# EU Capital Market Union and Critical Resource Strategy

**Podcast:** im Loop: Der News-Podcast von Finanzfluss
**Published:** 2026-02-03

## Transcript

Hi, hier bist du im Loop.
Bei uns gibt's jeden Tag Wirtschaft, News und Learnings.
Heute ist Dienstag, der dritte Februar.
Ich bin Mary, schön, dass du am Start bist.
Und heute geht es unter anderem hier um.
Kanzler Merz macht Druck auf die Kapitalmarktunion.
Eine EU-Börse, die soll nun endlich kommen, was das für die Wettbewerbsfähigkeit der EU heißt.
Außerdem, SpaceX und XAI, die fusionieren zu einem Weltraum-Tech-Giganten.
Wir sprechen über Elon Musks Versprechen, Rechenzentren zeitnah ins All zu verlagern.
Und die USA wollen eine Reserve für seltene Erden schaffen, um unabhängiger von China importen zu werden.
Genau das gleiche probiert auch die EU.
Aber gelingt uns das auch.
Und wir starten wie immer mit Themen aus Deutschland.
Gestern wurde in dem Kleinörtchen Rams in Rheinland-Pfalz ein großer Technologiecampus vom Unternehmen NIDAX eröffnet.
Auf dem rund 100.000 Quadratmeter großen Gelände wird ein rein privat finanziertes Glasfasernetz unter der Schirmherrschaft von Nidax für ganz Deutschland entwickelt.
Etwa 33.000 Kilometer lang soll das werden und entlang vom deutschen Schienennetz laufen.
Die Idee ist, dass so quasi jede Ecke des Landes und jedes Unternehmen ans Netz kommt.
Zumindest da, wo es Schienen gibt.
Ob es in die ganz abgelegenen Ecken von Deutschland kommt, das ist unklar.
Und das Internet, das soll dann so schnell sein, dass Daten mit bis zu einem Terabyte pro Sekunde durchrauschen.
Wenn es einen Cyberangriff geben sollte, soll sich das System dann vom weltweiten Internet abkoppeln und in eine Art geschütztes Deutschland-Intranet wechseln.
Und weil es doppelte Leitungen und Strukturen gibt, würde selbst ein physischer Angriff das Netz nicht komplett lahmlegen.
Das ganze Projekt hat laut NIDAX eine Investitionssumme von etwa 10 Milliarden Euro.
Nidaks selbst würde dann die Kabel verlegen.
Es sind aber auch andere Unternehmen daran beteiligt, wie zum Beispiel der amerikanische Glasfaserproduzent Corning.
Große Kunden sollen laut NIDAX beispielsweise die Bundeswehr, Google, aber auch die Bundesbank werden.
Wann genau das sogenannte Projekt Netz 33 fertig sein wird, das steht noch nicht fest.
Aber es dürfte einen wichtigen Beitrag zum Schutz der kritischen Infrastruktur hier in Deutschland leisten.
Da geht es nicht nur um Brandanschläge auf das Stromnetz, wie zuletzt in Berlin, sondern zum Beispiel auch um Cyberangriffe.
Und unter denen leidet die deutsche Wirtschaft.
Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom sind 2025 bei deutschen Unternehmen durch einen Angriff in Form von Spionage, Sabotage oder Datendiebstahl, hochgerechnet Schäden von etwa 290 Milliarden Euro entstanden.
Häufig würde dabei die Spur nach Russland oder China.
Auch die öffentliche Infrastruktur bleibt davon nicht verschont.
Unter anderem deswegen hat die Bundesregierung zuletzt auch das sogenannte Kritis-Dachgesetz verabschiedet.
Durch strengere Vorgaben für Unternehmen soll die kritische Infrastruktur hierzulande besser geschützt werden.
Ein quasi eigenes Glasfasernetz für die deutsche Wirtschaft und Infrastruktur könnte da in Zukunft von entscheidender Bedeutung sein.
Und wir machen weiter mit Themen aus Europa.
