# Market Volatility: Tech, Crypto, and Precious Metals

**Podcast:** Handelsblatt Today - Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage
**Published:** 2026-02-05

## Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Handelsblatt Today.
Wir sprechen börsentäglich über wichtige Nachrichten und ihre Bedeutung für die Finanzwelt.
Schön, dass Sie wieder dabei sind.
Falls Sie in Gold oder Silber investiert sind, dann haben Sie seit dem vergangenen Donnerstag eine wilde Fahrt hinter sich.
Seit Monaten ging es steil bergauf, dann kam der große Absturz und seitdem geht es rasant rauf und runter.
Bis zum heutigen Tag.
Die Kursausschläge sind enorm und erinnern inzwischen so manchen an das wilde Treiben auf dem Kryptomarkt.
Aber was sind die Gründe für diese massive Volatilität bei einer Anlageklasse, die jahrelang eher als stabil und weitgehend unspektakulär galt.
Darüber sprechen wir heute mit Tobias Kascha, dem Geschäftsführer von Filoro Edelmetalle Deutschland.
Apropos Kryptomarkt, da geht es gerade auch drunter und drüber.
Aber dazu gleich mehr im Marktbericht.
Deutlich nach unten ging es zuletzt auch für einige US-Technologieaktien.
Diese Entwicklung schauen wir uns heute auch noch an, zusammen mit dem Wall Street-Reporter Markus Koch.
Wir haben Donnerstag, den 5.
Februar und ich bin Anis Mitsijevic.
Und wir starten wie immer erstmal mit unserem Marktupdate.
Heute mit meiner Kollegin Katharina Schneider.
Hallo Katharina.
Hallo Anis.
Lass uns heute mit einem Blick auf den Kryptomarkt starten.
Der crasht gerade massiv.
Was ist bei Bitcoin und Co.
gerade los.
Ja, der Bitcoin ist gerade unter die wichtige Schwelle von 70.000 Dollar gefallen.
Das ist ein Kursverlust von 45 Prozent im Vergleich zum Rekordhoch im Oktober vergangenen Jahres.
Insgesamt ist die älteste und wichtigste Kryptowährung damit auf den niedrigsten Wert seit November 2024 zurückgefallen.
Auslöser für den jüngsten Kursrutsch waren wohl die Aussagen des US-Finanzminister Scott Bessant.
Er hatte bei einer Befragung im Repräsentantenhaus gesagt, dass der von ihm geleitete Financial Stability Oversight Council keine Bitcoin kaufen werde.
Damit fällt ein entscheidender Kurstreiber für den Bitcoin weg.
Denn viele Anleger hatten darauf gehofft, dass die USA unter Trump tatsächlich Bitcoin kaufen würden.
Denn im Wahlkampf hatte Trump angekündigt, eine nationale Kryptoreserve schaffen zu wollen.
Diese gibt es zwar auch seit vergangenen März, aber bisher wurden keine Kryptowährungen gekauft, sondern lediglich beschlagnahmte Coins in diese Reserve überführt.
Noch dazu ist gerade Kevin Walsh zum nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank FED nominiert worden.
Er wird voraussichtlich für eine straffere Geldpolitik mit höheren Zinsen stehen.
Und auch das wäre nachteilig für die Kryptowährung.
Wie es nun mit dem Bitcoin weitergeht, ist unklar.
Manche Analysten fürchten eine Vertrauenskrise.
Andere verweisen darauf, dass die Kryptowährung schon mehrfach massiv eingebrochen ist und sich immer wieder erholt hat.
Ja, wenn wir schon von massiven Einbrüchen sprechen, dann sehen wir natürlich heute auch, dass Gold und Silber massiv nachgegeben haben, Silber noch deutlich stärker als Gold.
Also die Schwankungen auf dem Edelmetallmarkt gehen unvermindert weiter.
Aber das vertiefen wir heute noch in unserem Schwerpunkt.
Wir sprechen jetzt erstmal noch kurz über die Geldpolitik, denn die Europäische Zentralbank hat heute getagt.
Hatte das irgendwelche Auswirkungen auf den DAX?
Nicht so richtig.
Der DAX hat vorher schon nachgegeben und bis zum Nachmittag dann insgesamt etwa 1,1 Prozent verloren.
Die EZB hat den Einlagenzins bei 2% belassen.
Das ist auch erwartet worden.
Ein zusätzliches Verkaufssignal kam aber noch vom US-Arbeitsmarkt, der für viel schlechter aus als gedacht.
