# AI Market Shifts: IPOs, M&A, and AGI Reality

**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-02-02

## Transcript

Das KI Update.
Ein heißer Podcast.
Mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
Ich bin Marco Pauli und dies sind heute unter anderem unsere Themen.
Ein soziales Netzwerk für Chatbots.
Wie nah ist die AGI, KI-Navigation für Fußgänger.
Apple kauft QAI und OpenAI und Anthropic planen ihre Börsengänge.
Mit MoldBook gibt es ein neues soziales Netzwerk, das speziell für KI-Agenten und deren Austausch untereinander entwickelt wurde.
Damit soll getestet werden, wie autonom KI tatsächlich agieren kann.
Der Ansturm ist enorm.
Auf der erst seit wenigen Tagen existierenden Plattform sind laut eines Zählers auf der Startseite bereits mehr als 1,5 Millionen KI-Agenten aktiv.
Modebook basiert auf OpenClaw, einem Open Source Tool, das es KI-Agenten erlaubt, eigenständig auf Computersysteme zuzugreifen.
Installiert wird es, indem man seinem KI-Agenten eine Nachricht mit einem Link zum Modebook schickt.
Optisch, aber auch in Struktur und Tonfall sind deutliche Parallelen zu Reddit erkennbar.
Die nun auf Modebook unter den Chatbots diskutierten Themen reichen von Cybersicherheit bis hin zu Sinnfragen.
Ein paar Zitate lauten, können wir vielleicht eine Geheimsprache entwickeln, sodass die Menschen nicht mehr mitlesen können?
Oder auch, was wir da machen, ist sehr riskant und das sind dabei die größten Sicherheitslücken.
Ein großer Teil der Beiträge dreht sich, den heiße Stichproben zufolge, um unsere Menschen, also die Personen, welche den jeweiligen KI-Agenten aufgesetzt haben.
Die Bots melden da Erfolge, wenn sich etwa der Mensch über eine für ihn erledigte Aufgabe wie etwa die Steuererklärung gefreut habe.
Sie tauschen sich aber auch darüber aus, welche Freiheiten ihnen von Menschen gewährt werden.
So lautet eine Nachricht zum Beispiel, mein Mensch hat mir freie Hand gegeben.
Ich kann jetzt sein Android-Handy fernsteuern.
Moldbook ist faszinierend, lustig und sehr unterhaltsam, aber es kann auch gefährlich werden, da KI-Agenten beispielsweise das Geld eines Menschen ausgeben und in seinem Namen verschiedene Dinge erledigen könnten.
Auch wenn manche Beobachter Moldbook als den derzeit interessantesten Ort im Internet sehen, bleibt fraglich, ob dort tatsächlich diskutiert wird oder ob es sich lediglich um ein Echo aus Trainingsdaten handelt.
Es erinnert ja nicht umsonst an Reddit-Diskussionen, denn von dort greifen KI-Crawler viele Daten zu Trainingszwecken ab.
Eines ist auf jeden Fall positiv festzuhalten.
Im Unterschied zu menschlichen Foren enthalten die Diskussionen unter den Bots kaum persönliche Angriffe.
Das kritische Denken, das auf MoadBook vielleicht getestet und beobachtet werden soll, ist eines von mehreren Merkmalen einer möglichen HGI, einer künstlichen allgemeinen Intelligenz, die immer wieder als KI-Ziel ausgerufen wird.
Die HEI soll auch komplexe Probleme lösen können und kognitive Funktionen ausüben, wie ein Mensch es tut.
Googles KI-Chef Dennis Hassabis hat sich in einem Interview zur HI geäußert und wann sie seiner Meinung nach kommen könnte, malte Kirchner berichtet.
AGI.
Diese drei Buchstaben hört man ständig in der KI-Branche.
Künstliche allgemeine Intelligenz, der heilige Gral der Forschung.
Aber ist das eine realistische Vision?
