# Isabel Werth's Equestrian Investment Strategy

**Podcast:** OMR Podcast
**Published:** 2026-02-01

## Transcript

Heute im Podcast geht's um ein Thema, in dem Deutschland absolute Weltspitze is namlich Pferde Sport and Pferdezucht.
Haben wir vorher gar nicht so klar.
Aber die Isabel Werth, die erfolgreichste deutsche Reiterin, Olympionikin aller Seiten, hat's mir erklärt.
Ich war bei ihr auf ihrer Reitanlage in Rheinberg am Rand des Rohgebiets.
Früher war das mal ihr Elternhaus.
Mittlerweile wohnt sie da immer noch, aber es leben dort zahlreichste Pferde.
Ich habe ein Pferd dort rumführen, that allein wohl 7 Millionen Euro wert is.
Und passend dazu hat mir die Isabel erzählt, dass sie jetzt ein Fonds starten möchte, bei dem man gezielt in Pferde and ihre Qualitäten der Pferde ausbildung investiert, weil sie den Wert von Pferden wohl erheblich heben kann.
We have darüber, wie sie Pferde Sperma produziert, ihre Deals mit Rolex and natürlich die Frage, ob ein Pferd ein Sportgerät ist.
Und dazu sagt sie 0,0%.
All das kommt gleich.
Vorab noch der Hinweis auf meinen WhatsApp-Newsletter.
Jeden Freitag schicke ich gratis a Newsletter raus mit drei Links zu Content Pieces, die ich gelesen habe, geguckt habe, gehört in der jeweiligen Woche, die mir geschickt wurden von Kollegen oder Freunden.
Und seit etwa two Jahren teile ich die via WhatsApp.
Wer das auch bekommen möchte, vielleicht auch mitlesen möchte, einfach anmelden hier.
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Google, dann kommt das per WhatsApp.
It's not kurz gehalten.
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We machen das übrigens mit Charles.
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Charles.
So, jetzt aber rein ins Gespräch mit Isabel Werth.
Auf geht's.
Herzlich willkommen beim OMR Podcast.
Philipp Bestermeyer.
Ich bin here in Rheinberg, Niederrhein, zu Gast bei Isabel Werth.
Hallo Isabel.
Hallo Philipp.
Schön, dass du da bist.
Ja, ich bin wirklich neugierig.
Du bist ja eigentlich Juristin, ne?
That is richtig.
I'm Juristin, habe mein Hobby zum Beruf gemacht, in dem ich mich dann doch irgendwann entschieden habe, mich ganz der Reiterei zu widmen und die Juristerei an den Nagel zu hängen.
Und wir sitzen hier auch in deinem Elternhaus auf eine Art und Weise.
Das ist richtig.
Ich habe 2003 den Hof meiner Eltern übernommen.
Ich bin hier aufgewachsen auf einem ganz normalen kleinen Mischbetrieb, wo es alles gab: Hühner, Kühe, Schweine und auch Pferde.
Meine Eltern waren Pferdebegeistert und Zuchtbegeistert und haben dann sozusagen den Virus auf mich übertragen.
Und ich habe dann als kleines Kind vorne mit auf dem Pferdchen gesessen und hab dann peu à peu über die örtliche Reiterei hier und den Reiterverein Ibersal mich immer weiter mit den Pferden beschäftigt.
Aber am Anfang warst du Springreiterin.
Also ich habe einfach alles geritten, was mir unter dem Po kam, wenn man das so schön sagt, und habe dann ein bisschen Dressur und ein bisschen springen und natürlich auch Vielseitigkeit geritten.
Das war so bei uns in der Lentin-Reiterei und auch im Reiterverein gut möglich.
And wie gesagt, es fing von Pferden up.
Und Dressur war immer mein Favorit.
Und ich habe dann tatsächlich, oh, wann war es?
1906, 87 habe ich die Chance bekommen von Dr.
Schön Baumer und bei ihm zu witen, eigentlich erstmal nur auszuhelfen.
Du warst der Vater von der Freundin von dir oder so, ne?
Nein, also jain.
Also es war tatsächlich zu dem damaligen Zeitpunkt auch eine Freundin, aber damals war es dann eigentlich mehr ein, zwei, drei Jahre später die Tatsache, dass eine Reiterin ausfiel, eine Bereiterin und er jemand brauchte, der ihm aushalf.
Und aus dem Aushelfen ist dann 16 Jahre geworden.
Aber warst denn du schon so jetzt als Mädchen oder ist das im Pferdesport überhaupt erkennbar, so talentiert?
Also beim Fußball, da kenne ich das irgendwie da, erkennt man dann auch schon mit zehn oder mit 15, schwätestens, ob ich immer was kann oder nicht, ist beim Reiten war er auch schon klar, okay, krass.
Was die Isabelle da die Kleine auf dem Pferd macht, das macht kein anderer.
Naja, das war eben tatsächlich ein Jahr zuvor über die Freundschaft zu seiner Tochter.
Zumindest schon mal eine erste, ein erster Kontakt gekommen.
Und da war dann so, dass er mir schon signalisierte, dass er mich für sehr talentiert hält.
Aber da war ich, glaube ich, 13, 14, da haben meine Eltern gesagt, jetzt mach erstmal ein bisschen deine Schule und bleib mal hier auf dem Boden der Tatsachen.
Und als dann Jahre später, ich glaube, es waren dann vier Jahre, ich war 17, das Angebot kam, auszuhelfen, haben sie gesagt, mach das, wenn du das willst.
Und das ist weiter gesagt.
Am Ende ist der Herr ein Pferdetrainer.
Oder ein Reitertrainer, habe ich mal sagen.
Dr.
Schon Baumer war damals in der Dressurszene, in der Pferdeszene ein, ich würde mal sagen, ich habe ihn nur ein bisschen Guru genannt, ein anerkannte Größe.
Seine Kinder waren sehr erfolgreich, bis zu Championaten unterwegs, gerade sein Sohn Uwe.
Und ja, er war einfach ein anerkannter Trainer und Ausbilder von Dressurpferden.
Nicole Upoff hat letztlich bei ihm wirklich den Schadschutzstartschuss in die internationale Weltspitze bekommen.
Und ja, und das war für mich natürlich ein Traum.
Ich wollte einfach mal lernen und sehen, dass das sich so entwickeln würde, war nicht abzusehen.
Aber es heißt, du warst schon sozusagen sehr leidenschaftlich und auch einfach sehr gut in der Sache.
Ja, ich war vor allen Dingen sehr emotional sehr begeistert.
Ich habe einfach große Passion gehabt von Anfang an.
Als Kind schon habe ich mich begeistert und habe vor der Schule, nach der Schule, nicht ganz während der Schule, aber im Geist auch, mich mit Pferden beschäftigt und geritten und habe da große Freude dran gehabt.
Und das hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass mein Talent sich dann auch weiterentwickelt hat.
Was macht denn so eine guter Reiterin, guten Reiter eigentlich am Ende aus?
Also beim Sport ist jetzt beim Fußball, man muss halt heutzutage schnell sein, man muss halt nicht Ballgefühl haben, Körperbeherrschung vielleicht ein bisschen, aber vor allen Dingen Fußballgeschwindigkeit und dann natürlich dieses, diese Technik am Ball.
Was ist bei was beim Schwuhe beim Jahr?
So, wie du gerade gesagt hast, das Ballgefühl bei uns, das Gefühl zum Lebewesen, das Gefühl, diese Intuition mit einem Pferd umzugehen, auf Reaktionen, auf Bewegungsabläufe eines Pferdes, schnellstmöglich einzugehen und auch zu reagieren.
Und ich glaube, das hat ihn an mir begeistert.
Und das hat er auch immer wieder herausgestellt, dass ich einfach in der Lage bin, sehr schnell auf Pferde und auf Reaktionen der Pferde einzugehen.
Und natürlich, was dann dazu kommt, die Bereitschaft auch zu entwickeln und weiterzuentwickeln.
Und ich sitze heute deshalb noch hier, weil ich über 40 Jahre bereit war und große Freude daran hatte, mich auch mit den Pferden mitzuentwickeln.
Die ganze Zucht hat sich ja unglaublich weiterentwickelt.
In anderen Sportern ist es die Technik, sind es Ausdrüstungsgegenstände, ist es der Neopräsentzug oder ist es der Ball oder die Technik, die sich weiterentwickelt hat.
Und bei uns ist es auch die Pferdezucht, die hört sich jetzt etwas materialistisch anders, aber die Qualität der Pferde hat sich unglaublich in den letzten 10 Jahren in der Zucht auch 20 Jahren weiterentwickelt.
Wenn ich sehe, mit wem welchen Pferden vor 30, 40 Jahren die Weltspitze sozusagen gemessen wurde und was wir heute haben, ist das einfach unglaublich.
Also mit einem Pferd von vor 20 Jahren hättest du heute keine Chance mehr.
Nein, im Großen und Ganzen nicht.
Wäre vielleicht noch eine Ausnahme, die noch ein bisschen mitmachen könnte, aber ansonsten ist das heute ein ganz anderer Level.
Das ist wahrscheinlich ähnlich Formel 1.
Die Weiterentwicklung der Autos.
Also, das muss man sich da auch sehr vor Augen führen.
Und da musste man sich natürlich auch mit weiterentwickeln.
Und unabhängig von der gesellschaftlichen Entwicklung, auch die Bereitschaft, ganz anders auch der Umgang der Pferde, die Haltungsbedingungen haben sich immens verbessert.
And heute ist der Lebensstandard eines Pferdes, ja, ich glaube, viele Menschen würden sich freuen, wenn sie diesen hätten.
Wann warst du zum ersten Mal bei Olympia?
Noch schon recht jung.
Das ging recht schnell.
Ich mache jetzt mal den Sport ernsthaft, bis Olympia waren, glaube ich, noch wenige Jahre.
Das ist so.
Ich habe Ende 1986 bei Dr.
Schambama, glaube ich, begonnen.
Und dann bin ich 88, habe ich junge Reiter-Championat gehabt und 1989 mein erstes Senioren-Championat und Olympische Spiele waren 1992 meine ersten in Barcelona.
Also, das heißt sozusagen, nach sechs Jahren eigentlich so richtig warst du dann schon Olympiarally.
Das ging wirklich sehr schnell, aber neben den Erlernen selber der Fähigkeiten und des Reitens und der Abläufe und das auch letztlich Erlernens der Lektionen steht und fällt alles bei uns mit dem richtigen und passenden Pferd.
Und auch da habe ich dann das große Glück gehabt, erst den einen oder anderen Lehrmeister zu bekommen, als also ein erfahrenes Grand Prix-Pferd, wie jetzt ein Weingard Madras, die mir vieles beigebracht haben.
Und die Pferde, die ihr bei Pferde mir beigebracht haben, wo ich vieles darauf erlernen konnte, ausprobieren konnte, testen konnte, was ich dann auf jüngere Pferde habe, transportieren können and umsetzen können.
Und so habe ich dann mit Gigolo einen Pferd bekommen, der sechsjährig damals war und der wahnsinnig schnell, der von allem schon ein bisschen was konnte, aber der wahnsinnig schnell gelernt hat.
Und dann wirklich bis heute das erfolgreichste Drüsselpferd nach dem Krieg ist.
Er hat drei Olympische Spiele gemeinsam bestritten.
Und der hat siebenjährig schon alles wirklich sehr, sehr gut gekonnt und war achtjährig auch im ersten Championat.
Das ist schon bis heute ein Ausnahmepferd.
Und dazu gibt es ja auch die ganze wirtschaftliche Ebene, weil das ist jetzt alles eher mit einem landwirtschaftlichen Hof, wie deine Eltern ihn hatten und nicht möglich.