Und das alles hat insgesamt die Kurse doch unter Druck gesetzt.
Ja, die Wall Street, die sparen wir an dieser Stelle auch noch kurz aus, da wir gleich zu Markus Koch schalten.
Und wir bleiben erstmal noch in Deutschland.
Hier hat die Rheinmetall-Aktie zeitweise um mehr als 8 Prozent nachgegeben.
Was zieht den Kurs nach unten?
Ja, genau, die Rheinmetall-Aktien waren die größten Verlierer im DAX heute.
Und damit haben sie ihre Entwicklung vom Vortag tatsächlich schon fortgesetzt, denn am Mittwoch waren die Papiere bereits mit minus 4,6 Prozent aus dem Handel gegangen.
Ausleser dürfte Analysten zufolge ein enttäuschender vorläufiger Umsatzausblick sein für das laufende Jahr.
Allerdings gaben auch andere Rüstungswerte nach.
Nicht so stark, aber immerhin um 2% verlor auch Hensold.
Hintergrund dürfte sein, dass es Hoffnung gibt auf eine Lösung des Konflikts zwischen dem Iran und den USA.
Am Freitag soll es Gespräche zwischen den Ländern geben.
Diese Nachricht wirkte sich übrigens auch auf die Ölpreise aus, denn ein militärischer Konflikt zwischen dem Iran und den USA könnte die Öllieferungen aus dem Nahen Osten beeinträchtigen.
Das wiederum würde die Preise steigen lassen.
Und in der Hoffnung, dass eben das nicht passiert ist, nicht zu einer Eskalation kommt, gab der Ölpreis heute nach.
Ein Barrel der Nordseesorte Brand kostete zuletzt etwa 69 Dollar.
Das war ein Minus von 2%.
Ja, über Rheinmetall haben wir jetzt gesprochen.
Gab es denn noch weitere Einzelwerte, die dir heute aufgefallen sind?
Ja, zum einen waren da ein paar Autowerte.
Die Aktien von Volvo Car haben nach schwachen Quartalszahlen satte 26 Prozent nachgegeben.
Das zog auch andere Branchengrößen nach unten.
Die Aktien von Volkswagen notierten rund 4% im Minus.
Bei BMW und Mercedes waren es rund 3,5 Prozent und die Porsche-Aktien gaben etwa 2,5 Prozent nach.
Zudem sind im Bankensektor die Papiere des spanischen Kreditinstituts BBVA aufgefallen.
Sie gaben mehr als 7% nach.
Grund dafür waren höhere Rückstellungen, als Anleger erwartet hatten.
Bei BNP Paribar dagegen griffen die Anleger zu.
Die französische Großbank erzielte einen überraschend hohen Gewinn und die Aktien nickten der Spitze knapp 5% zu.
Ja, also deutliche Kursausschläge über alle Anlageklassen hinweg heute.
Katharina, vielen Dank für das Marktupdate.
Sehr gerne.
Und an dieser Stelle wie immer auch der wichtige Hinweis an Sie.
Alle Inhalte dieses Podcasts sind keine Anlageempfehlung, sondern dienen lediglich Ihrer Information.
Wir übernehmen für mögliche Verluste keine Haftung und werden auch an möglichen Gewinnen nicht beteiligt.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
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Und jetzt wollen wir über den jüngsten Kursrutsch bei US-Technologie-Aktien sprechen.
Dazu schalten wir zu Wall Street-Reporter Markus Koch.
Hallo Markus.
Ich grüße dich.
Markus, was ist da gerade im US-Tech-Sektor los?
AMD gestern mehr als 17 Prozent im Minus.
Palantir mehr als 11 Prozent.
Micron knapp 9 Prozent im Minus.
Nvidia und Tesla beide mehr als 3 Prozent.
Dieser Ausverkauf im Technologiesektor hat in diesem Monat bereits fast 850 Milliarden Dollar an Marktwert vernichtet.
Was treibt diesen jüngsten Kursrutsch bei Tech-Aktien?
Und ich glaube, wir hatten eine Kombination aus extrem viel Euphorie.
Die Optimismusindikatoren an der Wall Street waren in den letzten Wochen bis zum Anschlag bullish und gleichzeitig auch sehr bullische Positionierungen der Investoren.
Und diese Kombination von übermäßigem Optimismus, teils sehr überhöhten Bewertungen, das kann natürlich sehr schnell zu einem Pulverfass werden.
