# EU Industrial Sovereignty and Global Trade Shifts

**Podcast:** im Loop: Der News-Podcast von Finanzfluss
**Published:** 2026-02-02

## Transcript

Hi.
Hier bist du im Loop.
Bei uns gibt's jeden Tag Wirtschaft, News und Learnings.
Heute ist Montag, der zweite Februar.
Ich bin Mary, schön, dass du am Start bist.
Und heute geht es unter anderem hier rum.
Es stehen fast überall in Deutschland die Öffis still, denn es wird mal wieder gestreikt.
Mobilitätsforscher Andreas Knie sagte uns, der Streik sei aus seiner Sicht zu schnell heraufbeschworen worden.
Warum das Problem aus seiner Sicht aber viel tiefer liegt, das hört ihr gleich bei uns im Interview.
Außerdem, die EU soll öffentliche Milliarden nur noch dorthin lenken, wo auch in Europa produziert wird, fordert der EU-Industriekommissar.
Damit stellt sich die Frage, wie offen Europas Wirtschaft in Zukunft überhaupt noch sein wird.
Und Deutschland rückt wirtschaftlich näher heran an Singapur.
Als neutrales Drehkreuz zwischen USA und China und als Tor zu den boomenden ASEAN-Märkten.
Und wir starten wie immer hier bei uns in Deutschland.
Und zwar stehen hier so gut wie alle Öffis im Land still.
Denn die Gewerkschaft Verdi hat bundesweit die Beschäftigten von kommunalen Betrieben im öffentlichen Nahverkehr zu Warnstreiks aufgerufen.
Bis Dienstag um 3 Uhr morgens sollen sie anhalten.
Laut der Gewerkschaft sind rund 100.000 Beschäftigte in etwa 150 kommunalen Verkehrsbetrieben und Busfirmen vom Streik betroffen.
Und die möchten bessere Arbeitsbedingungen.
In der aktuellen Tarifrunde mit den Arbeitgeberverbänden, da fordert Verdi unter anderem kürzere Wochenarbeits- und Schichtzeiten, eine Verlängerung der Ruhezeit und auch höhere Zuschläge für die Arbeit am Wochenende und in der Nacht.
Grund dafür seien Laut Verdi, dass die Arbeitnehmer unter hoher Belastung durch extrem ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit und ständigen Zeitdruck stehen würden.
So gibt es zum Beispiel das Prinzip vom geteilten Dienst, was viele Arbeitnehmer kritisieren.
Da arbeitet man zum Beispiel vormittags ein bisschen, hat dann eine Pause von drei, vier Stunden und arbeitet am Nachmittag weiter.
Wenn diese Rahmenbedingungen sich nicht verbessern, würde es laut Verdi in Zukunft immer schwieriger werden, Fachkräfte für die Jobs im ÖPNV zu finden.
Wie die Forderungen sich letztlich im Gehalt der Beschäftigten niederschlagen würden, das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.
In Baden-Württemberg zum Beispiel, da fordern die Gewerkschafter eine Erhöhung vom Sonntagszuschlag von 25 auf 50 Prozent.
Und auch der Überstundenzuschlag soll dort von aktuell 30 auf 50 Prozent gesteigert werden.
Die Arbeitgeberverbände wiederum finden die Forderungen von Verdi unverhältnismäßig.
Der Kommunale Arbeitgeberverband Württemberg beispielsweise.
Der verweist auf die schon finanzielle Notlage vieler Kommunen.
Dazu wären die durchschnittlichen Gehälter der Beschäftigten im Fahrdienst seit 2023 sowieso schon um mehr als 20 Prozent auf aktuell 4.300 Euro brutto gestiegen, inklusive der Zuschläge.
Doch, wieso führen die Streiks zu keinem dauerhaft zufriedenstellenden Ergebnis?
Und wie könnte eine Lösung aussehen?
And we could a losing.
