# Debunking Five Critical German Personal Finance Myths

**Podcast:** Finanzfluss Podcast
**Published:** 2026-02-05

## Transcript

Mit Steuerklassen 3 und 5 sparen wir Steuern.
Eine Gehaltserhöhung kann dazu führen, dass ich am Ende netto weniger habe.
Das dachte ich auch super lange.
Es ist aber tatsächlich Blödsinn.
Ist dir das auch schon mal passiert?
Manchmal stolpert man mitten in einem Gespräch über ein Detail, das man bis dahin einfach als Fakt abgespeichert hatte.
Nur um dann festzustellen, dass man sich die ganze Zeit geirrt hat.
Rosinen sind gar keine eigene Frucht, sondern getrocknete Trauben.
Und Kaugummi bleibt auch gar nicht sieben Jahre im Magen und eine Erkältung bekommt man auch nicht durch Kälte.
Solche kleinen Missverständnisse oder Mythen, die man irgendwo mal aufgeschnappt hat, sind meistens harmlos und im Nachhinein auch ein bisschen lustig.
Beim Thema Finanzen ist das aber anders.
Hier gibt es auch etliche Mythen und Irrtümer, die sich wacker halten, bei denen ist es für dich aber wichtig zu wissen, was wirklich stimmt.
Weil das Thema dich ganz direkt betrifft und im schlimmsten Fall Geld kosten kann.
In dieser Folge bespreche ich deshalb fünf Irrtümer rund ums Thema private Finanzen, die mir immer wieder begegnen und bei denen ich mir teilweise auch lange nicht sicher war, was jetzt eigentlich stimmt.
Ich bin Laura von Finanzfluss, freue mich, dass du am Start bist und wünsche dir ganz viel Spaß mit dieser Folge.
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Mit Steuerklassen 3 und fünf sparen wir Steuern.
Das ist direkt so ein Punkt, von dem ich auch ganz lange dachte, dass er stimmen muss.
Einfach weil alle das ständig sagen und es auch oft so geschrieben wird, also in Titeln für Artikel zum Beispiel.
Da steht dann: so sparen sie als verheiratetes Paar Steuern.
Und dann geht es irgendwie um die Steuerklasse.
Aber tatsächlich bleibt die Steuerlast immer gleich.
Die Steuerklassen haben darauf keinen Einfluss.
Sie beeinflussen etwas anderes, und zwar wie die Steuer auf die Ehepartner verteilt ist und wie viel unter dem Jahr monatlich vom Bruttogehalt abgezogen wird.
Aber nochmal von vorne.
Wenn Ehepartner sich gemeinsam veranlagen lassen, also zu zweit eine Steuererklärung abgeben, können sie grundsätzlich vom Ehegatten-Splitting profitieren, unabhängig von ihren Steuerklassen.
Beim Ehegatten-Splitting werden grob gesagt die Gehälter der Partner zusammengerechnet und dann halbiert.
Auf diese Hälfte wird die Steuer berechnet und anschließend wird das Ganze dann wieder verdoppelt.
Das wirkt sich vor allem dann positiv aus, wenn Partner ein sehr unterschiedliches Einkommen haben.
Sie zahlen dann gemeinsam weniger Steuer als einzeln.
So wird also schon mal die Gesamtsteuerlast für Ehepaare bestimmt.
Jetzt zu den Steuerklassen.
Die bestimmen, wie die Lohnsteuer, die unterjährig gezahlt wird, auf die Partner verteilt ist, also was bei wem monatlich vom Brutto abgezogen wird.
Bei der Steuerklassenkombi 3 und 5 wählt die besser verdienende Person häufig Klasse 3 und zahlt damit vergleichsweise wenig Lohnsteuer.
Die Person in Klasse 5 hingegen zahlt vergleichsweise eher viel.
Monatlich führt das häufig dazu, dass mehr Netto im Haushalt bleibt, als bei der Kombination, wenn beide Partner Steuerklasse 4 sind.
Aber wir erinnern uns, die tatsächliche Steuerlast ist immer gleich, egal welche Steuerklassenkombi ein Ehepaar hat.
Das heißt, bei 3 und 5 müssen Paare nach der Steuererklärung, die dann übrigens verpflichtend ist, häufig Geld nachzahlen.
Ehepaare in der Steuerklasse 4 sind hingegen nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, weil der Staat hier ohnehin von einer akkuraten Steuerlast ausgeht.
