# Strategic Portfolio Diversification and Currency Risk Management

**Podcast:** Asset Class
**Published:** 2026-02-03

## Transcript

Die folgenden Inhalte sind keine Anlageberatung.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Du entscheidest, in was du investiert.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Asset Class, deinem Podcast über Wachstum und Werte.
Ich bin Christian Veröhl und heute machst du das Programm.
Denn es gab in den letzten Wochen wieder eine ganze Reihe von Fragen an unsere E-Mail-Adresse Podcast at Scalable.Capital und über die Fragensticker in den sozialen Netzwerken.
Und die wollen wir uns heute mal gemeinsam anschauen.
Bevor wir aber loslegen, in den letzten 28 Tagen hatten nur knapp 30 Prozent unserer Zuschauerinnen und Zuschauer hier den Kanal auf YouTube auch abonniert.
Da geht doch noch was, oder?
Wenn du keine weiteren Episoden von Asset Class, aber auch von Beyond the Noise verpassen möchtest, dann abonniere doch und aktivier die Glocke.
Aber jetzt, los geht's mit den Fragen.
Und da starten wir mit Stef.Klein, der über den Fragensticker sich Gedanken zum Dollar macht.
Ist der US-Dollar jetzt unter Trump eigentlich noch ein sicherer Hafen?
Und sicherst du das Portfolio gegen einen schwächeren Dollar irgendwie ab?
Naja, also zunächst mal sollten wir festhalten, der Dollar ist nach wie vor die Leid- und Reservewährung der Welt.
Und das wiederum ist ein Spiegelbild des Vertrauens in die Stärke der USA.
Und Stärke meint dabei sowohl die Robustheit der Wirtschaft als auch die Verlässlichkeit der Institutionen.
Also um die Wirtschaft muss man sich momentan keinen Kopf machen.
Die brummt und wird sogar noch ein paar Gänge hochschalten.
Durch das, was da so geplant ist an Investitionsprogrammen und Steuererleichterungen.
Vieles ist ja bereits gesetzt durch Trumps One Big Beautiful Bill.
Aber wie wir ja gerade in den letzten Wochen Stichwort Grönland gesehen haben, Amerika ist nicht mehr berechenbar.
Einem Präsidenten, der Wochenlang mit hegemonialen Gelüsten nach dem Territorium eines Verbündeten wie Dänemark kokettiert, dem ist letztendlich erst mal alles zuzutrauen.
Auch dass er alles unternehmen wird, um die Notenbank von einer bislang ja völlig unabhängigen geldpolitischen Instanz zum Büttel seiner Politik zu machen.
Und allein das führt zu dem Dollarverfall, den wir gerade sehen.
Und nein, mit Dollarverfall.
Da meine ich jetzt nicht, dass man für einen Euro nicht mehr ein Dollar fünf Dollar, sondern vielleicht ein Dollar 20 hinlegen muss.
Das sind Schwankungen, die absolut im historischen Rahmen sind.
Euro-Dollar bewegt sich heute auf demselben Niveau wie 2020, 2017, 2015, 2010, 2005 oder zum Zeitpunkt der Euro-Einführung.
If you're in doubt, zoom out.
Guck einfach mal auf die langfristigen Charts.
Aber das wirkliche Misstrauensvotum gegenüber dem Dollar, das ist die Rally by Gold and Silver.
While man der Lightwährung nicht mehr traut, flüchten die Investoren in die ältesten Währungen der Welt.
Insofern, nein.
Momentan is the dollar nicht das, was man als sicherer Hafen bezeichnen würde.
This heißt allerdings nicht, dass dem Dollar nun auch ein epochaler Crash gegen den Euro bevorstehen würde.
Denn selbst wenn international Institutionen anders massiv Kapital aus US-Staatsanleihen abziehen wollten und würden, ja, wo soll das Geld denn hin?
Es gibt einfach kein ausreichend groß volumiges Gegengewicht ad hoc.
Schon gar nicht die Eurozone, die ja eben keinen einheitlichen Anleihemarkt hat, sondern die letztendlich ein Flickenteppich ist aus nationalen Papieren.
Und wenn wir daran perspektivisch was ändern wollen, dann sind wir beim Thema Eurobonds, Vergemeinschaftung von Staatsschulden.
Der nächste Tabu für das liberal-konservative Lager.
Und ich muss sagen, dem rechne ich mich ja auch zu.
Und schon das, this was an der Schuldenbremse umgestellt wurde, war ja schon eine gewaltige Kröte zu schlucken.
Nichtsdestotrotz werden wir die Discussion and here reflektieren.
But that is another thing.
Insgesamt that bis of we have the Edelmetalle and so traditional safe haven Währungen wie the Schweizer Franken or vielleicht, die from Vertrauensverlust by the dollar profitieren.
Allerdings auch gerade bei den Edelmetallen unter erheblichen Schwankungen.
When the Eurozone schafft sich durch Deregulierung, Vereinheitlichung der Kapitalmärkte, Bureaucratisierung, Wachstumsimpulse as glaubwürdige anderes Dollar-Alternative to positionieren, Euro S-Dollar-Relation gleich wohl weiter steigen.
This is for that depot zunächst ein Risiko.
And that can ETFs, whobby, im Hinterkopf behältstone that the absicherung kostet Geld.
And zwar so lange we the US-Zinsen höher sind als die Eurozinsen.
Aber dabei bitte eins im Hinterkopf halten.
Wechselkursrisiken müssen wir als Aktionärinnen und Aktionäre ganzheitlich betrachten.
Denn a fallender Dollar, der dir als Euroland-Aktionär eines US-Unternehmens beim Blick ins Depot natürlich erst mal wehtut, weil deine Aktien in Euro weniger wert sind.
