# 2026 Market Shifts: Trade, ETFs, and Volatility

**Podcast:** Handelsblatt Today - Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage
**Published:** 2026-02-02

## Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu Handelsblatt Today.
Wir sprechen hier börsentäglich über wichtige Nachrichten und ihre Bedeutung für die Finanzwelt.
Das sind unsere Themen heute.
Der US-Dollar steht auf einem ziemlich schwachen Niveau.
Ein Dollar kostet im Vergleich zum Euro aktuell 10% weniger als noch vor einem Jahr.
Und das wirkt sich auch auf die Handelsbilanz zwischen Europa und den USA aus, wie eine neue Handelsblattanalyse zeigt.
Die Exporte von US-Unternehmen nach Europa sind um 5% gestiegen, während europäische Unternehmen 10% weniger Waren in die USA verschickt haben als noch ein Jahr zuvor.
Über die Hintergründe und Folgen dieser Verschiebungen in der Handelsbilanz von USA und Europa spreche ich gleich mit der Handelsblattindustriereporterin Isabel Wärmke.
Und im Schwerpunkt der Folge geht es heute um ETFs für das Jahr 2026.
Die Geldanlageexperten vom Handelsblatt, Markus Hinterberger und Andreas Neuhaus, haben sich in der Finanzbranche umgehört und drei Trends für dieses Jahr herausgehört.
Markus Hinterberger erklärt mir deshalb später in der Folge, wie Anleger ihr Portfolio 2026 mit ETFs diversifizieren können, um auf die möglichen Trends des Jahres zu reagieren.
Heute ist Montag, der zweite Februar und ich bin Ben Mendelson.
Wir fangen die heutige Folge aber wie immer an mit dem Marktbericht.
Dafür spreche ich jetzt mit meinem Kollegen Stefan Rexius, der heute für uns die Märkte beobachtet.
Hallo Stefan.
Hi Ben.
Stefan, die Preise von Gold und von anderen Edelmetallen fallen auch zu Wochenbeginn weiter stark, nachdem es ab Freitagabend schon einen starken Kurseinbruch gab.
Wie heftig sind die Preise jetzt gefallen?
Der Goldpreis ist heute zu Wochenbeginn in der Spitze um weitere bis zu minus 9,5 Prozent gefallen.
Nahe an die Marke von 4.400 Dollar.
Der Rekord beim Goldpreis, der erst wenige Tage alt ist, liegt ja bei 5.594 Dollar pro Feindunze.
Also das sind schon ganz enorme Verluste in so kurzer Zeit.
Im Tagesverlauf weiterhin starke Schwankungen.
Wir sind zwischenzeitlich wieder Richtung 4.800 Dollar pro Feinunze hoch.
Also das sind auch innerhalb von Stundenschwankungen, die wir sonst eigentlich allenfalls bei Kryptowährungen wie Bitcoin sehen.
Der Silberpreisausschläge heute noch stärker bis zu minus 15 Prozent.
Und wenn man das mit den Verlusten von Freitag zusammennimmt, dann summieren sich die Verluste da auf 40 Dollar auf unter 72 Dollar zeitweise leicht erholt zwar im Tagesverlauf der Silberpreis, aber in der Spitze ein Preiseinbruch von einem Drittel, was wirklich enorm ist.
Und Kupfer bleibt davon auch nicht verschont.
Der Kupferpreis auf den drei Wochen tief gefallen auf minus 5,6, um minus 5,6 Prozent heute.
Leicht stabilisiert, weil es positive Wirtschaftsdaten aus China gab.
Also das hat zumindest ein bisschen geholfen, denn China ist einer der größten Nachfrager von Edelmetallen.
Okay, das heißt Kupfer, Gold und auch Silber sind ja deutlich im Minus.
Was sind denn die Auslöser für diesen historischen Ausverkauf bei Edelmetallen?
Ja, also zum einen gibt es da natürlich Anleger, die jetzt von diesem Rekordlauf beim Goldpreis profitieren, aber diese starken Verluste lassen sich mit Gewinn mitnahmen alleine einfach nicht mehr erklären.
Da sind größere Kräfte am Werk, die Ursachen dafür liegen tiefer.
Das eine ist sicherlich, dass es eine Art Spekulationsblase, muss man vorsichtig sein mit dem Ausdruck, aber es hat sowas in die Richtung beim Gold jetzt auch gegeben und bei anderen Edelmetallen.
Und festmachen lässt sich das beispielsweise oder ganz konkret an einer Vorgabe, die die Terminbörse CMI am Freitag zu später Stunde unserer Zeit gemacht hat.
Sie hat nämlich die Anforderungen für Sicherheiten erhöht.