Mein Tipp: Macht trotzdem eine, ihr profitiert bei Steuerklasse 4 meist erst durch die Steuererklärung vom Splittingvorteil.
Und grundsätzlich gilt auch oft, wenn ihr nicht verpflichtet seid, eine Steuererklärung abzugeben, ist das eher ein Hinweis darauf, dass ihr wahrscheinlich zu viel Steuer zahlt und Geld zurückbekommen könnt.
Markus hat dazu für ein Video sogar mal folgendes recherchiert.
Es gibt eine Studie von zwei Wissenschaftlern der LMU München, die zu dem Ergebnis gekommen ist, dass der Bund mindestens eine Milliarde Euro pro Jahr durch nicht abgegebene Steuererklärungen einnimmt.
Das bedeutet, es gibt ziemlich viele Leute, die Geld vom Finanzamt zurückbekommen könnten, es aber nicht bekommen, weil sie keine Steuererklärung abgeben.
Im Schnitt bekommt man laut Statista wie gesagt 1.095 Euro pro Steuererklärung zurück und die Wahrscheinlichkeit, dass du Geld vom Finanzamt zurückbekommst, ist vor allem dann hoch, wenn du nicht verpflichtet bist, eine Steuererklärung abzugeben.
Die Steuerklassenkombination 3 und 5 spart euch also unterm Strich keine Steuer.
Ihr müsst den übrigen Betrag einfach nur nachzahlen.
Zudem ist ein häufig beklagter Nachteil dieser Kombination, dass die geringer verdienende Person durch diese überproportionale Besteuerung kaum Anreize hat, mehr zu arbeiten, also Stunden aufzustocken.
Das trifft häufig Mütter, die in Teilzeit arbeiten.
Andererseits argumentieren Befürworter, dass Paare mit dieser Steuerklassenkombi unter dem Jahr von einer höheren Liquidität profitieren, sprich monatlich mehr Geld haben, weil ja erstmal weniger Lohnsteuer einbehalten wird.
Dieser überschüssige Teil muss dann ja aber eben oft zurückgezahlt werden.
Der steht einem streng genommen also gar nicht wirklich zur Verfügung.
Eine mittlerweile ziemlich beliebte Alternative bei Paaren mit sehr unterschiedlich hohen Einkommen ist die Steuerklasse 4 mit Faktor.
Hier wird auch der Einkommensunterschied berücksichtigt und der Splittingvorteil schon unterjährig vom Finanzamt eingerechnet, sodass das verfügbare Netto, das ihr dann im Monat habt, realistischer ist.
Allerdings ist auch hier die Steuererklärung Pflicht.
Wenn du verheiratet bist, dann schreib mir doch gerne mal in die Kommentare, für welche Steuerklassenkombination du und dein Partner oder deine Partnerin euch entschieden habt.
Und damit weiter zu Irrtum Nummer 2.
Wenn ich eine Versicherung nicht nutze, war sie rausgeworfenes Geld.
Versicherungen kann man nicht über einen Kamm scheren, das schon mal vonweg.
Es gibt tatsächlich Versicherungen, die rausgeschmissenes Geld sind, ja.
Dann allerdings meistens unabhängig davon, ob man sie nutzt oder nicht, sondern einfach, weil diese Versicherung per se unnötig ist.
Allgemein gibt es eine Faustregel, die du dir bei Versicherungen merken kannst.
Markus hat das in einem YouTube-Video mal so zusammengefasst.
Grundsätzlich gilt, wenn du einen Schaden nicht selbst tragen kannst, also er dich finanziell ruinieren würde, dann kann sich eine Versicherung lohnen.
Bestes Beispiel dafür ist die Haftpflichtversicherung.
Die Haftpflichtversicherung deckt Sach- und Personenschäden in Millionenhöhe ab, die du versehentlich verursachen kannst.
An diesem Beispiel zeigt sich auch, warum der Satz, wenn ich eine Versicherung nicht nutze, war sie rausgeworfenes Geld, Quatsch ist.
Bei einer Haftpflichtversicherung ist es für dich ja sogar gut oder generell für alle ist es gut, wenn du sie nie nutzen musst.
Ähnlich auch bei der Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung, bis auf Vorsorgeuntersuchungen bin ich ja total froh, wenn ich möglichst selten zum Arzt gehen muss.