Dieser fallende Dollar macht die außerhalb der USA erwirtschafteten Umsätze desselben Unternehmens bilanziell wertvoller.
And when die Kostenseite sich nicht ändert, wie das zum Beispiel bei den Tech-Riesen im Großen and Ganzen der Fall is, dann wird die schwache Währung zum Gewinnturbo.
And that wiederum ist positiv für die Aktienkursentwicklung.
Insofern, ja, Währungen sind ein wichtiges Thema anders auch im Laufe des Jahres mit ihrer Volatilität beschäftigen.
We sollten uns als Aktionärinnen und Aktionäre davon nicht zu sehr ins Boxhorn jagen lassen und vor allem nicht ständig darüber nachdenken, wollen wir jetzt absichern.
When we abgesichert haben, war das jetzt richtig, sondern auch da bei unserer Strategie bleiben.
Breit zu diversifizieren.
Eben nicht nur auf verschiedene Unternehmen, verschiedene Sektoren, verschiedene Länder, sondern eben auch über verschiedene Währungen hinweg.
Und auch dazu haben wir nach diesen etwas grundsätzlichen Makro-Überlegungen eine ganze Reihe spannender Fragen.
Zum Beispiel Coral Snake auf YouTube.
Was ist dein liebster Welt ETF und warum?
Ganz einfach.
Scalable MSCI All Country World ETF.
Warum?
No, weil ich bei Scalable arbeite.
Nein, Scherz.
Zwei rationale Gründe.
Erstens ein sehr breiter Index, der wirklich die ganze Welt widerspiegelt.
Industrie und Schwellenländer 2500 einzelne Aktien.
Gewichtet nach Marktkapitalisierung.
Ja, da sind dann die Klumpen dabei.
Da sind die USA stark gewichtet.
Da ist der Tech-Bereich stark gewichtet, aber da kommt ja im Moment auch die Wertschöpfung her.
Wenn sich das irgendwann mal verschieben sollte, dann wird der Index, der ja eben nach Börsenwerten gewichtet, das auch entsprechend reflektieren.
Und zweiter Punkt, die optimierte Abbildung der Werte, die im Index drin sind, nämlich Stichwort hybride Replikation.
Dort, wo es Vorteile bringt, wird mit einem Swap, also synthetisch abgebildet.
Dadurch gibt es kleine Zusatzrenditen, beispielsweise in den USA oder bei chinesischen Festlandaktien.
Und ansonsten die volle Replikation physisch.
Also die Aktien, die im Index sind, werden tatsächlich auch gekauft.
Das Ganze für aktuell bis Juni noch 0,0 Prozent laufende Gebühren.
Danach 0,17 Prozent pro Jahr.
In Summe eine sehr einfache, sehr effiziente Möglichkeit, sich den Weltaktienmarkt ins Portfolio zu packen.
Aber da kann man natürlich gleich einen Einwand machen.
Ich habe ja gesagt, die ganze Welt.
Und ja, stimmt auch.
Industrie und Schwellenländer, aber eben nur die sogenannten Large and Mid Caps.
Große und mittelgroße Unternehmen, die in Summe 85 Prozent der Börsenkapitalisierung ausmachen.
Was fehlt, sind die kleineren Werte, die Small Caps, die weitere 14 Prozent der Kapitalisierung ausmachen.
Die kann man natürlich auch noch mit hinzunehmen.
Ich persönlich meine aber, dass Nebenwerte schon ein so spezielles Segment sind, dass man es eigentlich gut nutzen kann, wenn man es denn möchte, das Basisinvestment in die ganze Welt nachzuwürzen.
Beispielsweise, wenn man einen Fokus zusätzlich auf Europa legen möchte, dann wäre ein ETF auf den MSCI Europe Small Cap schon eine erste Beimischungsoption.
Leadership Trip hat sich einen sehr speziellen ETF angeschaut, nämlich den iShares SP 500 Top 20 ETF und fragt, ist der nicht besser als der MSCI World.
Naja, also irgendwie ist das so ein Äpfel-Birnen-Vergleich.
Äpfel und Birnen sind beides Kernobst, aber dann doch ziemlich unterschiedlich im Geschmack und dem, was drin ist.
Der MSCI World ist eben ein globales Industrieländerportfolio, der SP 500 Top 20 enthält, wie der Name schon sagt, eben nur 20 Aktien.
Das sind wirklich nur Megacaps.
Das ist nur ein Drittel vom MSCI World, wobei diese SP Top 20 Werte derzeit alle unter den Top 30 im MSCI World sind.
Performance-mäßig, naja klar, die Sache wäre in der Vergangenheit richtig gut gewesen.
Amerika ist großartig gelaufen und die allergrößten Werte sind am besten gelaufen.
Folglich über zehn Jahre hat sich der SP 500 Top 20 in Euro inklusive Dividenden verfünffacht, während der MSCI World sich nur verdreifacht hat.
Aber das ist halt der Rückspiegel, der diese unglaubliche Rallye der US Megacaps noch einmal bündelt.
Nach vorne wissen wir nicht, was da der Performance Treiber sein wird.
Vielleicht wird es ja eher der breite Markt sein, vielleicht werden es andere Regionen sein.
Deswegen ein solchen Megacap ETF, der nur die größten US-Werte bündelt als Ersatz for a basisinvestment zu name, das sehe ich persönlich eher nicht.
Wenn man ein solches Mega-Cap-Product einsetzt, dann eher wenn man eine ganz andere Strategie fährt, in dem man sagt, ich verzichte darauf so ein breites Basisinvestment to name, sondern ich stell mir das selbst zusammen.