Das klingt erstmal harmlos, bedeutet aber, dass Investoren, die auf einen steigenden Goldpreis gewettet haben, mehr Sicherheiten dafür hinterlegen müssen.
Das sind dann zum Beispiel andere Wertpapiere wie Staatsanleihen.
Und dadurch wird es einfach teurer und auch unattraktiver, diese Wetten weiterzuhalten und einzugehen.
Das hat den Abverkauf dann sicherlich beschleunigt, weil diese Investoren Verluste an anderer Stelle dann auch wettmachen mussten.
Und ein Schlüsselmoment ist sicherlich, darüber habt ihr ja Ende der Woche auch schon gesprochen, dass es einen designierten neuen Chef der US-Notenbahn gibt, Kevin Warsh.
Und der ist erleichtert aufgenommen worden, letztlich von den Märkten.
Diese Flucht in Sicherheit war damit erstmal beendet.
Okay.
Jetzt zoomen wir noch ein bisschen raus.
Gold gilt ja eigentlich als ultimativer sicherer Hafen.
Wie passen da so heftige Schwanken dazu?
Also, so Schwankungen, die kennen wir ja sonst eher von Kryptowährungen oder vielleicht auch von so manchem Bundesliga-Fußballligisten, ohne jetzt hier konkrete Namen zu nennen.
Besser ist es.
Ja, das passt, das passt überhaupt nicht zusammen.
Also, ein sicherer Hafen Gold zeichnet sich dadurch aus, dass er wertstabil ist und in den letzten Jahren ja auch stark an Wert gewonnen hat.
Einfach vor dem Hintergrund, dass sich Gold nicht beliebig vervielfältigen lässt und somit auch nicht einfach entwerten lässt durch politische Entscheidungen, wie zum Beispiel einer Notenbank Dollar oder Euro zu drucken in Umgangssprache ausgedrückt.
Das Ganze ist ein Zeichen einfach für die enorme Nervosität, die rund um die USA und den Dollarverfall zuletzt herrscht.
Und im Prinzip sind die Märkte auf der Suche nach so einem neuen Gleichgewicht, wenn man will.
Man darf auch nicht vergessen, dass in den USA ja gerade neuer Shutdown läuft, relativ kurzfristig.
Da zeichnet sich möglicherweise eine Lösung bis Dienstag ab, aber sicher ist das auch nicht.
Und ganz interessant fand ich, dass die Edelmetall-Experten der deutschen Bank heute Morgen eine Notiz an ihre Kunden verschickt haben und darin erklärt haben, warum sie an ihrer gerade erst erhöhten Prognose für den Goldpreis von 6000 Dollar bis Ende dieses Jahres festhalten.
Also das nicht gleich wieder aufgeben, trotz dieser starken Verluste.
Und das ist dann doch eine interessante Randnotiz und der Bitcoin.
Wir haben ihn ja jetzt schon angesprochen.
Ist übrigens auf den tiefsten Stand seit zehn Monaten gefallen, unter die 80.000 Dollar-Mar Marke.
Und damit ist der Januar der vierte Verlustmonat beim Bitcoin nacheinander gewesen.
Okay.
An den Aktienmärkten andersrum gab es heute aber nicht so viel Bewegung.
Oder das war relativ ruhig, habe ich so gesehen.
Ja, das können wir tatsächlich relativ kurz halten.
Der DAX geht wieder auf die Marke von 25.000 Punkten zu, war jetzt am Nachmittag 0,8 Prozent im Plus.
Auch die US-Börsen sind stabil.
Das liegt in diesem Umfeld, was ja nicht selbstverständlich ist, daran, dass die Anleger sich eben nicht im großen Stil von US-Aktien und US-Anleihen trennen, sondern sich auf andere Weise gegen die Währungsrisiken absichern.
Und auch die deutschen Nebenwerte und der Eurostox-Index für die großen europäischen Werte ist leicht positiv heute.
Okay, dann habe ich zum Schluss nur noch die Frage: Sind hier irgendwelche Einzelwerte heute aufgefallen bei den Aktien?
Ja, da lohnt einmal der Blick auf Disney.
Disney hat nämlich Quartalsergebnisse vorgestellt.
Die sind einerseits besser als erwartet ausgefallen.
Ein Plus von 5% beim Umsatz auf 26 Milliarden Dollar.
Aber der Gewinn ist umgekehrt um 6% zurückgegangen, auf zwar immer noch stattliche 2,4 Milliarden Dollar, aber eben ein Minus, das liegt an hohen Marketing-Ausgaben.
Und somit ist die Aktie zum Handelsstaat an der Wall Street auch unter Druck geraten.
Knapp minus 7 Prozent gerade eben.
Es gibt Berichte, dass es einen neuen CEO geben soll, Josh Damaro.
