# SpaceX-XAI Fusion and DAX Valuation Divergence

**Podcast:** Handelsblatt Today - Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage
**Published:** 2026-02-03

## Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Handelsblatt Today.
Wir sprechen börsentäglich über wichtige Nachrichten und ihre Bedeutung für die Finanzwelt.
Und heute geht es bei uns um einen entscheidenden Schritt von Elon Musk.
Er legt sein Raumfahrtunternehmen SpaceX und sein KI-Startup XAI zusammen.
Doch so neu entstehende Unternehmen soll insider zufolge mit knapp 1,25 Billionen Dollar bewertet sein.
Was für eine Zahl.
Und hinter der Fusion stecken ehrgeizige Pläne.
Musk will nämlich Rechenzentren im Weltall bauen.
Wie erfolgversprechend die Pläne sind und wieso die Fusion ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zum erwarteten Börsengang von SpaceX in diesem Jahr ist?
Das und mehr hören Sie gleich.
Außerdem schauen wir heute in unserem Schwerpunktgespräch im Anschluss auf den deutschen Aktienmarkt.
Denn der Leitindex DAX hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 12% zugelegt.
Doch hinter dem Wachstum, da verbergen sich große Unterschiede.
Fünf der 40 DAX-Titel haben in einem Jahr mehr als 20% an Wert verloren.
Und ein Unternehmen sogar mehr als 40 Prozent.
Und überraschend ist, vier dieser fünf Konzerne dürften Schätzungen zufolge dieses Jahr noch den höchsten Gewinn ihrer Unternehmensgeschichte erzielen.
Wie all das zusammenpasst und was aus Anlegersicht jetzt wichtig ist zu wissen, das hören Sie gleich.
Heute ist Dienstag, der 3.
Februar, und ich bin Sandra Grünnefeld.
Schön, dass Sie mit dabei sind.
Jetzt wollen wir aber erstmal schauen, was die Märkte heute bewegt hat.
Und dafür schalten wir zu meinem Kollegen Markus Hinterberger nach München.
Hallo Markus.
Hallo, grüß dich, Sandra.
So, wir sollten nochmal über Gold und Silber sprechen, denn gestern gab's da ja für so manche nochmal Enttäuschung.
Wie schaut's heute aus?
Ja, heute sieht schon deutlich besser aus bei Gold und Silber.
Beide sind zwar noch immer unter ihren Rekordständen.
Aber der Goldpreis kratzt schon wieder so knapp unter der 5000 Dollar-Marke und auch Silber ist jetzt schon wieder 87, 88 Dollar je unser Wert.
Also das ist schon deutlich mehr als gestern, da waren wir ja zwischenzeitlich beim Gold mal auf 4.400 Dollar je fein und der Silberpreis lag irgendwo bei knapp über 70 Dollar.
Also da entspannt sich das alles wieder so ein Stück weit.
Aber wie man noch so schön sagt, es kann auch immer wieder was Neues passieren.
Und hängt auch ein Stück weit damit zusammen, dass sehr viele Menschen jetzt über Optionsscheine auf Gold und Silber gewettet haben.
Und es kommt immer ganz drauf an, wann die dann kalte Füße bekommen, wenn die dann nämlich aussteigen, dann kann das natürlich dann auch nochmal durch den Hebel, den bei einigen Optionsscheinen drin ist, kann natürlich das dann, wenn es sich umdreht, dann natürlich kann sich die Abwärtsbewegung immer nochmal verstärken.
Oh je.
Ja, und der Schock sitzt ja bei vielen sicher auch noch tief.
Wie denkst du, Markus, geht es denn eigentlich wahrscheinlich weiter?
Was sagen Marktkenner?
Ja, also die haben natürlich auch nur so Vermutungen.
Niemand hat da wirklich die Glaskugel auf dem Tisch.
Aber im Grunde ist die Mehrheit optimistisch, dass Gold sich auch wieder und auch Silber sich preislich wieder erholt.
Oder zumindest mal jetzt auf dem Niveau, das es heute eingenommen hat, relativ stabil bleibt.
Bei der deutschen Bank gibt es sogar Superoptimisten, die gehen immer noch von einem Kursziel von 6000 Dollar, je fein uns aus.
Also das ist schon ganz ordentlich.