Darüber sprechen wir jetzt mit den Mobilitätsforscher Andreas Knie vom Wirtschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.
Herr Knie, wir erleben solche Streiks in Bezug auf die Nahverkehr, aber ja auch bundesweit immer mal wieder.
Warum kommt es da zu keiner nachhaltigen Lösung?
Na, weil es ein Element moderner Demokratien ist, sich immer wieder zu streiten, was die besten Bedingungen.
Und da fordern die Gewerkschaften natürlich mehr Lohn and Gehalt.
Und die Arbeitgeber, die Unternehmen können natürlich nur nach Lage, nach Kassellage geben.
Und das wird immer wieder neu ausgehandelt.
Und das ist jetzt wieder an der Zeit, dass man sich darüber unterhält.
Also ich persönlich bin großer Fan von Streit, but von konstruktiven Streit.
Naja, es gibt Branchen, die das auch ähnlich machen, immer wieder durch Streik zu ertrotzen.
Welchen öffentlichen Verkehr wollen wir denn von beiden Seiten her haben?
Wie soll er denn überhaupt zu finanzieren sein?
Denn we are in a situation angekommen, wound.
Wie sieht denn die Konstruktion aus?
And that bringt es wirklich nichts mehr.
But the Staat can do not.
We brauchen also a reform on the structure.
And it wäre vielleicht doch besser, wenn selbst die Gewerkschaften anders die Arbeitnehmervertreter in den Unternehmen mit den Arbeitgebern zusammen nachdenken, wie die Struktur des öffentlichen Personennahverkehrs dauerhaft zukunftsfähig zu machen is, andst du in einen doch nicht wirklich konstruktiven Streik einzutreten.
But I think that we'll tell you another konkretisieren.
So wie ich sie jetzt verstehe, is it fast, oder der actual Streik then eher ein Zeichen nicht dafür, dass das Tarifsystem irgendwie nicht funktioniert.
Also that's a eskalierenden Verhandlungen, fehlende Schlichtungen, verhärtete Fronten, all das erleben wir immer wieder, sondern that it's easy so an Ausdruck is from a kaputtenverkehrssystem with Personalmangel, Maruder Infrastruktur, all the bekannten Dinge.
Is it also easier?
They are schlechter bezahled as vergle other.
Da is the öffentliche Nahverkehr doch etwas schlechter gestellt.
But in the middle and higher positions, the Nahverkehr has proportional Gelder bezahled.
We have a super bureaucratic structure in the Nahverkehr, then there must be handled, and we leisten in Deutschland an unglaubliche bureaucratic, they're good bezahless.
We have a verlager of jobs.
That's not from the Menschen, die vorher in der Verfassung waren, sondern über einen Umbau, über eine Umstrukturierung muss der öffentliche Personennahverkehr, um das Wort von Ihnen nochmal aufzunehmen, nachhaltiger werden.
The structure, wie we im Moment aufgestellt sind, is not nachhaltig.
The strikes bauen auf einer veralteten Struktur auf anders.
Das heißt, we brauchen hier eine Reform and then we are all geld in the kasse.
Yeah.
They are schon over 20% gestie auf 4.300 Euro brutto in Durchschnitt, wenn ich das richtig verstehe, inclusive der Zuschläge.
Nur mal um eine Einschätzung zu bekommen.
Is that an ausreichend angemessen gehalt for diesen Job?
And wovon hängt diese Einschätzung up.
Naja, this is a durchschnittzahl, die gilt for verschiedene Bereiche and Funktionsformen.
We have, ich had this jawned, we have being fahrenden Personal, for all the schichten, die dort gefahren werden, sehr früh, sehr, sehr spielen, Wochenende.
And when we this wiederum vergleichen with other Schichtarbeitsverhältnissen, we said in the metal for our gesundheits system, then in personal careful bezahled as in vergle branches.
That must be a good thing.
And so is the moment of nine Euro-Tickets, is another community.