Und berufsunfähig werden, selbst wenn es es nur temporär ist, will ich auch wirklich nicht.
Dass sich Versicherungen trotzdem oft wie rausgeworfenes Geld anfühlen, das liegt in einem psychologischen Effekt.
Wir sind darauf trainiert, ein Produkt oder ein Service in Gegenleistung für unser Geld zu erhalten.
Eine Versicherung ist aber kein Konsumgut und auch kein Sparvertrag oder Investment.
Eine Versicherung ist ein Risikotransfer, also eine Zahlung für finanzielle Sicherheit.
Und die wird nun mal nicht sichtbar, solange du sie nicht in Anspruch nimmst.
Du zahlst präventiv und machst im Idealfall dann nie davon Gebrauch.
Wie schon angedeutet, es gibt aber auch Versicherungen, die tatsächlich ziemlich unnötig sind, und zwar solche, die ein Schaden absichern, den du auch selbst tragen könntest.
Welche genau alle dazugehören, das kannst du im YouTube-Video mit Markus nachhören.
Den Link dazu, den packe ich dir mal unten in die Folgenbeschreibung.
Wir machen jetzt erstmal weiter mit dem nächsten Finanzmythos.
Eine Gehaltserhöhung kann dazu führen, dass ich am Ende netto weniger habe.
Bei diesem Irrglauben denken Menschen, dass sie durch eine Gehaltserhöhung in eine in Anführungszeichen höhere Steuerklasse rutschen und deshalb am Ende weniger von ihrem Gehalt übrig bleibt als vor der Gehaltserhöhung.
Das ist im deutschen Steuersystem allerdings nicht möglich.
Ein zusätzlich verdienter Euro kann dein Nettoeinkommen nicht verringern.
Beim progressiven Steuersystem wird nämlich immer nur der zusätzliche Teil höher besteuert.
Also, wenn ich 200 Euro mehr bekomme und damit insgesamt bei 2200 Euro lande, wird nicht diese Gesamtsumme höher besteuert, sondern nur die 200 Euro mehr Betrag.
Eine Bruttoerhöhung bedeutet deshalb immer auch eine Nettoerhöhung beim Gehalt.
Was stimmt, ist, dass der Grenzsteuersatz bis rund 70.000 Euro Jahreseinkommen bei einer Einzelperson ansteigt.
Das heißt, zusätzlicher Verdienst wird stärker besteuert und die durchschnittliche Steuerlast, die steigt.
Bei Einkommen, die über 70.000 Euro liegen, steigt der Grenzsteuersatz eine ganze Weile nicht weiter.
Dafür kommt dann der Solidaritätszuschlag dazu.
Was in Einzelfällen und vor allem bei geringeren Gehältern passieren kann, ist, dass eine Gehaltserhöhung dafür sorgt, dass bestimmte Sozialleistungen nicht mehr in Anspruch genommen werden können.
Darunter fallen zum Beispiel Wohngeld, der Kinderzuschlag, BAföG oder auch Kita-Zuschüsse.
Dann sollte die Gehaltserhöhung im Idealfall hoch genug sein, um die wegfallenden Leistungen finanziell kompensieren zu können.
Noch ein weiterer Punkt, der oft in diesen Mythos mit hineingemixt wird, ist das Phänomen der kalten Progression.
Dabei ist das Problem aber nicht, dass ich eine Gehaltserhöhung bekomme, im Gegenteil, was mir hier zum Verhängnis wird, ist in erster Linie die Inflation.
Also, dass das Geld mit der Zeit an Wert verliert, beziehungsweise alle Preise steigen und ich mir deshalb von meinem bisherigen Einkommen weniger leisten kann.
Thomas hat die kalte Progression in einem Video so erklärt.
Um mein Lebensstandard aufrechtzuerhalten, also quasi mein Konsumverhalten konstant halten zu können, trotz des Wertverlustes des Geldes, musst du dafür sorgen, dass du regelmäßig dein Einkommen steigerst, um den Wertverlust des Geldes auszugleichen.
Und hier kommt die Problematik der kalten Progression ins Spiel.
Denn selbst wenn ihr es schafft, die Inflationsrate auf euer Gehalt drauf zu verhandeln, bedeutet das ja gleichzeitig, dass euer Gehalt steigt und ihr somit auch in der steuerlichen Progression weiter nach oben rutscht, dementsprechend mehr Steuern bezahlt und somit netto, also nach Steuern gar nicht wirklich die Inflation vollständig ausgleicht.