Und das muss zu bezahlen.
Das heißt, du hast irgendwie, glaube ich, auch in den frühen Jahren das Glück gehabt, oder schnell eine Mäzen, eine Mäzenatin gestoßen getroffen zu sein, die dich quasi gefördert hat und das wollte, dass du da die Zeit hast und im Kopf frei hast für diese sportlichen Sachen.
Ja, ich habe mit Dr.
Schon Baumar den ersten Menschen getroffen, der in Glücksfall war in meinem Leben, der mir die Möglichkeit gegeben, halt seine Pferde zu reiten, mich auszubilden, mich in diesen Spitzensport und in diese Szene hineinzuführen, der mir beigebracht hat, Pferde auszubilden, der das dann auch finanziert hat.
Und in den nächsten Schritt dann in meine Selbstständigkeit hinein.
Ich habe dann nach 16 Jahren entschieden, ob schon ich parallel meine Ausbildung zur Juristin gemacht habe, also Rechtswissenschaften studiert habe, habe dann auch beide Examen gemacht, habe dann als Anwälte ein bisschen gearbeitet, habe dann im Marketing bei Karstadt etwas gearbeitet und habe dann aber mich entschieden, doch die Reiterei wirklich zu meinem Beruf zu machen.
Ich habe den Betrieb hier zu Hause, den Hof übernommen.
Wir haben ihn dann erweitert, um die Reithalle und schon mal die ersten Stallungen.
Und so ist der Hof praktisch umstrukturiert worden.
Und das war natürlich ein Riesenangang.
Also auf einmal auf eigenen Beinen zu stehen, eine große Investition zu tätigen.
Mit der Frage, schaffst du das auch?
Wirst du, hast du dich da nicht auch finanziell übernommen?
Wird sich das wirklich so entwickeln, wie du das vorstellst.
Und natürlich auch mit wirklich toller Unterstützung von Frau Winter Schulz und ihrem Mann, die dann sozusagen als Mäzene wirklich immer und Frau Winterschulz bis heute in meinem Rücken sind, die mir Pferde gekauft hat, sie zur Verfügung gestellt hat und auch bis heute es tut, sodass ich mich wirklich ganz auf den Sport konzentrieren konnte.
Und parallel dazu habe ich natürlich peu à peu hier das weiterentwickelt, den Hof, um weitere Stallungen und das auch wirtschaftlich weitere Füße zu stellen, neben dem Ausbildungs- und Pensionsbetrieb Sponsoren, Preisgeldeinnahmen, das weiter natürlich zu festigen.
Der Pferdeverkauf hat eine ganz andere, einen ganz anderen Stellenwert seit Corona in meinem Stall bekommen.
Also, das hat jetzt mehrere Säulen, die den ganzen Betrieb finanziert und wirtschaftlich machen.
Also ganz am Anfang, also in der frühen Phase habe ich zumindest sowieso versucht zu rekonstruieren, gab es diese Dame, Madeleine Schulze Winter, deren Vater oder Mann, verstorbener Mann hatte, glaube ich, ein größeres Unternehmen in Berlin.
Also die war dann halt sozusagen wohlhabend geworden und auch gleichzeitig auch Pferdefan oder Pferdebegeistert.
Und irgendwo musst du die kennengelernt haben.
Und dann hat die sich ja sogar sogar eingeladen, auf ihrem Hof mitzuleben und hat dich ja sehr eng sozusagen betreut und die ersten Schritte, zumindest klang das so, ermöglicht.
Das ist richtig.
Madeleine Winter Schulze ist Familie, wir sind jetzt seit Ende der 90er Jahre, unterstützte mich.
Noch als ich bei Dr.
Schon Baumar war, hat sie bereits in das eine andere Pferd investiert und hat durch eben ihre Familie, durch ihren Vater auch ihre finanzielle Unabhängigkeit gewonnen, hat die ganz viel Freude gehabt nach ihrer eigenen reiterlichen Karriere.
Sie ist eine der wenigen und wahrscheinlich sogar sogar die einzige, die sowohl deutsche Meisterin im Springen als auch in der Dressur geworden ist.
Und ihr Mann war Springreiter.
Sie haben beide, auch Ludgar Baerbaum, sehr stark unterstützt, gerade auch als er seinen Weg in die Selbstständigkeit gefunden hat.
Und haben, würde ich sagen, den deutschen Reitsport maßgeblich zu vielen Medaillen begleitet.
Und ja, Madeleine ist nach wie vor an meiner Seite, unterstützt mich in unterschiedlichen Situationen.
Du hast ihn zum ersten Mal kennengelernt.
Wie kam sie zum ersten Mal erleben?
Naja, also Madeleine war damals schon mal zwischendurch Equipechefin, wenn wir als Mannschaft unterwegs waren.
Man kannte sich einfach in der Szene.
Frau Winterschulze war eine Größe, ist bis heute eine Größe in dem Reitsport und hat aber einfach immer eine unglaublich Nahbare und menschliche Art gehabt.
Und wir haben uns von Anfang an sehr, sehr gut verstanden.
Was muss man denn heutzutage, unabhängig vielleicht früher war, aber generell so ein Plan, wenn ich jetzt eine Tochter hätte, die wäre jetzt einigermaßen reiteralentiert und ich wollte ihr erst ermöglichen, zu Olympia zu kommen.
Und sie hat ja jetzt das Talent Größenordnung.
Was kostet das?
Ja, das kann man nicht spontan in irgendeine Zahl gießen, sondern das fängt erstmal damit an, dass man den Weg bestreitet, die Ausbildung hat, das reiterliche Vermögen und das Management und das Team drumherum.
Das heißt, ich brauche das passende Pferd.
Und das passende Pferd kann bei 10.000 oder 20.000 Euro anfangen oder bei zwei Millionen.
Das hängt ganz einfach davon ab, wie man in der Lage ist, ein Pferd auszubilden, zu entwickeln und wie man am Ende auch zu einem Pferd kommt.
Manchmal bekommt man einen bereits ausgebildetes Pferd in den Stall und die Chemie passt und man kann sich damit weiterentwickeln oder man hat ein junges Pferd, was man entwickelt und man hat das richtige Team, den richtigen Trainer.
Das ist eine Entwicklung über viele, viele Jahre.
Und es hat noch keinen gegeben, der heute als sogenanntes Talent um die Kurve gekommen ist und den Olympiasieger von Paris genommen hat und Olympiasieger anschließend jetzt in Los Angeles werden wird oder anschließend oder vorher geworden ist, wie auch immer.
Also man kann, auch wenn sehr viel finanzieller Einsatz notwendig ist, um Pferdesport zu betreiben, einfach neben der Anschaffung, die laufenden Kosten und man kann es auch nicht nur mit einem Pferd bestreiten, sondern man muss sehen, dass man das so aufbaut, um wirklich im Sport erfolgreich zu sein, dass man mehrere Pferde im Schatten noch aufbaut, dass man auch noch auf weitere Schultern aufbauen kann, um dann letztlich wirklich Sport zu betreiben.
Das heißt, aber 500.000 Euro sollte es darunter wird es wahrscheinlich unmöglich sein, mit Reisen, mit Pferdekauf, mit Pferdeunterhalt, mit.
Das ist eine realistische Größenordnung, wenn man damit mal kalkulieren kann.
Also ein Pferd kostet mit Sicherheit alleine nur irgendwo im Unterhalt pro Jahr, irgendwo um die 30.000 Euro, ohne dass da irgendwelche besonderen Dinge passieren, gesundheitliche Art oder sonstige außergewöhnliche Reisen.
Wenn man mal auf dem Niveau ist, dass man im Kader ist, dann werden jetzt Olympische Spiele ja auch bezahlt, aber der Weg bis dahin wird schwer bezahlt.
Da braucht man schon einen Team oder einen finanzstarkes Elternhaus, was da entsprechend unterstützt und mitbracht.
War das dir alles anders, als du dann zum ersten Mal Olympiasiegerin warst?
Hat dann das vieles verändert oder geht man nach Hause und ist dann in der Szene anerkannt, aber wirtschaftlich tut sich gar nicht viel.
Also wirtschaftlich ist das jetzt nicht so, dass man dann sagt, so prima, jetzt habe ich ausgesorgt.
Das hat natürlich einige Sponsoren mit sich gezogen, die weitere Dinge und Kosten und letztlich auch eine Weiterentwicklung mit unterstützt haben und unterstützen konnten.
Aber das alleine hat nie ausgereicht, um wirklich davon leben zu können oder einen solchen Stall zu führen.
Dieser Stall muss unabhängig durch Ausbildung, durch, wie ich schon sagte, Pferdeverkauf, Ausbildung, Sponsoren und auch Preisgelder funktionieren.
Sag mal, so dass das heutige Geschäftsmodell, die gibt es ja verschiedene Erlösströme, sozusagen, wenn man es mal als Business betrachtet, dann ist es Pferdeverkauf.
Dann ist es sozusagen, du trainierst hier Pferde für andere.
Du hast ja noch, glaube ich, ein paar Sachen am Rande, so eine Modekollektion oder Reitsportkollektion.
Ja, das ist separat zu sehen.
Ich habe natürlich auch im Laufe der Jahre versucht, weitere Dinge zu entwickeln.
Der wirkliche Betrieb hier ist der landwirtschaftliche Betrieb, der eben auch zusätzlich ein Gewerbebetrieb beinhaltet und darin ist die Ausbildung, der Ausbildungsbetrieb.
Wir haben einen Teil, was wir landwirtschaftlich selber generieren, Heu etc.
Das ist das, was wir hier selbst produzieren.
Und das sind das ist die Basis allen der Reiterei.
Und das ist bedeutet eben auch Pferdeverkauf, ein Stück Pferdezucht, ein Stück Ausbildung, Unterrichtsgeben, Preisgelder.
Das ist, das sind mehrere Säulen, wie ich eben schon geschafft habe.
Jetzt sind wir für Leihen.
Das ist ja interessant.
Also, jetzt so eine Pferdezucht.
Also, du macht, also du hast jetzt hier Pferde, die sich dann hier vermehren und dann kann man ein kleines Pferd dann weiterverkaufen, stelle ich mir so als Laie so vor.
Ja, also ein Teil ist auch, dass wir aus der eigenen Zucht Pferde entsprechend weiter ausbilden, um sie dann zu verkaufen.
Die meisten Menschen möchten ja Pferde kaufen, die schon ein gewisses Niveau können, die irgendwo schon ANL oder eine M-Dressur können oder je nachdem, welches Talent sie dann auch mitbringen, vielleicht auch später ein hoffnungsvolles Nachwuchspferd sein können.
Und das ist auch ein Ergebnis dann der Zucht, wenn wir dann zum Beispiel Pferde in die Zucht nehmen, die selber sich schon im Sport bewiesen haben.
Ich habe einige Stuten, die ich dann, nachdem sie im Sport erfolgreich waren und auch gut waren, in die Zucht genommen habe, die eine gute Nachzucht gezeigt haben und dann mit vier, fünf Jahren auch gut verkäuflich sind.
Aber du bringst dich alle?
Pferde direkt mit den Richtung, also du guckst direkt Mann und Frau und sagst, okay, die beiden müssten sie jetzt mal paaren, weil dann habe ich irgendwie hier ein optimales Nachwuchspferd.
Ich versuche, ich versuche das.
Das gelingt, wenn die Stute wirklich auch viel mitbringt mit einem guten Hengst, meistens zumindest das Ergebnis, dass man ein gutes Pferd hat, wie gut sich das dann weiter ausbilden lässt, wird man sehen.