Ein gemeinsamer Kapitalmarkt der Europäischen Union.
Eine Vision, die laut Bundeskanzler Friedrich Merz möglichst bald in die Realität umgesetzt werden könnte.
Darauf drängte er gestern beim Neujahrsempfang der deutschen Börse.
Denn die Umsetzung von einer gemeinsamen EU-Börse, die stockt.
Seit Jahren versucht die EU, eine solche Kapitalmarktunion zu gründen, bei der dann nicht mehr jedes Land seine eigenen Börsenregeln hat.
Dadurch sollen Investments innerhalb der EU erleichtert werden.
Die Hoffnung, mehr Kapital für Dinge wie Infrastruktur, Digitalisierung oder Klimaschutz.
Und Unternehmen würden so auch einfacher an frisches Geld kommen und unabhängig von ihrem Standort davon profitieren.
Aktuell ist das nämlich noch nicht so.
Viele europäische Unternehmen gehen auch deswegen lieber an eine Börse in den USA, wie zum Beispiel das deutsche Biotechnologieunternehmen Biotech.
Die sind seit 2019 an der US-amerikanischen Börse Nasdaq gelistet.
Aber wie genau soll eine gemeinsame EU-Börse funktionieren und warum stoppt die Umsetzung?
Darüber sprechen wir jetzt mit Christian Röhl, Chief Economist vom Neobroker Scalable Capital.
Christian Röhl, ein europäischer Kapitalmarkt.
Was genau heißt das eigentlich?
Das heißt insbesondere eine regulatorische Vereinheitlichung, denn da haben wir nach wie vor ein Flickenteppich in Europa.
Dass ein Wertpapier in einem Land handelbar ist, heißt noch lange nicht, dass es auch in allen anderen EU-Ländern handelbar ist.
Und manchmal ist sogar die Anbindung ganzer Systeme in einem anderen EU-Land nicht möglich.
Und wenn wir über einen breiteren, tiefere Kapitalmarkt sprechen, dann fängt das genau bei solchen regulatorischen Themen an.
Jetzt stehen wir immer wieder for the problem.
So würde ich es doch mal bezeichnen, dass nun auch deutsche, but even European auch vermerkt an die Wall Street gehen, vermehrt an die Wall Street gehen, and start in European lender on the Börse to get.
Nah, we machen uns da ein bisschen kleiner as we eigentlich sind.
It's immer wieder auch from Bundeskanzler ja das Beispiel bei YonTech angeführt, dass die eben nicht in Deutschland or in Europa on the Börse gegangen sind, sondern in den USA.
But the wonderful ground was eben that it in den USA the investoren gives that these gescholls in the biotechnology version and die, this entsprechend to financire.
Da fehlt uns hier jahrzehntelang etwas an der Kultur.
Und gerade in Biotechnologiebereich muss man ja sagen, also wenn es Herrn Hopp und die Gebrüder Sprünger nicht gegeben hätte in den letzten zwei Jahrzehnten, dann sah es in der Deutschen Biotechnologie ziemlich mau aus.
Auch ansonsten ist es eigentlich kein Phänomen in der Breite, dass europäische Unternehmen an die Wall Street gehen.
Also in den letzten 10 Jahren sind 43 europäische Unternehmen, die heute noch einen Börsenwert von über 100 Millionen Dollar haben, an die Wall Street gegangen.
Das sind halt dann so Namen wie Spotify, wie eine Algenics, BioNTech oder zuletzt dann das Spinoff von Unilever, die Magnum Ice Cream Company, ja.
43.
Dagegen hatten wir aber 633 Börsengänge europäischer Unternehmen in Europa, auch in dieser größten Kategorie von über 100 Millionen.
Also insofern, so schlecht ist die Lage nicht und das ist eine Scheindiskussion.
Wir müssen eher schauen, dass gute Unternehmen.
Auch so Unternehmen wie SAP oder Siemens AG deutet die Version.