And then, wenn man sagt, okay, die Gesamtstimmung, die wird sowieso in den USA vorgegeben, ein solcher Mega Cap ETF ein Element sein.
Aber dann sollte man auch, damit man nicht wirklich einen Klumpen hat, an dem sich selbst aktualisierend, anders als im Weltportfolio, dann eben nichts ändert, auch entsprechend was rumgruppieren.
Small Caps bestimmte andere Regionen wie Europa, wie Emerging Markets oder Investmentstile.
Da wird es dann schon ein bisschen komplex.
Insgesamt finde ich diese Mega Cap ETFs vielleicht ein bisschen zu zeitgeistig.
FUDOK 73 FRAG HERE OF YouTube, mich würde mal interessieren, was du vom Nasdaq 100 hältst, zum Beispiel als Beimischung zum FTS All-World.
Naja, also zunächst muss ich sagen, Nasdaq 100 großartiger Index.
Ja, eine klasse Erfolgsgeschichte.
Index gibt es seit 1985.
Die Nasdaq ja schon seit 50 Jahren.
Was wir übrigens hier bei Asset Class zum Anlass nehmen für eine Geburtstagsparty, also demnächst auf diesem Kanal, ein Deep Dive zur Nasdaq und zum Nasdaq 100.
An dieser Stelle deshalb nur der zweite Teil deiner Frage.
Beimischung Nasdaq zum FTSE All World.
Naja, was sind die großen Werte im Nasdaq 100?
Das sind eben die Big Tags, die Magnificent 7, dazu eben noch eine Broadcom.
Die machen den Großteil des Index aus.
Die sind gleichzeitig aber auch schon die Schwergewichte im FTE All World.
Insofern, was du da machst, erhöht eigentlich nur das Gewicht in den Positionen.
Ich finde den Nasdaq 100, wenn man sagt, ich baue mir ein eigenes Weltportfolio zusammen, eine ganz tolle Idee, um den Bereich Wachstumswerte abzudecken, auch wieder so spiegelbildlich zu dem, was wir gesagt haben zum SP 500 Top 20.
Da würde ich wegen der Breite den Nasdaq 100 immer bevorzugen.
Aber als Beimischung, naja, wenn man beimischt, dann sollte man doch was dazu packen, was noch nicht im Basisinvestment ist.
Unique 1909 mit einer Frage zu einem meiner Lieblingsthemen, nämlich Dividenden hier in Form von ETFs.
Was denkst du über den Fun Act Developed Markets Dividend Leaders?
Ja, endlich mal ein guter Dividenden ETF.
Das sieht man zunächst an der Performance in den letzten fünf Jahren plus 130 Prozent.
Während der MSCI World ETF in Euro nur 80 Prozent gemacht hat.
Das sagen nochmal jemand, also Dividenden des Islam.
Fünf Jahre, das war die Zeit des großen Tech Booms bislang und trotzdem die Dividendenwerte deutlich besser als der MSCI World.
Insofern schon mal eine sehr gute Referenz, die kein Zufall ist, sondern sich auch daraus erklärt, dass wir beim Fun Egg Developed Markets Dividend Leaders eben eine Strategie haben, die ein bisschen ausgefeilter ist, als einfach nur ganz plump zu sagen, wir suchen nach den Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite und tappen dann am Ende zielgerichtet in die Dividenden fallen, sodass man zwar hohe Ausschüttungen hat, aber letztendlich spiegelbildlichen Kursverfall dagegen hat.
Van Eck hat hier ein paar Filterkriterien eingebaut, die sich auch mit meiner persönlichen Strategie sehr gut decken.
Ganz wichtig, zwei Faktoren.
Erstens, the dividende darf in den letzten fünf Jahren per Saldo nicht gesenkt worden sein.
And zweitens die Ausschüttungsquote by maximal 75% leak, damit an Unternehmen, auch nachdem Aktionärinnen und Aktionären Geld überwiesen hat, in der Kasse hat, um beispielsweise weiteres Wachstum and Investitionen zu finanzieren.
That's a good reihe.
And the filter bleiben, tatsächlich absteigend nach Dividenden Rendite sortiert, and the 100 größten sind im Index dabei.
Gewichtet nach dem Dividendenvolumen.
Das wird zweimal im Jahr dann überprüft.
Und gerade kam wieder eine Aktualisierung des Portfolios zustande zum Ende 2025.
And dabei hat sich tatsächlich etwas getan.
In den letzten Jahren war das Gewicht der Finanzindustrie innerhalb des Index regelmäßig bis zum Limit von 40 Prozent ausgereizt.
Das war auch gut so und ein wesentlicher Treiber der Performance.
Denn in den letzten fünf Jahren durch die Rückkehr der Zinsen haben vor allen Dingen die Europäischen Banken und Versicherungen ja eine ganz großartige Performance aufs Parkett gelegt.
Nun allerdings ist es nur noch rund ein Drittel, was in Finanzwerten steckt.
Parallel jeweils ein Sechstel in Energie und Gesundheitsaktien und der Rest ist breit gestreut.
Spannend auch die Länderallokation.
Die USA haben ein bisschen weniger als ein Viertel vom Index Europa ein bisschen mehr als ein Viertel, was nichts anderes heißt als es bleibt noch die Hälfte übrig, die sich dann auf Japan, Großbritannien, Kanada, Australien und andere Länder verteilt.
Wir haben also hier wirklich ein sehr breit diversifiziertes Portfolio, das vor allem dort Schwerpunkte und Glanzlichter setzt, wo wir bei den klassischen Weltportfolio ETFs eher unterinvestiert sind.
Insofern ist es eine sehr gute, komplementäre Ergänzung zum Portfolio, das man vielleicht schon als Basisinvestment hat.