Aber ein Paradebeispiel in der deutschen Zucht kann man sagen, ist Weilgold, die durch ihre Besitzerin Christina Hans Krogmann wirklich extrem gut in der Zucht auch eingesetzt worden ist, die wirklich sehr gedankenvoll die richtigen Hengste für ihre Stute ausgesucht hat und die eine hervorragende Nachzucht generiert hat.
Ich habe einen Enkelsohn im Stall und das ist Viva Gold, ein außergewöhnliches Talent und es hat wenige Stuten gegeben, die wirklich im Sport so erfolgreich waren, und im Spielen, bei es wirklich Championaten, Europa und Weltmeisterschaften erfolgreich gewesen und dann anschließend auch so tolle Nachkommen hat.
Das ist nicht selbstverständlich.
Was ist denn jetzt sozusagen oder das teuerste Pferd, das du jemals hier zur Welt gebracht hast?
Also was ich selber zur Welt gebracht habe und was wir dann verkauft haben, ist dann in den Selbststelling-Bereich gegangen.
Und was jetzt Weilgold alles kreiert hat, da müssen eine Frau Hans Krogmann fragen.
Aber natürlich gibt es auch Pferde, die hinterher sich nicht entwickeln.
Und das darf man und muss man eben auch erwähnen, die dann mehr Kosten produzieren, als sie jemals wieder erbringen und zurückbringen.
Und dann ist das ein Verlustgeschäft.
Und das muss dann ausgeglichen werden durch eben auch mal die erfolgreicheren oder besseren Pferde.
Also es muss am Ende, wenn sie Glück haben und eine gute Zucht haben, dann haben sie am Ende vielleicht das Plusstehen, aber es gibt auch genügend, die vielleicht Verletzungsbech haben oder die Pferde dann sich nicht so entwickeln und wo die Zucht nicht so erfolgreich läuft.
Weil eben auch der Kostenfaktor nach dreijährig die Pferde zu reiten, auszubilden und vielleicht zwei Jahre weiter erst zu verkaufen, für viele Züchter nicht machbar ist.
Und da beißt sich dann auch die Katze in den Schwanz.
Also das heißt, es ist nicht nur sozusagen der Genpool, sondern es ist auch halt dann, dass du selber hingehst und die jungen Pferde dann quasi trainierst und einreitest.
Wir können das hier aus der eigenen Kraft heraus managen, aber wenn ich jetzt ein Züchter bin, der nicht die eigene Reitanlage, die sozusagen bei Fuße hat und das eigene Team bei Fuße hat, sondern das Pferd irgendwo anders hingeben muss zum Anreiten, zum Ausbilden, dann hat er, bis das vielleicht interessant werden können, schon mal 30.000, 40.000 Euro als Vorinvestition zu tätigen.
Und das können nicht alle.
Es gibt ja diese Geschichte, zumindest auch außerhalb der Reitblasen, ist mir aufgefallen.
Ich glaube, der Herr Schokke Möhle hat mal einen Pferd irgendwie für 10 Millionen gekauft.
Die Legende will das so und dann auch wirklich das versucht, dann zurück zu scheinbar, verdienen das Geld durch dann halt Weiterverkauf von Spermen, von Nachkommen.
Gibt es solche Sachen machst du auch?
Also kalkulierst du auch so, wenn ich das jetzt kaufe, dann habe ich da so eine positiven ROI.
Also in dieser Größenordnung kalkuliere ich nicht.
Und Paul Schokomöhle hat auch nochmal eine ganz andere Ausgangsposition, was auch seine Hengstation angeht.
Aber es ist richtig, dass natürlich auch ein Entwicklung und ein Modell ist, Hengste in junge Hengste zu investieren, die dann in den Deckeinsatz kommen.
Und die guten erfolgreichen Hengste haben natürlich dann auch eine starke Nachfrage.
Und die super erfolgreichen Hengste können dann, haben irgendwo 500, 600, 700 Stuten, wie wir das ausdrücken im Jahr, manche sogar noch mehr, durch die jetzt künstliche Besammung und durch gerade auch den weltweiten Versand ist das möglich.
Und durch die weiter wirklich fortschreitende Entwicklung der Medizin, wirklich auch aus einer Portion Samen wirklich mehrere Stuten auch tragen zu bekommen, ist da vieles möglich.
Im Galoppsport gilt nach wie vor der Natursprung.
Und deshalb ist auch eine Decktaxe da ungleich höher und teurer als bei den Tophängsten als im Warmblutbereich.
Trotzdem ist das ein nicht einfaches, aber kann bei den entsprechenden guten Hengsten ein lukratives Geschäft sein.
Du hast jetzt ja auch am Ende selber vor einem Fonds aufzulegen, um zwar auch jetzt im Zweifel sogar Hörer, wenn der eine oder andere Lust hat, mitmachen kann.
Und dann würdest du mit dem Geld aus dem Fonds, ich meine, da gibt es ja schon, glaube ich, das erzählt, eine Barfinn, das ist alles schon recht weit fortgeschritten.
Dass du sagst, okay, ich sammle Geld ein, ich weiß, was ich brauche, wo ich es herbekomme, günstig, dann kann ich es selber eintrainieren oder einreiten und dann kann ich es verkaufen.
Am Ende ist es ja ein Modell wie ein Startup vor auch, der versucht auch in junge Firmen zu investieren, die ja weiterverkauft werden.
Das willst du jetzt quasi auf die Pferdesport übersetzen.
Ja, ich habe ja natürlich in den letzten Jahren mir Gedanken gemacht, wie ich den Betrieb weiter strukturiere, was macht Sinn.
Irgendwann ist das Leben nach dem Sport ja auch wichtig und sinnvoll zu gestalten.
Und der Betrieb muss ja auch dann darüber hinaus weiter fortbestehen.
Und ein Punkt ist, dass wir jetzt ab diesem Jahr eine Hengststation hier gebaut haben, die jetzt in Betrieb geht und von Andreas Hextrand entsprechend betrieben wird und mit seinen Hengsten bestückt wird.
Und ich für das Management und das Reiten und Ausbilden der Hengste zuständig bin, was mir ganz großen Spaß macht, weil wir unglaublich tolle Pferde zur Verfügung bekommen und diese entwickeln können.
Und ein nächster Schritt ist, richtig, die Entwicklung eines Fonds, der jetzt tatsächlich sozusagen im Druck.
Es geht los.
Und es geht darum, dass wir Investoren gewinnen möchten, die in den Fonds investieren, damit wir Pferde kaufen, diese über einige Jahre entsprechend ausbilden und dann wieder verkaufen.
Der, wie ich schon sagte, in der Corona-Zeit hat das Thema Verkauf, Pferdeverkauf einen anderen Stellenwert in meinem Stall bekommen.
Alle Turniere fielen aus, alle Dinge haben ja sich vollkommen verändert.
Und trotzdem war eine entsprechende Nachfrage da für Pferde.
Und das hat dann auch dazu geführt, dass ich mehr und mehr Pferde verkauft habe.
Und auch sehe, dass ein Markt da ist, der Pferde sucht, Reiter und auch Sponsoren und Mäzene, die Pferde suchen, die schon einen gewisses Niveau haben.
Und das möchten wir gerne bedienen.
Wie groß wird es dann vorhin sein?
Also reden wir jetzt ja von 50 Millionen und noch mehr.
Das werden wir sehen, wie sich das ja sagen.
Die Zielsetzungen sind zunächst einmal 15 Millionen, und dann schauen wir mal, was da sich weiterentwickelt.
Und was für eine Verzinsung als Investor schafft man dann oder hoffst du da, oder was?
Wenn du das jetzt irgendwie investoren vorstellst, dann wirst du dir auch sagen: hör zu, damit kann ich euch 3% sicher machen oder vielleicht sogar 20%.
Also, ich meine, was glaubst du da möglichst?
Ja, wir wollen jetzt nicht völlig rumspinnen und unseriöse Zahlen in den Raum werfen.
Aber wir gehen schon mal von 7% aus, dass das entsprechend möglich ist.
Aber die genauen Zahlen würden wir dann den Investoren dann auch präsentieren, die sich dann entsprechend.
Aber es ist ja attraktiv.
Also, ich meine, wenn man eins jetzt bei dir erlebt hat, du kannst liefern, also egal was du anfängst, es wird dann häufig zu Gold.
Das schauen wir dann mal.
Mit Pferden kennst du nicht aus, aber ich finde das jetzt irgendwie, why not.
Das ist tatsächlich eine gute Aussage.
Wenn ich, also das glaube ich wirklich sagen zu dürfen, das, was ich am besten kann, ist Reiten und Ausbilden.
Und das möchte ich eben auch weiterentwickeln.
Und die Freiheit haben, in Pferde zu investieren, Pferde auszusuchen, zu kaufen, gibt es eben nur, wenn man die finanzielle Unterstützung und den finanziellen Rahmen hat.
Und dann kann man eben vieles auch entwickeln.
Und das ist einem auch ein Ziel und das ist auch ein Grund, warum wir den Fonds entwickeln wollen.
Wer sind denn eigentlich sozusagen Käufer von Pferden in diesen Preissegmenten?
Wir reden ja wahrscheinlich von 100.000 oder mehreren hunderttausend bis zu ein paar Millionen für ein Pferd.
Wer kauft sowas?
Auch deutsche Familien oder deutsche.
Das ist querbeet, das ist weltweit.
Und es ist auch ganz sicher zukünftig mit einer entsprechenden Entwicklung in Asien und den Arabischen Emiraten weiter zu rechnen, da ist schon Bewegung.
Und ist denn da sozusagen Deutschland eine Art Exportweltmeister weiterhin?
Oder dass man sagt, okay, es gibt ja so dieses Klischee, sondern wirklich die reicheren Familien aus Arabien dann herkommen und sich hier Pferde ausruhen.
Also es ist wirklich so.
Ja, das ist weltweit.
Also das ist so, dass in Deutschland, glaube ich, kann man wirklich sagen, ist einfach die breiteste Zucht, ist die breite, das breiteste Angebot.
Und ich würde mal sagen, 80 Prozent der Menschen, die sich auf den Weg machen, aus aller Herren Ländern, um Pferde zu suchen, beginnen in Deutschland.
Warum ist das so?
Ja, weil wir einfach die breiteste und erfolgreichste Zucht haben und damit auch das beste Potenzial anbieten können.
Und auch in der Ausbildung, wir können in der Regel schon das breiteste Angebot insgesamt.
Auch wenn wir im Moment selber in der Dressurspitze im Springen sind sie im Moment, glaube ich, wirklich gut aufgestellt.
In der Dressurspitze brauchen wir schon auch jetzt noch ein bisschen neue Nachwuchskombinationen.
Das ist so.
Aber ich meine, würde man ja nicht unbedingt denken.
Wenn ich jetzt so, weiß ich nicht, in den USA habe ich so auch Filme vor Augen, wo wir so in Kentucky solche riesigen Pferdebetriebe sind.
Also das jetzt ausreichend Deutschland sozusagen in den Bereich Pferde.
Ich meine, bei Menschen Industrien, da weiß man das, so Automobil, da sind wir stark und da weiß man auch, wo es herkommt, wurde hier erfunden und so weiter.
Aber nun für.
Das ist fast auch mit Pferden.
Ja, fast.
Aber ich meine, da gab es ja, also ich kann mir nicht sofort erklären, warum wir da so stark, also warum Deutschland da so stark ist.
Weil wir einfach die, da wo die beste Zucht ist, kann auch das beste Potenzial herbeführen.
Was macht denn eine gute Zucht aus?
Also was ist denn da so der so die KPIs?
Was sind so der Erfolg an der Zucht liegt, woran?