Allerdings haben die nicht gesagt, das wird innerhalb der nächsten drei, vier, fünf Wochen passieren, sondern mittelfristig könnte man da auch bei 6000 Euro liegen.
Und es gibt aber auch wiederum dann ein Lager derjenigen, die sagt, ja, Moment mal, der designierte FET-Chef, Kevin Roche.
Die sehen denen ein Stück weit als Spielverderber, denn der steht nicht unbedingt für eine lockere Geldpolitik.
Und eine lockere Geldpolitik ist natürlich auch immer gut für den Goldpreis.
Und von daher, also es gibt ein paar Unsicherheiten.
Nichtsdestoweniger, niemand geht davon aus, dass wir bald wieder Goldpreise von 3000 Dollar je fein und so sehen, sondern wir werden auf einem hohen Niveau höchstwahrscheinlich bleiben, so ist der Konsens.
Dann lass uns noch auf die Aktienmärkte blicken.
Erholt sich der DAX gerade wieder nach seinem Mini-Einbruch gestern oder wie sieht es aus?
Ja, der DAX hat sich, das sah heute Morgen super aus.
Da ist er sogar auch zwischenzeitlich mal wieder über die 25.000 Punkte-Marke gegangen.
Aber dann ging es peu à peu weiter nach unten.
Und der DAX ist jetzt in einem ganz leichten Minus.
Also wir sind jetzt da bei 24.800, 24.850 Punkte.
Da werden wir wahrscheinlich auch gegen Abend dann am Ende rauskommen.
Das heißt also, der DAX wird minimal im Vergleich zu gestern verlieren.
Hängt aber auch ein Stück weit mit ein paar Aktien zusammen, wie zum Beispiel Zalando, denen geht es heute, der, also die Aktie ist heute richtig runtergerauscht.
Da sind wir bei einem Minus von 13 Prozent.
Zwischenzeitlich waren es sogar noch ein bisschen dickeres Minus.
Und das hängt damit zusammen, dass nach einem Analystenbericht von Morgan Stanley, die haben festgestellt, dass über TikTok immer mehr auch Mode verkauft wird.
Und die haben dann nämlich einfach die Rechnung auf gemacht, wenn das in Europa passiert, namentlich in Deutschland, wird es Anbietern wie Zalando sehr, sehr schlecht gehen.
Weil TikTok auch in den USA schon relativ erfolgreich ist.
Ja, da hast du ja schon einen Einzelwert angesprochen.
Lass uns da mal weitermachen und vielleicht über ein paar positive Entwicklungen sprechen.
Wer ist dir da heute besonders aufgefallen?
Ja, genau, also zum Beispiel bleiben wir mal bei den positiveren Meldungen, zum Beispiel Daimler Truck, die sind mit, da ist die Aktie mit über 4% im Plus.
Oder auch Siemens Energy, die sind auch knappe 4% oder 3,5%, um genauer zu sein, im Plus.
Die investieren über eine Milliarde in neue Projekte in den USA, obwohl man in den USA jetzt mit nachhaltig erzeugter Energie jetzt nicht so viel mehr am Hut hat, seitdem Donald Trump da wieder im Weißen Haus sitzt.
Aber nichtsdestoweniger gutierendes Anlegerinnen und Anleger und greifen dabei der Aktie zu.
Und wenn wir schon bei den USA sind, da gibt es auch vorbörslich, gab es auch für eine US-Aktie richtig, richtig viel Aufwind, und zwar für Palantir.
Das sind ja auch die Hersteller für Sicherheitssoftware, die auch ein bisschen in Verruf geraten sind, weil sie mit der ICE, also der US-Fremdenpolizei, in Anführungszeichen am viel zusammenarbeiten.
Die Palantir soll im vergangenen Quartal, im ausgelaufenen Quartal jetzt ein Umsatz von über 1,4 Milliarden Dollar gemacht haben.
Das ist für dieses Unternehmen ein neuerlicher Rekord.
Es ist im vorbörslichen Handel ist die Aktie schon zweistellig gestiegen.
Ja, Markus, da sind wir ja schon thematisch in den USA.
Wie ist denn die Stimmung dort heute, wenn Palantir schon so durchstartet?
Ja, da sagen die haben die Futures jetzt erstmal einen positiven Trend vorher gesagt.