Also nochmal langsam, du kannst nach einer Gehaltserhöhung zwar netto mehr Geld auf dem Konto haben, aber die Real weniger davon kaufen können, als vor der Gehaltserhöhung.
Und zwar ist das immer dann der Fall, wenn die Inflation höher ist, als der Gehaltszugewinn nach Steuern.
Also, wenn du eine Gehaltserhöhung bekommst, die die Inflation ausgleichen soll, dass zusätzliche Einkommen aber mit einem höheren Progressionssatz besteuert wird und dadurch unterm Strich die Inflation gar nicht ausgeglichen wird.
Wichtig zu verstehen ist hierbei allerdings, du hättest in diesem Szenario noch weniger Geld, wenn du die Gehaltserhöhung nicht bekommen hättest.
Eine Erhöhung des Bruttogehalts führt nie dazu, dass du hinterher weniger Nettoeinkommen auf dem Gehaltszettel hast.
Die Inflation kann eben nur dazu führen, dass du dir trotz Gehaltserhöhung hinterher weniger davon leisten kannst.
In Deutschland passt die Regierung die Steuerkurve übrigens regelmäßig an die Inflation an, um der kalten Progression entgegenzuwirken.
Der nächste große Irrtum schließt sich hier gut an, er klingt nämlich ganz ähnlich wie der von eben.
Wenn ich mehr verdiene, habe ich automatisch mehr Geld übrig.
Da denkst du dir jetzt wahrscheinlich, na, muss ja, wenn das, was du gerade erzählt hast, stimmt, oder?
Ja, nicht ganz.
Also, was nach wie vor richtig ist, wenn du ein höheres Bruttogehalt bekommst, erhöht sich auch dein Nettogehalt.
Punkt.
Aber der Teufel steckt hier im Detail, genauer gesagt im Wörtchen übrig haben.
Dass eine Gehaltserhöhung dazu führt, dass du am Ende des Monats auch mehr Geld auf dem Konto übrig hast, ist nicht zwingend der Fall.
Ganz häufig klappt das nicht.
Und schuld daran ist die sogenannte Lifestyle-Inflation.
Mit steigendem Einkommen steigen oft auch die Ausgaben.
Das kann daran liegen, dass sich der Lebensstandard erhöht, du zum Beispiel in eine größere Wohnung ziehst, dir ein Auto kaufst oder häufiger in den Urlaub fährst.
Das zusätzliche Einkommen wird verkonsumiert und am Ende bleibt eben nicht mehr übrig.
Vor allem bei Lebensstilanpassungen sind das dann häufig nicht nur einmalige Ausgaben, wie Heimerschick Essen gehen zur Feier der Gehaltserhöhung, sondern Fixkosten, die dauerhaft steigen, ebenso etwas wie Miete.
Ich finde es ziemlich verständlich, dass man zusätzlich verdientes Geld auch irgendwie auskosten möchte.
Aber andererseits sind Steigerungen im Einkommen auch einer der stärksten Hebel bei der privaten Altersvorsorge.
Aus seinem monatlichen Budget kann man nur einen begrenzten Teil für die Sparquote beiseite legen.
Der einzige Weg, seine Sparquote dann noch zu erhöhen und seine Sparziele schneller zu erreichen, ist ein höheres Einkommen, das dann direkt in die Sparquote fließt oder zumindest teilweise in die Sparquote fließt.
Dann stimmt der Satz von oben tatsächlich, wenn ich mehr verdiene und meine Ausgaben nicht verändere, bleibt am Ende des Monats automatisch mehr Geld übrig.
Geld übrig heißt in diesem Fall dann Geld, das ich sparen kann.
Vielen gelingt das nicht.
Wenn du es aber schaffst, dann gibt es deinem Sparplan einen ordentlichen Boost.
Und damit sind wir schon beim letzten Finanzirrtum für diese Folge.
Wenn ich einmal eine Steuererklärung gemacht habe, muss ich es ab dann immer machen.
Ich bin ganz ehrlich, das dachte ich auch super lange.
Es ist aber tatsächlich Blödsinn.
Ob ich eine Steuererklärung abgeben muss oder nicht, hängt von den sogenannten Pflichtgründen ab.
