# AI Infrastructure, Palantir Earnings, and Market Shifts

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-02-03

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Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Dienstag, der dritte Februar.
Ich bin Christoph Damm und ihr hört ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital, dem Broker mit eigenem KI-Chatbot, der euch alle möglichen Fragen rund um Aktien und Wirtschaft beantwortet.
Wir schauen heute auf die Zahlen und das Business von Palantir und wir verraten euch, warum die reichste Frau Deutschlands alle ihre Nordex-Aktien verkauft hat.
Erstmal aber den News des Tages.
Unter anderem gab es gestern Zahlen von Disney, der Konzern hat die Erwartungen im letzten Quartal übertroffen.
Der Umsatz ist um 5% gestiegen auf 26 Milliarden Dollar.
Der Gewinn ist wie erwartet gesunken, allerdings nicht so stark wie erwartet.
Besonders erfolgreich war der Experiences Bereich, in dem unter anderem die Parks sind.
Zum ersten Mal hat die Sparte die Umsatzmarke von 10 Milliarden Dollar übersprungen.
Trotzdem hat die Aktie gestern um die 5% verloren.
Dafür gibt es zwei Gründe.
Der erste, ein schwacher Ausblick.
Hier seht Disney einerseits Probleme, internationale Touristen in die US-Parks zu locken.
Andererseits werden Sportrechte immer teurer.
Der Gewinn in der Erlebnissparte soll deshalb nur leicht steigen.
Der zweite Grund, die Nachfolge von Bob Iger ist weiterhin nicht geklärt.
Am Wochenende hat das Wall Street Journal berichtet, dass er vor Ende seines Vertrags aufhören möchte.
Eigentlich wäre er noch das ganze Jahr Disney CEO.
Als Nachfolger wird unter anderem Josh DeMarrow gehandelt, der aktuell die Experiences Sparte leitet.
Nur leicht im Minus war dagegen Oracle, der US-Softwarekonzern, will bis zu 50 Milliarden Dollar aufnehmen und damit seine KI-Cloud-Infrastruktur ausbauen.
Das ist laut Oracle nötig, um die vereinbarte Nachfrage von Kunden wie AMD, Meta oder Nvidia bedienen zu können.
Das Geld soll durch die Ausgabe von Anleihen und Aktien erfolgen.
Schon im September hatte der Konzern mit Anleihen 18 Milliarden Dollar aufgenommen.
Nur sieben Wochen später folgten weitere 38 Milliarden Dollar, um einen Großauftrag von OpenAI zu finanzieren.
Wegen der hohen KI-Ausgaben ist die Aktie vom Hoch im September schon rund 50 Prozent gefallen.
Wir bleiben noch beim Thema KI.
Nvidia will nämlich laut Wall Street Journal doch nicht 100 Milliarden Dollar in OpenAI investieren.
Schon Ende 2025 soll Nvidia Boss Huang gegenüber Branchenvertretern erklärt haben, dass er Bedenken wegen der Konkurrenz durch Alphabet habe.
Am Wochenende sagte Huang jetzt, dass er nicht unzufrieden mit OpenAI sei und dass Nvidia doch massiv in OpenAI investieren werde.
Er sprach von der größten Investition der Firmgeschichte, sagte aber eben nichts von den 100 Milliarden.
Also ziemliches Hin und Her, Nvidia hat sich gestern aber kaum bewegt.
Damit sind wir beim Konkurrenten Alphabet, kommen aber konkret zur Robotaxi-Tochter Weymo.
Die will in einer neuen Finanzierungsrunde rund 16 Milliarden Dollar einsammeln.
Das Ganze zu einer Bewertung von 110 Milliarden Dollar.
Das wäre ein krasser Anstieg zum Oktober 2024.
Da gab es die letzte Finanzierungsrunde.
Und da wurde Weymo noch mit 45 Milliarden Dollar bewertet.
Der Großteil der Summe soll direkt vom Mutterkonzern kommen.
Alphabet will rund 13 Milliarden Dollar beisteuern.
Den Rest übernehmen namhafte Investoren wie zum Beispiel Sequoir.
Schon im Februar könnte die Runde abgeschlossen sein.
Mit dem Geld will Waymo expandieren.
Nach über 20 Millionen absolvierten Fahrten in US-Metropolen wie San Francisco und Los Angeles will der Dienst auch in andere US-Städte sowie in den britischen Markt.
Alphabet hat gestern leicht zugelegt, Konkurrent Tesla hat deshalb übrigens leicht verloren.
Dann weg von den Tech-Firmen hin zu den seltenen Erden.
Donald Trump will laut Bloomberg nämlich einen strategischen Vorrat an kritischen Mineralien aufbauen.
Es geht um einen Wert von 12 Milliarden Dollar.
Dadurch will Trump die Abhängigkeit von China reduzieren.
Schon zahlreiche Firmen sollen angekündigt haben, das Projekt zu unterstützen, darunter GM, Boeing oder Google.