We brauchen for Bund mehr Geld, damit we the system aufrechterhalten.
Da sag ich, that reicht nicht.
We must have the structure angre.
We have the mittler, the überbau müssen wir verkleinern.
Mit Blick auf das Land, mit Blick auf Regierung and so weiter and so forth.
Also in verschiedenen Instanzen anders, auch das Thema Bürokratie.
Ich würde aber gerne eine Ebene nochmal mit aufmachen.
Was kostet die Wirtschaft pro Tag so ein Tagstreik?
Ich weiß, das lässt sich nicht genau beziffern.
But damit man mal ein Gespür dafür auch bekommt, was heißt das eigentlich, wenn immer wieder gestreikt wird?
Wann, wo, wie gestreikt wird.
But jetzt here im öffentlichen Nahverkehr sind das natürlich viele Millionen pro Tag.
We must zur Kenntnis nehmen, dass etwa zwei Drittel aller Beschäftigten an mindestens sowieso schon nicht mehr in Bureau or on their arbeitsstelle sind.
We have here an enormous.
Even from ARP to come, it is geringer.
The machine of Gewerkschaften is gering.
But there are millionaires, died anfallen.
The strike hilved for all the productive wirtschaft, but it schadet for all, die auf den Nahverkehr angewiesen, die zum Arzt müssen, die keinen Auto haben, die Kinderbetreuung haben.
We have here in Berlin sehr viel Elend, zumal wir es ja auch noch sehr, sehr kalt haben, and the men of öffentlichen Straßen bewegen können.
Das Fahrrad als Alternative nutzen.
This is a moment an ungünstige situation.
Nutzt sich instrument des Streiks is when man is so inflationär.
Vielleicht auch überspitzt gesagt, but when man is halt in regelmäßigen Abständen nutzt, nutzt sich das nicht up.
Doch, natürlich.
We have messen auch in der Sozialwissenschaften immer die Zustimmung zur Streikaktion.
Die ist sehr, sehr hoch.
We are in a freien demokratischen Land.
Da gehört das Streikrecht zu den wirklich Errungenschaften, an die sollten wir auch nicht drückt.
But um die Waffe scharf werden zu lassen oder scharf bleiben zu lassen, muss man eben dosiert einsetzen.
And that is not the letzte wahr.
And schnell mal, and that's in this time too schnell.
When too schnell gestrikt wird, dann fehlt auch die Zustimmung.
We have here in Berlin or in other lens for Streiks gehabt.
And then we have to unside and früh.
Deutschland will ja some Wasserstoffwirtschaft ausbauen, um CO2 emissionen zu senken.
Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reicher besucht das Land gerade um die Zusammenarbeit dahingehend auszubauen.
Gestern haben deutsche and Saudi-Arabische Firmen nun eine Vereinbarung unterzeichnet, and zusätzlich wurde zwischen den Ländern noch eine Energiepartnerschaft beschlossen.
That is deshalb wichtig, weil wir hier zu Lande ziemlich ambitionierte Wasserstoffziele haben.
Bis 2030 wollen wir eigentlich zunehmend in der Industrie, bei Nutzfahrzeugen und auch im Luft- und Schiffsverkehr Wasserstoff einsetzen.
Der Bedarf soll dabei 95 bis 130 Terawattstunden jährlich liegen.
Das sind rund 25 Prozent des deutschen Stromverbrauchs 2024.
Laut Bundesregierung ist ein wichtiger Beitrag, um die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen.
Da sollen ja dann auch unsere Gaskraftwerke Wasserstoff ready sein.
Davon sind wir aber noch weit entfernt, einfach weil die Infrastruktur fehlt und grüner Wasserstoff bisher zu teuer ist.
Er ist nämlich besonders wichtig dabei, also Wasserstoff, der nur aus erneuerbaren Energien hergestellt wird.