Und darüber hinaus das Ganze kombiniert mit einer Dividendenstrategie, die zumindest in der Vergangenheit gezeigt hat, dass sie wirklich Werte erkennt und nicht in Fallen läuft.
LA Slow fragt nach einem ETF, den wir auch schon hier bei Asset Class im Deep Dive hatten, nämlich den JP Morgan Premium Income ETF mit den monatlichen Ausschüttungen, der sei ja nun doch relativ stark gefallen, konkret zum Markt.
Warum denn eigentlich?
Naja, also zunächst mal relativ stark gefallen.
Das muss man mal ein bisschen einordnen, wenn wir für 2025 auf diesen ETF mit der WKNA 3 Ehre, ganz besonders, ja, mal schauen.
Dann stellen wir fest, Wertentwicklung minus 8%.
Allerdings gibt es ja die monatliche Ausschüttungen.
Und für einen fairen Vergleich muss man die natürlich reinrechnen.
Also kommt man unterm Strich auf ein Total Return von plus minus null.
Naja, ist dennoch natürlich unbefriedigend, weil der MSCI World in Euro parallel 7% zugelegt hat.
Aber der Premium Income ETF ist eben kein Investment in den Aktienmarkt, sondern die monatlichen Ausschüttungen kommen ja auch dadurch zustande, dass regelmäßig Optionen auf den Aktienbestand geschrieben werden, um dadurch Prämien zu erwirtschaften.
Diese Optionen sorgen dafür, dass man nach oben nicht komplett mit dabei ist, gleichzeitig nach unten einen kleinen Puffer hat.
Allerdings müssen wir sagen, dieser Puffer hängt an den Schwankungen am Aktienmarkt, an den sogenannten Volatilitäten.
Der Ivan Dodovic hat das hier bei unserem Deep Dive auf dem Kanal sehr im Detail erklärt.
Und die gestiegenen Unsicherheiten, die haben sich eben leider nicht in höheren Volatilitäten und damität and höheren Optionsprämien niedergeschlagen.
Das heißt, man hatte in Zeiten wie beispielsweise am Liberation Day im April letzten Jahres als Aktien verloren haben einen Puffer, der lange nicht ausreichte, um vor Verlusten zu schützen.
That is what we are in the asset class with Ivan shown.
Entscheid here is eben the long fristige design, and that can be forced.
Und das ist insgesamt genau im Rahmen der Zielvorgabe.
Man darf halt nur nicht erwarten, dass Aktien und Optionen kombiniert wie ein Marktinvestment bewegt, sondern herez klar darum, eine gewisse Zielrendite with höherer Wahrscheinlichkeit tatsächlich zu erreichen.
Und was das angeht, hat der ETF bislang gehalten, was er versprochen hat.
Die Frage ist, ob das deinen Anlagehintergrund trifft.
Triumph of the Optimist.
Was für ein Sympathischer Nutzername und die Frage dazu zu einem Sektor, der sich in den letzten Jahren nicht so ganz toll entwickelt hat, nämlich MSCI World Healthcare Gesundheit.
Ist die Branche jetzt wieder kaufenswert.
Naja, man muss halt wirklich sagen, das war längerfristig jetzt so einer der schwächeren MSCI-Sektoren globale Gesundheitsaktien sind fast so schwierig gewesen wie Basiskonsum, also alles, was mit Essen, Trinken und Hygiene zu tun hat.
Die Gründe bei Gesundheitsaktien, naja, also generell haben wir 72% US-Dollar-Anteil in diesem MSCI World Healthcare.
Das heißt, der schwächere Dollar, der wirkt natürlich da auf die Kurse.
Dann haben wir die regulatorischen Unsicherheiten, Zölle Trumps Kampagne gegen die zu hohen Medikamentenpreise.
Wir haben in vielen Bereichen nach wie vor die Nachwirkungen der Pandemie, weil damals Lager aufgebaut wurden, die noch immer nicht ganz leer sind.
Das heißt, da waren mal Spitzen in den Umsätzen, die so schnell nicht wiederkommen.
Und wir haben natürlich im MSCI World Healthcare auch einige frühere Schwergewichte, die sich inzwischen zu Patienten entwickelt haben.
Eine Novo Nordisk, 60%.
Und so etwas laste dann auch auf einem Index.
Allerdings müssen wir sagen, zuletzt hat sich der MSCI World Healthcare deutlich erholt, gerade weil die Bewertungen dann doch relativ niedrig gewesen sind.
Und weil inzwischen investoren, dass all das, where we bei KI als Fantasie sprechen, in der Pharmaindustrie wirklich eine sehr konkrete Reflexion erfährt.
Dass wir dort schnellere Durchbruch sehen, effizientere Prozesse and that Healthcare einer der Profiteure of dieser zunehmenden Technisierung Digitalisierung sein kann.
Insofern, wenn man sein Portfolio ein bisschen defensiver aufstellen möchte, auf etwas ausrichten möchte, was wir definitiv brauchen, auch wenn nicht immer ganz klar ist, wie es denn öffentlich finanziert wird, dann ist Gesundheit an Sektor, den man, auch weil er im MSCI All Country World nur noch 8% hat, durchaus etwas höher beimischen kann.
Early Access fragt, wie werden sich in naher Zukunfts Reads entwickeln?
Also die Real Estate Investment Trusts, die börsennotierten Immobilienaktien, die es vor allem in den USA gibt, wo sie eine sehr lange Investmentkultur haben.
Tja, und da muss man zunächst mal sagen, die Wertentwicklung von READs insgesamt war sehr enttäuschend.
Wenn wir mal den iShares US Property Yield ETF nehmen, dann hat der über die letzten zehn Jahre in Euro inklusive Ausschüttungen gerade mal 50% zugelegt.