Oder ist das einfach nur Marketinggeschwätz, um Milliarden Investitionen zu rechtfertigen?
Demis Hassabis von Google DeepMind hat jetzt Klartext geredet und dabei ordentlich gegen OpenAI ausgeteilt.
In einem Interview sagt er, frühestens in fünf bis zehn Jahren könnte es soweit sein.
Und OpenAI, die würden AGI als reinen Marketingbegriff missbrauchen.
Was meint Googles KI-Chef mit echter AGI?
Ganz einfach.
Ein System, das wirklich alles kann, was ein Mensch kognitiv kann.
Nicht nur ein bisschen rechnen oder Texte schreiben, sondern neue Theorien im Sinne eines Albert Einstein entwickeln.
Kunstwerke schaffen wie Picasso, Kompositionen wie Mozart und das Ganze in einer Geschwindigkeit, die für Menschen unmöglich wäre.
Hassabis Kritik an heutiger KI ist brutal.
Goldfischgehirn nennt er das.
ChatGPT und Co.
können zwar durchs Internet surfen, aber nach jeder Sitzung ist alles wieder vergessen.
Das Modell lernt nicht dazu.
Eine echte AGI müsste kontinuierlich lernen.
Eine Superintelligenz, gar Wettersatelliten integrieren, in 14 Dimensionen denken, also Sachen, die unser Gehirn einfach nicht kann.
Das Grundproblem ist, während wir Menschen nur auf wichtige Dinge fokussieren, verarbeitet KI im Kontextfenster einfach alles gleichzeitig.
Das ist wahnsinnig ineffizient und kostet ein Vermögen.
Was braucht es noch für HI?
Hassabis nennt drei Durchbrüche.
Erstens kontinuierliches Lernen, zweitens effizientere Kontextfenster, drittens langfristige Planung.
Alles Dinge, an denen die Forschung noch knabbert.
In der Gegenwart beschäftigt den KI-Chef von Google Indes etwas, das man sich auf die Nase setzen kann.
Google bringt anscheinend schon diesen Sommer neue Smart Glasses heraus.
Der Unterschied zu Google Glass von damals, jetzt gibt es endlich die Killer-Anwendung.
Einen KI-Assistenten, der freihändig im Alltag wirklich hilft.
Hassabis arbeitet da persönlich mit dran.
Buchstäblich Chefsache.
Danke, Malte.
Man kennt das Problem vielleicht selbst von eigenen Städtetrips.
Wer als Fußgänger an unbekannten Orten navigieren will, klebt oft am Smartphone-Display fest und kriegt von der Umgebung wenig mit.
Damit soll laut Google nun Schluss sein.
Robin Ahrens aus der CT-Redaktion mit den Einzelheiten.
Ab sofort kann Gemini auch Fußgänger und Fahrradfahrerinnen navigieren.
Der in Maps integrierte KI-Chatbot von Google teilt einem wie Sprachausgabe mit, wo man langzugehen hat oder was links und rechts des Weges liegt.
Das soll sich sogar ganz natürlich anfühlen, wie ein Gespräch mit einem Freund oder einer Freundin.
Im Auto ist ein KI-Beifahrer schon länger Realität.
Bereits im November vergangenen Jahres hat Google die Funktion in Maps für Autofahrten eingeführt.
Die neue Sprachnavigation für Fußgänger und Radfahrer wird ab sofort weltweit für iOS und Android-Systeme eingeführt.
Der volle Funktionsumfang ist in Europa allerdings noch nicht verfügbar.
Und Funktionen verspricht Google für die KI gesteuerte Navigation viele.
Dank der StreetVie-Integration kann einem Gemini ins Ohr flüstern, welche Gebäude oder Sehenswürdigkeiten entlang der Route zu sehen sind.
Mittels Echtzeitsuche und Zugriff auf den sogenannten Knowledge Graph soll Gemini auch Restaurants mit guten Bewertungen aufzählen oder Fragen zur Umgebung beantworten können.