SAP, eine SAP hat das Premärlisting nach wie vor in Frankfurt.
Und eine Siemens hat das SAP Premier Listing auch in Frankfurt.
Die haben vielleicht irgendwie dann ein Sekundärlisting.
Manche deutsche Unternehmen haben auch das Sekundärlisting wieder aufgegeben in New York.
Also insofern, das Problem ist doch eher, dass wir schauen müssen, dass mehr gute Unternehmen hier in Europa den Weg an die Börsen finden.
Und da sind wir auch wieder bei einem regulatorischen Thema.
Und wie ist das genau zu lösen mit so einem europäischen Kapitalmarkt?
Und vor allem, wie realistisch ist das?
Weil ich meine, ja, 27 Länder.
Da eine gemeinsame Linie zu finden, wir sehen das an anderen Stellen, ist gar nicht so einfach im Regelwerk.
Ja, es sind aber durchaus europäische Vereinheitlichungen möglich.
Gerade was die Wertpapiere angeht, was die Pasportierung angeht, von Finanzprodukten und es geht natürlich dann auch um Standards, was ja auch der Bundeskanzler erwähnt hat, beispielsweise im Fusions- und Kontrollrecht, die vereinheitlicht werden müssen.
So ein Beispiel dafür ist auch immer Mobilfunk.
Da das Kartellrecht zielt eigentlich darauf ab, dass wir hier vier Mobilfunkanbieter pro Land haben.
Das macht es natürlich unglaublich kleinteilig.
Und wenn wir da grenzüberschreitende Fusionen hätten, dann wären auch Unternehmen wesentlich stärker.
Dann reden wir natürlich auch über eine Bankenunion, die ein Teil der Kapitalmarktunion sein kann.
Also das sind viele, viele einzelne Maßnahmen und dazu kommt natürlich das kulturelle Thema.
Wir müssen den Gedanken der Kapitalmarktfinanzierung viel stärker in der breiten Bevölkerung verankern.
Da hat die Politik jetzt mit dem Altersvorsorgedepot und der Frühstartrente sicherlich die Weichen gestellt für einen Kulturwandel, aber da muss es weitergehen.
Wenn wir davon ausgehen, es geht weiter.
Und wir gehen jetzt mal aus von einem, ja, ich sag mal, so stärker integrierten EU-Kapitalmarkt.
Wie würde der vielleicht auch kleinen, auch mittleren Unternehmen helfen?
Und welche Rolle spielen auch Kleinanleger dabei?
Naja, also zunächst mal ist sehr wichtig, dass die regulatory Hürden for Kleine and Mittlere, was the Going Public and then Public, also the Pflichten of the Börsen Notier not for Einheit, sort of.
The Bundeskanzler had dark hingewies that we here so an Bureaucratic Wildwuchs have.
In so far, it is a wonderful thing, was man ja nicht zuletzt auch in the USA sehen, wo ja die Capitalmarktinvestments for the Altersvorsorge and the Vermont-Aufbau seit Jahrzehnten from Staat gefördert werden.
Dementsprechend stark is dort auch die Investmentkultur.
Ja, das ist richtig.
Nur ist die Frage, wir haben das ja auch die letzten Jahre gesehen.
When we are, or Kleinanlegern werden, auch hier zu lande.
Wir haben das gerade insbesondere seit Corona einen starken Anstieg gesehen.
Ob die nicht dann auf sich das auf das sozusagen Altbewerte verlassen, also dann wieder zu Wall Street tendieren, oder sich dann wirklich an einem europäischen Kapitalmarkt hinwenden.
Das hängt wahrscheinlich davon ab, wie attraktiv er gestaltet ist.
Genau, this is a frame der Ausgestaltung dieses Kapitalmarkts.
So geht es natürlich nicht nur um regulatorik, sondern da geht es auch darum, dass all stakeholder in diesem Kapitalmarkt das Bemühen haben, diesen Kapitalmarkt wirklich zu entwickeln.
And insbesondere Altaktionäre not the Devise abcassiert and weggerannt verfahren.