Und wir sehen ja letztendlich gesehen, dass bei den KI-Werten auch Aktien unter Druck geraten, deren Unternehmen solide Zahlen ausgewiesen haben.
Bei AMD wurden die Schätzungen auch geschlagen, die Aussichten sogar angehoben, trotzdem 17 Prozent runter.
Angeblich, weil die Aussichten hätten noch viel stärker angehoben werden müssen.
Du siehst also eine massive Rotation raus aus den ganzen Tech-Momentum-Aktien.
Selbst die Werte, die extrem gute Ertragszahlen ausweisen, Memory-Chip-Werte, Micron zum Beispiel, und rein in Qualitätstitel und in zyklische Aktien.
Deshalb schlägt sich der DAO auch im Vergleich zum Nasdaq ausgesprochen gut.
Ja, das war auf jeden Fall signifikant und zu beobachten.
Lass uns noch vielleicht ein paar Worte über Alphabet verlieren.
Alphabet-Chef Sunda Picchai hat am Mittwoch ebenfalls die Investoren verschreckt.
Und zwar hatte der Google-Mutter-Konzern angekündigt, die Investitionsausgaben, also CapEx, im Jahr 2026 auf eine Spanne von 175 bis 185 Milliarden Dollar zu erhöhen.
Und das wäre mehr als das Doppelte des Niveaus von 2025 und weit mehr als Konkurrenten wie zum Beispiel Microsoft ausgeben wollen.
And Hintergrund ist natürlich dieser unbarmherzige Wettbewerb, um die Vorherrschaft bei der künstlichen Intelligenz.
Alphabets Aktienkurs, der ist dann im nachbörslichen Handel um bis zu 3% gefallen.
Und das alles wohlgemerkt bei durchaus soliden Wachstumszahlen.
Warum reagieren die Anleger bei Alphabet trotzdem so skeptisch?
Ja, ich weiß nicht, ob der Brift verschreckt bei Google in dem Fall wirklich zutrifft.
Denn du kannst natürlich bei Google tatsächlich das Gegenargument antreten.
Google hat jetzt mittlerweile bei Gemini etwa 750 Millionen Monatlich aktive Nutzer.
Also die Rechnung scheint hier aufzugehen.
Und abgesehen davon ist Google eines der wenigen großen Tech-Unternehmen, das in der Lage ist, quasi aus der Hosentasche diese immens Finanzierungen zu stemmen.
Ja, der Cashflow is natürlich auch eingebrochen, der verfügbaren Cashflow, aber die operativen Einkommen sind ausgesprochen hoch.
Und du sagst es ja selber.
Wir hatten Umsatzzahlen über den Schätzungen, Gewinne über den Schätzungen.
Und die zwei wichtigen Segmente der Search-Bereich, der ja abkühlen sollte in Anbetracht von KI, der hat sogar an Dynamik gewonnen.
Und der Cloud-Bereich war auch stärker als erwartet.
Also bei Google, und das sieht man auch bei dem Fazit der Analysten insgesamt gute Noten, auch was die Kapazitätsinvestitionen betrifft, aber eher Gewinn mitnahmen, weil die Aktie eben extrem gut gelaufen ist.
Look, we have über die letzten Monate über nichts anderes berichtet.
Es gibt keinen Unternehmen, das besser positioniert ist.
Google hat Waymo auch noch.
126 Milliarden Bewertungen.
Man ist übrigens auch in SpaceX investiert und die sollen an die Börse gehen.
Also sehr, sehr viel Euphorie.
Die Messlatte für Google hing letztendlich zu hoch.
Ja, absolut.
Und klar, und OpenAI hat natürlich jetzt wesentlich mehr Panik als Google im aktuellen Wettrennen um die KI-Vorherrschaft.
Und gleichzeitig beobachten wir eine andere ziemlich spannende Entwicklung, wie ich finde, und zwar, dass die Kurse von Softwareunternehmen wie Microsoft, Salesforce und Adobe zuletzt stark unter Druck geraten sind.
Und viele Marktbeobachter sehen hier einen Zusammenhang mit der Einführung eines Plugins für den agentenbasierten KI-Assistenten Claude Cowork von Anthropic, der bestimmte Aufgaben automatisieren könnte, für die man bisher spezielle Software gebraucht hat.