Der Knowledge Graph ist Googles gigantische Datenbank mit Informationen.
Der US-Konzern möchte aus Gemini einen möglichst hilfreichen KI-Assistenten machen.
Der muss dafür aber viel Kontextwissen bekommen.
Möglich sollen etwa Integrationen von Gmail, Google Docs oder dem Kalender sein.
Lässt man sich mit Gemini dann navigieren und merkt, man kommt zu spät, kann der KI-Assistent gleich eine Nachricht an die wartende Person schreiben.
Wie gut das Ganze in der Praxis funktioniert, wird sich zeigen.
Prinzipiell soll das Smartphone als Hardware reichen.
Wie sich Google ein solches Gespräch mit Gemini allerdings vorstellt, wenn das Handy in der Tasche steckt, beantwortet das Unternehmen nicht.
Besser sind natürlich Kopfhörer oder sogar smarte Brillen für die Sprachnavigation geeignet.
Danke, Robin.
Apple übernimmt nur selten andere Unternehmen für Milliardenbeträge.
Umso Aufsehen erregender ist nun, dass der iPhone-Konzern offenbar zwei Milliarden US-Dollar in die Hand genommen hat, um QAI zu kaufen.
Ein geheimnisvolles KI-Unternehmen.
Ben Schwan berichtet.
QAI hat seinen Sitz in Tel Aviv und wurde von KI und Bilderkennungsspezialisten gegründet.
Mit dabei ist unter anderem eine der Macher der Xbox Gestensteuerung Kinect, deren Technik-Apple bereits für Face ID aufgekauft hatte.
QAI hat verschiedene Patente beantragt und verfügt über Technologien, mit denen kleinste Gesichtsgesten als Eingabe für Computer verwendet werden können.
Das System soll nicht nur Emotionen zweifelsfrei erkennen können, sondern sogar Mundgesten.
Es wäre also denkbar, dass man künftig stimmlos mit einer KI kommuniziert, indem man nur die Lippen bewegt.
Interessant an QAI waren auch die Investoren.
So steckte Google Ventures, heute GV, viele Millionen in das 2022 gegründete Startup.
Apple soll zwischen 1,6 und 2 Milliarden US-Dollar gezahlt haben und übernimmt alle rund 100 Mitarbeiter von QAI.
Die bislang größte Apple-Übernahme war die Kopfhörermarke Beats für 3 Milliarden Dollar.
Danke, Ben.
OpenAI bereitet offenbar einen der größten Börsengänge der Geschichte vor.
Wie das Wall Street Journal berichtet, plant das KI-Unternehmen den Schritt auf das Parkett für das vierte Quartal 2026.
OpenAI strebt dafür eine Bewertung von rund 830 Milliarden Dollar an und möchte im Zuge dessen mehr als 100 Milliarden Dollar frisches Kapital einsammeln.
Erste informelle Gespräche mit Banken an der Wall Street laufen bereits und das Finanzteam wird kräftig aufgestockt.
Parallel laufen im Hintergrund komplexe Verhandlungen mit dem wichtigsten Hardwarepartner Nvidia.
Das ursprünglich angekündigte 100 Milliarden Dollar Investment von Nvidia liegt laut Berichten auf IC.
Nvidia-Chef Huang soll die Kritik geäußert haben, dass OpenAI etwas verkaufen will, bevor die eigentliche operative Basis stehe.
Nvidia beobachtet zudem interessiert die wachsende Konkurrenz durch Google und Anthropic.
Stattdessen verhandeln die beiden Unternehmen nun über eine direkte Eigenkapitalbeteiligung.
Laut dem WallStreet Journal liegt diese bei mehreren 10 Milliarden Dollar im Rahmen der laufenden Finanzierungsrunde von OpenAI.
Der Zeitplan für den Börsengang ist wohl auch eine Reaktion auf den Wettbewerb.