Denn der Bundeskanzler hat ja gesagt, we brauchen mehr Börsengänge.
That is grundsätzlich richtig.
Vor allem brauchen wir aber bessere Börsengänge, die nicht so hoch gepreist sind, dass sie dann anschließend, when they then notiert sind, nur noch continuerlich absaufen.
Auch dazu einfach mal ein Beispiel.
Die letzten acht Börsengänge im regulierten Markt in Frankfurt seit 1922.
Also seit 1922 waren es tatsächlich nur acht.
Davon liegt nur eine einzige Aktie im Plus, die Ionos mit plus 50 Prozent.
And five dieser Neuemissionen have gegenüber ihrem Platzierungspreis mehr als 50 Prozent verloren.
Eine Porsche zählt da beispielsweise rein, aber auch eine Thyssen Krup Nucerra.
Und da ist es natürlich schon wichtig, dass die Qualität and the Preise stimmen.
Sonst brauchen wir hier nicht, diese Sonntagsreden zu halten über mehr Kapitalmarktkultur.
Hältst du das für realistisch in absehbarer Zeit?
Weil ich meine, das ist schon, also so ist schon, finde ich, nicht ohne, so ein Kulturwandel herbeizurufen, Vertrauen zu schaffen.
Es geht letzten Endes um Geld.
Es geht darum, dass Menschen ihr Geld vermehren möchten, dieses Vertrauen zu haben, dann wirklich ja in diesen Bereich zu investieren, sich bewusst dafür zu entscheiden.
Das ist, glaube ich, schon eine große Entscheidung.
Das ist es auf jeden Fall.
Aber wir sollten nicht vergessen, dass wir ja schon einen Kulturwandel gesehen haben.
2019 gab es in Deutschland 9,7 Millionen Aktionäre.
Also diejenigen, die direkt Aktien halten oder indirekt über Fonds und ETFs.
Heute sind wir bei 14,1 Millionen.
Das ist ein Plus von 50 Prozent und das ist sehr erfreulich.
Da muss man natürlich auch sagen, das ist kein Plus, was sich die Politik irgendwie an die Brust heften kann.
Ganz im Gegenteil, die Politik hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten eigentlich privaten Vermögensaufbau am Kapitalmarkt immer nur sanktioniert und bestraft durch regulatoric and durch Steuerthemen.
Aber es gab halt und gibt halt digitale Investmentplattformen, effiziente Produkte wie ETFs und nicht zuletzt auch niederschwellige Finanzbildungsangebote sowie Finanzfluss, die dafür gesorgt haben, dass dieser Kulturwandel im Gange ist und dass er auch praktisch umsetzbar ist, dass Menschen Zugang zu den Kapitalmärkten haben.
And when the politics endlich unterstützt, and Altersvorsorge Depot and Frühstartrente sind gute Bausteine auf dem Weg.
Dann können wir das schaffen.
But that is not the function.
Nichtsdestotrotz, auch da muss man ja dann fairerweise sagen, a großteil dieser, oder was heißt ein Großteil, aber schon einige anders the große Mehrheit der Menschen, die dann neu auf den Kapitalmarkt hinzugekommen sind als Kleinanleger, interessieren sich vor allem auch für die Wall Street.
And that to verändern, that is ja heute quasi die Frage.
Is this in absehbarer Zeit?
Deswegen letzte Frage an dich.
Is that just vielleicht aus geopolitischer Sicht genau die richtige Zeit?
Can sich das sozusagen projizieren auf das Europäische Kapitalmarkt?
Natürlich gehört ein starker Kapitalmarkt zur Souveränität Europas.
And gleichzeitig für die Investitionen in Souveränität, not nur militärisch, auch wirtschaftlich, auch infrastrukturell und digital technologisch, brauchen wir wiederum starken Kapitalmarkt, um das Geld to mobilisieren.
Das eine bedingt also das andere.