Liegt daran, dass am Ende des Tages das Zuchtprodukt erstens über ein sehr gutes Potenzial verfügt.
Also wir sagen Grundgangharten verfügt, über eine große Rittigkeit, über eine Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit und dann natürlich auch die gesundheitlichen Voraussetzungen mitbringt.
Und das ist hier schon gut selektiert worden im Laufe der letzten Jahre, nicht Jahre, Jahrzehnte.
Und es geht das für Sommerdressur und Springen und Rennsport für alle drei Disziplinen?
Also insbesondere für den Rennsport, würde ich sagen, ist nach wie vor die Engländer wahrscheinlich uns und ihren uns voraus.
Und Reitsport heißt das sowohl Springen als auch Dressur.
Ja, ja.
Okay, okay.
Und auch Vielseitigkeit.
Das sind dann aber auch wirklich auch andere Pferdearten sozusagen.
Absolut, das sind eben nicht die Vollblüter, sondern das sind die Warmblüter.
Natürlich hat bei uns auch die Vollblutsucht immer irgendwo einen Vollblüter in der Zucht Platz gefunden, aber am Ende des Tages ist die Warmblutzucht hier sehr, sehr stark.
Und was sucht der Weltmarkt?
Also ist das beides gleichermaßen oder ist das christellt sich da irgendwie raus, wenn er aus Arabien kommt, wollen die dann eher ein Dressurpferd haben oder wollen oder wonach suchen die vor allen Dingen?
Gemixt.
Also natürlich ist der Springsport in den arabischen Emiraten im Moment stärker, aber man merkt, dass sich auch die Dressur da entwickelt.
Und da wird mehr das Springpferd gesucht als das Dressurpferd, aber auch das Dressurpferd.
Also ich habe das Gefühl, der Reitrennsport, ich glaube, es ist Turf oder so heißt es ja der Begriff dafür.
Das nimmt ab.
Also, wenn ich in Deutschland zumindest mich umgucke, früher gab es ja so Pferderennbaren, das war auch mal so viel präsenter.
Das ist jetzt nicht auf so einer guten Traktion gerade.
Das ist richtig.
Gerade der Trap-Rennsport, aber auch der Galoppsport hat sehr nachgelassen, weil eben auch das Wettsystem nicht mehr so ist, wie es mal war.
Und wenn man das vergleicht mit Hongkong, da ist und auch der Rennsport sehr, sehr stark, auch in den Arabischen Emiraten.
Ich glaube, Frankreich, Schweden auch noch besser als bei uns.
Also, da tut sich nach wie vor im Galoppsport eine Menge.
Nicht nur mit Kamelrennen, sondern auch mit den klassischen Galopprennen.
Ja, das hängt damit zusammen, dass das da sehr stark gewettet wird.
Und es wurde hier dann reguliert und dann ist mit der Regulierung das quasi kaputt gegangen.
Ja, das hat einen ganz starken negativen Einfluss gehabt.
Ist, sagen wir, sportlich gesehen, das ist ein großer Unterschied im Können oder im Talent oder so, würdest du sagen, also die richtigen Reiter, die können beides oder Dressur ist schon nochmal deutlich anspruchsvoller oder Rennen ist schon mal härter oder so?
Also der Rennsport ist ja eine ganz andere Geschichte.
Die Jockeys sind ja tatsächlich eine ganz andere Spezies als jetzt der klassische Reiter, wobei natürlich auch die Rennpferde normal geritten werden.
Aber ansonsten sind die Jockeys ja ganz kleine Wesen, die wenig Kilos in der Regel mitbringen und wirklich ganz speziell und spezialisiert sind auf den Rennsport.
Und der Dressurreiter war früher vielleicht auch breiter aufgestellt.
Ganz am Anfang haben wir ein bisschen springend, so Dressur und alles gemixt geritten.
Das hat sich sehr spezialisiert.
Also heute ist wirklich der klassische Dressurreiter, Dressurreiter, der klassische Springreiter, Springreiter.
Und wir haben ein paar Vielseitigkeitsreiter, wie jetzt zum Beispiel Ingrid Klimke, die sehr erfolgreich in der Militärie war und sich jetzt zunehmend mehr in den Dressursport auch hineinbringt und da sehr erfolgreich ist.
Und Michi Jung als erfolgreicher Militär-Reiter und mehrfach Olympiasieger sich im Springsport auch sehr stark schon erfolgreich etabliert hat, also da auch weiter spezialisiert.
Ich hoffe, du entschuldigst meine wirtschaftlichen Fragen immer dazwischen, aber wenn du jetzt irgendwie selber irgendwie einen Nachwuchs hättest oder nochmal anfangen müsstest, dann würdest du rein aus wirtschaftlicher Sicht gucken, welchem Domäne des Sports ist denn dann der größte Markt.
Der größte Markt ist der Springsport.
Im Springsport gibt es mit großem Abstand die meisten Preisgelder und die höchsten Preisgelder.
Die teursten Pferden.
Und auch die teuersten Pferde.
Auch das ganze Sport ist wesentlich schnelllebiger.
Pferde werden auch schneller und können sich auch schneller da entwickeln und werden auch häufiger mal auch verkauft.
Und da ist da schon deutlich viel, also mehr Geld im Sport.
Wobei der Dressursportsport insgesamt sehr stark globalisiert hat.
Wir sind da im Vergleich vor 20 Jahren, haben wir viel mehr Flex und sind viel breiter aufgestellt, als wir mal waren.
Und auch da braucht man nicht verhehlen, dass natürlich auch viel Geld im Sport ist, aber nicht so verprofessionalisiert im Sport mit Preisgeln, wie es im Springsport ist.
Was reden wir da?
Also wenn du jetzt sozusagen ein Turnier gewinnst, ist irgendwie eines der größeren Championate in der Dressur, gewinnt man dann da eine Million oder ein paar hunderttausend oder was sagen wir da?
Ne, das wäre schön, das wäre prima.
Dann hätten wir weniger Sorgen.
Nein, nein, also die höchstdotierte Dressurprüfung haben wir gerade in Frankfurt mit dem Top-12-Finale gehabt, war mit 250.000 dotiert und da gab es, glaube ich, für den Sieger 60.000 oder so etwas.
Das ist im Moment die Spitze.
Wird dadurch, dass in der Regel im Dressursport, dass die erfolgreichen Paare sich auch über einige Jahre wirklich in der Spitze halten können, kann man sagen, dass ein erfolgreiches Dressurpferd in der Regel im Jahr zwischen 150 und 300.000 Euro Preisgeld generieren kann.
Im Springsport kann der das, wenn er einmal einen großen Preis in Aachen oder sonst wo gewinnt, alleine schon machen.
Da reden wir dann über siebenstellige Prämien am Ende des Tages für die guten Grand Prix, also Spring Grand Prix-Pferde.
Da haben wir eine ganz andere Größenordnung.
Gibt es immer nochmal Prämien.
Da gibt es Serien, die Global Champions Tour, da gibt es die Rolex-Serie, wo sehr viel Geld ausgeschüttet wird.
Also da jacht es ein großer Preis, den anderen.
Und da ist ein, ich sag mal, in Anführungsstrichen, ein normaler großer Preis wird dann auch an die 100.000 Euro Siegprämie ausgeschottet.
Ich habe heute meine Kollegin Kaya dabei, die HR-Chefin von OMR.
Und wir sitzen zusammen und machen uns jetzt schon mal Gedanken, wie wir die richtigen Talente für uns gewinnen.
Genau, da sind wir dran, müssen wir auch.
Im Recruiting kann man ja nie früh genug starten.
Da brauchen wir auf jeden Fall Vorlauf und Erfahrungsgemäß werden die neuen Kollegen und Kolleginnen dann doch eher früher als später gebraucht.
Okay, und es ist ja auch kein Geheimnis, dass die Recruiting-Plattform in Staffo nicht nur Partner hier im Podcast ist, sondern wir nutzen in Staffo wirklich auch intern, um schnell an gute Talente ranzukommen.
Absolut.
Wir haben bei OMR ja eine recht starke Employer-Brand.
Trotzdem ist InstaFor eine riesige Hilfe im Recruiting.
Bei uns zum Beispiel im Sales-Bereich.
Da haben wir vor kurzem einen Go-to-Market-Engineer und ein Partnership-Manager über InstaFor gefunden.
Und da ist halt echt cool, dass wir vorab keine Kosten haben, schnell Stellen veröffentlichen und innerhalb weniger Tage mit super gut passenden Talenten sprechen können.
Also, das klingt nicht schlecht.
Macht's, wie wir wie RTL, wie GLS, wie Finanzguru, wie DoInstruct und und und plant jetzt mit Instaffo, wie ihr zukünftig an die besten Talente kommt.
Ihr bezahlt bei Instaffo, wie Kaya ja schon erwähnt hat, erst nach erfolgreicher Einstellung einer Person und spart zusätzlich 500 Euro, wenn ihr euch über Instafo mit Doppelf Instaffo.com slash OMR entweder eine Demo bucht oder euch direkt auf der Plattform registriert.
Also jetzt besuchen Instafo.com slash OMR.
Das ist ja auch schon eine krasse Szene da.
Also ich habe selber mal in Hamburg das Springturnier besucht.
Dann kam da, ich glaube, die Tochter von Bill Gates ist damit geritten und ich meine auch die Tochter von Bruce Springsteen.
Ja.
Das sind auch in der Dressur wahrscheinlich auch ähnlich, dass da Leute unterwegs sind, die man so kennt, schon so auch aus der absoluten Weltedite.
Ja, natürlich gibt es auch die sogenannten Promis, die unterwegs sind.
Aber gerade auch in all den Spitzenprüfungen müssen auch die sich dort entsprechend beweisen.
Und gerade Jessica Springsteen hat wirklich sehr viele Erfolge und reell wirklich schwere Springen gewonnen.
Und hat sich da entsprechend im Spitzensport etabliert.
Und so ist der Sport auch ein klarer Spiegel von Leistung.
Auch wenn man natürlich immer wieder mit dem richtigen Pferd nochmal ein Stückchen weiter die Nase vorne haben kann, aber am Ende lässt sich der Erfolg nicht kaufen, sondern man muss ihn erweiten.
Ist es so, dass am Ende die sportlichen Erfolge auch für euch alle als deutsche Reizzene wichtig sind, um halt diese Stellung, die besten Pferde, die beste Genpool, die auch am Ende zurechtfertigen.
Das ist ein bisschen so das Schaufenster.
Guck mal hier, wir sind weltweit bei der Olympiade dann die besten.
Und deswegen funktioniert der Betrieb unten halt auch ganz gut.
Also man muss sich das schon gegenseitig unterstützen, dass man vorne gesehen oder oben gesehen wird in der Weltklasse, um dann halt auch natürlich sehr kredibel dann unten sagen zu können, hey, wenn du da was kaufen willst, dann bei uns, weil wir sind in der Lage, die besten Tiere zu züchten.
Ja klar, also ich meine, da wo die Spitzenleistung ist, da orientiert sich natürlich auch der Rest der Welt nach und schaut, wo kann ich was mir abgucken.
Sei es jetzt nur mal vom Leistungsniveau, wo ist die Spitze, an was muss ich mich messen lassen.
Und unabhängig davon natürlich auch, wo sind die besten Pferde?
Und da schaut man sich um und da sind die deutschen Pferde die erfolgreichsten, auch auf den letzten Spielen in allen Disziplinen gewesen.
Und da schaut die Welt natürlich hin.
Und auch die holländischen Pferde sind, und die Holländische Sucht ist sehr erfolgreich und gut.
Aber nach wie vor sind die Deutschen die Stärksten.