Die heimische Produktion reicht aber lange nicht aus und genau da kommt Saudi-Arabien ins Spiel.
Da steckt viel Potenzial drin.
Solarstrom ist dort günstig und das ist wiederum zentral, damit grüner Wasserstoff wirtschaftlich rentabel bleibt.
Dann muss das Ganze ja auch noch transportiert werden.
Dafür soll Wasserstoff in Ammoniak umgewandelt werden, das ist leicht zu lagern und zu transportieren.
Und dann von der Stadt Janbu am Roten Meer nach Rostock gebracht werden.
Der Rostocker Hafen, der wird nämlich so etwas wie ein Umschlagplatz.
Dafür haben das saudische Unternehmen ACWA Power, ENBW, der Hafen und der Importeur VNG ihre Absichtserklärung unterschrieben.
In Rostock wird dann der Ammoniak wieder in Wasserstoff umgewandelt.
Die Produktionsanlage von ACWA Power in Janbu soll 2030 in Betrieb genommen werden.
Bis 2035 will Saudi-Arabien 4 Millionen Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren.
Deutschland ist bisher der größte Abnehmer.
Erst letztes Jahr unterzeichneten ACWA Power und das Bundesenergieunternehmen CEFE eine Absichtserklärung von 200.000 Tonnen pro Jahr und das ab 2030.
Übrigens sind auch Pipeline-Importe von grünem Wasserstoff eine zentrale Säule, um den zukünftigen Wasserstoffbedarf Deutschlands zu decken und die Industrie klimafreundlicher zu machen.
Laut einer Studie der Agora-Energiewende könne Deutschland bis Mitte der 30er Jahre jährlich 60 bis 100 Terawattstunden grünen Wasserstoff über Pipelines beziehen, wenn die Infrastruktur dann aber auch rechtzeitig ausgebaut wird.
Deutschland und Singapur wollen ihre bilaterale Zusammenarbeit vertiefen und gleichzeitig die Beziehungen der EU zur ASEANregion stärken.
Bundesaußenminister Johann Badefuld ist gerade in Südostasien und in der Pazifikregion unterwegs.
Und seine erste Station ist Singapur.
Vor dem Hintergrund der Machtpolitik der USA und geopolitischer Unsicherheiten will Deutschland neue stabile Partnerschaften aufbauen und die internationale Zusammenarbeit für einen freien und fairen Handel stärken.
Soweit der Tenor.
Dabei gibt es schon ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Singapur, das wurde 2019 besiegelt.
Das wurde durch einen Aktionsplan zwischen Deutschland und Singapur 2024 verstärkt, der sich auf Zukunftstechnologien konzentrierte.
Und jetzt soll das alles eben nochmal einen Schritt weiter gehen.
Singapur ist ein wirtschaftlicher Knotenpunkt.
Rund 10.000 europäische Unternehmen sind dort ansässig, and 2000 davon kommen aus Deutschland.
Und Singapur gilt als weltpolitisch neutral.
Das Land hat gute Beziehungen zu China und den USA.
Gleichzeitig ist es als Teil der elf ASEAN-Länder stark wachstumsorientiert und für deutsche Firmen eine Alternative zu den USA und China.
Die gesamte Region, die ist laut Germany Trade and Invest für Deutschland mit Lieferungen von rund 30 Milliarden US-Dollar im Jahr der zweitgrößte Absatzmarkt in Asien.
Davor liegt nur China.
Wahrscheinlich auch ein Grund, warum Wadefull in Singapur als Tor zu den Asianstaaten jetzt ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und der Region einbringt.
Da zählen dann übrigens auch noch Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Thailand, Ost-Timur und Vietnam zu.
Dieser Austausch, der ist also ziemlich zentral für die deutsche und auch für die europäische Wirtschaft.
Weitere Ziele Badefulls sind noch Neuseeland, Tonga, Australien und Brunei.
Und weiter geht's mit Themen aus Europa.