And viele of these men, who in den letzten Jahren an den Kapitalmarkt gekommen sind, die won't global investigation.
Yeah, there is momentan aus vielerlei Gründen the USA in a Führungsrolle.
Aber wenn wir es schaffen, dass wir in Europa eine Aufbruchsstimmung haben, die eben nicht nur deswegen entsteht, weil man Geld auf alles wirft, sondern weil wir wirklich die Zeichen der Zeit verstanden haben.
Deregulierung und Bürokratieabbau im Sinne der Agenda von Draghi, die ja auch schon seit über einem Jahr vorliegt, endlich umsetzen.
Dann kann auch genau das Wechsel im Mindset entsprechend begünstigen.
Christian Röhl, und damit besten Dank für die Einordnung.
Es war ein Auf und Ab.
Nach einem monatelangen Für und Wieder wurde jetzt endlich der französische Haushalt verabschiedet.
Und auch wenn kaum einer in der Politik damit so wirklich zufrieden zu sein scheint, bedeutet das für Frankreich in erster Linie, dass sie wieder planen können.
Die Haushaltskrise hatte nämlich einige negative wirtschaftliche Folgen.
Es haben weniger Investitionen und mehr Firmenpleiten gegeben.
Und die Arbeitslosigkeit, die sei daraufhin gestiegen.
All das sagt die Ökonomin Anne-Sophie Alzef im Interview mit dem ARD-Studio in Paris.
Es wäre ein Haushalt, mit dem sich zwar weder sparen noch investieren lasse, aber ein Haushalt ist immer noch besser als kein Haushalt.
Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Lage in Frankreich war der nämlich dringend nötig.
Das Haushaltsdefizit soll in diesem Jahr bei 5% des BIPs liegen.
So zumindest der Plan.
Eigentlich darf es laut EU bei maximal drei Prozent liegen.
And die Staatsschulden, die sind mit der Prognose von 118 Prozent des BIPs für 2026 weiter extrem hoch.
Das Land ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der EU.
Wenn es die Krise nicht in den Griff bekommt, könnte das den Euro und die gesamte Eurozone schwächen.
Damit ist die Lage in Frankreich auch für uns relevant.
Trotzdem ist der beschlossene Haushalt aber jetzt erstmal ein positives Signal.
Wir machen weiter mit Themen aus dem Rest der Welt.
Auf seltene Erden wird die Industrie in Zukunft enorm angewiesen sein.
Und weil China damit 90 Prozent der weltweiten Produktion den Markt bisher dominiert, will die USA dafür jetzt eine Reserve errichten.
Laut dem Weiß Haus sollen dafür zunächst 12 Milliarden US-Dollar investiert werden.
Durch diese Reserve soll dann sichergestellt werden, dass es für US-Unternehmen keine Engpässe mehr gibt und dass sie die seltenen Erden unabhängig von Geschehen auf dem Weltmarkt immer zu relativ erschwinglichen Preisen beziehen können.
Dafür ging die USA laut Trump auch Vereinbarungen mit etlichen Ländern auf der Welt ein.
Am morgigen Mittwoch, da soll es außerdem in Washington ein Treffen mit Ministern aus über 50 Ländern geben, wo dann seltene Erden das zentrale Thema sind.
Profitieren werden von der geplanten Reserve dann in erster Linie US-Auto-Hersteller und die großen Tech-Konzerne in den USA.
Die brauchen für die Herstellung ihrer Produkte vor allem Kobalt und Lithium.
Und genau so ergeht es eben auch den Unternehmen hier bei uns in der Europäischen Union.
Auch die sind abhängig von Importen aus China.
Dabei will die EU die Abhängigkeit genauso verringern.
Doch der Fortschritt dabei des Stockt.
Das zeigt eine Einschätzung des EU-Rechnungshofs.
Demnach sei die EU-Wirtschaft bei 10 von 26 kritischen Rohstoffen vollständig abhängig von Einfuhren.
Und die Importe seien bisher noch nicht auf mehr Länder ausgeweitet worden.