Der soll Nachfolger von Bob Eiger werden, ist schon lange bei Disney dabei, als Chef der Themenparks und der Kreuzfahrten.
Und das sorgt vielleicht auch so ein bisschen für Verunsicherung weiß, weil es bisher ein unbestätigter Medienbericht von Bloomberg ist.
Alles klar.
Stefan, danke für den Marktbericht.
Danke auch.
Ciao.
Und für Sie an dieser Stelle wie immer der wichtige Hinweis: Alles, was wir in diesem Podcast besprechen, ist keine Anlageempfehlung, sondern dient rein Ihrer Information.
Für mögliche Verluste übernehmen wir keine Haftung und an möglichen Gewinnen werden wir auch nicht beteiligt.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
Bleiben Sie dran.
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Die Industrie in Deutschland und Europa steckt ja seit einiger Zeit in der Krise.
Jetzt kommt noch ein weiterer Faktor hinzu, der die Lage nicht gerade besser macht.
Seit der Zollpolitik von Donald Trump haben ja chinesische Billigexporte nach Europa stark zugenommen.
Jetzt steigen auch die Exporte aus den USA nach Europa, wie eine Handelsblatauswertung der jüngsten Handelsdaten zeigt.
Ein Grund dafür ist der schwache Dollar, der seit Februar 2025 um 10 Prozent gegenüber dem Euro an Wert verloren hat.
Über die Hintergründe der steigenden US-Exporte und über die Folgen spreche ich jetzt mit Handelsblad-Industriereporterin Isabel Wärmke.
Hallo Isa, willkommen hier im Studio bei Hannesbad Today.
Hi.
Isa US-Unternehmen haben ihre Exporte nach Europa um 5% gesteigert im vorigen Jahr, also Januar bis Ende November.
Auf 326 Milliarden Euro insgesamt.
5% plus, das klingt jetzt erstmal nicht wahnsinnig viel.
Warum belastet dieser Anstieg trotzdem die Industrie in Deutschland und Europa?
Ja, 5% klingen auf den ersten Blick tatsächlich überschaubar.
Das Problem ist aber der Kontext.
Also, wir reden über einen Markt, in dem die Nachfrage insgesamt schwach ist, sowohl in Deutschland als auch in vielen Teilen Europas, wie du schon gesagt hast.
Und wenn in so einer Phase zusätzliche Ware aus den USA nach Europa drängt, dann verschärft das den Wettbewerbsdruck natürlich unmittelbar.
Und hinzu kommt, wie gesagt, auch der Wechselkurs.
Also der Dollar hat seit Anfang 2025 deutlich gegenüber dem Euro verloren.
Bis heute sind es, glaube ich, mehr als zehn Prozent.
Und für US-Unternehmen werden Exporte nach Europa dadurch günstiger deutsche Exporteure wiederum belastet, der Kursverfall.
Die in Deutschland hergestellten Waren werden teurer.
Und ja, das trifft natürlich eine Industrie, die ohnehin schon mit strukturellen Standortproblemen kämpft.
Also hohe Energiepreise, steigende Lohnkosten, schwache Investitionstätigkeit.
Und unterm Strich heißt das.
Mehr Konkurrenz trifft auf einen schrumpfenden Kuchen.
Das ist für bestimmte Branchen natürlich deutlich belastender, als die bloße Prozentzahl vermuten lässt.
Ja, jetzt sagst du schon, bestimmte Branchen.
Welche Branche sind denn besonders betroffen von den steigenden Exporten aus den USA.
Also besonders stark wachsen die US-Exporte in Branchen, in denen die Vereinigten Staaten traditionell sehr wettbewerbsfähig sind.
Vor allem gehört dazu Chemie und Pharma, also Medikamente, Wirkstoffe und chemische Vorprodukte.
Aber auch bei Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren sehen wir eine deutliche Steigerung.
Nicht zuletzt, weil US-Produzenten hier von Skaleneffekten und günstigen Produktionskosten profitieren.
Was auch interessant ist, ist der Bereich Maschinen und Fahrzeuge.
Das sind zwar keine Massenwaren, aber eben hochpreisige Investitionsgüter, also Spezialmaschinen, Nutzfahrzeuge oder Komponenten für die Industrie.
Und gerade hier trifft das europäische Anbieterrecht empfindlich, weil es um margenstarke Segmente geht.
Und Produkte, die sonst noch darauf reagieren, sind klassische Konsumgüter, technische Geräte und Industrieausrüstung.
Das sind Produkte, die ohnehin auch relativ schnell auf veränderte Preisvorteile reagieren können.
Gleichzeitig, du hast es schon angesprochen, der Währungskurs setzt ja wiederum auch die europäischen Exporte in die USA unter Druck.
Die sind auch gefallen.
Zehn Prozent geringer waren die im Zeitraum August bis November.