Allerdings, wenn die, als die Markte dann eröffnet haben, ging es leicht bergab.
Kann ein Stück weit auch damit zusammenhängen, dass sich da ein paar Schwergewichte gerade ein bisschen am Kabbeln sind.
Denn es sind jetzt auch Meldungen durchgekommen, nach denen OpenAI, also die Firma hinter ChatGPT, jetzt gar nicht mehr so zufrieden sein sollen mit den Chips von Nvidia, dem momentan weltgrößten börsennotierten Unternehmen.
Und das wirkt sich auch ein Stück weit aus auf viele, viele andere Unternehmen, die im Bereich KI und Chip-Produktion mit drin sind.
Also das heißt, das kann dann noch ein bisschen spannend werden, wenn da OpenAI weiter diesen Streit eskalieren lassen.
Dadurch, dass auch diese Unternehmen sehr, sehr großes Gewicht in den US-Indizes haben, kann da natürlich so ein kleiner Rooster natürlich dann schon entsprechend auch auswirken.
Und was auch noch mittelfristig auch für unstimmigkeiten sorgen könnte, ist, wie Europa hat die USA nämlich auch ein Handelsabkommen mit Indien abgeschlossen.
Da sieht folgendermaßen aus.
Indien muss kaum noch Zölle zahlen für Waren, die es in die USA exportiert.
Gleichzeitig verpflichtet sich aber Indien nur noch Öl von den USA oder von Venezuela zu kaufen und nicht mehr aus Russland.
Das Problem bei der Sache ist nur, aus Venezuela kommt momentan kaum Öl, weil die Förderkapazitäten des Landes schon mehr oder weniger an ihren Grenzen sind und auch die ganzen Fördermöglichkeiten sind sehr, sehr begrenzt, weil das Maduro-Regime damals noch nicht wirklich viel investiert hat, um viel Öl zu fördern.
Also, das kann dann natürlich auch noch für Unstimmigkeiten sorgen.
Yeah, absolut.
Vielen Dank schon mal für den Überblick, Marcus.
Gerne.
Und noch ein wichtiger Hinweis für Sie, liebe Hörerinnen und Hörer: die Inhalte dieses Podcasts sind keine Anlageempfehlung für Sie, sondern dienen lediglich der Information.
Wir übernehmen für mögliche Verluste keine Haftung und werden auch an möglichen Gewinnen nicht beteiligt.
Elon Musk, der will Rechenzentren im All bauen.
Und um diesen Plan zu finanzieren, legt er jetzt sein KI-Startup mit seiner Raketenfirma zusammen.
Und wir wollen näher auf die Details dazu schauen.
Ich freue mich, dass mir dafür nun unser Teamleiter für Technologie, Thomas Jan so geschaltet ist.
Hallo Thomas.
Hi Sandra.
So, nun ist es also konkret.
Elon Musk legt SpaceX und XAI zusammen.
Was erhofft er sich denn durch diese Zusammenlegung konkret?
Ja, das ist ja schon länger diskutiert worden.
Jetzt ist es soweit.
Man kann da zwei Antworten zu geben.
Die eine Antwort ist die kritische.
Er versucht ein bisschen zu verstecken, dass XAI ja eigentlich X ist und das vormals Twitter geeißen hat.
Und das hat er vor ein paar Jahren für 44 Milliarden Dollar gekauft und das war ganz klar ein Fehlkauf.
Das hat er dann zusammengelegt mit seinem Startup XAI, das Sprachmodell Grog herstellt und eigentlich ganz erfolgreich ist.
Allerdings nicht so erfolgreich wie die Konkurrenz von OpenAI und Co.
Und auf der anderen Seite haben wir das wahnsinnig erfolgreich ist.
SpaceX, ein Raumfahrtunternehmen, das unverzichtbar geworden ist in der Branche.
Und auch bald im Börsegang anstrebt.
Und die Kombination von beiden ist auf dem ersten Blick schwer zu rechtfertigen.
Denn was hat Weltraum mit KI zu tun oder mit Twitter?
Und da gibt es verschiedene Pläne, wie zum Beispiel Datenzentren im Weltall.
Die könnten Sinn machen, sind mal sehr gewagt, würde ich sagen.
Von daher könnte man also eigentlich sagen, dass das Ganze ist so ein bisschen er will für sich verstecken, dass da X und X AI vielleicht Probleme haben.