Nur zum Vergleich, der SP 500 EqualWait, also wo alle Werte gleichgewichtet sind, jetzt nochmal ohne den Megacap-Effekt und ohne die Big Tech-Klumpen.
Der SP 500 EqualWait der Gesamtmarkt plus 200%.
Also eine brutal schlechte Wertentwicklung bei den Immobilienaktien in der Breite.
Was auch daran liegt, dass wir es hier eben mit sehr vielen unterschiedlichen Immobilientypen zu tun haben, die über Reads verbrieft sind.
Und dass das eben nicht so ein homogenes Segment ist, wie diese Bezeichnung vermuten lässt.
Dazu haben wir halt über Jahre gesehen, dass Unternehmen irgendwie durch die niedrigen Zinsen ihr Geschäft kräftig aufblasen konnten.
Egal, ob sie jetzt bei der Immobilienbewirtschaftung so richtig gut waren oder eher mau waren.
Aber damit, dass die Zinsen zurückgekommen sind, hat sich das eben geändert.
Warren Buffett hat mal gesagt, wenn die Ebe kommt, dann sieht man, wer ohne Badehose schwimmt.
Und im US-amerikanischen Immobilien und Read-Sektor.
Da waren eben einige ohne Badehose unterwegs.
Und manche Konzepte, die lange Jahre bei niedrigen Zinsen leidlich funktioniert haben, die haben jetzt eben operative Probleme.
Zinsentwicklung wird weiterhin sehr wichtiges Thema sein, auch für die Reads.
Und zwar nicht die kurzfristigen Zinsen, sondern das, was langfristig passiert, was die FED erstmal nicht unter Kontrolle hat, sondern die Zinsen, die am Markt sich bilden.
Und dazu kommt es dann sehr entscheidend darauf an, was hat man denn für einen Read.
Momentan beispielsweise sind Healthcare Reads, also Unternehmen, die Krankenhäuserimmobilien unterhalten oder Arztpraxen, Medical Centers, Seniorenheime relativ gut gelaufen.
Unter den Top-8 Reads der letzten zwölf Monate sind fünf Gesundheitsreads, darunter mit Well Tower auch der größte Read der USA.
125 Milliarden Dollar Market Cap, 40% zugelegt in den letzten zwölf Monaten.
Aber dagegen gibt es halt auch Bereiche, die überhaupt nicht laufen, zum Beispiel die Digital Reads, also Immobiliengesellschaften, die dann Rechenzentren betreiben, wie Equinix, Digital Realty oder Iron Mountain über zwölf Monate allesamt auch in US-Dollar inklusive Ausschüttungen mit Verlusten, eben, weil man feststellt, ja, ja, das Geschäft ist schon sehr zeitgeistig, aber es kostet momentan einfach Geld.
Deshalb, wenn du dich für Reads interessiert, dann macht es schon Sinn, wirklich tief reinzugehen, sich Reads einzeln anzuschauen, das Geschäftsmodell zu prüfen, in die Bilanz reinzugehen, auch die Finanzierungsstruktur zu berücksichtigen, ob da irgendwelche Klumpen sind und dann tendenziell eher fokussiert zu investieren.
Was REITs nicht sind, sind einfache Dividendenbringer.
Dafür ist das Geschäft zu komplex.
Nico Schönberger hat sich mal Richtung Japan orientiert und fragt, sind die japanischen Handelshäuser nicht die besseren Asia Small Cap Fonds.
Naja, zunächst mal um alle abzuholen, was sind japanische Handelshäuser, die sogenannten Sogo Shosha.
Das sind international tätige Konglomerate, die früher mal entstanden sind, um die japanische Wirtschaft im Ausland zu unterstützen.
Und die sich inzwischen zu Holdings für eine ganze Reihe von unterschiedlichen Geschäften entwickelt haben.
Handel, Dienstleistungen, Rohstoffe, manchmal auch ein bisschen Technologie, aber der Fokus dieser Handelshäuser ist dann doch eher die Old Economy.
Berühmt geworden, hierzulande sind diese Handelshäuser vor allem dadurch, dass Warren Buffett 2020 Beteiligungen an den fünf größten dieser Handelshäuser erworben hat.
Und das war ein richtig gutes Investment.
Wenn wir einfach mal auf die letzten fünf Jahre schauen, auch in Euro.
Der japanische Yen hat ja kräftig abgewertet, aber nichtsdestotrotz, da stehen großartige Zahlen.
Mitsubishi plus 200 Prozent, Mitsui plus 250 Prozent, Itoshu plus 120 Prozent, Marubeni plus 375 Prozent und Sumitomo plus 200 Prozent.
Das sind die glorreichen fünf Handelshäuser aus Bourne Buffets Berkshire Hathaway Portfolio.
Und obwohl die Kurse so stark gestiegen sind, sind die Bewertungen nach wie vor günstig.
Denn die Unternehmen machen nicht nur gutes Geschäft, sondern sie verstehen auch eine Kerndisziplin von börsennotierten Gesellschaften, nämlich Kapitalallokation.
Das Geld, was im Unternehmen ist, möglichst effizient im Sinne der Aktionäre einzusetzen.
Nicht einfach, wie das viele japanische Unternehmen tun, Cash herumliegen lassen, sondern get the money at work.
Das Geld arbeiten lassen, möglichst effizient.
Und wenn man das nicht kann, wenn man dafür gerade keine Möglichkeit hat, naja, dann kann man ja Dividenden ausschütten oder Aktienrückkäufe tätigen.
Und deswegen haben sich diese Handelshäuser eben deutlich besser entwickelt, als beispielsweise ein Japan Small Cap ETF, japanische Nebenwerte über fünf Jahre in Euro eben nicht verdoppelt und verdreifacht, sondern nur plus 40 Prozent.