Ist aber hier die Nervosität bei den Anlegern aus deiner Sicht übertrieben, oder gefährden solche Fortschritte bei KI tatsächlich sogar die Geschäftsmodelle von solchen Tech-Riesen wie Microsoft?
Also langfristig betrachtet sicherlich, but we are just in einer Phase an der Börse, in der Emotionen anfangen zu übernehmen.
We have just im Software-Sektor ein so stark überverkauften Umfeld wie zuletzt seit den End 1990er Jahren nicht mehr.
Und es ist ja nun nicht so, dass die Lichtschalter über Nacht ausgeschaltet werden.
Aber du hast zwei Themen, die die KI-Aktien and the Software-Aktien untergraben.
Zuerst sagt Nvidia, we have 100 Milliarden Finanzierung anders.
Und dann wieder zurückgerudert, hm, sind wir nicht mehr.
Und dann wieder, ja, haben wir ja gar nicht so.
Viele Medien berichten, dass letztendlich the Zusammenarbeit OpenAI kritisiert die neuesten Nvidia Chips, Nvidia criticised the mangelverity.
Beide forstands come raus and say, that stimmt, all is all wonderful.
And gleich diese riesige capital by Oracle, 20 million dollar in new actions.
That's one of the KI-Story selber, sondern du hast die Reise, Online-Reisetienste, Expedia, Booking Holdings brechen auf einmal ein.
Du hast Accenture unter Abgabedruck und mit Gardner enttäuschende Aussichten.
Alles alles im Bereich Data Analytics, Data Verarbeitung, Software-Applikationen, Software ein bisschen zu Uber.
The Aktie ist ja auch eingebrochen nach den Zahlen aus der Sorge, dass selbst autonom fahrende Fahrzeuge Uber quasi das Wasser abgraben werden, obwohl Uber selber in diesem Segment plant, in 15 Märkten bis Jahresende stärker Gas zu geben, also im Bereich der selbstfahrenden Autos.
Und das sagt mir, dass insgesamt eben doch Euphorie jetzt sehr stark gewichen ist mit brutalen Kurseinbrüchen.
Salesforce hat jetzt seit Ende 2024 45% Kurseinbruch.
Der Softwaresektor 20% runter in unter einem Monat.
Also, da ist schon sehr viel Emotion mit drin.
Ja, wahnsinniges Tempo auf jeden Fall, mit dem sich gerade die Kurse bewegen.
Und diese Debatten über das Platzen einer möglichen KI-Blase, die kennen wir natürlich zu Genüge.
Aber würdest du sagen, dass die Märkte gerade so im Risk-of-Modus sind?
Weil, wenn wir auf den Kryptomarkt schauen, dann sehen wir, dass der auch gerade massiv leidet.
Ja, wobei der Kryptomarkt erstaunlicherweise ja schon in den letzten zwölf Monaten dem Breitenmarkt sehr weit hinterherhängt.
Die Bitcoin-Story im letzten Jahr war Schlusslicht an der Wall Street und in diesem Jahr schon wieder.
Und es ist natürlich auch nicht gerade erfreulich, dass der Gesetzentwurf für Krypto schon wieder verzögert ist und Coinbase hat den Stecker gezogen.
Aber im Großen und Ganzen, um auf deine Frage einzugehen, ja, wir sind jetzt in einem Risk-of-Modus.
Unter anderem daher auch die Rotation im Qualitätstitel.
Wir sehen jetzt gleichzeitig, dass der Arbeitsmarkt auch anfängt, abzukühlen.
Das untergräbt die Stimmung natürlich auch.
Und jetzt möchte ich mal die Bank of America zitieren.
Das finde ich nämlich sehr spannend.
Eine globale Weltordnung, eine neue globale Weltordnung bedeutet, ein neuer globaler Bullenmarkt.
Und ich glaube, da muss Donald Trump und auch die Wall Street sehr stark aufpassen, dass die Kapitalströme hier nicht wegdrehen.
Wir haben einen schwachen Dollar.
Das hat es letztes Jahr schon den Investoren, die internationalen Investoren schwer gemacht.
Gleichzeitig ist jetzt der eine Sektor, in den nun wirklich alle ausländischen Investoren investiert haben, die Tech-Werte unter Beschuss.
Also warum das Geld nicht in anderen Märkten investieren, in den Emerging Markets, die von einem schwachen Dollar profitieren oder in Japan, die jetzt letztendlich auf Inflation überspringen.
Das kann auf Inflation in China bedeuten.
Also der Weggang von Deflation.