Man könnte natürlich auch sagen, toller Plan, Rechenzentren, warum sollen sie auf der Erde sein?
Die können genauso gut im Orbit fliegen und können da auch noch kostenlos mit Sonnenenergie gebetrieben werden.
Also und laut Insidern wird dann das neue Unternehmen mit 1,25 Billionen Dollar bewertet.
Um diese gigantische Zahl mal greifbarer zu machen, Thomas.
Wie wertvoll ist das Unternehmen dann im Vergleich?
Was würdest du sagen?
Ja, es ist sehr wertvoll.
Also SpaceX ist sowieso schon das wertvollste private Unternehmen der Welt.
Und wenn man sich ein bisschen die Umsatzverläufe anschaut, die sind stark gestiegen, vor allen Dingen durch Starlink, das wir ja kennen, das Internet durch Satelliten.
Und liegen derzeit bei ungefähr 15 Milliarden Dollar.
Sollen im nächsten Jahr auf 22, da so sind die Schätzungen auf 22 ansteigen.
Und Starlink ist halt sehr beliebt, nicht nur bei privaten Nutzern, sondern auch bei Telekomsunternehmen.
Das läuft deswegen auch der Börsengang, weil das jetzt gerade das Wachstum da ist.
Aber sagen wir mal, Optimisten sagen, dass wir 2030 dann einen Umsatz sehen von vielleicht 60 Milliarden, das ist wirklich sehr optimistisch.
Aber nehmen wir mal an, das stimmt, dann wäre diese Bewertung, ich richtig rechne, das 20-fache des Umsatzes.
Und das muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen, dass eine IP oder ein Börsengang, das wird ein Unternehmen mit dem 20-fachen des Umsatzes, also nicht des Gewinns, sondern des Umsatzes bewertet.
Das ist extrem hoch und zeigt, was für ein Optimismus in der ganzen Sache steckt.
Und dass da natürlich jetzt KI das noch mehr anfeuern soll.
Und das sozusagen SpaceX nicht nur eine Raumfahrtunternehmen wird, sondern ein KI-Unternehmen, das ist natürlich dann, sagen wir mal, Teil des ganzen Plans.
Ja, da kommt ja dann genau dadurch auch eine Vertriebsplattform direkt für KI-Dienste auch mit dazu.
Also, welche Rolle dürfte das denn spielen?
Genau, das ist ja so eine Diskussion um wie viele Rechenzentren brauchen wir.
Überhaupt dahinter steckt die Diskussion, wie kann KI gut werden oder noch besser.
Und bis jetzt verfolgen alle Anbieter von OMAI, Google, Anthropic, das Verfahren, dass man immer mehr Rechenleistungen aufbaut, damit die Modelle immer besser werden, Economics of Scale.
Da gibt es allerdings Experten, Le Caen ist da ein namhafter Name, die bezweifeln das und wir erinnern uns an DeepSeag vor einem Jahr, die da mit ganz anderen Methoden sehr gute KI angeboten haben.
Also, also das ist eine riesige Wette darauf, dass KI besser wird durch durch mehrere Rechenleistungen.
Und wenn die aufgeht, dann macht es auch Sinn, Datenzentren im All zu bauen, ganz klar.
Aber das ist technisch äußerst anspruchsvoll.
Und ja, es ist auch sehr voll da oben schon, wenn man es mal so umgangssprachlich sagen kann.
SpaceX möchte da bis zu einer Million Satelliten platzieren.
Und das ist deutlich mehr als als Wissenschaftler glaubender überhaupt Platz haben.
Und das sind so, also wenn man alle diese Dinge in den Griff bekommt, das Technische, das ökonomische, auch den Datentransfer natürlich sehr schwierig ist.
Selbst wenn man das als den Griff bekommt, würde dann eine Plattform entstehen, in der Tat, wo man sehr preiswert KI-Modelle im All trainieren kann.
Und wenn das aufgeht, dann wäre SpaceX tatsächlich eine KI-Plattform.
Wenn es aber preiswerter ist, die Modelle anders zu verbessern oder wenn es Probleme gibt, den Datenaustausch gut hinzubekommen.
Oder wenn man einfach feststellt, dass eine Million Satelliten einfach zu viel ist für Leo.