Zum Beispiel kommen aus China immer noch rund 46 Prozent der importierten seltenen Erden.
Dabei hat die EU sich ja vorgenommen, bis 2030 10% der wichtigen Rohstoffe selbst aus dem Boden zu holen und immerhin 40 Prozent hier in Europa zu verarbeiten.
Davon ist die Industrie aber noch weit entfernt.
Zwischen dem Fund einer Lagerstätte und dem Start einer Mine können in der EU gut und gerne mal 20 Jahre vergehen.
Und viele Raffinerien stehen wegen der hohen Energiekosten praktisch komplett still.
Laut einer Analyse der International Energy Agency ist der globale Anteil bei der Förderung von den meisten seltenen Erden in Europa im niedrigen einstelligen Bereich.
Immerhin, erst im Dezember, hat die EU noch den Resource EU-Aktionsplan ins Leben gerufen.
Mit dem sollen finanzielle Mittel in Höhe von bis zu 3 Milliarden Euro bereitgestellt werden, um eben unter anderem die Abhängigkeiten von Importen aus nicht-EU-Ländern schnellstmöglich zu reduzieren.
Vor gut einem halben Jahr begann der Handelskrieg zwischen den USA und Indien.
Jetzt haben sich beide auf ein Abkommen geeinigt.
Trump kündigte auf seiner Plattform True Social an, Zölle auf indische Waren von 25% auf 18% zu senken.
Das wurde auch von Indiens Premier Narendra Moody bestätigt.
Die meisten Produkte hatten seit August eigentlich einen 50% Zoll, eine Strafe, die Trump dem Land wegen Ölimporten aus Russland auferlegt hatte.
Kein Wunder, also dass ein Teil des Abkommens auch den Ölhandel anvisiert.
Laut Trump habe Indien zugestimmt, kein russisches Öl mehr zu kaufen und stattdessen mehr aus den USA und Venezuela zu importieren.
Bisher liegen Indiens zu US-Sero-Ölimporte nämlich noch unter einem Viertel der russischen Lieferungen.
Die genauen Bedingungen des Abkommens sind aber noch nicht veröffentlicht, and viele Details bleiben unklar.
Der Zollsatz gelte laut Trump wohl ab sofort und erwähnte zum Beispiel, dass Indien 500 Milliarden US-Dollar in die USA investieren möchte.
Also zum Beispiel in Bereiche wie Energie, Technologie, Landwirtschaft und Kohle.
Von der indischen Seite wurde das aber noch nicht bestätigt.
Außerdem erhob Indien unter anderem durchschnittlich 12% Zölle auf US-Waren.
Moody soll jedoch zugesagt haben, seine Zölle ebenfalls zu beenden.
Es gibt aber auch noch weitere Handelshemmnisse.
The New York Times nennt da ein Beispiel aus dem Agrarsektor.
Amerikanische Milchprodukte könnten bei indischen Verbrauchern auf Ablehnung stoßen, weil sie von Kühen mit nicht vegetarischer Ernährung stammen.
Zudem würden 70 Millionen Inder ihren Lebensunterhalt mit Milchprodukten verdienen.
Sie werden also wahrscheinlich nicht auf amerikanische Produkte dieser Art zurückgreifen.
Ihr merkt also, das ganze Abkommen ist noch etwas vage und stößt auf einige Unsicherheiten und Herausforderungen.
Trotzdem sehen Experten die Einigung erstmal als was Positives, und zwar insofern, als dass die Zusammenarbeit beider Länder wieder gestärkt werden kann.
Aus SpaceX und XAI wird laut US-Medien offenbar ein 1,25 Billionen Dollar schweres Unternehmen.
Der Gründer bei der Firma Elon Musk will damit Raketen, Satelliten und KI unter einem Dach vereinen.
Für euch nochmal zur Erinnerung: SpaceX arbeitet an Raumschiffen für bemannte Weltraummissionen und ist bekannt für die Starlink-Satelliten, die für Millionen Kunden weltweit Breitbandinternet zur Verfügung stellen.