Im letzten Jahr im Vergleich zum Jahr davor in dem Zeitraum.
Bei welchen europäischen Branchen sinken da die Exporte denn am stärksten?
Also besonders stark betroffen sind klassische Industriezweige.
Maschinenbau, Fahrzeugindustrie, also die Kernbranchen der deutschen Exportwirtschaft.
Hier wirkt der starke Euro und die zurückhaltende Investitionsbereitschaft in den USA gleichzeitig.
Auch chemische Erzeugnisse und industrielle Vorprodukte verlieren Marktanteile.
Weil sie im Preisvergleich einfach gegenüber US-Anbietern an Wettbewerbsfähigkeit einbüßen.
Weniger stark, aber auch rückläufig sind Exporte aus der Metall- und Elektroindustrie.
Insgesamt zeigt sich so das Bild, je investitionsintensiver und preisssensibler das Produkt ist, desto stärker fällt leider aktuell der Rückgang aus.
Okay, und hinzu kommt ja auch noch der Zolldeal zwischen der EU und den USA.
Der sieht ja vor, dass Industrieprodukte aus den USA, von US-Unternehmen zollfrei in die EU exportiert werden dürfen.
Das würde doch das Problem noch mehr verstärfen, oder?
Ja, kurz gesagt, ja.
Also das würde Druck weiter erhöhen.
Zollfreiheit senkt die Markteintrittshürden für US-Anbieter zusätzlich.
Und zwar eben genau in dieser Phase, in der europäische Unternehmen ohnehin unter Kostendruck stehen.
In der Industrie gibt es deshalb durchaus kritische Stimmen.
Also vor allem der Chemieverband warnt davor, dass der Deal die Wettbewerbsbedingungen weiter zu Ungunsten europäischer Hersteller verschiebt.
Die Chemie verzeichnete im vergangenen Jahr auch mit 15 Prozent den höchsten Zuwachs an Importen aus den USA.
Ein Großteil davon entfällt auf Pharmaprodukte.
Die politische Lage ist aber gleichzeitig auch kompliziert.
Also, dieser Deal ist ja Teil einer größeren transatlantischen Strategie und ein vollständiges Aufschnüren, ja, das gilt ja Zeit eher als unwahrscheinlich.
Ganz im Gegenteil.
Das ist komplett neu verhandelt, ist ja auch unwahrscheinlich in der aktuellen Situation.
Ja, ganz im Gegenteil.
Es könnte bald ja Zollfreiheit für Ausfuhren in die EU geben.
Da brennt das EU-Parlament jetzt weiter zu.
Ja, aber der Ruf nach Schutzklauseln wird insgesamt natürlich schon lauter.
Ja, und außerdem haben wir auch noch die Lage, dass auch China mehr nach Europa exportiert, also nicht nur die USA.
Denn seit Donald Trump mit seiner Zollpolitik den Welthandel durcheinander gewirbelt hat, hat das eben auch diese Auswirkungen.
Dein Kollege Bert Fronthoff hat da auch hier im Podcast schon über Billigschwämme aus China in die EU berichtet.
Droht die Industrie da hierzulande, gerade zerrieben zu werden aufgrund der steigenden Exporte, sowohl aus China als auch aus den USA?
Ja, diese Gefahr ist vor allem, was China betrifft, real.
Auf der einen Seite kommen preisgünstige, teils stark subventionierte Produkte aus China nach Europa, von Solartechnik über Batterien bis hin zu Konsum und Industriegütern, auch Stahl übrigens.
Vor allem chinesische Chemiekonzerne leiten große Mengen nach Europa um, die sie im eigenen Land eben nicht loswerden.
Und das wird auch durch Währungseffekte verstärkt.
Der gegenüber dem Euro-schwache Kurs des chinesischen Yuen verbildet für chinesische Unternehmen die Exporte in die Eurozone.
Auf der anderen Seite drängen jetzt auch US-Produkte nach Europa und europäische Hersteller stehen von zwei Seiten unter Druck.
Also preislich und auch strukturell.
Und da sind eben besonders Branchen mit hoher Standardisierung und geringem Differenzierungsspielraum gefährdet.
Letzte Frage: Wie sehen denn dann die Prognosen für das laufende Jahr 2026 aus?
Der Dollar wird ja absehbar eher weit auf einem schwachen Niveau bleiben, laut Prognosen.
Gibt es denn irgendwelche anderen Daten, die die europäische Industrie da trotzdem optimistisch auf das Jahr 2026 blicken lassen?
Oder dürfte sich die Krise da weiter fortsetzen?
Also allgemein muss man natürlich sagen, Europa hat weiterhin starke Positionen bei Hochtechnologien, Spezialmaschinen, industriellen Dienstleistungen.