Ja, dann bin ich mal sehr gespannt, wie dieser Börsenkurs dann aussieht.
Ja, absolut, das bleibt spannend.
Thomas, lass uns auch nochmal über den IPO genauer sprechen.
Den hast du ja schon angedeutet.
Also, SpaceX und XAI sind ja beide bisher nicht an der Börse notiert und das macht auch ihre jetzige Fusion leichter.
Aber du hast es schon angedeutet, bei SpaceX ist der Börsengang natürlich schon länger im Gespräch.
Wie also sollten wir jetzt in Gänze auf die IPO-Perspektive blicken?
Worauf sollten wir uns einstellen?
Es gibt ja Gerüchte, dass die im Juni kommen soll, die IPO, also der Börsengang von SpaceX, weil dann zum einen Alan Musker die Geburtstag hat.
Das wäre der 28.
glaube ich, also Juni, ne?
Und es soll dann eine bestimmte Planetenkonstellation geben.
Also wieder so ein schöner, eine schöne Mask-Idee.
Also ob das jetzt wirklich so ist, weiß man nicht, aber der Börsengang wird kommen, denn SpaceX braucht Geld und das ist am preiswertesten in der Börse zu holen.
Es gibt ja große Pläne zu Mars zu fliegen und wie auch diese Datenzentren aufzubauen.
Genauso wie XAI große Pläne hat und auch sehr viel Cash verbrennt.
Also am Anfang haben wir ja über die Gründe des Ganzen gesprochen.
Es gibt natürlich zum Teil auch eine Flucht nach vorne, weil XAI so viel Geld braucht, um ihre KI zu trainieren, um eben Rechtleistungen aufzubauen.
Das kann man so ein bisschen verstecken, natürlich, also im Riesenkonzern wie SpaceX.
Und deswegen, wenn der Börsengang kommen wird, wird man sehr genau drauf schauen, wie der Cashburn ist und wie sind die Umsatzprognosen und vor allen Dingen, wie sieht es aus mit den konkreten Planungen für diese Datenzentren.
Da stehen zum Beispiel Genehmigungen von der FCC aus, der US-Kommunikationsbehörde.
Die sind noch gar nicht da.
Also wird es wirklich möglich sein, so viele Satelliten überhaupt zu platzieren.
Und von daher wird das wahnsinnig spannend und ist technologisch super interessant.
Und wenn Musk mit der ganzen Sache recht behält, was ja mal sein kann, dann wäre das sozusagen ein neues KI-Zeitalter im Weltall.
Yeah.
Und lass uns zu guter Letzt aber auch nochmal über Tesla kurz sprechen, weil in der letzten Woche da waren ja auch Überlegungen bekannt geworden, dass es einen potenziellen Zusammenschluss von SpaceX und Tesla geben könnte.
Was ist aus dieser Idee eigentlich geworden?
Also, das gab Gerüchte, ja.
Genauso wie das Zusammengehen zwischen SpaceX und XAI ein bisschen schwer zu rechtfertigen ist, so wäre das mit Tesla noch schwerer zu rechtfertigen.
Es gibt gab so Ideen, dass man zum Beispiel baut Tesla, was viele vielleicht nicht so wissen, mit großen Erfolg Energiespeicher auf.
Die könnte man zum Beispiel auch mal platzieren.
Das war immer so eine These.
Auch möchte es in die Halbleiterproduktion gehen.
Also man braucht wahnsinnig viele Halbleiter für die KI-Rechenzentren und das autonome Fahren ist natürlich auch eine KI-Anwendung, wo Tesla glänzen könnte.
Aber wie das zusammen mit Raumfahrt und XAI kommt, ist bis jetzt nicht so klar.
Deswegen denke ich, ist das erstmal steht das nicht im Raum.
Außerdem muss man auch mal sagen, die Musk hat natürlich nicht die Kontrolle über Tesla.
Wir hören gerade, glaube ich, so 12 bis 15 Prozent des Unternehmens, während er bei SpaceX und bei XII das sagen, hat man das einfach durchdrücken können.
Vielen Dank für deinen Überblick zum Thema.
Ja, danke, Sandra.
In den letzten zwölf Monaten, da hat der deutsche Lightindex DAX knapp zwölf Prozent zugelegt.