Die japanische Börse und das japanische Finanzministerium haben ja inzwischen mehrfach die Unternehmen aufgefordert, dazu angehalten, effizienter mit Kapital umzugehen.
Es gibt auch sicherlich da schon Fortschritte.
Wir sehen mehr Dividenden, wir sehen höhere Aktienrückkäufe, aber das ist natürlich ein Kulturwandel, der Zeit brauchen wird.
Und den muss man nicht unbedingt abwarten.
Das heißt, wenn man sich in Japan tendenziell mit einem Fokus auf Small Caps engagieren will, dann sind die Handelshäuser nach wie vor eine Alternative zum Small Cap ETF.
Flo T's nach Wertpapierleihe bei ETFs.
Wie sind die Risiken?
Wie schätzt man die ein?
Oder was bringt das Ganze überhaupt?
Sollte man nicht besser einen ETF ohne Wertpapierleihe kaufen?
Naja, die Wertpapierleihe ist halt für den ETF-Anbieter eine Möglichkeit, zusätzliche Erträge zu generieren.
Wenn also Wertpapiere aus dem Portfolio verliehen werden an beispielsweise Hedgefunds, die damit auf fallende Kurse setzen wollen, dann wird eine Gebühr fällig.
Und diese Laiegebühr, die kommt in aller Regel zum größten Teil dem Portfolio zugute.
Du partizipierst also an diesem Geschäft.
Das ist erstmal ein großer Vorteil.
Jetzt kann man zwei Einwände haben.
Der erste ist: naja, aber ich bin doch eigentlich als Aktionär dafür, dass Kurse steigen und Hedgefunds sorgen doch mit Leerverkäufen dafür, dass Kurse fallen.
Ist das Interessenkongruent?
Naja, kann man sich darauf stellen, aber in der Regel sind solche Leerverkäufe temporäre Spekulationen, die vielfach auch dafür sorgen, dass ein Markt im Gleichgewicht bleibt oder dass bestimmte Fehlbewertungen korrigiert werden.
Und das ist für uns als langfristige Investoren auch ein wichtiger Mechanismus für die Gesundheit und Hygiene des Marktes.
Und das andere Thema ist natürlich, naja, wenn die Aktien verliehen sind und der Hedgefund dann aus irgendeinem Grund über die Wupper geht, was ist dann mit dem Risiko?
Kann es sein, dass es die Aktien irgendwie nicht mehr zurückgibt?
Ja, theoretisch gibt es natürlich dieses Risiko.
Allerdings im Rahmen der Wertpapierleihe wird das durch entsprechende Sicherungsgeschäfte quasi durch ein Fund abgesichert.
100% Sicherheit gibt es nicht, aber es wird alles dafür getan, dass dieser Zusatzertrag nicht dazu führt, dass man dann irgendwo riesige Grenzrisiken hat.
Nichtsdestotrotz, ob mit Wertpapierleihe oder ohne, das ist genau etwas, was du bei der ETF-Auswahl, wenn das für dich wichtig ist, berücksichtigen kannst.
Du liest es in den Factsheets der ETF-Gesellschaften.
Manche verzichten kategorisch darauf, andere nutzen es.
Wichtig ist, du hast auch hier die Wahl und überhaupt, dass du als Privatanlegerin, als Privatanleger die Möglichkeit hast, an Wertpapier-Laiegeschäften zu partizipieren, dadurch Zusatzerträge zu machen, dadurch dein Indexinvestment noch effizienter zu machen, das ist natürlich auch wieder ein Riesenvorteil und ein Fortschritt der Demokratisierung von Geldanlage.
Denn früher war so etwas nur für institutionelle Investoren mit sehr großen Portfolios möglich.
So, nachdem wir jetzt so viel über einzelne Produkte gesprochen haben, da wollen wir auch noch ein paar Strategiethemen abdecken.
Zum Beispiel von Peter Sonne 3083, der fragt: Wie würde Christian heute mit einem Startkapital von 10.000 Euro und normalem Gehalt das Investieren starten.
Ganz einfach Weltindex plus eine Beimischung in Gold und das am allerliebsten als Sparplan.
Roy.
Aber nur für drei Jahre wegen eines Autokaufs.
Und die Frage ist, tja, in was investiert man denn, wenn es nur auf drei Jahre sein soll.
Na, gucken wir mal in die Statistik, was der Aktienmarkt über drei Jahre macht.
MSCI World seit 1970 über dreijährige Zeiträume hast du entweder minus 52 Prozent im schlechtesten Extrem gemacht oder plus 133% im besten Dreijahresfall.
Ist natürlich eine riesige Spannweite, die ganz einfach zeigt, wenn man einen so eng begrenzten Zeitraum nur hat, dann darf man kein hohes Aktienrisiko eingehen.
Wenn überhaupt, ja, vielleicht dann 10 oder 20 Prozent in Aktien.
Das ist dann die Frage, ob es dann zusätzlich zur Vollausstattung die absolute Vollausstattung gibt, hinterher oder nicht.
Aber der Rest, der große Teil muss sicher weggepackt sein.
Entweder auf dem Konto, wenn du gute Zinsen kriegst, so wie hier im Scalable Broker täglich verfügbar den EZB-Zins.
Oder eben, wenn du es mit einem ETF lösen möchtest in Anleihen.
Eure Unternehmensanleihen wären wir momentan bei Renditen für diese Zeit von etwa 2,5 bis 2,7 Prozent.
Aber wenn du das Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt brauchst, geht es eben nicht um Return on the Money.