In Deutschland sind folgende Menschen verpflichtet, jedes Jahr eine Steuererklärung abzugeben: Ehepartner mit den Steuerklassen 3 und 5 oder Steuerklasse 4 mit Faktor.
Für alle, die vorhin schon aufgepasst haben, nichts Neues.
Zur Abgabe verpflichtet bist du außerdem, wenn du Lohnersatzleistungen wie ALG 1, Eltern oder Krankengeld, von mehr als 410 Euro im Jahr erhältst oder Nebeneinkünfte in derselben Höhe.
Zum Beispiel aus selbstständiger Arbeit oder Mieteinnahmen.
Außerdem musst du eine Steuererklärung machen, wenn du mehrere Arbeitgeber gleichzeitig hast oder Kapitalerträge, auf die noch keine Abgeltungssteuer gezahlt wurde.
Verpflichtet bist du außerdem, wenn du einen Verlustvortrag gemacht hast, nach einem Arbeitgeberwechsel ein S auf deinem Lohnbescheid steht oder du beim Finanzamt eine Lohnsteuerermäßigung beantragt hast.
Trifft bei dir alles nicht zu, es kann tatsächlich trotzdem vorkommen, dass das Finanzamt dich auffordert, eine Steuererklärung abzugeben.
Das kann passieren, wenn das Amt eine Kontrollmitteilung erhält, zum Beispiel bei Erbschaften und Schenkungen oder wenn Sozialleistungen geflossen sind, die sich steuerlich auswirken können.
Du bist dann verpflichtet, dem Aufruf des Finanzamts nachzukommen.
Allerdings gilt das dann auch nicht für immer, sondern eben nur für dieses eine bestimmte Jahr, in dem du aufgefordert wurdest.
Grundsätzlich freiwillig ist die Steuererklärung, wenn du einfach bei einem Arbeitgeber angestellt bist, in der Steuerklasse 1 oder 4, ohne Faktor, und weder Lohn-Esatzleistungen noch relevante Einkünfte zu verzeichnen hast.
Du kannst dann natürlich trotzdem eine Erklärung abgeben, um Dinge von der Steuer abzusetzen.
Und wenn du nicht verpflichtet bist, ist es eben auch gut möglich, dass du Geld zurückbekommst, hatten wir ja vorhin schon erwähnt.
Der entscheidende Punkt ist aber, selbst wenn du einmal abgegeben hast oder auch mehrmals, es bleibt für dich weiterhin freiwillig, eine Steuererklärung abzugeben, solange sich an deinen Umständen nichts ändert.
Wir kommen zum Ende dieser Folge und ich fasse noch einmal die wichtigsten Takeaways zusammen.
Erstens, die Wahl der vermeintlich richtigen Steuerklassenkombination erhöht oder senkt nicht eure gemeinsame Steuerlast.
Zweitens, eine Versicherung ist kein Konsumprodukt.
Du kannst sie nutzen, um existenzielle Schäden abzusichern.
Wenn du solche Versicherungen nie in Anspruch nimmst, ist das dann eine gute Sache.
Drittens, eine Gehaltserhöhung kann nicht dazu führen, dass dein Nettogehalt sinkt.
Andersherum garantiert ein höheres Gehalt nicht, dass du am Ende des Monats mehr übrig hast, das ist viertens, ausschlaggebend ist, ob sich deine Ausgaben verändern.
Und fünftens, zu guter Letzt, nur weil du einmal eine freiwillige Steuererklärung gemacht hast, bist du in Zukunft nicht automatisch dazu verpflichtet.
Ich hoffe, du konntest hier was für dich mitnehmen.
Leite diese Folge doch gerne auch an andere Personen weiter und schreib mir, welche Irrtümer du auch viel zu lange geglaubt hast.
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Danke, dass du dabei warst und bis nächste Woche.
Ciao.
Wir hoffen, euch hat diese Folge von Finanzfluss gefallen.
Wenn ja, dann freuen wir uns über ein Like und wenn ihr diesen Podcast abonniert.
Teilt euer Feedback außerdem gern in den Kommentaren unter dieser Folge.
Bestimmt habt ihr in eurem Umfeld auch noch einige Menschen, die sich für das Thema finanzielle Bildung interessieren oder interessieren sollten.
Dann empfehle ich den Podcast sehr gern weiter.
Das hilft uns, noch mehr Menschen zu erreichen und hier weiterhin spannende Themen für euch zu besprechen.