Erstmal eine gute Nachricht, doch dieser Durchschnitt, der verdeckt auch große Unterschiede zwischen Einzelwerten.
Während zum Beispiel Aktien wie Rheinmetall, Siemens Energy oder auch Bayer stark gestiegen sind, gehören gleich mehrere DAX-Konzerne zu klaren Verlierern, muss man sagen.
Dabei sind einige von ihnen durchaus erfolgreich und dürften in diesem Jahr auch teils den größten Gewinn ihrer Unternehmensgeschichte erzielen.
Wie passt all das zusammen?
Und wichtig natürlich für Anleger, ergeben sich aus den Kursverlusten inzwischen attraktive Bewertungen oder sind die Risiken weiterhin zu groß.
Darüber spreche ich nun genauer mit unserem Börsenexperten Ulf Sommer.
Hallo Ulf.
Hallo Sandra.
Ja, Ulf, ich würde zu Beginn gerne hören, wie du so auf die größten Kursverlierer im DAX der Zeit blickst.
Also würdest du zum Beispiel sagen, die Entwicklungen sind eher ein Zeichen für überzogene Erwartungen in der Vergangenheit, oder würdest du eher sagen, sie sind ein Zeichen für zu viel Pessimismus im Markt heute?
Also, ich glaube, dass jeder Kursverlierer seine eigene Geschichte hat.
Also mal waren es überzogene Erwartungen, die jetzt korrigiert werden, mal sind es vorweggenommener Optimismus, mal sind es überzogene Bewertungen, die sich jetzt wieder abbauen.
Was ich am interessantesten finde, dass vier der fünf Konzerne, hast du schon angedeutet, dass vier der fünf Konzerne, ja, dass die zu den stärksten Verlierern im DAX in den letzten zwölf Monaten gehören, in diesem Jahr aber vor dem höchsten Gewinn in ihrer Unternehmensgeschichte stehen.
Also in der Realwirtschaft alles andere als Verlierer.
Und das macht den Blick auf diese Kursverlierer so wahnsinnig interessant.
Genau.
Und wieso sich die Bewertung einzelner Werte so stark verändert hat, und was dahinter steckt, das wollen wir jetzt genauer beleuchten.
Lass uns mit SAP beginnen.
Der Konzern, der erzielt ja Rekordgewinne und wächst weiter stark in seinem Cloud-Geschäft.
Aber warum reagierten Anleger zuletzt trotzdem so heftig auf die jüngsten Zahlen?
Ja, also SAP, da gibt es keinen Zweifel, ist ein sehr, sehr erfolgreicher Konzern.
Das haben auch die letzten Quartals- und Jahreszahlen wieder gezeigt.
Yeah, aber die Aktie brach nach der Präsentation der Zahlen um 16 Prozent ein.
Das ist sehr, sehr viel.
Er ist recht für so ein Schwergewicht wie SAP.
Ja, die Zahlen waren glänzend, aber Anleger reagierten auf das ganz, ganz leicht sinkende Wachstum der Cloud-Sparte.
Wenn ich mich richtig erinnere, ja, dann wächst SAP in dieser ganz wichtigen Sparte nur noch um 25 Prozent und nicht wie in der Vergangenheit um 26 oder 27 Prozent.
Ja, hinzu kommt, dass angesichts der US-Zollpolitik and unklaren Aussichten viele Kunden ihre IT-Budgets kürzen oder Projekte verschieben.
Ja, und dann gibt es schließlich noch Sorgen, and that is, glaube ich, die größte Sorge, yeah, dass Anwendungen rund um künstliche Intelligenz das Geschäftsmodell von Softwareanbietern unter Druck setzen könnten.
Also das ist wohl das schwerwiegendste Problem.
Dass wir auch schon bei anderen Softwareanbietern sahen, die Firmen, die entwickeln selber intelligente und vielversprechende KI-Anwendungen, doch Anleger fürchten jetzt mit einem Mal, ja, dass eben diese Firmen durch ihre eigenen KI-Anwendungen, die sie entwickeln, ein Stück weit überflüssig werden könnten.
Aber trotz des Kurssturzes nach den Zahlen letzten Donnerstag gilt SAP ja weiterhin nicht gerade als günstig.
Woran liegt denn das?
Ja, SAP war eine sehr, sehr, sehr teure Aktie.