Und deshalb ist ja auch ein bisschen das Problem, dass Pferde verkauft werden, weil wenn der Preis stimmt und wir uns und uns teilweise die Top-Pferde fehlen.
Weil dir nur für andere Länder an Start gehen.
Okay.
Sag mal ein paar Worte zur Hengststation.
Ich dürfte gerade selber hier deine neue Hengststation einmal in Augenschein nehmen.
Es ist ja schon so, wird es auch da für ein Laien eine ungewöhnliche Einrichtung.
Also da steht dann so ein Pferd aus Lebensgroß, aber halt ihn aus Plastik oder so und dann ist da so ein.
Genau, Stadtteil.
Das ist so ein Bock, der sich so bewegen kann.
Und dann führt ihr da Hengste rein und dann ejakulieren die da und ihr führt das in so größere Töpfe dann quasi ab und dann wird das, stell mir vor, eingefroren und weiterverkauft.
Ja, das geht entweder als frisch Sperma Versand und an die Züchter versand und ansonsten wird auch teilweise TG gemacht und also Tiefgefräser Sperma, um den dann auch weltweit zu versenden.
Das ist ja auch wichtig.
Heute können wir eben nicht nur über Social Media sofort wissen, was gerade in Australien passiert oder umgekehrt, sondern wir können eben auch durch den Samenversand den Hengst nach Australien bringen, was sonst eben nicht möglich gewesen wäre vor vielen Jahren.
Als ich noch mit meinem Vater zur Hengststation fuhr, zur Deckstelle fuhr, war das die Deckstelle des Landgestüts, hier irgendwo in Goch oder in Wesel, wo man hinfuhr und wo es dann den Natursprung gab.
Da wurde die Stüte hingekarrt und hingefahren und dann wurde die Stute da bedeckt und dann fuhr man wieder nach Hause.
Und heute haben wir eine ganz andere Organisation, ein ganz anderes, ganz andere Möglichkeiten, eben auch die Zucht international breiter aufzustellen.
Das sind natürlich eine Generationenfrage.
Das weiß auch dann, wenn man in Australien jetzt die Zucht aufsetzt, brauchen die auch 20 Jahre, um erstmal eine gewisse Basis dazu haben, natürlich.
Also jetzt, wenn man da jetzt so einen Töpfchen da voll macht, gibt es da einen Online-Shop tatsächlich, wo man dann, oder hast du dann schon gesagt?
Ja, kann man online auch bestellen, das gibt es auch.
Die Hengststationen haben ja alle ihre Hengste präsentiert auf ihren Webseiten, im Hengst-Katalog, im Online und man kann dann natürlich entsprechend sich das anschauen.
Man kann die Hengste werden ja häufig auch per Video präsentiert.
Es gibt Hengst schauen, die die Züchter sich sehr gerne anschauen, um die Hengste live mal unterm Sattel zu sehen oder an der Hand.
Um dann zu sagen, ja, das könnte ich mir vorstellen, dass das der passende Hengst für meine Stute ist.
Nachzucht wird natürlich gerne beobachtet, um zu sehen, wie vererbt sich ein junger Hengst.
Will ich den auch wieder einsetzen für meine Stute?
Oder ist das ein Hengst, der sogenannter Fohlenmacher, der sich durchsetzt oder wird er vielleicht sich nicht so durchsetzen?
Also, das sind ja alles so die Beobachtungen der Züchter, um dann den jeweiligen Hengst für seine Stute auszusuchen.
Krass.
Also es ist ja wirklich schon ein sehr ausgeklügeltes Business und dann wirklich schickt ihr dann da auch dann halt mal so eine so eine Schwärmerladung nach Australien oder so beispielsweise oder nach irgendwie Arabien oder so.
Das ist alles möglich, ja.
Okay.
Und was ist dann so eine Tranche jetzt wert?
Das kommt ja auch darauf an, auf den jeweiligen Hengst.
Also die jungen Hengste, meistens ist das so, dass sie irgendwo zwischen 1000 und 1500 Euro ein Decktaxe nennt man das ist, sodass eine Portion und dann wird das häufig so aufgeteilt, dass ein Teil bezahlt wird und der zweite Teil erst bei Trächtigkeit der Stute, sodass es so ein bisschen eine Risikominimierung auch für den Züchter ist und auch ein bisschen ein Entgegenkommen ist, dass die Investition erst vollkommen getätigt werden muss, wenn die Stute auch tragend ist.
Und ist sozusagen von den Erlösmodern, da waren wir ja mal stehen mit dem Gespräch, also die verschiedenen Erlösströme deines Betriebs sozusagen.
Ist das das Relevanteste wahrscheinlich, diese ganze Pferdewirtschaft mit inklusive Halt Zucht und all drunter dran.
Oder ist er mittlerweile auch Sponsoring und Preisgelder?
Ist das ähnlich groß?
Also nein, also tatsächlich ist das Thema Ausbildung und Verkauf die Basis mittlerweile geworden.
Das Thema Preisgeld erholt sich allmählich wieder, hat halt vor- und mit und nach Corona einen Rieseneinbruch erlitten.
Und gerade die Firmen, die sich entscheiden, in den Reitsport zu investieren, sind meist Richtung Springen unterwegs, weil sie sagen, da habe ich einen klaren Sieger, da habe ich ein klares messbares Ergebnis, ich kann das selber für mich verfolgen, auch als Laie, auch meine Kunden, die sehen, ob die Stange fällt, die sehen, wann der Sekundenzeiger stoppt.
Und in der Dressur ist es natürlich ein erstens auch schwieriger nachzuvollziehen für den Laien, wo ist jetzt der Fehler, warum bekommt der da jetzt eine 8 und der andere eine 6?
Und wie setzt sich das zusammen?
Und dadurch verteilt sich das schon in der Gewichtung überproportional mehr in den Springsport als in die Dressur.
Ob schonen wir viele, ich sag mal auch begeisterte Dressurfans aus dem Umkreise, ich sag mal, von Wirtschaftsunternehmen haben.
Also wir sind gerade dabei, dass wieder ein bisschen in positive Richtung zu bekommen.
Deshalb waren wir auch echt happy, dass wir uns mit dem Top 12-Finale in Frankfurt gut aufstellen konnten und da auch sich daraus jetzt schon auch ein Sponsor resultiert.
Aber da sind wir, dass die sozusagen fremden Firmen, die also außerhalb des Reitsports kommen, die wir früher hatten, die können sich jetzt langsam wieder bei uns melden.
Aber ich meine, du bist doch selber gutes Beispiel.
Ich glaube, du bist eine der wenigen, die jetzt irgendwie von Rolex unter anderem unterstützt wird, also schon so absolute Premium-Marken, die mit dir schon in seit Jahren arbeiten.
Das ist richtig.
Ich bin auch in einer glücklichen und privilegierten Lage, da gute Sponsoren und Unterstützer zu haben.
Aber trotzdem haben wir wirklich im Prüfungssponsoring, im Turniersponsoring, einen Einbruch zu verzeichnen gehabt, generell, aber insbesondere dann auch oder stärker in der Dressur und in der Vielseitigkeit als im Springen.
Und die Veranstaltungen kämpfen in Deutschland, wirklich auch Sponsoren zu bekommen und kämpfen da ums, ich will mal sagen, teilweise auch ums Überleben.
Weil die Diskussionen, die wir natürlich auch haben rund um den Reitsport, rund um den Tierschutz, rund um Welfare teilweise so unsachlich emotional und populistisch geführt werden, dass natürlich auch Unternehmen sagen, das ist im Moment so, wird so polarisierend geführt, dass sie sich da im Moment nicht rantrauen, obwohl es durchaus ihre Zielgruppe ist und durchaus sehr sinnvoll einzusetzen ist.
Aber sagen, das warten wir jetzt erstmal ab, bis dass sich da insgesamt die Situation auch wieder ein bisschen normalisiert hat.
Ich meine, du tust ja alles so ein bisschen dafür.
Wenn man sieht jetzt Social Media mittlerweile ist ja relativ auch bei dir imposant, irgendwie, ich glaube, fast 250.000 Menschen, die dir jetzt folgen.
Da gibt es noch ein, zwei Kolleginnen und ähnlich großen Accounts, also das Interesse scheint ja wirklich da zu sein.
Und es ist ja da, ihr zeigt jetzt im Mittel in den Sport, was da so ist, und habt ihr dann auch da wirklich wahrscheinlich eine sehr kaufkräftige Zielgruppe, die euch da so folgt.
Ja, das ist ja auch ein Ziel gewesen.
Ich habe mich ja lange gewehrt, mich mit Social Media zu beschäftigen.
Und dank Franka Lefeld und ihrem Team haben wir das aufgebaut und in einer relativ überschaubaren Zeit, jetzt ich glaube zwei Jahren, eine gute Community aufgebaut.
Und es ist ja auch gerade das Ziel, eben zu zeigen, was ist los bei uns und auch Ausbildungsthemen zu zeigen, Ausbildungswege zu zeigen, was häufig im Zuge des Alltags und des Zeitmankos auch hinten rüberfällt.
Aber ich versuche häufig auch den Menschen zu sagen, wenn ihr Kritik führt, die teilweise ja auch sehr hilfreich in vielen Dingen war, die ganzen Haltungsbedingungen, alles das, was sich verbessert hat, das ist ja gut und es ist ja auch richtig und wichtig, dass wir uns da reflektieren.
Und wir alle wollen nur, dass es unseren Pferden gut geht.
Aber wenn natürlich dann so ein Foto oder kurze Sequenzen teilweise sogar noch manipuliert durch die sozialen Mediengeistern und da ein Shitstorm nach dem anderen auslösen, was ja auch natürlich in allen Branchen leider ein bisschen Mode geworden ist, da muss sich der Reitsport ja nicht jetzt besonders beleidigt fühlen, sondern es ist so, nur das Besondere ist eben das Lebewesen-Pferd, was unser Leben bestimmt und wo wir versuchen, es wirklich mit einem ganzen Team, dass es unseren Pferden super geht und nur wenn es unseren Pferden gut geht, geht's uns auch gut.
Aber das ist eben eine sehr schwierige und eine auf dünnem Eis befindliche Phase, weil natürlich viele Menschen, die überhaupt nichts damit zu tun haben, in ein Horntuten, wo sie leider gar keinen persönlichen Zugang zu haben.
Und ich immer wieder sage, geht mal auf eine Veranstaltung und schaut euch viele Dinge an und folgt nicht nur irgendeinem Bild oder einem Foto, dann wirst seid ihr auch und könnt euch auch eure Meinung selber bilden.
Ich bräuchte wahrscheinlich die ganz große Doku.
So ein bisschen so wie bei der Formel 1.
Da gab es doch irgendwie Drive to Survive.
Gibt es da so Gespräche schon?
Hat schon mal jemand euch, du dir vielleicht gesprochen, so eine große Doku zu machen, nochmal in der nächsten Olympiade, der Weg dahin, das ganze Dressur, deine Wettbewerberinnen alles immer zu begleiten, das wird doch eigentlich wahrscheinlich für die Szene.
Es gibt Gespräche und vielleicht machen wir so etwas auch mal tatsächlich nicht nur vor dem Hintergrund, dass es mal ganz spannend ist, sondern tatsächlich auch vor dem Hintergrund, um Aufklärung zu betreiben.
Ich meine, so eine Doku kann ja wirklich die Welt verändern.
Also bei der Formel 1 hat man es ja auch gesehen, die waren relativ so als Sport ein bisschen runtergerockt und auch sehr kritisiert und dann auf einmal kam die Doku und es ist explodiert dort.
Also, wenn man das so hört, ihr sagt doch, prädestiniert dafür, also ein bisschen das alles mal ein bisschen auch zu erklären.
