen und zu Hause kranke Kinder haben und keine Ahnung was, wenn ich genauso gut auch dafür sorgen könnte, dass die Leute eine gute Arbeit machen, weil sie montags gerne zur Arbeit gehen und ein gesundes Arbeitsumfeld haben.
Ich glaube aber, es wird eher so sein, dass es dann ohnehin so ist, dass wenn man sich entscheiden muss zwischen Teilzeit oder Vollzeit, also sie wollen ja noch ein bürokratisches Prüfverfahren.
Was ja auch völlig irre ist für eine Regierung, die damit angetreten ist, Bürokratie abzubauen, aber dann jeden einzelnen Teilzeitarbeiter und Arbeiterinnen da irgendwie durchprüfen, ob das denn legitim ist.
Wir werden von Irren regiert, auch wenn es jetzt erstmal nur ein Vorschlag von irgendeiner Subgruppierung der CDU ist, wo wir aber genau wissen, dass die da oben bei denen in der CDU durchaus ankommt.
Nee, sondern die Leute werden, wenn sie die Wahl haben, dann werden die einfach sagen, Ich kann es nicht.
Ich kann nicht Vollzeit arbeiten.
Ich muss mich um mein Kind kümmern zum Beispiel.
Ich muss mich um Angehörige kümmern und die pflegen.
Das geht nicht anders.
Und dann gehen die halt aus dem Arbeitsmarkt raus.
Und das ist ein wirtschaftlicher Schaden.
Der ist noch viel größer als alles, was wir gewinnen werden dadurch, dass wir ein paar Männchen zur Vollzeit verpflichten.
Abgesehen von der Zwangskultur, die da drin steckt.
Das ist ja Sklaverei.
Also die Leute, die tatsächlich von sich aus auswählen, sagen wir 90 Prozent zu arbeiten.
Da ist ja dann auch die Frage, sind die nicht auch flexibel genug, um zum Beispiel ins Ausland zu gehen?
Und um zu sagen, also sind das nicht gerade die Leute?
die gut bezahlt werden und sich deshalb leisten können, 90 Prozent zu arbeiten und die hochqualifiziert sind.
Und die dann auch einfach sagen können, ach nein, weiße Deutschland, tut mir leid.
Ja, es passiert ja eh.
Also ich glaube, viele, die das können und da eine Option sehen, tun das einfach.
Wobei ich festgestellt habe, zum Beispiel bei den Leuten, die da so im Ausland arbeiten, sind tatsächlich oftmals Leute, die verdienen so zweieinhalb, dreitausend Euro.
Die können sich das dann aber in anderen Ländern ganz gut leisten oder haben dort einfach ein schönes Leben.
für das Geld und arbeiten dann von dort aus.
Aber das sind halt auch nur immer so bestimmte Jobs, in denen das möglich ist.
Das kann schlichtweg nicht jeder.
Wenn du in einer Fabrik am Band stehst und da irgendwas tun musst, dann musst du halt dastehen.
Da gibt es vielleicht irgendwann einen Roboter, der dir den Job wegnimmt.
Aber das ist ja im Grunde erstmal nicht Sinn dessen, was wir hier besprechen.
Und dann muss man auch sagen, wir reden gleichzeitig ja davon, dass es inzwischen ganz gute Evidenz dafür gibt, dass vier Tage Woche zur Produktivität beiträgt.
Ja, also wir haben letztes Jahr noch das groß angelegte Viertagewochen-Experiment in Island besprochen.
Es gibt Versuche dazu in UK, es gibt in anderen Ländern inzwischen wirklich Belege dafür, dass bei Viertagewoche und damit ja einer zwangsläufigen Reduktion der Wochenstundenzahl um fünf, sechs Stunden.
keinerlei Produktivitätseinbußen rauskommt, sondern im Gegenteil, der Krankenstand und die Zufriedenheit sich, also der Krankenstand sich reduziert, die Zufriedenheit steigt und die Produktivität gleich bleibt.
Und jetzt kommt die nächste Regierung um die Ecke und sagt, nein, wir haben zwar schon den höchsten Beschäftigungsstand ever und wir haben aber auch den höchsten Krankenstand ever, dann ist es doch besser, wir machen mal richtig Druck und sagen, alle sollen in Vollzeit arbeiten, wenn wir relativ klar wissen, dass eigentlich wir einen Handlungsvektor haben, der die Leute effektiver machen würde und weniger krank, der eigentlich bedeutet eher weniger Stunden anzusetzen.
Und würde man zum Beispiel bundesweit sagen, es gibt 36 Stunden ist Vollzeit, dann würde man ja sofort viele Leute haben, die vielleicht von ihren jetzigen 32 Stunden auf 36 Stunden hochgehen, aber halt nicht von 32 auf 40 Stunden.