Das muss man einfach so sagen.
Und jetzt ist der Kurs rapide gesunken.
Ja, und das macht die Aktie deutlich günstiger, aber eben immer noch nicht günstig.
Also sie war sehr, sehr, sehr teuer.
Sie ist günstiger geworden, aber ja, im Endeffekt ist sie immer noch nicht wirklich attraktiv günstig.
Auf dem jetzt ermäßigten, stark ermäßigten Kursniveau kostet das Unternehmen und heruntergerechnet jeder Anteilsschein gut den 23-fachen Jahresnettogewinn.
Das KGV liegt also bei 23.
Ja, und damit liegt SAP immer noch gut 20% über den eigenen firmen eigenen 20-Jahres-Durchschnitt.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
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Schauen wir auf den nächsten.
Ich hebe mal die Gänsefüßchen Verlierer im DAX, also auf Adidas.
Da fällt der Kurs, während sich die Gewinne eigentlich stark erholen.
Warum ist die Aktie inzwischen also wieder attraktiver bewertet?
Ja, Adidas, die Aktie von Adidas steht wirklich mustergültig dafür, wie stark Investoren an der Börse gerne auf die Zukunft, auf die ferne Zukunft spekulieren und ereignisse in der Gegenwart dann eher vernachlässigen.
Der Konzern profitiert in der Zeit von der sehr hohen Nachfrage nach Retro Sneakern und dem Konzernumbau durch Ex-Puma-Chef Björn Gulden.
Das klappt auch alles hervorragend.
Adidas erwirtschaftet wirklich starke Gewinnsteigerung und hohe Gewinne.
Dennoch ist die Aktie in zwölf Monaten um sage und schreibe 40 Prozent gefallen.
Ja, jetzt muss man aber die ganze Geschichte dazu kennen.
Vorher war der Adidas-Kurs bereits sehr, sehr stark gestiegen, als der Konzern realwirtschaftlich schlecht darstand.
Die haben sogar mal keine Gewinne erwirtschaftet, aber der Kurs ist trotzdem schon gestiegen, weil Anleger eben sehr, sehr frühzeitig auf den heutigen Erfolg spekuliert haben.
Der Kurs war also der Realwirtschaft ganz weit davon gelaufen.
Jetzt notiert die Aktie mit einem KGV von 14.
Ja, damit ist die Aktie um gut 25 Prozent günstiger bewertet als im eigenen 20-Jahres-Durchschnitt.
Also hier kann man durchaus sagen, yeah, sie ist attraktiv bewertet.
Also wenn jetzt die Gewinne wirklich tatsächlich weiter steigen, wie prognostiziert, dann ist die Aktie attraktiv bewertet.
Okay, spannend.
And let's not use the Moodle Unternehmen Zalando reden.
Also, Zalando wächst ja ziemlich stark, vor allem nach der Übernahme von dem ursprünglichen Konkurrenten about you.
Warum scheint aber die Fantasie an der Börse trotzdem ziemlich begrenzt zu bleiben?
Ja, problematisch bei Zalando ist der langsam wachsende Gewinn und sogar der sinkende Nettogewinn im abgelaufenen Quartal.
Also höhere Investitionen sowie Restrukturierungs- und Acquisitionskosten.
Yeah, die haben den Nettogewinn belastet.
Insofern kommt der sinkende Kurs bei Zalando jetzt nicht wirklich überraschend.
Zumal, und das ist wohl the langfristig das größte Problem, die ganz große Wachstumsfantasie, die ist nach wie vor nicht zu erkennen.
Erinnern wir uns damals in den Corona-Zeiten.
Da war Zalando so eine typische Aktie, die einfach von Corona-Boom profitiert hat, weil man eben hin zum Online-Handel ging and davon profitierte Zalando.
But dieser Sonderboom, diese Sonderkonjunktur, die ist vorbei und dass die wiederkommt, ist nicht zu erkennen.
Wir sollten auf jeden Fall in diesem Gespräch auch noch über defensivere Titel sprechen.
Also warum zum Beispiel fällen Aktien von Simrise oder auch von Bayersdorf gerade deutlich an Wert.
Ja, bei Simrise, da sorgten zuletzt Abschreibungen und sinkende Gewinne für sinkende Kurse.
Da ist einfach die Gewinne sinken.
