# Gold Volatility and Mining Investment Strategy

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-02-02

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Montag, der zweite Februar.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital.
Wir starten den neuen Monat mit dem Thema des letzten Monats, nämlich Gold und Silber.
Aber davor erstmal ein Update, was alles Ende letzter Woche an der Böse los war.
Am Freitag ist der erste Börsenmonat des Jahres so geendet wie der ganze Januar war.
Ziemlich turbulent.
Der SP 500 und Nasdaq haben zwar nur leicht verloren, aber Gold hat 11% verloren und Silber 31%.
Das sind die größten Tagesverluste seit 1980.
Silber hatte damit sogar den zweitschlechtesten Tag, seitdem es Aufzeichnungen gibt.
Auch der Bitcoin ist übrigens deutlich gesunken.
Schuld daran war mal wieder ein Mann, aber nicht Elon Musk, Jensen Wang, Trump oder andere Kandidaten, die regelmäßig Kurse bewegen, sondern der 55-jährige Kevin Wash.
Kevin Walsh war 2006 der jüngste Zentralbanker in der Geschichte der USA.
Gerade mal 35 war er damals.
Und dann hat er auch direkt in einer Krisenzeit übernommen.
In den Jahren danach wurde er unter anderem Aufsichtsratmitglied bei UPS und vor allem zum großen Kritiker der Zentralbank.
Walsh hat immer wieder gesagt, dass die Zentralbank unabhängiger sein muss und nicht so viel Geld in Staatsanleihen stecken sollte, nur um Politikern ihren Job einfacher zu machen.
2017 stand er dann kurz davor, mit nur 46 Jahren Chef der Zentralbank zu werden.
Trump fand ihn aber wohl damals ein bisschen zu jugendlich und hat sich für Jerome Paul entschieden.
Mit dem hat er sich aber bekanntlicherweise massiv zerstritten in den letzten Jahren.
Trump will nämlich, dass Paul die Zinsen schneller senkt.
Aber demnächst kann Trump eben einen neuen Zentralbankchef nominieren.
Bei der aktuellen Zusammensetzung vom Senat wird es sein Pick auch sehr wahrscheinlich werden.
Und am Freitag kam raus, dass sein Pick Kevin Wash ist.
Viele haben eher gedacht, dass Trump jemanden nominieren wird, der genau seine Politik durchsetzt und die Zinsen massiv senkt und generell einfacher zu kontrollieren ist.
Zinsen senken will Kevin Walsh wohl auch, aber gleichzeitig ist er wie gesagt Fan von einer kleineren Zentralbankbilanz.
Kurz gesagt könnte der Dollar unter ihm also stabiler werden, als viele erwartet haben und die Zinsen vielleicht doch nicht ganz so stark sinken, und das erklärt dann die Reaktion bei Gold und Silber, dass die in den letzten Monaten so gut gelaufen sind, liegt nämlich unter anderem auch daran, dass das Vertrauen in den Dollar gesunken ist.
Spannend ist übrigens noch, die Sti Lauder Erbin und ehemalige Managerin Jane Lauder ist die Ehefrau von Kevin Wash und ihr Vater Ronald Lauder ist wohl enger Vrauter von Trump.
Übrigens war Ronald Lauder auch mal Botschafter in meiner Heimat Österreich und damit zu den Einzelaktien.
In Frankfurt ist am Freitag nämlich die österreichische Firma Asta Energy Solutions an die Börse und hat direkt um die 40% zugelegt.
Aster ist in einem Business mit viel Rückenwind und macht Komponenten aus Kupfer für alle möglichen Energiebereiche, zum Beispiel stecken die Produkte auch in Rechenzentren.
Dazu muss man sagen, dass Aster noch relativ klein ist.
Sie haben in den ersten neun Monaten 2025 um die 500 Millionen Euro Umsatz gemacht und hatten eine operative Gewinnmarge von unter 10%.
Jetzt kommen sie damit auf eine Bewertung von ca.
einer halben Milliarde.
Übrigens sind die anderen Aktionäre ganz spannend.
Siemens Energy ist ein großer Investor.
Der Unternehmer Michael Theuner ist mit 55% Anteil der größte.
Ihn kennt man noch von Batteriehersteller Water.
Fast so gut wie Aster ist am Freitag Deckers Outdoor gelaufen.
Mit 19% plus war das die stärkste Aktie im S<unk>P 500 und schuld ist vor allem die Laufschuhmarke Hoker.
Die ist letztes Quartal fast 20% gewachsen.
Analysten haben eher 10 erwartet.
Die zweite Marke von Deckers, nämlich Axe, ist auch gewachsen.
Da haben Analysten sogar einen leichten Rückgang erwartet.
An der Erwartung sieht man aber auch schon, dass die letzten Monate für Deckers nicht gut gelaufen sind, auch an der Börse ging es 50% runter im letzten Jahr.
Beim Börsenwert von 17 Milliarden Dollar liegt das Kursgewinnverhältnis jetzt bei unter 20.
Entsprechend passiert es bei guten Zahlen auch schnell, dass der Kurs steigt.
