# HSBC Asia Strategy and Grupa Kujawa Market Dominance

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-02-04

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Mittwoch, der 4.
Februar.
Ich bin Christoph Damm und ihr hört ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital, dem Broker mit einem der besten YouTube-Accounts in Deutschland.
Link dazu ist in der Beschreibung.
Heute gibt es die Antwort darauf, was die britische Bank HSBC gerade so erfolgreich macht.
Und wir schauen auf die Chance mit der größten Jobplattform in Polen.
Erstmal aber die News des Tages, da war einiges los.
Nach US-Börsenschluss hat AMD Zahlen gebracht.
Im letzten Quartal ist der Umsatz um fast 35% gestiegen auf 10 Milliarden Dollar.
Das war besser als erwartet, und auch beim Gewinn hat AMD besser abgeschnitten als gedacht, aber beim Ausblick lag die Latte sehr hoch.
Das hat AMD nicht gehalten.
Die Aktie fällt um 5% nachbörslich.
Übrigens hat gestern Walmart als erster klassischer Einzelhändler einen Börsenwert von 1000 Milliarden Dollar erreicht.
Bisher haben das fast nur Tech Konzerne geschafft.
Zahlen gab es auch von PayPal und die waren enttäuschend.
Der Umsatz ist zwar im letzten Quartal um knapp 5% gestiegen auf 8,5 Milliarden Dollar, aber Analysten hatten mehr erwartet.
Auch der Gewinn ist schwächer ausgefallen als gedacht, auch die Zahl der Transaktionen ist auf Sicht von einem Jahr um 4% zurückgegangen.
Dazu kommt noch ein schlechter Ausblick.
Die schwachen Zahlen haben auch Konsequenzen.
CEO Alex Chris muss ein Posten räumen.
Dafür kommt ab 1.
März Enrique Laws von HP als Nachfolger.
Das hat gestern aber nicht gereicht, um den Markt zu beruhigen.
Genauso wenig ein 6 Milliarden Dollar Aktienrückkaufprogramm.
Die PayPal-Aktie ist um die 20% gefallen.
Ebenfalls schlecht angekommen sind die Zahlen von Pfizer.
Der US-Pharmakonzern hat im letzten Quartal 18 Milliarden Dollar Umsatz gemacht und damit 1% weniger als im Jahr davor.
Das war aber sogar besser als erwartet.
Grund für den Rückgang war die sinkende Nachfrage nach Covid-Mitteln.
Den Ausblick auf 2026 hat Pfizer schon im Dezember bekannt gegeben, der war sehr vorsichtig und deshalb nicht gut angekommen.
Der Ausblick wurde nochmal bestätigt, die Aktie ist um die 5% gefallen.
Auch eine andere US-Pharma-Firma hat Zahlen gebracht, nämlich Merck.
Hier saß besser aus.
Im letzten Quartal ist der Umsatz um 5% gestiegen, auf 16 Milliarden Dollar und damit stärker als erwartet.
Besonders beeindruckend mal wieder die Zahlen vom Krebsmedikament Keith Truder für das Jahr 2025.
Allein das Mittel hat im letzten Jahr 32 Milliarden Dollar Umsatz gemacht und damit 7% mehr als im Jahr davor.
Die Aktie war leicht im Plus.
Abseits von Zahlen hat KI-Firma Enthropic viele Aktien auf Talfahrt geschickt gestern.
Konkret ging es um Aktien von Informationsdienstleistern wie zum Beispiel Walters Clover, Thomson Reuters oder RELX.
Anthropic hat nämlich ein Produktivitätstool für interne Rechtsabteilungen vorgestellt.
Damit können Firmen zum Beispiel juristische Recherche oder Vertragsanalyse durchführen.
Das sind genau die Bereiche, in denen RELX und Wolters Clouver bislang mit teuren Speziallösungen Geld verdienen.
Hier könnte im schlimmsten Fall also eine Ablösung durch KI drohen, zumindest aber ein gewisser Preisdruck.
Wolters Clover ist um die 10% gefallen, auf den tiefsten Stand seit Frühjahr 2021.
RELX um 15%, Thomson Reuters um 20%.
Schlechte Nachrichten gab es auch von Novonordisk.
Der Konzern hat seine Prognose für 2026 gesenkt und erwartet jetzt einen Umsatzrückgang zwischen 5 und 13 Prozent.
Gründe dafür, sinkende Preise in den USA und der Wegfall von Patentschutz für Semaglutide in bestimmten Märkten.
Den letzten Umsatzrückgang in einem Jahr gab es für Novo Nordisk im Jahr 2017.
Die Aktie ist nach der Meldung um die 15% gefallen.
Auch US-Konkurrent Ilai Lilly ist nach der Meldung leicht im Minus gewesen.
Es gab aber auch gute Zahlen in Europa und zwar vom größten Vermögensverwalter in Europa, a.k.a.
Amundi.
Der hat die Erwartung übertroffen und den Umsatz 2025 um 5% gesteigert auf 3,5 Milliarden Euro.