Und die kurzfristigen Aussichten bleiben allerdings schwierig.
Der Dollar dürfte ja laut der meisten Prognosen auch 2026 eher schwach bleiben.
Das erleichtert die Exportlage jetzt nicht gerade.
Die globale Nachfrage bleibt immer noch verhalten, aber es gibt auch Lichtblicke.
Also Investitionen in einzelnen Branchen ziehen an.
Viele Unternehmen beginnen ihre Kostenstrukturen anzupassen, Produktionsprozesse weiter zu modernisieren.
Investitionen in Energie, Infrastruktur, Netzausbau, Verteidigung.
Dann gibt es ja auch die Hoffnung auf eine schrittweise Erholung der europäischen Binnenkonjunktur.
Sollten die Zinsen weiter sinken und Investitionen vielleicht wieder anziehen.
Aber unter dem Strich 2026 wird kein einfaches Jahr.
Also externe Nachfrageimpulse bleiben gedämpft und internationale Institutionen prognostizieren um moderates Wachstum für die Eurozone.
Okay, also ein differenzierter Ausblick, zumindest keine nur pessimistischen News, Isa.
Vielen Dank für deine Zeit und für deinen Besuch hier im Podcast Studio.
Danke auch.
Und die Analyse von Isabel Wärmke, Bert Frönthoff und Lazarakovic zu den steigenden US-Exporten nach Europa, verlinke ich Ihnen in den Shownotes.
Das Jahr 2026 ist gerade erst ein Monat alt, aber wir hatten schon eine lange Liste von Krisen.
Es waren ziemlich turbulente Wochen zuletzt.
Ich sag nur schwacher Dollar, Grönland, Goldpreis und so weiter.
Angesichts von so viel Risiko und Turbulenzen stellt sich die Frage, wie Anlegerinnen und Anleger damit umgehen sollten.
Weil ja zum Beispiel der MSCI World sehr US-lastig ist.
Markus Hinterberger und Andreas Neuhaus aus dem Team Geldanlage und Märkte beim Handelsblatt haben für das Jahr 2026 darum drei Trends herausgearbeitet und ETFs gefunden, die zu diesen Trends passen.
Darum begrüße ich jetzt hier im Podcast Markus Hinterberger, den Handelsberg-Chefreporter Geldanlage.
Hallo Markus, willkommen zurück bei Handelsbad Today.
Hallo, grüß dich Ben.
Markus, du hast dich mit vielen Expertinnen und Experten darüber ausgetauscht, welche ETFs im Jahr 2026 sinnvoll sind, zusammen mit Kollege Andreas Neuhaus.
Nach dem vergangenen Jahr wissen vermutlich ja viele, dass es suboptimal ist, nur in den MSCI World zu investieren.
Aber bevor wir jetzt über alternative ETFs sprechen, was würdest du denn sagen, sind so die Hauptkriterien, die bei der Auswahl von guten ETFs entscheidend sind aktuell.
Genau, also sobald ich anfange, mehr als einen ETF in meinem Portfolio zu haben, sollte ich immer schauen, inwieweit korrelieren die beiden ETFs miteinander oder inwieweit korrelieren meine ETFs, wenn ich viele habe miteinander.
Und ein schönes Beispiel ist immer SP 500 ETF.
Und nebendran lege ich meinetwegen MSCI World.
Wenn ich mir da die Top-Positionen anschaue, dann weiß ich manchmal gar nicht, unter welcher Überschrift schaue ich jetzt.
Gerade weil die sind, was die Top-Positionen anbelangt, fast identisch.
Das heißt also, diese Kombination, das wäre dann so etwas, was Anlageexpertinnen und Experten und Klumpenrisiko nennen.
Ganz generell würde ich bei ETFs aber auch immer drauf schauen, wie alt sind die und wie groß sind sie.
Weil ganz junge ETFs, die werden auch, die werden ja dann irgendwann mal aufgelegt, man sucht sich einen Index oder beziehungsweise werden sogar Indizes gebaut, um eigens dann ETFs auflegen zu können.
Und die werden dann an den Markt gebracht und wenn die da nicht sofort irgendwie mehrere hundert Millionen Euro einsammeln, kann es auch gut sein, dass die geschlossen werden.
Also, wenn ich mich für ein ETF entscheide und sehe da, der verwaltet nur so 110 Millionen Euro, wäre ich vorsichtig, würde ich immer schauen, was gibt es denn da auch zu dem, auf den Index, in den ich investieren will, gibt es da vielleicht einen größeren und etablierteren ETF.
Und noch eine Sache, der Themen ETF sind ja auch so eine spezielle Sache.
Da gibt es ja immer wieder irgendwelche Trendthemen, zum Beispiel jetzt in den vergangenen beiden Jahren war es Rüstung.