XAI wiederum ist Musks KI-Startup, das Sprachmodelle trainiert und hinter Grog steht.
Das ist der Chatbot für die Plattform X und auch Betreiber des Nachrichtendienstes.
Erst zuvor hatte SpaceX zwei Milliarden US-Dollar in XAI investiert.
Tesla investierte denselben Betrag.
Und XAI hatte kürzlich eine Finanzierungsrunde über 20 Milliarden US-Dollar abgeschlossen.
Da scheint also eine Vision hinterzustecken.
Beide Unternehmen bleiben jetzt zwar in der, ich nenne es mal Musk-Familie.
Aber sie entwickeln sich offenbar zusammen weiter.
Nur warum?
Was hat Elon Musk mit XAI und SpaceX vor?
Meine Kollegin Charlene hat sich das mal ein bisschen genauer angeschaut.
Charlie, warum macht Elon Musk das jetzt?
Ja, zum einen, weil hier zwei sehr unterschiedliche, aber komplementäre Firmen zusammengeführt werden.
Also SpaceX ist eines der kapitalstärksten privaten Unternehmen der Welt mit stabilen Einnahmen aus zum Beispiel Regierungsaufträgen und auch Starlink.
Und XAI dagegen ist ein sehr kapitalintensives Startup, das einfach Milliarden für Rechenzentren noch ausgibt und im Gegenzug aber keine oder wenige Einnahmen erzielt.
Und durch diese Fusion verschafft Musk XAI einfach so einen, ja, ich würde sagen, ein finanzielles Leben, einen finanziellen Puls und verankert KI dann auch im Endeffekt im SpaceX-Kosmos.
Heißt aber, es geht in erster Linie ums Geld.
Ja, wie so oft, also Geld spielt auf jeden Fall eine große Rolle.
Aber SpaceX ist die deutlich größere und lukrativeren Firma.
Und Musk verkauft das Ganze ausdrücklich als eine strategische Vision.
In einem Blog-Eintrag, den er geschrieben hat auf der SpaceX-Webseite, da erklärt er, dass die Entwicklung von KI langfristig an Grenzen irdischer Rechenzentren stößt, wegen verschiedener Dinge.
Energiebedarf, Kühlung, auch Platz ist ein Thema.
Und seine Lösung ist eben Rechenzentren im All.
Und Musk spricht davon, große Konstellationen von Satelliten als orbitale Datenzentren zu nutzen.
Und die sollen dann ihre Energie direkt aus Sonnenlicht beziehen.
Musk schrieb auch dazu, dass es immer sonnig ist im Weltraum.
Fair point.
Und man so kontinuierlich Rechenleistungen erzeugen könnte.
Und SpaceX hat dazu laut New York Times sogar schon Pläne bei der US-Regulierungsbehörde eingereicht, die Federal Communications Commission.
Für ein System mit bis zu einer Million Satelliten.
Aber Details oder Zeitplan fehlen da meines Wissens nach noch.
Ja, sehr interessant.
Welche Rolle spielt SpaceX dabei ganz praktisch, wenn wir das auch nochmal versuchen zu skizzieren?
Ja, schon eine Schlüsselrolle.
Also SpaceX verfügt mit der Starship-Rakete über einen Transportsystem.
Was sagt Musk sagte, dass man perspektivisch da an stündliche Starts denke, mit jeweils rund 200 Tonnen Nutzlast.
Das ist schon nicht wenig.
Und ohne SpaceX gäbe es diese Logistik quasi nicht.
Und Daniel Hanson, ein Verwalter eines Fonds mit einer 200 Millionen Dollar-Investition in SpaceX, der bezeichnete das in der New York Times als vertikale Integration, die dann im Endeffekt ein Wettbewerbsvorteil schaffen könnte.
Nach seiner Auffassung.
Also Raketen, Satelliten, Energieversorgung und KI eben aus einer Hand.