Dazu ist das verwaltete Vermögen auf einen Rekordwert gestiegen, und zwar auf 2400 Milliarden Euro.
Grund sind Umschichtungen aus dem Dollarraum in andere Währungen.
Dazu hat Amundi noch einen Aktienrückkauf über 500 Millionen Euro angekündigt.
Die Aktie war um die 5% im Plus.
Dann schauen wir nach Deutschland.
Siemens Energy investiert eine Milliarde Dollar in den USA, konkret in den Ausbau der Produktion für Stromnetz und Gasturbinen-Teile.
Dadurch will der Konzern vom steigenden Strombedarf von Rechenzentren profitieren.
Schon 2025 waren die USA der größte Markt für den Auftragseingang der Firma.
20 Prozent vom Umsatz macht der Konzern ebenfalls da.
Die Aktie von Siemens Energy hat wegen der Nachricht um die 5% gewonnen.
Zalando war dagegen mit einem Minus von um die 10% größter Verlierer im DAX.
Damit ist die Aktie auf den niedrigsten Stand seit Ende November gefallen.
Grund war eine negative Studie von Morgan Stanley.
Die Experten gehen davon aus, dass Talando starke Konkurrenz durch das E-Commerce-Angebot von TikTok bekommt.
Die Expansion in den USA soll besser laufen als der Markteintritt in Großbritannien im Jahr 2021.
Deshalb könnte der TikTok-Shop schneller nach Europa expandieren.
Aktien von Banken laufen ja seit vielen Monaten äußerst gut.
Meistens schaut man aber ja entweder auf die deutschen oder die US-Banken.
Dabei kann man schnell mal die britische HSB-C vergessen.
Uns passiert das nicht.
Besser gesagt, Pascal passiert das nicht.
400 Milliarden Dollar.
Diesen Börsenwert soll die britische HSBC laut ihres Investmentbanking-Chefs bald wert sein.
Das sind knapp 100 Milliarden mehr als aktuell und würde die krasse Rallye der letzten Jahre fortsetzen.
Denn seitdem George L.
Hadry im September 2024 HSBC-CEO wurde, hat sich die Aktie fast verdoppelt.
Sowieso ist die HSBC mit Abstand die wertvollste Bank Europas vor der spanischen Santander, der schweizerischen UBS und der französischen BMB Paribar.
Was machen die Briten richtig?
Wie nach dem meisten CEO-Wechseln bei einer Bank gibt es bei der HSB-C eine Umstrukturierung.
Jährlich sollen 1,5 Milliarden Dollar an Kosten gespart werden.
Deshalb stößt die Bank Businesses wie zum Beispiel das Verwahrstellengeschäft in Deutschland oder das Retail Banking auf Malta ab.
Am Ende bleiben nur vier Geschäftsbereiche.
Corporate und Institutional Banking, das UK-Geschäft, Wealth Management und das Hongkong-Geschäft.
Bei den letzten beiden Businesses lässt sich erkennen, wohin die Reise für die HSBC geht.
Anders als die Konkurrenz wächst die HSBC vor allem in Asien.
Und das soll auch in Zukunft so sein, denn laut der Bank wird in Asien das Privatvermögen durchschnittlich 10% pro Jahr wachsen.
So schnell wie nirgendwo anders auf der Welt.
Dass das so ist, sieht die Bank in ihrem Wealth Management.
Denn von den über 1.700 Milliarden Dollar investierten Assets kommt mehr als die Hälfte aus Asien.
Allein im dritten Quartal kamen 29 Milliarden Dollar dazu, 15 Milliarden davon aus Asien.
Das ist aus zwei Gründen positiv für die Bank.
Zum einen wachsen die Gebühren in den letzten Quartalen immer zweistellig und steuern schon jetzt rund ein Drittel zu den über 140 Milliarden Dollar Umsatz bei.
Der Vorteil, die Gebühren sind weniger volatil als Zinsen.
Zum anderen haben die Briten durch ihr Hongkong-Business einen Burggraben.
Denn laut Bloomberg hat Hongkong 2025 die Schweiz als sogenannter Cross-Border-Market abgelöst.
Vereinfacht runtergebrochen, in der chinesischen Sonderverwaltungszone wird weltweit am meisten Kapital angelegt und von dort verteilt.
Dadurch entstehen sogenannte Trade-Corridors zwischen verschiedenen Ländern, unter anderem beeinflusst vom Lebensstil von Superreichen, wie zum Beispiel den großen Business Ownern in Hongkong.
80 Prozent von denen geben nämlich an, in mehr als an einem Ort auf der Welt zu leben und sind auf eine internationale Bank angewiesen.
Genau das macht das Business der HSB-C aus.
Die deckt nämlich 85% der Trade-Korridors mit Niederlassungen ab.
Kommt also mehr Kapital nach Hongkong, profitiert die HSBC davon.
Doch die Abhängigkeit von Hongkong ist durch die chinesische Regierung ein politisches Risiko.
Deshalb will die Bank in Indien, Indonesien oder Malaysia wachsen.