Also darum mit deinem Geld möglichst viel zu verdienen, sondern im Vordergrund muss immer stehen der Return of the Money, dass das Geld auch wirklich zurückkommt.
Und du nicht eigentlich mit einem 6er BMW kalkuliert hattest und am Ende wird es dann doch nur ein Dreier.
Detammin hat 700.000 Euro Nettoerlös aus einem Immobilienverkauf und fragt, was damit tun.
Ja, also zunächst mal Glückwunsch, das liest sich zunächst nach einem sehr erfolgreichen Geschäft.
Und viel mehr kann ich dazu nicht sagen.
Also ich weiß, es gibt dann ganz viele, die sagen, naja, also nimm die 700.000 und teil sie einfach auf, pack 80% in Aktien und 10% in Gold und 10% in Cash und dann lass mal so.
Aber das würde ich nicht tun.
Erstens gibt es bei mir keine Beratung, zweitens gibt es keine Empfehlung.
Und drittens, ich weiß doch gar nicht, was deine Motivation ist, wie deine Vermögenstruktur aussieht, wie deine Risikobereitschaft ist.
Insofern nehme ich diese Frage einfach nur mal als Hinweis darauf, wenn euch irgendjemand Fremdes einfach irgendwo im Internet empfiehlt oder sagt, was ihr mit dem Geld jetzt tun müsst, ohne dass es überhaupt irgendwo um die Randumstände geht, um den ganzen Rahmen um euch.
Dann seid besonders vorsichtig.
Und dasselbe Thema haben wir auch bei JMADA 90.
100.000 Euro aus einem Nachlass erhalten.
Und das Geld soll investiert werden in den MSCI All Country World.
Und die Frage nun, alles auf einmal oder stückeln.
Auch hier muss ich sagen, zunächst die Frage, was ist denn deine Motivation?
Was sind deine persönlichen Verhältnisse?
Was ist deine Erfahrung mit Aktien?
Die Statistik, die ist eindeutig.
Langfristig ist das sogenannte Lampsum.
Also alles auf Aktien sofort.
In den allermeisten Fällen empirisch die beste Variante gewesen.
Das ist doch logisch.
Aktien haben ein positiven Erwartungswert.
Folglich macht es Sinn, so viel so früh wie möglich zu investieren.
Allerdings, Geldanlage ist ja eben keine Mathematik.
Und die Erfahrung lehrt eben, es kann von der Psyche schwierig sein, alles auf einmal zu investieren.
Insbesondere wenn die 100.000 Euro aus dem Nachlass vielleicht der erste größere Betrag sind, den man investiert und ein wesentlicher Teil des eigenen Vermögens nunmehr sind.
Wie fühlst du dich denn, wenn du die 100.000 Euro jetzt in den Markt packst und dann kommt der nächste Liberation Day und zwei Wochen später sind es nur noch 80.000 Euro.
20.000 Euro aus dem Nachlass einer vielleicht lieben Person sind dann plötzlich weg.
Ist das eine Situation, wo du einfach cool bleibst und sagst, naja, ist ja langfristig und ich weiß ja, empirisch macht das Sinn.
Oder ist es nicht eine Situation, wo du eventuell zweifeln sein könntest?
Eine Situation, die dich dazu verführt, ausgerechnet am schlechtesten Tag zu verkaufen und sagen, Schluss, Ende aus, das war's jetzt mit den Aktien.
Ich will nicht mehr.
Ich packe das einfach aufs Konto.
Wenn dieses Risiko zuschlägt, diese emotionale Bindung überhand nimmt, ja, dann wird es schwierig, diese Verluste aufzuholen.
Und es kann für das Durchhalten durchaus hilfreich sein, wenn man dann noch Geld auf der Seite hat und sagt, okay, es sind eben aus den 70.000, die ich investiert habe, jetzt nur noch 60.000 da.
Aber ich habe ja 30.000 als Cash auf dem Konto und kann deswegen diese Situation jetzt zum Nachkaufen nutzen.
Das kann mathematisch am Ende suboptimal sein.
Aber entscheidend ist, es hat dir geholfen, durchzuhalten.
Insofern war es die Prämie dafür, dass du überhaupt in den Genuss von Aktienmarktrenditen kommst.
Insofern allgemeingültige Antworten darauf sind nicht möglich.
Ich kann dir nur das Spannungsfeld zeigen.
Du musst dich und deine Erfahrungen selber einschätzen.
Und wenn du schon länger investiert bist, dann lass einfach mal Revue passieren, wie du in der Vergangenheit in schwierigen Situationen auf Kursverluste reagiert hast.
Und vielleicht machst du nicht nur Selbstreflexion, sondern wenn du die Möglichkeit hast, sprich mit deinem Partner, deiner Partnerin, deiner Familie, die das vielleicht mitbekommen haben.
Weil manchmal sagt man, ach, ich war ja damals total cool und das macht mir überhaupt nichts, wenn es mal um 20 Prozent rappelt.
Aber das nähere Umfeld sagt dann vielleicht, naja, hör mal, da an manchen Abenden rund um den Liberation Day, da hast du schon 10, 20 Mal die App aufgemacht und geguckt, ob es nicht wenigstens ein Prozent drauf ging und du hast nachts nicht wirklich gut geschlafen.
Also horch ein bisschen in dich hinein.
Und nachdem wir die ganze Zeit über Aktien geredet haben, jetzt mal zu den Anleihen.
Tommy LK fragt sich, wie investiert man eigentlich in Anleihen.
Naja, dazu gibt es eine Asset Class, Deep Dive mit Ferrad Öztürk von der DWS, wo wir mal ein paar Basics geklärt haben.
Wenn du darauf keine Lust hast, zunächst überhaupt mal die Frage stellen, warum willst du eigentlich in Anleihen investieren?