Ich habe ja auch, ehrlicherweise, bei Olympia, ich gucke es mir immer an, weil ich denke, okay, da gewinnt jetzt ein deutsche oder deutsche Gold.
Ich kann es mal ein bisschen was für ein Spiegel, ne?
Ja, genau, das ist mir dahin spiegeln.
Genau, aber ehrlicherweise, ich gucke es mir an und checkst ja auch nicht.
Dann sehe ich auch, höre ich immer so die Begriffe, eine Piaffe und so, und dann denke ich, okay, what the fuck, ja?
Also ich verstehe es nicht, ja.
Ja, aber wenn du es dir anschaust und du siehst, okay, schau mal, das sieht gut aus, das sieht leicht aus, das ist das Pferd macht da eine wirklich schwungvolle Bewegung.
Dann lässt man sich ja auch mal drauf ein und beschäftigt sich damit.
Und wenn wir Paris zum Beispiel jetzt wirklich mal als letzte Olympische Spiele nehmen, wir waren voll, es waren voller Ränge, wir hatten ein ausverkauftes Haus, es war eine mega Stimmung, wir hatten einen tollen Sport.
Und das ist etwas, was wir multiplizieren wollen und multiplizieren müssen auch und transportieren müssen.
Aber wir brauchen natürlich auch die Plattform dafür, das ist auch klar.
Netzflix immer so wäre da schon ganz optimal.
Es gibt ja diese Plattformen, auch global.
Ja, aber die müssen sie natürlich auch wollen.
Und die haben ja auch keine Lust, dass sie ständig beschimpft werden.
Und deshalb ist es wichtig, dass wir uns da auch durchsetzen und dass wir alle auch von Reiterseite nicht müde werden, das zu transportieren.
Ist für dich Olympia nochmal ein Thema?
Ich meine, du hast jetzt ja noch tendenziell eine Olympiade so in absehbarer Zukunft vielleicht, die noch, also ich stelle mir so voll, machbar wäre, wenn ich es so sehe, ist das geplant oder weißt du schon was drüber?
Also, wenn du sagst, so siehst du, wenn du es mir doch zutraust, sei ja so ein bisschen so die Vorlage.
Los Angeles ist nochmal ein Thema, ja.
Ich habe zwar nach Paris gesagt: Ja, mal schauen mal, aber ich habe jetzt schon, es ist ja so, du denkst immer, du hast jetzt ein super Pferd gehabt und jetzt ist es auch gut und dann kommt der nächste und dann kommt nochmal wieder ein tolles Pferd.
Und diese Pferde fasziniert mich einfach derartig.
Und ja, ich glaube, ich halte nochmal durch bis Los Angeles.
Ist das also so auch, sagen wir mal, jeden Tag Training muss man sagen, ist das wirklich auch ein so ein Schweinhund überwinden oder kannst du.
Überhaupt nicht.
Das meinen jeden Morgen ist das der ruhigste Platz und der beste Platz auf der Welt.
Weil natürlich klappt jetzt nicht immer alles.
Und da gibt es auch mal eine Phase oder wo du das, oh Mist.
Und wenn eins meiner Pferde nicht so funktioniert, wie ich mir das vorstelle.
Und wir haben da irgendwo so ein Tief, dann ist der Tag gelaufen.
Also dann habe ich richtig schlechte Laune und dann machen auch alle erstmal einen kleinen Bogen um mich herum.
Das ist so, aber ansonsten ist das Pferd mein Therapieplatz.
Da habe ich meine Ruhe und da kommen auch die meisten erstmal ganz vorsichtig an mich ran und sagt, ah, jetzt kann ich mal eben kurz stören, weil sie wissen, dass es heilig ist.
Hast du denn du noch ein Trainer oder ein Trainerin?
Oder machst du mittlerweile alles, weil du eh weißt, wie es läuft und setzt sich drauf und machst dein eigenes Programm und.
Nein, nein, also ganz wichtig ist immer, dass Prinzip und den Spiegel von unten haben.
Und wir helfen uns hier im Team gegenseitig und schauen uns da ein bisschen auf die Finger.
Und ich habe mit Götz Brinkmann einen Trainer, der mich auf die Turniere begleitet, der mir da wirklich immer mit den Spiegel vor Augen hält.
Und der ab und zu auch hier zu mir in den Stall kommt.
Und die Bundestrainerin Monika Tidoresco ist ebenfalls auch nochmal als Korrektiv da und ansprechbar.
Also Reflexion ist eins der wichtigsten Dinge, die man haben muss.
Aber es sitzt jeden Tag im Pferd, also bis jeden Tag im Pferd.
Ich sitze jeden Tag am Pferd, ja.
Also 360 Tage.
365 Tage ist jetzt übertrieben, aber von den 365 Tagen können wir, glaube ich, an zwei Händen abzählen, wenn ich nicht auf dem Pferd sitze.
Also rum 350 Tage sitze ich am Pferd, 340, sagen wir.
Und das ist dann zum Teil, um für dich selber deine Pferde zu trainieren und selber zu trainieren und zum Teil auch, um Pferde auszubilden für andere.
Das ist ja sozusagen die beiden Tätigkeit, die du machst auf dem Pferd.
Das ist so, ja.
Und ansonsten sitze ich auch im Eckchen und unterrichte, schaue mir Pferde an, lass mich begeistern oder nicht.
Aber am Ende des Tages ist die Zeit, die wertvollste Zeit auf dem Pferd.
Und wie lange brauchst du zu erkennen, ob ein Pferd was kann oder nicht?
Wenn ich drauf sitze, ein paar Minuten.
Wirklich?
Dann reitest du dann wieder, sondern du spürst du, okay, der kann das lernen oder nicht oder der kann.
Ja.
Okay.
Und ich meine, ich stelle mir einfach so vor, wie das ist.
Wenn man jetzt in diesem speziellen Bereich so gut ist, das kann ich mir einfach.
Also die Qualitätsunterschiede, auch was andere Reiterinnen oder Reiter halt nicht so können, was man fühlen muss, was man an den Pferden erkennen muss, ist ja einfach von außen wahnsinnig schwer zu erkennen.
Ja, aber es ist, wenn man drauf sitzt und natürlich jetzt die Erfahrungen, die ich habe, die vielen unterschieden Pferde, die ich in meinem Leben geritten habe.
Da weiß ich nach ein paar Minuten, wo der Hase hinläuft, ob das ein Spitzenpferd wird oder ist oder nicht.
Okay.
Ganz sicher.
Wie viele Leute arbeiten für dich hier insgesamt in der Stadt?
Das hat sich jetzt mittlerweile das Team, boah, 23, glaube, mittlerweile.
Ich glaube, wir arbeiten schon gerade am 24.
Das ist schon, wir haben drei Auszubildende und mein Kernteam ist schon viele Jahre hier, muss ich sagen.
Also ich glaube, Mary ist auch schon bald 20 Jahren hier und gerade meine beiden Bereiter sind zwölf, 13 Jahre bei mir.
Also, das ist mir ganz wichtig, dass ich ein wirklich ein Team habe, was mit aller Passion auch dabei ist, mit Freude, mit Loyalität, mit Respekt.
Und natürlich ist im Laufe, wenn man so viele Jahre zusammenarbeitet, ist das schon ein nicht mehr ein Arbeitgeber-Mitarbeiterverhältnis, sondern das ist schon ein sehr enges auch freundschaftliches, familiäres Verhältnis.
Aber wir reden dann logischerweise auch von einem Multimillionen-Unternehmen hier.
Ja, Multimillion hört sich so an, aber ja, natürlich ist das mittlerweile gewachsen, ja.
Und es ist aber auf Generationen ausgegeben.
Also du willst nicht irgendwie verkaufen.
Also du wirst irgendwann einen Hof vererben, damit auch das Business wahrscheinlich dein Sohn.
Also ich habe mich irgendwann entschieden, das nicht übers Herz zu bringen, dass der Hof verkauft würde, weil meine Eltern natürlich und als mein Vater auch dann irgendwann die Rente anstrebte, das kann ich nicht übers Herz bringen, weil ich einfach hier mein Zuhause habe und mir auch hätte gar nicht vorstellen können, dass meine Eltern hier den Hof hätten verlassen sollen.
Und dann habe ich mich entschieden, nicht mehr als Juristin zu arbeiten, sondern eben die Pferde wirklich zum Beruf zu machen.
Da bin ich sehr froh, weil ich wirklich sagen kann, ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.
Ich habe das, was ich am besten kann, tatsächlich auch umsetzen können und dürfen.
Und habe auch das Ziel, dass dieser Betrieb oder die Hoffnung, dass ich diesen Betrieb irgendwann mal an meinen Sohn übergeben kann, der zwar nicht reitet und auch nichts in dem Sinne mit der Reiterei zu tun hat, der aber sich sehr viel Spaß an der Landwirtschaft und an dem Betrieb und an dem drumherum hat.
Und deshalb ist das natürlich auch ein Thema, dass ich, wie ich den Betrieb langfristig ausrichte.
Und da hat die Hengstation natürlich auch eine Bedeutung für, ja.
Gibt es denn nicht auch dann irgendwie da so, sagen wir mal so unmoralische Angebote, dass irgendwie jemand aus Arabien kommt und sagt: Mensch, Frau Wert, wie wär's mal so zehn Jahre so Cristiano Ronaldo-mäßig, sie kommen mal zu uns und machen das mal.
Nee, das hat es noch nicht gegeben.
Das wäre doch eigentlich.
Ich meine, da werden der Fußballer für viel Geld verpflichtet, in sagen wir mal, so kleineren Ligen dann da mitzumachen und eigentlich unterhalb ihres Levels zu spielen.
Und ich meine, warum kommt denn da keiner und sagt, jetzt kommen Sie doch mal rüber und weit mit dir.
Weil die Bedeutung des Drossursports vielleicht dann doch noch nicht so die Form hat, dass man da jetzt, dass das Sinn machen würde.
Und dass ich jetzt da irgendwie.
Da könntest du Leute aus mit ohne Ende.
Du könntest da richtig helfen, sozusagen eine neue.
Der Roland Berger hat mir mal erzählt, der Unternehmensberater.
Er hat quasi mitgeholfen, den Maschinenbau in China aufzubauen.
Da wurde ja immer wieder angesprochen und da ist er dahin und als großes Projekt das da gemacht.
Und mittlerweile sind die Chinesen da ja sehr gut unterwegs.
Und so müsstest du doch eigentlich jetzt auch, Mensch, ich gehe jetzt nach Arabien und stelle da mal halt so ein paar Höfe hin und Pferde hin und hinterlassen da so eine ganze Legacy an Breiterinnen, die es alle können.
Ja, jetzt ist vielleicht die Entwicklung vom Maschinenbau mit einer anderen Perspektive ausgerichtet, als die Tatsache jetzt in Dubai vielleicht den Dressurcensport zu revolutionieren.
Also ich glaube, wir werden unweigerlich eine Entwicklung in Asien bekommen, da bin ich ganz sicher.
Und das Pferd wird auch in China weiter Raumgreifen und auch die Begeisterung und da sind ja schon wirkliche Entwicklungen zu sehen.
Also da wird was kommen, aber ich sehe meine Position nicht jetzt, dass ich jetzt irgendwo zehn Jahre mich irgendwo dort oder dort hineinge, sondern ich freue mich und mache auch gerne ein bisschen Entwicklungshilfe in gewissen Bereichen.
Aber meine Haupt, meine Hauptfreude, mein Lebenselixier, meine Passion und das, was ich einfach liebe zu tun, ist Pferde ausbilden.
Und das kann ich hier zu Hause am besten.