Und darüber hinaus gibt es ja auch inzwischen eigentlich in vielen Betrieben, Viele Betriebe sind ja weiter und haben eine flexible Vollzeit zum Beispiel zwischen 36 und 40 Stunden oder solche Sachen und haben erkannt, dass wenn man Leuten eine Wahlfreiheit gibt, dass...
die das eigentlich im besten Sinne des Unternehmens auch nutzen, sonst würden die Unternehmen es ja nicht machen.
Aber jetzt zurück zu so einer, wie du schon sagst, Rhetorik aus den 80ern oder was, dass die Leute alle nur zu faul sind, das ist halt ein Rückschritt gegenüber dem, was wir auch gesellschaftlich und wissenschaftlich schon wissen.
Ja gut, wir müssen den halt auch verteidigen, das ist ja immer so.
Es gibt halt immer wieder diesen Backlash.
Dass das bei der Union tatsächlich sehr ideologiebehaftet ist, sehen wir jetzt auch wieder beim Thema Schuldenbremse.
Also was die da teilweise rumreichen als Vorschläge, das ist eine Katastrophe.
Also ich weiß gar nicht, wie die Union jemals einen Haushalt damit bauen will dann in der Zukunft.
Aber das sind ja dann leider nicht die Typen, die das produzieren, die dann wiederum das ausbaden müssen.
Also Carsten Linnemann, große Fresse vor der Wahl, auf allen Leuten rumgehackt, ist natürlich zu faul, dann ein Ministeramt anzunehmen.
Er rennt jetzt aber gerade wieder durch die Republik und mit seiner, wie nennt er das, einfach mal machen Tour.
Also eine Union, die seit einem Jahr nichts gebacken kriegt, rennt rum mit einer einfach mal machen Tour von einem Typen, der keinen Posten angenommen hat.
Da kann er uns erzählen, ach der war nicht gut genug für mich, der Posten.
Nee Carsten, du bist eine faule Sau, das ist das Problem.
Wirklich, da geht mir echt der Kamm hoch.
Vor allen Dingen blendet diese ganze Diskussion aus, dass es natürlich in den Unternehmen selber auch Problemfaktoren gibt.
Also wenn man mal in Studien reinguckt, die sich mit der Transformation befassen, die wir gerade durchmachen in den Betrieben, dann sieht man, dass Bürokratie in den Betrieben ein großes Problem ist.
In den Unternehmen.
Da werden einfach Zukunftsprojekte aufgesetzt und die müssen dann mit den alten Strukturen leben.
Nicht etwa, dass die andere Strukturen brauchen, wenn man auf einmal agiles Arbeiten einführt.
Nee, da muss ich das agile Arbeiten der bisherigen Unternehmens.
Struktur anpassen.
Da hast du natürlich Riesenprobleme mit.
Natürlich scheitert sowas.
Als ordentlicher Manager wüsste man sowas.
Aber was mich, glaube ich, am meisten an der ganzen Sache stört, ist halt, also jetzt mal abseits von den bescheuerten Ideen, die die haben.
Ich glaube, ich weiß nicht, ob wir jemals eine Bundesregierung hatten, die uns permanent erzählt hat, dass wir faule Schweine sind.
Ich weiß nicht, was glauben die denn, wie der Volksmut nach zwei, drei Jahren dieser Erzählung sein wird.
Jeder denkt, alle um ihn herum sind faules Schweine, nur er selbst nicht.
Ich bin gerne mal ein faules Schwein.
Manchmal brauche ich auch einfach mal einen Tag, wo ich nichts tue.
Ich arbeite recht viel, auch im Vergleich zu den Leuten von der Union.
Weil wenn du bei der Union mal rausrechnen würdest, die Empfänge und die ganzen Schnäpschen und Champagner.
Gläser, die sie da nebenher noch so genießen abends.
Das nennen die ja Arbeit, wenn sie sich da unterhalten.
Ich glaube, dann bleibt nämlich auch sehr wenig Arbeit übrig.
Man muss halt mal nur gucken, was da als Arbeit definiert wird.
Aber unabhängig davon, wo ist denn die Zukunftsidee?
Also gehen wir mal davon aus, wir arbeiten jetzt alle mehr.
Wie kommen wir denn in die Zukunft, die wir jetzt irgendwie seit 20 Jahren verpassen?
Wie kommen wir denn dahin?
Wir haben das Internet verpasst.
Jetzt nähern wir uns der Sache so langsam an, dass es ein Internet gibt.
Schön.
Jetzt haben wir künstliche Intelligenz verpasst.
Die Chinesen bauen schon Leute Roboter.
Da haben wir zwar auch ein paar Unternehmen, aber...
Naja, wie bei den Fluggeräten sind wir da auch eher wahrscheinlich, naja, wird man sehen.
Ich würde es ja auch nicht herbeireden.
Aber wie kommen wir denn dahin, dass wir in der Größe das alles machen können, dass wir künftig unseren Wohlstand sichern?
Doch nicht dadurch, dass da Leute fünf Stunden mehr arbeiten in der Woche.