Geht es einfach darum, Geld halbwegs sicher wegzupacken, also im Gesamtportfolio die Schwankungen zu dämpfen.
Na, in dem Fall würde ich auf jeden Fall auf Euro-Investments schauen, Euro-Anleihen, ja, außerhalb unseres Währungsgebiets sind die Zinsen bisweilen höher.
Im Dollarraum bei Emerging Markets auch.
Aber wenn du dir anschaust, die Währungen, der US-Dollar, der brasilianische Real, die indische Rupie, die schwanken ganz schön.
Und die 2-3%-Punkte mehr Rendite, die du da aufs Jahr kassieren kannst, können durch eine negative Währungsveränderung dann auch innerhalb von ein, zwei Wochen verdampft sein.
Insofern der Fokus sicherlich in der Depot-Strukturierung zunächst auf Euro-Anleihen.
Ich persönlich mag lieber Unternehmensanleihen als Staatsanleihen, denn Staaten gehen ja nicht pleite, da gehen immer nur die Gläubiger pleite.
Wenn Unternehmen aber pleite gehen, dann verschwinden sie vom Markt.
Das sorgt dafür, dass ein wesentlich höherer Anreiz da ist, tatsächlich sauber zu wirtschaften und die Schulden auch zurückzuzahlen.
Das zweite Thema ist, dass es natürlich viel mehr Unternehmen als Staaten gibt.
Du also wesentlich breiter dort investieren kannst.
Wenn du den breitestmöglichen Index nimmst, dann bist du beim Bloomberg Euro Corporate Bond ETF.
Da gibt es aktuell rund 3000 Anleihen drin, die eine durchschnittliche Laufzeit von viereinhalb Jahren haben und die durchschnittliche Rendite liegt bei etwa 3,2 Prozent.
Nur dass einfach mal klar ist, was du dort erwarten kannst.
Wenn du sagst, ich bin bereit, ein bisschen höheres Risiko zu gehen, Unternehmen, die nicht so gut beurteilt werden von ihrer Zahlungsfähigkeit her, dann sind wir im Bereich der High-Yield-Bonds.
Man sagt gerne auch Ramsch-Anleihen, was aber irgendwie dieses Segment so ein bisschen unter Wert schlägt.
Jedenfalls haben wir da dann Laufzeiten von im Durchschnitt, dafür eine Rendite um 5%, allerdings auch deutlich erhöhte Schwankungen.
Das nur mal der Rahmen, wenn du sagst, okay, ich möchte einfach um das Portfolio ein bisschen auszubalancieren im Spiel mit Aktien und vielleicht auch Gold oder Bitcoin so etwas dazufügen, dann wären das Alternativen.
Die andere Möglichkeit, warum man Anleihen kaufen kann, sind eben spekulative Gründe, weil man zum Beispiel auf Veränderungen der Marktzinsen setzen möchte.
Wenn die Zinsen langfristig deutlich runtergehen, dann profitieren davon Anleihen mit langer Fälligkeit.
Also kann man auch darauf spezialisierte ETFs kaufen.
Aber wenn sich das doch in die andere Richtung entwickelt, also die Zinsen wiedererwarten, nicht fallen, sondern steigen, dann sind die Verluste mit solchen langfristigen Anleihen überproportional.
Das alles nochmal sehr ausführlich, wie gesagt, im Video mit Ferrad Öztürk.
Und nochmal Anleihen, nämlich der Georg Campers 615, der hat sich Gedanken darüber gemacht, wie eigentlich Anleihen in den ETF kommen.
Bei Aktien ist das ja ganz einfach.
Da ist die passive Strategie einfach die Gewichtung der Aktien nach Marktkapitalisierung.
Das hat sich bewährt.
Frage nun, ist das bei Anleihen auch so?
Oder haben da nicht doch eher aktive Ansätze Vorteile?
Also eine sehr gute und sehr wichtige Frage.
Denn die Auswahl nach Marktkapitalisierung bedeutet bei Anleihen, wer die meisten Schulden hat, der ist am höchsten gewichtet.
Weshalb zum Beispiel in so einem europäischen Staatsanleihenindex Frankreich und Italien höher gewichtet sind als Deutschland.
Die haben einfach mehr Schulden.
Die Frage, wenn du in europäische Staatsanleihen investiert, willst du das?
Willst du dort investiert sein, wo die Länder am meisten Schulden aufgetürmt haben?
Kann sein, dass ja.
Dann wäre das für dich eine Option.
Falls nicht, ja, kann man über aktive Ansätze nachdenken.
Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von aktiven Anleihen-ETFs.
Oder man schaut sich sowas an wie den Amundi Euro highest macro-Waighted ETF.
Ja, ich weiß, komplexer Name, der aber genau sagt, was hier gemacht wird.
Es werden nämlich nicht einfach die Schulden als Gewichtungsparameter genommen, sondern die Makroindikatoren, also die volkswirtschaftliche Leistung.
Und dann werden nur die besten Schuldner reinsortiert.
Folglich hast du hier Deutschland mit 50% drin.
Frankreich bleibt mit dabei mit 29%.
Der Rest entfällt auf die Niederlande, Österreich und Finnland.
Auch hier wieder bei Unternehmensanleihen ist dieses Thema der Gewichtung relativ egal.
Marktkapitalisierung hat schlichtweg keinen Nachteil, weil es eben so viele verschiedene Unternehmen gibt, dass man auch bei einer Kapitalisierungsgewichtung einen sehr breiten Horizont haben kann.
Dazu gibt es in der Regel auch noch Limite, dessen einzelnes Unternehmen nicht mehr als zwei oder drei Prozent Risiko am Index haben darf.
So, das war's.
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