In dem Vorrat geht es um seltene Erden wie Gallium oder Kobalt, die unter anderem in Smartphones oder Batterien benötigt werden.
Davon haben gestern zwischenzeitlich Aktien wie Critical Metals, MP Materials oder USA Rare Earth profitiert, die deutlich im Plus waren, am Ende sich aber kaum bewegt haben oder sogar ins Minus gedreht sind.
Weiter im Minus waren dagegen die Edelmetalle.
Gold ist jetzt vom Hoch schon um die 20 Prozent gefallen.
Bei Silber sind es schon 35 Prozent und auch der Bitcoin hat er übers Wochenende kräftig federn gelassen.
Deswegen sind gestern auch Firmen, die mit dem Bitcoin zusammenhängen, beispielsweise Robin Hood kräftig unter Druck geraten.
Robin Hood war zum Beispiel fast 10% im Minus.
Und auch ein anderer Rohstoffvergestern unter Druck, und zwar der Ölpreis.
Der ist um die 5% gefallen, weil es im Hintergrund Annäherungen zwischen den USA und dem Iran geben soll.
Damit sinken die Sorgen vor einem Ölengpass, denn der Iran zählt zu den Top 6 der weltweiten Ölproduzenten.
Wegen der Angst vor einer militärischen Eskalation im Iran war der Ölpreis zuletzt auf den höchsten Stand seit sechs Monaten gestiegen.
Gestern dann also der Rücksetzer, und das hat Airline-Aktien geholfen, die dadurch niedrigere Kerosinkosten haben.
Lufthansa, American Airlines, Delta oder United Airlines waren alle um die 5% im Plus.
Und dann noch kurz am Blick nach China.
Der Absatz von BYD ist im Januar um 30% gegenüber dem Vorjahr eingebrochen.
Nur knapp 200.000 Autos hat der Konzern verkauft.
Das ist der fünfte Rückgang in Folge.
Grund dafür, in den letzten 10 Jahren gab es immer Kaufanreize der Regierung in China, jetzt aber nicht mehr.
Die Aktie ist deshalb in Hongkong um fast 10% gefallen, auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr.
Und dann gab es noch ganz spät am Abend die Meldung, dass Tech-Milliardär Elon Musk die Raumfahrtfirma SpaceX und seinen KI-Entwickler XAI zusammenlegt.
Gemeinsam sollen die Unternehmen unter anderem Rechenzentren im All bauen.
Die neue Firma soll laut Bloomberg 1250 Milliarden Dollar wert sein.
Und sie könnte noch dieses Jahr an die Börse kommen.
Zahlen gab es dann gestern nach US-Börsenschluss auch noch von Palantir, wie die ausgefallen sind und wie das Business der US-Firma aktuell läuft.
Das hat sich Timon angeschaut.
Seitdem Trump wieder im Amt ist, ging es immer wieder um das Thema Abschiebungen und die Einwanderungsbehörde ICE.
In den letzten Wochen ist das Thema auch wegen zahlreichen Protesten und zwei Todesfällen nochmal ordentlich hochgekocht.
Trump hat, um seine Abschiebungspläne auch durchsetzen zu können, ordentlich investiert.
Seit er wieder im Amt ist, wurden 12.000 Beamte bei ICE eingestellt und es wurde viel Geld für Aufträge an Firmen ausgegeben.
Insgesamt haben ICE und die Grenzschutzbehörde CBP seit Januar letztes Jahr Aufträge im Wert von mehr als 22 Milliarden Dollar an Firmen ausgeschrieben.
Und die Ausgaben nehmen seit Trumps Big Beautiful Bill zu.
In der zweiten Hälfte vom letzten Jahr hat ICE mehr als doppelt so viel für Firmaufträge ausgegeben wie im ersten Halbjahr und bei CBP hat sich die Zahl sogar versiebenfacht.
Die Aufträge gehen dabei an ganz verschiedene Player.
Bei CBP war der größte Auftragsnehmer Fisher, Sand Gravel, die haben seit Juli über 6 Milliarden Dollar bekommen, um Mauern an der südlichen Grenze der USA zu bauen.
Und bei ICE hat das meiste Geld CSI Aviation eingesteckt.
Die Firma vermittelt private Flüge und hat allein von ICE über eine Milliarde Dollar bekommen.
Spannend ist auch, dass viele große Tech-Firmen indirekt von den Aufträgen profitiert haben.
Drittanbieter wie Dell Federal Systems haben zum Beispiel Cloud-Dienste von Microsoft und Amazon im Wert von über 150 Millionen Dollar an die Behörden verkauft.
Viele der Verträge sind zwar für Standardprodukte wie IT-Modernisierung, aber manche hängen direkt mit den neuen umstrittenen Taktiken der Behörden zusammen.
Das hat bei einigen Firmen zu Widerstand bei den Mitarbeitern geführt.