Und das ist eine neue Erfahrung, nachdem eben die Gewinne in der Vergangenheit stark gestiegen waren by SimRISE.
Bei Bayersdorf wiederum, ja, da ist der Grund für sinkende Aktienkurse, dass Bayersdorf seine Jahresprognose für den Umsatz gesenkt hatte.
The Konzern versucht sich daran stärker auf hochpreisige Cremes, also auf das Luxussegment zu fokussieren.
Da gibt es Cremes, die kosten durchaus über 100 Euro pro Tube.
Das klingt erst einmal gut, dieser Fokus auf Luxus, denn in dem Bereich sind die Margen, also die Profitraten zweifellos deutlich höher.
Aber dieser Konzern schwenkt, der birgt trotzdem Risiken, denn das Geschäft mit hochpreisigen Cremes, ja, das ist durchaus Konjunkturanfällig, wenn consumenten in schwierigeren Zeiten auf preiswertere Cremes umsteigen.
Und was auch noch hinzu kommt, das Luxussegment, ja, das erfordert wirklich hohe Ausgaben in Marketing, damit Kunden auch bereit sind, diese teuren hochpreisigen Cremes zu kaufen.
Ist also ein sehr hoher Werbeaufwand nötig.
Und da gibt es eben nach wie vor Zweifel, ob Biersdorf da wirklich so einen langen Atem mit hat, weil man ja bislang eher auf wirklich starke und sehr bekannte Marken, Markenartikel gesetzt hat, aber eben eher, das ist eher der Massenmarkt gewesen und nicht dieser High-End-Luxus-Markt.
Ulf, lass uns ein Fazit ziehen.
Also, welche Lehren können denn Anleger aus all den Fällen jetzt ziehen, die wir gerade besprochen haben, und in denen Gewinne und Kursentwicklungen ja ziemlich weit auseinanderlaufen.
Also eine ganz, ganz große Rolle spielt immer die Ausgangsbasis, also von wo die Kurse eigentlich herkommen.
Also der SAP beispielsweise, ja, die waren ganz, ganz stark gestiegen und das auch jahrelang, die Aktie.
Die Aktie war sehr, sehr, sehr teuer.
Ja, und dann sorgen eben allerkleinste Enttäuschungen für außergewöhnlich starke Kursverluste.
Oder aber, was ein anderer Fall ist, Anleger haben die gute Zukunft sehr, sehr rechtzeitig erkannt, sehr frühzeitig, so wie bei Adidas, weshalb die Kurse gestiegen sind, noch ehe die Bilanzen des Konzerns dies überhaupt widerspiegelten.
Jetzt kommt die gute Zukunft, so wie bei Adidas, doch die Aktie fällt.
Hier ist also einfach der Fakt, dass die gute Zukunft bereits sehr früh vorweggenommen worden ist.
Kursverluste machen Aktien nicht automatisch günstig.
Das gilt übrigens auch umgekehrt.
Eine Aktie, deren Kurs steigt.
Die muss nicht unbedingt teurer werden, wenn der Preis steigt.
Wenn nämlich gleichzeitig die Gewinne noch stärker steigen, ja, dann können Aktien unter Umständen auch preiswerter werden, obwohl der Kurs steigt.
Und demnächst werde ich mir mal solche Aktien, glaube ich, im DAX anschauen.
Alles klar.
Vielen Dank für den Überblick, Ulf.
Aber bitte, gerne.
Und den Text zum Thema, den Ulf geschrieben hat, den verlinken wir natürlich auch nochmal zum Nachlesen in unseren Shownotes.
Und damit sind wir am Ende der heutigen Folge von Handelsblatt Today angelangt.
Haben Sie Feedback für uns?
Dann schreiben Sie uns doch gerne eine E-Mail an Today at handelsblatt.com.
Oder hinterlassen Sie uns einen Kommentar auf Spotify und Co., ganz wie Sie mögen.
Redaktionsschluss für diese Folge war um 16 Uhr.
Mein Dank für die Produktion geht an Lukas Teppler raus.
Und ich danke Ihnen fürs Zuhören.
Ich wünsche Ihnen jetzt noch einen hoffentlich entspannten Abend.
Und falls Sie uns morgens hören, dann einen guten Start in den neuen Tag.
Tschüss, bis bald.
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