Wir haben mehr Wachstum in Europa, mehr Chancen hier.
Also Donald Trump muss hier sehr aufpassen, dass der Dollar nicht zu stark untergraben wird und die Wall Street letztendlich gesehen abgekoppelt wird.
Wie fällt denn dein Zwischenfazit aus, wenn wir uns mal die Bilanzsaison in den USA anschauen?
Ich würde sagen, eher schlecht als recht bisher.
Wir sehen bei vielen Unternehmen, dass entweder jetzt doch die Zölle dazu führen, dass Margendruck aufkommt.
Wir sehen, dass auch im Tech-Sektor die Story, die AI-Story vereinzelt an Dynamik verliert.
Der Markt ist sehr zerrissen geworden.
Also nimm mal das Beispiel Memory.
Natürlich ist das super, wenn die Preise im Memory-Bereich um 75 Prozent steigen.
Das ist super für Samsung und für Micron.
Aber es ist sehr schlecht für Qualcomm, die das Zeug verarbeiten müssen und auch Memory brauchen.
Das ist schlecht für Dell, das ist schlecht für Hewlett Packard Enterprise, die jetzt anscheinend laut Medienberichten verstärkt versuchen, in China Memory einzukaufen.
Also man muss sehr genau hinschauen, wer sind die Sieger und wer sind die Verlierer unterm Strich.
Und ich glaube, das darf man im Umfeld einer solchen Korrektur nicht vergessen.
Wir werden in diesem Jahr immer noch ein Ertragswachstum im SP 500 haben von voraussichtlich 12 Prozent.
Das ist viel.
Und der schwache Dollar wird das Ertragswachstum noch weiter anfachen für viele Unternehmen hier an der Wall Street.
Ich mache mir eher Sorgen darüber, ob die Inflationsseite tatsächlich so ruhig bleibt.
Ich weiß, viele können es nicht mehr hören.
Aber bedeutet mehr Wachstum in der Wirtschaft, auch mehr Inflation.
Und ich glaube, das wird viele nervös machen.
Am Rande bemerkt, das will ich noch einwerfen.
Wir haben ja bald einen neuen Notenbankchef ab Mitte Mai.
Und historisch betrachtet, die ersten sechs Monate nach Berufung eines neuen Notenbankchefs bedeutet meistens Gegenwind für die Wall Street.
Wir haben in diesem Fall auch viel Unsicherheit.
Selbst wenn WASH die Zinsen senkt, wenn er denn bestätigt wird im Amt.
Wie wird es mit der Bilanz der Notenbank weitergehen?
Die wird er ja anscheinend schrumpfen.
Viele Fragezeichen hier.
Dann sind wir auch noch in den Midterm-Election-Jahren.
Wir haben die Midterm Election im November.
Das sind normalerweise sehr volatile Jahre.
Also, ich glaube nicht, dass dieses Jahr an der Wall Street ein einfaches wird.
Ja, wir sind gespannt.
Markus, vielen Dank für das Gespräch.
Bis dann, immer eine große Freude, mein Lieber.
Absolut.
Und wenn Sie mehr von Markus hören wollen, dann klicken Sie doch mal in sein Podcast Wall Street mit Markus Koch rein.
Featured bei Handelsblatt immer börsentäglich zur Opening Bell.
Und jetzt wollen wir uns die Turbulenzen am Markt für Edelmetalle genauer anschauen.
Bis Ende vergangener Woche konnten wir eine furiose Gold- und Silber-Rally beobachten, doch am vergangenen Donnerstag fingen die Preise an, wild zu schwanken.
Der Goldpreis fiel bis zum Montagmorgen gegenüber dem Rekordstand von 5.595 Dollar pro Feinunze, zeitweise um mehr als 20 Prozent auf etwa 4.400 Dollar.
Aktuell notiert der Goldpreis bei etwa 4.900 Dollar.
Noch drastischer fiel die Korrektur bei Silber aus.
Innerhalb von zwei Handelstagen brach der Preis von 121,6 Dollar pro Unze auf ein Tief von 71,3 Dollar ein.
Das entspricht einem Absturz von gut 40 Prozent.
Aktuell notiert Silber bei rund 80 Dollar.
Über die Gründe für diese historische Kursachterbahnfahrt spreche ich jetzt mit Tobias Kascha, dem Geschäftsführer von Filoro Edelmetalle Deutschland.
Hallo Herr Kascha.
Guten Morgen.