Das reicht nicht.
Da sehe ich nichts von der Union.
Nein, also das ist ein Rumkritteln an Klein-Klein, weil die großen Probleme nicht angegangen werden.
Das ist das eine.
Im Prinzip ja nur Regieren über Draufhauen auf irgendwelche Gruppen führt ja vor allem auch nicht zu einer positiven Zukunftsvision.
Also es führt nicht dazu, dass irgendwas an Gemeinschaftsgefühl, an Visionen in irgendeinem Punkt entsteht, sondern dass nur alle aufeinander rumhaken.
Das ist halt keine Art, ein Land zu führen.
Aber man sieht es ja schon auch in den...
Beliebtheitswerten, sowohl ist Merz ja der unbeliebteste Kanzler ever, als auch ist Katharina Reiche jetzt schon unbeliebter als Robert Habeck.
Robert Habeck, das war doch der, den keiner leiden mochte.
Naja, hat sehr gut hingekriegt.
Und das durch nichts tun.
Katharina ist halt bei den richtigen beliebt.
Und das ist der Punkt.
Letztlich ist es halt Regieren für nur noch und zwar auch nicht so tun, als würde man für das Volk regieren, sondern tatsächlich offen.
ausgesprochen, nur noch für eine kleine Minderheit des Landes zu regieren.
Und das ist auch der Unterschied.
Lobbyismus ist immer ein Problem gewesen und sicher hatten immer manche Leute mehr Zugang zu Regierungen als andere.
Aber der Unterschied ist halt, dass es völlig glasklar ist, für wen Politik gemacht wird und dass es nicht die Mehrheit der Leute ist.
Das finde ich schon bedrückend.
Wollen wir da jetzt noch weiter dran rundkritteln oder wollen wir unsere wertvolle Arbeitszeit in etwas anderes investieren?
Nein, ich glaube, wir sind fertig.
Wir sind fertig.
Ach ja, hast du denn Picks, Hannah?
Ich habe was getrunken, aber ich habe meinen Pick nicht wiedergefunden, also meinen Artikel.
Also wirklich einen Pick habe ich gerade auch nicht.
Seit kurzem gibt es ja in Deutschland HBO Max.
Das habe ich mir mal zugelegt und bin jetzt gerade dabei, so alte Sachen mal zu gucken, die ich nie geguckt habe, dass ich nicht sagen würde, dass ich hier eine Empfehlung rausgeben könnte.
Weil entweder haben schon alle gesehen oder eh kein Interesse daran.
Deswegen spare ich mir da die Pics.
Wie sieht es denn bei Getränken aus?
Was hast du denn da?
Was ist denn das?
Ich habe an Silvester einen alkoholfreien Wein getrunken vom Julius Spital.
Das ist ein Weingut in Würzburg.
Und die bringen einen, ich glaube sogar zwei, einen Sekt und einen Wein raus in der Alkoholfreihe.
Das ist im oberen Preisbereich von alkoholfreien Weinen.
Also kostet 9 Euro, glaube ich, vor Ort.
kriegt man für etwas unter 9 Euro im Internet.
War aber sehr lecker.
Also schmeckt nicht pappesüß und nicht schlimm nach Schwefel, sondern hat mir tatsächlich sehr gut geschmeckt.
Das ist klar unter den besseren, also insbesondere alkoholfreien Weißwein.
Bei alkoholfreiem Rotwein habe ich ja ein, zwei schon, die ich ganz gut finde.
Aber bei alkoholfreiem Weißwein kann man auch ohne Schorle trinken, sondern nur so pur.
Julius Spital Zero.
Zero, wie auch immer.
Null Alkohol, meint das dann wohl, die Zero.
Ja, ich habe leider nichts.
Bin völlig getränkelos.
Uninspiriert.
Nichts aufzuwarten.
Das heißt, da müssen wir noch ein bisschen warten, bis ich mal wieder was finde.
Eigentlich ist ja auch noch Glühwein und Punsch und Teezeit.
Ja, eigentlich hatte mir ja der Fred mal versprochen, etwas wohin zu senden, wo ich es dann rausholen kann.
Aber das ist nie angekommen.
Der hat andere Sorgen gerade.
Ach ja, haben wir doch alle.
Außerdem war das schon letztes Jahr.
Ich erwähne das auch nur nochmal, um ihn dran zu erinnern und dass er in Scham und Boden versinkt.
Liebe Grüße an den Fred an dieser Stelle, alles Gute.
Das war jetzt so Putin-mäßig.
Nein, nein, das war so gemeint, wie es gesagt war.
Ja, dann sind wir am Ende der Folge.
Vielen Dank fürs Zuhören, www.mikroökonom.de.
Da findet ihr alles Weitere und dann bis demnächst mal wieder.
Tschüss.
Tschüss.
Das war Mikroökonomen.de.
Bis zum nächsten Mal.