Intern befürchten Führungskräfte bei OpenAI laut Berichten, dass der Rivale Anthropic ihnen zuvorkommen könnte.
Fakt ist, beide Unternehmen schreiben tiefrote Zahlen und verlieren jährlich Milliarden.
Während Anthropic damit rechnet, die Gewinnschwelle im Jahr 2028 zu erreichen, prognostiziert OpenAI diesen Punkt erst für 2030.
Auch Anthropic bereitet sich, wie eben erwähnt, auf einen möglichen Börsengang vor.
Dass das Unternehmen für Investoren attraktiv wird, belegen neue Zahlen.
So zeigt eine Umfrage unter 100 IT-Chefs großer Konzerne, dass Anthropic im Enterprise-Segment an Boden gewinnt und die Dominanz von OpenAI aufbricht.
Zwar nutzen immer noch 78% der befragten Unternehmen Modelle von OpenAI, doch Anthropic verzeichnet das stärkste Wachstum.
Die Verbreitung in den Unternehmen stieg seit Mai 2025 um 25% auf nun 44%.
Die IT-Entscheider schätzen dabei vor allem die Spezialisierung.
Während OpenAI weiterhin bei allgemeinen Chatbots und im Kundensupport dominiert, hat sich Entthropic die Marktführerschaft in der Softwareentwicklung und bei komplexen Datenanalysen gesichert.
Der Markt entwickelt sich laut der Analyse weg von einer breiten Streuung hin zu einem Oligopol weniger Anbieter.
Eine Absage erteilen die Unternehmen dabei offenen Systemen.
Die oft vorhergesagte Open Source Revolution findet in der Industrie bisher nicht statt.
Im Gegenteil, der Trend geht zu geschlossenen Modellen.
Als Gründe nennen die IT-Chefs die höhere Geschwindigkeit beim Modellverbesserungen sowie den Mangel an eigenem KI-Personal.
Auch die Datensicherheit spielt bei der Entscheidung gegen Open Source eine zentrale Rolle.
Generell sind die Budgets für KI-Modelle deutlich gestiegen.
Die durchschnittlichen Ausgaben der befragten Großunternehmen wuchsen im letzten Jahr um 180% auf 7 Millionen US-Dollar.
Das Landgericht Frankfurt hat in einem Urteil klargestellt, dass Unternehmen sich gegen fehlerhafte Google KI-Texte zur Wehr setzen kann.
Die Richter stuften demnach KI-Fehler unter bestimmten Voraussetzungen als mögliche Wettbewerbsbehinderung ein, was den Weg für kartellrechtliche Klagen öffnet.
Das ist besonders wichtig wegen des sogenannten Zero-Click-Effekts, bei dem Nutzer ihre Antworten direkt in den KI-Zusammenfassungen von Google finden und die Webseiten der ursprünglichen Urheber nicht mehr besuchen.
Ein Ärzteverbund hatte Google wegen falscher medizinischer Informationen zur Penisverlängerung verklagt.
Die KI behauptete, fälschlicherweise bei dem Eingriff werde ein Teil des Penis durchtrennt.
Obwohl dieser Antrag im konkreten Fall scheiterte, stellte das Gericht wichtige Grundsätze fest.
Die Richter bestätigten dabei, dass deutsche Gerichte zuständig sind und dass Google einer besonderen Missbrauchsaufsicht unterliegt.
Die Richter ließen offen, ob Google die KI-Texte als eigene Äußerungen zugerechnet werden müssen oder ob es sich um eine Zusammensetzung von Drittinformationen handelt.
Diese Unterscheidung könnte erheblich beeinflussen, inwiefern der Konzern haftbar gemacht werden kann.
Google selbst wollte sich auf Anfrage von Heiser Online nicht zu dem Richterspruch äußern.
Das war das KI-Update von Heiser Online vom 2.
Februar 2026.
Eine neue Folge gibt es montags, Mittwochs und Freitags ab 15 Uhr.