Bleibt also das bestehende Netzwerk so attraktiv, können auch die Gebühren der Bank weiter wachsen und das Business wird unabhängiger von Zinsen.
Mit einem erwarteten KGV von 11 wird die Bank ähnlich bewertet wie die Konkurrenz.
Hat dafür vielleicht einen stärkeren Burggrahmen in Wachstumsmärkten, aber auch mehr politische Risiken.
HSBC is the most dangerous bank in the world.
Not because it's failing, but because it's thriving.
Ich tatsächlich nicht.
Dabei steckt dahinter eine ganz spannende Story.
Timon erzählt sie euch.
Grupa Prasui ist die Nummer 1 Jobbörse in Polen und bei Markt- und Jobbörsen und andere Online-Marktplätze ist es so, dass der größte Player meist den ganzen Markt beherrscht.
Die meisten Leute suchen natürlich dort nach Jobs, wo die meisten Anzeigen sind und Firmen wollen ihre Jobanzeigen dort listen lassen, wo die meisten Leute nach Jobs suchen.
Unter anderem durch die starke Marktposition konnte Grupa Prassui seinen Umsatz über die letzten fünf Jahre im Schnitt mit 24% steigern.
Deswegen muss die Firma auch kaum Geld für Marketing ausgeben.
Arbeitgeber und Arbeitssuchende kommen nämlich von selbst.
Während US-Konkurrenten wie ZipRecruuter auf die Hälfte vom Umsatz in Werbung stecken müssen, reichen bei Pratsui 10 Prozent.
Und das Unternehmen profitiert auch sonst von einer schlanken Struktur.
Selbst wenn der Umsatz stark steigt, bleiben die restlichen Kosten auf einem ähnlichen Niveau.
Dadurch hat Pratsui eine hohe operative Marge von 40%.
Neben der polnischen Jobbörse macht Grupa Pratsui ca.
ein Viertel vom Umsatz in Deutschland und hat auch Anteile an dem größten und zweitgrößten Player in der Ukraine.
Die Ukraine macht zwar aktuell nicht mal 10% vom 200 Millionen Dollar Gesamtumsatz aus.
Nach Ende des Krieges könnten aber viele Ukrainer schnell wieder auf Jobsuche gehen.
Und auch jetzt wächst das Business dort mit 20%.
Grupa Pratsui ist deswegen gerade dabei, die Anteile zu erhöhen.
Die Ukraine wird also schnell einen größeren Teil vom Umsatz ausmachen.
Aber der Krieg ist natürlich auch ein Risiko und dass die Ukraine trotzdem wichtiger wird, ist wohl auch ein Grund, warum die Aktie aktuell nur mit einem Börsenwert von knapp einer Milliarde Dollar und einem erwarteten KGV von 13 bewertet wird.
Der Schnitt der letzten fünf Jahre ist 17.
Noch ein wichtiger Grund ist, dass das Geschäft stark vom Marktumfeld abhängig ist.
Pratsui macht 70% vom Umsatz in Polen und die sind zwar aktuell eine der am stärksten wachsenden Volkswirtschaften in ganz Europa.
Trotzdem ist bei Pratsui das Umsatzwachstum in Polen in den letzten zwei Jahren von knapp 20% auf 6% eingebrochen.
Wegen höherer Zinsen und einem insgesamt unsicheren Marktumfeld in Europa haben Firmen Polen weniger Stellen ausgeschrieben.
Das Geld, das Grupa Pratsui durch die Jobbörsen erwirtschaftet, fließt neben der 4% Dividendenrendite in den Kauf von Personalmanagement-Software.
Die bringen wiederkehrende Umsätze.
Bisher wurde das meiste Geld für Softwarefirmen ausgegeben, die sich um Bewerbungen kümmern, wie das deutsche Softgarden, das 2022 für fast 150 Millionen Dollar übernommen wurde.
Jetzt fokussiert sich Pratsui stärker auf Software für bestehende Arbeitnehmer.
2025 hat man deswegen die zwei kleinen polnischen Firmen WorkSmile und Kadromier übernommen.
Die kümmern sich um Zusatzleistungen für Mitarbeiter und Arbeitszeiterfassung.
Hier sind die Umsätze dann auch weniger von der Marktphase abhängig und Pratsui hat das Ziel, Europas führende Personalplattform zu werden.
Das ist auch deswegen ein guter Plan, weil LinkedIn sich immer mehr in Polen ausbreitet.
Das bedroht das Kerngeschäft und könnte es schwerer machen, wie vorgenommen, selbst ohne neue Übernahmen bis 2030 im Schnitt mit 11% pro Jahr zu wachsen.
Das Management glaubt aber an die eigenen Ziele, auch privat.
Der Gründer, der auch die Firma leitet, hält immer noch knapp 50% an Grupa Pratsui.
Können Sie uns nicht mehr über Ihre Person verraten?
Also, das geht zu überhaupt nichts an.
Das war ohne Aktien wird schwer.
Produziert von Potstars bei OMR.
Schönen Tag euch.
Tschüss!