Der EU-Industriekommissar Stefan Sejournet fordert in einem Gastbeitrag, der in mehreren Zeitungen erschienen, eine europäische Präferenz für strategisch wichtige Industrien.
Konkret heißt das, öffentliche Gelder, die sollen nur Projekte unterstützen, die in Europa entstehen und hochwertige Arbeitsplätze schaffen.
Es sei also eine Made-in-Europe-Strategie notwendig.
Er sagt: Ohne eine ehrgeizige Industriepolitik werde die europäische Wirtschaft zum Spielfeld für Konkurrenten.
Es sei also wichtig, die europäische Wirtschaftskraft zu stärken und Arbeitsplätze und technologische Souveränität zu sichern.
Dieser Beitrag, der wurde von über 1100 Unternehmerchefs und Wirtschaftsführern mitunterzeichnet.
Da ist also eine ziemliche Dringlichkeit hinter.
Wir haben uns heute gefragt, in welchem Spannungsverhältnis stehen eigentlich europäische Firmen innerhalb der EU-Wirtschaft und der globalen Wirtschaft?
Meine Kollegin Charlen hat das mal recherchiert.
Charlie, warum kommt dieser Vorstoß gerade jetzt?
Was ist der Hintergrund?
Also an sich argumentiert Sejourné mit Zahlen und globalen Entwicklungen.
Er sagt, trotz aller bisherigen Bemühungen, die es so gab, reicht das alles nicht aus.
Ein Beispiel, das er im Gastbeitrag nennt, ist, dass die EU zuletzt einen Rekordhandelsdefizit von rund 350 Milliarden Euro gegenüber China hatte.
Und gleichzeitig verfolgen andere Wirtschaftsmächte einfach längst aktive Industrieprogramme, also Stichwort Made in China.
In China, obviously, by American in den USA.
Und die Botschaft ist so ein bisschen: Europa öffnet seinen Markt stark, steht aber einfach in einem globalen Wettbewerb mit Akteuren, die ihre eigenen Industrien gezielt schützen und auch fördern.
Ja, damit sind wir auch schon beim Spannungsverhältnis.
Wo stehen europäische Firmen zwischen EU-Binnenmarkt und Weltwirtschaft?
Es ist so ein bisschen so ein doppeltes Spannungsfeld, würde ich sagen.
Also einerseits profitieren sie enorm vom Binnenmarkt mit rund 450 Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern.
Die EU ist auch nach dem Rat der Europäischen Union der größte Handelsblock der Welt, macht rund 15,8% des Welthandels aus und ist auch führend bei Dienstleistungen zum Beispiel.
Und andererseits, so ein bisschen die andere Seite der Medaille, sind europäische Firmen extrem global verflochten.
Also EU-Unternehmen haben zum Beispiel 2023 über 13,4 Billionen Euro im Ausland investiert, während nicht-EU-Unternehmen 11,5 Billionen Euro in den EU investierten.
Das heißt, Europa lebt einfach stark von einem offenen Welthandel, steht aber auch zunehmend unter Druck durch staatlich gestützte Konkurrenz aus den USA and China.
Und Sejonet steht jetzt so ein bisschen dieses Made in Europe gegen Globalisierung.
Also er sagt jetzt in seinem Beitrag nicht, dass alles in Europa produziert werden soll.
Es geht dann um strategische Wertschöpfungsketten, also Energie, Schlüsseltechnologien, Industrie und so weiter.
Und auch das betonen Ökonomen vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.
Die sagen, Ziel sei jetzt nicht die Abschottung, sondern einfach Abhängigkeiten zu reduzieren, weil andere Länder wirtschaftliche Abhängigkeiten zunehmend als geopolitisches Instrument nutzen, wie wir jüngst auch erfahren haben.
Ja, es ist wirklich ein interessanter Trend, der sich da global abzeichnet, weil ich finde, das ist so, man sieht es in den USA, China und eben dann jetzt auch EU.