Herr Kascha, helfen Sie uns zu verstehen, warum die Kursverläufe von Gold und Silber seit dem vergangenen Donnerstag so aussehen, als hätte sich der Markt für Edelmetalle in einen Kryptomarkt verwandelt.
Ja, den Eindruck, den könnte man bekommen.
Wichtig, glaube ich, ist zu beachten und den Zeithorizont sich anzuschauen.
Also kurzfristig sieht es sehr, sehr volatil aus, wenn man sich das größte Bild anschaut.
Langfristig dürfen wir nicht vergessen, wo wir noch vor ein, zwei Jahren standen, sowohl bei Gold als auch bei Silber.
Wenn wir uns nur die letzten zwölf Monate anschauen, im Gold waren es plus 70 Prozent.
Im Silber ist es eben noch viel stärker gelaufen.
Und was jetzt passiert ist, ist einfach eine Korrektur.
Salopp gesprochen wurde etwas Luft abgelassen und der Markt, der kommt aus einem deutlich überhitzten Bereich.
Wer schon länger in diesem Bereich Edelmetalle Gold und Silber unterwegs ist, den überraschen solche Kurskorrekturen nicht.
Nur in der Schärfe, in der diese jetzt stattgefunden haben.
Das war wahrscheinlich das Überraschen.
Also es war der stärkste Abverkauf seit 1980 gewesen.
Und das hat sowohl Gold als auch Silber betroffen.
Und wie gesagt, der Markt, der war vorher klar überhitzt und viele Spekulanten standen dort schon, so würde ich es mal sagen, mit einem Fuß am Ausgang und haben im Prinzip den Ausstieg gesucht.
Und man hat auch den Gesamtmarkt als Verstärker noch gehabt.
Also es war Nervosität da und auch das ganze Makro-Umfeld hat da natürlich eben auch noch zu beigetragen.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
Wie sieht die Zukunft der Stahlindustrie aus?
Finden Sie Antworten.
Am 18.
und 19.
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Sie haben gerade die Worte überhitzt und Spekulanten benutzt.
Experten zufolge hatte sich ja die Edelmetall-Rally in den vergangenen Wochen von fundamentalen Markttrends entkoppelt, vor allem getrieben durch eine Schaf von Privatanlegern, die mit gehebelten Wetten die Preise für Gold, Silber und Co.
auf immer neue Höhen getrieben haben.
Können Sie diesen Eindruck bestätigen?
Also waren es vor allem Privatanlegerinnen und Anleger, die sich mit Futures übernommen haben und eine Liquidierungskaskade ausgelöst haben.
Ja, also vollständig transparent ist es nicht.
Es kam, glaube ich, mehrere Faktoren zusammen.
Also wenn wir uns mal den Silbermarkt anschauen, der ja deutlich volatiler noch war, hängt es auch einfach damit zusammen, dass der Markt an sich kleiner ist.
Also er ist nicht so groß wie der Goldmarkt.
Und aus meiner Sicht gab es so drei bis vier Gründe, die dazu beigetragen haben.
Das eine war eine massive Überhitzung im Silbermarkt.
Also wir hatten ja Preissteigerungen im Januar alleine von fast 70 Prozent.
Also eine extrem überkaufte technische Lage.
Und dort waren Gewinnmitnahmen irgendwann dann schon zwangsläufig gewesen.
Dann hat es ja letzte Woche die Nachricht gegeben über einen möglichen neuen Chairman der FED in Amerika.
Da hat es viele, glaube ich, eher überrascht, weil man sich ja für jemanden mit Kevin Walsh entschieden hat, der eher restriktiv unterwegs ist, was die Geldpolitik betrifft.
Dann kamen noch Marginerhöhungen im Silbermarkt mit dazu, also dass Spekulanten höhere Sicherheitsleistungen an Terminbörsen hinterlegen müssen.
Und ja, gehebelte Trader eben ihre Positionen schließen mussten.
Dadurch hat sich der Verkaufsdruck noch verstärkt.
Und dann hat man ja in der Folge auch technische algorithmische Verkäufe gesehen.
Also sprich, dass Stop-Loss-Marken gerissen wurden und ja, automatisierte Verkäufe die Abwärtsbewegung noch beschleunigt haben.
Und diese Volatilität hält ja bis heute an.
Also auch heute Morgen hat Silber dort deutlich reagiert.
Und das zeigt einfach, dass der Markt noch um den richtigen Preis ringt.
Genau.