Da gibt es KI auch.
Oder KI, da sollte ich, würde ich auch immer schauen, wer waren denn die Ersten, die da dabei sind, die aufgelegt wurden und wer ist dann da besonders groß und hat sozusagen eine Historien.
Weil die jüngeren sind dann oft so Marketinggags.
Da sagt dann der Vertriebsvorstand von der Fondsgesellschaft, ja komm, jetzt baue man auch noch einen Rüstungs-ETF.
Und dann wird schnell irgendwas zusammengeschustert.
Und die sind nicht immer schlecht, aber oft hinken die in ihrer Performance den etablierteren Themen ETFs etwas hinterher.
Okay.
Dann hätte ich noch eine Frage zur Gewichtung from the eigenen Portfolio.
Du schreibst in dem Artikel ja auch: Nebenwerte und Schwellenländer gehören in jedes Portfolio.
Warum ist das so?
Kurz erklärt, und welche Gewichtung empfehlen dann denn die Expertinnen und Experten, mit denen du gesprochen hast.
Genau, also Nebenwerte and Schwellenländer, das ist einfach die Sache, man sollte grundsätzlich baut, in der Basis so bright weeklich aufgestellt sein.
Also when man, da will ich ja auch ein stabiles, bright fundamental.
Deswegen brauche ich da Aktien, Aktien, Aktien.
And by the Gewicht, when man just concretes and say, nah, where are you in Aktien?
70% of Aktien of growth and klein aus Industriestaaten, also large caps and small caps and mid-caps of the industriestaaten.
And the early 30%, then we have growth and kleine and middle of Schwellenländer haben auch natürlich viel mehr Volatilität drin.
Aber um langfristig so my argument, the Schwellenländer have often the chance a bit more rendite über ein reines Industriestaaten-Portfolio zu haben, dann ist es nicht schlecht, wenn man ein paar Schwellenländer beimischt.
Okay, also 70, 30, ungefähr the Mischung.
Genau.
Und dann wäre not a fragment: we won't then in so turbulenten Zeiten, wir haben es schon besprochen am Anfang, Aktien gewichtet werden in Portfolio.
Weil die Deutschen haben ja im Schnitt sehr viel Geld einfach rumliegen auf dem Girokonto, vielleicht im Tagesgeld oder Festgeldkonto, was sicher nicht die klügste Strategie ist fürs eigenen Geld langfristig.
Aber 100% in Aktien zu investieren, könnte ja wiederum auch manchen zu riskant sein.
Welche Gewichtung wird da empfohlen?
Ich habe bei dir gelesen, das unterscheidet sich auch teilweise nach der Altersgruppe, der man angehört.
Genau, also das Alter ist immer ganz wichtig.
Vorweg noch ein kleiner Satz.
Wenn ich ein Ziel habe, auf das ich hinspare und das Ziel irgendwann in drei, vier, fünf oder zehn Jahren ist, dann würde ich grundsätzlich viel, viel höher einsteigen bei der Anleihenquote, weil ich will ja das Geld sicher zum Tag X haben.
Wenn ich aber sage, es geht jetzt um meine Altersvorsorge, dann du hast noch ein bisschen Zeit, dann könnte man sich folgende Quoten überlegen.
Zum Beispiel, wenn ich bis ich 30 bin, sollte ich mit mindestens 80% Aktien unterwegs sein.
Ich weiß, das klingt wild, aber man sollte das auch immer im Gesamtkontext betrachten.
Und zwar, wenn ich nebenbei noch eine Betriebsrente bekomme und die sind sehr, sehr oft sehr Anleihelastig.
Dann habe ich ja sozusagen schon, was der an Anleihenbereich angeht, meine Hausaufgaben gemacht.
Deswegen kann man da auch 80% Aktien als bis 30-Jähriger machen.
Zwischen 30 und 40 haben zum Beispiel die Experten mir durch die Bank eigentlich gesagt: naja, da sind 70 Prozent Aktien auch okay.
Kann man nehmen.
Wer will, kann er auch ein bisschen mehr nehmen.
Wer sich damit unwohl fühlt, kann auch ein bisschen weniger nehmen.
Und dann geht es weiter mit zwischen 40 und 50, wäre ich bei 60 Prozent.
Und dann geht es immer weiter runter.
Und ab dem 60.
Lebensjahr haben die meisten gesagt, man soll, wenn es geht, die Aktienquote prinzipiell so gestalten, dass man sagt, man hat 100% Aktien und dann zieht man sein Lebensalter ab.
Also ein 70-Jähriger sollte 100 minus 70% ist gleich 30% Aktienquote haben.
Das wäre eigentlich immer eine gute Quote, wie man sich aufstellen könnte.
Okay.
Und wer dann 101 ist, hat dann minus 1% Aktien.