Man sagt, naja, also globale Handel auf jeden Fall und total gut.
Aber bei den ganz wichtigen Sachen, da wollen wir bitte souverän sein.
Also das scheint ja echt ein globaler Trend zu sein.
Ja, und gleichzeitig wird die EU dann eben auch für einen Freihandel.
Das ist aber kein Widerspruch, oder?
Nee, das ist, glaube ich, so der Balanceakt, würde ich sagen.
Also die EU hat eines der weltgrößten Netze an Handelsabkommen mit über 76 Ländern, wie die EU-Kommission sagt.
Und laut der Nachrichtenagentur AP hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zuletzt neue Abkommen unter dem Schlagwort strategische Autonomie vorangetrieben.
Etwa mit Japan, mit Indonesien oder auch südamerikanischen Staaten.
Also so ein bisschen offen bleiben, aber eben gezielter und mehr Absicherung bei Schlüsselindustrien, ohne den globalen Handel grundsätzlich jetzt in Frage zu stellen.
Und da muss natürlich auch Geld für her.
Also die EU-Kommission rechnet zum Beispiel vor, dass Bürokratieabbau 37,5 Milliarden Euro jährlich sparen könnte und ein integrierter Kapitalmarkt, 470 Milliarden Euro zusätzliche Finanzierung freisetzen würde.
Also das sind auch nochmal hohe Zahlen und das Spannungsverhältnis bleibt, aber bestehen.
Also europäische Firmen brauchen offene Märkte, aber eben auch faire Wettbewerbsbedingungen.
Und Sejonnays Appell macht jetzt so ein bisschen deutlich, dass er und auch viele Unternehmensköpfe, es wurde ja von über 1100 Menschen mit unterzeichnet, dass dieses gleichgewicht zuletzt zu stark gekippt ist.
Charlie, und damit besten Dank für die Infos.
Danke dir.
Und wir machen weiter mit Themen aus dem Rest der Welt.
In den USA, da gilt seit Samstag ein Teil-Shutdown.
Konkret heißt das, dass aktuell die meisten Haushaltsbereiche der US-Regierung nicht finanziert werden.
Die Finanzierung vom Heimatschutzministerium, die ist aber zumindest für die kommenden zwei Wochen gesichert.
Darauf haben sich am Freitag Republikaner und Demokraten geeinigt.
Die beiden Parteien einigten sich auch auf einen Kompromiss im Haushaltsstreit.
Der muss allerdings noch vom Repräsentantenhaus bewilligt werden.
Und genau das soll am morgigen Dienstag passieren.
Dann wiederum sollten die Finanzmittel für die übrigen Ministerien freigegeben werden.
Das heißt, dieser Mini-Shutdown, der hat wirtschaftlich bei weitem nicht so große Auswirkungen wie der größere im Oktober bzw.
November vergangenes Jahr.
Zumindest wenn die Einigung zeitnah bewilligt wird.
Hintergrund des aktuellen Haushaltsstreits ist die Einwanderungsbehörde Eis.
Nach mehreren umstrittenen und teils tödlichen Einsätzen drohten die Demokraten damit, neue Gelder für die Bundesbehörden zu blockieren.
Falls die Regierung von Präsident Trump nicht bereit ist, die Befugnisse der Eisbeamten stärker einzuschränken.
Wochenlang sind die Preise für Gold und Silber richtig krass gestiegen.
Doch Freitag, als Kevin Walsh für das FET-Amt nominiert wurde, befinden sich beide Edelmetalle in einem Sickflug.
Gold ist mittlerweile 13% von seinem Allzeithoch entfernt und Silber sogar rund 30 Prozent.
Ein Grund dafür ist die Nominierung von dem vermutlich zukünftigen Chef der FED, dem Zentralbanksystem der USA.
Diesen Posten soll Kevin Walsh jetzt übernehmen und der gilt als eher gemäßigter Geldpolitiker.