Ich meine, ist ja auch eigentlich ein ungewöhnlicher Ort, ich bin jetzt hierher gefahren, ich bin selber aus Essen im Ruhrgebiet und dachte immer so, naja, früher, so die Reiter und das Pferdeland, das ist irgendwo in Westfalen oder weiß ich nicht, irgendwie in Bayern oder so.
Jetzt ist ja auch hier, wenn man es jetzt mal übertreibt, ist das hier der Stadtrand von Duisburg, also am Rande von Duisburg.
Sitzen wir jetzt hier.
Ich hätte es gar nicht erwartet, dass das jetzt sozusagen die beste Reiterin der Welt hier vor Ort, sag ich mal, von Duisburg ist.
Naja, wir sind nicht vor Ort von Duisburg.
Also, das ist das Wunderbare.
Nein, das stimmt.
Wir sind aus wunderbarer Rheinland und wir sind, wir liegen super und wir haben hier unsere kleine Oase geschaffen.
Und das Rheinland und am Ende hier in Nordrhein-Westfalen ist schon eine Hochburg der Reiterei, sobald ich Richtung Krefeld gehe, ich glaube, alle zehn Kilometer hat es da irgendein Reitstall und ein Reiterverein.
Und das ist ja auch ganz wichtig, dass die ländliche Reiterei, die droht wegzubrechen, dass wir diese auffangen und dass wir diese unbedingt entwickeln, weil wenn die kleinen Reitervereine alle wegsterben und die Kinder nicht mehr den Zugang, den natürlichen Zugang zum Pferd bekommen.
Ich bin hier in diesem kleinen Bereich aufgewachsen, hier im Winterswicker Feld, hat es auf jedem Hof sechs, sieben Höfe Pferde gegeben.
Da gibt es heute noch einen nebenan, wo noch ein Pferd steht.
Ansonsten, wir haben alle hier irgendwo im Feld geritten, wir sind mit unseren Ponys ausgeritten, wir haben hier Old Shatterhände und Winnete gespielt und das gibt es alles nicht mehr.
Und das ist ganz, ganz wichtig, dass wir versuchen, diese ländlichen Feinde- und Dieseländige Reiterei ein bisschen aufzufangen.
Die ganzen Höfe, die früher Pferde hatten, von zehn Höfen ist noch einer da, der Landwirtschaft betreibt und wo vielleicht noch ein Pferd rumläuft.
Ansonsten, die sind die kleinen Betriebe haben alle aufgegeben.
Das hat der Nachwuchs auch an Reiterinnen oder Reitern ist gar nicht so gut.
Ach so.
Und vor allen Dingen die natürliche Reiterheit oder das natürliche Aufwachsen mit den Tieren und mit den Pferden, das stirbt werk nicht.
Also im Sinne von nicht in Stadtkind mit rausgebracht, irgendwie einmal in der Woche für 30 Stunden zum Reitsport, sondern jeden Tag auf den Pferde.
Die Pferdeleute, nicht Menschen mit Pferden, sondern Pferdeleute, die mit Pferden aufgewachsen sind, die mit natürliche, ich sag es mal, das natürliche Gefühl für Tiere haben und wissen, dass Tiere geboren werden, dass Tiere sterben, dass Tiere krank werden, dass diese normalen, natürlichen Begebenheiten, das Gefühl zu haben, wie ein Pferd tickt, wie er heute guckt und so weiter.
Das wird immer weniger.
Das stirbt weg, weil die Gelegenheiten fehlen.
Und deshalb müssen Kinder den Zugang zum Pferd bekommen.
Und die Wartelisten in den kleinen Vereinen müssen bedient werden können.
Aber das ist für viele Vereine nicht mehr finanzierbar und für viele private kleine Stellen nicht mehr finanzierbar.
Und da so viel Geld auf der einen Seite auch teilweise ausgegeben wird für Pferde und im Sport steckt, der fehlt in vielen anderen Bereichen an der Basis.
Und auch an der Basis der Zucht, an der Basis der Vereine.
Und da gibt es ganz viel zu tun.
Meine Tochter ist große Fan von einer Pferdeinfluenzerin immerhin.
Kennst du Hella Gabbat?
Ja, mittlerweile kenne ich das.
Das ist erfolgreich, was sie macht aus einer Sicht.
Nein, das ist alles, was dazu beiträgt, dass Kinder Zugang zum Pferd bekommen und auch aufgeklärt werden.
Alles gut und alles hilfreich.
Ich will niemandem zu nahe treten.
Aber ganz wichtig ist, dass man sich nicht nur in einer Einbahnstraße begibt, sondern dass man das Pferd live und in Farbe erlebt und weiß, wie es dich.
Ich brauche keine mehr erklären, warum ein Pferd ein Eisen im Maul hat, wenn es selber Zugang zum Pferd hat und reitet und weiß, dass man irgendwo auch ein Pferd Einfluss nehmen muss, dass man ein Pferd parieren muss, dass man ein Pferd anhalten muss.
Und als das von außen einer sagt, wie könnt ihr nur auf einem Pferd sitzen, wo ein Eisen im Maul ist?
Statt, ich spreche jetzt von einem Gebiss.
Also dieses normale Mittelmaß des Betrachters geht verloren.
Und auch des Erklärenden geht verloren.
Es gibt nur noch Schwarz und Weiß und es gibt so viel in der Mitte.
Und das ist wichtig, dass wir da wieder hinkommen, dass der normale Umgang miteinander leben und leben lassen.
Ich habe ja auch kein Problem damit, wenn jemand sagt, ich möchte nur mein Pferd mit Halsring im Wald reiten.
Fein, gerne.
Aber ich möchte auch akzeptiert werden, dass ich mein Pferd mit Trense oder Kandarre, Sattel und Gamasche reite und ausbilde und ein Spitzenpferd draus mache und entwickeln.
Es will ja auch nicht jeder ein Top-Manager oder ein Top-Sänger oder sonst was werden.
Aber wenn ich mich dazu entscheide und wenn ich davon überzeugt bin, dass mein Pferd dieses Potenzial hat und das Talent hat und ich das dazu auch entwickeln möchte, genauso wie ein Lehrer vielleicht ein Kind in der Schule hat und sagt, das ist ein Genie, da will ich mal gerne, dass der irgendwann mal nach Harvard oder Cambridge oder sonst wo geht und das kann mal einer werden, der kann mal richtig die Welt mitbestimmen oder beeinflussen.
Ja, dann möchte ich, dass diese Unterstützung da ist.
Und dann will ich, dass der Rest der Welt das akzeptiert und nicht darauf einschlägt.
Ist das denn für ein Erfolg im Reitsport?
Wie viel Prozent ist das Pferd?
Und wie viel Prozent ist der Reiter, die Reiterin?
Also würdest du, kannst du auch oder könntest du auch einigermaßen klarkommen mit einem schlechteren Pferd?
Oder wenn ich auf ein Weltklassepferd drauf gehe, könnte mich jetzt auch da einigermaßen durchtragen.
Also, das ist relativ einfach zu formulieren.
Der bessere Reiter kann auch mit dem schlechteren oder schwächeren Pferd umgehen und das besser machen.
Als umgekehrt der Schwächere, ich will jetzt mal nicht, wann schlechter oder besser, sondern der schwächere Reiter, das bessere Pferd auch schwächer machen.
Das heißt, ich sage mal 60, 40, 60 Pferd, 40 Reiter.
Weil ohne ein Spitzenpferd kann der beste Reiter nicht in der Weltspitze bestehen.
Aber natürlich kann der bessere Reiter auch mit einem schwächeren Pferd den schwächeren Reiter mit dem besseren Pferd schlagen.
Okay.
Also der bessere Reiter kann immer das Pferd besser machen und es weiterentwickeln und es besser präsentieren, als der Schwäche-Reiter das vermeintlich bessere Pferd.
Okay, okay, okay.
Okay, das heißt, bei dir ist jetzt sozusagen die Zukunftsvision hier, Ausbau der Anlage, Hengststationen in Betrieb nehmen.
Die ist jetzt ja gerade sozusagen wenige Stunden oder wenige Tage vor Betriebnahme.
Ja, Countdown läuft.
Genau.
Und dann irgendwie vielleicht nochmal persönlich Richtung Olympia gucken und dann aber in Zukunft hier, wie viel Pferde im Jahr kann man hier so rausbringen, die man dann so auf den Markt bringen kann?
Na, das kommt drauf an.
Es ist am Ende des Tages auch eine Frage, welche Zeit nimmt man sich mit welchem Pferd?
Wenn ich jetzt ein dreijähriges Pferd in den Stall bekomme und sage, den möchte ich jetzt in Ruhe entwickeln und nehme mir zwei, drei Jahre Zeit, um daraus ein sehr gutes Nachwuchspferd zu machen oder ich nehme mir sogar fünf Jahre Zeit, um daraus ein Top-Grand Prix-Pferd zu machen, dann ist das eine unterschiedliche Ausgangsposition.
Das ist immer auch dann entscheidend, wie es wäre bereit, die Zeit zu beanspruchen, weil das natürlich ein Risiko birgt.
Verletzt er sich, entwickelt er sich vielleicht nicht so, als zu sagen, boah, ich habe jetzt ein tolles Angebot, das nehme ich jetzt lieber wahr.
Das hängt ganz einfach davon ab.
Ich wundere mich in den meisten Podcasts, die ich so mache, da irgendwann kommt das Thema KI oder irgendwie so Advanced Datenanalyse und sowas.
Das gibt es bei euch auch oder weniger?
Also das wird ganz sicher ein Thema werden in der Frage Bewertung.
Ich bin ja auch Präsidentin des internationalen Radesclubs und wir sind gerade in einem engen Austausch mit unserem internationalen Verband, mit der FI, weil wir der Überzeugung sind, dass wir, um dem Außenstehenden, den Ressourcort noch besser auch nahezubringen, KI mit einsetzen müssen und sollen, weil wir damit eine objektive nochmal ein objektives Bewertungskriterium reinbekommen, an dem sich andere, die nichts davon verstehen, orientieren können und auch die, die was dann verstehen, sich auch daran messen lassen müssen.
Also die Diskussion, ist die Piaffe jetzt zu weit im Vorwärts?
Ist da jetzt ein Wechselfehler passiert oder nicht?
Ist die Piorette jetzt zu groß?
Ist jetzt der versammelte Schritt nicht im klaren Takt oder wohl?
Überall da, wo teilweise Noten extrem auseinanderdriften, kann KI ein sehr wertvolles Tool werden.
Das wird natürlich nicht von allen, auch von einigen Richtern nicht so gerne gehört, aber wir werden da hinkommen müssen und wir werden auch da hinkommen, weil wir langfristig eben auch Sponsoren außerhalb des Reitsports und nicht nur die eine Affinität haben, weil die Tochter reitet oder weil sie selber Pferde haben, sondern klar messbare Mediendaten als Grundlage nehmen.
Deshalb brauchen wir auch dieses Tool und werden es auch hoffentlich bald bekommen.
Diskutiert ihr in der Runde nicht, was man noch so tun kann, um diesen Sport populärer zu machen oder populärer zu halten, wie immer.
Wenn man sitzt jetzt im Segeln, dann kommen die mit so neuen Segelideen, wo dann halt Prominente investieren in Teams, dann machen die so ein Sale GP, wo die Küsten nahe segeln, dass man das sehen kann und natürlich auch, dass alles dann über Social Media anders transportieren wollen.
Gibt es solche Bestrebungen auch bei euch, sozusagen, weil nicht demnächst irgendwo in Hamburg auf dem Rathausmarkt mal so ein Turnier auszutragen oder sowas, also das auch in die Städte zu tragen?