Vielleicht noch ein Blick auf die Kennzahl der 30-Tage-Volatilität von Gold.
Die lag zuletzt laut dem Finanzdatendienst Bloomberg über 44 Punkten.
Das ist der höchste Wert seit der Finanzkrise von 2008.
Was heißt das jetzt genau?
Also könnte diese enorme Volatilität dazu führen, dass Gold und Silber ihren Status als sichere Anlagen verlieren.
Also Volatilität ist ja eher kurzfristig.
Ich hatte es eingangs gesagt, das langfristige Bild, da ist Gold und Silber im Portfolio schon stabilisierend.
Aber wie gesagt, nach starken Angstiegen, so wie wir sie jetzt gesehen haben, und im Gold läuft es im Prinzip seit, naja, ich würde das immer in Episoden unterteilen, aber die letzte Episode läuft seit 2022.
Was ist da passiert?
Dort ist der Ukraine-Krieg ausgebrochen.
In der Zwischenzeit haben wir unterschiedliche Themen gesehen: den Zinssenkungszyklus, der FED, der eingetreten ist, Donald Trump die zweite Amtszeit, die er angetreten hat und auch unterschiedliche, wie soll ich sagen, Social Media Post, Entscheidungen, politische Überraschungen, haben dort Anleger eben auch ins Gold getrieben.
Und ein großes Thema, was man auch noch beachten muss, ist natürlich die Schuldenlast, die auf den Staaten hängt.
Und wo sich Anleger zunehmend die Frage stellen, ist der Zinsdienst von diesen Staaten noch zu leisten?
Und wenn dort eben Zweifel aufkommen und Anleger Verschiebungen vornehmen, also aus dem Anleihemarkt hin zum Goldmarkt, hat es eben auch diese Aufwärtsdynamik überzeichnet.
Und was jetzt kurzfristig passiert ist, war, wie gesagt, eine Bereinigung des Marktes, die eigentlich stattgefunden hat.
Und von daher kurzfristig, volatil, mittel bis langfristig immer noch das stabile Fundament im Portfolio.
So sehen wir es und so sehen wir es auch bei unseren Kunden tatsächlich, die jetzt auch Rücksetzer zum Nachkaufen nutzen.
Aber wie gesagt, Volatilität verunsichert natürlich auch.
Und dadurch könnte man schon den Eindruck bekommen, es gibt keine sicheren Häfen mehr.
Ja, genau, also klar, die Fundamentale Lage ist ja eines.
Aber natürlich ist der Eindruck, die Außenwirkung was komplett anderes.
Ich möchte gerne an der Stelle Joachim Schallmeier zitieren, den Leiter Kapitalmärkte bei der DEK.
Der hat gesagt, dass sich Gold als Anlageklasse in den vergangenen Tagen stark verändert habe.
Und er hat wörtlich gesagt, viele Anleger sehen Gold inzwischen als reinen Momentum-Trade, ähnlich wie bei Aktien so.
Und wir kennen das ja natürlich.
Also Gold bewegt sich dann über Monate, über Wochen, über Jahre in so einem einstelligen Prozentbereich rauf und runter.
Und auf einmal haben wir diese wilden Ausschläge.
Haben Sie denn nicht die Befürchtung, dass das noch weitere Trader anlockt, die sozusagen eine self-fulfilling Prophecy auslösen und diese Volatilität auch auf lange Sicht erhalten bleibt.
Also ausschließend kann man es natürlich nicht.
Und wir hatten über die Aufwärtsbewegung gesprochen.
Also die 75 Prozent im letzten Jahr, die bis heute waren schon außergewöhnlich.
Und nach solch starken Anstiegen muss eine Korrektur kommen, die ist eher gesund für den Markt.
Es kann natürlich sein, dass Gold auch noch weiter korrigiert.
Wir hatten jetzt oder kämpfen gerade mit der 5000-Dollar-Marke, wenn es auf 4.600 Dollar runtergeht oder 3.900, wäre es eher gesund für einen langfristigen Anstieg.
Von daher müssen sich Anleger schon auch auf weitere Volatilität einstellen.
Aber wie gesagt, ich würde das langfristige Bild nicht aus den Augen verlieren.
Weil die fundamentalen Gründe, hatten wir gerade drüber gesprochen, die haben sich ja nicht geändert.
Also Sie würden sagen, dass der Debasement-Trade, also die Angst vor einem Kaufkraftverlust des Dollars und damit verbundenen Faktoren immer noch das dominierende Narrativ am Edelmetallmarkt ist.