Konkret heißt das, wenn er Mitte Mai sein Amt antreten würde, dann würde er in den Monaten danach mit aller Wahrscheinlichkeit den Leizens in den USA nicht allzu drastisch senken.
Das wiederum könnte positive Auswirkungen auf den Wert des US-Dollars haben, weil es dadurch wiederum mehr Rendite auf Dollaranlagen gäbe und es sich mehr lohnen könnte, ausländisches Geld in den Dollar zu investieren.
Dass Walsh auch tatsächlich so handeln wird, das ist auf keinen Fall sicher, aber allein die Spekulationen darüber haben den Preisverfall bei Gold und Silber mit eingeleitet.
In die beiden Edelmetalle wurde in den letzten Wochen verstärkt investiert, weil unter anderem der US-Dollar so massiv an Wert verloren hat.
Der US-Dollar gilt nämlich als die wichtigste Währung der Welt und eigentlich auch als eine der sichersten.
Viele Länder besitzen deshalb auch riesige Mengen an US-Dollar-Reserven.
Allerdings haben unter anderem die politischen Unsicherheiten in den USA den Wert des Dollars in den letzten Wochen nach unten gedrückt.
Dass Walsh neuer FET-Chef wird, es war noch nicht hundertprozentig sicher.
Denn die Nominierung durch den US-Präsidenten allein reicht nicht aus.
Auch der US-Senat muss zustimmen.
Normalerweise ist das eine Formsache, doch da gibt es Widerstand.
Unter anderem will der Republikaner Tom Tillis, dass zuerst die Ermittlungen gegen den aktuellen Fettschef Jerome Powell vollständig und transparent geklärt werden.
Das US-Justizministerium ermittelt ja gegen Powell, weil die Renovierung vom Hauptsitz der FED in Washington viel teurer wird als ursprünglich geplant.
Paul nennt das Ganze aber einen bloßen Vorwand und wirft Trump hingegen vor, ihn so bei seiner Zinspolitik unter Druck zu setzen.
Trump fordert nämlich von der Fed schon seit längerem kräftige Zinssenkungen und erhofft sich dadurch einen Aufschwung der US-Wirtschaft.
Die FED ist diesem Wunsch in der jüngeren Vergangenheit aber nicht in diesem Ausmaß nachgekommen.
Es gab zwar einige kleinere Zinssenkungen.
Doch wenn die Zinsen zu drastisch gesenkt werden, dann heißt das im Umkehrschluss ja auch, dass die Inflation viel stärker steigen könnte.
Und das hat die Fed natürlich immer mit im Blick.
Falls ihr Kritik oder Anmerkungen habt, schickt es uns gerne per Mail an feedback at im-loop.de oder in unseren Discord-Channel.
Den Link, den packen wir in die Folgebeschreibung.
Redaktionell erstellt haben diese Folge Charlene Schreiber, Jan-Paul Götze, Larissa Aramian, Charlotte Wennewald und ich Mary Abdella Sistezzo.
Produziert wurde sie von Finn Bethke.
Unser Redaktionsschluss war wie immer um 13 Uhr.
Dieser Podcast ist eine Finanzflussproduktion.
Und damit ihr auch weiter im Loop bleibt, hören wir uns morgen wieder.
Bis dahin macht's gut.
Hey, Berlin.
Wusstest du, dass du mit deinem Ökostrom richtig was bewegen kannst?
Denn je mehr den Ökostrom der Berliner Stadtwerke beziehen, desto mehr können wir gemeinsam für unsere Stadt tun.
Denn die Berliner Stadtwerke investieren direkt hier vor Ort in eine saubere Stromversorgung.
Zum Beispiel in Solaranlagen auf den Dächern unserer Stadt und in viele weitere grüne Energieprojekte.
Berliner Stadtwerke.
Gut für dich, gut für Berlin.