Kleiner Scherz, Mathematiker.
Genau, aber ja gut, ich habe auch schon mit Experten gesprochen, die haben gesagt, wenn ein 100-Jähriger für seine Enkel anlegt, dann darf der auch gerne 100% Aktien haben.
Ja, ja, fair.
Ja, verstehe.
Dann kommen wir mal jetzt zu den konkreten ETFs für das Jahr 2026.
Du hast ja zusammen mit Experten und mit Andreas Neuhaus, der auch Experten interviewt hat, drei Trends identifiziert für das Jahr, die die Finanzmärkte 2026 prägen könnten.
Welche sind das?
Also, der eine Trend wäre, die Unsicherheit in der Welt nimmt zu.
Wir haben ja sehr viele geopolitische Verwerfungen.
Wir können nicht mehr damit rechnen, dass die USA unser Freund sind.
Klingt immer politisch, aber ja, ist faktisch so.
Dann, nächster Trend wäre, die KI-Rally geht weiter und verbreitert sich.
Also, dass sie sich, dass sie viel mehr abstrahlt auf sehr, sehr viele Unternehmen, die vielleicht vorrangig jetzt noch gar nicht mit dem Thema künstliche Intelligenz in Verbindung gebracht werden.
Und der dritte Trend wäre, die USA werden immer unwichtiger.
Also die Politik des US-Präsidenten führt immer mehr dazu, dass die USA ins Abseits geraten.
Okay.
Und das wären die drei Trends, die wir herausgearbeitet haben.
Dann sprechen wir mal konkret über diese drei Trends.
Fangen wir an mit der zunehmenden Aufspaltung der Weltwirtschaft.
Welche ETFs sind dir und Andreas Neuhaus da aufgefallen, die besonders von geopolitischen Risiken profitieren?
Genau, das werden wir jetzt, wenn man bestimmt die ein oder anderen werden jetzt sagen, ah, Moment, was ist denn jetzt mit dem Goldpreis und so weiter, weil Gold wäre ein, ja, wie soll man sagen, so ein klassisches Mittel, um sein Portfolio etwas breiter und sicherer aufzustellen.
Auch wenn der Goldpreis jetzt in den jüngsten Tagen ein Stück weit abgerutscht ist, wäre trotzdem noch der Tipp von Experten sozusagen als taktisches Investment, also für dieses Jahr gold zu halten, allein aufgrund der Tatsache, weil Gold immer so eine Krisenwährung ist.
Und ich kann mir gut vorstellen, der nächste lustige Einfall von Donald Trump wird kommen.
Ich weiß nicht, vielleicht will er wieder Anspruch auf irgendeinen Land erheben.
Und das wird die Märkte wieder in Aufruf versetzen und dann ist Gold wieder gefragt.
Also, das war ein Ding.
Kann man gefragt, das wären dann auch ETFs, die man da sozusagen nehmen kann, die das physische Gold abbilden.
Genau, das sind sogenannte ETCs, also Exchange-Traded Commodities nennt man das.
Und da sollte man als Anleger oder Anlegerin drauf achten, dass man da welche nimmt, die mit physischem Gold unterlegt sind.
Das hat dann den Vorteil, wenn man die ein Jahr lang gehalten hat, gilt die gleiche Regel, als hätte man sich tatsächlich den Goldbarren zu Hause hingelegt.
Weil wenn man das dann mit Gewinn verkauft, kann man ab einem Jahr Haltedauer den Gewinn steuerfrei vereinnahmen.
Also ist eine ganz nette Sache.
Danach wäre natürlich das Thema Rüstung, wenn die NATO mehr oder weniger zerbricht, dass dann die europäischen Staaten, um auch gegenüber Russland stärker zu zeigen, mehr in Rüstung gehen.
Da gibt es verschiedene ETFs.
Da gibt es zum Beispiel von Van Eck, das ist sozusagen einer der ältesten Rüstungs-ETFs.
Oder Wisdom Tree hat auch was aufgelegt.
Also da gibt es verschiedene Unternehmen, die damit Rüstungs-ETFs daherkommen.
Und ein anderer Punkt wäre natürlich das Thema europäische Autonomie.
Es gibt spezielle ETFs, die darauf setzen, auf die nur europäische Unternehmen drin haben, die dann auch aber aus bestimmten Branchen kommen, wie Pharma, wie Technologie, um eben da ein Stück weit die europäischen Aktien, die es da durchaus gibt, die aber nur nicht so im Fokus der Öffentlichkeit stehen, ein bisschen nach vorne zu bringen.
Und der letzte Punkt sind seltene Erden.
Darüber kabbeln sich ja die meisten Länder inzwischen.