Über 1000 Tech-Mitarbeiter, darunter mehr als hundert von Google, haben einen offenen Brief unterschrieben und fordern, dass ihre Arbeitgeber diese Verträge kündigen und sich gegen die Taktiken aussprechen.
Bei anderen Firmen gab es weniger Aufschrei.
Das Datenanalyseunternehmen Palantir arbeitet schon seit über zehn Jahren mit ICE zusammen und hat seit Trumps Wiederwahl 81 Millionen Dollar von der Behörde bekommen.
Unter anderem für Tools zur Identifizierung von illegalen Einwanderern und auch 30 Millionen Dollar für einen System zum Tracken von sogenannten Selbstabschiebungen.
Aber CEO Alex Carb hat sich auch schon vor ziemlich klar positioniert und gesagt, dass er seinen ganzen Einfluss nutzen will, damit die USA skeptisch gegenüber Migration bleibt und abschrecken wirgen kann.
Gestern kam dann nach US-Börsenschluss noch die Zahlen fürs Gesamtjahr 2025 und der Umsatz ist über 50 Prozent gestiegen, war damit aber nur leicht über den Erwartungen.
Klar über den Erwartungen war dafür aber der Nettogewinn.
Die Aktie ist im nachbörstlichen Handel um die 10% gestiegen, war vor der Meldung seit Anfang des Jahres aber auch schon 17% im Minus.
Besonders gefeiert hat die Börse den Ausblick, der deutlich über den Erwartungen war.
Die reichste Frau Deutschlands hat letzte Woche alle ihre Nordex-Aktien verkauft.
BMW-Milliardärin Susanne Klatten hat sich nach vielen Jahren komplett von dem Windturbienhersteller getrennt.
Ihre Beteiligungsgesellschaft hat rund 7 Millionen Aktien für insgesamt 225 Millionen Euro verkauft.
Für Klatten war das ein erfolgreiches Investment.
Sie ist vor der Finanzkrise bei Nordex eingestiegen, hat aber einen Großteil der Beteiligung 2015 beim Einstieg der spanischen Akciona an diese verkauft.
Die Spanier sind mit 47% mit Abstand der größte Aktionär von Nordex.
Die Aktie hat sich allein in den vergangenen zwölf Monaten verdreifacht.
Das aktuelle Niveau ist ein 25 Jahreshoch.
Der starke Kursanstieg dürfte der Grund für Klatten sein Kasse zu machen.
Ein Warnsignal scheint es nicht, denn operativ läuft's gut.
2025 war ein Rekordjahr bei den Aufträgen.
Das Unternehmen hat Windturbinenprojekte mit einer Gesamtleistung von über 10 Gigawatt reingeholt, um die 20% mehr als im Jahr davor.
Zur Einordnung, das reicht rechnerisch aus, um mehrere Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen.
Große Aufträge kam aus Deutschland, Kanada und Frankreich.
Viele Aufträge gab es für Nordex aber schon häufiger.
Noch wichtiger als das Wachstum ist der Turnaround bei der Profitabilität.
Nach Jahren mit niedrigen oder sogar negativen Margen hat Nordex die Kurve bekommen.
Die operative Marge vor Abschreibung lag 2024 noch bei rund 4%.
2025 war sie im dritten Quartal bei ca.
8%.
Möglich wurde das durch höhere Preise, stabilere Lieferketten und ein wachsendes Servicegeschäft, das höhere und planbare Margen bringt.
Gleichzeitig profitiert Nodex davon, dass der brutale Preiskampf in der Windbranche langsam nachlässt.
Dazu kommt Rückenwind von der Konkurrenz.
Siemens Gamesa ist weiter in der Krise und nimmt nicht mehr jedes Neuprojekt an.
Die Lücke nutzt Nordex.
Während Offshore-Windkraft aktuell politisch unter Druck steht, konzentriert sich Nordex auf Onshore-Anlagen.
Und genau dort läuft's gut, vor allem in Europa.
Fast ein Drittel aller neuen Onshore-Anlagen in Deutschland kamen 2025 von Nordex.
Nordex wird mittlerweile mit 8 Milliarden Euro bewertet, das entspricht einem erwarteten KGV von knapp 24.
Kein Schnäppchen, aber günstiger als der Durchschnitt der letzten drei Jahre, weil Nordex eben Probleme mit der Profitabilität hatte.
Der Marktführer Vestas wird übrigens ähnlich bewertet.
Jetzt muss Nordex nachhaltig zeigen, dass die Entwicklung der Margen bleibt.
Susanne Klatten wollte lieber das Momentum vom Turnaround nutzen, um sich von ihren Aktien zu trennen.
Die gleichen weißen Windräder mit drei Flügeln können zwar langweilig aussehen, aber dieses Design hat sich als das mit Abstand beste herausgestellt.
Das war ohne Aktien wird schwer.
Produziert von Potstars bei OMR.
Schönen Tag euch.
Tschüss.