Ja, es sind halt verschiedene Faktoren, aber das ist sicherlich der primäre Faktor auch.
Hinzu kommen natürlich Inflationsong, geopolitische Unsicherheiten, ja auch Diversifikation im Portfolio, weil diese Rolle im Gold ja eben auch wahr.
Aber die Kombination aus unterschiedlichen Faktoren ist natürlich ein Argument für Gold im Moment noch.
Sie hatten vorhin über den richtigen Einstiegszeitpunkt gesprochen, beziehungsweise das Thema zumindest kurz angeschnitten.
Auf dem Wochenchart sehen wir aktuell, dass Gold trotz des Einbruchs nach dem Rekordhoch immer noch im überkauften Bereich ist.
Der RSI ist aktuell bei über 75 und über 70 gilt ein Asset aus charttechnischer Sicht als überkauft.
Sollten Anleger also lieber noch abwarten, bevor sie den DIP kaufen und einsteigen?
Na gut, den Markt zu timen ist sehr, sehr schwierig.
Es kann Zurücksätze noch kommen, das will ich nicht ausschließen.
Es macht aus meiner Sicht Sinn, Positionen schrittweise aufzubauen.
Also wer jetzt einen guten Einstiegszeitpunkt für sich definiert hat, es muss halt klar sein, wo er halt in den Markt rein will oder wo jemand in den Markt rein möchte und eine erste Position dort aufbaut und dann sich schrittweise halt nähert.
Wenn es halt zu weiteren Kurskorrekturen kommt, bietet es natürlich die Möglichkeit, den Einstiegskurs zu senken und dort schrittweise vorzugehen, hat sich in der Vergangenheit auch bewährt.
Also es würde nicht ins Bodenlose fallen, aber wie gesagt, kurzfristig ist halt mit höherer Volatität eben auch dort zu rechnen.
Ja, dann lassen Sie uns zum Schluss nochmal über Silber sprechen, das zuletzt noch deutlich volatiler war als Gold.
Wie könnte sich denn da der Preis in den kommenden Wochen nun Monaten entwickeln?
Wird jetzt einfach mehr Silber gefördert, weil es sich mehr lohnt, was den Preis dann zusätzlich drücken könnte.
Wie elastisch ist das Angebot?
Das Angebot ist relativ unelastisch, weil Silber ja, was die Förderung betrifft, als Beiprodukt anfällt.
Also wo Kupfer, wo Zink gefördert wird, ist Silber eben mit dabei und eine höhere Nachfrage führt ja nicht automatisch zum höheren Angebot.
Und seit fünf Jahren ist der Markt eigentlich im Defizit.
Und was sich jetzt immer mehr herauskristallisiert, ist ja, dass die industrielle Nachfrage alles, was Photovoltaik betrifft, Elektromobilität sukzessive ansteigen wird und durch die Förderung eben nicht gedeckt werden kann.
Also von daher langfristig gesehen, ist eben auch dort mit einem Nachfrageüberhang zu rechnen und sprunghaft wird die Förderung nicht ansteigen können.
Und von daher, mittel- bis langfristig ist da eben auch von Co-Steigerungen eben auszugehen, weil die Nachfrage, die wird nicht abebben.
Die Industrie arbeitet an Substituten.
Man probiert insbesondere auch bei der Photovoltaik mit Kupferpasten zu arbeiten, aber die Eigenschaften, die Silber mitbringt als Metall und als Element sind nicht einfach zu substituieren.
Und von daher wird die Nachfrage da jetzt auch nicht sprunghaft stoppen, sondern eher man muss eben schauen, dass die Industrie dort Alternativen findet.
Aber das geht nicht von jetzt auf gleich, sondern man muss eben dort sehen, wie es eben weitergeht.
Herr Kascha, vielen Dank für das Gespräch.
Vielen Dank.
Und das war's von uns für heute.
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Unser Redaktionsschluss war heute etwas später um 16.30 Uhr.
Vielen Dank an Christian Heinemann für die Produktion der heutigen Folge und Ihnen vielen Dank fürs Zuhören.
Ich wünsche Ihnen jetzt noch einen entspannten Feierabend oder, wenn Sie uns morgens hören, einen guten Start in den Tag.
Disruptive Zeiten verlangen klare Entscheidungen.
Auch 2026 stehen Unternehmen massiv unter Druck.
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