And I mean, der Grönland-Konflikt ist ja auch nur, ist ja auch ein Stück weit daher getrieben, dass man dort unter der Eisdecke sehr, sehr viele seltene Erden vermutet.
Nach einer kurzen Unterbrechung geht es gleich weiter.
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Dann schauen wir mal auf die USA.
Welche ETFs wurden euch denn von Expertinnen empfohlen, um das US-Risiko im eigenen Portfolio zu reduzieren?
Ja, da wäre zum Beispiel so ein Classicer natürlich, den MSCI World X US.
Da sind dann alle US-Aktien draußen.
Da hat man dann auf einmal die Konstellation, dass da zum Beispiel Japan das größte Land ist in diesem ETF.
Da wären 19% Japan mit drin, aber auch, Achtung, 8% Deutschland.
Im normalen MSCR-World sind wir, glaube ich, bei 2%.
Also das heißt, das wäre dann schon eine enorme Höhergewichtung Deutschlands.
Und was dann auch noch dabei wäre, wäre das Thema Schwellenländer.
Dass man mehr auf, es gibt ja da zumindest, es gibt ja da einige ETFs of the MSCI Emerging Markets, wo wir da auch wieder sagen müssen, Schwellenländer, obacht, kann volatil werden.
Oder eben, dass man sagt, man kümmert sich um europäische Nebenwerte.
Wie dass man sich ein MDAX-ETF holt oder vielleicht ein ETF auf ein Eurostock 600.
Das wäre so das, um ein Stück weit auch das US-Risiko runterzufahren.
Okay, Risiko runterfahren.
Ich höre aber auch raus, die Empfehlung ist jetzt nicht, fluchtartig aus den USA auszusteigen.
Der US-Markt ist ja auch nach wie vor der größte und wichtigste Aktienmarkt der Welt.
Kommen wir mal zum Schluss noch zur dritten Prognose für 2026, nämlich der KI-Boom hält an und betrifft immer mehr Unternehmen und Branchen.
Wir sprechen ja hier auch häufig über eine mögliche KI-Blase, die platzen könnte.
Gibt es denn eine clevere Möglichkeit, von einer möglicherweise anhaltenden KI-Rally zu profitieren, aber auch abgesichert zu sein, falls die Blase platzt.
Geht das beides gleichzeitig überhaupt?
Ja, das ist so ein bisschen die Quadratur des Kreises.
Die kriegt man vielleicht am ehesten noch hin, indem man einen gleichgewichteten ETF kauft auf einen gleichgewichteten ETF auf den SP 500.
Dann hat man sozusagen das Übergewicht der Magnificent 7, also die Nvidia, Apples, Microsofts dieser Welt, das hat man dann runtergedimmt, aber gleichzeitig ist man noch im SP 500 mit drin und könnte da entsprechend mitverdienen.
Andere Sache wäre, es gibt es ja den berühmten Costolani-Spruch, wie Andreas Neuhaus mir unlängst gesagt hat: wenn der Goldrausch kommt, dann kauft nicht Gold, sondern kauft die Leute, die die Schaufeln herstellen, um das Gold aus der Erde zu holen.
Das heißt, das wären wir bei Halbleiter ETFs.
Da gibt es einige MSCI Semiconductors.
ETF wäre so ein Stichwort.
Oder was man dann auch noch hat, um das alles, diese ganzen Rechenzentren am Laufen zu halten, braucht man natürlich unglaubliche Mengen an Strom.
Dass man da Energieerzeuger nimmt.
Da gibt es zum Beispiel ETFs auf dem Global Clean Energy Index.
Aber es gibt auch konventionelle ETFs oder beziehungsweise Indizes, die dann eben die großen Energieversorger dieser Welt abbilden.
Also da ist jede Menge da, was man da machen kann.
Alles klar.
Vielen Dank, Markus, für all diesen Input.
Gerne.
Und falls Sie die vertiefte Analyse zu den ETF-Trends für 2026 von Andreas Neuhaus und Markus Hinterberger nachlesen möchten, ich habe Ihnen da mehrere Artikel in den Shownotes verlinkt.
Das war Handesplaty für heute.
Redaktionsschluss war wie immer um 16 Uhr, und wenn Sie noch Fragen oder Feedback für uns haben, dann schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an Today at handelsblatt.com.
Sie erreichen uns auch immer über WhatsApp, Telegram und Signal.
Die Telefonnummer finden Sie in der Folgenbeschreibung.
Oder Sie kommentieren auf der Podcastplattform Ihrer Wahl, wie Ihnen diese Folge gefallen hat.
Ich bedanke mich für die Produktion der Sendung bei Lukas Tepler und ich danke natürlich auch Ihnen fürs Zuhören.
Machen Sie es gut und bis bald Finanzen, Tech und Festival passen nicht zusammen?
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