Also, ich kenne es von Olympia, ansonsten als Stadtkind, begegnet man dem relativ selten.
Und ja, das muss ja euch irgendwie kratzen.
Die Menschen ziehen mehr in Schütter, irgendwie müssen wir da überlegen, wie kriegt man denn Sport?
Wir haben gerade über Dokus gesprochen.
Gibt es da noch andere Sachen, die schon an der Nähe nicht arbeitet?
Naja, wir haben einen permanenten, einen permanenten Austausch und auch eine Diskussion.
Und ich behaupte ja mal, dass wir schon in relativ vielen großen Städten mit guten Turnieren stattfinden.
Hamburg, Hamburger Derby ist super, Stuttgart hat ein tolles Hallenturnier, Frankfurt.
Also wir sind in Aachen ist wirklich das Wimmelten des Reitsports.
Also wir haben schon echte Eckpfeiler im Reitsport, mit denen wir aufwarten können.
Aber völlig richtig.
Wir müssen noch viel besser an die Leute ran und deshalb erhoffe ich mir ja auch, dass wir ein ganz klares Votum hier auch für die Bewerbung Köln-Rhein-Ruhr bekommen.
Für Olympia.
Erstmal, dass wir auch überhaupt Olympische Spiele nach Deutschland wiederholen.
Dass ich persönlich jetzt auch als Botschafterin für Köln-Rhein-Rohr unterwegs bin, liegt auch, dass ich wirklich Überzeugungstäterin bin, weil hier ein etwas ungewöhnliches Konzept gibt, nämlich wir haben zwar Köln als Ladingsstadt, aber wir haben darüber hinaus eben auch 17 Städte eingebunden, die Region.
Wir werden wirklich 14 Millionen Menschen erreichen können.
Alle Städte sind im Grunde genommen bis auf Olympics Dorf mit dem Olympiastadion, was dann teiltemporär erstellt werden wird, sind schon da.
Also und die meisten sind schon eigentlich Olympisch.
Die dazu jetzt noch notwendige Infrastruktur, Sanierungsmaßnahmen und so weiter, das sind Dinge, die sich nicht mehr so gut sind.
And that is erstmal ein Wettbewerb der vier Städte anders in diesem Jahr is auch gesund.
But for eure sport ist ja Olympia, klar, that vollkommen recht.
Also wenn das klappen würde, gigantisch.
But you are unabhängig from Olympia.
Is gold by Olympia, wasn't it?
Or is it, wie das gerade Wimbledon gesagt hat, is Aachen noch wertvoller oder werden es nicht.
Nein, Olympische Spiele sind Olympische Spiele.
And gerade when man in einer Sport hat die nicht wie Fußball oder Tennis, so außerhalb von Olympischen Spielen, so in Focus.
Then we live in these Dekaden Olympische Spiele.
And deshalb wäre es unglaublich wichtig, auch for the deutsche Sport generell, aber eben auch für den deutsche Reitsport, Olympische Spiele to become, weil sich then unglaublich viel in diese, in diese Zielrichtung, auf den Weg zu diesen Spielen entwickeln wird.
Und weil es Motivations free set, weil it's infrastructure free, weil es Investitionen freizetzt.
Und gerade so viele junge Menschen einfach eine Zielsetzung brauchen, Idole brauchen, so sagen, boah, ich möchte gerne mal Olympische Spiele reiten und ich will mal Olympische Spiele als in der oder der Sport.
Es muss ja noch was anderes geben, also einen anderen Ansatz geben, neben das Olympia, wo man sagt, okay, ich versuche das.
Ja, aber das habe ich ja gerade schon gesagt.
Wir machen uns so viele Gedanken.
KI ist ein ganz wichtiges Thema, mit in den Reitsport zu nehmen.
Also da sind ja, das ist nicht nur eine Idee, die Frage auch, wie wir für das Fernsehen attraktiver werden.
Wir haben jetzt unser Clipper Horse, unser Internetfernsehen, was weltweit viele, viele große Veranstaltungen überträgt und sich sehr etabliert hat.
Aber natürlich müssen wir darüber hinaus noch weiter wieder stattfinden.
Der Reitsport hat mal einen anderen Lobby gehabt, viele Jahre zuvor und da müssen wir wieder hinkommen.
Wir finden ja in den öffentlich-rechtlichen teilweise in den dritten Programmen noch statt, aber außer zu Olympischen Spielen finden wir fast gar nicht mehr in den ersten und zweiten Programmen.
Aber das ist bei Social Media natürlich auch dann die Chance, sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen.
Deswegen ist ja auch eine Beeindruckung zu sehen, was ihr da jetzt rund um deinen Account oder deine Person so bewegt.
Aber ich meine, es braucht ja eine Menge von Leuten oder immer weiter Maßnahmen, um halt Pferde wieder an die Leute ranzubringen, weil diese Liebe.
Ach so, wir müssen, wir müssen vor allem diese Transparenz und die Ehrlichkeit daran bringen.
Immer nur das Küsschen auf die Nase ist ja nicht das, was die reale Welt ist, wenn wir wenn wir über das Ausbilden von Pferden, von Reitern, von Turnierfahrten, von Erkrankungen, von Problemen, von ist ja nicht so, als wenn das alles nur geflogen kommt.
Das ist Training und Arbeit, so wie bei jedem Menschen auch.
Ist denn ein Pferd aus deiner Sicht jetzt zu sagen, wie viel Prozent Sportgerät, wie viel Prozent ist es halt jetzt?
0,0 Sportgerät.
Es ist 0,0 Sportgerät.
Wie ich gerade schon sagte, das ist, was nützt mir ein Pferd, was nicht funktioniert und unglücklich ist oder falsch behandelt wird oder traktiert wird oder irgendwo unter Angst seine Sache macht.
Das ist nicht mehr Wettkampf und wettbewerbsfähig.
Und das ist ja auch die gute Entwicklung, die wir in den letzten 10, 15 Jahren durchlaufen haben.
Aber trotzdem passieren auf dem Weg in einer Ausbildung wie in einer Kindererziehung emotionale Fehler.
Da bin ich bis heute nicht von ausgenommen und jeder andere auch nicht.
Weil man so ja auch an emotional verhaftet ist.
Und da kommt ein Tag, wo es einfach nicht so funktioniert und wo man auch mal ungerecht wird zum Pferd und selber auch mal schlecht gelaunt ist oder eine falsche Hilfe gibt oder eine falsche Reaktion gibt.
Und das muss man auch mal sagen, das muss man auch mal transparent rüberbringen können, ohne dass man da in eine Ecke der Tequilerei abgestempelt wird.
Jeder, der mit Menschen umgeht, hat mal den falschen Ton und hat mal einen schlechten Tag und so ist es mit Pferden genauso und mit Tieren.
Okay, okay.
Also ich bin gespannt, du würdest mal was aus der ganzen Factory hier so, was ich hier so hervorgeht.
Factory, da Factory, das ist auch schon wieder.
Das falsche Wort.
Ja, gut, Pferde, Medaillen, Produkte auch.
Modekollektion haben wir ja noch gar nichts zu gesagt, das ist aber nur am Rande, dass es nichts zurückgesetzt hat.
Die Modekollektor die Modekollektion ist am Rande, hat mich viel Investitionen gekostet und ist etwas, was absolut eine Zielsetzung ist, dass eine gut funktionierende und auch wirtschaftlich erfolgreiche Kollektionmodelle.
Das ist einfach auch eine Kollektion, die mir wirklich am Herzen liegt, weil die Funktionalität neben eben auch einem, ich sag mal, gewissen Anspruch, dass man sie auch normal in der Freizeit tragen kann, da ist.
Und das Problem ist nur, dass der Zeitfaktor natürlich irgendwann auch begrenzt ist bei mir.
Und da ich, wie gesagt, meine wertvollste Zeit auf dem Pferd verbringe, hat sie noch nicht so das Augenmerk bekommen, wie es notwendig ist.
Aber da sind wir auch gerade dabei, die Mannschaft richtig zu optimieren und zusammenzustellen.
Und das soll schon auch nach vorne gehen.
Also nächste Ziel.
EW, ne?
EW-Kollektion, ja.
Habe ich sonst noch irgendwelche anderen Resultate hier vergessen, die noch hier gefertigt werden.
Nein, nein, das ist das mal erstmal, wir machen den nächsten Podcast, wenn wir die nächsten Dinge haben.
Okay.
Machen wir es so?
Ja, genau, jetzt genau.
Hängstation, jetzt erstmal gucken, Kollektion, Goldmedaille.
Ende des Jahres sprechen wir nochmal und dann drängen wir drüber nach, was wir wieder lustreten können.
Also es gibt ja Pferdebereich schon auch krass Unternehmen, ne?
Was man sagt, du bist ja jetzt nicht in guter Gesellschaft.
Ich glaube, ja der Herr Schockemülle ist ja auch ein Wahnsinn.
Also mit Schockemülle kann ich mich nicht vergleichen.
Also da bin ich ein ganz kleines Licht.
Aber dem ist Zucht und auch Logistik, ne?
Ja, gut.
Hat natürlich in Levitzert einfach eine wahnsinnige Zucht aufgebaut.
Hat ein unglaubliches Wissen natürlich, auch in der Frage der Reproduktion und hat in Lewitz ein riesig gestüt mit, ich weiß nicht, wie viel ein paar tausend Pferden und hat dann natürlich sehr viel Zuchterfahrung auch durch die, einfach durch die Masse auch einbringen können.
Ja, also da bin ich kein Mitspieler.
Also also Pferdebusiness gibt eine ganze, oder produziert auch immer wieder Spannenunternehmer, also Unternehmerinnen.
Ja, es hat sich irgendwie so entwickelt und ja, und jetzt versuchen wir uns peu à peu weiterzuentwickeln.
Ja, ich drücke die Daumen und bin gespannt.
Vielen Dank, dass wir hier am Reitschein vorbeikommen durften.
Ja, gerne.
Ciao.
Der eine oder die anderen hat hier in den letzten Monaten ziemlich sicher meinen Aufruf zum Thema Executive Search gehört.
Es ging darum, wie OMR bei der Besetzung von Schlüsselpositionen in Firmen helfen kann.
Daraus sind relativ schnell erste Mandate entstanden und auch erste Vermittlungen.
Also Menschen arbeiten jetzt dank uns in neun spannenden Jobs und wir sind entsprechend motiviert, das Thema weiter auszubauen, um Schlüsselpositionen in euren Firmen vielleicht mit Top-Leuten aus dem OMR-Netzwerk zu besetzen.
Also wer jetzt seniorigere Positionen im Digitalkosmos setzen möchte, von CEO angefangen über CMO, CRO, aber auch Head-Off-Stellen in Bereichen Marketing, Digitalisierung, Sales, Finance, HR, das trauen wir uns zu.
Bitte meldet euch bei uns.
Wir machen das und ich kann das wirklich garantieren.
Erstens sehr, sehr seriös, dann natürlich sehr vertraulich und sehr motiviert mit einem ganz kleinen Team von Leuten, die wir hier dazu aufgebaut haben in den letzten Monaten und die dann für euch arbeiten.
Vom detaillierten Briefing über das Kandidatenscreening, dann die strukturierten Interviews bis zu einem hoffentlich erfolgreichen Abschluss.
Für wen es gerade hilfreich klingt, wer sagt, okay, ich habe hier was zu besetzen, ich suche Top-Talente, dann meldet euch bitte bei uns unter wanted at omr.com, also W-A-N-T-E-D.
Wanted at omr.com oder schreibt mir bei LinkedIn, bei Insta, philipp atomr.com, dann leite ich es hier intern weiter.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars.
Bei OMR.