Und aktuell überwiegt klar diese Vision, für die ja Musk auch bekannt ist.
Also immer dieses schneller, höher weiter im wahrsten Sinne des Wortes.
Und die New York Times verweist aber auch darauf, dass Experten vor technischen und auch physikalischen Grenzen waren.
Auch Hansen zum Beispiel, den ich gerade erwähnt habe, der rechnet nicht damit, dass Weltraumrechenzentren jetzt kurzfristig zum Kerngeschäft gehören.
Mars selbst spricht aber von Zeitraum von zwei bis drei Jahren für erste wirtschaftliche Vorteile, langfristig sogar von Moonfabriken, in denen von den Ressourcen dann da profitiert wird und auch Satelliten gebaut werden.
Also das sagt er jedenfalls.
Aber ja, das sind eigentlich eher langfristige Szenarien und das darf man auch alles mit Vorsicht beobachten und interpretieren.
In jedem Fall.
Ich erinnere mich daran, als das damals mit den Raketenstarts, das war ja auch so ein Riesenthema.
Und das wurde auch als eigentlich sehr, na, das macht SpaceX jetzt und bildet damit auch der NASA-Konkurrenz und das klappt alles, verkauft.
Und dann war das aber doch ein ganz schön schwieriger Weg.
Ich weiß nicht, ob du dich erinnerst.
Ein Fehlstand nach einem anderen.
Mask hat da super viel auch nochmal investiert, wollte es unbedingt schaffen.
Also so easy is it all doch nicht.
Wie and wo passt XAI denn jetzt genau da rein?
Also, was bringt, ja, ich sag mal, die KI konkret für SpaceX.
Also kurzfristig vor allem Software und Datenkompetenz.
Also das Wall Street Journal berichtet, dass BASIC schon in 2024 einer der ersten Kunden von XAI war.
Für so etwas wie KI-gestützten Kundenservice bei Starlink zum Beispiel.
Und langfristig geht es dann da um Training und Betrieb, großer Sprachmodelle wie Grog, die einfach enorme Rechenleistung benötigen.
Und die Unternehmen sollen dann sich gegenseitig stärken.
Und ich habe es ja schon angedeutet, es gibt auch Kritik.
Also laut New York Times sehen manche Experten die Fusion eher als Rettungsaktion für XAI, also dem sonst das Geld ausgehen könnte.
Ich habe ja schon gesagt, es ist einfach ein sehr kapitalintensives Unternehmen.
Und andere Beobachter verweisen auf die Risiken.
Also XAI verbrennt nämlich rund eine Milliarde Dollar pro Monat.
Also wirklich sehr viel Geld.
Und SpaceX selbst investiert massiv in Raketen und Satelliten.
Also ja, SpaceX plant ja sogar einen Börsengang im Juni, zumindest laut Medienberichten.
Aber ich glaube, das sicher ist eigentlich nur, dass Masks 4 versucht, Raumfahrt und KI unter einem Dach neu zu denken.
Mit enormem finanziellen Einsatz und auch einfach sehr, sehr großen Versprechen, wo die hinführen.
Ich glaube, da müssen wir immer wieder hinschauen.
In jedem Fall.
Und das machen wir auch.
Charlie, danke für die Recherche für die Einordnung.
Danke dir.
Falls ihr Kritik oder Anmerkungen habt, schickt es uns gerne per Mail an feedback at im minusloop.de oder an unseren Discord-Channel.
Den Link, den packen wir in die Folgenbeschreibung.
Redaktionell erstellt haben diese Folge Charlen Schreiber, Jan-Paul Götze, Annabel Römer, Charlotte Wennewald und ich Mary Abdella Sistezzo.
Produziert wurde sie von Finn Betke.
Unser Redaktionsschluss, der war wie immer um 13 Uhr und dieser Podcast ist eine Finanzfluss-Produktion.
Und damit ihr auch weiter im Loop bleibt, hören wir uns dann morgen wieder.
Bis dahin, macht's gut.