Und auch über 10% gestiegen ist der Kurs von der Swatch Group.
In den letzten Monaten hat sich der Trend bei den Uhrenmarken der Firma wohl so verbessert, dass sie 2026 mit substanziellem Wachstum rechnet.
Dann noch zur Übernahmemeldungen.
Einmal hat AstraZeneca für bis zu 4,7 Milliarden Dollar einen Lizenzdeal mit dem chinesischen Biotech-Startup CSPC Pharmaceuticals gemacht.
Damit steigt AstraZeneca noch mehr ins Business mit Abnimmspritzen ein.
Nicht so gut lief der Deal beim Satellitenplayer Eutel sat, die wollten eigentlich einen Teil ihres Businesses an den Investor EQT verkaufen.
Der französische Finanzminister hat das aber blockiert, weil Eutel sat aus seiner Sicht strategisch wichtig für Frankreich ist.
Passend dazu wurden noch Zahlen vom deutlich größeren Eutelsatkonkurrenten SpaceX geleakt.
Lord Reuters hat SpaceX letztes Jahr 8 Milliarden Dollar operativen Gewinn gemacht, bei gerade mal 16 Milliarden Dollar Umsatz und das Satellitensystem Starlink ist wohl der Hauptumsatztreiber.
Und zum Abschluss noch eine krasse Entwicklung aus der Gamingwelt, Take to Interactive, Roblox Unity, haben alle zwischen 10 und 20 Prozent verloren, nachdem Googles ein neues KI-Projekt Genie vorgestellt hat.
Dort kann man einfach wie bei JetGPT eingeben, welche virtuelle Welt man haben will und danach in der virtuellen Welt mit einem Charakter rumlaufen.
Also ein bisschen wie ChatGPT für Gaming.
Dazu kam beim Thema KI am Wochenende noch ein Bericht vom Wall Street Journal raus, laut dem der 100 Milliarden Dollar-Deal zwischen OpenAI und Nvidia so wohl nicht mehr stattfinden wird.
Zur Erinnerung, im September haben sich die zwei geeinigt, dass Nvidia 100 Milliarden Dollar in OpenAI investiert.
Seitdem sind aber intern bei Nvidia die Zweifel an dem Deal gestiegen.
Makromittwoch.
Dein Wirtschaftskick des Monats.
Der aktuellen Lage entsprechend haben wir den Makro-Mittwoch diesem Monat mal auf den Montag geschoben und mit dem Chief Economist von Scalable Capital, Christian Röhl natürlich über Investments in Gold und Silber gesprochen.
Christian, es gibt ja gerade eine wahnsinnige Dynamik im Silber und Goldmarkt, wie man letzten Freitag auf der Negativseite gesehen hat.
Wir wollen jetzt aber nicht auf die kurzfristigen Bewegungen schauen, sondern eher wie man insgesamt auf den Investment Case Gold und Silber schauen kann.
Ja, über die kurzfristigen Bewegungen kannst du ja momentan nicht sprechen.
Das sieht ja aus wie bei einem Meme-Coin, sowohl nach oben als auch nach unten.
Insbesondere wenn man bedenkt, dass da ja nun wirklich erhebliche Werte dahinter stehen.
Gold mit einer Gesamtkapitalisierung jetzt von etwa 30 Billionen Dollar.
Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir hier eine relativ geringe Liquidität haben.
Insbesondere Silber ist halt schon ein enger Markt, weil halt viel auch in Lagern weggepackt ist.
Und bei Gold darf man aber auch nicht vergessen, dass natürlich die Zentralbanken Gold halten und momentan da auch nicht als Verkäufer am Markt aktiv sind.
Das erklärt auch diese Bewegung, wenn dann eben spekulatives Interesse reinkommt.
Ansonsten werden ja Gold und Silber gerne in einem Atemzug genannt, sind aber grundlegend unterschiedlich vom Anlagehintergrund.
Gold, das ist tatsächlich die Krisenwährung.
Ja, und eben auch Reservewährung für die Zentralbanken, gerade im globalen Süden dazu natürlich die Investmentnachfrage, die Nachfrage aus der Schmuckindustrie.
Da ist sehr viel, was dann einfach mal weggepackt ist.
Bei Silber haben wir einen gänzlich anderen Anlagehintergrund.
Ich weiß, das ist auch immer gern als Wertspeicher angesehen wird, aber Problem ist da ja schon der relativ geringe Preis jetzt im Vergleich zu Gold, weil damit du überhaupt in Silber signifikante Summen unterbringen kannst als Wertspeicher, musst du halt schon immenses Gewicht und damit auch immenses Volumen basieren.
Das ist einfach schon mal so eine quasi natürliche Grenze momentan noch bei dem Preis.
Und dann kommt halt hinzu, dass Silber eben auch ein Industriemetall ist, das in strategischen Bereichen, eben nicht nur bei erneuerbaren Energien, sondern auch bei einigen Rüstungsanwendungen von großer Bedeutung ist, weshalb wir ja auch sehen, dass China da Exportkontrollen verschärft hat und dass es auch einen industriellen Run auf Silber gibt.
Das sorgt natürlich für eine zusätzliche Volatilität.
Nachdem die Preise zu gut gelaufen sind, gibt es auch viele, die darüber nachdenken, in Minenaktien zu investieren, weil die nochmal so einen eingebauten Hebel auf den Gold- und Silberpreis haben.
Wie schaust du auf den Investment Case?
Ja, dieser Hebel ist natürlich logisch.
Du hast relativ fixe Produktionskosten auf Sicht, so jetzt mal, sagen wir mal, von ein, zwei Jahren.
Und wenn der Preis, den die Minen dafür am Markt bekommen, sofern sie nicht schon ihre Produktion auf Termin lange Voraus verkauft haben, entsprechend steigt, dann ist natürlich da ein überproportionaler Gewinnschub.
Problem bei den Minen war über lange Jahre, dass die Förderkosten relativ stark gestiegen sind durch Energie, durch Sicherheits- und Umweltauflagen, aber auch dadurch, dass es insgesamt natürlich immer schwieriger wird, Metalle zu fördern, die einfach abzubauenden Vorkommen, die sind weitgehend abgegrast.
Und dadurch haben wir in der langen Goldhosse, während auch schon der 10erjahre und jetzt Anfang der 20er Jahre eigentlich nicht gesehen hat, dass Minenaktien großartig performt haben.
Nur jetzt, wo wir den Preisanstieg schon im letzten Jahr ja so deutlich hatten und wo wir jetzt in diesem Jahr weitere Preiszuwächse haben, muss man eigentlich sagen, es ist fast egal, wie schlecht eine Mine noch gemanagt wird.
Sie können es eigentlich kaum noch vermeiden, dass das Geld da mit der Schubkarre rausgefahren wird.
Insofern sind da immense Windfall Profits, die mit Blick auf die Nachhaltigkeit dort vielleicht auch noch gar nicht richtig eingepreist sind, weil bei vielen Minen der Markt immer noch sehr, sehr vorsichtig ist.
Das heißt, wir könnten durchaus davon ausgehen, dass wenn Gold und auch Silber jetzt vielleicht nicht weiter steigen, sondern einfach mal auf diesem stark erhöhten Niveau ein Plateau ausbilden, dass Minenaktien dann deutlich besser weiterhin laufen.
Nichtsdestotrotz, das Minenbusiness extrem schwierig, extrem kapitalintensiv.
Das muss einem klar sein, wenn man hier investiert.
Deswegen breite Diversifikation hier extrem wichtig.
Wer in Minen investieren will, findet halt inzwischen auch zum Glück eine ganze Reihe von Goldminen Indizes.
Oder man zieht es halt gleich ein bisschen größer auf und sagt Metallminen insgesamt, weil ja sowieso sehr vieles zusammengefördert wird, weil es ja auch bei Kupfer beispielsweise oder bei Nickel interessante Investment-Narrative gibt, dass man dann bei so einem Global Mining Index gleich landet.
Und gerade bei den Silberminen ist es ja auch so, dass die sehr selten reinrassig quasi vorkommen, sondern oft entkommen wir mit anderen Metallen, ne?
Ja, das ist halt aus der geologischen Beschaffenheit erklärt.
Es gibt Minen, die einen sehr hohen Silberanteil haben, wie beispielsweise ein Hecler Mining, aber man kann das schon ganz gut zusammenfassen.
Wichtig ist halt schon, vor allem aus Anlegerssicht, dass man seriöse Minen hat.
Und gerade jetzt, wo die Rohstoffpreise so stark gestiegen sind, da gibt es natürlich wieder eine ganze Reihe von Scharlatan und schlichtweg Betrügern, die halt mit der Gier, da könnte irgendwo noch ein spannendes Goldvorkommen sein, dass man sich jetzt mit einem Penny-Stock erschließen kann, versuchen, Anleger über den Leisten zu ziehen.
Da also jetzt gerade bei diesen Gold- und Silberpreisen bitte aller allerhöchste Wachsamkeit, dass man auf so etwas nicht reinfällt.
Und du wird es da bei der Analyse vor allem darauf achten, dass die Firmen schon Umsatz machen schon fördern und nicht nur irgendwo einen Vorkommen haben könnten, von dem gesprochen wird.
Es gibt so ein paar Red Flags, ja, Penny Stocks, dann also Kanada oder Australien eignet sich für diese Betrüger leider sehr, sehr gut.
Man kann auch einfach mal die Leute angucken, die da beteiligt sind.
Und deswegen nicht gierig sein, im Zweifel, wenn man es nicht durchblicken kann, lieber die Finger davon lassen.
Es gibt genügend sehr große, gute, seriös geführte Goldminen oder dann eben Goldstreamer, Gold Royalties, die also mit Förderrechten, aber dann wirklich auch im hohen, dreistilligen Millionenbereich oder Milliardenbereich agieren.
Die Volatilität sollte halt jedem klar sein.
Das sieht man ja schon, wenn man nur allein aufs Primärmetall schaut.
They say there is gold everywhere.
Das war ohne Aktienwert schwer.
Produziert von Podstas by UMAR.
Euch einen guten Start in die Woche.
Bis morgen.
Adios.
